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Die Ingenieurin, die am CERN den Höllenmagnet baut
Mi, 25 Apr 2018 09:00:00 GMT - Sie ist keine der gehypten CERN-Physiker, die Theorien erstellen, was Nanosekunden nach dem Urknall passiert sein könnte. Aber ohne Ingenieurinnen wie Marta Bajko, welche die gigantischen Magneten für den Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) bauen, könnten die Physiker ihre Theorien nicht testen. Bei Rockkonzerten gibt es die Rockstars, die auf der Bühne im Rampenlicht stehen ? und die Roadies, die dafür sorgen, dass die Stars ihre Musik abrocken und ihre Show abziehen können: Sie bauen das Equipment auf der Bühne auf, stimmen die Instrumente, schliessen die Verstärker und Lautsprecher an und checken, dass der Strom fliesst. Die Rockstars im CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung in Genf, sind die Teilchenphysiker- und physikerinnen.  Im Schatten der Stars Sie erhalten jeweils am meisten Aufmerksamkeit, wenn in diesem Superlabor ein neues subatomares Teilchen entdeckt wird, das uns dabei hilft zu verstehen, wie das Universum bei seiner Geburt ...
 
Deutschland entsendet seinen Charmeur
Mi, 25 Apr 2018 04:00:00 GMT - Der deutsche Bundespräsident besucht am Mittwoch die Schweiz. Wer ist Frank-Walter Steinmeier? Ein Portrait. Die Voraussetzungen für einen guten Start waren eigentlich perfekt: Als Aussenminister genoss der Sozialdemokrat Frank Walter Steinmeier zuvor die höchsten Beliebtheitswerte im Lande. Seine unaufgeregte und gekonnte Diplomatie hatte den Deutschen das beruhigende Gefühl vermittelt, auf der globalen Bühne bestens vertreten zu sein.  Doch dann musste er seine neue Rolle erst finden: Der Übergang von den Verhandlungstischen an die Staatsbankette, von der Krisenintervention zu gesellschaftlichen Appellen brauchte Zeit. Was ist eigentlich die Botschaft dieses Mannes, fragte leicht ratlos die Süddeutsche Zeitung nach seinen ersten 100 Tagen im Amt. "Deutschland ist nicht Feindesland" Kurz vor seiner Reise in die Schweiz gab Frank-Walter Steinmeier SRF ein Interview. Daraus drei Kernsätze: "Wenn ich auf die Schweiz schaue, dann schaue ich auf ein Land, das in Sachen Wirtschaft ...
 
Schweiz bewilligte Export von potentiellem Giftgas-Bestandteil
Mi, 25 Apr 2018 08:00:00 GMT - Syrien hat 2014 aus der Schweiz über fünf Tonnen Isopropanpol erhalten. Das Lösungsmittel kann zur Herstellung des Giftgases Sarin verwendet werden. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bewilligte den Export, weil es den Verwendungszweck ? für Pharmazeutika ? als plausibel beurteilte. Isopropanol ist verantwortlich für den stechenden Geruch in Spitälern und Arztpraxen, da es Bestandteil vieler Desinfektionsmittel ist. In sehr hoher Konzentration ist die Flüssigkeit einer der beiden wesentlichen Bestandteile des Giftgases Sarin, das im August 2013 von der syrischen Armee eingesetzt worden war. Daraufhin vernichteten die UNO und die internationale Organisation für das Verbot chemischer Waffen im Mai 2014 die gesamten Bestände von Isopropanol im Besitz des syrischen Staates. Nur sechs Monate später, im November 2014, durfte eine Schweizer Firma 5120 Kilogramm der Flüssigkeit Isopropanol nach Syrien liefern. Und zwar mit dem offiziellen Segen des Seco, wie Recherchen des ...
 
Rana Plaza: Druck auf Schweizer Textilfirmen
Di, 24 Apr 2018 14:07:00 GMT - Fünf Jahre nach dem mörderischen Einsturz eines Industriekomplexes in Bangladesch bleibt die Situation für Textilarbeiterinnen prekär. Die Nichtregierungs-Organisation Public Eye fordert mehrere Schweizer Bekleidungshersteller auf, ein Abkommen zur Verbesserung der Werkssicherheit zu unterzeichnen, das bereits von 145 internationalen Marken paraphiert wurde. Am 24. April 2013 stürzt in den Vororten von Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, ein achtstöckiges Fabrikgebäude ein. Unter den Trümmern des Rana Plaza, so der Name des Komplexes, finden die Bergungsleute mehr als 1100 Leichen und 2000 Verletzte.  Insgesamt befanden sich 3500 Arbeiterinnen und Arbeiter im Gebäude. Die Ursache des Einsturzes: Ignorieren von Sicherheitsstandards beim Bau. Die Industriekatastrophe zerrte die schrecklichen Arbeitsbedingungen mit einem Schlag ins internationale Scheinwerferlicht, unter denen lokale Subunternehmer ihre Textilarbeiterinnen beschäftigen. Shoppen auf dem Buckel der Näherinnen ...
 
"Das Beispiel Jura könnte uns in Katalonien helfen"
Di, 24 Apr 2018 14:23:00 GMT - Der Unabhängigkeitsprozess des Kantons Jura könnte als Inspiration zur Lösung der katalanischen Krise dienen. Das sagte nicht irgendwer, sondern Spaniens Aussenminister Alfonso Dastis bei einem offiziellen Besuch in der Schweiz. Eine mögliche Unabhängigkeit Kataloniens könne nur durch eine Konsultation auf nationaler Ebene für gültig erklärt werden, sagte Dastis am Rande eines Treffens mit dem Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis am Montag. Befragt wurde der Aussenminister vom Westschweizer Fernsehen (RTS). Der Kanton Jura erlangte seine Unabhängigkeit in den 1970er-Jahren nach einer Reihe von regionalen und nationalen Volksabstimmungen.  Komme es zu einer Verfassungsänderung, die es Spanien erlaube, ähnlich wie im Fall des Kantons Jura zu handeln, könne Madrid an diesem Beispiel durchaus etwas lernen, sagte Dastis. "Ich bin für eine Entscheidung ganz Spaniens über die Zukunft des Landes." Politisches Asyl "ungerechtfertigt" Dastis äusserte sich auch zum Aufenthalt der ...
 
