Schweizer Verein Freiburg e.V.


Willkommen Wir über uns Termine Berichte Vereins-News Nachrichten Adressen Links

News & Aktuelles


News

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten aus der Schweiz! Klicken Sie einfach auf die gewünschte Überschrift, um die komplette Nachricht anzuzeigen....


Die Fünfte Schweiz im Fokus - SWI swissinfo.ch

Dieser RSS Feed wird zur Verfügung gestellt von:
http://www.swissinfo.ch/ger

Informations- und Newsportal aus der Schweiz über die Schweiz: Direkte Demokratie, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Schweizer Leben und vieles mehr ? aktuell, informativ, hintergründig und in zehn Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Japanisch, Chinesisch, Russisch).

"Wir Schweizer sind sehr anpassungsfähig"
So, 20 Jan 2019 10:00:00 GMT - Wegen einer Frau zog David Schaffner vor gut zwei Jahren nach Mitteldeutschland. Heute ist der 25-jährige Auslandschweizer glücklich mit ihr verheiratet und geniesst das ruhige Leben in einer Kleinstadt. Zu seiner Heimat pflegt er weiterhin enge Kontakte. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? David Schaffner: Wegen der Liebe. Ich habe die Schweiz 2016 für meine damalige Freundin, mittlerweile Frau, verlassen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.S.: Eine Rückkehr war und ist bis jetzt nicht geplant, schliesse ich aber auch nicht aus. swissinfo.ch: Welcher Arbeit gehen Sie nach? Wie läuft es? D.S.: Ich arbeite in der Lebensmittelindustrie im Vertrieb. Wir sind auf "private label packaging" ...
 
Aufbruch ins Unbekannte
So, 6 Jan 2019 10:00:00 GMT - Eva Hefti wagte das grosse Abenteuer und zog mit ihrer Familie nach Neuseeland, ohne das Land vorher besucht zu haben. Von der Schweiz aus hatte ihr Mann eine Arbeit gefunden und hat dank kürzeren Arbeitszeiten jetzt mehr Zeit für die Familie. Die 39-jährige Bernerin schätzt besonders das warme Klima im Kiwiland. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Eva Hefti: Wir (ich, mein Mann und unsere drei Buben) flogen im Juni 2017 mit einem One-way-Ticket nach Neuseeland (ohne jemals vorher da gewesen zu sein). Mein Mann Tom wollte schon seit längerem einen Auslandaufenthalt machen, um seinen beruflichen Horizont zu erweitern. Und nachdem unsere Zwillinge keine Babys mehr waren, konnte ich mir das auch vorstellen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Auf Neuseeland stiessen wir eher zufällig: Ich habe einen ...
 
"Schweizer zu sein, ist ein zentraler Bestandteil meiner Identität"
So, 16 Dez 2018 12:00:00 GMT - Schon als Kind interessierte sich François Schwalb für die Schweiz, das Heimatland seines Vaters. Heute lebt der 30-Jährige mit seiner jungen Familie und zahlreichen Tieren in der südafrikanischen Provinz, wo er in der Obst- und Gemüseindustrie tätig ist. swissinfo.ch: Warum sind Sie Auslandschweizer? François Schwalb: Ich wurde 1988 in Südafrika geboren. Mein Vater ist Schweizer. Wir lebten 1996-97 in der Schweiz, als ich zwischen sieben und neun Jahre alt war. Wir besuchten die Schweiz 2008 und 2018 noch einmal. Nach der jüngsten Reise mit meiner Frau und unserem einjährigen Sohn planen wir, Familie und Freunde in der Schweiz künftig mindestens alle zwei Jahre zu besuchen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Haben Sie je daran gedacht, mal in der Schweiz zu leben? F.S.: Es ist immer eine Option, "zurückzukehren".
 
"Unsere Traditionen halten uns zusammen"
So, 2 Dez 2018 10:00:00 GMT - Die junge Auslandschweizerin Heidi Amstalden Albertin lebt in einer von Schweizern gegründeten Kolonie in Brasilien. Die 27-jährige Juristin ist stolz darauf, einer der Gründerfamilien zu entstammen. In ihrer Freizeit ist sie eine leidenschaftliche Fotografin. swissinfo.ch: Sie wurden im Ausland geboren: Warum sind Sie Auslandschweizerin? Heidi Amstalden Albertin: Ich bin Brasilianerin, die Schweizer Abstammung habe ich von Seiten meiner Mutter (Amstalden, von Zuben, Sigrist und Zumstein). Von der Seite meines Vaters her bin ich aber auch Italienerin. swissinfo.ch: Was für einen Bezug haben Sie zur Schweiz? Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie eine Schweizer Seite haben? H.A.A.: Ich lebe in Helvetia, einer Schweizer Kolonie in Brasilien, die 1888 von vier Schweizer Einwandererfamilien gegründet wurde: Amstalden, Ambiel, Bannwart und Wolf. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich ...
 
"Die Schweiz ist für mich die Referenz"
So, 4 Nov 2018 15:00:00 GMT - Der 32-jährige Claudio Ghizzo arbeitet in Italien als Krankenpfleger. Er glaubt, dass seine Schweizer Wurzeln seine Mentalität und seinen Bürgersinn beeinflusst haben. Aber er fühlt sich auch sehr stark mit den Dolomiten verbunden. swissinfo.ch: Sie wurden in Italien geboren. Sind Sie wegen Ihrer Mutter, Ihres Vaters oder beiden Auslandschweizer? Claudio Ghizzo: Ich wurde in Italien als Sohn einer Schweizer Mutter geboren. swissinfo.ch: Haben Sie je daran gedacht, mal in der Schweiz zu leben? C.G.: Der Wunsch, mich in der Schweiz niederzulassen, ist immer in meinen Gedanken, aber es ist nicht einfach, sein eigenes Leben radikal zu verändern. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Welcher Arbeit gehen Sie gegenwärtig nach? C.G.: Ich bin diplomierter Krankenpfleger und arbeite in einem Spital in der Nähe meiner Wohnung.
 
"Es ist hart, einem Schweizer beim Klagen zuzuhören"
So, 21 Okt 2018 09:00:00 GMT - Seit acht Jahren lebt die Profi-Mountainbikerin Ariane Lüthi in Südafrika. Als Frau musste die 35-Jährige dort mehr kämpfen, als sie es von der Schweiz gewohnt war. Die Berner Oberländerin mit Universitätsabschluss in Sport-, Medienwissenschaften und Geschichte ist der Meinung, viele Daheimgebliebene würden die gesellschaftlichen Errungenschaften in der Schweiz zu wenig schätzen. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Ariane Lüthi: Ich bin Ende 2010 nach Südafrika ausgewandert. Zwei Monate davor hatte ich dort an einem Mountainbike-Etappenrennen teilgenommen und meinen Ex-Mann kennengelernt. Er war Profi und Manager eines Mountainbike-Teams und konnte mir einen Profivertrag mit seinem neuen Team aushandeln. Ich bin also der Liebe wegen und der Möglichkeit, meine Passion als Profession auszuüben, nach Südafrika ausgewandert. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und ...
 
"Wenn man bereit für Veränderungen ist, fällt alles leichter"
So, 7 Okt 2018 09:00:00 GMT - Die Auslandschweizerin Sabrina Maniscalco hat bereits in mehreren Ländern gelebt. Sie ist 31 Jahre alt, "und wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, fühlt sich das viel besser an als 21". Die Fotografin lebt gegenwärtig in Portugal von verschiedenen Jobs und hat in ihrem Alltag im Ausland erkannt, dass sich die Menschen überall ähnlich sind. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Sabrina Maniscalco: Nach meinem Universitätsstudium in Lausanne erhielt ich 2014 ein Angebot, als Kamera-Assistentin in Brasilien zu arbeiten, für einen Dokumentarfilm über eine Fussballmannschaft (Atletico Mineiro) in Belo Horizonte. Ich war zuvor noch nie in Südamerika gewesen und packte die Gelegenheit beim Schopf! Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Daraufhin arbeitete ich als Standfotografin an Filmsets und war für ein ...
 
"Das schnelle Duzen bereitet mir noch etwas Mühe"
So, 16 Sep 2018 09:00:00 GMT - Florian Lüthi ist erst seit diesem Jahr Auslandschweizer. In den Niederlanden hofft er, neue Erfahrungen in seinem Beruf als Pflegefachmann zu machen. Mit der direkten Art der Holländer muss sich der 30-Jährige noch anfreunden. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Florian Lüthi: Ich habe per Anfang April 2018 die Schweiz verlassen. Der Grund dafür ist und war, dass ich neue Erfahrungen in meinem Beruf als Pflegefachmann machen wollte, und weil ich den Wunsch habe, im Ausland meinen Master zu machen. Aufgrund dessen und der Verwandtschaft meiner Mutter in den Niederlanden, hatte ich mich entschieden, diesen Schritt zu wagen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? F.L.: Bis jetzt ist es eine ...
 
Gewürzduft lockte ihn weg von den Paragraphen
So, 2 Sep 2018 09:00:00 GMT - ??????? Als Backpacker liess sich der Jurist Raphael Flury von Ostafrika und dessen Naturprodukten begeistern. Jetzt leitet der 28-jährige Auslandschweizer ein biozertifiziertes Gewürzproduktions- und Handelsunternehmen auf der Gewürzinsel Sansibar, die zu Tansania gehört. swissinfo.ch: ???????Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Raphael Flury: Als junger Jurist hatte ich einen interessanten und fordernden Alltag in der Schweiz. Ich war zufrieden mit meinem beruflichen und privaten Leben. Während des Studiums hatte ich ein Austausch-Semester im internationalen Lausanne absolviert und als Backpacker Asien, Ostafrika und Zentralamerika bereist. Diese internationalen Erfahrungen prägten mich sehr. Meine letzte grössere Reise hatte mich durch Tansania geführt, wo ich zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium interimistisch das Tagesgeschäft einer Kaffeefarm leiten durfte. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und dessen Politik, sind ...
 
"Ich fühlte mich in Los Angeles nie fremd"
So, 19 Aug 2018 09:00:00 GMT - Choreografie und Regie sind ihre grossen Leidenschaften. Deshalb war es für die 30-jährige Evelina Stampa naheliegend, nach Los Angeles zu ziehen. Dort konnte sie bereits bei einem starbesetzten Kurzfilm Regie führen. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Evelina Stampa: Ich war immer mal wieder für längere Zeit im Ausland, wie zum Beispiel in New York oder für drei Jahre für mein Bachelor-Studium in London. In Los Angeles bin ich nun auch schon seit fast drei Jahren. Ich habe in Europa als Tänzerin und Choreografin sowie an verschiedenen Schulen als Tanz- und Schauspiel-Lehrerin gearbeitet. Auf Umwegen und mit viel Glück konnte ich bei verschiedenen Theater-Produktionen und auch auf Filmsets als Regieassistentin arbeiten und habe dabei realisiert, dass ich mich weiterbilden möchte. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken.
 
Aus der geordneten Schweiz ins chaotische Nepal
So, 5 Aug 2018 09:00:00 GMT - Die reiselustige Neo-Schweizerin Billi Bierling führt ein Leben zwischen den Hauptstädten der Schweiz und Nepals. Die 50-jährige Alpinistin fühlt sich in beiden Welten daheim. swissinfo.ch: Sie wurden im Ausland geboren, sind aber seit diesem Jahr Schweizerin. Warum? Billi Bierling: Ich lebte seit 2001 in der Schweiz, und auch wenn ich meine Heimat Bayern liebe, war es mir recht wichtig, Schweizerin zu werden. Seit 2006 arbeite ich als Kommunikationsexpertin für das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH). Dabei vertrete ich die Schweiz in verschiedensten Ländern, und das fühlte sich als Deutsche immer etwas komisch an. Ich musste auch immer viel erklären! Zudem lebe und arbeite ich auch in der Schweiz und zahle dort meine Steuern. Als ich mit Niederlassungsbewilligung C in der Schweiz lebte, hatte ich zwar viele Rechte, doch ich durfte nicht über Dinge abstimmen, die auch mich betreffen. Jetzt kann ich das tun und die direkte Demokratie der Schweiz voll geniessen. Die ...
 
Als Kiwi auf Zeit den Schweizer Sommer verlängert
So, 15 Jul 2018 09:00:00 GMT - Der 20-jährige Solothurner Oliver Ingold verbrachte die Wintermonate in Neuseeland und war somit Auslandschweizer auf Zeit. Ihn faszinierten die weiten Landschaften und die unkomplizierte Art der Neuseeländer, die "theoretisch alle Einwanderer sind". swissinfo.ch: Sie sind kürzlich in die Schweiz zurückgekehrt. Warum gingen Sie nach Neuseeland? Oliver Ingold: Ich war insgesamt vier Monate lang in Neuseeland; drei Monate in einer Englischschule in Wellington und danach ein Monat auf einem Roadtrip durchs ganze Land. Die weite Reise habe ich Anfang November 2017 angetreten. Die Idee für einen Auslandaufenthalt war bereits während meiner Zeit im Gymnasium entstanden. Als ich mich dann entschied, ein Zwischenjahr nach der Matura einzulegen, war sofort klar, dass ich die Schweiz für ein paar Monate verlassen werde. Meine Wahl fiel auf Neuseeland, da alle, die schon einmal dort waren, so schwärmen und weil ich die weite Reise sonst wohl nie in den Ferien angetreten hätte. Obwohl ich ...
 
"Wissenschaft ist das Hirn, Fotografie aber das Herz"
So, 1 Jul 2018 09:00:00 GMT - Die Naturfotografin Daisy Gilardini stammt aus dem Tessin und lebt heute in Kanada. Dieses Jahr wurde die 50-Jährige vom Magazin "Canadian Geographic" zur "Photographer-in-residence" (Hausfotografin) erkoren. Die gelernte Buchhalterin fotografiert besonders gerne Tiermotive der Polarregionen. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Daisy Gilardini: Ich habe die Schweiz 2012 für die Liebe verlassen. Ich habe David McEown geheiratet, einen kanadischen Aquarellmaler, und bin nach Kanada ausgewandert. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.G.: Ich liebe die Schweiz, und in meinem Herzen werde ich sie immer als meine Heimat betrachten. Aber Kanada ist auch ein toller Platz zum Leben, besonders für meinen Beruf. Ich bezweifle, dass ich einmal für immer zurückkehren werde. Aber auf meinen jährlichen Besuch verzichte ich nie. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum ...
 
"Grosse Unterschiede zwischen Gesetz und Wirklichkeit"
So, 17 Jun 2018 09:00:00 GMT - Wie integriert man sich als Schweizer in Russland? Russische Freunde und vertiefte Kenntnisse von Literatur, Geschichte und Kultur sowie dem Sport des Landes können dabei helfen, sagt der 45-jährige Geschäftsmann Daniel Rehmann, seit 2017 im Auslandschweizer-Parlament als Vertreter der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Russland. swissinfo.ch: Warum haben Sie Russland als Wohnsitz gewählt? War es zufällig oder geplant? Daniel Rehmann: Das ergab sich aufgrund des Geschäftsaufbaus vor Ort sowie der wissenschaftlichen Weiterausbildung an der Universität in St. Petersburg. Geplant war das nicht. Ich habe auf einer Reise Leute in St. Petersburg kennengelernt, die mir eine Kooperation beim Aufbau eines Geschäfts im Tourismus vorgeschlagen haben. Dies war mein Beginn in St. Petersburg. Es war auch die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in Russland, und es gab viele Geschäftsmöglichkeiten. Also bin ich geblieben und habe mein eigenes kleines Geschäft aufgebaut sowie mich ...
 
