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Die Fünfte Schweiz im Fokus - SWI swissinfo.ch

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Er liebt Hummer und vermisst die Bratwurst
Mo, 23 Apr 2018 09:00:00 GMT - Er lebt seit über 50 Jahren an der Küste des US-Bundesstaats Massachusetts. Der Schweizer Architekt Thomas Amsler liebt die Region New England, die sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt. Doch noch immer vermisst er die Schweizer Bratwurst. Thomas Amsler, 81 Jahre alt, wanderte 1964 in die USA aus. In all dieser Zeit habe er nie Heimweh gehabt, betont er. "Wir haben gewisse Dinge vermisst, doch es gab so viele neue Sachen zu entdecken. Und ich bin jemand, der vorwärtsschaut. Ich denke nicht oft darüber nach, ob ich wieder nach Hause zurückkehren soll", sagt er. Der Architekt wurde 1936 im Kanton Schaffhausen im Nordosten der Schweiz geboren. Bei einem Schweiz-Besuch letzten Herbst kam er bei swissinfo.ch vorbei, um über seine Studie zum Tessiner Dorf Corippo und dessen bemerkenswerte Architektur zu sprechen. Wenn man nicht wüsste, dass er bereits über 80-jährig ist, würde man ihm nicht den Lift anbieten. Doch Amsler nimmt die Treppe mit Schwung. "Ist das ein neues ...
 
"In London habe ich alles vor meiner Haustüre"
So, 8 Apr 2018 09:00:00 GMT - Ein Studium in einer Weltstadt garantiert Kontakte in die ganze Welt. Die 23-jährige Auslandschweizerin Janina Kauz könnte für ihr Studium der interkulturellen Kommunikation kaum einen besseren Ort als London ausgewählt haben. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Janina Kauz: Ich bin zum Studieren nach London gezogen, weil es den Studiengang "Intercultural Communications in the Creative Industries" in der Schweiz nicht gibt. Das Studium hat im September 2017 begonnen, auf dieses Datum bin ich nach London gereist. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Die ersten Monate waren spannend und aufregend, aber auch ermüdend. Obwohl London nicht so weit weg ist und uns nicht sehr fremd erscheint, hat man hier doch viele neue Eindrücke und muss sich an neue Begebenheiten gewöhnen. Das hat sich aber ...
 
Für die Schweiz auf den Eisbahnen der Welt
So, 25 Mär 2018 09:00:00 GMT - Die in den USA geborene Alexia Paganini hat kürzlich erstmals an Olympischen Spielen teilgenommen ? für die Schweiz. Auch wenn der Sport und ihre Doppelbürgerschaft die 16-Jährige bereits in die ganze Welt gebracht haben, betrachtet die Eiskunstläuferin die Schweiz als ihr "Heimatland". Alexia Paganini, die in New York lebt, erreichte an den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Eiskunstlauf den 21. Rang. Erst diese Woche nahm sie an den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Mailand teil. Mit swissinfo.ch sprach sie über ihr Leben als Athletin ? und Raclette. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Ihre Eltern haben die Schweiz verlassen. Warum? Alexia Paganini: Meine Eltern haben die Schweiz im Jahr 2000 verlassen, weil mein Vater ein Executive MBA-Programm an der Columbia Universität machen wollte. Davor lebten sie in St. Moritz, mit meinem ...
 
Robert Woodrich: "Die Schweiz ist immer noch eine Art politische Oase"
So, 11 Mär 2018 10:00:00 GMT - Der 32-jährige Globetrotter Robert Woodrich wurde in Kanada geboren und lebt heute in Thailand, wo er ein eigenes Unternehmen leitet. Wegen seiner familiären Wurzeln aber war für ihn die Schweiz immer eine Art "zweite Heimat". swissinfo.ch: Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie eine Schweizer Seite haben? Robert Woodrich: Ich wurde im Ausland geboren, in Windsor, Kanada ? genau südlich der US-Stadt Detroit. Meine Schweizer Staatsbürgerschaft habe ich von meiner Oma mütterlicherseits, die von Zürich und Schwyz ausgewandert ist, zu einer Zeit, als Frauen in der Schweiz noch kein Stimm- und Wahlrecht hatten. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Bereits als Kind erfuhr ich von meiner Nationalität; meine Eltern witzelten jeweils, dass sie mich in die Schweiz schicken könnten, sollte während des Kalten Kriegs ein ...
 
Doris Hofer: Mit Sport- und Ernährungstipps zum Insta-Star
So, 18 Feb 2018 10:00:00 GMT - Fitness sei die beste Investition ihres Lebens gewesen, sagt Doris Hofer. Die 42-jährige Auslandschweizerin hat sich nach ihrer Scheidung neu erfunden. In der Türkei wurde sie mit ihren Tipps für Fitness und gesunde Ernährung zur gefragten Expertin ? besonders auch dank Instagram & Co. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Doris Hofer: Ich habe die Schweiz 2004 wegen der Liebe verlassen. Ich war mit meinem türkischen Ex-Mann knapp 10 Jahre zusammen. Wir haben zwei Kinder, Zoe und Noah. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.H.: Ich würde gerne wieder vermehrt in die Schweiz kommen und mit helvetischen Firmen arbeiten. Aber zurückziehen werden wir wohl nicht, denn wir haben eine ...
 
Emanuel Wenk: Ein grosses Herz für Tiere
So, 4 Feb 2018 10:00:00 GMT - Ein Burnout brachte ihn zu seiner Berufung. Der 42-jährige Emanuel Wenk arbeitete jahrelang in der österreichischen Gastronomie, bis er vor sieben Jahren genug hatte. Heute führt er in der Steiermark einen Gnadenhof, der nicht nur Pferden einen würdigen Lebensabend bietet, sondern auch Kindern Kontakt zu den Tieren ermöglicht. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Emanuel Wenk: Ich habe die Schweiz 2001 verlassen, weil ich mit einer Österreicherin ein Kind gezeugt habe, als sie auf Saison in der Schweiz arbeitete. Ich bin somit meinem Kind nachgereist, um das Besuchsrecht einzufordern und den Vaterpflichten nachzukommen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? E.W.: Das Vorhaben war ...
 
Eva Witschi: Unbezahlbare berufliche Erfahrungen in London
So, 21 Jan 2018 10:00:00 GMT - Bevor sie später einmal in die Schweiz zurückkehren und hier Kinder grossziehen möchte, will die 25-jährige Eva Witschi sich "etwas in der grossen weiten Welt austoben". Mit ihrem 26-jährigen Partner lebt sie seit 2016 in Grossbritannien, wo sie ihre berufliche Karriere in der Werbebranche trotz Brexit nicht gefährdet sieht. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Eva Witschi: Ich habe die Schweiz im Juli 2016 zusammen mit meinem langjährigen Partner verlassen. Es war lange ein Traum von uns beiden gewesen, länger im Ausland zu leben, und weil wir in ein englischsprachiges Land gehen wollten, lag Grossbritannien am nächsten. Wir haben ein Jahr in Birmingham gewohnt und sind im September 2017 nach London gezogen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Ich schliesse nicht aus, dass ich in ein ...
 
Kurt Sieber: 57 Jahre in Japan ? Gedanken eines Pensionärs
So, 7 Jan 2018 10:00:00 GMT - 1960 zog er nach Japan. Der Schweizer Kurt E. Sieber war Geschäftsführer von Schweizer und österreichischen Firmen. 2011 ging er mit 73 in Pension ? und kehrte nicht zurück in die Schweiz. Wie sieht und empfindet er dieses Land, in dem er schon so lange lebt? Mit welchen Herausforderungen hat die japanische Gesellschaft zu kämpfen? "Meine Sicht auf Japan hat sich in den 57 Jahren, die ich nun in Tokio lebe, sehr verändert", sagt Kurt Sieber. "Ich habe viel nachgedacht über Japans Stellung in der Welt, die japanische Wirtschaft und Politik, die Frage, was getan werden müsste, um die gesellschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen." Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. An einigen Beispielen erklärt er, was ihn aktuell besonders beschäftigt. Fehlender Reformwille der japanischen Wirtschaft In der ...
 
Mit Samichlaus in der Sommerhitze ? der Advent der Auslandschweizer in 18 Bildern
Sa, 23 Dez 2017 15:00:00 GMT - Immer mehr Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer markieren ihre Bilder auf Instagram mit #WeAreSwissAbroad. Sie machen dadurch die Schweiz in der Welt sichtbar. So auch jetzt in der Adventszeit.  Vor rund eineinhalb Jahren haben wir einen Instagram-Account eingerichtet. Damit wollen wir den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern eine Plattform geben. Seither reposten wir fast täglich ausgewählte Bilder von ihnen. Und dank ihren Bildern haben wir schon viele interessante Schweizerinnen und Schweizer porträtiert, die vor kurzem oder schon länger ausgewandert sind. Zum Beispiel die Westschweizerin Coraline Chappatte, die in die Türkei ausgewandert ist, oder Manuel Schuster aus Thun, der heute auf den Philippinen lebt. Damit Sie nun nicht selber im Stream der mit #WeAreSwissAbroad markierten Bilder nach Adventsbildern suchen müssen, haben wir die schönsten und witzigsten rausgesucht. Aber Vorsicht: Sie kriegen Appetit auf frisch gebackene Weihnachts-Guetzli! 1. Poetisch ...
 
Laura Gibilras: "Junge haben in Italien keine Zukunft"
Mi, 3 Jan 2018 13:00:00 GMT - Zwar wurde Laura Gibilras in Italien geboren, doch sie hatte immer eine besonders nahe Beziehung zur Schweiz, der Heimat ihrer Mutter. Seit zwei Jahren lebt die 19-Jährige im Kanton Zürich ? und hier stellt sie sich ebenfalls ihre Zukunft vor. Auch wenn die Menschen in Italien, wie sie sagt, "viel offener und kontaktfreudiger sind". swissinfo.ch: Sie sind als Auslandschweizerin in Italien geboren. Stammt jemand aus Ihrer Familie aus der Schweiz? Laura Gibilras: Ich war Auslandschweizerin, weil meine Mutter in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist. Auf einer Italienreise hat sie meinen Vater kennengelernt, und die beiden haben sich verliebt. Ich weiss, das ist sehr romantisch? Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Welchen Bezug haben Sie zur Schweiz? L.G.: Ich hatte schon immer eine ...
 
Madeleine Weiss: "Ich liebe das Leben in Indonesien"
Mi, 13 Dez 2017 12:16:00 GMT - Mit ihrem indonesischen Mann und zwei kleinen Buben zog die 31-jährige Madeleine Weiss nach Yogyakarta. Die Radiojournalistin und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache liebt das unkomplizierte Leben an einem Ort, der nur eine Jahreszeit kennt. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? Madeleine Weiss: Am 30. Juni 2015 sind wir ? mein Mann, ich und unsere zwei kleinen Kinder, damals gerade einmal drei und 22 Monate alt ? mit vier Koffern ins Flugzeug nach Indonesien gestiegen. Viel hatten wir nicht dabei. Wo, wie und von was genau wir leben würden, war damals noch unklar. Doch wir waren guten Mutes und voller Energie und Abenteuerlust. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Zwei Jahre wollten wir bleiben; im Heimatland meines ...
 
Séverine von Kaenel: Im verrosteten Campingbus nach Portugal
So, 19 Nov 2017 08:00:00 GMT - Der Traum vom Meer. Er musste bei Séverine von Kaenel lange reifen, bis sie sich letztes Jahr dazu entschied, es zu wagen. Nun lebt die 38-Jährige in einem portugiesischen Fischerdorf und hat es dank einer beruflichen Neuorientierung geschafft, ihren Traum leben zu können ? auch wenn es nicht immer einfach ist. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Séverine von Kaenel: Das Thema Auswandern beschäftigte mich seit über zehn Jahren... Ich betreibe seit meiner Jugend diverse Wassersportarten und habe mich vor Jahren ins Surfen verliebt. Am Meer leben war für mich nicht nur ein Traum, sondern eine Gewissheit. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Doch der richtige Zeitpunkt kam einfach nie (wie bei den meisten Leuten, die einen Entscheid vor sich hinschieben). Long story short: Nach ...
 
Laura Scholl: "Wie ich zur 'Heimweh-Japanerin' wurde"
Do, 2 Nov 2017 13:00:00 GMT - Während ihres Studiums lebte die 34-jährige Laura Scholl mehrere Jahre in Japan ? und wanderte danach in den Inselstaat aus. Für ein Nachdiplom-Studium ist sie nun während einem Jahr als "Heimweh-Japanerin" wieder in der Schweiz und blickt wehmütig auf ihre Zeit in Tokio zurück. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Laura Scholl: Ich habe ostasiatische Kunstgeschichte, Japanologie und Sinologie studiert. Während der Uni-Zeit war ich insgesamt drei Jahre in Japan. Bereits das erste Mal in Japan ? ein Kurzaufenthalt von sechs Wochen an einer Sprachschule in Okazaki in der Präfektur Aichi ? wusste ich, dass ich in Japan leben und arbeiten wollte. Direkt nach meinem Lizenziats-Abschluss im Frühling 2012 bin ich dann nach Japan ausgewandert, um im Bereich HR/Recruiting anzufangen. Schritt für Schritt habe ich meine Karriere weiterentwickelt, von einer vierköpfigen Boutique Headhunting-Firma zur Talent Acquisition Spezialistin bei Johnson & Johnson. Im ...
 
Nina Bader: "Das Leben in Vancouver ist viel entspannter"
Di, 17 Okt 2017 12:27:00 GMT - Die 27-jährige Nina Bader lernte während des Studiums die kanadische Stadt Vancouver lieben, und fand dort ihre Liebe und einen Job. Ihr gefallen die lockere Westküsten-Lebensart und die vielen kulinarischen Möglichkeiten, welche die Stadt am Meer bietet. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Nina Bader: Meine Geschichte ist ein wenig kompliziert ? ich war 2012 für sechs Wochen in Kanada, um das Land zu bereisen. Weil es mir so gut gefallen hatte, kehrte ich für einen sechsmonatigen Sprachaufenthalt zurück. Danach absolvierte ich ein College-Jahr in Vancouver, und da ich immer noch nicht genug von der Stadt und ausserdem in der Zwischenzeit meinen Freund kennengelernt hatte, suchte ich mir nach meinem Masterabschluss einen Job in Vancouver. Nun arbeite ich seit sieben Monaten bei der Schweizer Handelskammer. Die ersten Monate waren eine Achterbahn der Gefühle ? alles ist neu und aufregend, und gleichzeitig ist man auch ein wenig vom Heimweh geplagt. Ich ...
 
Luca Orduña: Schweizer Uhren für die Mega-Stadt Tokio
So, 1 Okt 2017 12:00:00 GMT - Der 27-jährige Luca Orduña setzte alles auf eine Karte. Er ging mit 22 Jahren zum ersten Mal nach Japan und machte sich dort selbstständig. Der vom vielfältigen Essen und von der Natur faszinierte Abenteurer denkt auch jetzt noch nicht an eine Rückkehr in die Schweiz. In seinem Berufsleben hat er als Chef einer Distributionsfirma von Schweizer Uhren trotzdem enge Beziehungen zur Heimat. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Luca Orduña: Meine Eltern besitzen ein Reisebüro in Zürich, weshalb ich schon von klein auf die Möglichkeit hatte, die Welt zu entdecken und früh von den asiatischen Kulturen und Sprachen begeistert war. Während meines Studiums in St. Gallen besuchte ich einen Kurs über Kultur in Japan und war fasziniert von dieser facettenreichen Kultur. Während dieses Kurses wurde ich auch das erste Mal auf die Schweizerisch-Japanische Handelskammer (SJCC) aufmerksam. Diese bietet ein Stipendium für junge Schweizer an, die ihrer Ausbildung ein ...
 
René Wittwer: Ein sportlicher Globetrotter geniesst das Leben
Di, 12 Sep 2017 12:30:00 GMT - Der ehemalige Eishockey-Crack aus Langnau im Emmental gehört zu den Senioren, die ihren Lebensabend in Thailand verbringen. In der Schweiz hatte René Wittwer bereits eine schweizerisch-thailändische Familie. Zusammen mit seiner jetzigen thailändischen Partnerin hat er seine Zelte definitiv im Süden Thailands aufgeschlagen. Auf die Frage, weshalb ihr Vater vor knapp sechs Jahren nach Thailand ausgewandert sei, meint seine 24-jährige Tochter lakonisch: "Er hatte die Nase voll." Bei näherer Betrachtung der Umstände fällt die Antwort dann doch etwas differenzierter aus. René Wittwer, gelernter Maurer und später Disponent im Baugewerbe, war als Jugendlicher und junger Mann vor allem eines, nämlich leidenschaftlicher Eishockeyspieler. Dank Talent und Trainingsfleiss stieg er zum gefragten Spitzenspieler im Eishockeydorf Langnau auf ? der Emmentaler Hauptort hat seit 1946 ein Hockey-Team, das mehrheitlich in der höchsten Schweizer Spielklasse kämpft. Sein Hobby konnte der heute ...
 
Jacqueline Tschumi: "Wenig Flexibilität im japanischen Arbeitsalltag"
Mo, 28 Aug 2017 12:00:00 GMT - Sie ging für eine kurze Ausbildung nach Japan. Und wollte nicht mehr zurück in die Schweiz ? es war eine Liebe auf den ersten Blick. Nun lebt die bald 33-jährige Jacqueline Tschumi seit über fünf Jahren im Land der aufgehenden Sonne, wo sie sich einzig in der Arbeitswelt etwas mehr Innovation wünscht. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Jacqueline Tschumi: Ich hatte mich für eine Praktikumsstelle bei der Schweizer Botschaft beworben, um in Japan Arbeitserfahrung zu sammeln und Diplomatenluft zu schnuppern. Aus ursprünglich vier Monaten wurde ein Jahr, und daraus ? nach einem kurzen Aufenthalt in der Schweiz ? weitere dreieinhalb Jahre als Festangestellte an der Botschaft. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? J.T.: Zeitlich kann ich keine genauen Angaben machen, aber ich gehe davon aus, dass ich wieder in die Schweiz zurückkehren werde. swissinfo.ch: Wie waren die ersten ...
 
Coraline Chapatte: Was aus dem "Umweg" über Istanbul wurde?
Di, 15 Aug 2017 14:00:00 GMT - Die 36-Jährige Neuenburgerin Coraline Chapatte hat sich der Fitness verschrieben. Als semi-professionelle Triathletin steht ihr Leben in Istanbul im Zeichen des Sports. Die Bosporus-Metropole, über die sie eigentlich nur einen "Umweg" machen wollte, sei für sportliche Aktivtäten sehr gut geeignet, sagt die Auslandschweizerin. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Coraline Chapatte: Ich hatte eigentlich nicht die Absicht, die Schweiz zu verlassen. Nach der Fussball-Europameisterschaft 2008, während der ich für die Schweizerischen Bundesbahnen im Transportprojekt gearbeitet hatte, ging ich für drei Monate in die Südtürkei. In Ka? wollte ich mein Tauchbrevet als Divemaster absolvieren und den Sommer verbringen. Aus diesen drei Monaten wurden zuerst einmal drei Jahre als Tauchlehrerin, Unterwasser-Fotografin und -Filmerin sowie als Angestellte im Verkauf und Marketing von Tauch- und Sportferien. Nach drei Jahren am, auf und im Meer machte sich bei mir aber ...
 
Raphael Knopf: "Mein Häuschen in Neuseeland"
Do, 10 Aug 2017 11:58:00 GMT - Der 38-jährige Raphael Knopf hat sein Glück auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel gefunden. Vor 15 Jahren verliess er seinen Geburtsort in der Westschweizer Region Broye Richtung Neuseeland. Seither produziert er dort Bio-Honig im Einklang mit der wilden Natur in seiner Wahlheimat. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Raphael Knopf: Das war im September 2002. Nachdem ich Fähigkeitsausweise in zwei Berufen erworben und den Militärdienst absolviert hatte, plante ich, nach Nepal zu gehen, um beim Bau eines Staudamms mitzuhelfen. Aber weil dort ein Bürgerkrieg ausbrach, war das nicht möglich. Deshalb war meine zweite Wahl Australien, danach Neuseeland. Ich wollte Neues erleben und hatte das Verlangen nach viel Platz und Abenteuern. swissinfo.ch: Wie verliefen die ersten Monate? R.K.: Ich fühlte mich entwurzelt. Ich sprach kaum Englisch. Während meiner Schulzeit hatte ich kein Interesse, Englisch zu lernen, weil ich dachte ? und das denke ich ...
 
Wie Schweizer weltweit den 1. August feierten
Mi, 2 Aug 2017 12:41:00 GMT - Schweizerinnen und Schweizer im Ausland zeigen, wie sie den Nationalfeiertag zelebrierten. Von Singapur über Neuseeland, USA, Norwegen, Schweden, Bangladesch und Katar bis Kanada: Wir bekamen Fotos aus allen Ecken der Welt von Leuten, die mit ihren Familien und Freunden Schweizer Spezialitäten assen und den Tag feierten. Kartoffeln mit Käse war ein wiederkehrendes Thema, ob in Frankreich, Schweden oder Südkorea. Gewisse Schweizer Getränke haben es in sich, auch in England und Australien.  Machen Sie die globale Schweiz sichtbar: Markieren Sie Ihre Instagram-Bilder mit #WeAreSwissAbroad Wir werden ausgewählte Bilder und Videos auf unserem Instagram-Account reposten und hoffen, dass wir beim Stöbern im #WeAreSwissAbroad-Stream viele interessante Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer und ihre Geschichten entdecken. Es ist uns ein grosses Anliegen, auf swissinfo.ch Ihnen und Ihren Erlebnissen in Form von Porträts, Anekdoten und Geschichten eine Plattform zu ...
 
Manuel Schuster: Ein digitaler Nomade in Manila
Fr, 28 Jul 2017 09:00:00 GMT - Mit seinem Job ist er örtlich völlig ungebunden. Der 27-jährige Manuel Schuster aus Thun im Berner Oberland folgte seiner Liebe auf die Philippinen und berät heute Unternehmen bei Fragen rund ums Marketing im Internet. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Manuel Schuster: Ich wollte schon immer ortsunabhängig arbeiten und dabei die Welt entdecken. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, 2016 Asien zu bereisen. Bereits im Oktober 2015 habe ich aber meine jetzige Freundin in Barcelona getroffen, die dort im Urlaub war. Sie kommt ursprünglich von den Philippinen. Im November 2015 habe ich mich dann entschieden, genau diesen südostasiatischen Inselstaat anzusteuern. swissinfo.ch: Wie waren die ersten Monate auf den Philippinen?   M.S.: Die ersten Monate waren unglaublich. Zuerst habe ich mich für ein, zwei Monate in Manila aufgehalten. Dort herrscht ein totales Verkehrschaos, und die Armut in manchen Vierteln ist deutlich spürbar. Trotzdem hat ...
 
