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Die Fünfte Schweiz im Fokus - SWI swissinfo.ch

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"Hätte nie gedacht, dass ich in den USA Polizist werde"
Mo, 20 Apr 2020 12:00:00 GMT - Er wollte einen Neustart wagen. Vor zwei Jahrzehnten folgte der Schweizer Adrian Hoesli seinem Vater in die USA. Auch wenn sich die beiden in der Waffenfrage nicht einig sind, so teilen Vater und Sohn Schweizer Werte. Sein kahler Kopf und seine geradlinige Art zu sprechen, zeigen zwar: Mit ihm ist nicht zu spassen. Doch aus seinen Augen blitzt der Schalk. Das ist Adrian Hoesli, ein 38-jähriger Schweizer, der seinem fast muttersprachlich klingenden Englisch Ausdrücke wie "holy cow", "hunky-dory", "greatest thing since sliced bread" oder "what-not" beimischt. "Polizei? Hätte ich nie dran gedacht! Wenn Sie mir vor 15 Jahren gesagt hätten, dass ich Polizist würde, hätte ich 'Auf keinen Fall!' geantwortet", sagt Adrian. Ursprünglich wollte er Velomechaniker werden. Nach einigen Jahren als Automechaniker in der Schweiz und im US-Bundesstaat Minnesota arbeitet er heute als Polizist in einer Kleinstadt in South Dakota. Dieser Bundesstaat sei "viel konservativer" als Minnesota, sagt er.
 
"Das Leben hier ist geprägt von Widersprüchen und Extremen"
Mo, 23 Dez 2019 13:00:00 GMT - Sie lernte auf Reisen ihren Lebenspartner kennen und führt heute mit ihm ein Hostel im australischen Outback. Die 32-jährige Auslandschweizerin Miriam Neuenschwander betrachtet ihr Gastland durchaus auch kritisch. swissinfo.ch Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Miriam Neuenschwander: Im September 2016 habe ich mich auf Reisen begeben und unterwegs ? ganz Klischee ? meinen jetzigen Partner, Sebastian, kennengelernt. Er ist zwar Deutscher, lebt aber seit über zehn Jahren in Australien und führt ein kleines Hostel in Alice Springs. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Nach einigen Monaten Fern- und Nahbeziehung und einer Bedenkphase in der Heimat habe ich im Oktober 2017 den Schritt gewagt und bin nach Australien ausgewandert. Ganz nach dem Motto "There?s nothing to lose, only experience to gain". swissinfo.ch: War ...
 
"Ich fühle mich zuhause, obwohl ich hier nie gelebt habe"
Fr, 2 Aug 2019 11:20:00 GMT - Auf einer Reise lernen junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ihre Wurzeln kennen. Einige von ihnen finden so eine zweite Heimat. Ein heisser Nachmittag im Freibad Meiringen im Berner Oberland. Hier, im Herzen der Schweiz, befindet sich eine Station der Schweizer Reise für junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Nach einer einwöchigen Tour quer durch die Schweiz ist die Badi eine schöne Abkühlung für die 24 Kinder aus aller Welt. Von Solothurn nach Kalifornien "Es isch mega cool", sagt die 14-jährige Lilly. Sie kommt aus Santa Monica in Kalifornien. Dass sie in den USA lebt, hört man ihrem von englischen Wörtern durchzogenen Schweizerdeutsch deutlich an. "Meine Eltern geben sich Mühe, zu Hause Schweizerdeutsch mit mir zu sprechen", sagt Lilly. Mit fünf Jahren ist sie mit ihrer Familie von Solothurn nach Kalifornien gezogen, wo ihr Vater als Filmproduzent arbeitet. "Connection" mit den anderen Die Schweizer Reise macht sie schon zum zweiten Mal. Vor ...
 
Was es Expats bedeutet, Schweizer Wurzeln zu haben
Do, 1 Aug 2019 07:00:00 GMT - Für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ist der 1. August kein offizieller Feiertag. Doch viele werden heute an ihre Heimat denken. Rund 760'200 Schweizerinnen und Schweizer leben ausserhalb des Landes. Sie machen 10,6% der Staatsbürgerinnen und -bürger aus. Mehr als 60% der Auslandschweizerinnen und -schweizer leben in Europa, fast ein Viertel in Amerika, davon allein 80'400 in den USA. Diesen Sommer besuchten wir im Rahmen unserer Aktion #SWIonTour verschiedene Auslandschweizer-Clubs in Deutschland, Frankreich, Italien, Brasilien, Argentinien und den USA. Wir fragten die Mitglieder dabei auch, was es für sie bedeutet, Schweizerin oder Schweizer zu sein. Hier eine Auswahl der Antworten. In unseren weiteren Artikeln und Videos erfahren Sie, wie unsere Interviewpartner über die bevorstehenden Schweizer Parlamentswahlen denken, über E-Voting und was es für sie heisst, Schweizer Bürgerin oder Bürger im Ausland zu sein. ???
 
"Wir Schweizer sind sehr anpassungsfähig"
So, 20 Jan 2019 10:00:00 GMT - Wegen einer Frau zog David Schaffner vor gut zwei Jahren nach Mitteldeutschland. Heute ist der 25-jährige Auslandschweizer glücklich mit ihr verheiratet und geniesst das ruhige Leben in einer Kleinstadt. Zu seiner Heimat pflegt er weiterhin enge Kontakte. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? David Schaffner: Wegen der Liebe. Ich habe die Schweiz 2016 für meine damalige Freundin, mittlerweile Frau, verlassen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.S.: Eine Rückkehr war und ist bis jetzt nicht geplant, schliesse ich aber auch nicht aus. swissinfo.ch: Welcher Arbeit gehen Sie nach? Wie läuft es? D.S.: Ich arbeite in der Lebensmittelindustrie im Vertrieb. Wir sind auf "private label packaging" ...
 
Aufbruch ins Unbekannte
So, 6 Jan 2019 10:00:00 GMT - Eva Hefti wagte das grosse Abenteuer und zog mit ihrer Familie nach Neuseeland, ohne das Land vorher besucht zu haben. Von der Schweiz aus hatte ihr Mann eine Arbeit gefunden und hat dank kürzeren Arbeitszeiten jetzt mehr Zeit für die Familie. Die 39-jährige Bernerin schätzt besonders das warme Klima im Kiwiland. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Eva Hefti: Wir (ich, mein Mann und unsere drei Buben) flogen im Juni 2017 mit einem One-way-Ticket nach Neuseeland (ohne jemals vorher da gewesen zu sein). Mein Mann Tom wollte schon seit längerem einen Auslandaufenthalt machen, um seinen beruflichen Horizont zu erweitern. Und nachdem unsere Zwillinge keine Babys mehr waren, konnte ich mir das auch vorstellen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Auf Neuseeland stiessen wir eher zufällig: Ich habe einen ...
 
"Schweizer zu sein, ist ein zentraler Bestandteil meiner Identität"
So, 16 Dez 2018 12:00:00 GMT - Schon als Kind interessierte sich François Schwalb für die Schweiz, das Heimatland seines Vaters. Heute lebt der 30-Jährige mit seiner jungen Familie und zahlreichen Tieren in der südafrikanischen Provinz, wo er in der Obst- und Gemüseindustrie tätig ist. swissinfo.ch: Warum sind Sie Auslandschweizer? François Schwalb: Ich wurde 1988 in Südafrika geboren. Mein Vater ist Schweizer. Wir lebten 1996-97 in der Schweiz, als ich zwischen sieben und neun Jahre alt war. Wir besuchten die Schweiz 2008 und 2018 noch einmal. Nach der jüngsten Reise mit meiner Frau und unserem einjährigen Sohn planen wir, Familie und Freunde in der Schweiz künftig mindestens alle zwei Jahre zu besuchen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Haben Sie je daran gedacht, mal in der Schweiz zu leben? F.S.: Es ist immer eine Option, "zurückzukehren".
 