"Englisches Essen ist viel besser als sein Ruf"
So, 3 Jun 2018 09:00:00 GMT - Auch wenn der Nordosten Englands Probleme mit Obdachlosigkeit, Drogenmissbrauch und Littering hat, gefällt es Stephanie Züger-Legler dort ausserordentlich gut. Die 35-jährige Auslandschweizerin schätzt die Warmherzigkeit der Einheimischen und das englische Schulsystem. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Stephanie Züger-Legler: Ich bin vor drei Jahren mit meiner Familie aus beruflichen Gründen ausgewandert. swissinfo.ch: Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? S.Z.-L.: Wir wollten eigentlich nur ein Jahr bleiben, ich war noch im Mutterschaftsurlaub. Der Nordosten Englands hat mich dann aber so fasziniert, dass ich auf unbestimmte Zeit verlängern wollte. Eine Rückkehr in die Schweiz bleibt immer offen, zum Glück. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch:
 
"Wir sind eine sehr sportliche Familie"
So, 20 Mai 2018 09:00:00 GMT - Als sie vor 22 Jahren in Australien ankam, fand sie kaum gutes Brot. Heute kann die 52-jährige Auslandschweizerin Manuela Rocker, die sich höchstens wie 40 fühlt, dort sogar Schweizer Käse kaufen. Die Sportbegeisterte liebt das Strandleben in Sydney, vermisst aber die langen Sommernächte in Lugano. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Manuela Rocker: Ich habe die Schweiz 1995 verlasen, um meinem Herzen zu folgen. Die ersten Monate erkundete ich die schöne Stadt Sydney. Die Sprache war kein Problem, weil ich bereits über Grundkenntnisse in Englisch verfügte. Eine Herausforderung allerdings war das Fahren auf der linken Strassenseite! Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? M.R.: Es war eine Reise ohne Rückkehr, auch ...
 
"Journalismus als Bindeglied zwischen den Kulturen"
So, 6 Mai 2018 14:00:00 GMT - ??????? Das Interesse der Schweizer Journalistin Maurine Mercier für die arabisch-islamische Kultur und ihre Gesellschaft erwachte nach ihrem Studium der internationalen Beziehungen am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien. Die ehemalige Kriegsreporterin will Muslimen eine Stimme geben. Mercier zögerte keine Sekunde, als sie das Angebot erhielt, als Korrespondentin für das öffentlich-rechtliche Schweizer Radio und Fernsehen für das französischsprachige Publikum (RTS) nach Tunesien zu gehen. Dort reist die Waadtländerin heute regelmässig zwischen Tunesien und Libyen hin und her, um über die Region zu berichten. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. An vielen Vormittagen ist sie zwischen sechs und neun Uhr auf Sendung. Sie erklärt Hintergründe der Geschehnisse vor Ort auf einfache und ...
 
Er liebt Hummer und vermisst die Bratwurst
Mo, 23 Apr 2018 09:00:00 GMT - Er lebt seit über 50 Jahren an der Küste des US-Bundesstaats Massachusetts. Der Schweizer Architekt Thomas Amsler liebt die Region New England, die sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt. Doch noch immer vermisst er die Schweizer Bratwurst. Thomas Amsler, 81 Jahre alt, wanderte 1964 in die USA aus. In all dieser Zeit habe er nie Heimweh gehabt, betont er. "Wir haben gewisse Dinge vermisst, doch es gab so viele neue Sachen zu entdecken. Und ich bin jemand, der vorwärtsschaut. Ich denke nicht oft darüber nach, ob ich wieder nach Hause zurückkehren soll", sagt er. Der Architekt wurde 1936 im Kanton Schaffhausen im Nordosten der Schweiz geboren. Bei einem Schweiz-Besuch letzten Herbst kam er bei swissinfo.ch vorbei, um über seine Studie zum Tessiner Dorf Corippo und dessen bemerkenswerte Architektur zu sprechen. Wenn man nicht wüsste, dass er bereits über 80-jährig ist, würde man ihm nicht den Lift anbieten. Doch Amsler nimmt die Treppe mit Schwung. "Ist das ein neues ...
 
"In London habe ich alles vor meiner Haustüre"
So, 8 Apr 2018 09:00:00 GMT - Ein Studium in einer Weltstadt garantiert Kontakte in die ganze Welt. Die 23-jährige Auslandschweizerin Janina Kauz könnte für ihr Studium der interkulturellen Kommunikation kaum einen besseren Ort als London ausgewählt haben. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Janina Kauz: Ich bin zum Studieren nach London gezogen, weil es den Studiengang "Intercultural Communications in the Creative Industries" in der Schweiz nicht gibt. Das Studium hat im September 2017 begonnen, auf dieses Datum bin ich nach London gereist. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Die ersten Monate waren spannend und aufregend, aber auch ermüdend. Obwohl London nicht so weit weg ist und uns nicht sehr fremd erscheint, hat man hier doch viele neue Eindrücke und muss sich an neue Begebenheiten gewöhnen. Das hat sich aber ...
 
Für die Schweiz auf den Eisbahnen der Welt
So, 25 Mär 2018 09:00:00 GMT - Die in den USA geborene Alexia Paganini hat kürzlich erstmals an Olympischen Spielen teilgenommen ? für die Schweiz. Auch wenn der Sport und ihre Doppelbürgerschaft die 16-Jährige bereits in die ganze Welt gebracht haben, betrachtet die Eiskunstläuferin die Schweiz als ihr "Heimatland". Alexia Paganini, die in New York lebt, erreichte an den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Eiskunstlauf den 21. Rang. Erst diese Woche nahm sie an den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Mailand teil. Mit swissinfo.ch sprach sie über ihr Leben als Athletin ? und Raclette. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Ihre Eltern haben die Schweiz verlassen. Warum? Alexia Paganini: Meine Eltern haben die Schweiz im Jahr 2000 verlassen, weil mein Vater ein Executive MBA-Programm an der Columbia Universität machen wollte. Davor lebten sie in St. Moritz, mit meinem ...
 
Robert Woodrich: "Die Schweiz ist immer noch eine Art politische Oase"
So, 11 Mär 2018 10:00:00 GMT - Der 32-jährige Globetrotter Robert Woodrich wurde in Kanada geboren und lebt heute in Thailand, wo er ein eigenes Unternehmen leitet. Wegen seiner familiären Wurzeln aber war für ihn die Schweiz immer eine Art "zweite Heimat". swissinfo.ch: Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie eine Schweizer Seite haben? Robert Woodrich: Ich wurde im Ausland geboren, in Windsor, Kanada ? genau südlich der US-Stadt Detroit. Meine Schweizer Staatsbürgerschaft habe ich von meiner Oma mütterlicherseits, die von Zürich und Schwyz ausgewandert ist, zu einer Zeit, als Frauen in der Schweiz noch kein Stimm- und Wahlrecht hatten. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Bereits als Kind erfuhr ich von meiner Nationalität; meine Eltern witzelten jeweils, dass sie mich in die Schweiz schicken könnten, sollte während des Kalten Kriegs ein ...
 
Doris Hofer: Mit Sport- und Ernährungstipps zum Insta-Star
So, 18 Feb 2018 10:00:00 GMT - Fitness sei die beste Investition ihres Lebens gewesen, sagt Doris Hofer. Die 42-jährige Auslandschweizerin hat sich nach ihrer Scheidung neu erfunden. In der Türkei wurde sie mit ihren Tipps für Fitness und gesunde Ernährung zur gefragten Expertin ? besonders auch dank Instagram & Co. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Doris Hofer: Ich habe die Schweiz 2004 wegen der Liebe verlassen. Ich war mit meinem türkischen Ex-Mann knapp 10 Jahre zusammen. Wir haben zwei Kinder, Zoe und Noah. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.H.: Ich würde gerne wieder vermehrt in die Schweiz kommen und mit helvetischen Firmen arbeiten. Aber zurückziehen werden wir wohl nicht, denn wir haben eine ...
 
Emanuel Wenk: Ein grosses Herz für Tiere
So, 4 Feb 2018 10:00:00 GMT - Ein Burnout brachte ihn zu seiner Berufung. Der 42-jährige Emanuel Wenk arbeitete jahrelang in der österreichischen Gastronomie, bis er vor sieben Jahren genug hatte. Heute führt er in der Steiermark einen Gnadenhof, der nicht nur Pferden einen würdigen Lebensabend bietet, sondern auch Kindern Kontakt zu den Tieren ermöglicht. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Emanuel Wenk: Ich habe die Schweiz 2001 verlassen, weil ich mit einer Österreicherin ein Kind gezeugt habe, als sie auf Saison in der Schweiz arbeitete. Ich bin somit meinem Kind nachgereist, um das Besuchsrecht einzufordern und den Vaterpflichten nachzukommen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? E.W.: Das Vorhaben war ...
 
Eva Witschi: Unbezahlbare berufliche Erfahrungen in London
So, 21 Jan 2018 10:00:00 GMT - Bevor sie später einmal in die Schweiz zurückkehren und hier Kinder grossziehen möchte, will die 25-jährige Eva Witschi sich "etwas in der grossen weiten Welt austoben". Mit ihrem 26-jährigen Partner lebt sie seit 2016 in Grossbritannien, wo sie ihre berufliche Karriere in der Werbebranche trotz Brexit nicht gefährdet sieht. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Eva Witschi: Ich habe die Schweiz im Juli 2016 zusammen mit meinem langjährigen Partner verlassen. Es war lange ein Traum von uns beiden gewesen, länger im Ausland zu leben, und weil wir in ein englischsprachiges Land gehen wollten, lag Grossbritannien am nächsten. Wir haben ein Jahr in Birmingham gewohnt und sind im September 2017 nach London gezogen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Ich schliesse nicht aus, dass ich in ein ...
 
Kurt Sieber: 57 Jahre in Japan ? Gedanken eines Pensionärs
So, 7 Jan 2018 10:00:00 GMT - 1960 zog er nach Japan. Der Schweizer Kurt E. Sieber war Geschäftsführer von Schweizer und österreichischen Firmen. 2011 ging er mit 73 in Pension ? und kehrte nicht zurück in die Schweiz. Wie sieht und empfindet er dieses Land, in dem er schon so lange lebt? Mit welchen Herausforderungen hat die japanische Gesellschaft zu kämpfen? "Meine Sicht auf Japan hat sich in den 57 Jahren, die ich nun in Tokio lebe, sehr verändert", sagt Kurt Sieber. "Ich habe viel nachgedacht über Japans Stellung in der Welt, die japanische Wirtschaft und Politik, die Frage, was getan werden müsste, um die gesellschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen." Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. An einigen Beispielen erklärt er, was ihn aktuell besonders beschäftigt. Fehlender Reformwille der japanischen Wirtschaft In der ...
 
Laura Gibilras: "Junge haben in Italien keine Zukunft"
Mi, 3 Jan 2018 13:00:00 GMT - Zwar wurde Laura Gibilras in Italien geboren, doch sie hatte immer eine besonders nahe Beziehung zur Schweiz, der Heimat ihrer Mutter. Seit zwei Jahren lebt die 19-Jährige im Kanton Zürich ? und hier stellt sie sich ebenfalls ihre Zukunft vor. Auch wenn die Menschen in Italien, wie sie sagt, "viel offener und kontaktfreudiger sind". swissinfo.ch: Sie sind als Auslandschweizerin in Italien geboren. Stammt jemand aus Ihrer Familie aus der Schweiz? Laura Gibilras: Ich war Auslandschweizerin, weil meine Mutter in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist. Auf einer Italienreise hat sie meinen Vater kennengelernt, und die beiden haben sich verliebt. Ich weiss, das ist sehr romantisch? Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Welchen Bezug haben Sie zur Schweiz? L.G.: Ich hatte schon immer eine ...
 
Mit Samichlaus in der Sommerhitze ? der Advent der Auslandschweizer in 18 Bildern
Sa, 23 Dez 2017 15:00:00 GMT - Immer mehr Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer markieren ihre Bilder auf Instagram mit #WeAreSwissAbroad. Sie machen dadurch die Schweiz in der Welt sichtbar. So auch jetzt in der Adventszeit.  Vor rund eineinhalb Jahren haben wir einen Instagram-Account eingerichtet. Damit wollen wir den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern eine Plattform geben. Seither reposten wir fast täglich ausgewählte Bilder von ihnen. Und dank ihren Bildern haben wir schon viele interessante Schweizerinnen und Schweizer porträtiert, die vor kurzem oder schon länger ausgewandert sind. Zum Beispiel die Westschweizerin Coraline Chappatte, die in die Türkei ausgewandert ist, oder Manuel Schuster aus Thun, der heute auf den Philippinen lebt. Damit Sie nun nicht selber im Stream der mit #WeAreSwissAbroad markierten Bilder nach Adventsbildern suchen müssen, haben wir die schönsten und witzigsten rausgesucht. Aber Vorsicht: Sie kriegen Appetit auf frisch gebackene Weihnachts-Guetzli! 1. Poetisch ...
 
Madeleine Weiss: "Ich liebe das Leben in Indonesien"
Mi, 13 Dez 2017 12:16:00 GMT - Mit ihrem indonesischen Mann und zwei kleinen Buben zog die 31-jährige Madeleine Weiss nach Yogyakarta. Die Radiojournalistin und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache liebt das unkomplizierte Leben an einem Ort, der nur eine Jahreszeit kennt. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? Madeleine Weiss: Am 30. Juni 2015 sind wir ? mein Mann, ich und unsere zwei kleinen Kinder, damals gerade einmal drei und 22 Monate alt ? mit vier Koffern ins Flugzeug nach Indonesien gestiegen. Viel hatten wir nicht dabei. Wo, wie und von was genau wir leben würden, war damals noch unklar. Doch wir waren guten Mutes und voller Energie und Abenteuerlust. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Zwei Jahre wollten wir bleiben; im Heimatland meines ...
 
Séverine von Kaenel: Im verrosteten Campingbus nach Portugal
So, 19 Nov 2017 08:00:00 GMT - Der Traum vom Meer. Er musste bei Séverine von Kaenel lange reifen, bis sie sich letztes Jahr dazu entschied, es zu wagen. Nun lebt die 38-Jährige in einem portugiesischen Fischerdorf und hat es dank einer beruflichen Neuorientierung geschafft, ihren Traum leben zu können ? auch wenn es nicht immer einfach ist. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Séverine von Kaenel: Das Thema Auswandern beschäftigte mich seit über zehn Jahren... Ich betreibe seit meiner Jugend diverse Wassersportarten und habe mich vor Jahren ins Surfen verliebt. Am Meer leben war für mich nicht nur ein Traum, sondern eine Gewissheit. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Doch der richtige Zeitpunkt kam einfach nie (wie bei den meisten Leuten, die einen Entscheid vor sich hinschieben). Long story short: Nach ...
 
Laura Scholl: "Wie ich zur 'Heimweh-Japanerin' wurde"
Do, 2 Nov 2017 13:00:00 GMT - Während ihres Studiums lebte die 34-jährige Laura Scholl mehrere Jahre in Japan ? und wanderte danach in den Inselstaat aus. Für ein Nachdiplom-Studium ist sie nun während einem Jahr als "Heimweh-Japanerin" wieder in der Schweiz und blickt wehmütig auf ihre Zeit in Tokio zurück. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Laura Scholl: Ich habe ostasiatische Kunstgeschichte, Japanologie und Sinologie studiert. Während der Uni-Zeit war ich insgesamt drei Jahre in Japan. Bereits das erste Mal in Japan ? ein Kurzaufenthalt von sechs Wochen an einer Sprachschule in Okazaki in der Präfektur Aichi ? wusste ich, dass ich in Japan leben und arbeiten wollte. Direkt nach meinem Lizenziats-Abschluss im Frühling 2012 bin ich dann nach Japan ausgewandert, um im Bereich HR/Recruiting anzufangen. Schritt für Schritt habe ich meine Karriere weiterentwickelt, von einer vierköpfigen Boutique Headhunting-Firma zur Talent Acquisition Spezialistin bei Johnson & Johnson. Im ...
 