Lukas Habersaat: Preisgekröntes Geschäftsmodell in Bangkok
Mi, 12 Jul 2017 09:00:00 GMT - Er arbeitete für ein multinational tätiges thailändisch-chinesisches Familienkonglomerat und hat heute eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in Thailand. Lukas Habersaat wurde für die Entwicklung und Umsetzung eines pionierhaften Geschäftsmodells in Bangkoks Vergnügungsviertel offiziell ausgezeichnet. Seit über zwanzig Jahren lebt er mit seinem Partner in Bangkok und möchte auch in Zukunft in Thailand bleiben. Für den Winterthurer Lukas Habersaat war es kein zufälliger Entscheid, eine Berufslehre als Koch zu absolvieren. Schon früh war sein kulinarisches Interesse geweckt. Während den ersten Jahren der Berufspraxis im Gastgewerbe bildete er sich berufsbegleitend weiter. Zunächst kaufmännisch mit dem Besuch einer Handelsschule und in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre zum Tourismusexperten an der Hotelfachschule Lausanne. Der Erwerb und die Vertiefung von Fremdsprachen waren ihm wichtig. In der Folge perfektionierte er sich in Französisch und Englisch. Für den beruflichen ...
 
Reife und Charakter machten ihn zur Nummer 1
Di, 4 Jul 2017 14:07:00 GMT - ??????? Mit dem 18-jährigen Nico Hischier hat ein junger Sportler aus dem Wallis Geschichte geschrieben: Als erster Schweizer Eishockey-Youngster wurde er im diesjährigen Draft der NHL als Nr. 1 gezogen. Mit anderen Worten: Er gilt als bester Hockey-Jungprofi der Welt. Beim Heimatbesuch in Naters glänzte Hischier, der in den USA bereits ein Star ist, mit Bescheidenheit. All dieser Kult um seine Person ? er passt so gar nicht zu ihm und seiner Herkunft. In der Schweiz war er bis vor wenigen Tagen nicht einmal ein kleines Sternchen. Ja, bis heute wissen die allermeisten Schweizer nicht einmal, wie man seinen Nachnamen richtig ausspricht. "Hiii-schi-är" ist korrekt, nicht die französische Variante "Hischié". Er wuchs im kleinen, 10'000 Einwohner zählenden Städtchen Naters auf, zusammen mit Eltern, seiner zwei Jahre älteren Schwester Nina und dem vier Jahre älteren Bruder Luca.  Aufs Garagentor statt aufs Tor Die Familie ist durch und durch sportbegeistert: Der Vater war ...
 
Pierre-Yves Donzé: Aus einer "kosmopolitischen Nation" nach Japan
Fr, 30 Jun 2017 12:30:00 GMT - Er stammt aus La Chaux-de-Fonds und wurde in Osaka Professor für Wirtschaftsgeschichte. Pierre-Yves Donzé unterrichtet heute Industriegeschichte aus einer transnationalen und globalen Perspektive, die Geschichte multinationaler Unternehmen und Technologiegeschichte. Sein Spezialgebiet ist die Uhrenindustrie. swissinfo.ch: Warum sind Sie Auslandschweizer? Wie lange leben Sie bereits in Japan? Pierre-Yves Donzé: Ich kam 2006 für ein Postdoktorat an die Universität Kyoto, ins Land meiner Frau, nachdem ich in Neuenburg mein Doktorat abgeschlossen hatte. Nun lebe ich schon seit mehr als zehn Jahren in Japan. swissinfo.ch: Ihr Spezialgebiet ist die Schweizer Uhrenindustrie. Wie denken die Japaner darüber? P.-Y.D.: Die Japaner interessieren sich sehr für Schweizer Marken, finden deren Produkte aber viel zu teuer. Sie finden, so hohe Preise seien nicht gerechtfertigt. swissinfo.ch: Was halten die Japaner von der Schweizer Wirtschaft? P.-Y.D.: Die Japaner haben im Normalfall nicht die ...
 
Yvette Meisser: Wo der Pfarrer das Höllenfeuer predigt
Mo, 12 Jun 2017 14:30:00 GMT - Vor gut fünf Jahren verliess Yvette Meisser die Schweiz. Geschieden, mit drei jungen Kindern. Das Ziel war zunächst Mexiko, doch dann blieben die Vier in Texas und im klitzekleinen Städtchen im Nirgendwo, Trinity, hängen. "Wir wollen nicht in die Schweiz zurück. Wir könnten gar nicht zurück", sagt die gebürtige Davoserin. "Wir haben alle unsere Ansichten. Das ist das Grösste, worum es in diesem Land wirklich geht: Es interessiert mich nicht wirklich, woran Du glaubst. Es wird mich nicht davon abhalten, Dich für das zu akzeptieren, was Du bist." Martellus Bennetts Worte gingen um die Welt. Er sagte sie am 5. Februar 2017, unmittelbar nach dem Super Bowl in Houston, Texas. Bennett hatte damit betonen wollen, dass er keine Bedenken habe, die vielen einflussreichen Trump-Anhänger in der Organisation der Patriots gegen sich aufzubringen. Denn Bennett, Spieler der New England Patriots, hatte nach dem Sieg seiner Mannschaft bekräftigt, was er schon vorher angekündigt hatte: Den ...
 
Anja Glover: Warum sie kulturell vielfältige Städte liebt
Di, 30 Mai 2017 12:00:00 GMT - New York, Paris? Die 24-jährige Anja Glover verbringt ihr Leben in bedeutenden Grossstädten dieser Welt. Das kommt nicht von ungefähr, studiert die junge Schweizerin doch Stadt-Soziologie. Zudem ist sie als Journalistin tätig. An Paris liebt sie besonders die Lebenslust, die ihr in der Schweiz manchmal etwas fehlt. swissinfo.ch: Warum haben Sie der Schweiz den Rücken gekehrt? Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? Anja Glover: Ich habe mal gelesen, dass nicht nur Pflanzen, sondern auch Menschen von Zeit zu Zeit umgetopft werden müssen. Nach ein paar Monaten in New York war für mich klar, dass ich einen Teil meines Lebens im Ausland verbringen möchte. Aus dem schlichten Grund, dass ich hier, fern von dem mir Gewohnten, täglich lerne und weniger schnell der Routine verfalle. Paris war für mich eine hervorragende Möglichkeit. Dies, weil ich mich als werdende Stadt-Soziologin für kulturell vielfältige Städte interessiere und ich jahrelang Französisch gelernt hatte.
 
Selina Thomas: Von positiver Stimmung auf Philippinen angesteckt
Do, 11 Mai 2017 08:30:00 GMT - Tolles Wetter, nette Leute. Die 33-jährige Selina Thomas geniesst ihr Leben auf den Philippinen, auch wenn sie gegenwärtig auf Jobsuche ist. Die gut ausgebildeten Einheimischen sind allerdings eine starke Konkurrenz. Von Präsident Rodrigo Dutertes knallharter Drogenpolitik merkt sie im Alltag nichts. swissinfo.ch: Weshalb haben Sie der Schweiz den Rücken gekehrt? Selina Thomas: Mein Mann wurde von seinem Arbeitgeber auf die Philippinen versetzt, und wir haben uns gemeinsam entschieden, diesen Schritt zu wagen. Wir haben vor einiger Zeit schon zwei Jahre in Dubai gelebt, es war also nicht unser erster Auslandsaufenthalt. Wir sind seit Anfang August 2016 in Manila. swissinfo.ch: Wie waren die ersten Monate im Ausland? S.T.: Die ersten Monate waren aufregend. Ein neues Land, eine neue Kultur kennenzulernen ist ein bisschen wie Urlaub. Wir haben hier einen Pool, das Wetter ist meistens gut. Klar haben wir auch einen Kulturschock erlitten. Das Einkaufen zum Beispiel ist nichts für ...
 
Jonathan Royce Hostettler: Viele Hindernisse überwunden
Di, 25 Apr 2017 09:00:00 GMT - Kann man sich als Schweizer fühlen, auch wenn man noch nie in der Schweiz war? Ja, das geht, wie das Beispiel des jungen Amerikaners Jonathan Royce Hostettler zeigt. Der 22-Jährige hatte eine schwierige Kindheit in den USA. Nun plant er eine Zukunft im Land seiner Vorfahren, wo er ein Doktorat in Theologie machen will. swissinfo.ch: Warum sind Sie Auslandschweizer? Was für einen Bezug haben Sie zur Schweiz? Jonathan Royce Hostettler: Ich bin Deutschschweizer von der Seite meines Vaters her, Douglas Joel Hostettler. Als Kind half er manchmal auf dem Bauernhof seiner Grosseltern in der Schweiz mit. Als seine Grosseltern in den USA starben, ging er aber nicht mehr in die Schweiz. Wir verloren den Kontakt mit meiner grossen Familie, doch mein Vater hatte an einem Stammbaum gearbeitet. So konnte ich mit meiner Familie drüben über Facebook in Kontakt treten. Das war vor zwei Jahren, als ich ins College ging. Ich habe ein Familienwappen und will noch mehr darüber erfahren. Ich habe ...
 
Martina Fuchs: Kulturelle Botschafterin beim chinesischen Staats-TV
Do, 6 Apr 2017 14:39:00 GMT - Sie spricht neun Sprachen und arbeitet gegenwärtig für das chinesische Staatsfernsehen. Die 34-jährige Martina Fuchs merkt als Wirtschafts-Journalistin nur wenig von der strikten Medienzensur im Reich der Mitte. Am meisten fehlen ihr dort Konzerte und Live-Musik. Dieses Jahr will sie nun nach London ziehen. swissinfo.ch: Weshalb haben Sie der Schweiz den Rücken gekehrt? Martina Fuchs: Den ersten selbständigen Schritt ins Ausland machte ich mit 16 Jahren, als ich beschloss, die Ferien mit meiner Freundin in Portugal zu verlängern und nach Marokko weiterzureisen. Aus Tanger habe ich dann meine Eltern angerufen und verkündet: "Mama, Papa, ich bin in Afrika". Sie waren recht erstaunt. Danach hat mein "Nomaden-Leben" seinen Lauf genommen. Mit 18 Jahren ging es für ein Praktikum während den Sommer-Schulferien nach Tansania, wo ich Kisuaheli lernte. Ein einjähriges Zusatzstudium in Fernseh-Journalismus führte mich an die Amerikanische Universität in Kairo, und ich absolvierte ...
 
Soontorn Leoni: Vom Heimkind zum erfolgreichen Geschäftsmann
Do, 30 Mär 2017 09:00:00 GMT - Er wurde in Thailand geboren, kam aber schon sehr früh in die Schweiz. Der 45-jährige Thai-Schweizer Soontorn Leoni fand über einen Heimaufenthalt und den Sport seinen Weg, der ihn schliesslich wieder ins Land seiner Mutter führte ? und zum geschäftlichen Erfolg. Als Vietnam-Kriegskind wurde Soontorn (Soony) Leoni Anfang der 1970er-Jahre in Bangkok geboren. Die Mutter hatte den Kindsvater, einen hoch dekorierten US-Offizier, in Bangkok kennen gelernt. Die Beziehung zerbrach noch vor der Geburt von Soony, obwohl der Vater noch einige Jahre als Experte für Nahkampf und Selbstverteidigung in Thailand stationiert blieb. swissinfo.ch: Sie hörten als Achtjähriger zufällig von der Existenz Ihres biologischen Vaters und begannen mit zehn Jahren, nach ihm zu suchen. Hatten Sie Erfolg? "Leider nicht. Die erste erfolglose Kontaktaufnahme lief über das Department of Veteran Affairs in Washington DC. Dort gab man mir aber Bescheid, dass über Armeeangehörige keine Auskunft erteilt wird. Meine ...
 
Nino Niederreiter: Der Ehrenbürger von Chur in Minnesota
Fr, 10 Mär 2017 13:12:00 GMT - Nino Niederreiter ist derzeit einer der zwei besten Schweizer Eishockeyspieler. Er lebt und spielt in den Zwillingsstädten Minneapolis/Saint Paul. Seit acht Jahren lebt er in den USA, nur im Sommer kommt er jeweils für knapp drei Monate in sein Heimatland. Kurz vor seinem 17. Geburtstag war es, im Sommer 2009, als Nino Niederreiter ein erstes Mal nach Nordamerika flog, um für längere Zeit dort zu bleiben. Die Rückkehr in die Schweiz war erst neun Monate später geplant. Portland im US-Bundestaat Oregon war das Ziel, die Portland Winterhawks, eine Juniorenmannschaft sein Team. Der junge Schweizer reiste mit einem grossen Traum in die USA: Als erster Schweizer Stürmer den Durchbruch in der besten Eishockeyliga der Welt, der National Hockey League (NHL), zu schaffen. Eine Handvoll Landsleute hatten es zwar vor ihm bereits geschafft, allesamt waren sie aber Torhüter oder Verteidiger. Heute, bald acht Jahre später, lebt Niederreiter diesen Traum. Er ist 24, stürmt nicht mehr in der ...
 
Silvia Spross: Geburt in der Schweiz ist wie ein Lottogewinn
So, 19 Feb 2017 10:00:00 GMT - Schon als Kind träumte die Schweizerin Silvia Spross von den USA. Heute hat sie ihren Traum verwirklicht und lebt in Los Angeles. Sie verdient ihr Geld mit Schauspielerei und anderen künstlerischen Tätigkeiten. Hier erzählt sie, warum sie "das beste Land der Welt" verlassen hat. Weil Silvia Spross ihren Instagram-Account auf "privat" umgestellt hat, sind ihre Bilder hier leider verschwunden. swissinfo.ch: Weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Silvia Spross: Ich wollte Malen, ich wollte Singen, Tanzen und Schauspielern... Ich wollte einfach frei sein und machen was ich wollte, auch wenn es total unrealistisch klang. Als ich 13 war, kreierte ich eine verrückte Collage von Kalifornien und hängte diese an meine Wand. Wir wohnten damals im 8. Stock, und ich schaute stundenlang aus dem Fenster und fantasierte, dass ich eines Tages hinter die Berge fliegen werde und weit weg nach Kalifornien gehe. Meine Eltern liessen mich erst frei, nachdem ich ein Diplom hatte. Ich wusste dies ...
 
Samuel Heger fand in Wien seinen Traumjob ? und die Liebe
Do, 9 Feb 2017 10:00:00 GMT - Der Schweizer Samuel Heger wagte den Sprung ins Ausland, um beruflich weiterzukommen. In Wien fand er schliesslich auch seine grosse Liebe. Als Auslandschweizer ist er enttäuscht, dass er gegenwärtig nicht mehr per Internet abstimmen und wählen kann. Hier erzählt er seine Geschichte. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Wie waren die ersten Monate in Wien? War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? Samuel Heger: Im Herbst 2011 hatte ich die Möglichkeit, eine neue berufliche Herausforderung in Wien anzunehmen. Ich dachte mir, ein paar Jahre im Ausland gearbeitet zu haben, schade dem Lebenslauf nicht, und zurückkommen kann ich ja immer wieder. Relativ kurzfristig habe ich dann meinen Job und mein WG-Zimmer in Zürich aufgegeben und glücklicherweise eine kleine Wohnung im 3. Wiener Gemeindebezirk beziehen können. Erstaunlicherweise ist es mir enorm leicht gefallen, hier in Wien Fuss zu fassen. Als ...
 
Noémie Schwaller kam in London zu ihrer Berufung
So, 22 Jan 2017 10:00:00 GMT - Die Schweizerin Noémie Schwaller lebt in England und hat in London ein eigenes Modemagazin aufgebaut. Sie markierte auf Instagram ihre Bilder mit #WeAreSwissAbroad. Wir reposteten ein Foto von ihr auf unserem Instagram-Account und baten sie, swissinfo.ch ihre Geschichte zu erzählen. swissinfo.ch: Aus welchem Grund haben Sie die Schweiz verlassen? Wann war das? Wie waren die ersten Monate in London? Noémie Schwaller: Wie das Leben so spielt, kommt nichts wie geplant. Es zog mich im Sommer 2010 nach Grossbritannien, um ? nach einer Redaktionsstelle im Bereich Design und Architektur ? am London College of Fashion ein "Master in Fashion Journalism" zu absolvieren. Der September ist auch, oder gerade, in London sonnig, aber der Winter ist hart, wenn man sich geheizte und gut isolierte Wohnungen gewohnt ist. Es hat mich schon davor in alle Ecken der Welt gezogen, um der Schweiz mit ihrem kleinen Geist zu entfliehen. Heimaten habe ich einige, aber auch mit vielen temporären Zuhause ...
 
Zukunft in der Schweiz! Thomas und Alex erzählen, warum?
So, 18 Dez 2016 16:00:00 GMT - Die beiden Brüder Alex und Thomas Bianco leben mit ihren Eltern in Italien. Sie markierten auf Instagram ihre Bilder mit #WeAreSwissAbroad. Wir reposteten Fotos von ihnen auf unserem Instagram-Account. Nun erzählen sie ihre Geschichte. swissinfo.ch: Warum haben Eure Eltern die Schweiz verlassen? Alex Bianco: Ich bin Schweizer durch meine Mutter. Sie lebte nicht lange in der Schweiz und ist jetzt wieder Auslandschweizerin. Sie lebte vier Jahre in der Schweiz, zuerst in St. Gallen, wo sie die Universität besuchte, und dann in Dietikon, wo sie arbeitete. Damals war sie bereits mit meinem Vater zusammen, der aus Süditalien stammt, genauer gesagt, aus Apulien. Er hatte einen festen Job hier in Italien, weshalb sie sich in den 1990er-Jahren dazu entschied, nach La Spezia zu ziehen, um bei ihm zu sein. swissinfo.ch: Wann wurde Euch klar, dass Ihr eine Schweizer Seite habt? Und warum interessiert Ihr euch derart stark für die Schweiz? A.B.: Die Schweiz interessiert mich, weil ich ...
 
Nina Caprez: "Ich spürte, dass ich auswandern muss"
Fr, 25 Nov 2016 15:20:00 GMT - Sie ist eine der besten Kletterinnen der Welt. Wettkämpfe interessieren Nina Caprez zwar schon seit Jahren nicht mehr. Die 30-Jährige aus Küblis meistert am Felsen aber Routen, die vor ihr kaum je eine Frau erfolgreich bewältigte. Um ihre Leidenschaft perfekt ausleben zu können, verliess sie die Schweiz vor acht Jahren und lebt seither im französischen Grenoble. swissinfo.ch traf sie bei einem ihrer seltenen Besuche in der alten Heimat. Der Winter erwacht. Der Schnee ist da. Als hätten wir ihn bestellt. "Ist das nicht schön?", fragt Nina Caprez, als sie die Türe öffnet. Es ist die perfekte Bergidylle. Wir sind in Prada, oberhalb von Küblis, einem der sechs grösseren Dörfer entlang der Prättigauerstrasse, die den Reisenden von Landquart Richtung Davos führt. Ein grosses Holzhaus am Ende der Strasse, eine Klingel gibt es nicht, Tack-Tack, wer zu Besuch kommt, macht sich mit dem schweren Türklopfer aus Messing bemerkbar. Hier wohnt Nina Caprez. Oder besser gesagt: Hier wohnte sie, ...
 
Für immer? Priska Baumann erzählt, weshalb sie die Schweiz verlassen hat
Di, 18 Okt 2016 14:45:00 GMT - Priska Baumann lebt als Schweizerin im Ausland und markierte auf Instagram ihre Bilder mit #WeAreSwissAbroad. So sind wir auf sie aufmerksam geworden. Wir reposteten ein Foto von ihr auf unserem Instagram-Account und baten sie, swissinfo.ch ihre Geschichte zu erzählen. swissinfo.ch: Aus welchem Grund haben Sie die Schweiz verlassen? Und wann war das? Priska Baumann: Aus dem wohl besten und klischeehaftesten Grund überhaupt ? der Liebe wegen. Aber hey ? he?s all worth it :) - Dies war vor einem halben Jahr: Am 4. April 2016 bin ich mit meiner schwangeren Freundin, ihrem Mann und meinem kleinen Strassenhund morgens um 4.00 Uhr losgefahren - mein gesamtes Leben in einen Kofferraum gepackt. swissinfo.ch: War von Anfang an klar, dass es eine Reise ohne Rückkehr wird? P.B.: Ja! Wenn schon, denn schon. Man trifft ja nicht so oft die grosse Liebe des Lebens. Auch wenn wir uns zuvor erst drei Mal getroffen hatten (ja, ein bisschen Irrsinn und Heldinnen-Mut gehört schon dazu) und ...
 
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, ...
Fr, 26 Aug 2016 12:00:00 GMT - ... wir haben für Sie einen Instagram-Account eingerichtet und laden Sie ganz herzlich ein, Ihre Bilder mit anderen Schweizerinnen und Schweizern und mit uns zu teilen. Benutzen Sie dazu den Hashtag #WeAreSwissAbroad  Die SRF-DOK-Serie "Auf und davon" ist ein grosser Erfolg. Das Schicksal von Auswanderern interessiert und bewegt viele Menschen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass in einer solch prominent platzierten TV-Sendung nur sehr wenige, ausgewählte Menschen porträtiert werden können. Auch der Fokus auf potentiell brisante Konstellationen und grosse Emotionen ist verständlich. "Auf und davon" fürs Social Media Zeitalter Die Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen der Auslandschweizer-Organisation nahmen wir zum Anlass, speziell für ausgewanderte Schweizerinnen und Schweizern einen Instagram-Account einzurichten. Zusammen mit dem Hashtag #WeAreSwissAbroad soll er quasi die Web-2.0-Version von "Auf und davon" werden. Sind Sie mit oder ohne grossem ...
 
Schweizer in Lateinamerika: nah und doch so fern
Di, 24 Apr 2018 09:29:00 GMT - Schweizer in Lateinamerika interessieren sich laut einer Studie zwar für die Politik ihres Herkunftslandes, nehmen aber nur mässig an Abstimmungen und noch weniger an Wahlen teil. E-Voting könnte das ändern. Die erste interessante Erkenntnis: Die prozentuale Verteilung der Schweizer in Lateinamerika nach Herkunftskanton entspricht der Verteilung der Bevölkerung nach Kantonen in der Schweiz. Die Schweizer aus allen Kantonen scheinen einheitlich nach Lateinamerika ausgewandert zu sein. Die Studie Im Sommer 2016 wurde mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds eine Umfrage durchgeführt, um Formen des politischen Transnationalismus unter den in Lateinamerika lebenden Schweizern zu identifizieren. swissinfo.ch beteiligte sich an der Online-Umfrage der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) in Genf. Der Fragebogen lieferte Informationen über das soziodemografische Profil, den Migrationsverlauf und die politischen Einstellungen (auch Staatsbürgerkompetenz genannt) der Befragten.
 
"Alle Schweizer in Israel sollten sich jetzt registrieren"
Fr, 13 Apr 2018 09:24:00 GMT - Die Eskalation der Syrien-Krise tangiert auch Israel, wo 18 000 Auslandschweizer leben. Erich Bloch, der Vertreter der Auslandschweizer-Organisation vor Ort, befürchtet Konflikthandlungen und mahnt seine Landsleute, sich vorzubereiten. Die Zeichen stehen auf Krieg. Nach Drohungen der USA und Russlands in der Syrien-Krise waren zwar beide Atommächte bemüht, einen bewaffneten Konflikt abzuwenden. Doch die Raketendrohung von US-Präsident Donald Trump Richtung Syrien bleibt bestehen. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, betonte nach einem entsprechenden Tweet von Trump, es gebe Gespräche mit den Verbündeten Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Grossbritannien. Dazu kommt: Nach der Einnahme der letzten Bastion der Rebellen in Ost-Ghuta erwarten Beobachter nun auch, dass der syrische Machthaber Baschar al-Assad weitere Regionen ins Visier nimmt, insbesondere die Region Daraa in unmittelbarer Nähe zu Israel. "Die Befreiung von Ost-Ghuta bedeutet das Ende der Bedrohung von ...
 