"Unsere Traditionen halten uns zusammen"
So, 2 Dez 2018 10:00:00 GMT - Die junge Auslandschweizerin Heidi Amstalden Albertin lebt in einer von Schweizern gegründeten Kolonie in Brasilien. Die 27-jährige Juristin ist stolz darauf, einer der Gründerfamilien zu entstammen. In ihrer Freizeit ist sie eine leidenschaftliche Fotografin. swissinfo.ch: Sie wurden im Ausland geboren: Warum sind Sie Auslandschweizerin? Heidi Amstalden Albertin: Ich bin Brasilianerin, die Schweizer Abstammung habe ich von Seiten meiner Mutter (Amstalden, von Zuben, Sigrist und Zumstein). Von der Seite meines Vaters her bin ich aber auch Italienerin. swissinfo.ch: Was für einen Bezug haben Sie zur Schweiz? Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie eine Schweizer Seite haben? H.A.A.: Ich lebe in Helvetia, einer Schweizer Kolonie in Brasilien, die 1888 von vier Schweizer Einwandererfamilien gegründet wurde: Amstalden, Ambiel, Bannwart und Wolf. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich ...
 
"Die Schweiz ist für mich die Referenz"
So, 4 Nov 2018 15:00:00 GMT - Der 32-jährige Claudio Ghizzo arbeitet in Italien als Krankenpfleger. Er glaubt, dass seine Schweizer Wurzeln seine Mentalität und seinen Bürgersinn beeinflusst haben. Aber er fühlt sich auch sehr stark mit den Dolomiten verbunden. swissinfo.ch: Sie wurden in Italien geboren. Sind Sie wegen Ihrer Mutter, Ihres Vaters oder beiden Auslandschweizer? Claudio Ghizzo: Ich wurde in Italien als Sohn einer Schweizer Mutter geboren. swissinfo.ch: Haben Sie je daran gedacht, mal in der Schweiz zu leben? C.G.: Der Wunsch, mich in der Schweiz niederzulassen, ist immer in meinen Gedanken, aber es ist nicht einfach, sein eigenes Leben radikal zu verändern. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Welcher Arbeit gehen Sie gegenwärtig nach? C.G.: Ich bin diplomierter Krankenpfleger und arbeite in einem Spital in der Nähe meiner Wohnung.
 
"Es ist hart, einem Schweizer beim Klagen zuzuhören"
So, 21 Okt 2018 09:00:00 GMT - Seit acht Jahren lebt die Profi-Mountainbikerin Ariane Lüthi in Südafrika. Als Frau musste die 35-Jährige dort mehr kämpfen, als sie es von der Schweiz gewohnt war. Die Berner Oberländerin mit Universitätsabschluss in Sport-, Medienwissenschaften und Geschichte ist der Meinung, viele Daheimgebliebene würden die gesellschaftlichen Errungenschaften in der Schweiz zu wenig schätzen. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Ariane Lüthi: Ich bin Ende 2010 nach Südafrika ausgewandert. Zwei Monate davor hatte ich dort an einem Mountainbike-Etappenrennen teilgenommen und meinen Ex-Mann kennengelernt. Er war Profi und Manager eines Mountainbike-Teams und konnte mir einen Profivertrag mit seinem neuen Team aushandeln. Ich bin also der Liebe wegen und der Möglichkeit, meine Passion als Profession auszuüben, nach Südafrika ausgewandert. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und ...
 
"Wenn man bereit für Veränderungen ist, fällt alles leichter"
So, 7 Okt 2018 09:00:00 GMT - Die Auslandschweizerin Sabrina Maniscalco hat bereits in mehreren Ländern gelebt. Sie ist 31 Jahre alt, "und wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, fühlt sich das viel besser an als 21". Die Fotografin lebt gegenwärtig in Portugal von verschiedenen Jobs und hat in ihrem Alltag im Ausland erkannt, dass sich die Menschen überall ähnlich sind. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Sabrina Maniscalco: Nach meinem Universitätsstudium in Lausanne erhielt ich 2014 ein Angebot, als Kamera-Assistentin in Brasilien zu arbeiten, für einen Dokumentarfilm über eine Fussballmannschaft (Atletico Mineiro) in Belo Horizonte. Ich war zuvor noch nie in Südamerika gewesen und packte die Gelegenheit beim Schopf! Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Daraufhin arbeitete ich als Standfotografin an Filmsets und war für ein ...
 
"Das schnelle Duzen bereitet mir noch etwas Mühe"
So, 16 Sep 2018 09:00:00 GMT - Florian Lüthi ist erst seit diesem Jahr Auslandschweizer. In den Niederlanden hofft er, neue Erfahrungen in seinem Beruf als Pflegefachmann zu machen. Mit der direkten Art der Holländer muss sich der 30-Jährige noch anfreunden. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Florian Lüthi: Ich habe per Anfang April 2018 die Schweiz verlassen. Der Grund dafür ist und war, dass ich neue Erfahrungen in meinem Beruf als Pflegefachmann machen wollte, und weil ich den Wunsch habe, im Ausland meinen Master zu machen. Aufgrund dessen und der Verwandtschaft meiner Mutter in den Niederlanden, hatte ich mich entschieden, diesen Schritt zu wagen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? F.L.: Bis jetzt ist es eine ...
 
Gewürzduft lockte ihn weg von den Paragraphen
So, 2 Sep 2018 09:00:00 GMT - ??????? Als Backpacker liess sich der Jurist Raphael Flury von Ostafrika und dessen Naturprodukten begeistern. Jetzt leitet der 28-jährige Auslandschweizer ein biozertifiziertes Gewürzproduktions- und Handelsunternehmen auf der Gewürzinsel Sansibar, die zu Tansania gehört. swissinfo.ch: ???????Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Raphael Flury: Als junger Jurist hatte ich einen interessanten und fordernden Alltag in der Schweiz. Ich war zufrieden mit meinem beruflichen und privaten Leben. Während des Studiums hatte ich ein Austausch-Semester im internationalen Lausanne absolviert und als Backpacker Asien, Ostafrika und Zentralamerika bereist. Diese internationalen Erfahrungen prägten mich sehr. Meine letzte grössere Reise hatte mich durch Tansania geführt, wo ich zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium interimistisch das Tagesgeschäft einer Kaffeefarm leiten durfte. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und dessen Politik, sind ...
 
"Ich fühlte mich in Los Angeles nie fremd"
So, 19 Aug 2018 09:00:00 GMT - Choreografie und Regie sind ihre grossen Leidenschaften. Deshalb war es für die 30-jährige Evelina Stampa naheliegend, nach Los Angeles zu ziehen. Dort konnte sie bereits bei einem starbesetzten Kurzfilm Regie führen. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Evelina Stampa: Ich war immer mal wieder für längere Zeit im Ausland, wie zum Beispiel in New York oder für drei Jahre für mein Bachelor-Studium in London. In Los Angeles bin ich nun auch schon seit fast drei Jahren. Ich habe in Europa als Tänzerin und Choreografin sowie an verschiedenen Schulen als Tanz- und Schauspiel-Lehrerin gearbeitet. Auf Umwegen und mit viel Glück konnte ich bei verschiedenen Theater-Produktionen und auch auf Filmsets als Regieassistentin arbeiten und habe dabei realisiert, dass ich mich weiterbilden möchte. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken.
 
Aus der geordneten Schweiz ins chaotische Nepal
So, 5 Aug 2018 09:00:00 GMT - Die reiselustige Neo-Schweizerin Billi Bierling führt ein Leben zwischen den Hauptstädten der Schweiz und Nepals. Die 50-jährige Alpinistin fühlt sich in beiden Welten daheim. swissinfo.ch: Sie wurden im Ausland geboren, sind aber seit diesem Jahr Schweizerin. Warum? Billi Bierling: Ich lebte seit 2001 in der Schweiz, und auch wenn ich meine Heimat Bayern liebe, war es mir recht wichtig, Schweizerin zu werden. Seit 2006 arbeite ich als Kommunikationsexpertin für das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH). Dabei vertrete ich die Schweiz in verschiedensten Ländern, und das fühlte sich als Deutsche immer etwas komisch an. Ich musste auch immer viel erklären! Zudem lebe und arbeite ich auch in der Schweiz und zahle dort meine Steuern. Als ich mit Niederlassungsbewilligung C in der Schweiz lebte, hatte ich zwar viele Rechte, doch ich durfte nicht über Dinge abstimmen, die auch mich betreffen. Jetzt kann ich das tun und die direkte Demokratie der Schweiz voll geniessen. Die ...
 