Nina Bader: "Das Leben in Vancouver ist viel entspannter"
Di, 17 Okt 2017 12:27:00 GMT - Die 27-jährige Nina Bader lernte während des Studiums die kanadische Stadt Vancouver lieben, und fand dort ihre Liebe und einen Job. Ihr gefallen die lockere Westküsten-Lebensart und die vielen kulinarischen Möglichkeiten, welche die Stadt am Meer bietet. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Nina Bader: Meine Geschichte ist ein wenig kompliziert ? ich war 2012 für sechs Wochen in Kanada, um das Land zu bereisen. Weil es mir so gut gefallen hatte, kehrte ich für einen sechsmonatigen Sprachaufenthalt zurück. Danach absolvierte ich ein College-Jahr in Vancouver, und da ich immer noch nicht genug von der Stadt und ausserdem in der Zwischenzeit meinen Freund kennengelernt hatte, suchte ich mir nach meinem Masterabschluss einen Job in Vancouver. Nun arbeite ich seit sieben Monaten bei der Schweizer Handelskammer. Die ersten Monate waren eine Achterbahn der Gefühle ? alles ist neu und aufregend, und gleichzeitig ist man auch ein wenig vom Heimweh geplagt. Ich ...
 
Luca Orduña: Schweizer Uhren für die Mega-Stadt Tokio
So, 1 Okt 2017 12:00:00 GMT - Der 27-jährige Luca Orduña setzte alles auf eine Karte. Er ging mit 22 Jahren zum ersten Mal nach Japan und machte sich dort selbstständig. Der vom vielfältigen Essen und von der Natur faszinierte Abenteurer denkt auch jetzt noch nicht an eine Rückkehr in die Schweiz. In seinem Berufsleben hat er als Chef einer Distributionsfirma von Schweizer Uhren trotzdem enge Beziehungen zur Heimat. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Luca Orduña: Meine Eltern besitzen ein Reisebüro in Zürich, weshalb ich schon von klein auf die Möglichkeit hatte, die Welt zu entdecken und früh von den asiatischen Kulturen und Sprachen begeistert war. Während meines Studiums in St. Gallen besuchte ich einen Kurs über Kultur in Japan und war fasziniert von dieser facettenreichen Kultur. Während dieses Kurses wurde ich auch das erste Mal auf die Schweizerisch-Japanische Handelskammer (SJCC) aufmerksam. Diese bietet ein Stipendium für junge Schweizer an, die ihrer Ausbildung ein ...
 
René Wittwer: Ein sportlicher Globetrotter geniesst das Leben
Di, 12 Sep 2017 12:30:00 GMT - Der ehemalige Eishockey-Crack aus Langnau im Emmental gehört zu den Senioren, die ihren Lebensabend in Thailand verbringen. In der Schweiz hatte René Wittwer bereits eine schweizerisch-thailändische Familie. Zusammen mit seiner jetzigen thailändischen Partnerin hat er seine Zelte definitiv im Süden Thailands aufgeschlagen. Auf die Frage, weshalb ihr Vater vor knapp sechs Jahren nach Thailand ausgewandert sei, meint seine 24-jährige Tochter lakonisch: "Er hatte die Nase voll." Bei näherer Betrachtung der Umstände fällt die Antwort dann doch etwas differenzierter aus. René Wittwer, gelernter Maurer und später Disponent im Baugewerbe, war als Jugendlicher und junger Mann vor allem eines, nämlich leidenschaftlicher Eishockeyspieler. Dank Talent und Trainingsfleiss stieg er zum gefragten Spitzenspieler im Eishockeydorf Langnau auf ? der Emmentaler Hauptort hat seit 1946 ein Hockey-Team, das mehrheitlich in der höchsten Schweizer Spielklasse kämpft. Sein Hobby konnte der heute ...
 
Jacqueline Tschumi: "Wenig Flexibilität im japanischen Arbeitsalltag"
Mo, 28 Aug 2017 12:00:00 GMT - Sie ging für eine kurze Ausbildung nach Japan. Und wollte nicht mehr zurück in die Schweiz ? es war eine Liebe auf den ersten Blick. Nun lebt die bald 33-jährige Jacqueline Tschumi seit über fünf Jahren im Land der aufgehenden Sonne, wo sie sich einzig in der Arbeitswelt etwas mehr Innovation wünscht. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Jacqueline Tschumi: Ich hatte mich für eine Praktikumsstelle bei der Schweizer Botschaft beworben, um in Japan Arbeitserfahrung zu sammeln und Diplomatenluft zu schnuppern. Aus ursprünglich vier Monaten wurde ein Jahr, und daraus ? nach einem kurzen Aufenthalt in der Schweiz ? weitere dreieinhalb Jahre als Festangestellte an der Botschaft. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? J.T.: Zeitlich kann ich keine genauen Angaben machen, aber ich gehe davon aus, dass ich wieder in die Schweiz zurückkehren werde. swissinfo.ch: Wie waren die ersten ...
 
Coraline Chapatte: Was aus dem "Umweg" über Istanbul wurde?
Di, 15 Aug 2017 14:00:00 GMT - Die 36-Jährige Neuenburgerin Coraline Chapatte hat sich der Fitness verschrieben. Als semi-professionelle Triathletin steht ihr Leben in Istanbul im Zeichen des Sports. Die Bosporus-Metropole, über die sie eigentlich nur einen "Umweg" machen wollte, sei für sportliche Aktivtäten sehr gut geeignet, sagt die Auslandschweizerin. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Coraline Chapatte: Ich hatte eigentlich nicht die Absicht, die Schweiz zu verlassen. Nach der Fussball-Europameisterschaft 2008, während der ich für die Schweizerischen Bundesbahnen im Transportprojekt gearbeitet hatte, ging ich für drei Monate in die Südtürkei. In Ka? wollte ich mein Tauchbrevet als Divemaster absolvieren und den Sommer verbringen. Aus diesen drei Monaten wurden zuerst einmal drei Jahre als Tauchlehrerin, Unterwasser-Fotografin und -Filmerin sowie als Angestellte im Verkauf und Marketing von Tauch- und Sportferien. Nach drei Jahren am, auf und im Meer machte sich bei mir aber ...
 
Raphael Knopf: "Mein Häuschen in Neuseeland"
Do, 10 Aug 2017 11:58:00 GMT - Der 38-jährige Raphael Knopf hat sein Glück auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel gefunden. Vor 15 Jahren verliess er seinen Geburtsort in der Westschweizer Region Broye Richtung Neuseeland. Seither produziert er dort Bio-Honig im Einklang mit der wilden Natur in seiner Wahlheimat. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Raphael Knopf: Das war im September 2002. Nachdem ich Fähigkeitsausweise in zwei Berufen erworben und den Militärdienst absolviert hatte, plante ich, nach Nepal zu gehen, um beim Bau eines Staudamms mitzuhelfen. Aber weil dort ein Bürgerkrieg ausbrach, war das nicht möglich. Deshalb war meine zweite Wahl Australien, danach Neuseeland. Ich wollte Neues erleben und hatte das Verlangen nach viel Platz und Abenteuern. swissinfo.ch: Wie verliefen die ersten Monate? R.K.: Ich fühlte mich entwurzelt. Ich sprach kaum Englisch. Während meiner Schulzeit hatte ich kein Interesse, Englisch zu lernen, weil ich dachte ? und das denke ich ...
 
Wie Schweizer weltweit den 1. August feierten
Mi, 2 Aug 2017 12:41:00 GMT - Schweizerinnen und Schweizer im Ausland zeigen, wie sie den Nationalfeiertag zelebrierten. Von Singapur über Neuseeland, USA, Norwegen, Schweden, Bangladesch und Katar bis Kanada: Wir bekamen Fotos aus allen Ecken der Welt von Leuten, die mit ihren Familien und Freunden Schweizer Spezialitäten assen und den Tag feierten. Kartoffeln mit Käse war ein wiederkehrendes Thema, ob in Frankreich, Schweden oder Südkorea. Gewisse Schweizer Getränke haben es in sich, auch in England und Australien.  Machen Sie die globale Schweiz sichtbar: Markieren Sie Ihre Instagram-Bilder mit #WeAreSwissAbroad Wir werden ausgewählte Bilder und Videos auf unserem Instagram-Account reposten und hoffen, dass wir beim Stöbern im #WeAreSwissAbroad-Stream viele interessante Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer und ihre Geschichten entdecken. Es ist uns ein grosses Anliegen, auf swissinfo.ch Ihnen und Ihren Erlebnissen in Form von Porträts, Anekdoten und Geschichten eine Plattform zu ...
 
Manuel Schuster: Ein digitaler Nomade in Manila
Fr, 28 Jul 2017 09:00:00 GMT - Mit seinem Job ist er örtlich völlig ungebunden. Der 27-jährige Manuel Schuster aus Thun im Berner Oberland folgte seiner Liebe auf die Philippinen und berät heute Unternehmen bei Fragen rund ums Marketing im Internet. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Manuel Schuster: Ich wollte schon immer ortsunabhängig arbeiten und dabei die Welt entdecken. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, 2016 Asien zu bereisen. Bereits im Oktober 2015 habe ich aber meine jetzige Freundin in Barcelona getroffen, die dort im Urlaub war. Sie kommt ursprünglich von den Philippinen. Im November 2015 habe ich mich dann entschieden, genau diesen südostasiatischen Inselstaat anzusteuern. swissinfo.ch: Wie waren die ersten Monate auf den Philippinen?   M.S.: Die ersten Monate waren unglaublich. Zuerst habe ich mich für ein, zwei Monate in Manila aufgehalten. Dort herrscht ein totales Verkehrschaos, und die Armut in manchen Vierteln ist deutlich spürbar. Trotzdem hat ...
 
Lukas Habersaat: Preisgekröntes Geschäftsmodell in Bangkok
Mi, 12 Jul 2017 09:00:00 GMT - Er arbeitete für ein multinational tätiges thailändisch-chinesisches Familienkonglomerat und hat heute eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in Thailand. Lukas Habersaat wurde für die Entwicklung und Umsetzung eines pionierhaften Geschäftsmodells in Bangkoks Vergnügungsviertel offiziell ausgezeichnet. Seit über zwanzig Jahren lebt er mit seinem Partner in Bangkok und möchte auch in Zukunft in Thailand bleiben. Für den Winterthurer Lukas Habersaat war es kein zufälliger Entscheid, eine Berufslehre als Koch zu absolvieren. Schon früh war sein kulinarisches Interesse geweckt. Während den ersten Jahren der Berufspraxis im Gastgewerbe bildete er sich berufsbegleitend weiter. Zunächst kaufmännisch mit dem Besuch einer Handelsschule und in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre zum Tourismusexperten an der Hotelfachschule Lausanne. Der Erwerb und die Vertiefung von Fremdsprachen waren ihm wichtig. In der Folge perfektionierte er sich in Französisch und Englisch. Für den beruflichen ...
 
Reife und Charakter machten ihn zur Nummer 1
Di, 4 Jul 2017 14:07:00 GMT - ??????? Mit dem 18-jährigen Nico Hischier hat ein junger Sportler aus dem Wallis Geschichte geschrieben: Als erster Schweizer Eishockey-Youngster wurde er im diesjährigen Draft der NHL als Nr. 1 gezogen. Mit anderen Worten: Er gilt als bester Hockey-Jungprofi der Welt. Beim Heimatbesuch in Naters glänzte Hischier, der in den USA bereits ein Star ist, mit Bescheidenheit. All dieser Kult um seine Person ? er passt so gar nicht zu ihm und seiner Herkunft. In der Schweiz war er bis vor wenigen Tagen nicht einmal ein kleines Sternchen. Ja, bis heute wissen die allermeisten Schweizer nicht einmal, wie man seinen Nachnamen richtig ausspricht. "Hiii-schi-är" ist korrekt, nicht die französische Variante "Hischié". Er wuchs im kleinen, 10'000 Einwohner zählenden Städtchen Naters auf, zusammen mit Eltern, seiner zwei Jahre älteren Schwester Nina und dem vier Jahre älteren Bruder Luca.  Aufs Garagentor statt aufs Tor Die Familie ist durch und durch sportbegeistert: Der Vater war ...
 
Pierre-Yves Donzé: Aus einer "kosmopolitischen Nation" nach Japan
Fr, 30 Jun 2017 12:30:00 GMT - Er stammt aus La Chaux-de-Fonds und wurde in Osaka Professor für Wirtschaftsgeschichte. Pierre-Yves Donzé unterrichtet heute Industriegeschichte aus einer transnationalen und globalen Perspektive, die Geschichte multinationaler Unternehmen und Technologiegeschichte. Sein Spezialgebiet ist die Uhrenindustrie. swissinfo.ch: Warum sind Sie Auslandschweizer? Wie lange leben Sie bereits in Japan? Pierre-Yves Donzé: Ich kam 2006 für ein Postdoktorat an die Universität Kyoto, ins Land meiner Frau, nachdem ich in Neuenburg mein Doktorat abgeschlossen hatte. Nun lebe ich schon seit mehr als zehn Jahren in Japan. swissinfo.ch: Ihr Spezialgebiet ist die Schweizer Uhrenindustrie. Wie denken die Japaner darüber? P.-Y.D.: Die Japaner interessieren sich sehr für Schweizer Marken, finden deren Produkte aber viel zu teuer. Sie finden, so hohe Preise seien nicht gerechtfertigt. swissinfo.ch: Was halten die Japaner von der Schweizer Wirtschaft? P.-Y.D.: Die Japaner haben im Normalfall nicht die ...
 
Auslandschweizer-Clubs, wir wollen mit Euch reden
Do, 21 Mär 2019 15:15:00 GMT - swissinfo.ch besucht sechs Auslandschweizer-Clubs. Auch im deutschsprachigen Raum suchen wir einen Club, der mit uns im Juni ein Stammtisch-Gespräch zu den Wahlen 19 veranstaltet. Melden Sie sich mit Ihrem Club, damit die Heimat erfährt, was die Fünfte Schweiz bewegt. Die Schweiz wählt im Herbst ein neues Parlament. Der Wahlkampf nimmt Fahrt auf, erste Themen sind gesetzt. Doch die Anliegen der Auslandschweizer haben in der bisherigen Diskussion noch wenig Gehör gefunden. Wie sehen die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer die politische Auseinandersetzung in ihrer Heimat? Was ist der Fünften Schweiz wichtig, wenn sie wählt? swissinfo.ch will dies wissen. Wir besuchen noch vor dem Sommer sechs Auslandschweizer-Clubs in Europa und Übersee (Frankreich, Deutschsprachiger Raum, Italien, Spanien, Brasilien, USA) und laden vor Ort zum Roundtable über die Schweizer Wahlen. Am swissinfo.ch-Wahlstammtisch diskutieren wir die Themen, welche die Schweizer Politik beschäftigen. Wir ...
 
Fünfte Schweiz verliert ihren 110-jährigen Doyen Rodolphe Buxcel
Fr, 8 Mär 2019 15:45:00 GMT - Der älteste Auslandschweizer starb in den Vereinigten Staaten, in Michigan, in seinem 111. Lebensjahr. Rodolphe Buxcel, wurde 1908 in einer Schweizerkolonie im zaristischen Russland geboren. "In den letzten Tagen konnte er nicht mehr schlucken und hatte keinen Hunger", sagt seine Tochter Erika. Mit 75 Jahren verlor sie gerade ihren Vater, der bis ins Alter von 110 Jahren in Baroda, am Ufer des Lake Michigan lebte, mehr als eine Autostunde von Chicago entfernt. Er lebte allein in einem Holzhaus, bis er 109 Jahre alt war, zog sich an, machte seine Mahlzeiten und machte sein Bett allein. Seine Tochter half ihm beim Einkaufen. Aber in den letzten zwei Jahren war er geschwächt und Erika war gezwungen, ihn in ein Altersheim zu bringen, wo er einen Grossteil des Tages in seinem Stuhl verbrachte. "Er schlief viel, aber sein Kopf funktionierte immer noch sehr gut. Fast bis zuletzt hatte er meistens Appetit. Auf seinem Nachttisch befanden sich immer Kekse, die er vor dem Schlafengehen ...
 