Auslandschweizer bilden viertgrössten Kanton
Fr, 6 Apr 2018 08:02:00 GMT - Jede zehnte Person mit Schweizer Pass hat 2017 im Ausland gelebt. Insgesamt zählt die Fünfte Schweiz knapp 752'000 Personen. Die Frauen stellen mit knapp 55% die klare Mehrheit. Schaut man die Kantone nach Anzahl der Einwohner an, würde die so genannte Fünfte Schweiz hinter Zürich, Bern und Waadt Platz vier belegen.  Von den insgesamt gut sieben Millionen Schweizerinnen und Schweizern macht die 751'800  Personen starke Community rund 11% aus, wie die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) für zeigen. Mit über 196'000 Personen weist Frankreich weltweit mit Abstand die grösste Schweizer Gemeinschaft auf. Danach folgen die Auswanderungsdestinationen Deutschland mit 89'000, die USA mit 80'000 und Italien mit 50'000 Schweizer Staatsangehörigen. Immer mehr Frauen Heute leben im Ausland deutlich mehr Schweizerinnen als Schweizer. Letztes Jahr waren laut BFS 54,5% der Auslandschweizer weiblichen Geschlechts. Von den grösseren Wohnsitzstaaten wiesen Griechenland und ...
 
Bankkonto: So teuer ist es aktuell für Auslandschweizer
Mo, 26 Mär 2018 11:30:00 GMT - Die immer höheren Gebühren für ein Bankkonto in der Schweiz sorgen seit einigen Jahren regelmässig für Ärger bei Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern. Auch politischer Druck führte zu keiner Entschärfung der Situation. Dabei zeigt eine Kantonalbank: Es geht auch anders. Das Wichtigste in KürzeRund 800'000 Schweizerinnen und Schweizer leben im Ausland.Sie müssen für ein Konto bei einer Schweizer Bank tief in die Tasche greifen, die Kontogebühren sind zum Teil horrend.Die Gebühren für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind bis zu 40 Mal höher als für Kunden in der Schweiz.Die Banken rechtfertigen dies mit dem hohen administrativen Aufwand.Eine Motion, die fairere Verhältnisse für Auslandschweizer schaffen wollte, ist im Februar im Nationalrat gescheitert. Erfolglos verhandelt Das Ärgernis begann für den Exil-Schweizer Heinz Jüni vor rund acht Jahren. 15 Jahre lang hatte er schon in Ungarn gelebt, als ihm seine Hausbank Credit Suisse ein Schreiben schickte. Man ...
 
Altershilfe: Nationalrat zeigt wenig Herz für Auslandschweizer
Fr, 16 Mär 2018 07:30:00 GMT - Die vorberatende Kommission wollte Ausländern den Eintritt ins Schweizer Sozialsystem erschweren. Damit hätte sie aber vor allem Schweizer im Ausland benachteiligt. Nach heftiger Kritik aus der Fünften Schweiz schwenkte die grosse Parlamentskammer um ? ein bisschen. Wer Ergänzungsleistungen beziehen will, muss zwar nicht zehn Jahre ohne Unterbruch in der Schweiz gelebt haben, aber mindestens zehn Jahre AHV- und IV-Beiträge bezahlt haben. Die Hürde für den Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) erhöhen, um dem Sozialtourismus einen Riegel zu schieben. Das war das Ziel der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK der grossen Parlamentskammer. Gemäss Kommissionsmehrheit sollte künftig nur noch Anspruch auf EL haben, wer mindestens zehn Jahre permanent in der Schweiz gelebt hat. Die Antwort des Auslandschweizerrats (ASR) liess nicht lange auf sich warten. Am Wochenende verabschiedete der Rat mit 140 zu 0 Stimmen eine Resolution, in der er den Antrag der SGK "mit ...
 
Bankenkonti für Auslandschweizer: Was wirklich erreicht ist
Sa, 10 Mär 2018 15:24:00 GMT - An der Tagung des Auslandschweizerrats in Bern konnte der Vorstand erstmals über gewisse Erfolge mit den Banken berichten. Erreicht ist längst nicht alles. Und Unsicherheit bleibt. "Es gibt eine neu eine Vereinbarung mit der Genfer Kantonalbank, die dürfte Signalwirkung haben für den gesamten Bereich." Dies sagte Remo Gysin, Präsident der Auslandschweizer-Organisation ASO, an der Sitzung des Auslandschweizerrats in Bern.  Konkret sieht die Partnerschaft vor, dass die Genfer Kantonalbank sich verpflichtet, allen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern ein Angebot zu machen. Sie akzeptiert Auslandschweizer aus der ganzen Welt als Kunden. Aber zu welchen Konditionen? Es war nicht zu erfahren. Nicht alle Ziele erreicht Weiter informierte der Vorstand, dass Verhandlungen mit der Credit Suisse, der UBS und der Zürcher Kantonalbank geführt worden seien. Nicht alle Ziele seien dabei erreicht worden, aber eine Zusicherung, sie lautet: Wer ein Konto in der Schweiz eröffnet, sollte ...
 
Nein zum Plan, Auslandschweizern Altershilfe zu streichen
Sa, 10 Mär 2018 16:10:00 GMT - Ein einstimmiges Nein. Dies ist die Antwort des Auslandschweizerrates zu Plänen, die Ergänzungsleistungen für Schweizer Rückkehrer aus dem Ausland für zehn Jahre einzufrieren. Der Vorschlag der Sozialkommission der grossen Kammer des Schweizer Parlamentes birgt Zündstoff: Wer aus einem Land ausserhalb der Europäischen Union (EU) in die Schweiz einwandert, soll während zehn Jahren keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL) haben (siehe Box). Ob gewollt oder nicht: Diese Forderung beträfe vor allem Auslandschweizerinnen und -schweizer. Die Reaktion in der Sitzung "Parlamentes" der Fünften Schweiz über dieses Ansinnen war: Konsternation. Einhellige Konsternation: Eine entsprechende Resolution, die der Vorstand präsentierte wurde von den 140 Schweizerinnen und Schweizer aus dem Ausland einstimmig angenommen.   "Der Auslandschweizerrat lehnt mit Entschiedenheit den Antrag der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats vom 23. Februar 2018 ab", heisst es ...
 
Reichen im Ausnahmefall 11 Köpfe für eine Parole?
Sa, 10 Mär 2018 09:10:00 GMT - Dürfen, wenn nötig, die elf Vorstandsmitglieder der Auslandschweizer-Organisation ASO künftig im Namen aller 780'000 Auslandschweizer eine Abstimmungsempfehlung abgeben? Dies diskutierte der Auslandschweizerrat an seiner Sitzung in Bern. Waren es Nachwehen einer schweizweit äusserst heftig geführten Debatte? Oder ging es gar nicht um "No Billag"? Sondern um eine ungebührliche Selbstermächtigung des Vorstandes der Auslandschweizer-Organisation?  Die Frage, ob und wer im Namen der Auslandschweizer politische Empfehlungen abgeben darf, sorgte an der Sitzung des Auslandschweizerrats vom 10. März in Bern für eine kontroverse Diskussion. Im Namen aller, notfalls kurzfristig Die ASO hat in letzter Zeit zweimal eine Abstimmungsempfehlung gegeben. Sie empfahl ein Ja zur Rentenreform und zuletzt ein Nein zur No-Billag-Initiative.  Solche Voten haben auch in der heimatlichen Politlandschaft Gewicht. Sie stehen für den Willen von 780'000 Schweizern, die im Ausland leben. Wer aber darf im ...
 
Auslandschweizer lehnten "No Billag" massiv ab
Mo, 5 Mär 2018 11:00:00 GMT - Am Sonntag hat das Schweizer Stimmvolk die "No Billag"-Initiative zur Abschaffung der Rundfunkgebühren klar verworfen. Bei den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern lag der Nein-Anteil in den meisten Kantonen bei bis zu 80% und mehr. Der audiovisuelle Service Public ist den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern im Ausland offenbar wichtig. Am Sonntag lehnten sie die "No Billag"-Initiative mit überwältigender Mehrheit ab. Das zeigt die Analyse der Abstimmungsergebnisse vom 4. März 2018 in den zwölf Kantonen, welche die Stimmen der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer separat zählen. Während die Schweizer Stimmbevölkerung die Initiative mit 71,6% der Stimmen ablehnte, war der Nein-Anteil bei der Fünften Schweiz in den zwölf untersuchten Kantonen noch höher und überstieg mancherorts sogar 80%: So in den Kantonen Genf (82,7%) und Basel-Stadt (82,2%). Für dieses massive Votum der Diaspora zugunsten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gibt es mehrere Erklärungen.
 
Auslandschweizer Bankenproblem: Lösung in Sicht
Mi, 28 Feb 2018 16:00:00 GMT - Der Nationalrat hat eine Motion abgelehnt, die Schweizer Grossbanken dazu verpflichten wollte, dass Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer bei diesen ein Konto führen dürfen. Die Motion des Tessiner Ständerats Filippo Lombardi hat jedoch bereits als Druckmittel gewirkt: Ein Kompromiss mit den Banken scheint in Sichtweite. Der parlamentarische Vorstoss von Filippo Lombardi wurde im letzten September im Ständerat angenommen. Die Motion zielte darauf ab, eine Lösung für eine der grossen Prioritäten der Schweizer Auslandgemeinde zu finden: Diese möchte wie früher wieder einen diskriminierungsfreien Zugang zu den Dienstleistungen der Schweizer Banken erhalten. Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer fanden sich im Anschluss an die im letzten Jahrzehnt auf internationaler Ebene verabschiedeten Forderungen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung plötzlich zwischen Stuhl und Bank wieder. Denn auch die Schweizer Banken stellten nun strengere Anforderungen an die Beziehungen zu ...
 
Auslandschweizer fürchten um ihre Zukunft in Grossbritannien
Di, 27 Feb 2018 12:00:00 GMT - Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Grossbritannien sind eng. Doch die Aussicht auf den Brexit wirft einen dunklen Schatten auf die in Grossbritannien lebenden Schweizerinnen und Schweizer. Sie sind verunsichert, was die Zukunft bringen könnte. swissinfo.ch sprach mit drei in Grossbritannien lebenden Delegierten der Auslandschweizer-Organisation (ASO), um herauszufinden, wie sich deren Leben verändern könnte, wenn das Land nicht mehr Mitglied der Europäischen Union (EU) sein wird. Nathalie Chuard arbeitet als Brand Managerin bei Mondelez in Uxbridge, Nord-London. Sie ist schon seit sieben Jahren beim multinationalen Süsswaren-, Lebensmittel- und Getränkekonzern tätig, zuerst in der Schweiz, dann in London. Sie befürchtet, dass der Brexit die Leistungsfähigkeit von Unternehmen wie Mondelez gefährden könnte. Vincent Croset, auch er ein ASO-Delegierter, arbeitet als Neurowissenschaftler an der Universität Oxford. Gegenüber swissinfo.ch erzählt er, warum er glaubt, dass ...
 
"Sozialkommission benachteiligt Auslandschweizer"
Mo, 26 Feb 2018 14:59:00 GMT - Wer aus einem Land ausserhalb der EU in die Schweiz einwandert, soll während zehn Jahren keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL) haben. Diese Forderung der Sozialkommission der grossen Parlamentskammer betrifft vor allem Auslandschweizerinnen und -schweizer. Ausländern den Eintritt ins Schweizer Sozialsystem erschweren. Das ist die Absicht hinter einer Forderung bürgerlicher Sozialpolitiker, wonach nur jene Personen bei Bedürftigkeit einen EL-Anspruch haben sollen, die mindestens während zehn Jahren permanent Wohnsitz in der Schweiz hatten. Ergänzungsleistungen (EL) sind immer an bereits bestehende Leistungen der AHV/IV gekoppelt. Anspruchsberechtigt sind Versicherte, die im Alter oder bei Invalidität ihren Existenzbedarf nicht aus eigenen Mitteln decken können. Von dieser Änderung wären allerdings in erster Linie Schweizerinnen und Schweizer betroffen, die nach einem Aufenthalt in einem Nicht-EU-Land in ihre Heimat zurückkehren würden. Wer nämlich aus der EU in die ...
 
Chancen hat nur, wer so bekannt ist wie Roger Federer
Mi, 21 Feb 2018 12:00:00 GMT - Es sind Ausnahmeerscheinungen: Auslandschweizer, die unter der Bundeshauskuppel politisieren: Neben dem nun zurückgetretenen Sozialdemokraten Tim Guldimann können sich auch die Parlamentsdienste für die vergangenen Legislaturen nur noch an Ruedi und Stephanie Baumann erinnern. Der Biobauer, Mitglied der Grünen Partei, wurde 1991 in den Nationalrat (grosse Kammer) gewählt, seine Ehefrau rückte 1994 auf einen frei gewordenen Sitz der Sozialdemokraten (SP) nach. 1995 und 1999 wurden beide wiedergewählt. 2001 übergab das Ehepaar den Landwirtschaftsbetrieb den Söhnen und zog nach Frankreich. Der grüne Nationalrat und die SP-Nationalrätin blieben aber bis November 2003 ? also bis Legislaturende ? im Amt. Tim Guldimann ist somit der bisher einzige Parlamentarier, der im Zeitpunkt seiner Wahl im Ausland lebte. Rechtlich den ansässigen Schweizern gleichgestellt Dabei gibt es für Schweizer, die einen festen Wohnsitz im Ausland haben, nicht viel mehr rechtliche Hürden als für ansässige.
 
Tim Guldimann, der erste Auslandschweizer-Nationalrat, nimmt den Hut
Mo, 19 Feb 2018 13:00:00 GMT - Tim Guldimann, Ex-Spitzendiplomat, Auslandschweizer und SP-Politiker, räumt auf Ende März seinen Sessel im Nationalrat. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) bedauert seinen Rücktritt. Guldimann habe sich in den zweieinhalb Jahren im Parlament sehr aktiv für die Anliegen der Fünften Schweiz eingesetzt. "Es ist keine Katastrophe, aber sehr schade, dass unser erster Auslandschweizer-Nationalrat zurücktritt, der dank seinem Bekanntheitsgrad 2015 mit einem Glanzresultat gewählt worden war", sagt ASO-Direktorin Ariane Rustichelli gegenüber swissinfo.ch. "Er war eine Art Symbol. Dank ihm, der in Berlin lebt, wurde mehr über die alltäglichen Probleme und Interessen der Fünften Schweiz gesprochen." Guldimann, Mitglied der Parlamentarischen Gruppe Auslandschweizer, des Auslandschweizerrats (Sprachrohr der Fünften Schweiz) sowie der Aussenpolitischen Kommission (APK) habe sehr wertvolle Inputs geliefert, zum Beispiel zur elektronischen Stimmabgabe (E-Voting), zu den Konsularnetzen, den ...
 
Warum auch Auslandschweizer mitbestimmen können
Fr, 26 Jan 2018 17:00:00 GMT - ??????? Sie bezahlen keine Billag-Gebühr und dürfen dennoch am 4. März abstimmen: Die Gemeinde der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Vor allem in libertären Kreisen ist dieses Recht umstritten. Für die politische Lobby der so genannten Fünften Schweiz aber ist klar: Wer heimkehrt, ist später auch von den Entscheiden betroffen. SWI swissinfo.ch ist ein Unternehmen der SRG und wird hälftig ebenfalls durch die Billag-Gebühr finanziert. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind von der Medienabgabe in der Schweiz entbunden. Für sie gilt das so genannte Territorialitätsprinzip, das besagt, dass Personen den Gesetzen jenes Staates unterworfen sind, auf dessen Boden sie sich jeweils befinden. Laut Dominik Müller, Pressechef der Firma Billag AG, unterstehen Personen nicht der Melde- und Gebührenpflicht, wenn sie sich weder 90 Tage pro Kalenderjahr noch 90 Tage ohne Unterbruch in der Schweiz aufhalten. "Wir sind im Ausland nicht tätig", betont Müller. Das sei nie zur ...
 
"Die Meinungen sind weitgehend gemacht"
Fr, 26 Jan 2018 15:58:00 GMT - 60% Nein: Hätten die Bürger Mitte Januar 2018 über die "No Billag"-Initiative abgestimmt, wäre sie klar gescheitert. Für Politikwissenschaftler Thomas Milic ist das angesichts der Radikalität der Forderung keine Überraschung, wie er im Livestream von swissinfo.ch sagte. 60% Nein, 38% Ja, 2% Unentschiedene: Dies zeigt die erste Trendumfrage, die das Berner Forschungsinstitut gfs.bern für die SRG SSR erstellte, zu der auch swissinfo.ch gehört. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Mit "No Billag" fordern die Initianten, die vorwiegend zum  rechtsbürgerlichen Lager gehören, die Abschaffung des gebührenfinanzierten medialen Service Public durch die SRG.  Heute bezahlen alle Haushalte in der Schweiz 451 Franken. 2019 werden es 365 Franken sein, was einem Franken pro Tag gleichkommt.
 
Der lange Weg der Auslandschweizer zu Bürgern erster Klasse
Do, 25 Jan 2018 12:30:00 GMT - Das Stimm- und Wahlrecht für Auslandschweizer ist eine der grössten Zangengeburten in der Geschichte der Schweizer Politik. Erst seit 1977 können Auslandschweizer stimmen und wählen. Kritiker fordern regelmässig zeitliche oder gar inhaltliche Begrenzungen. Solche wären eine Einschränkung der Wahl- und Abstimmungsfreiheit, sagt eine Spezialistin Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Man vergisst schnell: Die Schweiz war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein klassisches Auswanderungsland. Die beiden Weltkriege und Wirtschaftskrisen sorgten dafür, dass viele Schweizer gezwungen waren, ihr Glück draussen in der Welt zu versuchen. Wohin es sie auch verschlug: Mit dem Wohnsitz in einem anderen Land Europas, in Nord- oder Südamerika, Russland, Australien oder in Asien kappten sie ...
 
No Billag befeuert Debatte um Stimmrecht für Auslandschweizer
Mi, 24 Jan 2018 10:00:00 GMT - Da ist sie wieder, nach 40 Jahren: die Diskussion um das Stimmrecht für Auslandschweizer. An die Oberfläche gespült wird sie gerade durch den Streit um die No-Billag-Initiative. Das ist kein Zufall. Wortführer kommen aus demselben Lager. Zudem: Auslandschweizer und die Gebühren ? da war doch mal was. An diesem Sonntag hatte das Schweizer Stimmvolk entschieden, dass zukünftig alle Haushalte eine Radio- und TV-Gebühr bezahlen müssen ? unabhängig davon, ob sie Radio und TV konsumieren. Der Entscheid war äusserst knapp, und die Auslandschweizer spielten das Zünglein an der Waage. Sie stimmten für die Gebühr, obwohl sie diese Abgabe selbst nicht bezahlen müssen. Es war der 14. Juni 2015. An diesem Sonntagabend schrieb Florian Schwab auf Twitter: Offen war der Weg nach dieser Abstimmung für zwei Entwicklungen:Die Diskussion über Radio- und Fernsehgebühren war von nun an verknüpft mit einer Debatte darüber, ob und welches Stimmrecht Auslandschweizer haben sollten.Das Stimmrecht für ...
 
"Aber das Stimmrecht auf ewig? Bitte nicht mehr"
Mi, 24 Jan 2018 10:02:00 GMT - Er stand am Anfang der aktuellen Diskussion um das Stimmrecht für Auslandschweizer. Claudio Kuster ist politischer Sekretär des Schaffhauser Ständerats Thomas Minder und Co-Urheber von dessen "Abzocker-Initiative". Er führt einen Blog über Demokratiefragen. Im Interview erklärt Kuster, was er am Stimmrecht der Fünften Schweiz kritisiert. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Ihre Forderungen, das Stimmrecht für Auslandschweizer zu diskutieren, sorgte wiederholt für heftige Reaktionen. Ging es einfach um die Provokation? Claudio Kuster: Ich verstehe die negativen Reaktionen der Betroffenen, es ist vielleicht ein Tabubruch. Es wirkt auf den ersten Blick ja fast so, als würde man sagen, die Frauen dürfen künftig wieder nicht mehr mitreden. Wenn ich diesen Leuten aber ...
 
Wie sich Auslandschweizer über ihre Heimat informieren
Mo, 22 Jan 2018 15:47:00 GMT - Fernsehen über Satellit oder via Internet, kostenlose Informations-Sites oder "Paywall" der wichtigsten Schweizer Tageszeitungen: Im Vorfeld der Abstimmung über die "No-Billag"-Initiative haben wir die Follower unserer Facebook-Seiten gefragt, welche Informationsquellen sie nutzten, um über das Geschehen in der Schweiz auf dem Laufenden zu bleiben. Hier ist eine kleine Auswahl. Die kleine Umfrage, die in mehreren Sprachen auf den Facebook-Seiten von swissinfo.ch lanciert wurde, ist nicht repräsentativ. Etwas mehr als einen Monat vor der Abstimmung über die "No-Billag"-Initiative, welche die Gebühren und sämtliche Subventionen zur Finanzierung von Radio- und Fernsehen abschaffen will, gibt sie aber einen Überblick, wie Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer die helvetischen Medien nutzen. Ob in Frankreich, Belgien, Afrika oder den USA, mehrere Abonnenten der französischen Facebook-Seite von swissinfo.ch bevorzugen die Wiederausstrahlung von Schweizer Nachrichtensendungen auf ...
 
Schweizerschulen wollen Swissness fördern
Do, 11 Jan 2018 14:00:00 GMT - Die Schweizerschulen im Ausland gehen in die Offensive. Nach Jahren der Stagnation wollen sie ihren Einfluss weltweit verstärken. Es sind Bilder lachender und fähnchenschwenkender Kinder, die im jüngsten Newsletter von Education Suisse, dem Verein der Schweizerschulen im Ausland, ins Auge springen. Als Bundesrat Alain Berset am 25. August die Schweizerschule in Mexiko-Stadt zusammen mit dem mexikanischen Bildungsminister besuchte, zeigten Schülerschar und Lehrerschaft offensichtliche Freude über die Visite aus der hohen Politik. Dabei wurde auch ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, das die Rahmenbedingungen für die Schule neu definiert. In derselben Woche gab es auch in China Grund zum Jubilieren, öffnete hier doch erstmals eine Schweizerschule ihre Tore. Der Ausserrhoder Ständerat Ivo Bischofberger reiste extra nach Peking, um der Feier als damaliger Präsident der kleinen Kammer Gewicht zu verleihen. In den Reden wurde in Mexiko wie in China die völkerverbindende Funktion ...
 
Kein Geld für Auslandschweizer
Do, 4 Jan 2018 13:00:00 GMT - Dank der direkten Demokratie hat die Schweiz eine grosszügige staatliche Opferhilfe. Doch nicht für alle: Auslandschweizer und ihre Angehörigen in der Schweiz fallen durch die Maschen. ??? Die Schweiz hat seit 25 Jahren eines der grosszügigsten Opferhilfe-Systeme der Welt. Während die Opferhilfe in Deutschland beispielsweise gänzlich auf Spenden angewiesen ist, handelt es sich in der Schweiz um eine staatliche Einrichtung. Die Schweiz kennt ein so genanntes 3-Säulen-Modell der Opferhilfe: Die Opfer einer Straftat bekommen unentgeltliche medizinische, psychologische und juristische Beratung, sie werden im Strafverfahren geschützt und erhalten vom Staat eine Entschädigung und Genugtuung, wenn sie vom Täter und Versicherungen nicht genügend entschädigt werden. Das Opfer kann die Beratung der Opferhilfe auch in Anspruch nehmen, ohne den Täter anzeigen zu müssen ? diese fortschrittliche Regelung kommt besonders den Opfern von häuslicher Gewalt zu Gute. Mit Volksrechten ...
 