Als Kiwi auf Zeit den Schweizer Sommer verlängert
So, 15 Jul 2018 09:00:00 GMT - Der 20-jährige Solothurner Oliver Ingold verbrachte die Wintermonate in Neuseeland und war somit Auslandschweizer auf Zeit. Ihn faszinierten die weiten Landschaften und die unkomplizierte Art der Neuseeländer, die "theoretisch alle Einwanderer sind". swissinfo.ch: Sie sind kürzlich in die Schweiz zurückgekehrt. Warum gingen Sie nach Neuseeland? Oliver Ingold: Ich war insgesamt vier Monate lang in Neuseeland; drei Monate in einer Englischschule in Wellington und danach ein Monat auf einem Roadtrip durchs ganze Land. Die weite Reise habe ich Anfang November 2017 angetreten. Die Idee für einen Auslandaufenthalt war bereits während meiner Zeit im Gymnasium entstanden. Als ich mich dann entschied, ein Zwischenjahr nach der Matura einzulegen, war sofort klar, dass ich die Schweiz für ein paar Monate verlassen werde. Meine Wahl fiel auf Neuseeland, da alle, die schon einmal dort waren, so schwärmen und weil ich die weite Reise sonst wohl nie in den Ferien angetreten hätte. Obwohl ich ...
 
"Wissenschaft ist das Hirn, Fotografie aber das Herz"
So, 1 Jul 2018 09:00:00 GMT - Die Naturfotografin Daisy Gilardini stammt aus dem Tessin und lebt heute in Kanada. Dieses Jahr wurde die 50-Jährige vom Magazin "Canadian Geographic" zur "Photographer-in-residence" (Hausfotografin) erkoren. Die gelernte Buchhalterin fotografiert besonders gerne Tiermotive der Polarregionen. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Daisy Gilardini: Ich habe die Schweiz 2012 für die Liebe verlassen. Ich habe David McEown geheiratet, einen kanadischen Aquarellmaler, und bin nach Kanada ausgewandert. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.G.: Ich liebe die Schweiz, und in meinem Herzen werde ich sie immer als meine Heimat betrachten. Aber Kanada ist auch ein toller Platz zum Leben, besonders für meinen Beruf. Ich bezweifle, dass ich einmal für immer zurückkehren werde. Aber auf meinen jährlichen Besuch verzichte ich nie. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum ...
 
"Grosse Unterschiede zwischen Gesetz und Wirklichkeit"
So, 17 Jun 2018 09:00:00 GMT - Wie integriert man sich als Schweizer in Russland? Russische Freunde und vertiefte Kenntnisse von Literatur, Geschichte und Kultur sowie dem Sport des Landes können dabei helfen, sagt der 45-jährige Geschäftsmann Daniel Rehmann, seit 2017 im Auslandschweizer-Parlament als Vertreter der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Russland. swissinfo.ch: Warum haben Sie Russland als Wohnsitz gewählt? War es zufällig oder geplant? Daniel Rehmann: Das ergab sich aufgrund des Geschäftsaufbaus vor Ort sowie der wissenschaftlichen Weiterausbildung an der Universität in St. Petersburg. Geplant war das nicht. Ich habe auf einer Reise Leute in St. Petersburg kennengelernt, die mir eine Kooperation beim Aufbau eines Geschäfts im Tourismus vorgeschlagen haben. Dies war mein Beginn in St. Petersburg. Es war auch die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in Russland, und es gab viele Geschäftsmöglichkeiten. Also bin ich geblieben und habe mein eigenes kleines Geschäft aufgebaut sowie mich ...
 
"Englisches Essen ist viel besser als sein Ruf"
So, 3 Jun 2018 09:00:00 GMT - Auch wenn der Nordosten Englands Probleme mit Obdachlosigkeit, Drogenmissbrauch und Littering hat, gefällt es Stephanie Züger-Legler dort ausserordentlich gut. Die 35-jährige Auslandschweizerin schätzt die Warmherzigkeit der Einheimischen und das englische Schulsystem. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Stephanie Züger-Legler: Ich bin vor drei Jahren mit meiner Familie aus beruflichen Gründen ausgewandert. swissinfo.ch: Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? S.Z.-L.: Wir wollten eigentlich nur ein Jahr bleiben, ich war noch im Mutterschaftsurlaub. Der Nordosten Englands hat mich dann aber so fasziniert, dass ich auf unbestimmte Zeit verlängern wollte. Eine Rückkehr in die Schweiz bleibt immer offen, zum Glück. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch:
 
"Wir sind eine sehr sportliche Familie"
So, 20 Mai 2018 09:00:00 GMT - Als sie vor 22 Jahren in Australien ankam, fand sie kaum gutes Brot. Heute kann die 52-jährige Auslandschweizerin Manuela Rocker, die sich höchstens wie 40 fühlt, dort sogar Schweizer Käse kaufen. Die Sportbegeisterte liebt das Strandleben in Sydney, vermisst aber die langen Sommernächte in Lugano. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Manuela Rocker: Ich habe die Schweiz 1995 verlasen, um meinem Herzen zu folgen. Die ersten Monate erkundete ich die schöne Stadt Sydney. Die Sprache war kein Problem, weil ich bereits über Grundkenntnisse in Englisch verfügte. Eine Herausforderung allerdings war das Fahren auf der linken Strassenseite! Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? M.R.: Es war eine Reise ohne Rückkehr, auch ...
 
"Journalismus als Bindeglied zwischen den Kulturen"
So, 6 Mai 2018 14:00:00 GMT - ??????? Das Interesse der Schweizer Journalistin Maurine Mercier für die arabisch-islamische Kultur und ihre Gesellschaft erwachte nach ihrem Studium der internationalen Beziehungen am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien. Die ehemalige Kriegsreporterin will Muslimen eine Stimme geben. Mercier zögerte keine Sekunde, als sie das Angebot erhielt, als Korrespondentin für das öffentlich-rechtliche Schweizer Radio und Fernsehen für das französischsprachige Publikum (RTS) nach Tunesien zu gehen. Dort reist die Waadtländerin heute regelmässig zwischen Tunesien und Libyen hin und her, um über die Region zu berichten. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. An vielen Vormittagen ist sie zwischen sechs und neun Uhr auf Sendung. Sie erklärt Hintergründe der Geschehnisse vor Ort auf einfache und ...
 
Er liebt Hummer und vermisst die Bratwurst
Mo, 23 Apr 2018 09:00:00 GMT - Er lebt seit über 50 Jahren an der Küste des US-Bundesstaats Massachusetts. Der Schweizer Architekt Thomas Amsler liebt die Region New England, die sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt. Doch noch immer vermisst er die Schweizer Bratwurst. Thomas Amsler, 81 Jahre alt, wanderte 1964 in die USA aus. In all dieser Zeit habe er nie Heimweh gehabt, betont er. "Wir haben gewisse Dinge vermisst, doch es gab so viele neue Sachen zu entdecken. Und ich bin jemand, der vorwärtsschaut. Ich denke nicht oft darüber nach, ob ich wieder nach Hause zurückkehren soll", sagt er. Der Architekt wurde 1936 im Kanton Schaffhausen im Nordosten der Schweiz geboren. Bei einem Schweiz-Besuch letzten Herbst kam er bei swissinfo.ch vorbei, um über seine Studie zum Tessiner Dorf Corippo und dessen bemerkenswerte Architektur zu sprechen. Wenn man nicht wüsste, dass er bereits über 80-jährig ist, würde man ihm nicht den Lift anbieten. Doch Amsler nimmt die Treppe mit Schwung. "Ist das ein neues ...
 
"In London habe ich alles vor meiner Haustüre"
So, 8 Apr 2018 09:00:00 GMT - Ein Studium in einer Weltstadt garantiert Kontakte in die ganze Welt. Die 23-jährige Auslandschweizerin Janina Kauz könnte für ihr Studium der interkulturellen Kommunikation kaum einen besseren Ort als London ausgewählt haben. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Janina Kauz: Ich bin zum Studieren nach London gezogen, weil es den Studiengang "Intercultural Communications in the Creative Industries" in der Schweiz nicht gibt. Das Studium hat im September 2017 begonnen, auf dieses Datum bin ich nach London gereist. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Die ersten Monate waren spannend und aufregend, aber auch ermüdend. Obwohl London nicht so weit weg ist und uns nicht sehr fremd erscheint, hat man hier doch viele neue Eindrücke und muss sich an neue Begebenheiten gewöhnen. Das hat sich aber ...
 