E-Voting im Hackertest: Kritik an allen Enden
Di, 26 Feb 2019 15:30:00 GMT - Seit Montag wird das E-Voting-System, das in der Schweiz mehrere Kantone nutzen, von Hackern auf der ganzen Welt angegriffen ? im öffentlichen Auftrag. Ziel des Projekts ist es, das System einem Härtetest zu unterziehen, also Schwächen zu finden. Der Test, aber auch die freigegebenen Daten, sorgen für Kritik, die den Gegnern der elektronischen Stimmabgabe Auftrieb geben dürfte. E-Voting wird in der Schweiz seit 20 Jahren diskutiert. Die Post betreibt seit 2016 ein System, das 4 Kantone nutzen. Nun steht dieses System auf dem Prüfstand. Die Post fordert öffentlich dazu auf, ihr E-Voting-System zu hacken. Informatiker und Hacker auf der ganzen Welt sind zu diesem Test eingeladen. "Public Intrusion-Test (PIT)" heisst er im Fachjargon. Rund 2700 "Hacker" haben sich angemeldet. Für ihre "legalisierten" Angriffe haben sie vier Wochen Zeit, solange, wie das E-Voting-System bei Urnengängen online zugänglich ist. So funktioniert es: Die "Hacker" melden sich auf einer speziellen ...
 
Delegierter des Auslandschweizerrats will Postfinance verklagen
Di, 12 Feb 2019 12:00:00 GMT - Die rund 750'000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland müssen seit mehr als zehn Jahren einen eingeschränkten und kostspieligen Zugang zu den Dienstleistungen der Schweizer Banken erdulden. Mehrere politische Vorstösse ihrer Interessenvertretungen sind im Eidgenössischen Parlament gescheitert. Nun will ein Delegierter des Auslandschweizerrats eine Diskriminierungsklage gegen Postfinance einreichen. Den letzten politischen Dämpfer in dieser Sache mussten die Auslandschweizer im Juni 2018 hinnehmen, als die kleine Parlamentskammer (Ständerat) eine Motion ablehnte, die von der Landesregierung verlangt hatte, dafür zu sorgen, dass die Auslandschweizer zu ähnlichen Konditionen wie in der Schweiz Zugang zu den Dienstleistungen der Postfinance erhalten sollen. Eine deutliche Mehrheit der Ständeräte war der Ansicht, dass die von der Post kontrollierte Bank mit dieser Forderung gezwungen würde, die Gesetzgebung zahlreicher Länder zu missachten. John McGough, ein in Ungarn lebender ...
 
Wut wegen Ausschluss von Grenzgänger-Kindern von Genfer Schulen
Mo, 21 Jan 2019 15:30:00 GMT - Trotz eines Gerichtsurteils besteht der Kanton Genf darauf, die Türen seiner Schulen für Kinder von Grenzgängern zu schliessen. Tausende von Schweizer im benachbarten Frankreich sind besorgt und wütend. Sie fühlen sich durch ihren Herkunftskanton diskriminiert. Aus Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Genf haben sich fast 25'000 Schweizerinnen und Schweizer ? 14% der Genfer Stimm- und Wahlberechtigten ? für ein Leben in den benachbarten französischen Departementen Ain und Haute-Savoie entschieden. Die meisten von ihnen bleiben weiterhin eng mit ihrem Heimatkanton verbunden: Sie arbeiten dort und zahlen einen grossen Teil ihrer Steuern, die ihnen direkt von ihrem Genfer Einkommen abgezogen werden (Quellensteuer). Heute herrschen unter den Schweizer Expats Enttäuschung und ein Gefühl der Verlassenheit. Sie fühlen sich von ihrem Herkunftskanton zunehmend als "Bürger zweiter Klasse" behandelt. Besonders eine Massnahme sorgt für rote Köpfe: das Verbot für Schweizer Grenzgängerinnen ...
 
Wahlrecht für Auslandschweizer: bei vielen generell umstritten
Fr, 18 Jan 2019 14:57:00 GMT - Äusserst knapp entschied der Kanton Aargau im September 2018, dass die Auslandschweizer auch bei Ständeratswahlen mitmachen können. Dagegen waren vor allem jene, die sich stark mit ihrem Kanton identifizieren. Dies ist das Resultat einer Analyse. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern auch aussenstehende Autorinnen und Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit derjenigen von SWI swissinfo.ch decken. Premiere für die 9300 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die im Kanton Aargau stimmberechtigt sind: Bei den Schweizer Parlamentswahlen von Oktober 2019 können sie erstmals auch die Ständeräte wählen. Also jene zwei Vertreter, die jedem Kanton in der Kleinen Kammer zustehen. Was schon heute feststeht: Es werden zwei neue Köpfe sein. Denn das bisherige Aargauer Ständerats-Duo, die Sozialdemokratin Pascale Bruderer und ihr freisinniger Kollege Philipp Müller, tritt im Herbst nicht mehr an.
 
Renten-Lücke wegen Arbeitsjahren in der EU und EFTA
Mi, 9 Jan 2019 15:00:00 GMT - Auslandschweizer aufgepasst: Wer für ein paar Jahre in der EU oder EFTA arbeitet, kann nicht in die freiwillige AHV einzahlen. Im Alter entstehen deshalb möglicherweise Einbussen durch kleinere Renten. Auslandschweizer-Vertreter verlangen eine Lösung des Problems. Dank Personenfreizügigkeit können Schweizer und Schweizerinnen relativ unkompliziert in EU-Länder auswandern und dort arbeiten. Viele nutzen das, um einige Jahre berufliche und private Erfahrungen im Ausland zu sammeln. 2017 lebten mehr als 450'000 Schweizer und Schweizerinnen in einem EU- oder Efta-Land. Während des Auslandaufenthalts können sie aber nicht in die freiwillige AHV einbezahlen. Das kann zu Rentenlücken führen.
 
TV-Bericht über ärgerliche AHV-Lücke für Auslandschweizer
Mo, 7 Jan 2019 10:00:00 GMT - Wer in ein EU- oder Efta-Land auswandert, kann nicht freiwillig in die Schweizer Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) einzahlen. Schuld daran ist das Personenfreizügigkeits-Abkommen mit der EU. Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen in anderen Ländern können nämlich vorsorgen. Dank Personenfreizügigkeit können Schweizer und Schweizerinnen relativ unkompliziert in EU-Länder auswandern und dort arbeiten. Viele nutzen das, um einige Jahre berufliche und private Erfahrungen im Ausland zu sammeln. 2017 lebten über 450'000 Schweizer und Schweizerinnen in einem EU- oder Efta-Land. Damit verbunden ist aber eine Falle, auf die das Schweizer Fernsehen SRF nun aufmerksam macht: Sie bezahlen Rentenbeiträge in dem Land, in dem sie arbeiten. Die Teilrente aus dem EU-Ausland kann den AHV-Rentenausfall in der Schweiz aber nicht wett machen. Bei einer allfälligen Rückkehr in die Schweiz rächt sich das. Inlandschweizer können 5 Jahre rückwirkend Beiträge zahlen, doch Rückkehrern aus ...
 
Doppelte Staatsbürgerschaft: Von der Ausnahme zunehmend zur Norm
Di, 18 Dez 2018 05:00:00 GMT - Einst waren doppelte Staatsbürgerschaften eine Seltenheit. Inzwischen sind sie zur Normalität geworden. Von den Auslandschweizern besitzen drei Viertel eine weitere Staatsangehörigkeit. Bei Inlandschweizern liegt der Anteil bei zirka 13 Prozent. Trotz zunehmender Normalität bleibt die doppelte Staatsbürgerschaft politisch umstritten. Die Eidgenössische Migrationskommission (EMK) hat dem Thema nun eine detaillierte Studie gewidmet. Als der Tessiner Politiker Ignazio Cassis 2017 zum Bundesrat und damit zum Mitglied der Schweizer Regierung gewählt wurde, hatte er kurz zuvor seinen italienischen Pass zurückgegeben und damit auf die doppelte Staatsbürgerschaft verzichtet. Als Regierungsmitglied wollte er nicht unter dem Verdacht stehen, Diener zweier Herren beziehungsweise zweier Staaten zu sein. Die Rückgabe des Passes löste kontroverse Reaktionen aus. Manche sprachen von politischem Opportunismus, um für die rechts-nationalen Kräfte wählbar zu sein, von einem Verleugnen der ...
 
Die Schweiz bezahlt Sozialhilfe an Auslandschweizer
So, 16 Dez 2018 07:00:00 GMT - Die Schweiz ist im internationalen Vergleich sehr solidarisch mit ihren Bürgern und Bürgerinnen im Ausland: Geraten Auslandschweizer in finanzielle Not, können sie in der Schweiz Sozialhilfe beantragen. Es gibt allerdings einige Hürden. 2003 machte ein Deutscher als "Florida-Rolf" Negativschlagzeilen: Der Mann war 1979 in die USA gezogen, später erkrankt und in finanzielle Schwierigkeiten geraten, so dass er vom deutschen Staat Sozialhilfe bezog. Das war möglich, denn Deutschland hatte in der Nachkriegszeit eine entsprechende Regelung eingeführt, damit bedürftige Holocaust-Opfer nicht in das Land der Täter zurückkehren mussten. Doch der Fall "Florida-Rolf" änderte alles: Die mediale Empörung darüber, dass der Frührentner es sich im sonnigen Miami auf Kosten des deutschen Steuerzahlers gutgehen liess, war so gross, dass Deutschland seither grundsätzlich keine Sozialhilfe mehr an Auslanddeutsche zahlt.  Anders die Schweiz: Helvetia kommt ihren Bürgern und Bürgerinnen im ...
 
Schweiz-Rückkehrer vom Amtsschimmel getreten
Do, 29 Nov 2018 14:30:00 GMT - Ein Mann kehrt nach fünf Jahren im Ausland in die Schweiz zurück. Doch die macht ihm den Wiedereinstieg schwer. Das ist die Geschichte eines 43-jährigen Schweizers, der die letzten fünf Jahre bei einem Unternehmen in Deutschland arbeitete und auch dort lebte, nun in die Schweiz zurückgekehrt ist und beim gleichen Unternehmen weiterarbeitet. Der Mann mietet sich temporär für zwei Monate eine kleine Wohnung und beginnt dann, sein Leben in der Schweiz neu zu organisieren. Dazu meldet er sich bei verschiedenen Ämtern.Auf der Gemeinde: "Guten Tag, ich möchte mich anmelden." "Tut uns leid, aber Sie benötigen einen Mietvertrag von mindestens drei Monaten. Sobald Sie einen festen Wohnsitz haben, geht das."Bei der Krankenkasse: "Guten Tag, ich bin zurück in der Schweiz und möchte mich bei Ihnen wieder anmelden." "Es tut uns leid. Wir können Sie erst versichern, wenn Sie eine Wohnsitzbestätigung beibringen können."Bei der Wohnungssuche: "Ich nehme die Wohnung. Bitte schicken Sie mir den ...
 
"Auslandschweizer müssen über Online-Kanäle erreicht werden"
Mo, 26 Nov 2018 14:01:00 GMT - Die Auslandschweizerinnen und -schweizer haben die Selbstbestimmungs-Initiative der SVP noch wuchtiger verworfen als die Stimmbürger im Inland. Eine weitere Differenz: Für Stimmbürger der Fünften Schweiz sind Online-Angebote wie swissinfo.ch zentrale Informationsquellen. Dies ergab die erste Nachanalyse eines Urnengangs, bei der auch Auslandschweizer befragt wurden. 66,2% Nein: So deutlich sagten die Stimmbürger im Inland Nein zur Selbstbestimmungs-Initiative der Schweizerischen Volkspartei. Noch deutlicher fiel die Ablehnung bei den Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürgern im Ausland aus.  Darauf deuten zumindest die Resultate in jenen zwölf Kantonen der Schweiz, welche die Stimmen der Auslandschweizer separat ausweisen. Spitzenreiter Genf Spitzenreiter ist der Kanton Genf: Die dort registrierten Auslandschweizer schickten die Initiative mit 79% Nein bachab. Jene des Kantons Zürich kamen auf 76,6%, jene im Kanton Uri auf 76,2%. Den "tiefsten" Nein-Wert, sprich dem Schweizer ...
 
Auslandschweizer erhalten Wahlrecht im Aargau
So, 25 Nov 2018 17:07:00 GMT - ??????? Bei den Ständeratswahlen im Herbst 2019 können die 9300 Aargauer Auslandschweizer erstmals mitreden.  Das Aargauer Stimmvolk hiess am Abstimmungssonntag eine Änderung der Kantonsverfassung mit 93'569 Ja- und 91'076-Nein-Stimmen knapp gut (50,7 %).  Die 9300 stimmberechtigten im Kanton Aargau Auslandschweizer sollten künftig bei Ständeratswahlen und nicht wie heute nur bei Nationalratswahlen mitreden und kandidieren können. Nur die SVP hatte sich gegen die Vorlage ausgesprochen.  Im Abstimmungskampf war die Vorlage kaum je Thema. In bisher 12 Kantonen können sich die Auslandschweizer an den Ständeratswahlen beteiligen ? zum Teil aktiv, zum Teil nur passiv. Vor allem ländliche Gemeinden sagen Nein, Städte sagen Ja.
 
Wird der Kanton Aargau den Auslandschweizern neue Rechte einräumen?
Mi, 21 Nov 2018 15:00:00 GMT - Im Kanton Aargau steht am kommenden Sonntag im Rahmen einer Volksabstimmung eine wichtige Ausweitung der politischen Rechte für Auslandschweizer an. Die Stimmenden müssen entscheiden, ob den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern die Teilnahme an den Ständeratswahlen ermöglicht wird. Die Chancen auf eine Annahme der Vorlage stehen gut. Der Vorschlag der Kantonsregierung, die Kantonsverfassung so zu ändern, dass die Auslandschweizer das Recht auf eine Teilnahme an den Ständeratswahlen erhalten, fand im Kantonsparlament eine breite Mehrheit. 78 Ja-Stimmen standen 41 Nein-Stimmen gegenüber. Nun empfiehlt die Mehrheit der politischen Parteien ein Ja. Einzig die Schweizerische Volkspartei (SVP) und die konservative Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) opponieren gegen die Vorlage. Forderungen der ASO umgesetzt Die Verfassungsänderung wurde in Folge eines Briefes der Auslandschweizer-Organisation (ASO) vom Februar 2017 in Angriff genommen. Damals hatte die ASO an alle ...
 
150 Jahre "Fünfte Schweiz" beim östlichen Nachbarn
Di, 13 Nov 2018 15:00:00 GMT - Nur wenige Gehminuten vom Wiener Stephansdom entfernt wird man in einer stillen Seitengasse in einem "Beizli" mit "Grüessech" begrüsst. Hier im "Chamäleon" hält der Stammtisch der Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen sein monatliches Treffen. Hans Schmid aus dem Berner Oberland führt das "Chamäleon" seit elf Jahren. Der Name passt gut für ein Lokal, das seine Nationalfarbe kontinuierlich von österreichisch auf schweizerisch wechselt. Für die Touristen und Wiener gibt es die obligate Melange mit Sachertorte, aber auch Café "Schümli Pflümli" und Café "Lutz" werden angeboten. Ehrensache, dass es hier auch das beste Fondue der Stadt gibt. 16'000 Schweizer und Schweizerinnen leben offiziell in Österreich ? berufsbedingt die meisten von ihnen in Wien und auf Grund der geographischen Nähe auch in Vorarlberg. Oft hat sie die Liebe gelockt oder sie sind nach einem beruflichen Aufenthalt der Liebe wegen geblieben. "Wir Schweizer halten Wort" So auch Judith Greiner, die seit 19 ...
 
Auslandschweizer zeigen den Weg zum E-Voting
Do, 21 Mär 2019 07:30:00 GMT - Die Zukunft der Demokratie wird digital sein: Davon ist der Schweizer Physiker Franz Muheim überzeugt. Als Auslandschweizer kämpft er für die Einführung von E-Voting. Hier antwortet er auf die Bedenken der Gegner. Innerhalb der Schweiz hat die Kritik am E-Voting im letzten Jahr stark zugenommen. Obwohl E-Voting seit 2003 in 300 Abstimmungen ohne Probleme benützt wurde, ist jetzt eine Initiative gestartet worden, welche ein Moratorium für E-Voting in die Verfassung schreiben will. Diese wird von Politikern in vielen Parteien unterstützt. Viele der Gegner geben offen zu, dass sie E-Voting verbieten wollen. Als Auslandschweizer bin ich sehr besorgt über diese Entwicklung. Das Auslandschweizergesetz verlangt die Durchführung von Versuchen zur elektronischen Stimmabgabe für Auslandschweizerinnen und -schweizern. Ein Verbot würde dazu führen, dass die Auslandschweizer ? nicht zum ersten Mal ? zu "collateral damage" in einer politischen Auseinandersetzung gemacht werden. Damit ...
 