Auswandern und Pensionskasse: So spart man Steuern
So, 19 Nov 2017 17:24:00 GMT - ??????? Beim Bezug des Pensionskassenkapitals wird eine Steuer fällig: Bei Wohnsitz in der Schweiz die Kapitalauszahlungssteuer; bei Wohnsitz im Ausland die Quellensteuer. Letztere können Auslandschweizer unter Umständen zurückfordern. Eben nur unter Umständen. Ausgewanderte kennen den Trick: Sie beziehen ihr Pensionskassenguthaben erst, nachdem sie die Schweiz verlassen und sich in der neuen Heimat niedergelassen haben. Denn beim Bezug des Kapitals wird eine Steuer fällig. Deren Höhe ist nicht nur von Kanton zu Kanton, sondern auch von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Doch wenn man in der Schweiz keinen Wohnsitz mehr hat, kann diese Kapitalauszahlungssteuer nicht mehr erhoben werden. Stattdessen wird vom auszuzahlenden Kapital eine Quellensteuer in Abzug gebracht, die meistens tiefer ausfällt als die Kapitalauszahlungssteuer, aber ebenfalls von Kanton zu Kanton unterschiedlich hoch ausfällt. Am tiefsten ist diese Quellensteuer im Kanton Schwyz. Findige Steueroptimierer ...
 
Die vergessene Geschichte Schweizer Au-pairs in Grossbritannien
Mi, 20 Dez 2017 09:54:00 GMT - In der Zwischenkriegszeit und nach dem Zweiten Weltkrieg war Grossbritannien ein beliebtes Ziel für junge Schweizer Frauen. Sle arbeiteten als Au-pairs, lernten die britische Lebensart kennen, und viele verliebten sich ins Land und seine Leute, wie ein neues Buch beschreibt. (SRF/swissinfo.ch) In ihrem Buch beschreibt die Autorin Simone Müller, wie junge Frauen damals mutig gegen die Enge der Schweizer Gesellschaft und für mehr berufliche Perspektiven kämpften. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurden hunderte junge Schweizer Frauen zurück in die Schweiz transportiert. Zwei der Frauen, die im Buch zu Wort kommen, sind die 98-jährige Mina Rui-Oppliger, die im schweizerischen Laufen lebt, und die 90-jährige Myrtha Parsons-Biedermann aus Shepperton bei London. Sie war 1947 nach Grossbritannien gereist. "Daheim war nichts los. Deshalb interessierte mich alles, was fremd und anders war. Etwas musste geschehen", erzählt sie. Schliesslich verliebte sie sich in einen Briten und blieb. ...
 
Schweizer Radio ist für Auslandschweizer noch immer die Stimme der Heimat
Mo, 6 Nov 2017 09:00:00 GMT - Trotz Digitalisierung ist für manche Auslandschweizer noch immer das Radio die wichtigste Verbindung zur Heimat. Es tönt eben wie Daheim. Für Priska Vanitchakul ist SRF 4 News ein treuer Begleiter. Sie hört den Sender jeden Tag: "Beim Putzen oder Jäten im Garten", wie sie erzählt. Seit rund 12 Jahren lebt Vanitchakul in Thailand. Dorthin gebracht hat sie die Liebe. Die Vanitchakuls haben ein kleines Grundstück, etwas Gemüse, Öl-Palmen, Kokosnüsse. Ihr Mann arbeitet als Reiseleiter. Fünf Stunden Zeit-Verschiebung und fast 9000 Kilometer entfernt lebt Matthias Rast. 27 Jahre alt ist er, genau 30 Jahre jünger als Vanitchakul und hat eine dieser modernen Biografien: Ein Austausch-Semester im Libanon, ein Praktikum in Israel... Seit einem Jahr lebt er in Den Haag, hat dort am Jugoslawien-Tribunal gearbeitet. Auch er hört regelmässig Schweizer Radio. Die Sendungen begleiten ihn beim Joggen, beim Rudern, beim Wäschewaschen. Aber warum? Warum interessiert einen jungen Mann, der in ...
 
Jorrit Britschgi und die Kunst der Himalaya-Region
Di, 31 Okt 2017 12:41:00 GMT - Im März 2016 ist Jorrit Britschgi mit seiner Familie aus Zürich nach New York gezogen, für seine neue Stelle als kuratorischer Direktor des Rubin Museums für Kunst der Himalaya-Region. Nun hat ihn das Museum Anfang Oktober zum neuen Exekutiv-Direktor ernannt. Wie kam es dazu, dass sich der Mann aus Obwalden heute in der Metropole an der US-Ostküste mit Kunst und Kultur der Himalaya-Region befasst, nachdem er sieben Jahre als Kurator die Abteilung indische Malerei im Museum Rietberg in Zürich betreut hatte? Worauf geht seine Passion für Asien zurück? Und wie haben sich Britschgi und seine Familie in New York eingelebt? swissinfo.ch traf den Schweizer an seinem Arbeitsplatz in Chelsea. "Meine Karriere war kein Kindheitstraum, und es gab auch kein eigentliches Schlüsselerlebnis", erklärt Britschgi. "Ich erinnere mich aber an ein paar Berührungspunkte. So hatten Bekannte meiner Eltern eine Sammlung mit Asiatica, die mich schon als kleiner Bub begeistert hatten. Was sind das für ...
 
Was Auslandschweizer vor der Rückkehr beachten müssen
Mo, 30 Okt 2017 10:00:00 GMT - Jedes Jahr kehren rund 24'000 Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen zurück in die Schweiz, und viele weitere denken darüber nach. Aber Achtung: Der Schritt stellt die Rückkehrer oft vor Probleme. Welche Angebote gibt es, um ihnen das Leben hier zu erleichtern? "Ohne guten Plan zurückzukommen, kann man sich nicht leisten", sagt Anne-Christine Favrod. "Man braucht Ersparnisse für rund ein Jahr." Nach zwölf Jahren in Grossbritannien zog Favrod kürzlich zurück in die Heimat ? ohne konkrete Aussicht auf eine Arbeitsstelle in der Schweiz. Sie konnte sich auf ihre Ersparnisse verlassen sowie auf Hilfe von Familie und Freunden. Richtig angekommen ist sie noch immer nicht. Die Walliserin sucht nun nach einer Teilzeitstelle, bis sie ihre eigene Firma im Bereich der Komplementärmedizin gründen kann. Aber sie findet den Schweizer Arbeitsmarkt weniger flexibel als jenen in Grossbritannien, wo sie mehrere Jobs kombinieren konnte. ??????? Ihre letzte Arbeitsstelle in der medizinischen ...
 
Die Schlinge um Rentner im Ausland zieht sich zu
Do, 19 Okt 2017 13:56:00 GMT - Die Eidgenössische Finanzkontrolle interessiert sich für die Pensionierten, die mit einer Schweizer Rente im Ausland leben, von ihren Gastländern aber nicht besteuert werden. Aus Gründen der Steuergerechtigkeit schlägt die Verwaltung die Idee der Quellenbesteuerung vor. Begünstigte einer Rente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) müssen diese in der Schweiz als Einkommen in der jährlichen Steuererklärung angeben. Die Bezüge werden dann als Einkommen besteuert. Die Schweiz kann diese Steuer im Ausland nicht erheben. Doch Rentnerinnen und Rentner werden in ihrem Wohnland besteuert, falls dieses ein Doppelbesteuerungs-Abkommen (DBA) oder Sozialversicherungs-Abkommen (SVA) mit der Schweiz abgeschlossen hat. So wird zum Beispiel eine AHV-Rente in Italien automatisch mit 5% besteuert. Quellenbesteuerung Doch es gibt auch Begünstigte, die einer Besteuerung entgehen. Das ist in jenen Ländern der Fall, die kein Abkommen mit der Schweiz abgeschlossen haben oder Rentnerinnen ...
 
Das Leben eines Au-pairs in England
Di, 31 Okt 2017 07:46:00 GMT - In den Zwischen- und Nachkriegsjahren war England ein beliebtes Reiseziel für junge Schweizerinnen. Als Au-Pairs lernten sie dort zu leben ? und zu lieben. Ein Buch erzählt nun deren Geschichten.
 
Wir laden Sie ein, liebe Auslandschweizer?
Mo, 21 Aug 2017 12:06:00 GMT - ?, uns Fragen zu stellen. Sie leben auf einem spannenden Flecken irgendwo auf dem Globus? Wir möchten Ihren Puls fühlen und erfahren, was Sie bewegt. Gerne laden wir Sie ein, uns die Frage zu stellen, die Ihnen schon lange unter den Nägeln brennt. Haben Sie gleich eine Frage? Dann scrollen Sie direkt zum Formular durch. Möchten Sie auch Ihre Bilder sprechen lassen? Dann teilen Sie sie mit der Markierung #WeAreSwissAbroad auf Instagram. Aus den rund 2500 Bildern, die bis jetzt mit diesem Hashtag markiert wurden, sind bereits siebzehn Porträts von Schweizerinnen und Schweizern entstanden, die ihre Zelte im Ausland aufgeschlagen haben.
 
"Herr Grüter, Sie hausieren mit der Angst"
Sa, 10 Mär 2018 13:29:00 GMT - Im Parlament der Auslandschweizer entflammte am 10. März eine Debatte über Nutzen und Gefahren des E-Voting. swissinfo hat die Voten zusammengestellt. Ein dramaturgisches Protokoll. Es ist nicht die Frage, ob eine Manipulation geschieht, sondern wann. Es besteht das Risiko, dass das Vertrauen in Abstimmungen grundsätzlich verschwinden könnte.  Franz Grüter, Initiant einer geplanten Volksinitiative gegen E-Voting und Co-Präsident der parlamentarischen Gruppe "Auslandschweizer" Sicherheit und Vertrauen sind nötig. Das versteht sich von selbst. Die Post setzt auf ein vollständiges kryptografisches Protokoll, damit wäre eine Manipulation sofort feststellbar. Ich gebe Ihnen recht: 100-prozentige Sicherheit gibt es nirgends. Aber wenn etwas geschieht, dann sehen wir es. Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation der Post, die E-Voting-Lösungen anbietet Stellen Sie sich vor, wir stellen nach fünf Jahren fest, dass einige Abstimmungen manipuliert wurden. Dies Risiko ist ...
 
Millionenprämie für Hacker als Sicherheitstest für E-Voting?
Mo, 16 Okt 2017 14:00:00 GMT - Sind die in der Schweiz verwendeten Systeme zur elektronischen Stimmabgabe absolut sicher? Um alle Zweifel auszuräumen, schlägt ein Parlamentarier vor, die Systeme einem Härtetest auszusetzen. Hacker oder ganze Hackergruppen sollen belohnt werden, wenn sie es schaffen, die Systeme zu knacken. Weltkonzerne wie Google oder Tesla setzten ebenfalls auf diese Testart. Bereits seit dem Jahr 2000 kennt die Schweiz das E-Voting. Doch die elektronische Stimmabgabe führt bis heute zu hitzigen Diskussionen. Manche fordern, das E-Voting schneller und in allen Kantonen einzuführen, andere raten dazu, den Prozess zu verlangsamen. Im Parlament ist sogar die Forderung aufgetaucht, das E-Voting in der ganzen Schweiz für mindestens vier Jahre auszusetzen. Die Auslandschweizer wären ausgenommen. Um alle Zweifel auszuräumen und Skeptiker zu überzeugen, dass die Sicherheit und das Stimmgeheimnis beim E-Voting zu 100 Prozent garantiert werden, liegen neue Vorschläge auf dem Tisch. Der freisinnige ...
 
E-Voting-Pilotprojekt war ein voller Erfolg
Fr, 18 Aug 2017 10:00:00 GMT - ??????? Bei den diesjährigen Wahlen ins Parlament der Fünften Schweiz konnten sich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in zwei Ländern erstmals über das Internet beteiligen. Dabei kam das System des Kantons Genf zum Einsatz. Teilnehmende an diesem Urnengang zeigten sich begeistert: In Australien und Mexiko konnte die Auslandschweizer-Community diesen Juni im Rahmen eines Pilotprojekts erstmals elektronisch die Mitglieder des Auslandschweizerrats für ihr Land wählen. "E-Voting ist die Zukunft, gleichzeitig wurde damit die Wählerbasis enorm verbreitert", schreibt uns Carmen Trochsler aus Adelaide. Die Kandidatin, die in Australien mit dem besten Resultat in den Auslandschweizerrat gewählt wurde, bringt damit auf den Punkt, was das eigentlich Revolutionäre an diesem Pilotprojekt war: Neu konnten nämlich alle Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer an der Wahl teilnehmen, die ihre E-Mail-Adresse auf der Botschaft hinterlegt hatten. "Ja, das ist eine kleine Revolution für ...
 
"Eine kleine Revolution"
Di, 25 Jul 2017 12:04:00 GMT - Bei den Wahlen für den Auslandschweizerrat konnte in Mexiko und Australien erstmals als Pilotversuch per Internet gewählt werden. Zudem waren alle dort lebenden Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer über 18 Jahre teilnahmeberechtigt. Bisher konnten nur Mitglieder von Schweizer Vereinen wählen. Für ASO-Co-Direktorin Sarah Mastantuoni eine positive Erfahrung.
 
"E-Voting fördern und weiterverbreiten"
Di, 25 Jul 2017 14:44:00 GMT - Die Auslandschweizer-Organisation setzte bei den Wahlen für den Auslandschweizerrat bei ihrem Pilotprojekt in Mexiko und Australien auf das System des Kantons Genf. Weshalb, und welche Bilanz ziehen die Genfer aus diesem Probelauf?
 
Stadt Zug bringt digitalen Pass ? als "Weltpremiere"
Fr, 7 Jul 2017 18:25:00 GMT - Die Stadt Zug bietet bald als weltweit erste Gemeinde allen Einwohnern die Möglichkeit, eine digitale Identität zu bekommen. Das ist ein bedeutender Schritt fürs E-Voting in der Schweiz. Für Auslandschweizer ist sie längst ein Thema: Die digitale Identität würde vieles erleichtern. Insbesondere ermöglicht sie E-Voting. Sie vereinfacht also die Teilnahme am demokratischen Prozess in der Heimat enorm.  Doch mit der elektronischen Identität tut sich die Schweiz schwer. Einig ist man sich, dass es eine solche braucht, und zwar bald, wenn man den Schwung der Digitalisierung nutzen will. Immer mehr digitale Anwendungen im privaten oder staatlichen Bereich verlangen eine eindeutige fälschungssichere Identifikation, die nicht allein auf einem Password beruht.  Die nun in Zug vorgestellte digitale Identität basiert auf einer App, die persönliche Informationen mithilfe von Blockchain-Technologie sichert und mit einer Crypto-Adresse verknüpft, wie die Stadt Zug mitteilte. Die ...
 
Bundesrat bewilligt E-Voting in Kantonen Aargau und St. Gallen
Mi, 28 Jun 2017 09:24:00 GMT - Ab dem Urnengang vom 24. September können rund 102'000 in der Schweiz wohnhafte und 75'000 im Ausland lebende Stimmberechtigte per Mausklick abstimmen. Der Bundesrat hat kantonale Gesuche von Aargau und St. Gallen für die nächsten zwei Jahre genehmigt. Damit ist die elektronische Stimmabgabe bei eidgenössischen Vorlagen nun in acht Kantonen möglich, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Bereits bewilligt hatte er E-Voting-Versuche in Bern, Luzern, Freiburg, Basel-Stadt, Neuenburg und Genf. Auslandschweizer, die in diesen Kantonen heimatberechtigt sind, dürfen per Mausklick ihre Stimme abgeben. In St. Gallen werden zudem ab der nächsten Abstimmung im September fünf ausgewählte Pilotgemeinden in die Versuche miteinbezogen. Bei der elektronischen Stimmabgabe kommen zwei verschiedene Modelle zum Einsatz: Genf wird sein eigenes System einsetzen. Auf dieses setzen auch Bern, Luzern, Basel-Stadt, St. Gallen und Aargau. Der Kanton Neuenburg wird das System der Post verwenden, das ...
 
Post startet öffentliche Demo-Version ? mehr als ein Werbegag?
Do, 2 Mär 2017 10:00:00 GMT - Einige Kantone bieten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern an, per Internet an Abstimmungen in ihrer alten Heimat teilzunehmen. Drei Systeme konkurrieren derzeit auf dem Schweizer Markt, eines davon bietet die Schweizerische Post an. swissinfo.ch hat für Sie die neu lancierte Demoversion getestet. Der Einstieg in den Selbstversuch klappt problemlos: Zuerst kann ich auf der eigens dafür geschaffenen Website der Post einen digitalen Stimmausweis in den Nationalsprachen herunterladen. Diesen hätte ich im Normalfall per Post erhalten. Wer Codes nicht mag, sollte nun der Liebe zur alten Heimat wegen über seinen Schatten springen: Denn auf dem Stimmausweis befinden sich drei Codes. Nun müssen der erste Code und ein fiktives Geburtsjahr eingegeben werden ? und schon geht's los. Ich kann über verschiedene politische Vorlagen abstimmen, wie ich das von einem "analogen" Stimmzettel her gewohnt bin. Nur dass jetzt meine Wahl per Maus und nicht per Stift geschieht. In einem zweiten ...
 
Kanton Freiburg ist sehr zufrieden mit neuem E-Voting-System
So, 27 Nov 2016 16:04:00 GMT - Für Auslandschweizer gab es heute gute Nachrichten aus dem Kanton Freiburg: Das von der Post unterstützte neue E-Voting-System hat den ersten Test bestanden. Die Freiburger Behörden sehen nun optimistisch in die Zukunft. "Alles hat sehr gut funktioniert, sowohl für die Abstimmung auf Bundesebene als auch für die kantonalen Wahlen", erklärte die Staatskanzlerin Danielle Gagnaux-Morel gegenüber swissinfo.ch. 34% der Auslandfreiburger, die sich an der Abstimmung über die Volksinitiative für einen "geordneten" Atomausstieg beteiligt haben, sowie 41,8% derjenigen, die am zweiten Wahlgang der kantonalen Wahlen teilgenommen haben, nutzten den neuen Kanal. E-Voting für alle? Im Moment bietet der Kanton Freiburg das E-Voting-System nur Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern an, die im kantonalen Wählerverzeichnis eingeschrieben sind. "Nächstes Jahr werden wir das Angebot weiterführen und darüber hinaus Gespräche mit den Gemeinden über die Ausweitung des Systems auf alle im Kanton ...
 
E-Voting: gleiche Rechte für alle
Di, 27 Sep 2016 09:00:00 GMT - Bis zu den nächsten eidgenössischen Parlamentswahlen 2019 sollen alle Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, ihre Stimme elektronisch abgeben können: Dies fordert der Auslandschweizerrat, das "Parlament" der 5. Schweiz. Ariane Rustichelli, Direktorin der Auslandschweizer-Organisation (ASO), unterstützt diesen dringlichen Appell. Die elektronische Stimmabgabe ist unter Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern ein heikles Thema. In der Tat haben sich 24 Jahre nach der Einführung der brieflichen Stimmabgabe mehr als 142'000 Personen, die im Ausland leben, in einem Stimmregister eingetragen, um ihre politischen Rechte ausüben zu können. Leider ist es in der Praxis für viele schwierig, politisch aktiv zu sein, da es beim Postversand oft zu Verspätungen kommt. Daher ist die elektronische Stimmabgabe für Auslandschweizer oft die einzige Möglichkeit, ihre demokratischen Rechte auszuüben. "Standpunkt" swissinfo.ch öffnet seine Spalten für ausgewählte Gastbeiträge. Wir ...
 
Demokratie erfordert Vorsicht beim Abstimmen über das Internet
Di, 27 Sep 2016 09:00:00 GMT - Bis zu den nächsten eidgenössischen Parlamentswahlen 2019 sollen alle Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, ihre Stimme elektronisch abgeben können: Dies fordert der Auslandschweizerrat, das "Parlament" der 5. Schweiz. Für den sozialdemokratischen Waadtländer Nationalrat Jean Christoph Schwaab muss Sicherheit jedoch absoluten Vorrang haben vor Geschwindigkeit. In einer Demokratie ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Bürgerinnen und Bürger absolutes Vertrauen haben in die Glaubwürdigkeit der Urnengänge. Andernfalls würde die Legitimität von Volksentscheiden und gewählten Institutionen stark geschwächt. Diese Glaubwürdigkeit muss deshalb unbedingt garantiert sein, bevor ein neuer Kanal zur Stimmabgabe eröffnet wird. Und bisher ist das für das Abstimmen und Wählen via Internet noch nicht der Fall. In der Tat traten bei praktisch allen bis heute existierenden Systemen Probleme auf, oder schlimmer, sie wurden Opfer von schweren Cyber-Attacken. So hatte die ...
 
Grosse Zustimmung zu E-Voting trotz Sicherheitsbedenken
Mo, 19 Sep 2016 11:23:00 GMT - Mehr als zwei Drittel der Stimmberechtigten befürworten laut einer Umfrage die Einführung des E-Votings. Eine flächendeckende Einführung der elektronischen Stimmabgabe ist für die bis 30-Jährigen fast schon ein Muss. Es gibt jedoch auch Sicherheitsbedenken. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Zentrums für Demokratie (ZDA) in Aarau hervor. 29 Prozent der insgesamt 1523 befragten Personen in den drei Landesteilen lehnen das E-Voting ab oder sind vollkommen dagegen. Sicherheitsbedenken sind vorhanden. 61 Prozent der Befragten glauben, dass die Stimmabgabe über das Internet einfacher manipuliert werden kann als die Briefwahl. 57 Prozent befürchten sogar, dass beim E-Voting ausländische Geheimdienste mitlesen könnten. Die Umfrage zeigt gemäss Zentrum für Demokratie, dass sich die Bevölkerung der Risiken bewusst ist, die Abstimmungen und Wahlen mit sich bringen. Die Digitalisierung habe jedoch alle Arbeits- und Lebensbereiche so stark durchdrungen, ...
 
Genf startet Charme-Offensive fürs E-Voting
Fr, 16 Sep 2016 06:19:00 GMT - Die Konkurrenz unter E-Voting-Systemen bewegt den Kanton Genf dazu, aktiv zu werden: Mit einer Werbekampagne will die Kantonsregierung mehr Partner für ihr Produkt gewinnen. Nur eine beschränkte Zahl der Bewohner von sechs der insgesamt 26 Kantone kann in der Schweiz zurzeit elektronisch abstimmen. Der langfristige Prozess hin zur elektronischen Stimmabgabe erlitt im vergangenen Jahr einen grossen Rückschlag. Damals stoppte die Schweizer Regierung wegen Sicherheitsbedenken den Gebrauch eines amerikanischen Systems. Seither buhlen zwei von den Behörden zugelassene E-Voting-Systeme um die Vormachtstellung: Eines haben die Behörden des Kantons Genf entwickelt, das andere Swiss Post gemeinsam mit der privaten spanischen Firma Scytl. Genf teilt seine Software momentan mit drei anderen Kantonen. Swiss Post seinerseits hat mindestens zwei Kantone an Bord. Mindestens drei weitere Kantone möchten ebenfalls die elektronische Stimmabgabe einführen. Genfer auf Werbetour in Bundesbern ...
 