Für die Schweiz auf den Eisbahnen der Welt
So, 25 Mär 2018 09:00:00 GMT - Die in den USA geborene Alexia Paganini hat kürzlich erstmals an Olympischen Spielen teilgenommen ? für die Schweiz. Auch wenn der Sport und ihre Doppelbürgerschaft die 16-Jährige bereits in die ganze Welt gebracht haben, betrachtet die Eiskunstläuferin die Schweiz als ihr "Heimatland". Alexia Paganini, die in New York lebt, erreichte an den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Eiskunstlauf den 21. Rang. Erst diese Woche nahm sie an den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Mailand teil. Mit swissinfo.ch sprach sie über ihr Leben als Athletin ? und Raclette. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Ihre Eltern haben die Schweiz verlassen. Warum? Alexia Paganini: Meine Eltern haben die Schweiz im Jahr 2000 verlassen, weil mein Vater ein Executive MBA-Programm an der Columbia Universität machen wollte. Davor lebten sie in St. Moritz, mit meinem ...
 
Robert Woodrich: "Die Schweiz ist immer noch eine Art politische Oase"
So, 11 Mär 2018 10:00:00 GMT - Der 32-jährige Globetrotter Robert Woodrich wurde in Kanada geboren und lebt heute in Thailand, wo er ein eigenes Unternehmen leitet. Wegen seiner familiären Wurzeln aber war für ihn die Schweiz immer eine Art "zweite Heimat". swissinfo.ch: Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie eine Schweizer Seite haben? Robert Woodrich: Ich wurde im Ausland geboren, in Windsor, Kanada ? genau südlich der US-Stadt Detroit. Meine Schweizer Staatsbürgerschaft habe ich von meiner Oma mütterlicherseits, die von Zürich und Schwyz ausgewandert ist, zu einer Zeit, als Frauen in der Schweiz noch kein Stimm- und Wahlrecht hatten. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Bereits als Kind erfuhr ich von meiner Nationalität; meine Eltern witzelten jeweils, dass sie mich in die Schweiz schicken könnten, sollte während des Kalten Kriegs ein ...
 
Doris Hofer: Mit Sport- und Ernährungstipps zum Insta-Star
So, 18 Feb 2018 10:00:00 GMT - Fitness sei die beste Investition ihres Lebens gewesen, sagt Doris Hofer. Die 42-jährige Auslandschweizerin hat sich nach ihrer Scheidung neu erfunden. In der Türkei wurde sie mit ihren Tipps für Fitness und gesunde Ernährung zur gefragten Expertin ? besonders auch dank Instagram & Co. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Doris Hofer: Ich habe die Schweiz 2004 wegen der Liebe verlassen. Ich war mit meinem türkischen Ex-Mann knapp 10 Jahre zusammen. Wir haben zwei Kinder, Zoe und Noah. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.H.: Ich würde gerne wieder vermehrt in die Schweiz kommen und mit helvetischen Firmen arbeiten. Aber zurückziehen werden wir wohl nicht, denn wir haben eine ...
 
Emanuel Wenk: Ein grosses Herz für Tiere
So, 4 Feb 2018 10:00:00 GMT - Ein Burnout brachte ihn zu seiner Berufung. Der 42-jährige Emanuel Wenk arbeitete jahrelang in der österreichischen Gastronomie, bis er vor sieben Jahren genug hatte. Heute führt er in der Steiermark einen Gnadenhof, der nicht nur Pferden einen würdigen Lebensabend bietet, sondern auch Kindern Kontakt zu den Tieren ermöglicht. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Emanuel Wenk: Ich habe die Schweiz 2001 verlassen, weil ich mit einer Österreicherin ein Kind gezeugt habe, als sie auf Saison in der Schweiz arbeitete. Ich bin somit meinem Kind nachgereist, um das Besuchsrecht einzufordern und den Vaterpflichten nachzukommen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? E.W.: Das Vorhaben war ...
 
Eva Witschi: Unbezahlbare berufliche Erfahrungen in London
So, 21 Jan 2018 10:00:00 GMT - Bevor sie später einmal in die Schweiz zurückkehren und hier Kinder grossziehen möchte, will die 25-jährige Eva Witschi sich "etwas in der grossen weiten Welt austoben". Mit ihrem 26-jährigen Partner lebt sie seit 2016 in Grossbritannien, wo sie ihre berufliche Karriere in der Werbebranche trotz Brexit nicht gefährdet sieht. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Eva Witschi: Ich habe die Schweiz im Juli 2016 zusammen mit meinem langjährigen Partner verlassen. Es war lange ein Traum von uns beiden gewesen, länger im Ausland zu leben, und weil wir in ein englischsprachiges Land gehen wollten, lag Grossbritannien am nächsten. Wir haben ein Jahr in Birmingham gewohnt und sind im September 2017 nach London gezogen. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Ich schliesse nicht aus, dass ich in ein ...
 
Kurt Sieber: 57 Jahre in Japan ? Gedanken eines Pensionärs
So, 7 Jan 2018 10:00:00 GMT - 1960 zog er nach Japan. Der Schweizer Kurt E. Sieber war Geschäftsführer von Schweizer und österreichischen Firmen. 2011 ging er mit 73 in Pension ? und kehrte nicht zurück in die Schweiz. Wie sieht und empfindet er dieses Land, in dem er schon so lange lebt? Mit welchen Herausforderungen hat die japanische Gesellschaft zu kämpfen? "Meine Sicht auf Japan hat sich in den 57 Jahren, die ich nun in Tokio lebe, sehr verändert", sagt Kurt Sieber. "Ich habe viel nachgedacht über Japans Stellung in der Welt, die japanische Wirtschaft und Politik, die Frage, was getan werden müsste, um die gesellschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen." Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. An einigen Beispielen erklärt er, was ihn aktuell besonders beschäftigt. Fehlender Reformwille der japanischen Wirtschaft In der ...
 
Laura Gibilras: "Junge haben in Italien keine Zukunft"
Mi, 3 Jan 2018 13:00:00 GMT - Zwar wurde Laura Gibilras in Italien geboren, doch sie hatte immer eine besonders nahe Beziehung zur Schweiz, der Heimat ihrer Mutter. Seit zwei Jahren lebt die 19-Jährige im Kanton Zürich ? und hier stellt sie sich ebenfalls ihre Zukunft vor. Auch wenn die Menschen in Italien, wie sie sagt, "viel offener und kontaktfreudiger sind". swissinfo.ch: Sie sind als Auslandschweizerin in Italien geboren. Stammt jemand aus Ihrer Familie aus der Schweiz? Laura Gibilras: Ich war Auslandschweizerin, weil meine Mutter in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist. Auf einer Italienreise hat sie meinen Vater kennengelernt, und die beiden haben sich verliebt. Ich weiss, das ist sehr romantisch? Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: Welchen Bezug haben Sie zur Schweiz? L.G.: Ich hatte schon immer eine ...
 
Mit Samichlaus in der Sommerhitze ? der Advent der Auslandschweizer in 18 Bildern
Sa, 23 Dez 2017 15:00:00 GMT - Immer mehr Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer markieren ihre Bilder auf Instagram mit #WeAreSwissAbroad. Sie machen dadurch die Schweiz in der Welt sichtbar. So auch jetzt in der Adventszeit.  Vor rund eineinhalb Jahren haben wir einen Instagram-Account eingerichtet. Damit wollen wir den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern eine Plattform geben. Seither reposten wir fast täglich ausgewählte Bilder von ihnen. Und dank ihren Bildern haben wir schon viele interessante Schweizerinnen und Schweizer porträtiert, die vor kurzem oder schon länger ausgewandert sind. Zum Beispiel die Westschweizerin Coraline Chappatte, die in die Türkei ausgewandert ist, oder Manuel Schuster aus Thun, der heute auf den Philippinen lebt. Damit Sie nun nicht selber im Stream der mit #WeAreSwissAbroad markierten Bilder nach Adventsbildern suchen müssen, haben wir die schönsten und witzigsten rausgesucht. Aber Vorsicht: Sie kriegen Appetit auf frisch gebackene Weihnachts-Guetzli! 1. Poetisch ...
 