Schweizerische Post lässt Hacker-Armada auf eigenes E-Voting-System los
Do, 14 Feb 2019 14:42:00 GMT - Hackerinnen und Hacker hereinspaziert! Die Post lädt Computerprofis ein, ihr E-Voting-System auf Herz und Nieren nach Sicherheitslücken zu prüfen. Den Besten winken Geldpreise bis zu 50'000 Franken. Kritiker bezeichnen den Test als Farce. Eindringen erwünscht: Computer-Hackerinnen und -Hacker sollen einen Monat lang das E-Voting-System der Schweizerischen Post legal angreifen. Ziel des Tests, der vom 25. Februar bis 24. März dauert, ist die Optimierung der Sicherheit. Bis Mittwoch hatten sich fast 1800 Hackerinnen und Hacker angemeldet: 28% stammen aus der Schweiz, 15% aus Frankreich, 6% aus den USA und 5% aus Deutschland. Politisch am Wackeln In den letzten 15 Jahren haben mehrere Kantone E-Voting probeweise mit Systemen der Post oder des Kantons Genf eingesetzt. Viele Schweizer Stimmberechtigte ? insbesondere im Ausland ? sind begierig darauf, online abzustimmen. Dennoch: Der Widerstand gegen die elektronische Stimmabgabe ist in letzter Zeit massiv gewachsen. Der Grund ...
 
Anliegen der Auslandschweizer im Gegenwind
Fr, 25 Jan 2019 11:29:00 GMT - Es war eine sorgfältig ausgewogene Allianz, die am Freitag in Bern die Volksinitiative für ein Moratorium des E-Votings präsentierte. Eröffnet ist aber die Frage: Geht es um einen Marschhalt oder um das Ende dieses Kernanliegens der Auslandschweizer? Die drei Landessprachen waren vertreten, und bis auf die CVP alle Bundesratsparteien, als die Initianten am Freitag in Bern vor die Medien traten ? und etwas war ihnen wichtig: "Wir sind nicht rückwärtsgerichtete altväterische Technologieverhinderer. Die meisten sind aus der IT-Branche."  Das sagte Franz Grüter. Er ist Kopf und Treiber hinter der Initiative "Für eine sichere und vertrauenswürdige Demokratie (E-Voting-Moratorium)". Grüter ist SVP-Nationalrat, IT-Unternehmer und war bis vor kurzem auch Co-Präsident der Parlamentarischen Gruppe Auslandschweizer. Wenig Verständnis für Auslandschweizer Heute zeigt Grüter wenig Verständnis für das langjährige Ur-Anliegen der Auslandschweizer-Organisation. "Ganz am Ende des Tages ...
 
Ariane Rustichelli, Co-Direktorin ASO
Fr, 30 Nov 2018 16:18:00 GMT - (swissinfo.ch)
 
Petition: E-Voting für alle Auslandschweizer
Fr, 30 Nov 2018 16:11:00 GMT - Ein Thema E-Voting war diese Woche in der Schweiz auf Achterbahnfahrt. Die Fünfte Schweiz stand zwar nicht mitten im Sturm, aber am Freitagnachmittag auf dem Bundesplatz in Bern. Vertreter der Auslandschweizer-Organisation (ASO), angeführt von Präsident Remo Gysin, übergaben der Bundeskanzlei eine Petition mit rund 11'500 Unterschriften. Darin fordern sie die "elektronische Stimmabgabe für alle Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer". Bisher sind es zehn Kantone, die ihren Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern im Ausland ermöglichen, per Mausklick an Abstimmungen in der Heimat teilzunehmen. Bis 2021 sollen alle Schweizer Kantone den Mitgliedern der Auslandschweizer Community E-Voting anbieten, so die Forderung der Petitionäre. Fast 7% der über 172'000 eingetragenen Schweizer Stimmbürger im Ausland hätten unterschrieben, so die ASO.  Die Petition war im August vom Auslandschweizerrat lanciert worden, dem vom Bund anerkannten Sprachrohr der Fünften Schweiz. Damit soll ein ...
 
Das E-Voting, das von Zug aus die Welt erobern soll
Fr, 30 Nov 2018 08:00:00 GMT - So nah können Absturz und Aufbruch beieinander liegen: Am Mittwoch hat der Kanton Genf den Rückzug seines E-Voting-Systems angekündigt, das sieben Kantone anwenden. Am Freitag verkünden Behörden und IT-Spezialisten aus dem Zuger Crypto Valley, dass der Probelauf mit der weltersten E-Voting-Abstimmung, die auf der Blockchain-Technologie beruht, erfolgreich verlaufen sei. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Während Genf sein E-Voting-System Anfang 2020 beerdigen wird, steht die digitale Abstimmung "Made in Zug" in den Startlöchern für den demokratischen Einsatz überall dort auf der Welt, wo aktive Bürger mit ihrer Stimme mitreden wollen und können. Das Crypto Valley ist die Hightech-Biotop der Schweiz. Es schmiegt sich ans obere Ufer des Zugersees und nimmt sich auf den ersten ...
 
"Ein Schlag gegen das Image der elektronischen Stimmabgabe"
Mi, 28 Nov 2018 15:51:00 GMT - Weil der Kanton Genf sein E-Voting-System beerdigt, befürchtet die Auslandschweizer Organisation (ASO), dass das Vertrauen der Bürger und Bürgerinnen in die elektronische Stimmabgabe erschüttert werde. Sie will Gespräche führen, um das System des Kantons Genf zu retten. "Diese Ankündigung kommt zur falschen Zeit", sagt ASO-Direktorin Ariane Rustichelli. Sie bedauere zutiefst die Entscheidung der Genfer Regierung, die am Mittwoch die Aufgabe ihres elektronischen Wahlsystems ankündigte. Man müsse befürchten, dass die Bevölkerung das Ende des Genfer-Systems aus finanziellen Gründen mit dem von der Bundeskanzlei erwarteten Sicherheitsniveau verwechseln könnte. "Das ist kein Schlag gegen die elektronische Stimmabgabe selbst, sondern gegen dessen Image", bedauert Rustichelli. Zur Erinnerung: Im vergangenen November wurde der Kanton Genf wegen Sicherheitsproblemen seines Systems gerügt. Die Fehler hätten aber behoben werden können. Rustichelli weist darauf hin, dass sich immer mehr ...
 
Kanton Genf verzichtet auf seine elektronische Abstimmungsplattform
Mi, 28 Nov 2018 09:54:00 GMT - Die Genfer Regierung will nicht mehr in ihr System für die elektronische Stimmabgabe investieren, das hätte überarbeitet werden müssen, wie das Westschweizer Radio RTS am Mittwoch berichtete. Der Entscheid beruhe auf finanziellen Gründen und nicht auf Sicherheitsproblemen. Der Verzicht habe auch nichts mit dem Hacking-Test zu tun, der vor einem Monat durchgeführt wurde. Den Hackern, die beauftragt wurden, die Sicherheit der elektronischen Stimmabgabe zu überprüfen, gelang es, das Genfer System zu manipulieren: Sie hatten es geschafft, potenzielle Wähler auf eine andere Website umzuleiten. Dieser Fehler hätte behoben werden können. Aber Genf wolle nicht mehr in sein Projekt investieren. Der Kanton hätte mehr als 2 Millionen Franken in die Überholung seines Systems und die Verbesserung der Sicherheit investieren müssen.  2019 noch im Einsatz Die Genfer Plattform wird im kommenden Jahr noch genutzt werden, insbesondere für die Parlamentswahlen. Aber Genf muss eine Alternative ...
 
Auslandschweizer-Organisation begrüsst Hacker-Test
Mo, 12 Nov 2018 13:00:00 GMT - Anfang 2019 sollen Hacker eines der beiden in der Schweiz für die elektronische Stimmabgabe benutzten Systeme auf Herz und Nieren prüfen. Der Bund stellt dafür ein ansehnliches Preisgeld in Aussicht. Die Auslandschweizer-Organisation, deren Mitglieder auf flächendeckendes E-Voting hoffen, begrüsst den Test. Während vier Wochen soll im ersten Quartal 2019 ein von Bund und Kantonen geplanter staatlicher Hackertest für E-Voting durchgeführt werden. Das berichtete die "NZZ am Sonntag". Dabei stünden der Bundeskanzlei für die Durchführung und Entschädigungen eine Viertelmillion Franken zur Verfügung, hiess es unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Die Bundeskanzlei machte zum Geldbetrag keine Angaben. "Es ist ein gutes Zeichen, dass die Bundeskanzlei als Projektleiterin in dieser Sache auf die Ängste reagiert und diese ernst nimmt. Denn seit etwa eineinhalb Jahren sind immer mehr kritische Stimmen zu hören, auch im Parlament", sagt Ariane Rustichelli, Direktorin ...
 
Tessiner sagen nach leidenschaftlicher Debatte Ja zum E-Voting
Do, 8 Nov 2018 16:00:00 GMT - Das Tessiner Kantonsparlament hat diese Woche einen Grundsatzentscheid zugunsten der versuchsweisen Einführung der elektronischen Stimmabgabe gefällt. Sicherheitsaspekte und Vorkehrungen gegen Missbrauch werden gross geschrieben. Eine Rolle spielten auch die Auslandschweizer: Sie sollen bei Abstimmungen und Wahlen nicht Bürger zweiter Klasse sein. Die elektronische Stimmabgabe wird in der Schweiz von Bund und Kantonen seit mehr als 15 Jahren in unterschiedlichen Formen praktiziert. Insgesamt haben 14 Kantone Versuche durchgeführt, in acht Kantonen wird das E-Voting angeboten. Der Trend im digitalen Zeitalter geht in die Richtung, die elektronische Stimmabgabe neben der Stimmabgabe im Wahllokal und der brieflichen Stimmabgabe als dritten Weg zu etablieren. Doch die Vorbehalte sind nach wie vor gross. Dies zeigte sich auch diese Woche im Tessiner Grossen Rat (Kantonsparlament), der im Rahmen einer Revision des Gesetzes über die politischen Rechte leidenschaftlich über einen Artikel ...
 
Auslandschweizer organisieren sich für E-Voting
Mi, 7 Nov 2018 15:30:00 GMT - Die Auslandschweizer-Organisation hat eine Petition lanciert, die für alle im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer die Einführung des E-Votings fordert. Eine ähnliche Debatte wird derzeit in verschiedenen Ländern geführt, wie diese Reportage des internationalen französischsprachigen Senders TV5Monde zeigt. Wenn Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, heute abstimmen wollen, machen sie dies grösstenteils per Brief. Doch die Fristen für den Erhalt und die Rücksendung des Stimmzettels sind manchmal sehr eng. In einem Land mit vier offiziellen Landessprachen kommt es zum Teil auch vor, dass Auslandschweizer das Stimmmaterial in der falschen Sprache erhalten. Oft reicht die Zeit dann nicht mehr, sich das richtige Stimmmaterial zusenden zu lassen und dieses ausgefüllt zurückzuschicken. Dieses Prozedere kann Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer rasch entmutigen. Rund 11% der Schweizer Bevölkerung leben im Ausland. Rund 62% der 752'000 Schweizerinnen und ...
 
Genfer E-Voting-System geknackt
Mo, 5 Nov 2018 07:37:00 GMT - Das E-Voting, also die elektronische Abstimmung, wird oft als Zukunftslösung gegen Demokratiemüdigkeit und als Animation für Jüngere angeführt. Das E-Voting-System von Genf wurde nun aber von Hackern geknackt ? und das ohne Probleme. Datenschützer zeigen sich erstaunt, dass das Genfer System gegen Hacker-Angriffe offenbar zu wenig geschützt gewesen sei.
 
Auslandschweizer kämpfen mit dem Mut der Verzweiflung
Di, 23 Okt 2018 12:13:00 GMT - Die Auslandschweizer sammeln Unterschriften für die elektronische Stimmabgabe. Doch in dieser Sache geht es längst nicht mehr nur um die Auslandschweizer. Es geht um alles oder nichts. Die Volksinitiative für ein totales E-Voting-Verbot ist beschlossene Sache. Die Auslandschweizer-Organisation ASO sammelt derzeit Unterschriften für eine Petition. Diese möchte erreichen, dass bis 2021 allen Auslandschweizern die elektronische Stimmabgabe ermöglicht wird.  In den letzten Jahren sah es gut aus für dieses Ur-Anliegen der Fünften Schweiz. Erste Kantone wagten bereits 2009 Versuche. Schritt um Schritt ging es dann voran. Die Technik hat sich entwickelt, zwei eingehend geprüfte Systeme setzten sich durch. Der Bundesrat stärkte der elektronischen Demokratie ständig den Rücken und trieb sie voran. Und die Bundeskanzlei war den Kantonen behilflich, wie es nur ging. So ist die Anzahl der Auslandschweizer, die elektronisch abstimmen können in weniger als zehn Jahren von einigen Dutzend auf ...
 
Würde E-Voting mehr Auslandschweizer an die Urnen bringen?
Fr, 28 Sep 2018 05:38:00 GMT - ??? Die Wahlbeteiligung in der Schweiz ist besonders unter Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern tief. Die Hauptgründe seien die vielerorts fehlende Möglichkeit des E-Votings und die oft verspätete Zustellung des Wahlmaterials, sagen diese. "Wir Auslandschweizer sind ja nur eine Last für die Schweiz, mit viel Kosten verbunden, etc. Hilfe muss man keine mehr erwarten? Ob ich weiter wählen gehe, muss ich mir überlegen", kommentiert R.S. aus Ungarn auf swissinfo.ch den Artikel über die tiefe Wahlbeteiligung der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. "Das letzte Mal als ich Stimmmaterial erhielt, war die Abstimmung schon einen Monat vorbei.", schreibt T.K., der in Sierra Leone lebt, auf Facebook. P.R.H. stimmt nicht ab, weil er das Stimmmaterial in Brasilien immer zu spät "oder gar nicht" erhält. R.T., auch er lebt in Brasilien, erhält die Unterlagen zwei bis drei Wochen vor dem Urnengang, weshalb es jeweils nicht reiche, "diese mit normaler Post zu retournieren (die ...
 
E-Voting setzt sich gegen Angst vor Piraterie durch
Di, 11 Sep 2018 15:00:00 GMT - Das Hacker-Gespenst kann E-Voting nicht stoppen: Der Nationalrat lehnte zwei Vorstösse ab, welche die Entwicklung der elektronischen Stimmabgabe einschränken wollten. Für die Auslandschweizer-Organisation eine gute Nachricht. Sicher, schwierig zu manipulieren, modern: Der Bundesrat ist von den Vorzügen der elektronischen Stimmabgabe überzeugt und will sie weiter verbreiten. Basierend auf dem Schlussbericht einer Expertengruppe, welche die elektronische Stimmabgabe für zuverlässig hält, beabsichtigt die Regierung, sie zum "dritten ordentlichen Stimmkanal" zu machen (zusätzlich zur Abstimmung an der Urne und per Brief). Zu diesem Zweck wird im Herbst dieses Jahres ein Entwurf zur Änderung des Bundesgesetzes über die politischen Rechte in die Vernehmlassung geschickt. Gegenwind weht jedoch durchs Parlament, beeinflusst durch die Facebook-Affäre oder den Verdacht der russischen Einmischung in die Wahl von US-Präsident Donald Trump. Die Gegner der elektronischen Abstimmung griffen ...
 