"Vollgeld-System würde Finanzplatz Schweiz schwächen"
Di, 24 Apr 2018 11:27:00 GMT - Statt neue Krisen zu verhindern, wie dies die Initianten behaupten, würde die Umsetzung der Vollgeld-Initiative nur Unsicherheit verursachen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Banken gefährden, sagt Philippe Bacchetta. Laut dem Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Lausanne sind die Exzesse des Finanzsektors hauptsächlich auf Inkompetenz und mangelnde Vorsicht zurückzuführen. swissinfo.ch: Laut den Befürwortern der Initiative fördert die Schaffung von Geld durch die Geschäftsbanken die Spekulation und Finanzblasen. Entspricht das nicht der Realität? Philippe Bacchetta: Nein, überhaupt nicht. Theoretisch könnte man sich vorstellen, dass es eine Beziehung gibt zwischen der Schaffung von Geld und der Spekulation. Doch in Realität beweist keine einzige seriöse Studie einen solchen Zusammenhang. Zudem legen die Befürworter der Initiative keine Beweise dafür vor. "Zahlreiche Aspekte der Umsetzung der Initiative sind nicht klar. Ihre ...
 
"Kosmetische Reformen können weitere Finanzkrise nicht verhindern"
Di, 24 Apr 2018 11:26:00 GMT - Die neuen internationalen Regeln reichen nicht aus, um Spekulationsblasen und weltweite Finanzkrisen abzuwenden, sagt Sergio Rossi, Professor für Makroökonomie an der Universität Freiburg. Laut dem Geldwirtschafts-Spezialisten sind zur Stabilisierung des Bankensektors Strukturreformen nötig, wie sie die Vollgeld-Initiative vorsieht. swissinfo.ch: Die so genannte Vollgeld-Initiative schlägt eine radikale Reform des Währungssystems der Schweiz vor. Warum sollte das gegenwärtige System korrigiert werden? Sergio Rossi: Das gegenwärtige Währungssystem erlaubt den Geschäftsbanken, Kredite an Kunden zu vergeben, ohne dass diese Kredite ganz durch Guthaben gedeckt sind. Und dies auch, wenn mit diesen Krediten Aktivitäten finanziert werden, die kein Wirtschaftswachstum bringen. Deshalb nimmt die Geldmenge übermässig zu, das heisst, sie ist nicht mit einer Zunahme der Produktion von Waren oder Dienstleistungen verbunden. Das führt zu Inflationsdruck, auch wenn dieser auf dem Gütermarkt ...
 
Schweizer in Lateinamerika: nah und doch so fern
Di, 24 Apr 2018 09:29:00 GMT - Schweizer in Lateinamerika interessieren sich laut einer Studie zwar für die Politik ihres Herkunftslandes, nehmen aber nur mässig an Abstimmungen und noch weniger an Wahlen teil. E-Voting könnte das ändern. Die erste interessante Erkenntnis: Die prozentuale Verteilung der Schweizer in Lateinamerika nach Herkunftskanton entspricht der Verteilung der Bevölkerung nach Kantonen in der Schweiz. Die Schweizer aus allen Kantonen scheinen einheitlich nach Lateinamerika ausgewandert zu sein. Die Studie Im Sommer 2016 wurde mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds eine Umfrage durchgeführt, um Formen des politischen Transnationalismus unter den in Lateinamerika lebenden Schweizern zu identifizieren. swissinfo.ch beteiligte sich an der Online-Umfrage der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) in Genf. Der Fragebogen lieferte Informationen über das soziodemografische Profil, den Migrationsverlauf und die politischen Einstellungen (auch Staatsbürgerkompetenz genannt) der Befragten.
 
Expertengruppe für Dschihad-Rückkehrer
Mo, 23 Apr 2018 15:00:00 GMT - Die Schweiz will ein Expertengremium schaffen, das den Behörden mit Dschihad-Rückkehrern helfen soll.  Der Vorschlag ist laut einem Bericht der NZZ am Sonntag Teil eines Impulsprogramms, das die Regierung zur Umsetzung des Aktionsplans zur Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus vorsieht. Diesen hatten Bund, Kantone und Gemeinden Ende 2017 lanciert, um Gewalt und Terror zu verhindern. Seit 2001 sind fast 100 sogenannte Dschihad-Reisende aus der Schweiz in Konfliktgebiete in Syrien, Irak, Somalia, Afghanistan und Pakistan gereist. Laut Behörden sind 29 Schweizer Kämpfer getötet worden, und 16 sind in die Schweiz zurückgekehrt (siehe Grafik unten).  André Duvillard, Delegierter für den Sicherheitsverbund Schweiz, bestätigte der NZZ am Sonntag, dass die Bildung eines Expertenpools geplant sei, auf den die Kantone zugreifen könnten. Das Gremium soll die verschiedenen kantonalen Behörden beraten, die für das Phänomen der Dschihad-Rückkehrer sowohl in ...
 
Er liebt Hummer und vermisst die Bratwurst
Mo, 23 Apr 2018 09:00:00 GMT - Er lebt seit über 50 Jahren an der Küste des US-Bundesstaats Massachusetts. Der Schweizer Architekt Thomas Amsler liebt die Region New England, die sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt. Doch noch immer vermisst er die Schweizer Bratwurst. Thomas Amsler, 81 Jahre alt, wanderte 1964 in die USA aus. In all dieser Zeit habe er nie Heimweh gehabt, betont er. "Wir haben gewisse Dinge vermisst, doch es gab so viele neue Sachen zu entdecken. Und ich bin jemand, der vorwärtsschaut. Ich denke nicht oft darüber nach, ob ich wieder nach Hause zurückkehren soll", sagt er. Der Architekt wurde 1936 im Kanton Schaffhausen im Nordosten der Schweiz geboren. Bei einem Schweiz-Besuch letzten Herbst kam er bei swissinfo.ch vorbei, um über seine Studie zum Tessiner Dorf Corippo und dessen bemerkenswerte Architektur zu sprechen. Wenn man nicht wüsste, dass er bereits über 80-jährig ist, würde man ihm nicht den Lift anbieten. Doch Amsler nimmt die Treppe mit Schwung. "Ist das ein neues ...
 