Madeleine Weiss: "Ich liebe das Leben in Indonesien"
Mi, 13 Dez 2017 12:16:00 GMT - Mit ihrem indonesischen Mann und zwei kleinen Buben zog die 31-jährige Madeleine Weiss nach Yogyakarta. Die Radiojournalistin und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache liebt das unkomplizierte Leben an einem Ort, der nur eine Jahreszeit kennt. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? Madeleine Weiss: Am 30. Juni 2015 sind wir ? mein Mann, ich und unsere zwei kleinen Kinder, damals gerade einmal drei und 22 Monate alt ? mit vier Koffern ins Flugzeug nach Indonesien gestiegen. Viel hatten wir nicht dabei. Wo, wie und von was genau wir leben würden, war damals noch unklar. Doch wir waren guten Mutes und voller Energie und Abenteuerlust. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Zwei Jahre wollten wir bleiben; im Heimatland meines ...
 
Séverine von Kaenel: Im verrosteten Campingbus nach Portugal
So, 19 Nov 2017 08:00:00 GMT - Der Traum vom Meer. Er musste bei Séverine von Kaenel lange reifen, bis sie sich letztes Jahr dazu entschied, es zu wagen. Nun lebt die 38-Jährige in einem portugiesischen Fischerdorf und hat es dank einer beruflichen Neuorientierung geschafft, ihren Traum leben zu können ? auch wenn es nicht immer einfach ist. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Séverine von Kaenel: Das Thema Auswandern beschäftigte mich seit über zehn Jahren... Ich betreibe seit meiner Jugend diverse Wassersportarten und habe mich vor Jahren ins Surfen verliebt. Am Meer leben war für mich nicht nur ein Traum, sondern eine Gewissheit. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Doch der richtige Zeitpunkt kam einfach nie (wie bei den meisten Leuten, die einen Entscheid vor sich hinschieben). Long story short: Nach ...
 
Laura Scholl: "Wie ich zur 'Heimweh-Japanerin' wurde"
Do, 2 Nov 2017 13:00:00 GMT - Während ihres Studiums lebte die 34-jährige Laura Scholl mehrere Jahre in Japan ? und wanderte danach in den Inselstaat aus. Für ein Nachdiplom-Studium ist sie nun während einem Jahr als "Heimweh-Japanerin" wieder in der Schweiz und blickt wehmütig auf ihre Zeit in Tokio zurück. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Laura Scholl: Ich habe ostasiatische Kunstgeschichte, Japanologie und Sinologie studiert. Während der Uni-Zeit war ich insgesamt drei Jahre in Japan. Bereits das erste Mal in Japan ? ein Kurzaufenthalt von sechs Wochen an einer Sprachschule in Okazaki in der Präfektur Aichi ? wusste ich, dass ich in Japan leben und arbeiten wollte. Direkt nach meinem Lizenziats-Abschluss im Frühling 2012 bin ich dann nach Japan ausgewandert, um im Bereich HR/Recruiting anzufangen. Schritt für Schritt habe ich meine Karriere weiterentwickelt, von einer vierköpfigen Boutique Headhunting-Firma zur Talent Acquisition Spezialistin bei Johnson & Johnson. Im ...
 
Nina Bader: "Das Leben in Vancouver ist viel entspannter"
Di, 17 Okt 2017 12:27:00 GMT - Die 27-jährige Nina Bader lernte während des Studiums die kanadische Stadt Vancouver lieben, und fand dort ihre Liebe und einen Job. Ihr gefallen die lockere Westküsten-Lebensart und die vielen kulinarischen Möglichkeiten, welche die Stadt am Meer bietet. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Nina Bader: Meine Geschichte ist ein wenig kompliziert ? ich war 2012 für sechs Wochen in Kanada, um das Land zu bereisen. Weil es mir so gut gefallen hatte, kehrte ich für einen sechsmonatigen Sprachaufenthalt zurück. Danach absolvierte ich ein College-Jahr in Vancouver, und da ich immer noch nicht genug von der Stadt und ausserdem in der Zwischenzeit meinen Freund kennengelernt hatte, suchte ich mir nach meinem Masterabschluss einen Job in Vancouver. Nun arbeite ich seit sieben Monaten bei der Schweizer Handelskammer. Die ersten Monate waren eine Achterbahn der Gefühle ? alles ist neu und aufregend, und gleichzeitig ist man auch ein wenig vom Heimweh geplagt. Ich ...
 
Luca Orduña: Schweizer Uhren für die Mega-Stadt Tokio
So, 1 Okt 2017 12:00:00 GMT - Der 27-jährige Luca Orduña setzte alles auf eine Karte. Er ging mit 22 Jahren zum ersten Mal nach Japan und machte sich dort selbstständig. Der vom vielfältigen Essen und von der Natur faszinierte Abenteurer denkt auch jetzt noch nicht an eine Rückkehr in die Schweiz. In seinem Berufsleben hat er als Chef einer Distributionsfirma von Schweizer Uhren trotzdem enge Beziehungen zur Heimat. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Luca Orduña: Meine Eltern besitzen ein Reisebüro in Zürich, weshalb ich schon von klein auf die Möglichkeit hatte, die Welt zu entdecken und früh von den asiatischen Kulturen und Sprachen begeistert war. Während meines Studiums in St. Gallen besuchte ich einen Kurs über Kultur in Japan und war fasziniert von dieser facettenreichen Kultur. Während dieses Kurses wurde ich auch das erste Mal auf die Schweizerisch-Japanische Handelskammer (SJCC) aufmerksam. Diese bietet ein Stipendium für junge Schweizer an, die ihrer Ausbildung ein ...
 
René Wittwer: Ein sportlicher Globetrotter geniesst das Leben
Di, 12 Sep 2017 12:30:00 GMT - Der ehemalige Eishockey-Crack aus Langnau im Emmental gehört zu den Senioren, die ihren Lebensabend in Thailand verbringen. In der Schweiz hatte René Wittwer bereits eine schweizerisch-thailändische Familie. Zusammen mit seiner jetzigen thailändischen Partnerin hat er seine Zelte definitiv im Süden Thailands aufgeschlagen. Auf die Frage, weshalb ihr Vater vor knapp sechs Jahren nach Thailand ausgewandert sei, meint seine 24-jährige Tochter lakonisch: "Er hatte die Nase voll." Bei näherer Betrachtung der Umstände fällt die Antwort dann doch etwas differenzierter aus. René Wittwer, gelernter Maurer und später Disponent im Baugewerbe, war als Jugendlicher und junger Mann vor allem eines, nämlich leidenschaftlicher Eishockeyspieler. Dank Talent und Trainingsfleiss stieg er zum gefragten Spitzenspieler im Eishockeydorf Langnau auf ? der Emmentaler Hauptort hat seit 1946 ein Hockey-Team, das mehrheitlich in der höchsten Schweizer Spielklasse kämpft. Sein Hobby konnte der heute ...
 
Jacqueline Tschumi: "Wenig Flexibilität im japanischen Arbeitsalltag"
Mo, 28 Aug 2017 12:00:00 GMT - Sie ging für eine kurze Ausbildung nach Japan. Und wollte nicht mehr zurück in die Schweiz ? es war eine Liebe auf den ersten Blick. Nun lebt die bald 33-jährige Jacqueline Tschumi seit über fünf Jahren im Land der aufgehenden Sonne, wo sie sich einzig in der Arbeitswelt etwas mehr Innovation wünscht. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Jacqueline Tschumi: Ich hatte mich für eine Praktikumsstelle bei der Schweizer Botschaft beworben, um in Japan Arbeitserfahrung zu sammeln und Diplomatenluft zu schnuppern. Aus ursprünglich vier Monaten wurde ein Jahr, und daraus ? nach einem kurzen Aufenthalt in der Schweiz ? weitere dreieinhalb Jahre als Festangestellte an der Botschaft. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? J.T.: Zeitlich kann ich keine genauen Angaben machen, aber ich gehe davon aus, dass ich wieder in die Schweiz zurückkehren werde. swissinfo.ch: Wie waren die ersten ...
 