Höhen und Tiefen beim Wählen per Internet
Di, 20 Okt 2015 09:43:00 GMT - Etwas mehr als 13'000 Bürgerinnen und Bürger haben bei den Schweizer Parlamentswahlen vom Sonntag elektronisch gewählt. Das sind knapp vier Mal mehr als 2011. Die Auslandschweizer, die fast zur Hälfte diesen Abstimmungs-Kanal nutzen, haben darunter gelitten, dass der Bundesrat dem E-Voting in neun Kantonen keine Bewilligung erteilt hat. Insgesamt haben 13'370 Stimmberechtigte in der Schweiz und im Ausland am Sonntag ihre Parlamentsvertreter auf elektronischem Weg gewählt, das ist knapp einer von 200 Wählenden. So waren es in Luzern 745, in Basel-Stadt 1120, 4416 in Neuenburg und 7089 in Genf, welche diese Gelegenheit beim Schopf packten, wie Zahlen der Bundeskanzlei in Bern belegen. 2011 hatten 3562 im Ausland lebende Wählerinnen und Wähler von dieser Möglichkeit profitiert, die von den Kantonen Graubünden, St. Gallen, Aargau und Basel-Stadt offeriert wird. Dieses Jahr liegen die Zahlen in den Kantonen Genf und Neuenburg vergleichsweise höher, weil 30% der kantonalen ...
 
Kein E-Voting mehr für neun Kantone
Mi, 12 Aug 2015 13:12:00 GMT - Die neun Kantone des "Consortiums Vote électronique", darunter Zürich und Aargau, haben vom Bundesrat keine Bewilligung zur Durchführung des E-Votings für die Nationalratswahlen vom Oktober 2015 erhalten. Ein Audit wies im System des Consortiums eine Lücke beim Schutz des Stimmgeheimnisses nach. Deshalb wird die elektronische Stimmabgabe lediglich in vier Kantonen möglich sein. "Keine Bewilligung erhielten die Kantone des Consortiums Vote électronique", heisst es lapidar in der Mitteilung der Bundesbehörden. Hinter diesem Satz versteckt sich Zündstoff. In Klartext bedeutet er, dass Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in neun Kantonen am 18. Oktober nicht elektronisch wählen können: Zürich, Glarus, Freiburg, Solothurn, Schaffhausen, St. Gallen, Graubünden, Aargau und Thurgau. Als Grund gibt die Bundeskanzlei an, Anfang Juli habe sie das Consortium über die Ergebnisse eines von ihm in Auftrag gegebenen externen Audits informiert. "Dieses weist im System des Consortiums eine ...
 
Papierloses, sicheres E-Voting ? ein Langzeit-Projekt
Mo, 14 Okt 2013 16:00:00 GMT - Sicherheitslücken haben das E-Voting in die Kritik gebracht. Vollelektronische und sichere Systeme sind technisch zwar machbar, aber ihre Umsetzung ist anspruchsvoll und liegt in weiter Ferne. Der nächste Schritt geht nicht ohne Papier. Eine Bestandesaufnahme aus Sicht der Wissenschaft. "Die in der Schweiz aktuell angewendeten Systeme erlauben es dem Wähler in keiner Art und Weise zu überprüfen, was mit seiner Stimme passiert ist. Er hat keine andere Wahl, als dem System zu vertrauen",  sagt Rolf Haenni, Informatik-Professor am "Research Institute for Security in the Information Society" (RISIS) der Berner Fachhochschule in Biel. "Man hat grossen Wert gelegt auf gewisse Facetten der Sicherheit, doch den Systemen der ersten Generation fehlt eine Eigenschaft, die wir seit Jahren fordern; die Verifizierbarkeit, also die Möglichkeit für den Wähler zu überprüfen, ob seine Stimme wirklich in seinem Sinn angekommen ist", sagt Haenni's Kollege, der Direktor des RISIS, Eric Dubuis. ...
 
Die direkte Demokratie im digitalen Zeitalter
Do, 15 Aug 2013 09:00:00 GMT - Die Schweizer Regierung will dereinst die elektronische Stimmabgabe einführen. Die Umstellung auf ein globales E-Voting erfolgt aus Sicherheitsgründen aber nur schrittweise. Vorrang bei der Einführung hat die Fünfte Schweiz. Die Schweizer Regierung hat keine Zweifel: Nach zehn Jahren an Versuchen und Pilotprojekten ist sie überzeugt, dass die Zukunft der direkten Demokratie in der elektronischen Abstimmung per Mausklick liegt. Die Erwartungen der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Bezug auf die Volksrechte gehen laut Regierung klar in diese Richtung. "Die Einführung von Vote électronique ist die natürliche und logische Konsequenz der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Bereich der Kommunikation und der Abwicklung unterschiedlicher Geschäfte", schreibt der Bundesrat (Exekutive) in seinem dritten Bericht zum E-Voting. Dieser wurde im Juni 2013 publiziert. Auf Grundlage der Erfahrungen in 13 Kantonen, die bisher an Pilotprojekten teilnahmen, will die Regierung ...
 
Die Sicherheit bleibt das grosse Problem
So, 29 Apr 2012 09:00:00 GMT - Den elektronischen Stimmabgabe-Systemen in der Schweiz mangelt es laut einer Studie an Transparenz. Zudem seien sie auf Virenangriffe anfällig. Die Behörden suchen nach Lösungen. Die totale Sicherheit bei Abstimmungen sei aber generell nicht möglich. Mit den bisher verwendeten Systemen bei E-Voting-Versuchen könnte die Wählerschaft nicht verifizieren, ob ihre Stimme erfasst und korrekt ausgezählt worden sei, erklärt Eric Dubuis, Informatikprofessor an der Berner Fachhochschule Technik und Informatik (BFH). "Wählerinnen und Wähler müssen den Verwaltungen und den Behörden volles Vertrauen schenken", sagt er gegenüber swissinfo.ch. Zweite Generation Dubuis hat im Auftrag der Bundeskanzlei eine Studie über nachprüfbare elektronische Wahlsysteme mitverfasst. Das heisst Systeme, die es der Wählerschaft ermöglichen, den ganzen Weg ihrer Stimmabgabe zu verfolgen und so zu kontrollieren, ob es dabei keine Manipulationen gegeben hat und die Stimmen korrekt ausgezählt wurden. Die ...
 
E-Voting für Fünfte Schweiz in 12 Kantonen
So, 11 Mär 2012 17:33:00 GMT - Fortschritte beim E-Voting: Auslandschweizer Stimmberechtigte der Kantone Luzern, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt, Schaffhausen, St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Neuenburg, Genf und Bern konnten am 11. März ihre Stimme elektronisch abgeben. Für Auslandschweizerinnen und -schweizer des Kantons Bern war es das erste Mal, dass sie auf Bundesebene von ihrem Stimmrecht elektronisch Gebrauch machen konnten. Insgesamt konnten 51'199 Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, am E-Voting teilnehmen, allerdings nur solche, die ihren Wohnsitz in einem der 45 Staaten haben, welche die Vereinbarung von Wassenaar unterzeichnet haben, oder in einem EU-Land, in Andorra, Liechtenstein, Monaco, San Marino, Vatikanstadt oder im Norden von Zypern leben. 90% der registrierten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren Wohnsitz in einem dieser Länder. Die Vereinbarung von Wassenaar schreibt vor, dass die Mitgliedstaaten die für E-Voting grundlegende verschlüsselte ...
 
Freud und Leid der Fünften Schweiz
Di, 25 Okt 2011 12:52:00 GMT - Die Bilanz der Eidgenössischen Wahlen 2011 fällt für Auslandschweizer überwiegend positiv aus. Ein Erfolg war der Versuch mit elektronischer Stimmabgabe in vier Kantonen. Weniger erfreulich: Kein Kandidat der Fünften Schweiz wurde gewählt. Erstmals wurde am vergangenen Wochenende bei Eidgenössischen Wahlen das E-Voting getestet. Und es hat bestens funktioniert. "Wir sind überglücklich über die Kantone, welche diese Möglichkeit angeboten haben, und die Eidgenossenschaft, welche die elektronische Stimmabgabe bewilligt hat", sagt Rudolf Wyder, Direktor der Auslandschweizer-Organisation ASO. Die vier Kantone Basel-Stadt, St. Gallen, Graubünden und Aargau haben ihren Auslandschweizern zum ersten Mal im Rahmen landesweiter Wahlen die elektronische Stimmabgabe ermöglicht. Genutzt haben das Angebot 3562 Personen. Das sind mehr als die Hälfte der stimmenden Auslandschweizer dieser Kantone, teilte die Bundeskanzlei mit. Sowohl die Bundeskanzlei als auch die teilnehmenden Kantone zeigen ...
 
"Schweizer Demokratie in andere Länder tragen"
Fr, 14 Okt 2011 13:29:00 GMT - Die Parlamentswahlen vom 23. Oktober werden von einer OSZE-Mission beobachtet. "Wir kommen im guten Geist, einen konstruktiven Beitrag zu leisten", sagt der amerikanische Delegationsleiter Peter Eicher. Besonderes Interesse weckt ein E-Voting-Pilotversuch. Bei den Parlamentswahlen vom 23. Oktober können erstmals gewisse Auslandschweizer per Mausklick wählen. Beobachter einer Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) würden den E-Voting-Pilotversuch gespannt verfolgen, sagt der amerikanischen Delegationsleiter Peter Eicher. Nebst dem E-Voting nehmen die Demokratie-Spezialisten der OSZE auch die Kampagnenfinanzierung unter die Lupe. Bei der Mission geht es nicht nur darum, Mängel zu orten und der Schweizer Regierung Verbesserungen vorzuschlagen. Es sei auch eine Gelegenheit, Bewährtes aus der Schweizer Demokratiepraxis in andere Länder zu tragen, sagt der US-Diplomat im Gespräch. swissinfo.ch: Bei der ersten OSZE-Mission zur Beobachtung der ...
 
5. Schweiz bereitet sich auf Parlamentswahlen vor
Mo, 12 Sep 2011 14:35:00 GMT - Die Parlamentswahlen vom 23. Oktober 2011 sorgen auch für Diskussionen unter Auslandschweizern. Zu reden geben die Wirtschaft und die Beziehungen zur EU. Das hat eine Umfrage von swissinfo.ch am Auslandschweizer-Kongress Ende August ergeben. "Als ich die Schweiz 1954 verlassen habe, hatte ich kein Stimmrecht", sagt Marianne Richardson, die im US-Bundesstaat Kalifornien lebt. "Seit der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 habe ich nicht eine einzige Abstimmung verpasst!" Wie diese Auslandschweizerin verfolgen die Ende August am Auslandschweizer-Kongress in Lugano angetroffenen Delegierten der Auslandschweizer-Organisation (ASO) die Politik in ihrem Ursprungsland sehr genau. Trotz manchmal schwierigen Bedingungen wählen und stimmen sie per Brief, während sie auf die Einführung des E-Voting warten, das die ASO für die nächsten Wahlen 2015 anstrebt. Gian Franco Definti, der seit 50 Jahren im norditalienischen Mailand lebt, schätzt besonders die Beziehungen zwischen der Schweiz und ...
 
Demokratie-Crashkurs für die Fünfte Schweiz
Sa, 27 Aug 2011 19:30:00 GMT - Der Auslandschweizer-Kongress in Lugano stand ganz im Zeichen der direkten Demokratie. Ein wichtiges Thema im Wahljahr. Bundesrätin Doris Leuthard äusserte sich vor allem zu ökonomischen Fragen, bezeichnete aber die Auslandschweizer als Visitenkarte des Landes. Bildungs-, Verkehrs- und Umweltministerin Doris Leuthard unterstrich in Lugano die wichtige Rolle der Fünften Schweiz in der Politik des Bundes: "Sie sind Teil der Schweiz, Sie sind eine Visitenkarte, die wir pflegen wollen", wandte sie sich an die rund 250 Delegierten. Die Schweiz sei zwar ein kleines Land, aber "wir haben mit unseren Auslandschweizerinnen und ?schweizern eine einmalige Gelegenheit, diese Kleinheit zu vergrössern, indem alle in ihrer neuen Heimat für die Schweiz Werbung machen", sagte sie gegenüber swissinfo.ch. Sie machte auch darauf aufmerksam, dass der Bundesrat dabei sei, eine konsularische Telefonhotline einzurichten, die ab dem 24. Januar 2012 im 24-Stunden Betrieb zur Verfügung stehen soll. Weiter ...
 
Wahlen: Eine erster E-Voting-Test im Oktober
Di, 29 Mär 2011 15:05:00 GMT - Für die Parlamentswahlen am 23. Oktober will die Bundeskanzlei mit einer grossen Informations- und Sensibilisierungskampagne eine Wahlbeteiligung von über 50%, wie letztmals 1975, erreichen. Es gibt auch die ersten kantonalen E-Voting-Tests. Dutzende von Wahllisten, Hunderte von unterschiedlichen Kandidatinnen und Kandidaten, Panachieren, Kumulieren und andere Spitzfindigkeiten, die man beim Wählen berücksichtigen muss: Das Ausfüllen der Wahllisten ist für viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger keine leicht verdaubare Angelegenheit. Um den Appetit des Stimmvolkes anzuregen, hat die Bundeskanzlei ihre Wahlbroschüre, die alle Stimmberechtigten im Herbst erhalten werden, in Form eines Gastronomie-Führers herausgegeben. Die Broschüre mit dem Namen "In der Kürze liegt die Würze" ist illustriert mit Kulinarischem, und auch der Text lehnt sich an die Gastronomie an. Was es mit vorgedruckten Wahllisten auf sich hat, wird etwa anhand von Fertigpizza erklärt. Dabei geben die ...
 
Schweizer werden immer mobiler
Sa, 6 Aug 2016 15:44:00 GMT - Mehr als 10% der Schweizer Bürgerinnen und Bürger leben im Ausland. Und es werden immer mehr. Gleichzeitig nimmt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer an einem Wohnort ab. Was bedeutet diese internationale Mobilität für die Schweiz? "Es ist ein Kommen und Gehen", fasste der Präsident der Auslandschweizer-Organisation (ASO), Remo Gysin, am 94. Auslandschweizer-Kongress in Bern am 6. August die aktuelle Entwicklung zusammen. Auch Gianni D'Amato, Professor für Migration und Staatsbürerschaftsstudien an der Universität Neuenburg, stellte am Kongress fest: "Die Leute wandern, das nennt man Globalisierung." Warum wandern Menschen aus? D'Amato nannte drei Gründe: Arbeit, Familie oder Lifestyle. Einige Schweizer wandern aus, weil sie im Ausland Karrierechancen verfolgen oder von der Firma geschickt werden. Manche möchten im Ausland studieren oder eine Ausbildung machen. Andere verlieben sich in einen Menschen, der in einem anderen Land wohnt und folgen ihm. Wieder andere schätzen das ...
 
Schweizer Clubs hängen am Gründungsmythos der Eidgenossenschaft
Sa, 6 Aug 2016 05:00:00 GMT - Bei einem Treffen im Musée des Suisses dans le mondeA haben sich Auslandschweizer-Vereine mit den Traditionen des Landes und deren Bedeutung für die Schweizer Diaspora befasst. Eine von Historikern begleitete Debatte illustrierte dabei Missverständnisse zwischen Geschichte und Folklore der Eidgenossenschaft. "Der historische Teil dieses Films ist ein Gewebe voller Irrtümer. Wenn ich das sehe, frage ich mich, wozu ich überhaupt diene. Die Schweizer Geschichte wird nur aus der Perspektive der Berge betrachtet, alles andere wird vergessen." Der Historiker François Walter, Autor einer neueren Geschichte der Schweiz, versteckt seine Enttäuschung nicht, nachdem er einen Auszug des Films "La Suisse au c?ur des Alpes" (Die Schweiz im Herzen der Alpen) von Pierre Dubois gesehen hat. Der Film des Abenteurers und Mitglied der Geografischen Gesellschaft Genf stammt von 2013.  Die Szene spielte sich in der idyllischen Umgebung des Château de Penthes bei Genf ab, am Horizont der Mont Blanc.
 
Wie weiter mit der Auslandschweizer-Organisation?
Fr, 5 Aug 2016 16:25:00 GMT - Nach 100-jährigem Bestehen will die Auslandschweizer-Organisation wissen, ob es sie braucht und wie sie zukünftig aussehen soll. Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ziehen nur für kurze Zeit ins Ausland. Sie haben andere Bedürfnisse als "klassische" Auswanderer. Zurzeit leben 762'000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu informieren, vernetzen und beraten sowie ihre Interessen in der Politik zu vertreten. Doch die Zeiten ändern sich: Zwar gibt es immer mehr Auslandschweizer, gleichzeitig nimmt aber die Dauer des Aufenthaltes im Ausland ab. Wie soll die ASO auf diese neuen Entwicklungen reagieren? Direktorin hat konkrete Ideen Die Co-Direktorin der ASO, Ariane Rustichelli, hat am Auslandschweizerrat (ASR) in Bern die zukünftigen Entwicklungsschwerpunkte der ASO vorgestellt. Diese sehen unter anderem vor, dass sich die Organisation für das E-Voting stark macht. Dies ist laut ASO besonders ...
 
Zwischen Schweizer Kreuz und Regenschirm
Fr, 5 Aug 2016 14:33:00 GMT - Die Auslandschweizer feiern auf dem Bundesplatz in Bern den 100. Geburtstag ihrer Dachorganisation ASO, der Auslandschweizer-Organisation. Güsse von oben zwangen die Hergereisten zwar zum Aufspannen der Regenschirme. Aber der Festlaune konnte das Nass nichts anhaben. Wer keinen Schirm dabei hatte, konnte immer noch bei einem der Zeltstände oder unter einem Vordach Schutz finden. Spiele, Konzerte und Ansprachen prägten den Geburtstag. Aussenminister Didier Burkhalter nahm ein Bad in der Menge, als er sich unter "seine" Expats mischte, die immer wieder und gerne als Botschafter der Schweiz im Ausland bezeichnet werden. (Text: Federico Bragagnini)
 
Das plötzliche Interesse an den Auslandschweizern
Fr, 5 Aug 2016 08:00:00 GMT - Nicht nur in den Medien, auch in der Politik sind die Auslandschweizer häufiger denn je zum Thema geworden. Die Gruppe "Auslandschweizer" gehört heute mit fast 100 Mitgliedern zu den grössten parlamentarischen Gruppen. Weshalb interessieren sich immer mehr Politiker für die Fünfte Schweiz? Liegt es nur am wachsenden Potential der ausländischen Wählerschaft? Für die Interessenvertreter in der Schweizer Politik spielen die sogenannten parlamentarischen Gruppen eine wichtige Rolle. Laut Parlamentsgesetz ist es ein Zusammenschluss von Ratsmitgliedern, die sich für einen bestimmten Sachbereich interessieren. Parteipolitik hat dabei höchstens eine zweitrangige Bedeutung. Die Gruppen haben keine politischen Kompetenzen, aber durch ihre Mitgliedschaft in der Gruppe signalisieren die Parlamentarier ein Interesse für die Lobbyarbeit der "Einflüsterer". Heute gibt es rund 120 Gruppen unterschiedlichster Grösse. Die Gruppe "Auslandschweizer" gehört mit fast 100 Mitgliedern bereits zu den ...
 
Die ASO, ein Mosaik aus Hunderten von Vereinen
Do, 4 Aug 2016 12:00:00 GMT - Um die Auslandschweizer-Organisation kommt man nicht herum, wenn es um Schweizer Expats geht. Sie ist eine Dachorganisation, die von Hunderten von Schweizer Vereinen im Ausland getragen wird. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um dazu zu gehören? Erklärungen. Laien mag die Auslandschweizer-Organisation (ASO), die derzeit ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, vielleicht als monolithisches Organ erscheinen. In der Tat wird sie aber vor allem durch die grosse Diversität ihrer Mitglieder geprägt. In der ASO sind fast 750 Schweizer Clubs, Vereine und Institutionen aus aller Welt zusammengeschlossen. Das können wirtschaftliche Organisationen, Folklore-Gruppen, Freundschafts- oder Jass-Vereine (ein typisches Schweizer Kartenspiel) sein. "Die Palette der Aktivitäten dieser Clubs und Vereine ist wirklich sehr breit", erklärt Ariane Rustichelli, Co-Direktorin der ASO und zuständig für deren Kommunikation. Kriterien Sogar ausländische Sektionen von politischen Parteien können von der ...
 
"Auslandschweizer-Organisation muss sich verjüngen"
Mi, 3 Aug 2016 14:30:00 GMT - Am Wochenende feiert die Auslandschweizer-Organisation (ASO) ihr hundertjähriges Bestehen. Doch noch nie in ihrer Geschichte hatte sie ein derart grosses Nachwuchsproblem. Der ASO-Präsident will deshalb vermehrt die Jugend ansprechen und die Wählerbasis verbreitern ? für mehr Demokratie im Auslandschweizer-Parlament. swissinfo.ch: 760'000 Schweizerinnen und Schweizer leben heute im Ausland, sei es für einige Jahre oder für immer. Welche Bedürfnisse stellen sie an die Schweiz? Remo Gysin: Das Bild der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ist vielfältig. Die einen intensivieren die Beziehungen zur Schweiz, andere gehen ? vielleicht auch nur vorübergehend ? auf Distanz. Die meisten Auslandschweizer aber wollen Teil der Schweiz bleiben und über wichtige Entwicklungen in der Schweiz informiert sein. Viele beteiligen sich an Abstimmungen und Wahlen und sind dankbar, wenn sie dies mittels E-Voting tun können. Auch Auslandschweizerinnen und -schweizer brauchen soziale Sicherheit:
 
Junge Auslandschweizer: "Auf nach Bern!"
Fr, 29 Jul 2016 14:30:00 GMT - Outdoor, Kultur, Sport und Sightseeing. 129 Junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind gegenwärtig in einem der vier Lager, welche die Auslandschweizer-Organisation zu ihrem 100-jährigen Bestehen durchführt. Ausgehend von den vier Sprachregionen bewegen sie sich während zweier Wochen in Richtung der Hauptstadt, wo sie beim Festakt auf dem Bundesplatz über ihre Erlebnisse berichten werden. "Das Camp ist super, ich bin hier richtig", sagt die 15-jährige Lea aus der südfranzösischen Stadt Montpellier. Sie interessiert sich für die Schweizer Kultur, weshalb sie sich für das Jugendlager "Kultur, Geschichte & Politik" angemeldet hat. Am Tag zuvor hatten die Jugendlichen Genf besucht. "Ich fand den Palais des Nations sehr interessant. Sehr schön und sehr gross." Heute sind die 23 Jugendlichen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer mit ihren Leitern unterwegs im Drei-Seen-Land, der Region um Bieler-, Murten- und Neuenburgersee. Wir treffen sie hoch über Neuenburg vor dem ...
 
"Die Auslandschweizer wurden als Musterpatrioten präsentiert"
Mo, 20 Jun 2016 14:34:00 GMT - Wie hat sich die Fünfte Schweiz im Lauf der Zeit verändert? Dieser Frage geht Rudolf Wyder in seinem Buch zum Thema "100 Jahre ASO" nach. Wyder war von 1987 bis 2013 Direktor der Auslandschweizer-Organisation (ASO). Herr Wyder, Sie sind mit Ihrem Werk zum Thema "100 Jahre ASO" in den letzten Zügen. Anfang August soll das Buch erscheinen. Stiessen Sie bei der Recherche eigentlich noch auf Fakten, die Sie als langjähriger Direktor noch nicht kannten? Rudolf Wyder: Auf jeden Fall. Zwar war ich lange Zeit Direktor der ASO, aber es gab viele weisse Flecken in der Geschichte, die ich nicht zuletzt aus persönlichem Interesse füllen wollte. Es gab Phasen, die historisch noch nie aufgearbeitet worden waren. Welche Rolle spielte die Organisation zu Beginn und während des Ersten Weltkriegs? Welche vor allem auch während des Zweiten Weltkriegs? Diese Fragen waren bisher nie beantwortet worden. Wo fanden Sie die Informationen für das Buch? R.W.: Den Einstieg bildeten die Jahresberichte der ...
 