Die wichtige Rolle der Schweiz
Mo, 23 Apr 2018 07:00:00 GMT - Jedes Jahr sterben eine halbe Million Menschen an Malaria. Unter den Todesopfern sind besonders viele Kinder. In der Forschung ist die Schweiz weltweit führend. Über 200 Millionen Menschen erkranken jährlich an Malaria. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Malaria bis 2030 um 90 Prozent reduzieren. Ein hochgestecktes Ziel, da sind sich die Experten einig. Vor allem, weil die Zahl der Malaria-Infektionen jüngst wieder zugenommen hat. Der genau Grund dafür ist unklar. Der Vize-Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Thomas Gass, glaubt, dass die zunehmende Reisetätigkeit weltweit dafür verantwortlich sein könnte. Der Malaria-Erreger könnte so wieder in Gebiete transportiert worden sein, welche zuvor als malariabefreit galten. Die Schweiz spielt im weltweiten Kampf gegen Malaria eine wichtige Rolle. Zum Beispiel mit den Anti-Malaria-Projekten des DEZA. Aufklärung, Prävention und Unterstützung der medizinischen Infrasruktur vor Ort stünden im ...
 
Guten Appetit! Teile dieser Wohnung können Sie essen
So, 22 Apr 2018 09:00:00 GMT - Eine moderne Wohnung dient in der Region Zürich zur Erforschung von neuartigen Materialien und Technologien, um in Zukunft ressourcenschonender zu bauen. Zentral an der Bauweise ist der Kreislaufgedanke. Nach ein paar Jahren soll die Wohnung komplett zurückgebaut und alle Materialen weiterverwendet werden. Es ist wohl das verrückteste Haus der Schweiz, das "NEST" in Dübendorf. Darin hat die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) einige Büros und verschiedene Forschungsprojekte untergebracht. Mit Filzüberziehern an den Schuhen betreten wir eine topmodern eingerichtete Wohnung, eine so genannte Unit. Das erste, was auffällt, ist ein angenehmer Geruch nach mit natürlichen Ölen behandeltem Holz. Die Wohnung im dritten Stock wird "UMAR" genannt. "UMAR" steht für "Urban Mining and Recycling". Im Mai sollen zwei Studierende einziehen. "Wir haben hier eine reale Umgebung. Das sind keine Ausstellungen, keine Labors", sagt Enrico Marchesi, Innovation Manager im "NEST".
 
Ein deutscher Fotograf entdeckt die Schweiz
Sa, 21 Apr 2018 09:00:00 GMT - Wie wird die Schweiz von einem gesehen, der sich vom Norden her neugierig annähert? Ein neuer Bildband des deutschen Fotografen Andreas Herzau gibt Einblick. Die Absicht war: ein Porträt der Schweiz, aus ganz persönlicher Perspektive. Die Zuwanderung aus Deutschland in die Schweiz war 2011 ein Dauerbrenner in allen Medien. Die Beziehung der Bewohner der deutschsprachigen Schweiz zum grossen Nachbarn nördlich des Rheins beschäftigte die Menschen, ,mehr aber noch einige Medien. Andreas Herzau, ein Fotograf aus Hamburg, hatte in jenem Jahr einen ganz persönlichen Grund, wie er auf sein Thema stiess: Seine Partnerin war eine dieser Deutschen, die in die Schweiz gezogen waren und sich nun in der neuen Welt zurechtfinden und wohlfühlen wollten. Konkret: Sie hatte in Bern eine Stelle angenommen. Sammlung subjektiver Eindrücke Nun liegt Herzaus Arbeit auf dem Tisch: "Helvetica" ? ein grossformatiges Buch, seine fotografische Auseinandersetzung mit der Schweiz. Die vergangenen Jahre ...
 
"Wir sind dauernd umgeben von Menschen und doch immer alleine"
Fr, 20 Apr 2018 08:53:00 GMT - Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, reist ein Schweizer im Auftrag des Friedens um die halbe Welt. Er lebt aus dem Koffer und verhandelt tagelang ? wenn nötig auch mit dem Teufel. Julian Hottinger ist Experte für Friedensförderung im Aussendepartement und gibt swissinfo.ch Einblicke in einen einsamen Beruf. swissinfo.ch: Es heisst, das Leben eines Mediators gleiche dem eines Vertreters: Im Auftrag von jemandem von Ort zu Ort reisen, immer im Ungewissen, wann man nach Hause kommt. Julian Hottinger arbeitet seit 2003 im Auftrag des Schweizer Aussendepartements (EDA) als Mediations- und Faziliations-Experte. Im Einsatz war er unter anderem im Sudan, in Uganda, Burundi, Liberia und Indonesien. Er führt Verhandlungen in Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch. Im Moment ist er in sechs verschiedenen Konflikten involviert. Angaben zu den betroffenen Ländern und involvierten Parteien darf Hottinger keine machen. Nach seinem Studium in der Schweiz hatte er sich am ...
 
Wenn die Spinne der Pflanze zu Hilfe eilt
Fr, 20 Apr 2018 14:38:00 GMT - Es war lange Zeit eine schlechte Nachricht aus der Natur: Krabbenspinnen, die auf blühenden Pflanzen Insekten fangen und fressen, die landen, um die Blüten zu bestäuben. Doch jetzt ist das räuberische Insekt rehabilitiert: Weil es auch Schädlinge frisst, ist die Krabbenspinnen auch ein Freund der Pflanzen. Die Entdeckung von Forschern der Universität Zürich ist wichtiger, als sie auf den erst Blick scheint. Sie hatten lange Zeit einen schlechten Ruf: Krabbenspinnen, die auf blühenden Pflanzen ihre Netze spannen und darin Insekten fangen und fressen.  Doch jetzt ist das räuberische Insekt rehabilitiert: Weil die Krabbenspinne auch Schädlinge frisst, ist sie nicht nur eine Freundin, sondern sogar auch eine Retterin der Blumen. Verbreitete Strategie der Natur Symbiotische Beziehungen zwischen verschiedenen Arten sind in der Natur weit verbreitet. Denken wir an den Elefanten, der mit Vögeln auf dem Rücken durch die Savanne streift, die ihm Ungeziefer aus der dicken Haut picken.
 