Coraline Chapatte: Was aus dem "Umweg" über Istanbul wurde?
Di, 15 Aug 2017 14:00:00 GMT - Die 36-Jährige Neuenburgerin Coraline Chapatte hat sich der Fitness verschrieben. Als semi-professionelle Triathletin steht ihr Leben in Istanbul im Zeichen des Sports. Die Bosporus-Metropole, über die sie eigentlich nur einen "Umweg" machen wollte, sei für sportliche Aktivtäten sehr gut geeignet, sagt die Auslandschweizerin. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Coraline Chapatte: Ich hatte eigentlich nicht die Absicht, die Schweiz zu verlassen. Nach der Fussball-Europameisterschaft 2008, während der ich für die Schweizerischen Bundesbahnen im Transportprojekt gearbeitet hatte, ging ich für drei Monate in die Südtürkei. In Ka? wollte ich mein Tauchbrevet als Divemaster absolvieren und den Sommer verbringen. Aus diesen drei Monaten wurden zuerst einmal drei Jahre als Tauchlehrerin, Unterwasser-Fotografin und -Filmerin sowie als Angestellte im Verkauf und Marketing von Tauch- und Sportferien. Nach drei Jahren am, auf und im Meer machte sich bei mir aber ...
 
Raphael Knopf: "Mein Häuschen in Neuseeland"
Do, 10 Aug 2017 11:58:00 GMT - Der 38-jährige Raphael Knopf hat sein Glück auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel gefunden. Vor 15 Jahren verliess er seinen Geburtsort in der Westschweizer Region Broye Richtung Neuseeland. Seither produziert er dort Bio-Honig im Einklang mit der wilden Natur in seiner Wahlheimat. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Raphael Knopf: Das war im September 2002. Nachdem ich Fähigkeitsausweise in zwei Berufen erworben und den Militärdienst absolviert hatte, plante ich, nach Nepal zu gehen, um beim Bau eines Staudamms mitzuhelfen. Aber weil dort ein Bürgerkrieg ausbrach, war das nicht möglich. Deshalb war meine zweite Wahl Australien, danach Neuseeland. Ich wollte Neues erleben und hatte das Verlangen nach viel Platz und Abenteuern. swissinfo.ch: Wie verliefen die ersten Monate? R.K.: Ich fühlte mich entwurzelt. Ich sprach kaum Englisch. Während meiner Schulzeit hatte ich kein Interesse, Englisch zu lernen, weil ich dachte ? und das denke ich ...
 
Wie Schweizer weltweit den 1. August feierten
Mi, 2 Aug 2017 12:41:00 GMT - Schweizerinnen und Schweizer im Ausland zeigen, wie sie den Nationalfeiertag zelebrierten. Von Singapur über Neuseeland, USA, Norwegen, Schweden, Bangladesch und Katar bis Kanada: Wir bekamen Fotos aus allen Ecken der Welt von Leuten, die mit ihren Familien und Freunden Schweizer Spezialitäten assen und den Tag feierten. Kartoffeln mit Käse war ein wiederkehrendes Thema, ob in Frankreich, Schweden oder Südkorea. Gewisse Schweizer Getränke haben es in sich, auch in England und Australien.  Machen Sie die globale Schweiz sichtbar: Markieren Sie Ihre Instagram-Bilder mit #WeAreSwissAbroad Wir werden ausgewählte Bilder und Videos auf unserem Instagram-Account reposten und hoffen, dass wir beim Stöbern im #WeAreSwissAbroad-Stream viele interessante Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer und ihre Geschichten entdecken. Es ist uns ein grosses Anliegen, auf swissinfo.ch Ihnen und Ihren Erlebnissen in Form von Porträts, Anekdoten und Geschichten eine Plattform zu ...
 
Anti-westliche Ressentiments in Thailand
Fr, 24 Apr 2020 11:00:00 GMT - Die Coronavirus-Pandemie legte zu Beginn im Westen einen latenten Rassismus gegenüber Chinesen und Asiaten offen. Nun hat sich das Epizentrum von China nach Europa verlagert ? und mit ihm die Ressentiments. Thailänderinnen und Thailänder sind berühmt für ihr Lächeln und ihre herausragende Gastfreundschaft. Mit mehr als 39 Millionen Touristen im Jahr 2019, darunter rund 210'000 aus der Schweiz, ist das Königreich gewohnt, Gäste aus aller Welt zu empfangen. Und das Zusammenleben verläuft im Allgemeinen reibungslos. Da Europa jedoch zur wichtigsten Quelle des Coronavirus wurde und die meisten Länder Europas als gefährdet eingestuft wurden, sind es nun Thailänder und Thailänderinnen, die manchmal mit finsterem Blick auf die "Farangs" (ein Begriff, der Weisse aus dem Westen bezeichnet) herabschauen. Gesundheitsminister sticht in Wespennest Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul ist eine umstrittene politische Figur, bekannt für seine verbalen Ausbrüche. Am 7. Februar ...
 
Für diese Auslandschweizer war das Virus der Ruin
Fr, 24 Apr 2020 10:00:00 GMT - Trotz Lohnausfall kaum Staatshilfe in Sicht: Für viele Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen hat die Covid19-Krise bereits heute existenzielle Folgen. Geschlossene Geschäfte, leergefegte Strassen, Hausarrest für Millionen Menschen weltweit  ? Corona zwingt die Wirtschaft in die Knie. Die langfristigen Folgen lassen sich erst erahnen. In Ländern, in denen die Löhne tief, die Ersparnisse knapp und die staatlichen Hilfsmassnahmen dürftig sind, sehen sich viele Menschen schon in diesen Tagen mit sehr grundlegenden Entscheidungen konfrontiert. "Essen können wir uns gerade noch leisten, für die Miete wird?s aber knapp. In ein bis zwei Monaten werden unsere Ersparnisse aufgebraucht sein. Was dann ist, weiss ich nicht", gibt Sandra Caduff Menzli gegenüber swissinfo.ch unumwunden zu. Gemeinsam mit Ehemann Luis betreibt sie ein kleines Geschäft im portugiesischen Surfer Mekka Peniche. Den Grossteil ihrer Ersparnisse haben sie kürzlich in den Umbau einer alten Fabrikhalle investiert.
 
So begegnen Auslandschweizer dem Lockdown-Blues
So, 12 Apr 2020 09:00:00 GMT - Das Coronavirus raubt Millionen von Menschen auf der Welt ihr Sozialleben und zwingt sie in die Einsamkeit. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer leiden darunter besonders. Doch es gibt Strategien. Ein Blick um die Welt. Viele Länder haben Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen. Orte, an denen Menschen zusammenkommen und Kontakte knüpfen, bleiben geschlossen. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern tut das doppelt weh: Sie sind weit weg von ihren Familien und ihrem Heimatland. Zudem entsteht ein Gefühl der Gefangenschaft in der Wahlheimat. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden?  Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich ein kurzes Briefing mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android ? iPhone Gilda Hermann-Billo in Italien berichtet: "Ich hätte meine Familie in der Schweiz für drei Wochen besuchen sollen, aber ich musste mein Ticket annullieren. In der Zwischenzeit bleibe ich hier und hoffe, ...
 
Grösste Rückholaktion in der Schweizer Geschichte
Do, 9 Apr 2020 13:00:00 GMT - Auf der ganzen Welt sind auf Grund der Corona-Krise Schweizer Touristen gestrandet. Sie erlebten Tage grosser Unsicherheit. Komme ich überhaupt noch nach Hause? Der Alptraum endete für viele Schweizerinnen und Schweizer nur dank enormer Anstrengungen der Schweizer Diplomatie. Das bezeugen auch zwei aus Südamerika zurückgeholte Schweizer gegenüber swissinfo.ch. Rund 3000 Schweizer Bürger, die in Asien, Afrika, Lateinamerika und Ozeanien festsassen, konnten zwischen dem 12. März und 8. April in die Schweiz gebracht werden. Das Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) organisierte insgesamt 23 Sonderflüge für die Repatriierung dieser Landsleute. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden? Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich ein kurzes Briefing mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android ? iPhone Hans-Peter Lenz, Chef des EDA-Krisenmanagementzentrums, sprach von "der grössten Rückholaktion aller Zeiten".
 
Kein Geld, kaum Hilfe, aber ein Koffer voller Hoffnung
Mo, 6 Apr 2020 12:00:00 GMT - Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer stehen teils vor existentiellen Problemen. Ob sie auf Hilfe der Schweiz zählen können, ist fraglich. Das Beispiel von Patrik Schneider aus Kolumbien zeigt, wie hoch die Hürden sind. Und wieviel Pioniergeist jetzt gefragt ist. "Berücksichtigt die milliardenschwere Soforthilfe des Bundes uns auch?" Eine Frage, die sich zahlreiche Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in diesen Tagen stellen. Gibt es doch viele, die sich im Ausland selbständig gemacht und sich über Jahre ein eigenes Unternehmen aufgebaut haben. Dann kam das Virus. Das Schweizer Restaurant in Thailand, das Nagelstudio in Kolumbien oder das Bed and Breakfast in Italien: Früher oder später mussten sie ihren Betrieb im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus einstellen ? spätestens der fast überall verordnete Lockdown zwang sie dazu. Die oftmals einzige Einnahmequelle brach von einem Tag auf den anderen weg. Während die einen hoffen, dass der Spuk schnell vorüber geht ...
 