"Menschen in Ozeanien und in der Schweiz verbinden"
Do, 31 Mär 2016 11:13:00 GMT - Schweizer Klubs in Australien sollen sich vermehrt der jungen Generation öffnen. Dies fordert Ryan Cooper. Der 19-Jährige aus Perth ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Ryan Cooper: Ich möchte unter den jungen Schweizerinnen und Schweizern hier in Australien das Bewusstsein für die Kultur der Schweiz fördern. Die Verbindung mit seinem Herkunftsland halte ich für sehr wichtig. Die Schweizer Klubs in Australien sind jungen Mitgliedern gegenüber nicht sehr offen. Ich arbeite daran, das zu ändern. Dabei unterstützen mich auch Mitglieder des Auslandschweizerrates hier in Australien. Mein Plan ist es auch, im August 2016 am Auslandschweizer-Kongress teilzunehmen. Dort wird das Engagement der jungen ...
 
"Kanada könnte von gerechterem Wahlsystem profitieren"
Fr, 18 Mär 2016 09:00:00 GMT - Kanada braucht ein Wahlsystem wie dasjenige der Schweiz, sagt Michael Valente aus Toronto. Der 17-jährige Kanada-Schweizer ist eine der Stimmen im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Michael Valente: Als Kanadier mit Schweizer Pass möchte ich gerne zu einem besseren Verständnis der interkulturellen Vielfalt, der Ideen und Methoden beider Länder beitragen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte Demokratie in Ihrem Gastland aus? Gibt es Instrumente, die Ihnen besonders gefallen? Und auch solche, die Sie vermissen? M.V.: Kanada ist eine konstitutionelle Monarchie, bei welcher der König respektive die Königin das Staatsoberhaupt ist. Die Politik in Kanada funktioniert innerhalb eines Rahmens von parlamentarischer Demokratie und einem bundesstaatlichen ...
 
"Demokratie entwickelt sich in Tunesien in kleinen Schritten"
Fr, 11 Mär 2016 09:10:00 GMT - Demokratie werde über die Gefahr des islamistischen Terrors siegen, ist sich Najib Bourkhis sicher. Der junge Schweizer, der lange im tunesischen Djerba gelebt hatte, ist wieder in der Schweiz zurückgekehrt, um sein Studium abzuschliessen. Bourkhis ist eine der Stimmen im neuen, digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Najib Bourkhis: Das Jugendparlament der Auslandschweizer ist eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu anderen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern meiner Generation von überall auf der Welt in Kontakt zu knüpfen.   In Tunesien möchte ich ein Jugendparlament initiieren, damit sich dort alle junge Auslandschweizer aktiv an der Politik beteiligen können und ihre politischen Rechte besser kennenlernen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte ...
 
"Sind alle bereit, für ihre Sicherheit ein kleines Opfer zu bringen?"
Fr, 4 Mär 2016 07:18:00 GMT - Um Europa vor Attacken islamistischer Terroristen zu schützen, müssten die individuellen Freiheiten eingeschränkt werden, sagt Samuel Cremieux. Für die Sicherung des Wohlergehens der Menschen seien Opfer notwendig, findet der 16-jährige Mittelschüler aus dem Big Apple. Er ist eine der Stimmen im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Samuel Cremieux: Als neues Mitglied des Jugendparlaments der Auslandschweizer (YPSA) möchte ich als erstes alle jungen Schweizerinnen und Schweizer, wo auch immer sie leben, dazu aufrufen, sich an Wahlen und Abstimmungen zu beteiligen, wie auch an der Schweizer Politik insgesamt. In der Schweiz möchte ich mit jungen Leuten zusammenarbeiten, damit sie bei unseren Veranstaltungen mitmachen, die das YPSA in der Schweiz organisiert.
 
"Andere Länder sollten die Schweiz zum Vorbild nehmen"
Fr, 26 Feb 2016 09:32:00 GMT - Es sei sehr schwierig, junge Menschen in Tschechien für Politik zu interessieren, sagt Timothy Forman. Ändern könnte dies das E-Voting. Aber die Online-Abstimmung sei noch Zukunftsmusik. Der 17-jährige Mittelschüler aus Prag ist eine Stimme im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Timothy Foreman: Als aktives Mitglied des Jugendparlamentes der Auslandschweizer (YPSA) möchte ich viele Dinge erreichen. Natürlich aber, dass die Stimme der jungen Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, gehört wird. Für sie möchte ich zudem in meinem Wohnland interessante Aktivitäten ins Leben rufen, an denen sie teilnehmen können. So können sie auch andere junge Auslandschweizer aus demselben Gastland treffen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte Demokratie ...
 
"Wer nicht abstimmen geht, höhlt die Demokratie aus"
Fr, 19 Feb 2016 13:30:00 GMT - Die jungen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland würden politisch im Abseits stehen gelassen, findet Lis Zandberg. Um dies zu ändern, engagiert sich die 19-jährige Studentin aus Middleburg in den Niederlanden im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Lis Zandberg: Es ist wichtig, am System der direkten Demokratie in der Schweiz festzuhalten. Der beste Weg dazu besteht darin, die Jungen sehr früh für Politik zu interessieren. Dies trifft für die jungen Leute in der Schweiz zu, nicht aber für die jungen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. So wird eine sehr wichtige Gruppe der jungen Schweizer ignoriert. Aber nicht nur auf politischer Ebene werden wir abseits stehen gelassen, sondern auf vielen anderen auch. Dies, weil wir über die ganze Welt ...
 
"In Chile vermisse ich die Demokratie der Schweiz"
Fr, 12 Feb 2016 14:18:00 GMT - Die 17-jährige Mittelschülerin Francisca Espinoza ist überzeugt, dass die Bürger in einer direkten Demokratie mehr Möglichkeiten haben, ihre Ideen in die politische Agenda einzubringen. Sie ist eine der Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir elf leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen - erstens in der Schweiz und zweitens in ihrem Land? Francisca Espinoza: Für die Schweiz möchte ich, dass die Jungen mehr über unsere Länder erfahren und im Rahmen der Möglichkeiten hier Jugendliche mit sozialem Engagement unterstützen, die nicht über die notwendigen Mittel verfügen. Ich wünsche mir auch, dass junge Schweizer mehr reisen und sich mit Auslandschweizern treffen. Für Chile möchte ich, dass Jugendliche schweizerischer Abstammung die Kultur und die Lebensweise der Schweizer besser kennenlernen; sich mit ...
 
"Wir müssen hart bleiben ? und unsere demokratischen Gesellschaften nutzen"
Fr, 5 Feb 2016 08:15:00 GMT - Regierungen sollten sich darum bemühen, die junge Generation anzusprechen, die das Internet und soziale Medien nutzen, um in der Demokratie eine aktive Rolle zu spielen, sagt Wanja Kaufmann. Die 19-jährige Studentin ist eine der Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Wanja Kaufmann: Ich möchte anderen jungen Schweizerinnen und Schweizern helfen, mehr über die Schweiz und das politische und zivile System des Landes zu erfahren. Sie sollten die Möglichkeit haben, mit anderen jungen Schweizerinnen und Schweizern im Ausland in Kontakt zu treten. Ich denke, dass viele Jugendliche, überall auf der Welt, viel zu wenig über ihre demokratischen Rechte wissen. Junge Leute, die Schweizer Bürger oder Bürgerinnen sind, haben ...
 
"Kritisieren ist einfach, wenn man immer die Wahl und Freiheit hatte"
Fr, 29 Jan 2016 09:34:00 GMT - Die direkte Demokratie ist das Instrument, das jungen Menschen besser Gehör verschafft. Dies ist die Überzeugung von Marie Lingl. Die 17-jährige Gymnasiastin aus La Rochelle an der französischen Atlantikküste ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im frisch gebildeten Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Marie Lingl: Mit dem Mitmachen hoffe ich meine Schweizer Identität zu unterstreichen. Ich möchte meinem Land und den jungen Schweizerinnen und Schweizerinnen noch näher sein. Diese haben dieselben Interessen wie ich, nämlich ein einmalige Erfahrung zu machen. Bald schon kann ich Abstimmen und Wählen. Ich möchte mich aktiv in die Schweizer Politik einbringen und mich nützlich machen, um die Stellung unseres neuen Parlamentes zu stärken. Dieses soll junge Schweizer, die hier leben, ...
 
"Neue Form der Demokratie in meinem Land wäre grossartig!"
Fr, 22 Jan 2016 09:14:00 GMT - Das Volk, das über neue Artikel der Verfassung abstimmen kann: Laura Derrer ist fasziniert von diesem Vorschlag zum Ausbau der direkten Demokratie in Chile, dem Land, wo sie lebt. Die 19-jährige Jus-Studentin ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Laura Derrer: Eines der wichtigsten Ziele, das wir  in der Schweiz erreichen wollen, ist die bessere Wahrnehmung und die bessere Integration der vielen jungen Schweizerinnen und Schweizer, die auf der ganzen Welt leben. Obwohl es schon Organisationen gibt, die sich darum bemühen, kann man hier noch viel mehr erreichen. Die jungen Schweizer im Ausland fühlen sich angesprochen von all dem, was in der Schweiz und in Europa geschieht, und sie würden auch ...
 
"Italien sollte sich von der direkten Demokratie der Schweiz inspirieren lassen"
Fr, 15 Jan 2016 10:00:00 GMT - Davide Wüthrich, der bis vor kurzem in Italien lebte, gehört zu den Promotoren des Auslandschweizer Jugendparlaments. Der Doktorand in Ingenieurwissenschaften schätzt die direkte Demokratie der Schweiz. Doch er kritisiert die seiner Meinung nach zu tiefen Hürden für Volksinitiativen.  swissinfo.ch: Welche Ziele wollen Sie als Mitglied des Auslandschweizer Jugendparlaments erreichen, in der Schweiz und in ihrem Heimatland? Davide Wüthrich: Ich fände es toll, wenn es gelänge, eine neue Plattform zu entwickeln, über die sich junge Auslandschweizer vernetzen könnten. Diese Plattform sollte von jungen Menschen für junge Menschen entwickelt werden, indem man sich auf soziale Netzwerke meiner Generation abstützt, das heisst Facebook, Instagram und Twitter. Innerhalb dieser Community würde ich gerne an Diskussionen teilnehmen. Thematisch könnte es sich um die Lebensgeschichten von Teilnehmenden handeln, aber auch um tagesaktuelle Themen. Es wäre schön, wenn diese Community eine ...
 
"Genf behandelt uns wie Bürger zweiter Klasse"
Mo, 2 Apr 2018 09:00:00 GMT - Die Genferin Houda Khattabi findet keine Arbeit in der Schweiz. Grund ist ihr Wohnsitz: Frankreich, ennet der Grenze. Nun will sie auf politischem Weg für die Rechte tausender Schweizer Grenzbewohner im Grossraum Genf kämpfen. Porträt einer atypischen Kandidatin der Kantonswahlen vom 15. April.   Houda Khattabi ist wütend und scheut sich nicht, ihrem Ärger Luft zu machen: "Wir leiden unter dem gleichen Anti-Grenzgänger-Rassismus wie unsere französischen Mitbürger. Man nennt uns Profiteure, Verräter, Belästigungen am Arbeitsplatz sind an der Tagesordnung. Aufgrund der bevorstehenden Wahlen und der überall aufgehängten Anti-Grenzgänger-Plakaten, äussern sich einige Personen uns gegenüber schamlos und äusserst diskriminierend." Schweizer Kandidaten aus Frankreich Vier im benachbarten Frankreich ansässige Schweizer stehen am 15. April zur Wahl ins Kantonsparlament von Genf (Grosser Rat): Paolo Lupo (CVP), Houda Khattabi (CVP), Nicolas Girod (Liste für Genf) und Denis Bucher (Die ...
 
Zwei Schweizer Architekten in New York
Di, 6 Mär 2018 15:45:00 GMT - Lorenzo Pagnamenta und Anna Torriani arbeiten seit 1992 in den USA. Die beiden Tessiner Architekten nennen ihr Büro, das sie vor vielen Jahren in New York eröffnet haben, nach den Initialen ihrer Nachnamen "Atelier PT". Sie arbeiten gemeinsam an wichtigen architektonischen und gestalterischen Projekten des öffentlichen Sektors. Sie wurden von der Stadt New York mit einem Sonderpreis für herausragende Leistungen ausgezeichnet, für den Entwurf der Stadtbibliothek auf Staten Island, der Mariners Harbor Branch Library. Die Arbeit der beiden Schweizer Architekten aus Manhattan wurde für ihre intelligente Raumnutzung, die Energiebilanz, die Berücksichtigung von Umweltfragen und schliesslich für ihr Design belohnt, wie der damalige Bürgermeister von New York bei der Preisverleihung sagte. Lorenzo Pagnamenta und Anna Torriani sind nach all den Jahren immer noch etwas schweizerisch, aber notgedrungen auch etwas amerikanisch geworden. Sie wurden bekannt für eine Architektur, die ...
 
Goethe und Schiller - kinderleicht
Mo, 5 Mär 2018 12:30:00 GMT - Die Schweizerin Barbara Kindermann hat in Berlin einen erfolgreichen Verlag für Kinderliteratur aufgebaut. Ihre Bücher zeigen, dass die Geschichten von Faust und Wilhelm Tell auch junge Leser begeistern können. Ohne die damals sechsjährige Anna würde es den Kindermann Verlag vermutlich nicht geben. Das Mädchen lauschte aufmerksam einer Kinderversion von Shakespeares Sturm und erinnerte sich Tage später noch detailliert an den Inhalt. "Das könnte ich auch mit anderen Klassikern versuchen", dachte sich ihre Mutter, die promovierte Germanistin Barbara Kindermann. 1994 brachte sie als erstes Goethes Faust in einer stark vereinfachten und illustrierten Fassung heraus, der Verlag war geboren. Bis heute ist Faust ein Dauerbrenner im Programm des Kindermann Verlags. Der Erfolg zeigt, dass die Verlegerin das richtige Gespür hatte: Fausts Kampf mit dem Bösen und sich selbst, Wilhelm Tells berühmter Schuss auf den Apfel oder auch das Liebesdrama um Romeo und Julia sprechen auch kleine ...
 
Wenn Zuckerbäckerei und Kunst Hand in Hand gehen
Di, 20 Feb 2018 10:00:00 GMT - In Perugia sind Carla Schucani und ihre süssen Köstlichkeiten eine echte Institution. Doch die gebürtige Bündnerin hat sich auch einen Namen mit ihren Gemälden gemacht. Ein Treffen mit dieser 85-Jährigen, die immer alles nach ihrem Kopf machte und dabei den Geist eines jungen Mädchens bewahren konnte. "Und ich empfehle Ihnen, keine Fehler zu schreiben." Es ist ein Satz, den man nicht erwarten würde von einer Person, die ihr Leben der Kreation von Süsswaren und Haute Cuisine gewidmet hat, welche die Gaumen in Mittelitalien und dem Rest Europas erweicht und erfreut haben. Malerin, Zuckerbäckerin, Schmuckdesignerin, Illustratorin: Carla Schucani steht für 85 Jahre Stolz, Unabhängigkeit und Offenheit. Bereits mit 19 Jahren hatte sie die erste Ausstellung ihrer Gemälde in Rom. Es folgten Ausstellungen ihrer Werke in Zürich, Basel, Treviso, Perugia und Chur. Legende sind ihre unwiderstehlichen Confiserie-Kreationen. Präsidenten der Republik wie Carlo Azeglio Ciampi und Giovanni ...
 
"Kunst? Eine ehrliche Art, über das Leben zu sprechen"
Mi, 14 Feb 2018 12:30:00 GMT - Der Schweizer Künstler Olaf Breuning lebt tief in den Wäldern, zwei Autostunden von der US-Metropole New York entfernt. An diesem friedlichen Ort sucht und findet er seine Inspiration. Olaf Breuning ist einer der originellsten und exzentrischsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Seine Werke sind faszinierend und brechen mit allen Konventionen. Der in Schaffhausen geborene Breuning realisiert Gemälde, Videos, Installationen, Skulpturen, Fotografien und Performances. Für ihn ist alles Kunst. Leben und Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Wer lebt, erschafft, wer nichts erschafft, lebt nicht, lautet sein Credo. Seine Werke werden in den bedeutendsten Museen und Kunstsammlungen der Welt ausgestellt. Vom Centre d'Art Contemporaine in Paris oder Genf über das Museum of Modern Art in New York bis zur Kodama Gallery im japanischen Kyoto. Nachdem er im New Yorker Stadtteil Manhattan gelebt hatte, arbeitet und wohnt er heute in den Wäldern, zwei Autostunden von der US-Metropole ...
 
Der Schweizer Chefkoch der grössten Flugküche
Di, 6 Mär 2018 15:26:06 GMT - Wer hoch über den Wolken speist, ist sich oft nicht bewusst, dass dieses Essen aus einer gigantischen Flugküche kommt, wo Schälchen für Schälchen alles servierbereit präpariert wird. Der Schweizer Bruno Trösch rührt in Dubai in einer solchen Superlativküche täglich mit der grossen Schöpfkelle an. Er ist Küchenchef bei Emirates Airlines. (SRF, 10vor10)
 
Der fliegende Fotograf
Di, 23 Jan 2018 14:00:00 GMT - Der Schweizer Vincent Laforet ist einer der bekanntesten Fotografen, die sich auf Nachtaufnahmen von Metropolen aus aller Welt spezialisiert haben. Im Helikopter muss er Schwindel und Furcht besiegen ? mit einer Hand am Türgriff und der anderen eng um die Kamera geschlungen. In der Regel lässt er den Heli in Höhen von über dreitausend Meter steigen. Vincent Laforet wurde berühmt durch seine Reportagen für die New York Times nach den Anschlägen vom 11. September. 2002 erhielt er dafür den Pulitzer-Preis für Reportage-Fotografie. Später machte er sich auch einen Namen im Film und entwickelte sich weiter zu einem beliebten Regisseur von Werbespots. Seine jüngsten Luftbild-Projekte, "Air" und "City Lights", gab National Geographic später in zwei grossen Bildbänden heraus. Claudio Moschin traf Laforet in seinem Studio-Wohnhaus in Redondo Beach, einem Quartier am Meer in Los Angeles. Biografie Vincent Laforet wird 1975 in Saanen, Kanton Bern, geboren. Später zieht seine Familie in ...
 
Ein Schweizer Koch erobert die USA und die Welt
Mi, 10 Jan 2018 15:00:00 GMT - Vor 15 Jahren verliess Daniel Humm die Schweiz, um die amerikanischen Gaumen zu verführen. Operation mehr als gelungen, kann man sagen. Dies auch dank der Bescheidenheit, die er im Schweizer Dorf gelernt hat, in dem er aufgewachsen ist. Er wollte Mountainbike-Rennfahrer werden. Sein Vater wollte, dass er Architekt wird. Heute allerdings ist der Schweizer und Kunstliebhaber Daniel Humm Koch ? und als solcher die Nummer Eins der Welt. Zu verdanken hat er dies seinen Radrennen und dem Sinn für Ästhetisches, den er von seinem Vater hat und den er in seine kulinarischen Kreationen einfliessen lässt. Vermutlich am meisten hat er aber wohl seiner Mutter zu verdanken, einer Hausfrau mit einer Leidenschaft fürs Kochen: Sie liess ihn jeweils erraten, was auf den Mittagstisch kam, wenn er von der Schule heimkam und das Haus voller Düfte war. 2003 verliess Humm die Schweiz in Richtung USA. Zuerst ging es an die Westküste nach San Francisco, danach zog er nach New York. Heute leitet er das ...
 
Sara Lisa Schäubli: Auswandern war zuerst ein Fehler für die Laufbahn
Di, 12 Dez 2017 12:30:00 GMT - Die Zürcherin Sara Lisa Schäubli lebt in Hamburg und arbeitet dort als freie Journalistin. Den Einstieg ins Berufsleben ausser Landes hatte sie sich einfacher vorgestellt. Inzwischen hat sie ihre Nische gefunden ? nicht zuletzt dank geschicktem Networking. Ausgewandert ist sie aus Liebe. Vor drei Jahren zog Sara Lisa Schäubli zu ihrem Mann nach Hamburg. Das Ziel war von Anfang an klar: In Hamburg als Journalistin zu arbeiten. "Und ich dachte auch, dass das total einfach wird", sagt die 28-Jährige heute. "Hamburg, Medienstadt, unzählige Verlage, da wird sich schon was finden, malte ich mir aus." Es kam alles anders. Erst musste Schäubli ihr Studium an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) abschliessen. Den Kommunikations-Bachelor (Vertiefung Journalismus) im Sack, jobbte sie weiterhin als Barkeeperin. Daneben verfolgte sie diverse Projekte. Letztes Jahr eröffnete sie zum Beispiel einen Pop-Up-Store für Printmagazine. "Im ABC Magazin-Laden bot ich während ...
 
Jorrit Britschgi und die Kunst der Himalaya-Region
Di, 31 Okt 2017 12:41:00 GMT - Im März 2016 ist Jorrit Britschgi mit seiner Familie aus Zürich nach New York gezogen, für seine neue Stelle als kuratorischer Direktor des Rubin Museums für Kunst der Himalaya-Region. Nun hat ihn das Museum Anfang Oktober zum neuen Exekutiv-Direktor ernannt. Wie kam es dazu, dass sich der Mann aus Obwalden heute in der Metropole an der US-Ostküste mit Kunst und Kultur der Himalaya-Region befasst, nachdem er sieben Jahre als Kurator die Abteilung indische Malerei im Museum Rietberg in Zürich betreut hatte? Worauf geht seine Passion für Asien zurück? Und wie haben sich Britschgi und seine Familie in New York eingelebt? swissinfo.ch traf den Schweizer an seinem Arbeitsplatz in Chelsea. "Meine Karriere war kein Kindheitstraum, und es gab auch kein eigentliches Schlüsselerlebnis", erklärt Britschgi. "Ich erinnere mich aber an ein paar Berührungspunkte. So hatten Bekannte meiner Eltern eine Sammlung mit Asiatica, die mich schon als kleiner Bub begeistert hatten. Was sind das für ...
 
Auslandschweizer feiert seinen 109. Geburtstag
Di, 5 Sep 2017 13:27:00 GMT - Rodolphe Buxcel, ein Waadtländer, der in der Schweizer Kolonie Chabag im zaristischen Russland geboren wurde, dürfte wohl der älteste Schweizer weltweit sein. An diesem Dienstag kann er in Michigan in den USA seinen 109. Geburtstag feiern. Rodolphe Buxcel, geboren am 5. September 1908, steht auch am Tag seines 109. Geburtstags wie jeden Morgen um sechs Uhr in der Früh auf. Er ist nicht mehr so mobil, und seine Tochter Erika muss ihm mehrmals die gleiche Frage stellen, auf Französisch und Spanisch. Das ist für einen Mann, der wohl der älteste Schweizer weltweit ist, nicht erstaunlich: "Ich hätte nie gedacht, dass er so alt werden würde. Als er jünger war, hatte er Probleme mit dem Magen", erzählt Erika, die sich in Baroda am Michigan-See um ihn kümmert, seit sie in die USA emigriert sind. Schweizer Kolonie von Chabag 1822 gründeten Waadtländer in Russland das Winzerdorf Chabag. Der russische Zar hatte den Schweizern das Land überlassen. Die Fläche umfasste 50 km2. Gemäss ...
 