Wer bezahlt die Ambulanz in der Schweiz?
Fr, 20 Apr 2018 12:00:00 GMT - Schweizer Patienten müssen Ambulanzfahrten meist aus der eigenen Tasche bezahlen ? und das kann teuer werden. Nun wird diskutiert, ob solch lebensrettende Fahrten über die Grundversicherung abgerechnet werden sollten. Georges Vittoz erinnert sich noch gut an die 1990er-Jahre, als eine Ambulanzfahrt einen Patienten 200 Franken kostete. Heutzutage kann die Rechnung für einen medizinischen Transport schnell einmal ein Mehrfaches betragen. Und der grösste Teil davon muss aus der eigenen Tasche berappt werden. Einige Patienten bezahlen deshalb ihre Ambulanzrechnungen in Monatsraten. Andere verzichten ganz einfach auf einen Transport. Vittoz war damals Vorsteher der Ambulanzdienste für den französischsprachigen Kanton Waadt. Als Beispiel nennt er Patienten mit chronischen Erkrankungen, die regelmässige medizinische Transfers benötigen. An die Substanz "Die erste Rechnung wird zu 50% von der Grundversicherung übernommen. Aber falls jemand keine Zusatzversicherung hat, müssen die ...
 
Generation Netflix schmetterte "No Billag" am stärksten ab
Fr, 20 Apr 2018 08:51:00 GMT - Die Angst vor dem Ende der SRG war einer der Hauptgründe für die klare Ablehnung der No-Billag-Initiative. Dies geht aus einer Nachwahlbefragung hervor. Ausgerechnet die Generation der "Digital Natives" stimmte am deutlichsten gegen die Abschaffung der Gebühren. Das Verdikt der Schweizer Stimmbürger war am vergangenen 4. März klar: 71,6% schickten die Volksinitiative bachab. Nur 28,4% stimmte für ein Verbot der Gebührenfinanzierung der SRG ? in der Schweizer Abstimmungsdemokratie eine schon fast vernichtende Niederlage. Nun liefert eine Befragung genauere Hinweise, wie dieses Resultat zustande kam. 80% der 18- bis 29-Jährigen legten ein Nein in die Urne. Dies, obwohl im Abstimmungskampf oft von den veränderten Mediengewohnheiten der Jungen die Rede gewesen sei. Konkret: Die Generation Netflix habe kaum mehr einen Bezug zu den gebührenfinanzierten öffentlichen Medien und deren Sendungen. Quer durch alle Altergruppen Gleichzeitig lag die Stimmbeteiligung dieser Altersgruppe ...
 
Vollgeld ? kurz erklärt
Fr, 20 Apr 2018 07:28:00 GMT - Mit der Vollgeldinitiative kommt am 10. Juni 2018 eine spannende, aber komplizierte Vorlage zur Abstimmung. Was würde sich bei einer ? wenig wahrscheinlichen ? Annahme ändern? Wir erklären ein paar zentrale Punkte. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Urheber ist ein kleines Komitee, dem u. a. vier Volkswirtschafts-Professoren, die meisten aus dem Bereich Finanzmarkttheorie, angehören. Ziel der Initiative ist es, das Risiko für bankengemachte Finanzkrisen zu mindern. 2008/09 standen Banken mit fahrlässigen Kreditvergaben am Anfang der letzten schweren Krise. Schwierige Ausgangslage Kein Land der Welt hat ein Vollgeldsystem. Die Debatte um die Abstimmungsvorlage ist also notwendigerweise eine theoretische. Die Initianten weisen denn auch auf den innovativen Ansatz ihres ...
 
Raubkunst wird in Bern ausgestellt
Do, 19 Apr 2018 14:30:00 GMT - Im Kunstmuseum Bern ist die zweite Ausstellung mit Bildern aus dem Kunstfund Gurlitt eröffnet worden. Die Sammlung enthält auch von Nazis geraubte Werke. Cornelius Gurlitt war der zurückgezogen lebende Sohn eines Nazi-Kunsthändlers. 2012 entdeckte die deutsche Steuerbehörde in Gurlitts kleiner Wohnung in München eine Bildersammlung von unschätzbarem Wert. Gurlitt hatte die Sammlung von seinem Vater geerbt und vom heimlichen Verkauf einzelner Stücke gelebt. Als Gurlitt 2014 starb, überliess er die gesamte Sammlung dem Berner Kunstmuseum, was die Institution völlig überraschte. Sammlung in Bern und Bonn gezeigt Die Sammlung wurde in einer zweigeteilten Ausstellung gezeigt. Beide Teile wurden Ende 2017 in Bern und Bonn eröffnet. Im vergangenen Jahr zeigte das Kunstmuseum in Bern eine Ausstellung mit Werken, die vom NS-Regime als "entartete Kunst" bezeichnet wurden. Diese ist nun nach Bonn umgezogen, während die ursprünglich in Bonn gezeigte Ausstellung zum Thema ...
 
Mädchen oder Junge? Kinder werden operiert, um ein Kästchen ankreuzen zu können
Do, 19 Apr 2018 12:00:00 GMT - Angeblich kommen 1 bis 2% aller Kinder intersexuell zur Welt. Oft bleiben sie ihr Leben lang in schmerzlichem Schweigen gefangen. Der Dokumentarfilm "Ni d?Ève, Ni d?Adam. Une histoire intersexe" von Floriane Devigne gibt ihnen nun eine Stimme.   Die Westschweizer Regisseurin Floriane Devigne hinterfragt in dem Film die etablierten Geschlechter-Normen, für welche die Gesellschaft manchmal bereit ist, sehr weit zu gehen. Der französisch-schweizerische Dokumentarfilm läuft im Rahmen des Wettbewerbs am Festival Visions du Réel in Nyon. Das Geheimnis der Intersexualität ist meist schwer zu ertragen. Das Tabu ist oft beklemmend, zerstörerisch. Floriane Devigne wirft mit ihrem Film ein Schlaglicht auf diese Varianten der sexuellen Entwicklung und gibt Betroffenen eine Stimme. Film führt zur Gründung eines Vereins Aus der Freundschaft zwischen verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten des Films und deren Umfeld ist der Verein InterAction, l'Association Suisse pour les ...
 