"Corona hat mir die Augen geöffnet"
Do, 2 Apr 2020 08:06:00 GMT - Schnell zurück in die alte Heimat reisen: ein Privileg aus Prä-Corona-Zeiten, das Auslandschweizer nun schmerzlich vermissen. Man kann zurück, wenn man will. Eine Gewissheit, die für viele Auslandschweizer jahrelang eine enorm beruhigende Wirkung hatte. Denn die Welt ist gefühlt grenzenlos, ? zumindest mit einem Schweizer Pass und dank günstiger Flug- und Zugverbindungen.  Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden?  Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android oder ? iPhone Man konnte zurück in die Schweiz, wenn und wann man wollte. Diese Zeiten sind nun zumindest vorübergehend vorbei. Flüge wurden gestrichen, Flughäfen geschlossen, Grenzen dicht gemacht. Plötzlich ist die alte Heimat schier unerreichbar, sogar von Frankreich und Deutschland aus ? dort, wo die meisten Auslandschweizer leben. Das macht Angst, verunsichert und stellt ...
 
"Die Sozialhilfe kommt für Auslandschweizer nur im Extremfall zum Tragen"
Mi, 1 Apr 2020 12:00:00 GMT - Die Beratungsdienste für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer der Genossenschaft Soliswiss werden derzeit rege genutzt. Die Geschäftsführerin von Soliswiss, Nicole Töpperwien, sagt mit welchen Anfragen sie im Moment konfrontiert sind. Dabei haben wir erfahren, dass Auslandschweizer viele verschiedene Möglichkeiten haben, Unterstützung zu erhalten. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden? Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich ein kurzes Briefing mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android ? iPhone Sie beraten Menschen rund ums Auswandern, Globetrotten, Reisen und Rückkehren. Wie erleben Sie diese Tage? Nicole Töpperwien: Wir haben vor allem am Anfang der Corona-Krise, als es zu Reisebeschränkungen kam, eine sehr grosse Anzahl von Anfragen erhalten. In den ersten Tagen ging es hauptsächlich um die Rückreise in die Schweiz, nun erhalten wir viele Anfragen wegen finanzieller Sorgen. Sprich: Die ...
 
Auslandschweizer-Community zeigt sich kritisch gegenüber Bundesrat
Mi, 1 Apr 2020 10:00:00 GMT - Die Fünfte Schweiz beobachtet aus der Ferne, wie die Regierung ihres Heimatlandes mit der Coronavirus-Krise umgeht. Während die einen nachsichtig sind, stehen die anderen dem Aktionsplan kritisch gegenüber. Vielen dauert es zu langsam. Wir haben einige Stimmen aus der Ausland-Community zusammengefasst, die uns auf verschiedenen Kanälen erreicht haben. Italien war das erste Land in Europa, das vom Coronavirus heimgesucht wurde. Die Schweiz verzeichnete ihren ersten Fall am 25. Februar 2020. Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben von ihren Wahlheimaten aus beobachtet, welche Massnahmen die Kantone und der Bundesrat anschliessend ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Community vergleicht die Bewältigung der Krise in der Schweiz mit dem Vorgehen in ihrem jeweiligen Land und ist mit ihrem Heimatland nicht zufrieden. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden? Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich ein kurzes ...
 
Auswanderungstrend der Schweizer hält an
Di, 31 Mär 2020 09:08:00 GMT - Auch im Jahr 2019 stieg die Zahl der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Mehr als jede zehnte Schweizer Person lebt im Ausland. Nahezu zwei Drittel von ihnen leben in europäischen Ländern, hauptsächlich in Frankreich. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die neusten Zahlen über die Fünfte Schweiz publiziert. Diese bestätigen den Trend der letzten Jahre: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ? in allen Altersklassen ? leben im Ausland. 2019 waren 770'900 Schweizerinnen und Schweizer bei einer Vertretung der Schweiz im Ausland angemeldet, was gegenüber 2018 einem Anstieg von 1,4% entspricht. Einzig auf dem afrikanischen Kontinent schrumpfte die Schweizer Community. Europa bleibt Ziel Nummer Eins 63% der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer leben in einem europäischen Land. Frankreich bleibt mit 199'800 Schweizerinnen und Schweizern das beliebteste Land, gefolgt von Deutschland (92'200) und Italien (49'800). Mehr Frauen als Männer wandern aus der Schweiz in ein ...
 
Schutzmasken ja oder nein?
Mi, 25 Mär 2020 14:30:00 GMT - "Muss die Bevölkerung in Ihrer Wahlheimat Schutzmasken tragen? Und hält sie sich daran?" SWI swissinfo.ch hat bei den Schweizerinnnen und Schweizern im Ausland nachgefragt. In der Schweiz ist das Tragen von Hygienemasken in der aktuellen Corona-Krise ein umstrittenes Thema. In der Öffentlichkeit sieht man kaum Menschen, die eine Maske tragen. Das Bundesamt für Gesundheit rät gesunden Menschen vom Tragen der Masken sogar ab. Man wähne sich so in falscher Sicherheit, der Sicherheitsabstand von zwei Metern könnte dadurch eher missachtet werden. Andere Länder, andere Sitten. Wie weltweit mit der Ausbreitung des Virus umgegangen wird, unterscheidet sich von Land zu Land stark. Wir wollten von unserer Auslandschweizer-Community wissen, ob sie von den Behörden in ihrer Wahlheimat dazu aufgefordert würden, Hygienemasken zu tragen. Und ob sich die Bevölkerung daranhalte.  Zahlreiche Meldungen aus aller Welt haben SWI swissinfo.ch erreicht. Wolfgang Ruetz aus Venezuela etwa beantwortete ...
 
Auslandschweizer, blockiert in der Schweiz
Fr, 20 Mär 2020 11:00:00 GMT - Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die in der Schweiz Ferien machen, schaffen es angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus nicht mehr zurück in ihre Wahlheimat. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden?  Mit der ?-App "SWI plus" erhalten Sie täglich ein kurzes Briefing mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android oder ? iPhone "Mit Müh und Not habe ich es noch zurückgeschafft", erzählt Anita Stoppini aus Ägypten. Die 35-jährige Tauchlehrerin ist am Dienstag nach mehreren gescheiterten Flugbuchungen via Paris zurück nach Kairo geflogen. "Der Flug war völlig überteuert, aber Hauptsache ich hatte noch Platz und konnte zurück nach Sharm-el-Sheikh", erzählt die gebürtige Zürcherin. Stoppinis Zukunftspläne wurden abrupt über den Haufen geworfen. Nach drei Jahren in Ägypten ist sie am 21. Februar in die Schweiz gereist, um wieder einmal Familie und Freunde zu sehen und ihren 35. Geburtstag zu Hause zu ...
 
Macrons Appell beruhigt Schweizer in Frankreich halbwegs
Di, 17 Mär 2020 15:50:00 GMT - Präsident Macron hat eine "allgemeine Mobilisierung" gegen das Coronavirus angeordnet. "Konsequent, aber verspätet", findet man in der Schweizer Community.. "Wir sind im Krieg" gegen einen "unsichtbaren, schwer fassbaren" Feind, sagte Emmanuel Macron am Montagabend. Der französische Präsident kündigte ausserordentliche Massnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus an. Während mindestens zwei Wochen darf das Haus nur noch verlassen, wer Einkaufen, zur Arbeit oder in ärztliche Behandlung gehen muss. Also eine fast vollständige Abschottung, wie in Italien und Spanien. "Diese Massnahmen sind konsequent, auch wenn sie etwas spät kommen", sagt Jean-Paul Aeschlimann, Präsident der Société Helvétique de Montpellier-Languedoc-Roussillon. "Herr Macron stimmt einen kriegerischen Ton an, um die Menschen auf die Situation aufmerksam zu machen."  "Wenn die Italiener und Spanier es tun, warum sollten wir es nicht auch tun?" fügt der Pflanzenschutz-Forscher hinzu. Die Klischees, ...
 