We are Swiss abroad
Sa, 19 Aug 2017 15:27:00 GMT - Am Auslandschweizerkongress in Basel stellte swissinfo ein mobiles Fotostudio auf. Vor der Kamera liessen sich Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft ablichten. Was alle verbindet: Eine grosse Liebe zur Heimat und einen differenzierten, unverstellten Blick auf gute und andere Entwicklungen in der Schweiz.
 
"Schau an, jetzt bin ich immer noch hier"
Mo, 14 Aug 2017 09:00:00 GMT - Agnès Parodi lebte an vielen Orten, aber selten in der Schweiz. In Cannes verbringt die 104-Jährige ihren Lebensabend ? ein ruhiger ist es nicht. "Und zwei Monate", korrigiert Agnès Parodi. "Ich bin 104 Jahre und zwei Monate alt, nicht nur 104". Für die alte Dame ist jeder Tag, den sie noch leben darf, ein Supplement. Eine Bonusrunde sozusagen. "Wenn ich am Morgen aufwache, sage ich mir jeweils: Schau an, jetzt bin ich immer noch hier." Die Bonustage einfach so verstreichen zu lassen, ist nicht ihre Sache. Sie weiss sie so gut auszufüllen, dass dieses Treffen mit dem Schweizer Journalisten zur Nebensache wird. Den besprochenen Termin um zwölf Uhr kann sie nicht einhalten. Auf das Klingeln antwortet nur das leere Rauschen der Gegensprechanlage, es verliert sich im Grillengezirpe an der heissen Avenue des Coteaux.  "Wenn ich am Morgen aufwache, sage ich mir jeweils: Schau an, jetzt bin ich immer noch hier." Die 104-jährige wohnt seit über 50 Jahren in einer Block-Siedlung am ...
 
Regisseurin Milagros Mumenthaler auf Identitätssuche
Mi, 10 Aug 2016 15:00:00 GMT - Im Wettbewerb des diesjährigen Filmfestivals Locarno ist der neue Film "La idea de un lago" der schweizerisch-argentinischen Regisseurin Milagros Mumenthaler gelaufen. Hintergrund ist das Drama um verschwundene Personen während der Militärdiktatur in Argentinien. Doch wer ist eigentlich Milagros Mumenthaler? swissinfo.ch hat die Regisseurin, die 2011 mit "Abrir puertas y ventanas" den Goldenen Leoparden gewann, zum Gespräch getroffen. Mit fünf Jahren belegte sie Malkurse. Mit zehn Jahren ging sie gemeinsam mit der älteren Schwester ins Kino. Die Eintrittskarten von damals fand sie im Übrigen kürzlich in einer dieser Schachteln, in denen Erwachsene gerne die wichtigsten Dinge des Lebens aufbewahren. Sie wunderte sich selbst, wie viele Filme sie schon als Kind gesehen hatte.                                                                       "Wahrscheinlich habe ich damals schon meine Liebe zum Film verinnerlicht", sagt Milagros Mumenthaler mit einem Lächeln. Es ist ein Lächeln, ...
 
"Warum sollte ich Deutscher werden?"
Do, 2 Jun 2016 14:30:00 GMT - Er trägt einen typisch schweizerischen Nachnamen und spricht mit einem deutlichen westfälischen Akzent. Er fühlt sich als Schweizer, doch seine Heimat ist Deutschland. Für Karl-Heinz Binggeli sind das keine Widersprüche, sondern Teil seiner Identität, seit er vor 60 Jahren in Deutschland als Eidgenosse geboren wurde. Das Land seiner Staatsangehörigkeit kannte er viele Jahre nur aus den Erzählungen seiner Familie, aus Büchern und dem Fernsehen. Die reale Schweiz lag in weiter Ferne und für eine Reise gen Süden fehlte schlicht das Geld. Sein Grossvater, ein Melker, war in den 1920-er Jahren aus dem Kanton Bern nach Deutschland ausgewandert. Dessen Sohn Bernhard, Karl-Heinz Binggelis Vater, wuchs bereits im Münsterland nahe der niederländischen Grenze auf. Er wurde ebenfalls Melker und blieb. Seine deutsche Frau nahm später so selbstverständlich wie den Namen ihres Mannes auch die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Soweit sich Karl-Heinz Binggeli erinnert, starb sie, ohne die Schweiz ...
 
Die Schweizer Stimme von Wisconsin geht vom Sender
Do, 12 Mai 2016 15:12:00 GMT - Martha Bernet machte in Monroe, Wisconsin, der US-Hauptstadt des Schweizer Käses, sechs Jahrzehnte lang Radiosendungen über Schweizer Volksmusik. Um auf ihre bemerkenswerte Karriere zurückzublicken, veröffentlichen wir dieses Porträt, das im Buch "Westward - Encounters with Swiss American Women" 2009 erschienen ist. Sie beherrscht ihr Metier am Mischpult: "Good afternoon, it?s time for our Swiss folklore program on station WEKZ. I hope you find time to listen." Radiomachen gehört seit fünfzig Jahren zu Martha Bernets Leben. Letztes Jahr schenkte ihr das Radioteam eine Reise in die Schweiz. "You are our calling card!", sagen sie, "du bist unsere Visitenkarte!" Originaltext aus dem Buch der Autorin Susann Bosshard-Kälin "Westwärts - Begegnungen mit Amerika-Schweizerinnen" mit zwei historischen Beiträgen des Auswanderungs-Spezialisten Leo Schelbert und Fotos von Annina Bosshard; 2009; Druckerei Kälin, Einsiedeln; erschienen im eFeF-Verlag Bern/Wettingen Auf der Homepage des ...
 
Tim Guldimann will Stimme der Auslandschweizer sein
Di, 20 Okt 2015 12:58:00 GMT - Der ehemalige Botschafter der Schweiz, der in Berlin lebt, ist der erste Auslandschweizer, der den Sprung ins Schweizer Parlament geschafft hat. Er hat vor, der "Fünften Schweiz" eine Stimme zu geben. Seiner Meinung nach findet diese gegenwärtig nicht genügend Gehör. Der Ruhestand beginnt für Tim Guldimann mit einem neuen Mandat: Nach Beendigung seiner diplomatischen Karriere und dem Botschafterposten in Berlin wird der Zürcher Sozialdemokrat alles andere als unterbeschäftigt sein. Mit einem Glanzresultat in seinem Wahlkreis ? dem Kanton Zürich ? in den Nationalrat gewählt, wird er in einigen Wochen vereidigt und kann bald schon an den Sitzungen "unter der Bundeshauskuppel" teilnehmen, wie das Sprichwort sagt. Wahlerfolg Mit 102'700 Stimmen gehört Tim Guldimann zu den Kandidaten mit den besten Ergebnissen bei diesen Nationalratswahlen. Im Kanton Zürich sind rund 22'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer aus 176 Ländern in einem Stimm- und Wahlregister eingetragen, was ...
 
"Georgien kam mir vertraut vor, als würde ich nach Hause kommen"
Di, 21 Jul 2015 09:00:00 GMT - Vor acht Jahren hat sich die Bernerin Barbara Gimelli in Georgien, der Heimat ihres Mannes, niedergelassen. Die Mutter von drei Kindern fühlt sich gut integriert und liebt das Land ? trotz all der Probleme und Herausforderungen, die der Alltag im kaukasischen Land mit sich bringt. "Es sieht ganz danach aus, als würden wir noch etwas bleiben", sagt Barbara Gimelli Sulashvili. Seit 2007 wohnt die Schweizerin zusammen mit ihrem Mann und den Kindern Sara (6), Noa (4) und Theo (10 Monate) in der Hauptstadt Tbilisi. Verantwortlich für diesen Lebensverlauf ist die Pfadfinderbewegung: Vor 15 Jahren lernte sie in einem Lager in Aserbaidschan ein paar georgische Pfadfinder kennen, von denen sie, ihre Schwester zusammen mit einer Freundin nach Georgien eingeladen wurden. Per Zug fuhren die drei von der aserischen Hauptstadt Baku nach Batumi ans Schwarze Meer ? eine über 20-stündige Reise. "Nachdem ich in Aserbaidschan einen Kulturschock erlebt hatte, kam mir Georgien sehr vertraut vor - ...
 
Vom Tessin über Kaliforniens Küste ins Weisse Haus
Di, 3 Jun 2014 14:40:03 GMT - Familiengrundbesitz, der ins nationale Erbe der USA aufgenommen wird, ein Empfang in Washington durch Präsident Obama ? dieses nicht alltägliche Abenteuer erlebte der Urgrosssohn eines Tessiner Einwanderers, der seinerseits 1881 in Kalifornien angekommen war. Barack Obama dreht sich nach links, dann nach rechts. Sein Blick sucht den Mann, dem er gleich gratulieren wird. Im Anzug, diskret und etwas zurückhaltend, mit einem schüchternen Lächeln auf den Lippen, steht Larry Stornetta hier, umgeben von der Pracht des berühmten Oval Office. Belohnt wird er für den "guten Sinn für Landwirtschaft", der dem älteren Kalifornier so sehr am Herzen liegt. Am 11. März 2014 machte US-Präsident Obama die Aufnahme der Stornetta-Grundstücke von Point Arena ? 1665 Hektaren Land entlang der Küste ? als Naturdenkmal in das Inventar des California Coastal National Monument (CCNM) offiziell. Die als Naturerbe geschützten Grundstücke können mit Nationalparks verglichen werden. Der damalige Präsident ...
 
Spiel mit der Realität als Lebenswerk
Mi, 6 Nov 2013 09:31:03 GMT - Das Studio von Rosalie Schweiker befindet sich im Süden Londons in einer umgebauten Garage am Ende einer Strasse, wo sich früher Stallungen befanden. Simple Möbel teilen sich den Platz mit Figuren, Batiksocken und Töpfen mit Avocado-Pflanzen, welche die Schweizer Kunstschaffende selber gezogen hat. Schweiker wurde 1989 als zweite von vier Töchtern in Zürich geboren. Ihr Vater war Ingenieur, ihre Mutter Landschaftsgärtnerin. Kurz bevor Rosalie ins Schulalter kam, zog die Familie wegen der Arbeit des Vaters nach Heilbronn in Baden-Württemberg. Hier drängt sich der Hinweis auf einen Haftungsausschluss auf: Schweiker verschmäht konventionelle biografische Angaben zu Alter, Bildung und Karriere. Sie betrachtet diese als bewegliche Feiertage. Und stellt persönliche Angaben bewusst auf Wikipedia ins Netz, wo sie von jeder und jedem verändert werden können. Was hier folgt, ist also EINE Version von Schweikers Geschichte, aber keinesfalls die einzige Schilderung. "Für viele ...
 
Der Weg eines Autodidakten zum Erfolg
Mi, 30 Okt 2013 09:29:16 GMT - Der Berner Raffael Dickreuter, der seit 2006 in Los Angeles lebt, heimste für seine Arbeit als 3D-Künstler für grosse Hollywood-Produktionen viel Lob ein, wurde aber auch schon von einem Tag zum andern entlassen. Heute lebt er seinen Traum weiter, als Selbstständiger. "Und nach 35, wie ist das Leben dann?" Die Frage verrät eine unerwartet kindliche Aufrichtigkeit. Nach sieben Jahren im Einflussbereich Hollywoods hat Raffael Dickreuter die arrogante Sicherheit abgelegt, die im Reich, in dem das Ego dominiert, oft weit verbreitet ist. "Hier kann morgen alles schon ganz anders sein als heute." Man dürfe sich nicht zu sehr auf Kontinuität verlassen. "Die Stabilität ist fragil, man ist viel stärker auf sich selbst gestellt als in der Schweiz. Ich habe gelernt, dass man bescheiden bleiben und mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen muss", erklärt der Berner mit einem ruhigen Lächeln. "Ich habe heute eine kurzfristiger ausgerichtete Vision des Lebens, nehme die Dinge Schritt um ...
 
Die unglaubliche Geschichte eines Abenteurers
Mo, 28 Okt 2013 06:39:00 GMT - Er heisst Liam Bates und ist in der Schweiz aufgewachsen. Für die chinesischen Fernsehzuschauer ist er Li Mu. Er moderiert Abenteuersendungen, nimmt die Leute mit in abgelegene Provinzen Chinas, zu den Blumenmenschen auf einer indonesischen Insel oder mit der Dampfbahn über den Furkapass. Liam kennt keine Berührungsängste. Am Lagerfeuer grillt er eine Schlange, die er eigenhändig geköpft hat, isst Ameisen oder geht, mit einem Köcher voller Giftpfeile bewaffnet, auf die Jagd nach Affen. Dabei trägt er ein altbewährtes T-Shirt der Schweizer Armee oder sogar einen Lendenschurz aus Baumrinde. In einwandfreiem Mandarin spricht er in die Kamera, die ihn auf  Schritt und Tritt begleitet. Der Erfolg der Sendungen ist äusserst beachtlich. Obwohl er noch nicht an den Bekanntheitsgrad von Roger Federer herankommt, ist er im Land der Mitte mit seinen 25 Jahren der einflussreichste Schweizer im audiovisuellen Bereich. Kürzlich haben ihn chinesische Touristen in einem Luzerner Bistro ...
 
Eine andere Art von Umgang mit der Wissenschaft
Mo, 28 Okt 2013 06:39:00 GMT - Vor vier Jahren ist Joël Stadelmann mit einem Master-Abschluss in biomedizinischen Wissenschaften der ETH Lausanne an die Staatliche Technische Universität Bauman in Moskau gekommen. Heute ist er hier Assistenzprofessor. Und sieht auch seine weitere Karriere in Russland. Der 28 Jahre alte Joël Stadelmann ist an den Ufern des Genfersees aufgewachsen. Dies macht ihn in Russland in den Augen gewisser Leute zu einem seltsamen Wesen. "Wäre ich ein Marsmensch, es wäre nicht anders", räumt er ein. Einige der Studierenden an der Staatlichen Technischen Universität Moskau ? auch als Bauman-Schule bekannt ? kämen "um ein wildes Wesen zu sehen, das versucht, auf Russisch Kurse zu geben". Zum Glück sind nicht alle so, und die Mehrzahl seiner Kollegen und Kolleginnen betrachten ihn als "normalen Typen". Sie sind auch bereit, Schokolade mit ihm zu teilen, eine Süssigkeit, für die er schwärmt. Akademia hat Vorrang vor Geschäft Er hatte schon immer eine Begabung für Mathematik, und so war ...
 
Forschungs-Tauchgänge am Great Barrier Reef
Mo, 28 Okt 2013 06:39:00 GMT - Seit zwei Jahren studiert Katia Nicolet an der Universität von Townsville in Australien Meeresbiologie. Ihre Leidenschaft für die Natur lässt sie fast jeden Tag am Great Barrier Reef tauchen, dem Objekt ihrer Forschung und künftigen Abschlussarbeit. Während Europa anfängt, unter dem ersten herbstlichen Raureif zu schlottern, herrscht in Townsville im Nordosten Australiens strahlender Frühling. Und am Flughafen empfängt mich die 27 Jahre alte Katia Nicolet mit einem strahlenden Lächeln. In der tropisch feuchten Hitze fahren wir Richtung Zentrum, entlang dem Fuss des Castle Hill. Der Hügel aus rotem Granit dominiert mit seinen fast 300 Metern Höhe diese Küstenstadt mit ihren 200'000 Einwohnern. Wir sitzen auf der Terrasse eines Cafés an der Hauptstrasse. Katia gibt mir einen Einführungskurs in die Welt der Korallen. Sie tut dies mit Hilfe von Zeichnungen, die sie auf ein Blatt Papier skizziert. Sie verweist auch darauf, dass ? in nur gerade knapp 30 Jahren ? die Hälfte der ...
 
Sozialarbeit in Taiwan auf Chinesisch
Mo, 17 Dez 2012 07:15:00 GMT - Der Zürcher Sozialarbeiter Georg L?Homme setzt sich in Taiwan für Fremdarbeiter aus Südostasien ein. Er hilft seinen taiwanischen Kollegen im Umgang mit den Migranten, organisiert Weiterbildungskurse und geht für bessere Arbeitsbedingungen auf die Strasse. Sie sitzen um einen Tisch im Büro des Migrantenzentrums Hsinchu, eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt von der Hauptstadt Taipeh: Georg L?Homme, zwei Ordensschwestern, ein Priester und zwei weitere Berater des Zentrums. An der Teamsitzung besprechen die fünf die Teilnahme an Kundgebungen; wer geht alles hin, wie viele Arbeiter werden mitkommen, lohnt es sich einen, eigenen Bus zu organisieren? Georg L?Homme geht wenn immer möglich auch selbst auf die Strasse, um für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Das letzte Mal hielt er ein Verbotsschild hoch, auf dem das chinesische Zeichen für Sklaverei durchgestrichen war. Es hängt jetzt im Eingangsflur des Büros. Seit über vier Jahren arbeitet der 37-jährige Zürcher im ...
 
"Sie fragten, ob wir nun total durchgeknallt seien"
Mi, 15 Aug 2012 09:20:00 GMT - Kann man einfach Karriere und Erfolg in der Schweiz aufgeben, um nach Myanmar auszuwandern? Lucia und Felix Eppisser haben es getan und alle Vorbehalte ihrer Freunde in den Wind geschlagen. Offenbar zu Recht: Heute führen sie Ranguns bestes Restaurant. Zwei Dinge fallen im Restaurnt "Le Planteur" sofort auf: Die ganzen Oldtimer, die vor dem Eingang parkiert sind und die unglaubliche Freundlichkeit der Gastgeber. Lucia und Felix Eppisser haben in Rangun (Yangon), der grössten und wichtigsten Stadt Myanmars, ihr kleines Paradies gefunden. Das Paar liebt Asien und seine Bewohner. "Myanmar hat noch einen sehr authentisch asiatischen Charakter. Traditionen und Spiritualität werden auf eine Weise gelebt, die in anderen Ländern dieser Region bereits verloren gegangen ist", sagt Lucia Eppisser. "Langeweile ist hier unmöglich", fügt Ehemann Felix an. Seid ihr verrückt geworden? Das Deutschschweizer Paar kann auf eine langjährige und erfolgreiche Karriere in der Gastronomie zurückblicken.
 
Prag: Integration über Kinder und Käse
Fr, 24 Feb 2012 12:48:00 GMT - Tschechen wären Schweizern ähnlich, wenn da nicht die schwierige Sprache wäre, meint Peter John, Prager Hotelier und Auslandschweizer. Am besten integriere man sich über Kinder, Schule ? und Schweizer Käse, fügt Johns Frau Barbara Von der Mühll bei. "Noch muss ich mir meine tschechisch geschriebene Korrespondenz von meinen Kindern korrigieren lassen", lacht Peter John. "Mündlich jedoch kann ich mich bereits sehr gut auf Tschechisch ausdrücken!" Schon als frischgebackener Hotelier in den 1980er-Jahren hat der in Siders aufgewachsene Deutschwalliser John sehr schnell auf Französisch wechseln müssen. Später kamen ausser den Standardsprachen auch noch Spanisch und Portugiesisch dazu. Zusammen mit seiner Frau Barbara Von der Mühll ? die kürzlich den ersten Schweizer Käseladen in Tschechien eröffnet hat - ist Peter John vor 13 Jahren nach Prag gekommen. Ihre Kinder besuchen die tschechische Volksschule. "Die Schulen hier finde ich sehr gut ? so wie in der Schweiz vor 30 Jahren", sagt ...
 
Ungarische Kaninchen nach Schweizer Standard
Mo, 2 Jan 2012 12:30:00 GMT - Echte Schweizer 'Chüngel', aber in Ungarn gezüchtet: Agroingenieur und Auslandschweizer François-Lionel Humbert erklärt, wie das möglich ist. Und weshalb es ihm als welschem Bauernsohn zur Zeit in Budapest mehr gefällt als in der Schweiz. Aus der Schweiz werden nicht nur Arbeitsplätze in Europas Osten ausgelagert, sondern auch Tierzucht-Plätze - zum Beispiel für Kaninchen. Zwar essen die Ungarn kaum Kaninchen, aber sie  züchten welche -  nach hohen Schweizer Tierzuchtstandards, um sie besser exportieren zu können. Wirtschaftlich tönt das sehr einfach, doch agronomisch und agroökologisch steckt viel mehr dahinter: Am Ort der grossangelegten Fleischproduktion, in Ungarn, braucht es Agro-Ingenieure, um die EU- und die noch strengeren Schweizer Richtlinien im Tierschutz und der Qualitätssicherung konstant einhalten zu können. François-Lionel Humberts Ungarn-Abenteuer begann eigentlich ganz einfach: Als 25-Jähriger folgte er mit einem ETH-Abschluss in der Tasche seiner ungarischen ...
 
Auf nach Shanghai
Fr, 18 Mär 2011 10:31:00 GMT - Die Wohnung ist gekündigt, das Auto verkauft, der Abschieds-Marathon in vollem Gang. Am 25. März bricht Patrick Milo seine Zelte in Zürich ab und wagt einen Neustart in der 16-Millionenstadt Shanghai. Für ihn ist es das grösste Abenteuer seines Lebens. "Wenn ich mir chinesische Zeitungen anschaue, frage ich mich: Werde ich das irgendwann verstehen? Man muss 2000 bis 3000 chinesische Schriftzeichen kennen, um zu erfahren, ob es in einem Zeitungsartikel um Kochen oder Krieg geht", sagt Milo im Gespräch mit swissinfo.ch kurz vor seiner Abreise nach China. Der schweizerisch-italienische Doppelbürger hat seine Stelle bei Oerlikon Solar an den Nagel gehängt und zieht zu seiner spanischen Freundin nach Shanghai, die dort für einen grossen Textilkonzern tätig ist. Zeit für Neustart Asien ist für ihn nicht Neuland: Als Kommunikations-Verantwortlicher von Oerlikon Solar war Milo häufig in dieser Region unterwegs. China kennt er seit fünf Jahren. Zudem war er schon immer ein Asien-Fan und ...
 
Krisen-Präsident Hoover hatte Schweizer Wurzeln
Di, 14 Dez 2010 07:22:00 GMT - Schon vor der Wahl ins Weisse Haus war Herbert Hoover ein Mann der Taten und der Reformen. Doch der Börsencrash von 1929 überrumpelte den Nachfahren von Schweizer Emigranten und belastet sein Ansehen bis heute. Herbert Hoover, dessen Familie ursprünglich aus Oberkulm, Kanton Aargau, stammte, lebte bereits verschiedene Leben, bevor er das höchste Amt der Vereinigten Staaten bekleidete. Hoover gehörte zur ersten Generation von Abgängern der Stanford-Universität. Als Geologe und Bergbauingenieur forschte er in Australien nach Goldadern und arbeitete auch in China. 1905 gründete er die Zinc Corporation, den heutigen Bergbaukonzern Rio Tinto. Er wurde internationaler Berater, publizierte Bücher über Erze und die Erzindustrie. Während des Ersten Weltkriegs und kurz danach wurde er zu einem der Pioniere der humanitären Hilfe. Er leitete die Rückführung von 120?000 Amerikanern, die in Europa lebten. Er organisierte Konvois für Belgien und Zentraleuropa, später für das besiegte ...
 