Schweizer werden immer mobiler
Sa, 6 Aug 2016 15:44:00 GMT - Mehr als 10% der Schweizer Bürgerinnen und Bürger leben im Ausland. Und es werden immer mehr. Gleichzeitig nimmt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer an einem Wohnort ab. Was bedeutet diese internationale Mobilität für die Schweiz? "Es ist ein Kommen und Gehen", fasste der Präsident der Auslandschweizer-Organisation (ASO), Remo Gysin, am 94. Auslandschweizer-Kongress in Bern am 6. August die aktuelle Entwicklung zusammen. Auch Gianni D'Amato, Professor für Migration und Staatsbürerschaftsstudien an der Universität Neuenburg, stellte am Kongress fest: "Die Leute wandern, das nennt man Globalisierung." Warum wandern Menschen aus? D'Amato nannte drei Gründe: Arbeit, Familie oder Lifestyle. Einige Schweizer wandern aus, weil sie im Ausland Karrierechancen verfolgen oder von der Firma geschickt werden. Manche möchten im Ausland studieren oder eine Ausbildung machen. Andere verlieben sich in einen Menschen, der in einem anderen Land wohnt und folgen ihm. Wieder andere schätzen das ...
 
Schweizer Clubs hängen am Gründungsmythos der Eidgenossenschaft
Sa, 6 Aug 2016 05:00:00 GMT - Bei einem Treffen im Musée des Suisses dans le mondeA haben sich Auslandschweizer-Vereine mit den Traditionen des Landes und deren Bedeutung für die Schweizer Diaspora befasst. Eine von Historikern begleitete Debatte illustrierte dabei Missverständnisse zwischen Geschichte und Folklore der Eidgenossenschaft. "Der historische Teil dieses Films ist ein Gewebe voller Irrtümer. Wenn ich das sehe, frage ich mich, wozu ich überhaupt diene. Die Schweizer Geschichte wird nur aus der Perspektive der Berge betrachtet, alles andere wird vergessen." Der Historiker François Walter, Autor einer neueren Geschichte der Schweiz, versteckt seine Enttäuschung nicht, nachdem er einen Auszug des Films "La Suisse au c?ur des Alpes" (Die Schweiz im Herzen der Alpen) von Pierre Dubois gesehen hat. Der Film des Abenteurers und Mitglied der Geografischen Gesellschaft Genf stammt von 2013.  Die Szene spielte sich in der idyllischen Umgebung des Château de Penthes bei Genf ab, am Horizont der Mont Blanc.
 
Wie weiter mit der Auslandschweizer-Organisation?
Fr, 5 Aug 2016 16:25:00 GMT - Nach 100-jährigem Bestehen will die Auslandschweizer-Organisation wissen, ob es sie braucht und wie sie zukünftig aussehen soll. Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ziehen nur für kurze Zeit ins Ausland. Sie haben andere Bedürfnisse als "klassische" Auswanderer. Zurzeit leben 762'000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu informieren, vernetzen und beraten sowie ihre Interessen in der Politik zu vertreten. Doch die Zeiten ändern sich: Zwar gibt es immer mehr Auslandschweizer, gleichzeitig nimmt aber die Dauer des Aufenthaltes im Ausland ab. Wie soll die ASO auf diese neuen Entwicklungen reagieren? Direktorin hat konkrete Ideen Die Co-Direktorin der ASO, Ariane Rustichelli, hat am Auslandschweizerrat (ASR) in Bern die zukünftigen Entwicklungsschwerpunkte der ASO vorgestellt. Diese sehen unter anderem vor, dass sich die Organisation für das E-Voting stark macht. Dies ist laut ASO besonders ...
 
Zwischen Schweizer Kreuz und Regenschirm
Fr, 5 Aug 2016 14:33:00 GMT - Die Auslandschweizer feiern auf dem Bundesplatz in Bern den 100. Geburtstag ihrer Dachorganisation ASO, der Auslandschweizer-Organisation. Güsse von oben zwangen die Hergereisten zwar zum Aufspannen der Regenschirme. Aber der Festlaune konnte das Nass nichts anhaben. Wer keinen Schirm dabei hatte, konnte immer noch bei einem der Zeltstände oder unter einem Vordach Schutz finden. Spiele, Konzerte und Ansprachen prägten den Geburtstag. Aussenminister Didier Burkhalter nahm ein Bad in der Menge, als er sich unter "seine" Expats mischte, die immer wieder und gerne als Botschafter der Schweiz im Ausland bezeichnet werden. (Text: Federico Bragagnini)
 
Das plötzliche Interesse an den Auslandschweizern
Fr, 5 Aug 2016 08:00:00 GMT - Nicht nur in den Medien, auch in der Politik sind die Auslandschweizer häufiger denn je zum Thema geworden. Die Gruppe "Auslandschweizer" gehört heute mit fast 100 Mitgliedern zu den grössten parlamentarischen Gruppen. Weshalb interessieren sich immer mehr Politiker für die Fünfte Schweiz? Liegt es nur am wachsenden Potential der ausländischen Wählerschaft? Für die Interessenvertreter in der Schweizer Politik spielen die sogenannten parlamentarischen Gruppen eine wichtige Rolle. Laut Parlamentsgesetz ist es ein Zusammenschluss von Ratsmitgliedern, die sich für einen bestimmten Sachbereich interessieren. Parteipolitik hat dabei höchstens eine zweitrangige Bedeutung. Die Gruppen haben keine politischen Kompetenzen, aber durch ihre Mitgliedschaft in der Gruppe signalisieren die Parlamentarier ein Interesse für die Lobbyarbeit der "Einflüsterer". Heute gibt es rund 120 Gruppen unterschiedlichster Grösse. Die Gruppe "Auslandschweizer" gehört mit fast 100 Mitgliedern bereits zu den ...
 
Die ASO, ein Mosaik aus Hunderten von Vereinen
Do, 4 Aug 2016 12:00:00 GMT - Um die Auslandschweizer-Organisation kommt man nicht herum, wenn es um Schweizer Expats geht. Sie ist eine Dachorganisation, die von Hunderten von Schweizer Vereinen im Ausland getragen wird. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um dazu zu gehören? Erklärungen. Laien mag die Auslandschweizer-Organisation (ASO), die derzeit ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, vielleicht als monolithisches Organ erscheinen. In der Tat wird sie aber vor allem durch die grosse Diversität ihrer Mitglieder geprägt. In der ASO sind fast 750 Schweizer Clubs, Vereine und Institutionen aus aller Welt zusammengeschlossen. Das können wirtschaftliche Organisationen, Folklore-Gruppen, Freundschafts- oder Jass-Vereine (ein typisches Schweizer Kartenspiel) sein. "Die Palette der Aktivitäten dieser Clubs und Vereine ist wirklich sehr breit", erklärt Ariane Rustichelli, Co-Direktorin der ASO und zuständig für deren Kommunikation. Kriterien Sogar ausländische Sektionen von politischen Parteien können von der ...
 
"Auslandschweizer-Organisation muss sich verjüngen"
Mi, 3 Aug 2016 14:30:00 GMT - Am Wochenende feiert die Auslandschweizer-Organisation (ASO) ihr hundertjähriges Bestehen. Doch noch nie in ihrer Geschichte hatte sie ein derart grosses Nachwuchsproblem. Der ASO-Präsident will deshalb vermehrt die Jugend ansprechen und die Wählerbasis verbreitern ? für mehr Demokratie im Auslandschweizer-Parlament. swissinfo.ch: 760'000 Schweizerinnen und Schweizer leben heute im Ausland, sei es für einige Jahre oder für immer. Welche Bedürfnisse stellen sie an die Schweiz? Remo Gysin: Das Bild der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ist vielfältig. Die einen intensivieren die Beziehungen zur Schweiz, andere gehen ? vielleicht auch nur vorübergehend ? auf Distanz. Die meisten Auslandschweizer aber wollen Teil der Schweiz bleiben und über wichtige Entwicklungen in der Schweiz informiert sein. Viele beteiligen sich an Abstimmungen und Wahlen und sind dankbar, wenn sie dies mittels E-Voting tun können. Auch Auslandschweizerinnen und -schweizer brauchen soziale Sicherheit:
 
Junge Auslandschweizer: "Auf nach Bern!"
Fr, 29 Jul 2016 14:30:00 GMT - Outdoor, Kultur, Sport und Sightseeing. 129 Junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind gegenwärtig in einem der vier Lager, welche die Auslandschweizer-Organisation zu ihrem 100-jährigen Bestehen durchführt. Ausgehend von den vier Sprachregionen bewegen sie sich während zweier Wochen in Richtung der Hauptstadt, wo sie beim Festakt auf dem Bundesplatz über ihre Erlebnisse berichten werden. "Das Camp ist super, ich bin hier richtig", sagt die 15-jährige Lea aus der südfranzösischen Stadt Montpellier. Sie interessiert sich für die Schweizer Kultur, weshalb sie sich für das Jugendlager "Kultur, Geschichte & Politik" angemeldet hat. Am Tag zuvor hatten die Jugendlichen Genf besucht. "Ich fand den Palais des Nations sehr interessant. Sehr schön und sehr gross." Heute sind die 23 Jugendlichen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer mit ihren Leitern unterwegs im Drei-Seen-Land, der Region um Bieler-, Murten- und Neuenburgersee. Wir treffen sie hoch über Neuenburg vor dem ...
 
"Die Auslandschweizer wurden als Musterpatrioten präsentiert"
Mo, 20 Jun 2016 14:34:00 GMT - Wie hat sich die Fünfte Schweiz im Lauf der Zeit verändert? Dieser Frage geht Rudolf Wyder in seinem Buch zum Thema "100 Jahre ASO" nach. Wyder war von 1987 bis 2013 Direktor der Auslandschweizer-Organisation (ASO). Herr Wyder, Sie sind mit Ihrem Werk zum Thema "100 Jahre ASO" in den letzten Zügen. Anfang August soll das Buch erscheinen. Stiessen Sie bei der Recherche eigentlich noch auf Fakten, die Sie als langjähriger Direktor noch nicht kannten? Rudolf Wyder: Auf jeden Fall. Zwar war ich lange Zeit Direktor der ASO, aber es gab viele weisse Flecken in der Geschichte, die ich nicht zuletzt aus persönlichem Interesse füllen wollte. Es gab Phasen, die historisch noch nie aufgearbeitet worden waren. Welche Rolle spielte die Organisation zu Beginn und während des Ersten Weltkriegs? Welche vor allem auch während des Zweiten Weltkriegs? Diese Fragen waren bisher nie beantwortet worden. Wo fanden Sie die Informationen für das Buch? R.W.: Den Einstieg bildeten die Jahresberichte der ...
 
"Menschen in Ozeanien und in der Schweiz verbinden"
Do, 31 Mär 2016 11:13:00 GMT - Schweizer Klubs in Australien sollen sich vermehrt der jungen Generation öffnen. Dies fordert Ryan Cooper. Der 19-Jährige aus Perth ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Ryan Cooper: Ich möchte unter den jungen Schweizerinnen und Schweizern hier in Australien das Bewusstsein für die Kultur der Schweiz fördern. Die Verbindung mit seinem Herkunftsland halte ich für sehr wichtig. Die Schweizer Klubs in Australien sind jungen Mitgliedern gegenüber nicht sehr offen. Ich arbeite daran, das zu ändern. Dabei unterstützen mich auch Mitglieder des Auslandschweizerrates hier in Australien. Mein Plan ist es auch, im August 2016 am Auslandschweizer-Kongress teilzunehmen. Dort wird das Engagement der jungen ...
 
"Kanada könnte von gerechterem Wahlsystem profitieren"
Fr, 18 Mär 2016 09:00:00 GMT - Kanada braucht ein Wahlsystem wie dasjenige der Schweiz, sagt Michael Valente aus Toronto. Der 17-jährige Kanada-Schweizer ist eine der Stimmen im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Michael Valente: Als Kanadier mit Schweizer Pass möchte ich gerne zu einem besseren Verständnis der interkulturellen Vielfalt, der Ideen und Methoden beider Länder beitragen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte Demokratie in Ihrem Gastland aus? Gibt es Instrumente, die Ihnen besonders gefallen? Und auch solche, die Sie vermissen? M.V.: Kanada ist eine konstitutionelle Monarchie, bei welcher der König respektive die Königin das Staatsoberhaupt ist. Die Politik in Kanada funktioniert innerhalb eines Rahmens von parlamentarischer Demokratie und einem bundesstaatlichen ...
 
"Demokratie entwickelt sich in Tunesien in kleinen Schritten"
Fr, 11 Mär 2016 09:10:00 GMT - Demokratie werde über die Gefahr des islamistischen Terrors siegen, ist sich Najib Bourkhis sicher. Der junge Schweizer, der lange im tunesischen Djerba gelebt hatte, ist wieder in der Schweiz zurückgekehrt, um sein Studium abzuschliessen. Bourkhis ist eine der Stimmen im neuen, digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Najib Bourkhis: Das Jugendparlament der Auslandschweizer ist eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu anderen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern meiner Generation von überall auf der Welt in Kontakt zu knüpfen.   In Tunesien möchte ich ein Jugendparlament initiieren, damit sich dort alle junge Auslandschweizer aktiv an der Politik beteiligen können und ihre politischen Rechte besser kennenlernen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte ...
 
"Sind alle bereit, für ihre Sicherheit ein kleines Opfer zu bringen?"
Fr, 4 Mär 2016 07:18:00 GMT - Um Europa vor Attacken islamistischer Terroristen zu schützen, müssten die individuellen Freiheiten eingeschränkt werden, sagt Samuel Cremieux. Für die Sicherung des Wohlergehens der Menschen seien Opfer notwendig, findet der 16-jährige Mittelschüler aus dem Big Apple. Er ist eine der Stimmen im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Samuel Cremieux: Als neues Mitglied des Jugendparlaments der Auslandschweizer (YPSA) möchte ich als erstes alle jungen Schweizerinnen und Schweizer, wo auch immer sie leben, dazu aufrufen, sich an Wahlen und Abstimmungen zu beteiligen, wie auch an der Schweizer Politik insgesamt. In der Schweiz möchte ich mit jungen Leuten zusammenarbeiten, damit sie bei unseren Veranstaltungen mitmachen, die das YPSA in der Schweiz organisiert.
 
"Andere Länder sollten die Schweiz zum Vorbild nehmen"
Fr, 26 Feb 2016 09:32:00 GMT - Es sei sehr schwierig, junge Menschen in Tschechien für Politik zu interessieren, sagt Timothy Forman. Ändern könnte dies das E-Voting. Aber die Online-Abstimmung sei noch Zukunftsmusik. Der 17-jährige Mittelschüler aus Prag ist eine Stimme im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Timothy Foreman: Als aktives Mitglied des Jugendparlamentes der Auslandschweizer (YPSA) möchte ich viele Dinge erreichen. Natürlich aber, dass die Stimme der jungen Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, gehört wird. Für sie möchte ich zudem in meinem Wohnland interessante Aktivitäten ins Leben rufen, an denen sie teilnehmen können. So können sie auch andere junge Auslandschweizer aus demselben Gastland treffen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte Demokratie ...
 
"Wer nicht abstimmen geht, höhlt die Demokratie aus"
Fr, 19 Feb 2016 13:30:00 GMT - Die jungen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland würden politisch im Abseits stehen gelassen, findet Lis Zandberg. Um dies zu ändern, engagiert sich die 19-jährige Studentin aus Middleburg in den Niederlanden im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Lis Zandberg: Es ist wichtig, am System der direkten Demokratie in der Schweiz festzuhalten. Der beste Weg dazu besteht darin, die Jungen sehr früh für Politik zu interessieren. Dies trifft für die jungen Leute in der Schweiz zu, nicht aber für die jungen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. So wird eine sehr wichtige Gruppe der jungen Schweizer ignoriert. Aber nicht nur auf politischer Ebene werden wir abseits stehen gelassen, sondern auf vielen anderen auch. Dies, weil wir über die ganze Welt ...
 