LSD, Cannabis, Kokain ? soll das alles legal sein?
Do, 19 Apr 2018 09:00:00 GMT - Heute vor 75 Jahren machte der Schweizer Pharmaforscher Albert Hofmann den ersten Selbstversuch mit der Droge LSD. swissinfo stellte in Winterthur die #Wochenfrage: Welche Droge würden Sie legalisieren? Als der Chemiker Albert Hofmann im April vor 75 Jahren für seinen Arbeitgeber Sandoz das LSD aus dem hochgiftigen Mutterkorn synthetisiert, nimmt er etwas von dem Wirkstoff durch die Haut auf und erlebt seinen ersten Trip. Neugierig geworden, unternimmt Hofmann drei Tage später, exakt heute vor 75 Jahren, einen ersten "kontrollierten" Selbstversuch.  Kurz nach der Einnahme befällt ihn Schwindel und ein Angstgefühl. Hofmann leidet unter Sehstörungen, Lähmungen und Lachreiz. Er bittet seine Laborantin, ihn mit dem Velo nach Hause zu begleiten. "Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen", hält der Chemiker in einem Protokoll fest. Die Laborantin erinnert sich dagegen ...
 
Mehr Männer über 50 werden Väter
Mi, 18 Apr 2018 11:30:00 GMT - Die Zahl der Männer über 50, die Väter werden, hat sich in der Schweiz in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Experten sehen in diesem Trend sowohl Vor- als auch Nachteile.  Im Jahr 1996 wurden 625 Babys geboren, deren Vater über 50 Jahre alt war. 2016 waren es nach Angaben des Bundesamtes für Statistik 1855. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil dieser Geburten an allen Geburten von 0,8% auf 2,2%. 2016 gab es 22 Fälle, in denen die frischgebackenen Väter gar 70 oder älter waren. Felix Häberlin, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, sagte gegenüber 20 Minuten: "Grund für diese Entwicklung ist vor allem die immer später stattfindende Familienplanung. Junge Frauen machen längere Ausbildungen und sind häufiger berufstätig, der Kinderwunsch wird erst später aktuell. Somit steigt auch das Alter der Väter an." 2016 lag das Durchschnittsalter einer Mutter bei der Geburt des ersten Kindes bei 31,8 Jahren, zwei Jahrzehnte zuvor lag es noch bei 29,5 Jahren.
 
Schweizer Comic-Kunst soll wiederaufleben
Mi, 18 Apr 2018 09:00:00 GMT - ????? Comics sind eine Schweizer Erfindung, aber der Markt war immer zu klein, um sich unabhängig zu behaupten. Das könnte sich bald ändern, dank einer florierenden Szene in Genf und einer riesigen und seltenen Comic-Sammlung, die die reiche Geschichte des Genres in der Schweiz ins Rampenlicht stellt. Cuno Affolter besitzt die grösste Comics-Sammlung in der Schweiz ? und die zweitgrösste in Europa. Er gehört zu den ältesten Liebhabern dieses Genres und seine Sammlung in Lausanne soll bald für die Öffentlichkeit zugänglich werden. "Ein Comic ist heutzutage ein altes Medium", räumt er ein, als er seine Schatzkammer im unterirdischen Lagerbereich der Stadtbibliothek Lausanne öffnet: Stapel um Stapel von Comics finden sich hier, neue und alte, in verschiedenen Sprachen. Seltene Ausgaben des Untergrund-Comics Zap aus den späten 1960er-Jahren in perfektem Zustand liegen hier neben ersten Ausgaben von Tintin. Auch die Persiflage eines Abenteuers des belgischen Comics-Helden ist zu ...
 
Völkermord an Armeniern wirft Licht auf aktuelle Nahostkrise
Mi, 18 Apr 2018 14:00:00 GMT - Trotz Protesten von türkischer Seite ist in der Stadt Genf das Armenier-Denkmal eingeweiht worden. Dies nach zehn Jahren juristischem und diplomatischem Seilziehen. Das Werk des Künstlers Melik Ohanian erinnert an die Armenier, die vor über einem Jahrhundert in der Türkei massakriert wurden, wie auch an die zahlreichen Schweizerinnen und Schweizer, die sich zu deren Gunsten eingesetzt haben. Eine Botschaft, die nichts von ihrer Aktualität eingebüsst hat. Bereits am Tag der Eröffnung des Mahnmals "Réverbères de la mémoire" in einem Genfer Park übte der Verband der türkischen Vereine in der Westschweiz harte Kritik, mit einem doppelseitigen Inserat in der Tribune de Genève. Darauf abgebildet ist die Skyline Genfs, getränkt in rotes, tropfendes Blut. Zu sehen ist eine der Strassenlaternen, aus denen das Mahnmal besteht. Im Inserat dient die Laterne als Galgen, an dem die Silhouette eines Mannes hängt, beschriftet mit den Begriffen "Geschichte" und "Wahrheit". Es fällt schwer, ...
 
"Schweizer Industrie hat starken Franken ausserordentlich gut überstanden"
Di, 17 Apr 2018 14:00:00 GMT - Diese Woche findet in Moutier im Kanton Bern eine der grössten Ausstellungen der Welt statt, die sich ausschliesslich den mikrotechnischen Produktionsmitteln SIAMS widmet. Ihr Direktor, Pierre-Yves Kohler, unterstreicht die unglaubliche Widerstandsfähigkeit der Schweizer Industriellen in einem schwierigen monetären Umfeld. Vom 17. bis 20. April präsentieren mehr als 450 Aussteller den rund 20'000 Besuchern aus über 40 Ländern ihre neuesten Innovationen im Zentrum des Jurabogens, dem Herzen der Schweizer Präzisionsindustrie. Im Unterschied zu den grossen Uhrenmessen gibt es hier keinen Platz für Glitzer und Topmodels: Die wahren Stars sind die Maschinen und die neueste Technologie. Und diese 16. Ausgabe von SIAMS scheint vielversprechend zu sein: Nach drei Jahren des Kampfes gegen den starken Franken können die Schweizer Industriellen endlich den Kopf über Wasser halten und wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken. swissinfo.ch: Kann man sagen, dass SIAMS für die ...
 