Dionys Lehners kritischer Blick aus Österreich
Mo, 8 Nov 2010 10:53:00 GMT - Der Luzerner Dionys Lehner hat in Linz ein Textilunternehmen zum Erfolg geführt. Obschon seit 30 Jahren in Österreich zuhause, verfolgt der Auslandschweizer im Gespräch mit swissinfo.ch das Wirtschaftsgeschehen in seiner alten Heimat kritisch und vergleicht es mit jenem in Österreich. Nur durch einen Zufall kam Dionys Lehner nach Österreich. In Luzern aufgewachsen, in Zürich studiert, verbrachte er zwei Jahre in den USA, arbeitete als Journalist, wurde Berater bei McKinsey, machte sich selbständig und arbeitete in den siebziger Jahren zwei Jahre als Consultant in Wien. Bereits wieder auf dem Heimweg in die Schweiz, nahm er einen weiteren Auftrag in Linz an. Dort sanierte er die Linz Textil Holding AG. Heute setzt sie rund 150 Mio. Euro um, beschäftigt 650 Mitarbeitende und ist an der Wiener Börse kotiert. "Ich war damals 34 Jahre jung, und wollte es wissen. Und so blieb ich in Linz hängen, und alles kam anders als geplant." Erst kürzlich ist er als CEO der Linz Textil GmbH in ...
 
Lachen ist wichtig in Mexiko
Mi, 29 Sep 2010 06:06:00 GMT - Der Schweizer Zahntechniker Thomas Graber hat aus der Vorliebe der Mexikaner fürs Süsse ein boomendes Geschäft gemacht. Seine Zahnersätze, Kronen und Implantate verhelfen vielen Mexikanern zu einem neuen Lachen und ihm zu einem vollen Bankkonto. Zahntechnik ist Handwerk. Diesen Eindruck vermittelt Thomas Graber in seiner Werkstatt im Zentrum der mexikanischen Stadt Cuernavaca. Thomas Graber, der Chef, arbeitet in einem blauen Mantel, so wie die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ateliers. Auf seinem Arbeitstisch liegen Dutzende Gebissabdrücke, Pinsel, Schleifer, Bohrer und Döschen. In den Atelierräumen surren Fräsmaschinen, die Zahnersätze aus Porzellan und andere Materialien in Form bringen. Junge Techniker sitzen vor Bildschirmen und entwerfen Brücken, Kronen und Implant-Teile in 3D. Hinter dem vordergründigen Chaos im Atelier von Thomas Graber ist Methode. Jeder fertige Auftrag wird in einem roten, gelben oder blauen Plastik-Container zusammengestellt. Die ...
 
Schweizer Wind fürs deutsche Fundraising
Fr, 3 Sep 2010 15:03:00 GMT - Der Schweizer Thomas Kurmann ist nach Berlin gekommen, um "Ärzte ohne Grenzen" Deutschland voranzubringen. Mit frischem Wind und Schweizer Knowhow will er die Spendeneinnahmen der Organisation in nur wenigen Jahren fast verdoppeln. In den nächsten fünf Jahren will Thomas Kurmann die Spendeneinnahmen der deutschen Sektion der internationalen Hilfsorganisation Médecins sans Frontières (MSF) deutlich steigern und so unter die ersten fünf der Spenden sammelnden Organisationen Deutschlands kommen. "Die Ziele sind ambitioniert, aber realistisch", meint er. Seit Herbst 2009 leitet der Schweizer die Abteilung für Fundraising von "Ärzte ohne Grenzen" Deutschland. Ein Job, den er schon kennt ? jedenfalls aus Schweizer Perspektive: Auch in Genf war er der oberste Spendensammler für MSF. Auch dort hat er die Einnahmen innerhalb von fünf Jahren deutlich gesteigert. An einem der ersten Frühlingstage des Jahres sitzt der 42-Jährige in einem Strassencafé im Berliner Szenebezirk Friedrichshain ...
 
Cuba Real: Geschäftsidee mit Wachstumsperspektiven
Mi, 18 Aug 2010 06:19:05 GMT - Kuba will die Tourismusströme mit eigenen Agenturen kanalisieren. Das Schweizer Unternehmen Cuba Real Tours ist in der sozialistischen Planwirtschaft ein wichtiger Player geworden. Andrea Büchel arbeitet seit 3 Jahren in Havanna für Cuba Real. Der Arbeitsplatz von Andrea Büchel liegt im geschichtsträchtigen Art-Deco-Bacardi-Gebäude in Havanna. Der ehemalige Firmensitz der Rum-Dynastie wurde 1930 gebaut und ist heute das Geschäftszentrum von "Cuba Real Tours", einem Schweizer Reiseveranstalter, der vor zehn Jahren in Kuba seinen Betrieb aufnahm. Die Beziehung von Andrea Büchel zu Kuba begann mit einer Reise. Die Tourismusfachfrau erfuhr von einer Kollegin, dass "Cuba Real Tours" in Havanna eine Reisespezialistin suchte: "Die Frist für die Bewerbung war schon abgelaufen", erzählt die junge Schweizerin gegenüber swissinfo.ch. "Ich meldete mich trotzdem, bekam den Job und musste mich rasch entscheiden, die Zelte in der Schweiz abzubrechen." Seither sind drei Jahre vergangen, "Cuba ...
 
Schweizer Winzer finden himmlischen Ort am Kap
Mo, 28 Jun 2010 06:18:00 GMT - Hemel-en-Aarde, "Himmel und Erde", heisst eine Region östlich von Kapstadt, in der zwei Schweizer ihre eigene Weinkollektion anbauen. Der letzte Abschnitt, bevor man das Weingut von Jean-Claude Martin und Christoph Kaser erreicht, ist ein rot-brauner Schotterweg. Das Tor mit der südafrikanischen Flagge ? und einem kleinen Schweizer Wimpel ? markiert den Eingang zum Grundstück von Creation Wines, ein paar Kilometer ausserhalb der malerischen Küstenstadt Hermanus. Auf 350 Metern über Meer ist es wesentlich kühler, aber immer noch warm für einen Wintertag in Südafrika. Der Gesang von Fröschen und das Zirpen von Grillen aus dem nahen Wasserreservoir begrüssen die Besuchenden. Gerüche aus dem Degustationsraum und dem Garten um den Weinkeller hängen in der Luft. Ideale Bedingungen für den Weinanbau und ein kleines Paradies für den 37-jährigen JC, wie Martin von seinem Team genannt wird. "Es war Liebe auf den ersten Blick", erinnert er sich. Zusammen mit seinem Schweizer ...
 
Schweizer Architektin im Auftrag von König Fussball
Di, 11 Mai 2010 12:26:00 GMT - Michèle Rüegg war in Südafrika mitverantwortliche Projektleiterin beim Bau von drei Stadien für die Fussball-Weltmeisterschaft. Mit swissinfo.ch sprach die Schweizer Architektin über ihre Erfahrungen bei der Arbeit und ihren Alltag in fernen Ländern. Das Hamburger Architekturbüro "gmp", für das Michèle Rüegg arbeitet, erhielt im Jahr 2005 den Auftrag für den Neubau des Stadions in Port Elizabeth. Ein Jahr später gewann es zudem den Wettbewerb für den Neubau der beiden WM-Stadien in Durban und Kapstadt. Bevor Rüegg im Oktober 2006 nach Kapstadt zog, um dort die Leitung eines neuen Büros der gmp-Architekten zu übernehmen, wurden in der Anfangsphase mehrere Workshops in Deutschland und Südafrika zur Projektvorbereitung durchgeführt. "So konnten wir die Planung der Projekte von Deutschland aus vorantreiben und nebenbei unsere lokalen Planungspartner aus Südafrika besser kennen lernen", erzählt Rüegg. In diesen Workshops ging es ausschliesslich um die Projekte und nicht etwa darum, ...
 
Ein Tessiner auf Schatzsuche in Afrika
Do, 22 Apr 2010 14:50:00 GMT - Luca Maggini arbeitet seit Jahren auf dem afrikanischen Kontinent in der Minen-Branche. Porträt eines Kämpfers mit einem unerschütterlichen Glauben an die Innovationskraft der Menschen, in einer Zeit, in der Rohstoffe zunehmend knapper werden. Wie sieht ein Goldgräber der Neuzeit aus? Wie Luca Maggini? Vielleicht ein wenig. Mit seinem braunen, von jeglichem Zwang befreiten Strubbelkopf, mit seiner von der afrikanischen Sonne gebräunten Haut und seinem lässigen Look ? Shorts, Sandalen, um den Hals eine Halskette aus Holzperlen und Goldklümpchen ? gleicht der Tessiner nicht einem, der seine Zeit mit einem monotonen Existenzerwerb verbringt. Seit über sechs Jahren sucht der Geologe Luca Maggini in nach Bodenschätzen. "Meine Arbeit ist für mich wie eine Schatzsuche. Um Erfolg zu haben, braucht es eine gute Portion Neugier und detektivischen Spürsinn. Klar hat es auch mit Glück zu tun, das aber auch ein wenig beeinflussbar ist. Ein guter Geologe kann einfach die zur Verfügung ...
 
Das erfolgreiche Familienunternehmen in Boston
Fr, 9 Apr 2010 06:51:00 GMT - Am Anfang stand der Wunsch der Kinder der Familie Stohr nach Brot mit Kruste. Helene Stohr fing an, zu Hause zu backen ? heute betreibt die Familie bei Boston einen erfolgreichen Bäckerei- und Cateringbetrieb und setzt dabei ganz auf das Label "Swiss". "Wir leben sehr gerne hier, sind aber im Herzen Schweizer und das gilt auch für unser Angebot", erklären Helene und Thomas Stohr im Gespräch mit swissinfo.ch in ihrem Laden in einem alten Depot am Bahnhof von Reading. Die kleine Backstube befindet sich im Keller. Im Geschäft herrscht ein reges Kommen und Gehen, viele Käufer scheinen Stammkunden zu sein, das Gestell hinter der Verkaufstheke leert sich zusehends. Thomas, ein gelernter Bäcker, und Helene waren vor dem Abenteuer mit Schweizer Backwaren beide im internationalen Gastro- und Hotelgewerbe tätig. Er zuletzt für Mövenpick in Kanada sowie für den Gastromulti Landry's, während Helene nach der Geburt der Söhne Tobias (1991) und Nicolas (1993) eine berufliche Auszeit nahm. ...
 
Der Schweizer Bäcker in Singapur
Fr, 26 Mär 2010 16:29:00 GMT - Nach seiner Lehre als Konditor in Zug und einem Versuch an der Hotelfachschule Montana in Luzern zog es Xavier Baumgartner mit 22 Jahren weg von der Schweiz. Heute ist der 58-Jährige stolzer Besitzer einer Grossbäckerei in Singapur mit über 120 Angestellten. Xavier Baumgartner treffe ich in einem der brandneuen Einkaufszentren in der Nähe des Stadtzentrums von Singapur. Nicht nur der Name "Swissbake" und die Schweizer Flagge im Logo der kürzlich eröffneten Bäckereifiliale stellen eine Verbindung zur Schweiz her. Im Getränkekühler gibt es Rivella, und neben der Kasse stehen Bündner Nusstorten zum Verkauf. Aber am Wichtigsten ist wohl das frisch gebackene Brot, das manch ein Auslandschweizer nach einer gewissen Zeit in Singapur vermisst. Es wird jedoch schnell deutlich, dass Baumgartners Bäckereien nicht nur dank den Auslandschweizern rentieren können. "Höchstens die Hälfte unserer Kundschaft sind Westler. Viele Locals, die in Europa studiert oder gearbeitet haben, kommen dort ...
 
"Die Standesbeamtin" ist Auslandschweizerin
Di, 9 Mär 2010 09:11:34 GMT - Auf der Bühne zu stehen ist immer aufs Neue grossartig, sagt Marie Leuenberger, Ensemblemitglied am Schauspielhaus Hamburg. Nun hat die gebürtige Baslerin für ihre Rolle im Film "Die Standesbeamtin" den Schweizer Filmpreis 2010 erhalten. Eigentlich könnte sich Marie Leuenberger entspannt zurücklehnen. Die Dinge laufen gerade ganz gut für sie. Als Mitglied im Ensemble des Schauspielhauses Hamburg ist die Schweizerin in der laufenden Saison gleich in sieben Stücken auf der Bühne zu sehen; ausserdem ist sie für ihre Rolle in dem Kinofilm "Die Standesbeamtin" für den Schweizer Filmpreis "Quartz 2010" nominiert, der am 6. März in Luzern verliehen wird. Drei Auszeichnungen hat sie für die Rolle bereits bekommen, unter anderem den Preis für die beste Darstellerin am Festival "Films du monde" im kanadischen Montreal. Doch die 29-jährige Schauspielerin will sich nicht auf Lorbeeren ausruhen. Schliesslich ist sie gerade dabei, ihr Leben neu zu organisieren. Im Juni läuft der Vertrag mit ...
 
Schweizer "Feierabend-Knecht" in Brandenburg
Mi, 3 Mär 2010 07:05:00 GMT - Der Schweizer Kulturjournalist Dieter Moor betreibt in Brandenburg mit seiner Frau einen Bio-Bauernhof. Über den Alltag zwischen Kuhstall und Fernsehkamera und das Leben im äussersten Nordosten Deutschlands hat der TV-Mann ein Buch geschrieben. Am Anfang haben sie den Kopf geschüttelt über den Neuen im Dorf. Niemand konnte verstehen, warum Dieter Moor seiner Heimat den Rücken gekehrt hatte. Die Schweiz sei doch wunderschön - wie könne man da nach Brandenburg ziehen und in einer gottverlassenen Ecke einen herunter gekommenen Bauernhof übernehmen? "Unsere neuen Nachbarn waren fassungslos", erzählt Dieter Moor. "Als hätten meine Frau und ich einen Lottogewinn ausgeschlagen." Über sein kantiges Gesicht zieht ein Grinsen; Moor krault den grossen schwarzen Hund, der neben ihm liegt, und zündet sich eine Zigarette an. In der Wohnküche riecht es nach Kaffee. Bald sieben Jahre wohnen der Schweizer Kulturjournalist Dieter Moor und seine österreichische Frau Sonja nun schon in ...
 
General Guisan: "Wir vergessen Euch nicht!"
Mi, 28 Feb 2018 10:11:00 GMT - Während des Zweiten Weltkriegs wandte sich der Schweizer General Henri Guisan an die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, "die fern von der Heimat ihre Pflicht erfüllen". Sie dürften sicher sein, dass man sie in der Schweiz nicht vergesse. In dieser Aufnahme vom April 1942 wandte sich General Henri Guisan auf Deutsch speziell an die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Die Kernbotschaft seiner Ansprache: "Zählt auf uns, wie wir auf Euch zählen!" Denn auch weit von der Heimat entfernt, finde jede und jeder eine Gelegenheit, für die Ehre des Landes einzutreten.
 
Politische Rechte und Pflichten der Auslandschweizer
Di, 30 Jan 2018 10:11:00 GMT - Im Vorfeld der 50. Auslandschweizer-Tagung sprach Rudolf Meyer, Chefredaktor des Schweizerischen Kurzwellendienstes (Vorgänger von swissinfo.ch), mit verschiedenen Gäste im Studio. Neben Rudolf Meyer sassen am Tisch: Maurice Jacquard, Chef des Auslandschweizerdienstes im Eidgenössischen Politischen Departement, Paul Keller, Pressekorrespondent in Paris, Gerhard Schürch, ehemaliger Präsident der Auslandschweizer-Kommission und Mitglied des Nationalrats, Luzius Wildhaber, ordentlicher Professor für Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht an der Universität Freiburg. Das Gespräch drehte sich um die politischen Rechte und Pflichten der Auslandschweizer. Zur Sprache kam auch ein mögliches Gesetz für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, bis zu dessen Einführung es allerdings noch Jahrzehnte dauern sollte (2015). Im Archiv ist die Sendung ohne Datum archiviert, doch da die 50. Auslandschweizer-Tagung im August 1972 stattfand, dürfte sie im Juni oder Juli desselben Jahres ...
 
Auslandschweizer Kinder im Ferienlager in Davos
Sa, 30 Dez 2017 07:33:00 GMT - Seit 1917 können Kinder von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern Ferien in der Schweiz machen. Im Sommer 1962 fand eines dieser Lager in Davos statt, wo die Kinder unter anderem auch auf Deutsch und Französisch unterrichtet wurden. Der Beitrag wurde erst am 6. Februar 1963 in der Sendung Antenne des Schweizer Fernsehens (heute SRF) ausgestrahlt, weil zu jenem Zeitpunkt die Sammlung für die Auslandschweizer Ferienlager durchgeführt wurde. Seit einem Jahrhundert ermöglicht die Stiftung für junge Auslandschweizer (SJAS), dass Kinder mit Schweizer Wurzeln Ferien in der Schweiz machen können. "Das Anliegen bleibt für uns auch nach 100 Jahren immer noch dasselbe: Es soll jedes Kind, unabhängig von der finanziellen Situation der Familie, die Möglichkeit erhalten, in die Schweiz zu kommen und seine Wurzeln kennen zu lernen", sagte Loic Roth, Geschäftsführer der SJAS, im Sommer 2017 gegenüber swissinfo.ch.  
 
Auch das "allergrösste Wohlwollen" versandete bald
Mo, 30 Okt 2017 10:32:00 GMT - Bereits vor 50 Jahren wurde über ein Auslandschweizer-Gesetz diskutiert. So versprach Bundesrat Willy Spühler am 40. Auslandschweizer-Tag in Sion 1962, die Regierung setze sich dafür ein, dass ein entsprechender Verfassungsartikel "so rasch als möglich" komme. Es sollte weitere 48 Jahre dauern! Der Beitrag mit der Rede von Bundesrat Willy Spühler wurde am 27. August 1962 in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens (heute SRF) ausgestrahlt. Das Auslandschweizer-Gesetz trat schliesslich am 1. November 2015 in Kraft.
 
"Herr Marti, bitte... ans Mikrofon!"
Sa, 30 Sep 2017 13:12:00 GMT - Das Schweizer Fernsehen interviewte 1961 die Herren Meier und Marti aus Nord- und Südamerika an der Auslandschweizer-Tagung in St. Gallen. Das Archivband trägt das Datum 1. Januar 1961, womit vermutlich nur das Jahr der Aufnahme gemeint ist, da diese Veranstaltung (heute Auslandschweizer-Kongress) üblicherweise im Sommer durchgeführt wird.
 
Herr Leibundgut auf Heimatbesuch: "Schön ist es!"
Mi, 13 Sep 2017 11:12:00 GMT - Eine echte Archivperle: Vor knapp 60 Jahren interviewte die Tagesschau des Schweizer Fernsehens einen betagten Auslandschweizer aus Toledo, USA, in der alten Heimat. Fritz Leibundgut, ursprünglich aus Langenthal (Kanton Bern), besuchte als 94-Jähriger erstmals seit 50 Jahren wieder das Oberaargauer Städtchen seiner Kindheit und Jugend. Vor allem der Verkehr sei "viel besser" als vor 50 Jahren, meinte er im Interview mit der Tagesschau vom 13. September 1958.
 
Schweizer im Dienst von Leopold II. ? Spurensuche im Kongo-Freistaat
Mo, 17 Jul 2017 09:00:00 GMT - Es ist ein wenig untersuchtes Kapitel der schweizerischen Emigrationsgeschichte. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts engagierten sich immer mehr Schweizer im Dienst des Kongo-Freistaates, dem alleinigen Eigentum von König Leopold II. von Belgien. Gustave Moynier, Mitbegründer des IKRK, wurde der erste Schweizer Generalkonsul des Kongo-Freistaates. Wie war es möglich, dass er als Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sich gleichzeitig für die gewaltige und mörderische Ausbeutung des Kongos durch Leopold II. zwischen 1885 und 1908 einsetzen konnte? In dieser besonderen Kolonie, die dem König von Belgien persönlich und nicht dem Staat Belgien gehörte, kamen Millionen von Afrikanern zu Tode (der Journalist Adam Hochschild schätzt die Opferzahl in seiner Untersuchung "Schatten über dem Kongo. Die Geschichte eines der grossen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen", erschienen 1998, auf 10 Millionen Menschen.) Er beschreibt ein Klima des Schreckens, das im Kongo ...
 
Konsul Max Kunz über die Auslandschweizer Jugend
Do, 28 Jul 2016 09:45:00 GMT - Der Konsul aus Mannheim spornte am 15.1.1936 in einer Rede in Bern die Auslandgemeinde dazu an, der Auslandschweizer Jugend den Anschluss an die schweizerische Mentalität zu ermöglichen. Die Technik hatte damals noch ihre Tücken. Die Rede musste deshalb kurz unterbrochen werden ("Können Sie einen Moment warten? Das Band ist fertig?"), und Konsul Max Kunz fuhr fort, bevor das neue Band gestartet war. Inhaltlich könnte er aber nicht aktueller gesprochen haben. Schon seit 99 Jahren bietet die 1917 unter dem Namen "Schweizer Hilfe" gegründete Stiftung für junge Auslandschweizer (SJAS) Auslandschweizer Kindern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren Ferienaufenthalte in der Schweiz an. Die Geschäftsstelle wird seit 1997 durch die ASO geführt.
 
Kurzwellen im Dienste der Schweizer Politik
Di, 28 Feb 2017 10:00:00 GMT - Ein neues Buch erzählt die Geschichte des Kurzwellendienstes ? der Vorgängerin von swissinfo.ch. Die Historikerin Raphaëlle Ruppen Coutaz zeigt in dem Buch, wie die Schweiz mit Hilfe des Radiosenders ihre Haltung im Ausland vertreten konnte. Ein Interview. Das Buch untersucht die internationalen Tätigkeiten der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) sowie im Besonderen Gründung und Anfangszeit des Kurzwellendienstes, der später in Schweizer Radio International umbenannt und inzwischen zu swissinfo.ch umgewandelt wurde. Die Studie konzentriert sich auf die Jahre 1932 bis 1949, eine einschneidende Zeit, in der die Schweiz ausländischer Propaganda widersprechen und mit Hilfe der Kurzwellen die eigene Sicht verteidigen musste. swissinfo.ch: Aus welchen Gründen hat man den Kurzwellendienst gegründet? Raphaëlle Ruppen Coutaz: Ab den 1930er-Jahren war das Radio im Aufschwung. Die Schweiz äusserte in der Botschaft des Bundesrats vom 9. Dezember 1938 über die geistige ...
 
Was erwartete Auswanderer nach Kanada in den 1940er-Jahren?
Fr, 19 Aug 2016 15:01:24 GMT - Otmar Biedermann, Vizepräsident der Schweizer Vereinigung Montreal, informierte am 30.07.1947 auf Radio Kanada über die Chancen, die Schweizer Auswanderer in Kanada haben (Dialekt). Die Rede wurde anlässlich des Nationalfeiertags am 1. August im Radiostudio Montreal auf 78-Touren-Schallplatten aufgezeichnet. Sie kam aber verspätet in der Schweiz an, wie im Archiv vermerkt ist.
 


Einladung Generalversammlung 2018
Entwurf neue Satzung
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt 2018
Rundschreiben Nr. 3/2018 (13.02.2018)
Jahresprogramm 2018
Rundschreiben Nr. 1/2018 (18.12.2017)
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