"In Chile vermisse ich die Demokratie der Schweiz"
Fr, 12 Feb 2016 14:18:00 GMT - Die 17-jährige Mittelschülerin Francisca Espinoza ist überzeugt, dass die Bürger in einer direkten Demokratie mehr Möglichkeiten haben, ihre Ideen in die politische Agenda einzubringen. Sie ist eine der Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir elf leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen - erstens in der Schweiz und zweitens in ihrem Land? Francisca Espinoza: Für die Schweiz möchte ich, dass die Jungen mehr über unsere Länder erfahren und im Rahmen der Möglichkeiten hier Jugendliche mit sozialem Engagement unterstützen, die nicht über die notwendigen Mittel verfügen. Ich wünsche mir auch, dass junge Schweizer mehr reisen und sich mit Auslandschweizern treffen. Für Chile möchte ich, dass Jugendliche schweizerischer Abstammung die Kultur und die Lebensweise der Schweizer besser kennenlernen; sich mit ...
 
"Wir müssen hart bleiben ? und unsere demokratischen Gesellschaften nutzen"
Fr, 5 Feb 2016 08:15:00 GMT - Regierungen sollten sich darum bemühen, die junge Generation anzusprechen, die das Internet und soziale Medien nutzen, um in der Demokratie eine aktive Rolle zu spielen, sagt Wanja Kaufmann. Die 19-jährige Studentin ist eine der Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Wanja Kaufmann: Ich möchte anderen jungen Schweizerinnen und Schweizern helfen, mehr über die Schweiz und das politische und zivile System des Landes zu erfahren. Sie sollten die Möglichkeit haben, mit anderen jungen Schweizerinnen und Schweizern im Ausland in Kontakt zu treten. Ich denke, dass viele Jugendliche, überall auf der Welt, viel zu wenig über ihre demokratischen Rechte wissen. Junge Leute, die Schweizer Bürger oder Bürgerinnen sind, haben ...
 
"Kritisieren ist einfach, wenn man immer die Wahl und Freiheit hatte"
Fr, 29 Jan 2016 09:34:00 GMT - Die direkte Demokratie ist das Instrument, das jungen Menschen besser Gehör verschafft. Dies ist die Überzeugung von Marie Lingl. Die 17-jährige Gymnasiastin aus La Rochelle an der französischen Atlantikküste ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im frisch gebildeten Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Marie Lingl: Mit dem Mitmachen hoffe ich meine Schweizer Identität zu unterstreichen. Ich möchte meinem Land und den jungen Schweizerinnen und Schweizerinnen noch näher sein. Diese haben dieselben Interessen wie ich, nämlich ein einmalige Erfahrung zu machen. Bald schon kann ich Abstimmen und Wählen. Ich möchte mich aktiv in die Schweizer Politik einbringen und mich nützlich machen, um die Stellung unseres neuen Parlamentes zu stärken. Dieses soll junge Schweizer, die hier leben, ...
 
"Neue Form der Demokratie in meinem Land wäre grossartig!"
Fr, 22 Jan 2016 09:14:00 GMT - Das Volk, das über neue Artikel der Verfassung abstimmen kann: Laura Derrer ist fasziniert von diesem Vorschlag zum Ausbau der direkten Demokratie in Chile, dem Land, wo sie lebt. Die 19-jährige Jus-Studentin ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Laura Derrer: Eines der wichtigsten Ziele, das wir  in der Schweiz erreichen wollen, ist die bessere Wahrnehmung und die bessere Integration der vielen jungen Schweizerinnen und Schweizer, die auf der ganzen Welt leben. Obwohl es schon Organisationen gibt, die sich darum bemühen, kann man hier noch viel mehr erreichen. Die jungen Schweizer im Ausland fühlen sich angesprochen von all dem, was in der Schweiz und in Europa geschieht, und sie würden auch ...
 
"Italien sollte sich von der direkten Demokratie der Schweiz inspirieren lassen"
Fr, 15 Jan 2016 10:00:00 GMT - Davide Wüthrich, der bis vor kurzem in Italien lebte, gehört zu den Promotoren des Auslandschweizer Jugendparlaments. Der Doktorand in Ingenieurwissenschaften schätzt die direkte Demokratie der Schweiz. Doch er kritisiert die seiner Meinung nach zu tiefen Hürden für Volksinitiativen.  swissinfo.ch: Welche Ziele wollen Sie als Mitglied des Auslandschweizer Jugendparlaments erreichen, in der Schweiz und in ihrem Heimatland? Davide Wüthrich: Ich fände es toll, wenn es gelänge, eine neue Plattform zu entwickeln, über die sich junge Auslandschweizer vernetzen könnten. Diese Plattform sollte von jungen Menschen für junge Menschen entwickelt werden, indem man sich auf soziale Netzwerke meiner Generation abstützt, das heisst Facebook, Instagram und Twitter. Innerhalb dieser Community würde ich gerne an Diskussionen teilnehmen. Thematisch könnte es sich um die Lebensgeschichten von Teilnehmenden handeln, aber auch um tagesaktuelle Themen. Es wäre schön, wenn diese Community eine ...
 
Verliebt in Mutter Erde
Fr, 1 Mär 2019 13:06:00 GMT - Leben im Einklang mit der Natur und der Schöpfung. Das hat Ursus Schwarz sein Leben lang versucht. Nachdem er an den Studentenaufständen der 1968er mitgemacht hatte, verschrieb sich der Auslandschweizer einem alternativen Lebensstil und gründete verschiedene Gemeinschaften und selbstverwaltete Bauernhöfe. Heute lebt er in seiner Gemeinschaft Spirit of Nature in Golden Bay, Neuseeland. Ein Porträt. Ursus Schwarz ist kein gewöhnlicher Mensch. Das merkt man sofort. "Wir müssen uns von unserem Egoismus befreien und uns wieder mit unserem höheren Selbst und unserer Mutter Erde verbinden", sagt er, während sein Blick über das Meer vor uns schweift. Wir sitzen an einem Strand der Golden Bay, ein paar Meilen entfernt von Collingwood, an der Nordspitze der Südinsel Neuseelands. Während fast zwei Stunden schaut Schwarz auf die Stationen seines Lebens zurück. Eines ausgesprochen ungewöhnlichen Lebens. Er ist 74 Jahre alt. Trotz der Hitze trägt er einen dicken Pullover und Wollsocken. Auf ...
 
Gianluca Rendina, ein Polar-Architekt
Mi, 13 Feb 2019 15:00:00 GMT - Was macht ein antarktischer Architekt? Ganz einfach: Er baut Gebäude am Südpol. Natürlich keine normalen Häuser, sondern Häuser für Wissenschaftler, die für Forschungszwecke in die Antarktis gehen. Gianluca Rendina aus dem schweizerischen Bellinzona lebt seit Jahren in London, wo er einer der Leiter des Planungsbüros Hugh Broughton ist. Er ist einer der wenigen Architekten weltweit mit Erfahrung in der Planung von "Gebäuden", die extremen Temperaturen und eisigen Winden standhalten. Sein erstes Projekt war die britische Forschungsstation Halley VI des British Antarctic Survey für Wissenschaftler, welche die Magnetfelder der Erde untersuchen. Die Wissenschaftler sind wegen der niedrigen Temperaturen (bis minus 60 Grad) und des Windes von über 150 Stundenkilometern gezwungen, dort anderthalb Jahre zu leben, ohne nach draussen gehen zu können. Die antarktische Basis mutet futuristisch an: eine Art "Tausendfüssler", der aus sieben blauen Modulen (oder Häusern) besteht, die an ...
 
Wie eine Schweizerin den Karneval nach Bremen brachte
Mo, 11 Feb 2019 15:00:00 GMT - Janine Jaeggi organisierte vor 34 Jahren den ersten Samba-Karneval der Hansestadt Bremen in Deutschland. Der bunte Umzug zählt heute zu den grössten seiner Art in Europa. Nur noch wenige Wochen, dann ziehen sie wieder durch die Strassen der Bremer Altstadt und bringen die kühlen Norddeutschen in Stimmung: Hundert Samba-, Masken- und Stelzengruppen verjagen Ende Februar mit Sambarhythmen und kreativen Kostümen winterliche Gefühle aus der Stadt. Ganz vorne mit dabei wird wie in jedem Jahr die in Zürich geborene Janine Jaeggi sein, dieses Mal hoch auf Stelzen als Schmetterlingselfe. Ohne sie würde es den Bremer Samba-Karneval nicht geben: Die Künstlerin kam vor nunmehr 34 Jahren mit Gleichgesinnten auf die Idee des winterlichen Umzugs. Ein durchaus gewagtes Unterfangen, denn den zurückhaltenden Norddeutschen liegt der Karneval, die Fasnacht oder der Fasching, wie er je nach Region in Deutschland genannt wird, nicht gerade im Blut. Zumindest, so die Schweizerin, zeigt er seine ...
 
"Schweizer wohnen viel ordentlicher als Australier"
Di, 29 Jan 2019 09:30:00 GMT - Eine Auslandschweizerin zeigt uns ihr autarkes Cottage mitten in einem australischen Naturschutzreservat. Als House-Sitterin hat sie Einblick in zahlreiche australische Wohnzimmer erhalten und kann Vergleiche zum Wohnen in der Schweiz ziehen. Serie: So wohnen Schweizer und Schweizerinnen. Die Skype-Kamera auf dem Computerbildschirm zeigt einen blauen Himmel, Silhouetten von Eukalyptusbäumen und eine sommertrockene Landschaft, während vor den Fenstern unserer Redaktion Schneeflocken durch die Luft wirbeln. Wir telefonieren mit Nicole, einer Schweizerin, die im australischen Adelaide studiert hat und nun als Koordinatorin für Umweltbildung in Naturschutzreservaten im Bundesstaat Victoria arbeitet. Sie hat sich bereit erklärt, ihre Wohnzimmertür für uns zu öffnen und unseren Lesern und Leserinnen die Unterschiede zwischen schweizerischem und australischem Wohnen zu zeigen. Privatsphäre ist Australiern wichtiger als Schweizern Als Studentin hütete Nicole Wohnungen und Häuser von ...
 
"Immer nur diese Erdbeerkonfi!"
So, 27 Jan 2019 10:00:00 GMT - Therese Hubler, einst Mitbesitzerin eines Gourmetrestaurants in Bätterkinden in Bern, leitet heute ein Gästehaus in Myanmar. Als Asienanfängerin beging sie anfangs einige kulturelle Fauxpas ? aber hat daraus viel über das Land gelernt. "Immer nur diese Erdbeerkonfi, könnt ihr nicht mal eine andere kaufen?", fragt Therese Hubler die drei Burmesinnen, die in der Küche stehen und sie mit grossen Augen anschauen. Die 67-jährige Schweizerin möchte das Frühstücksangebot im Gästehaus "Lei Thar Gone" anpassen. Bis sie realisiert: Es gibt in Yenangyaung, einer Stadt 550 Kilometer nordwestlich von Yangon, gar keine andere. Denn Burmesen essen ohnehin nie Konfitüre. Zum Frühstück gibt es entweder Reis oder Fischsuppe. "Als ich beschloss, 2013 nach Myanmar zu reisen, wusste ich gerade mal, dass dieses Land in Asien liegt. Ich musste die Kultur zuerst kennenlernen", sagt Hubler. Yenangyaung ist von Bagan mit einem Taxi oder mit dem öffentlichen Bus in gut zwei Stunden erreichbar. Gäste ...
 
Ein Schweizer im Mekka der Gegenwartskunst
Di, 8 Jan 2019 11:30:00 GMT - Der Schweizer Gianni Jetzer, Kurator eines der wichtigsten amerikanischen Museen für zeitgenössische Kunst, lebt seit 12 Jahren in New York, "der Hauptstadt des Kunstmarkts". Gianni Jetzer war mehrere Jahre Direktor des Swiss Institute in New York. Für die Art Basel schuf er (bereits zum sechsten Mal) den Bereich Unlimited, den Raum für monumentale Skulpturen, Videoprojektionen, Live-Performances und Wandmalereien. Und seit einigen Jahren ist er "Curator-at-Large" im Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington, D.C., dem vielleicht wichtigsten amerikanischen Museum für zeitgenössische Kunst. Dort hat er bereits drei verschiedene Ausstellungen organisiert. Von der kleinen Schweiz in die USA, wo er Ausstellungen und Anlässe organisiert, die zu den berühmtesten der Welt gehören ? Gianni Jetzer hat es geschafft, wie es so schön heisst. Aber was genau macht ein Kurator? Wie und warum entscheidet er sich, bestimmte Künstler auszustellen? Wie gewinnt man Besucher für ein ...
 
Mehr Schweiz auf 43 Quadratmetern geht nicht
Mi, 19 Dez 2018 17:30:00 GMT - Fonduemischungen, Basler Leckerli, Appenzeller Bärli-Biber ? und ein Gespräch auf Schwyzerdütsch. Im Chuchichäschtli in Berlin können Schweizer ihr Heimweh stillen und Deutsche Neues entdecken. Weihnachten naht, Chris Fankhauser und Matthias Kaiser tragen Nikolausmützen und strahlen die gleiche entspannte Gemütlichkeit aus wie ihr Geschäft. Die beiden lebten seit zehn Jahren in Zürich, als sie während eines Berlinbesuchs die Idee hatten, in der deutschen Hauptstadt einen Laden mit Schweizer Produkten zu eröffnen. Das war vor sieben Jahren. Chris gab eine Suchanzeige auf und dann ging alles viel schneller als erwartet: Nach einer Woche war die ideale Lokalität im Bezirk Wilmersdorf gefunden: ein gutbürgerlicher Kiez im Westen Berlins, in dem sich Kunden die Schweizer Spezialitäten auch leisten können. Drei Monate später hatten sie ihr Leben von Zürich nach Berlin verlegt und das Abenteuer begann. "Ich habe gedacht, wir haben sie nicht mehr alle", lacht Chris, der gebürtige ...
 
Der Schweizer Chefkoch der grössten Flugküche
Mi, 3 Okt 2018 13:24:32 GMT - Wer hoch über den Wolken speist, ist sich oft nicht bewusst, dass dieses Essen aus einer gigantischen Flugküche kommt, wo Schälchen für Schälchen alles servierbereit präpariert wird. Der Schweizer Bruno Trösch rührt in Dubai in einer solchen Superlativküche täglich mit der grossen Schöpfkelle an. Er ist Küchenchef bei Emirates Airlines. (SRF, 10vor10)
 
Ein glücklicher Schweizer inmitten seiner Weinberge und Bio-Olivenbäume
Di, 18 Sep 2018 14:14:00 GMT - Zuerst suchte er nur nach einem Ankerplatz für sein Boot. Heute betreibt er mit seinen beiden Partnern einen Biobetrieb. Die Geschichte eines Mannes, der sich in Tunesien verliebte. Als sie das erste Mal nach Hammamet in Tunesien kamen, suchten David Rachex, seine Frau Peggy und ihre beiden Söhne, heute 15 und 18 Jahre alt, nach nichts anderem als einem Bootsplatz für den Winter. Aber sehr schnell erlag die Familie dem Charme der Region. Zusammen mit zwei Partnern, einem Tunesier und einem Schweizer, beschliessen sie, in Takelsea einen landwirtschaftlichen Betrieb zu gründen und ein Projekt für den ökologischen Obstanbau zu entwickeln. Vier Jahre später florierte das Geschäft. Heute exportiert die Firma "Bio Natura" erfolgreich lokale Bio-Produkte. David Rachex erzählt, wie er zum Investor wurde. swissinfo.ch: Warum sind Sie nach Tunesien gekommen? David Rachex: Wir kamen 2007 eher zufällig nach Tunesien. Wir hatten in Frankreich vergeblich nach einem Platz gesucht, wo wir ...
 
"Genf behandelt uns wie Bürger zweiter Klasse"
Mo, 2 Apr 2018 09:00:00 GMT - Die Genferin Houda Khattabi findet keine Arbeit in der Schweiz. Grund ist ihr Wohnsitz: Frankreich, ennet der Grenze. Nun will sie auf politischem Weg für die Rechte tausender Schweizer Grenzbewohner im Grossraum Genf kämpfen. Porträt einer atypischen Kandidatin der Kantonswahlen vom 15. April.   Houda Khattabi ist wütend und scheut sich nicht, ihrem Ärger Luft zu machen: "Wir leiden unter dem gleichen Anti-Grenzgänger-Rassismus wie unsere französischen Mitbürger. Man nennt uns Profiteure, Verräter, Belästigungen am Arbeitsplatz sind an der Tagesordnung. Aufgrund der bevorstehenden Wahlen und der überall aufgehängten Anti-Grenzgänger-Plakaten, äussern sich einige Personen uns gegenüber schamlos und äusserst diskriminierend." Schweizer Kandidaten aus Frankreich Vier im benachbarten Frankreich ansässige Schweizer stehen am 15. April zur Wahl ins Kantonsparlament von Genf (Grosser Rat): Paolo Lupo (CVP), Houda Khattabi (CVP), Nicolas Girod (Liste für Genf) und Denis Bucher (Die ...
 