"Volksvermögen gehört nicht renditeorientierten Privaten"
Di, 17 Apr 2018 09:30:00 GMT - Staatsnahe Betriebe, die ganze Unternehmenseinheiten oder Teile ihres Vermögens an Private verkaufen, sorgen in der Schweiz für Aufsehen. Das ist ein Unding, sagt Jacqueline Badran im Interview mit swissinfo.ch. Die Nationalrätin der Sozialdemokratischen Partei SP kämpft an vorderster Front gegen diese "Veruntreuung von Volksvermögen". In einer modernen Gesellschaft braucht jede und jeder neben Wasser, Luft und Boden auch Strom, Bildung, Gesundheit, Post- oder Transportdienstleistungen. Die Nutzung dieser essentiellen Güter wurde in der Schweiz Staats- oder staatsnahen Betrieben übertragen. In jüngster Zeit häufen sich aber Meldungen, dass diese Betriebe Teile ihres Geschäfts oder Vermögens veräussern.  Letzten Monat verkaufte der grösste Schweizer Stromkonzern Alpiq sein Industriegeschäft für 850 Millionen Franken an den französischen Baukonzern Bouygues. Für Schlagzeilen sorgte auch, dass die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in den letzten zehn Jahren Grundstücke im Wert von ...
 
"Gipfeltreffen USA-Nordkorea in der Schweiz?"
Di, 17 Apr 2018 09:00:00 GMT - Beim Treffen von Japans Premierminister Shinz? Abe und dem Schweizer Bundespräsidenten Alain Berset letzte Woche rückte die japanische Berichterstattung die Nordkorea-Krise in den Mittelpunkt. Die Schweiz hatte ihre Vermittler-Dienste proaktiv angeboten. Eine Presseschau aus Japan. NHK Online zitierte Japans Premier Abe mit den Worten: "Die internationale Ordnung steht vor grossen Herausforderungen. Darum ist es für uns umso wichtiger, mit einem Land wie der Schweiz, mit dem wir fundamentale Werte teilen, eng zusammenzuarbeiten." Im Anschluss an das Gipfeltreffen habe der Schweizer Bundespräsident Berset gesagt: "Um Sicherheit zu schaffen, müssen alle am Konflikt beteiligten Länder miteinander reden. Wir machen uns Gedanken, wie wir die Gespräche sinnvoll unterstützen können." Nach einer zweiten Pressekonferenz in Tokio, die Berset allein abhielt, titelte NHK: "Gipfeltreffen USA ? Nordkorea in der Schweiz?" Dazu ein Zitat von Bundespräsident Berset: "Wir sind vorbereitet, falls ...
 
Kunst im Bombenkeller am Comicfestival Fumetto
Mo, 16 Apr 2018 15:00:00 GMT - Die Ausstellung "Shelter" in einem Bunker in Luzern dreht sich um Krisen und den menschlichen Umgang damit ? und am Rande um Künstler, die nicht zu ihrer eigenen Ausstellung reisen können. "Ich weiss noch nicht, was ich von der Schweiz halten soll", sagt Mohamed Wahba. Sein Kollege, Ahmed Hossam, wird konkreter: "Luzern ist wunderschön. Aber so klein im Vergleich zu Kairo. Ich habe hier einen Buspass erhalten, aber bisher noch nicht benutzt", sagt er lachend. Es hat tatsächlich etwas Beschauliches, dieses Luzern, weit weg von allen Krisen der Welt.  Die Stadt sei ein perfektes Puppenhaus, stellt jemand aus unserer Gruppe fest, die gemeinsam in die Zivilschutzanlage Sonnenberg hinabsteigt. Es klingt nicht wie ein Kompliment. Tatsächlich kontrastiert die perfekt herausgeputzte Stadt, Objekt zahlloser Smartphone-Fotos, mit dieser Ausstellung. Der Ort dafür könnte passender nicht sein. Schon nach einigen Metern im Stollen stellt sich Beklemmung ein. Der riesige Bunker wurde in ...
 
Genf straft Populismus auf dem Buckel der Grenzgänger ab
Mo, 16 Apr 2018 14:48:00 GMT - Die Stimmbürgerinnen und -bürger von Genf haben bei den Kantonswahlen vom Wochenende rechtsnationalen Gruppen eine klare Abfuhr erteilt. Gewinner sind die traditionellen Parteien: Die Mittepartei FDP und die Grünen gewannen je fünf Sitze. Damit hat sich in Genf einen Trend bestätigt, der sich bereits in anderen Kantonen der französischsprachigen Westschweiz gezeigt hat. So in der Waadt, im Wallis und in Neuenburg. Die Niederlage der Rechtsnationalen, die im Grenzkanton insbesondere gegen die Grenzgänger aus Frankreich kämpfen, hatte der Politologe Pascal Sciarini vor einem Monat gegenüber swissinfo.ch vorausgesagt: Gleich drei rechtspopulistischen Gruppen, die um Wähler buhlten, riskierten, sich gegenseitig "zu kannibalisieren", wie der Professor an der Universität Genf gesagt hatte. "Spektakuläre Umkehr": So kommentiert die Zeitung Tribune de Genève das Verdikt. "Auffallend ist das bittere Scheitern der Genfer Bürgerbewegung (MCG) und der Schweizerischen Volkspartei (SVP).
 
Energiewende zieht die breite Öffentlichkeit an
Mo, 16 Apr 2018 11:54:00 GMT - Rund 6200 Personen haben am letzten Wochenende die Energissima in Bulle (Kanton Freiburg) besucht. Diese Ausstellung nachhaltiger Energie- und Technologielösungen beweist, dass das öffentliche Interesse an neuen Energien gross ist. Sie bietet auch eine Bestandesaufnahme der wichtigsten aktuellen Trends. Die Ausstellung Energissima hat einen langen Weg zurückgelegt. Sie wurde 2007 gegründet und musste nach der Ausgabe 2013, die nur 2300 Besucher anzog, aufgeben. Damals richtete sie sich fast nur noch an Profis. "Es war ein strategischer Fehler", gibt Gründer Pierre Schwaller zu. "Der Markt war dafür zu klein und brauchte keine solche Ausstellung."  "Ganz andere" Situation In diesem Jahr wurde Energissima neu lanciert ? und fand den Weg zurück zum Erfolg. Dies lässt sich zum Teil damit erklären, dass sich die Ausstellung ans breite Publikum richtet. Die Organisatoren haben alles getan, um Familien anzuziehen, insbesondere mit 50 Aktivitäten und 20 Workshops für Kinder. Der Erfolg ...
 