Zwei Schweizer Architekten in New York
Di, 6 Mär 2018 15:45:00 GMT - Lorenzo Pagnamenta und Anna Torriani arbeiten seit 1992 in den USA. Die beiden Tessiner Architekten nennen ihr Büro, das sie vor vielen Jahren in New York eröffnet haben, nach den Initialen ihrer Nachnamen "Atelier PT". Sie arbeiten gemeinsam an wichtigen architektonischen und gestalterischen Projekten des öffentlichen Sektors. Sie wurden von der Stadt New York mit einem Sonderpreis für herausragende Leistungen ausgezeichnet, für den Entwurf der Stadtbibliothek auf Staten Island, der Mariners Harbor Branch Library. Die Arbeit der beiden Schweizer Architekten aus Manhattan wurde für ihre intelligente Raumnutzung, die Energiebilanz, die Berücksichtigung von Umweltfragen und schliesslich für ihr Design belohnt, wie der damalige Bürgermeister von New York bei der Preisverleihung sagte. Lorenzo Pagnamenta und Anna Torriani sind nach all den Jahren immer noch etwas schweizerisch, aber notgedrungen auch etwas amerikanisch geworden. Sie wurden bekannt für eine Architektur, die ...
 
Goethe und Schiller - kinderleicht
Mo, 5 Mär 2018 12:30:00 GMT - Die Schweizerin Barbara Kindermann hat in Berlin einen erfolgreichen Verlag für Kinderliteratur aufgebaut. Ihre Bücher zeigen, dass die Geschichten von Faust und Wilhelm Tell auch junge Leser begeistern können. Ohne die damals sechsjährige Anna würde es den Kindermann Verlag vermutlich nicht geben. Das Mädchen lauschte aufmerksam einer Kinderversion von Shakespeares Sturm und erinnerte sich Tage später noch detailliert an den Inhalt. "Das könnte ich auch mit anderen Klassikern versuchen", dachte sich ihre Mutter, die promovierte Germanistin Barbara Kindermann. 1994 brachte sie als erstes Goethes Faust in einer stark vereinfachten und illustrierten Fassung heraus, der Verlag war geboren. Bis heute ist Faust ein Dauerbrenner im Programm des Kindermann Verlags. Der Erfolg zeigt, dass die Verlegerin das richtige Gespür hatte: Fausts Kampf mit dem Bösen und sich selbst, Wilhelm Tells berühmter Schuss auf den Apfel oder auch das Liebesdrama um Romeo und Julia sprechen auch kleine ...
 
Wenn Zuckerbäckerei und Kunst Hand in Hand gehen
Di, 20 Feb 2018 10:00:00 GMT - In Perugia sind Carla Schucani und ihre süssen Köstlichkeiten eine echte Institution. Doch die gebürtige Bündnerin hat sich auch einen Namen mit ihren Gemälden gemacht. Ein Treffen mit dieser 85-Jährigen, die immer alles nach ihrem Kopf machte und dabei den Geist eines jungen Mädchens bewahren konnte. "Und ich empfehle Ihnen, keine Fehler zu schreiben." Es ist ein Satz, den man nicht erwarten würde von einer Person, die ihr Leben der Kreation von Süsswaren und Haute Cuisine gewidmet hat, welche die Gaumen in Mittelitalien und dem Rest Europas erweicht und erfreut haben. Malerin, Zuckerbäckerin, Schmuckdesignerin, Illustratorin: Carla Schucani steht für 85 Jahre Stolz, Unabhängigkeit und Offenheit. Bereits mit 19 Jahren hatte sie die erste Ausstellung ihrer Gemälde in Rom. Es folgten Ausstellungen ihrer Werke in Zürich, Basel, Treviso, Perugia und Chur. Legende sind ihre unwiderstehlichen Confiserie-Kreationen. Präsidenten der Republik wie Carlo Azeglio Ciampi und Giovanni ...
 
"Kunst? Eine ehrliche Art, über das Leben zu sprechen"
Mi, 14 Feb 2018 12:30:00 GMT - Der Schweizer Künstler Olaf Breuning lebt tief in den Wäldern, zwei Autostunden von der US-Metropole New York entfernt. An diesem friedlichen Ort sucht und findet er seine Inspiration. Olaf Breuning ist einer der originellsten und exzentrischsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Seine Werke sind faszinierend und brechen mit allen Konventionen. Der in Schaffhausen geborene Breuning realisiert Gemälde, Videos, Installationen, Skulpturen, Fotografien und Performances. Für ihn ist alles Kunst. Leben und Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Wer lebt, erschafft, wer nichts erschafft, lebt nicht, lautet sein Credo. Seine Werke werden in den bedeutendsten Museen und Kunstsammlungen der Welt ausgestellt. Vom Centre d'Art Contemporaine in Paris oder Genf über das Museum of Modern Art in New York bis zur Kodama Gallery im japanischen Kyoto. Nachdem er im New Yorker Stadtteil Manhattan gelebt hatte, arbeitet und wohnt er heute in den Wäldern, zwei Autostunden von der US-Metropole ...
 
Der fliegende Fotograf
Di, 23 Jan 2018 14:00:00 GMT - Der Schweizer Vincent Laforet ist einer der bekanntesten Fotografen, die sich auf Nachtaufnahmen von Metropolen aus aller Welt spezialisiert haben. Im Helikopter muss er Schwindel und Furcht besiegen ? mit einer Hand am Türgriff und der anderen eng um die Kamera geschlungen. In der Regel lässt er den Heli in Höhen von über dreitausend Meter steigen. Vincent Laforet wurde berühmt durch seine Reportagen für die New York Times nach den Anschlägen vom 11. September. 2002 erhielt er dafür den Pulitzer-Preis für Reportage-Fotografie. Später machte er sich auch einen Namen im Film und entwickelte sich weiter zu einem beliebten Regisseur von Werbespots. Seine jüngsten Luftbild-Projekte, "Air" und "City Lights", gab National Geographic später in zwei grossen Bildbänden heraus. Claudio Moschin traf Laforet in seinem Studio-Wohnhaus in Redondo Beach, einem Quartier am Meer in Los Angeles. Biografie Vincent Laforet wird 1975 in Saanen, Kanton Bern, geboren. Später zieht seine Familie in ...
 
General Guisan: "Wir vergessen Euch nicht!"
Mi, 28 Feb 2018 10:11:00 GMT - Während des Zweiten Weltkriegs wandte sich der Schweizer General Henri Guisan an die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, "die fern von der Heimat ihre Pflicht erfüllen". Sie dürften sicher sein, dass man sie in der Schweiz nicht vergesse. In dieser Aufnahme vom April 1942 wandte sich General Henri Guisan auf Deutsch speziell an die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Die Kernbotschaft seiner Ansprache: "Zählt auf uns, wie wir auf Euch zählen!" Denn auch weit von der Heimat entfernt, finde jede und jeder eine Gelegenheit, für die Ehre des Landes einzutreten.
 
Politische Rechte und Pflichten der Auslandschweizer
Di, 30 Jan 2018 10:11:00 GMT - Im Vorfeld der 50. Auslandschweizer-Tagung sprach Rudolf Meyer, Chefredaktor des Schweizerischen Kurzwellendienstes (Vorgänger von swissinfo.ch), mit verschiedenen Gäste im Studio. Neben Rudolf Meyer sassen am Tisch: Maurice Jacquard, Chef des Auslandschweizerdienstes im Eidgenössischen Politischen Departement, Paul Keller, Pressekorrespondent in Paris, Gerhard Schürch, ehemaliger Präsident der Auslandschweizer-Kommission und Mitglied des Nationalrats, Luzius Wildhaber, ordentlicher Professor für Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht an der Universität Freiburg. Das Gespräch drehte sich um die politischen Rechte und Pflichten der Auslandschweizer. Zur Sprache kam auch ein mögliches Gesetz für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, bis zu dessen Einführung es allerdings noch Jahrzehnte dauern sollte (2015). Im Archiv ist die Sendung ohne Datum archiviert, doch da die 50. Auslandschweizer-Tagung im August 1972 stattfand, dürfte sie im Juni oder Juli desselben Jahres ...
 
Auslandschweizer Kinder im Ferienlager in Davos
Sa, 30 Dez 2017 07:33:00 GMT - Seit 1917 können Kinder von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern Ferien in der Schweiz machen. Im Sommer 1962 fand eines dieser Lager in Davos statt, wo die Kinder unter anderem auch auf Deutsch und Französisch unterrichtet wurden. Der Beitrag wurde erst am 6. Februar 1963 in der Sendung Antenne des Schweizer Fernsehens (heute SRF) ausgestrahlt, weil zu jenem Zeitpunkt die Sammlung für die Auslandschweizer Ferienlager durchgeführt wurde. Seit einem Jahrhundert ermöglicht die Stiftung für junge Auslandschweizer (SJAS), dass Kinder mit Schweizer Wurzeln Ferien in der Schweiz machen können. "Das Anliegen bleibt für uns auch nach 100 Jahren immer noch dasselbe: Es soll jedes Kind, unabhängig von der finanziellen Situation der Familie, die Möglichkeit erhalten, in die Schweiz zu kommen und seine Wurzeln kennen zu lernen", sagte Loic Roth, Geschäftsführer der SJAS, im Sommer 2017 gegenüber swissinfo.ch.  
 
Auch das "allergrösste Wohlwollen" versandete bald
Mo, 30 Okt 2017 10:32:00 GMT - Bereits vor 50 Jahren wurde über ein Auslandschweizer-Gesetz diskutiert. So versprach Bundesrat Willy Spühler am 40. Auslandschweizer-Tag in Sion 1962, die Regierung setze sich dafür ein, dass ein entsprechender Verfassungsartikel "so rasch als möglich" komme. Es sollte weitere 48 Jahre dauern! Der Beitrag mit der Rede von Bundesrat Willy Spühler wurde am 27. August 1962 in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens (heute SRF) ausgestrahlt. Das Auslandschweizer-Gesetz trat schliesslich am 1. November 2015 in Kraft.
 
"Herr Marti, bitte... ans Mikrofon!"
Sa, 30 Sep 2017 13:12:00 GMT - Das Schweizer Fernsehen interviewte 1961 die Herren Meier und Marti aus Nord- und Südamerika an der Auslandschweizer-Tagung in St. Gallen. Das Archivband trägt das Datum 1. Januar 1961, womit vermutlich nur das Jahr der Aufnahme gemeint ist, da diese Veranstaltung (heute Auslandschweizer-Kongress) üblicherweise im Sommer durchgeführt wird.
 
Herr Leibundgut auf Heimatbesuch: "Schön ist es!"
Mi, 13 Sep 2017 11:12:00 GMT - Eine echte Archivperle: Vor knapp 60 Jahren interviewte die Tagesschau des Schweizer Fernsehens einen betagten Auslandschweizer aus Toledo, USA, in der alten Heimat. Fritz Leibundgut, ursprünglich aus Langenthal (Kanton Bern), besuchte als 94-Jähriger erstmals seit 50 Jahren wieder das Oberaargauer Städtchen seiner Kindheit und Jugend. Vor allem der Verkehr sei "viel besser" als vor 50 Jahren, meinte er im Interview mit der Tagesschau vom 13. September 1958.
 
Schweizer im Dienst von Leopold II. ? Spurensuche im Kongo-Freistaat
Mo, 17 Jul 2017 09:00:00 GMT - Es ist ein wenig untersuchtes Kapitel der schweizerischen Emigrationsgeschichte. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts engagierten sich immer mehr Schweizer im Dienst des Kongo-Freistaates, dem alleinigen Eigentum von König Leopold II. von Belgien. Gustave Moynier, Mitbegründer des IKRK, wurde der erste Schweizer Generalkonsul des Kongo-Freistaates. Wie war es möglich, dass er als Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sich gleichzeitig für die gewaltige und mörderische Ausbeutung des Kongos durch Leopold II. zwischen 1885 und 1908 einsetzen konnte? In dieser besonderen Kolonie, die dem König von Belgien persönlich und nicht dem Staat Belgien gehörte, kamen Millionen von Afrikanern zu Tode (der Journalist Adam Hochschild schätzt die Opferzahl in seiner Untersuchung "Schatten über dem Kongo. Die Geschichte eines der grossen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen", erschienen 1998, auf 10 Millionen Menschen.) Er beschreibt ein Klima des Schreckens, das im Kongo ...
 
Kurzwellen im Dienste der Schweizer Politik
Di, 28 Feb 2017 10:00:00 GMT - Ein neues Buch erzählt die Geschichte des Kurzwellendienstes ? der Vorgängerin von swissinfo.ch. Die Historikerin Raphaëlle Ruppen Coutaz zeigt in dem Buch, wie die Schweiz mit Hilfe des Radiosenders ihre Haltung im Ausland vertreten konnte. Ein Interview. Das Buch untersucht die internationalen Tätigkeiten der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) sowie im Besonderen Gründung und Anfangszeit des Kurzwellendienstes, der später in Schweizer Radio International umbenannt und inzwischen zu swissinfo.ch umgewandelt wurde. Die Studie konzentriert sich auf die Jahre 1932 bis 1949, eine einschneidende Zeit, in der die Schweiz ausländischer Propaganda widersprechen und mit Hilfe der Kurzwellen die eigene Sicht verteidigen musste. swissinfo.ch: Aus welchen Gründen hat man den Kurzwellendienst gegründet? Raphaëlle Ruppen Coutaz: Ab den 1930er-Jahren war das Radio im Aufschwung. Die Schweiz äusserte in der Botschaft des Bundesrats vom 9. Dezember 1938 über die geistige ...
 
Was erwartete Auswanderer nach Kanada in den 1940er-Jahren?
Fr, 19 Aug 2016 15:01:24 GMT - Otmar Biedermann, Vizepräsident der Schweizer Vereinigung Montreal, informierte am 30.07.1947 auf Radio Kanada über die Chancen, die Schweizer Auswanderer in Kanada haben (Dialekt). Die Rede wurde anlässlich des Nationalfeiertags am 1. August im Radiostudio Montreal auf 78-Touren-Schallplatten aufgezeichnet. Sie kam aber verspätet in der Schweiz an, wie im Archiv vermerkt ist.
 
Konsul Max Kunz über die Auslandschweizer Jugend
Do, 28 Jul 2016 09:45:00 GMT - Der Konsul aus Mannheim spornte am 15.1.1936 in einer Rede in Bern die Auslandgemeinde dazu an, der Auslandschweizer Jugend den Anschluss an die schweizerische Mentalität zu ermöglichen. Die Technik hatte damals noch ihre Tücken. Die Rede musste deshalb kurz unterbrochen werden ("Können Sie einen Moment warten? Das Band ist fertig?"), und Konsul Max Kunz fuhr fort, bevor das neue Band gestartet war. Inhaltlich könnte er aber nicht aktueller gesprochen haben. Schon seit 99 Jahren bietet die 1917 unter dem Namen "Schweizer Hilfe" gegründete Stiftung für junge Auslandschweizer (SJAS) Auslandschweizer Kindern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren Ferienaufenthalte in der Schweiz an. Die Geschäftsstelle wird seit 1997 durch die ASO geführt.
 


Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt nach Flandern (Belgien), Antwerpen, Gent und Brügge
Anmeldeformular zur Mehr-Tages-Fahrt 2019
Einladung zur Generalversammlung 2019
Rundschreiben Nr. 1/2019 (15.12.2018)
Jahresprogramm 2019
Willkommen ::: News & Aktuelles ::: RSS-Feed ::: Impressum | Datenschutz