Von der Königin des Baghwan zur Behindertenbetreuerin
Mo, 16 Apr 2018 11:28:00 GMT - Einst war sie die engste Vertraute des legendären Gurus Baghwan. Heute hat sich Sheela Birnstiel ? alias Ma Anand Sheela ? in der Schweiz eine neue Existenz als Betreuerin für Behinderte geschaffen. Ihren Ruf als mutmassliche Vordenkerin eines Bioterror-Anschlags in den USA hat sie hinter sich gelassen. Eine Homestory. Wer im Dorf Maisprach ankommt, befindet sich in der ländlichen Schweiz. Das gelbe Postauto, das ältere Frauen mit Einkaufstaschen und Schulkinder transportiert, die zum Mittagessen nach Hause zurückkehren, bringt mich in die Nähe des Dorfzentrums. Ein Schild an der Bushaltestelle zeigt den Weg nach Matrusaden, dem Behindertenheim von Sheela. Der Weg führt einer schmalen Strasse entlang durch grüne Felder und schlängelt sich bergauf zu einer kleinen Schlucht. Ein weiteres Matrusaden-Schild ragt aus einem Laub-Teppich hervor. Ich habe immer mehr Angst, die berüchtigte Sheela zu treffen. Sheelas Eintrag auf Wikipedia tut ihr keinen Gefallen: "Ma Anand Sheela (* 28.
 
Eine neue Strategie gegen Ebola und Grippe?
So, 15 Apr 2018 09:00:00 GMT - Zum Eindämmen von Epidemien wird schnell zu aussergewöhnlichen Massnahmen gegriffen, etwa die Einstellung von Flugverbindungen eines Landes oder die Schliessung von Grenzen. Doch diese Strategie ist nicht immer die wirksamste. Sie könnte gemäss einer Schweizer Studie sogar negative Folgen für die Gesellschaft haben. "Es ist ein radikales Vorgehen nötig, um die Ausbreitung von Ebola ein für allemal zu unterbinden." Mit diesen Worten verteidigte der Chef der Task-Force Anti-Ebola in Sierra Leone, Ibrahim Ben Kargbo, im September 2014 den Entscheid, wonach die Einwohner seines Landes vier Tage lang ihre Häuser nicht verlassen durften. Die Massnahme war mit gewisser Skepsis aufgenommen worden. Und die Frage war aufgekommen, ob eine solche Verordnung nicht sogar einen Verstoss gegen die Menschenrechte darstellt. Inzwischen sind zusätzliche Fragen aufgetaucht ? auch in Bezug auf die Effizienz dieser Massnahme. Zumindest bezweifelt Emanuele Massaro von der Eidgenössischen Technischen ...
 
Grüne Hänge hinunterrasen!
Sa, 14 Apr 2018 09:00:00 GMT - Es braucht nicht immer Schnee, um auf Skis einen Hügel hinunterflitzen zu können. Grasskifahren an grünen Hängen kann ebenso viel Spass machen. Die Weltbesten schaffen Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h. Sie benützen Spezialskis, die Raupen wie Kettenfahrzeuge haben. Grasskifahren ist in der Schweiz nur an einigen wenigen Standorten möglich. Die regionalen Ausbildungszentren befinden sich in Bömmeli/Urnäsch (Kanton Appenzell Ausserrhoden), Goldingen (St. Gallen), Escholzmatt/Marbach (Luzern) und Acquarossa (Tessin). An diesen Orten finden auch die nationalen Wettbewerbe statt. Meistens messen sich die Grasskifahrer im Slalom, Riesenslalom und Super G. Die Schweiz gehört zusammen mit Österreich, Italien und Tschechien zu den Spitzenländern in dieser eigentümlichen Sportart. Das Grasskifahren wurde in den 1960er-Jahren in Deutschland erfunden, um den Athletinnen und Athleten zu ermöglichen, auch während schneefreien Zeiten zu trainieren. Es ist bis heute ein Nischensport ...
 
Wenn der Nationalrat das Bundesbüchlein nicht mehr versteht
Fr, 13 Apr 2018 16:36:00 GMT - Eine knappe und prägnante Sprache, überprüfbare Fakten und Emotionen ? kurz: gutes Journalistenhandwerk. Damit sollen Junge in der Schweiz wieder für politische Themen gewonnen werden. Die Rezeptur stammt von Journalisten und Politikern, abgegeben an der easyvote-Jahrestagung in Bern. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. In der Schweiz stimmen die Bürger viermal im Jahr landesweit über Sachvorlagen ab. Dazu kommen viele Urnengänge auf kantonaler und lokaler Ebene. So kommt einiges zusammen: In seinem Leben geht ein aktiver Bürger in der Schweiz rund 1800 Mal ins Stimmlokal. Diese Zahl hat der Politikwissenschaftler Andreas Ladner einmal genannt. Etwa ein Fünftel davon sind nationale Urnengänge, je 40% entfallen auf kantonale und kommunale Abstimmungen, so der Professor an der ...
 
Die Einsteins der Welt versammeln sich in Genf
Fr, 13 Apr 2018 15:00:00 GMT - In Genf findet zurzeit die 46. Internationale Erfindermesse statt. Während vier Tagen können Erfinder aus aller Welt die Früchte ihrer Arbeit präsentieren und vor allem auf Möglichkeiten hoffen, ihre Entdeckungen zu vermarkten. Wie üblich findet die Messe im Palexpo in Genf statt, einem Gebäude in der Nähe des Genfer Flughafens, in der jeweils Grossveranstaltungen wie der Automobilsalon, die Buchmesse, Konzerte etc. stattfinden. Und natürlich ist auch die Internationale Erfindermesse ein grosses Ereignis - sogar das wichtigste seiner Art in der Welt. 2018 stellen 700 Erfinder aus 45 Ländern insgesamt tausend Erfindungen vor. Die Internationale Erfindermesse ist beliebt und verhilft den Ausstellern zu Visibilität: Im vergangenen Jahr kamen mehr als 30'000 Besucher (davon ca. 40% Berufsleute) und 650 Journalisten. Die Messe bietet Erfindern auch die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Geschäfte zu machen. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Ausstellerbefragung ergab, dass ...
 
"Alle Schweizer in Israel sollten sich jetzt registrieren"
Fr, 13 Apr 2018 09:24:00 GMT - Die Eskalation der Syrien-Krise tangiert auch Israel, wo 18 000 Auslandschweizer leben. Erich Bloch, der Vertreter der Auslandschweizer-Organisation vor Ort, befürchtet Konflikthandlungen und mahnt seine Landsleute, sich vorzubereiten. Die Zeichen stehen auf Krieg. Nach Drohungen der USA und Russlands in der Syrien-Krise waren zwar beide Atommächte bemüht, einen bewaffneten Konflikt abzuwenden. Doch die Raketendrohung von US-Präsident Donald Trump Richtung Syrien bleibt bestehen. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, betonte nach einem entsprechenden Tweet von Trump, es gebe Gespräche mit den Verbündeten Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Grossbritannien. Dazu kommt: Nach der Einnahme der letzten Bastion der Rebellen in Ost-Ghuta erwarten Beobachter nun auch, dass der syrische Machthaber Baschar al-Assad weitere Regionen ins Visier nimmt, insbesondere die Region Daraa in unmittelbarer Nähe zu Israel. "Die Befreiung von Ost-Ghuta bedeutet das Ende der Bedrohung von ...
 
Nimmt Rassismus in der Schweiz zu?
Fr, 13 Apr 2018 07:00:00 GMT - Wie erleben und beurteilen die Schweizer Rassismus? Und kommt er in der Schweiz oft vor? swissinfo stellte die #Wochenfrage in Bellinzona. Die Beratungsstellen für Rassismusopfer haben im Jahr 2017 301 Fälle von rassistischen Diskriminierungen registriert, 100 Fälle mehr als 2016. Doch gibt es in der Schweiz tatsächlich mehr Rassismus? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Der Anstieg bedeute nicht zwingend, dass der Rassismus im selben Mass zugenommen habe, steht im Bericht. Es könne auch sein, dass die Beratungsstellen bekannter geworden seien, zudem sei die Anzahl der Beratungsstellen gestiegen.  Auch die Menschen auf den Strassen von Bellinzona sehen es differenziert: In der Schweiz seien die Menschen Fremden gegenüber genauso skeptisch wie in anderen Ländern, sagt ein Passant. In der Arbeitswelt  würden  Schweizer besser behandelt als andere, meint eine andere. Und ein Befragter erzählt von einem afrikanischen Freund, der "von irgendwelchen Leuten wegen seiner dunklen ...
 
Müllheim ? Gemeinde mit einem Staat im Dorf
Fr, 13 Apr 2018 09:00:00 GMT - Eigene Währung, Staatsbürgerschaft, ein palastähnlicher Bau ? und die Ablehnung des demokratischen Staates Schweiz: Im thurgauischen Müllheim betreibt ein erfolgreicher Unternehmer seinen eigenen Fantasie-Staat namens Avalon. Im Dorf nimmt das zwar niemand wahr. Dennoch: Die obskure Parallelstruktur ist keineswegs nur harmlos. Es könnte eine Kathedrale sein. Oder ein Tempel. So gewichtig, wie dieser grosse Klotz aus hellgrauem Stein in Müllheim steht, in diesem ländlichen Thurgauer Dorf.  Der Modelhof, wie das steinerne Rechteck mit der goldenen Figur über dem Eingang heisst, ist jedoch keine Kirche ? wenn hier auch durchaus Leute mit demselben Glauben zusammenkommen: Er ist vielmehr die Materialisierung des Gedankengebäudes von Avalon. Ein Fantasie-Staat mit eigenen Münzen, einer Staatsbürgerschaft, für die ein geheimer Eignungstest bestanden werden muss.  Und mit einer klaren Haltung, was die demokratische Gesellschaft im Staat Schweiz betrifft: Ablehnung. Ausgerufen ...
 
Trotz neuer Regeln: Kühe leiden für "Schönheitsideale"
Do, 12 Apr 2018 14:30:00 GMT - Eine Kuhausstellung ist in der Schweiz ein Volksfest. Jeder will die schönste Kuh in den Ring führen, frisiert sie, cremt sie ein, bringt sie mit Sprays zum Glänzen. Doch dieses Jahr ist an der nationalen Holstein- und Red-Holstein-Ausstellung in Bulle Nervosität spürbar. Grund dafür sind neue Regeln, die zum Schutz der Kühe eingeführt worden sind. Anlass dazu gaben die riesigen Euter der Tiere, die an der Milchkuh-Ausstellung im Zentrum stehen: Besitzer dehnen die Melkzeiten aus und verkleben die Zitzen, damit keine Milch tropft. Doch eine Kuh, die zu lange nicht gemolken wurde, leidet. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Studie zeigt: Rund ein Viertel der an Ausstellungen getesteten Kühe wies Euter-Ödeme auf. Diese können schmerzhaft sein und sind ein sichtbares Indiz für überfüllte Euter. Neu kontrollieren Tierärzte seit Anfang Jahr bei jedem Wettbewerb die Euter der beiden erst platzierten Kühe direkt nach der Vorführung mit Ultraschall. Finden sie Ödeme, hat das je ...
 
Viktor Vekselberg: Der diskrete russische Oligarch in der Schweiz
Do, 12 Apr 2018 13:00:00 GMT - Der öffentlichkeitsscheue russische Milliardär Viktor Vekselberg sorgt wieder für Schlagzeilen, auf die er lieber verzichten würde. Vekselberg und seine Investmentgruppe Renova wurden auf eine Sanktionsliste der USA gesetzt ? eine schlechte Nachricht für seine Schweizer Firmen. Um den Schweizer Industriepumpen-Hersteller Sulzer vor US-Sanktionen zu schützen, musste Viktor Vekselbergs Gruppe Renova ihre Beteiligung auf unter 50% reduzieren. Wegen Vekselbergs Engagement bei Sulzer kam es zu Kursverlusten. Auch Oerlikon und Schmolz + Bickenbach, die sich ebenfalls im Besitz der Renova befinden, blieben nicht verschont. Wer ist Viktor Vekselberg, und was genau hat er mit der Schweiz zu tun? Der Russe besitzt gegenwärtig mehr als 13 Milliarden Dollar (12,4 Milliarden Franken), was ihn laut Forbes zur neuntreichsten Person in Russland macht. Er schaffte es vom Altmetallhändler in Russland zum Besitzer der weltweit grössten Sammlung von Fabergé-Eiern. Auf dem Papier wohnt er in der ...
 


Einladung Generalversammlung 2018
Entwurf neue Satzung
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt 2018
Rundschreiben Nr. 3/2018 (13.02.2018)
Jahresprogramm 2018
Rundschreiben Nr. 1/2018 (18.12.2017)
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