So erleben Schweizer im Ausland die Corona-Krise
Fr, 13 Mär 2020 16:21:00 GMT - ??????? Die Ereignisse überschlagen sich. Was heute gilt, kann morgen wieder anders sein: Hier werden Flüge gestrichen, dort Einreisesperren verhängt. Alle wünschen sich Normalität zurück. Schweizerinnen und Schweizer im Ausland erzählen, wie sie die Corona-Krise erleben. Eine Momentaufnahme. "Hier in Brasilien ist noch alles ruhig", schreibt Annie Rissi. Zumindest war das vor zwei Tagen der Fall, als sie sich via Social Media bei SWI swissinfo.ch meldete. Das Gleiche berichtet Herbert Biner aus Brasilien. Weiter nördlich lebt Auslandschweizerin Claudia Neuhaus. Sie berichtet aus Panama: "Alles ruhig hier, wir haben seit Montag den ersten bestätigten Fall. Mal sehen, ob es so bleibt." Es ist nicht ruhig geblieben: Mittlerweile muss Panama ein Todesopfer beklagen ? das erste auf dem  zentralamerikanischen Kontinent. Nebst Uruguay ist nur noch Venezuela auf dem südamerikanischen Kontinent vom Virus verschont geblieben (Stand 13.3.). Deshalb schreibt Wolfgang Ruetz: "Hier ist das ...
 
"Das Virus kennt keine Landesgrenzen"
Mi, 11 Mär 2020 13:34:00 GMT - Ganz Italien wurde zur Sperrzone erklärt. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, allen voran die 29-jährige Angela Katsikantamis, erzählen, wie sie die aktuelle Situation erleben.  "Ich bin besorgt", sagt die 29-jährige Angela Katsikantamis aus Perugia. Die junge Auslandschweizerin meint damit aber nicht etwa ihre eigene Situation ? isoliert zu Hause in der Provinz Umbrien ? nein, sie spricht diejenige in der Schweiz an. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden?  Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich ein kurzes Briefing mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android oder ? iPhone "Meine Schwester geht in Lugano immer noch zur Schule", erzählt sie. Sie finde das verantwortungslos. "Ich hoffe, dass sich die Schweiz schneller organisiert und handelt." Die Familie von Katsikantamis lebt aktuell in Lugano. Ihr Vater und sie sitzen momentan jedoch in ihrem Haus in Perugia fest. Es sei nicht sicher, ob sie ...
 
Coronavirus: Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer fliehen aus Italien
Mo, 2 Mär 2020 08:09:00 GMT - Das Coronavirus breitet sich aus. Heute wurden in der Schweiz Grossveranstaltungen bis Mitte März abgesagt. In Italien herrscht schon seit einer Woche ein Ausnahmezustand. SWI swissinfo.ch hat bei Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern in Italien nachgefragt, wie sie die Situation einschätzen.  Fussballspiele, Fasnacht, Autosalon. In der Schweiz wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus Veranstaltungen mit über 1000 Personen verboten. In Italien wurden ähnliche Massnahmen bereits Anfang Woche beschlossen. Ganze Städte stehen unter Quarantäne. Nach wie vor gibt es in unserem südlichen Nachbarland die meisten Fälle von Infizierten. Wir haben bei Auslandschweizern nachgefragt, wie sie die Situation vor Ort erleben. So berichtete Daniel C. Rohr, Politikberater, Dozent und Autor, der in Venedig und Padua lebt, auf Twitter dass die Stimmung "strange" sei. "Es ist markant ruhiger geworden, es hat viel weniger Leute auf der Strasse", sagt er heute am Telefon gegenüber SWI swissinfo.
 
Post lanciert nochmals ihr E-Voting-System und erntet Kritik
Mi, 3 Jun 2020 11:00:00 GMT - Das für Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen so wichtige E-Voting wird derzeit kontrovers diskutiert. Im Zentrum der Kritik steht die Schweizerische Post. Sie hat das seit letztem Jahr wegen gravierender Mängel suspendierte E-Voting-System von der spanischen Scytl übernommen, um es unabhängig von ihrem ehemaligen Technologiepartner weiterzuentwickeln. Letzterer ist inzwischen bankrott. Die Transaktion wurde am 17. Mai vom Zürcher Sonntagsblick aufgedeckt. Die Zeitung hatte die Post um Aufklärung gebeten, nachdem aus Barcelona bekannt wurde, dass Scytl ein Konkursverfahren eingeleitet hatte. Der Preis wird absolut vertraulich behandelt. Die Post hatte bereits Ende Sommer 2019 beschlossen, das von ihr zuvor in Zusammenarbeit mit Scytl vorgeschlagene E-Voting-System in Eigenregie weiterzuentwickeln. Nach mehrmonatigen Verhandlungen habe sie die Rechte am Quellcode erworben, wie der Sprecher des gelben Riesen Oliver Flüeler in einer schriftlichen Antwort an swissinfo.ch mitteilte.
 
Neuer Schlag für das E-Voting in der Schweiz
Di, 10 Dez 2019 06:58:00 GMT - E-Voting muss gestoppt werden, sagt der Nationalrat. Das neue Parlament hat kein Vertrauen in dieses Instrument, nachdem Anfang Jahr Sicherheitslücken bekannt wurden. Die Entwicklung der elektronischen Stimmabgabe könnte auf unbestimmte Zeit eingefroren werden. Der Nationalrat hat am Montag mit 100 zu 75 Stimmen bei 7 Enthaltungen eine parlamentarische Initiative des ehemaligen SVP-Nationalrats Claudio Zanetti angenommen. Der Text fordert einen "Marschhalt", konkret: die Aussetzung aller Arbeiten an der elektronischen Stimmabgabe, bis die Regierung einen Bericht vorlegt, aus dem hervorgeht, dass Sicherheitsprobleme gelöst wurden und dass dieses Instrument wirklich einem Bedarf entspricht. DIe Initiative wurde von von der SVP-Fraktion, den Grünen, einer Mehrheit der Grünliberalen und einigen Sozialdemokraten unterstützt. Die Parlamentarier und Parlamentarierinnen stellten fest, dass das Vertrauen ins E-Voting nach der Entdeckung schwerer Sicherheitslücken in dem von der Post ...
 
E-Voting bleibt mehr denn je Priorität für Fünfte Schweiz
Fr, 16 Aug 2019 16:34:00 GMT - Bund und Kantone müssen "ein zuverlässiges, vertrauenswürdiges und finanziell tragbares elektronisches Abstimmungssystem" zur Verfügung stellen: Das verlangt der Auslandschweizerrat in Montreux. Er betont, dies sei für die meisten Schweizer Expats die einzige Möglichkeit, ihre politischen Rechte auszuüben. Der 20. Oktober hätte die Krönung vieler Bemühungen um eine breite Einführung des E-Votings sein sollen. Denn die Schweizer Landesregierung (Bundesrat) hatte sich zum Ziel gesetzt, dieses bei den Nationalratswahlen 2019 in zwei Dritteln der Kantone einzuführen. Stattdessen wird er nun ein schwarzes Datum in der Geschichte der Auslandschweizer markieren, denn niemand wird mehr über das Internet abstimmen können. Der aus Sicherheitsgründen erfolgte Rückzug sowohl der bisher in der Schweiz verwendeten Online-Voting-Systeme als auch des jüngsten Regierungsbeschlusses, die Umwandlung des E-Votings in einen gewöhnlichen Abstimmungskanal nur vorübergehend aufzugeben, war für die ...
 
Auslandschweizer-Organisation beklagt "Führungsschwäche" der Regierung beim E-Voting
Mi, 14 Aug 2019 14:00:00 GMT - Was bedeutet das faktische Ende der E-Voting-Optionen für die Schweizer Community im Ausland? Der Präsident der Auslandschweizer-Organisation bringt seine Besorgnis zum Ausdruck und skizziert im Vorfeld der Eidgenössischen Wahlen vom Oktober die Optionen. Die elektronische Stimmabgabe ist für Stimmberechtigte im Schweizer System der direkten Demokratie keine Option mehr, nachdem die Regierung jüngst entschieden hat, die Pläne für eine permanente und flächendeckende Einführung von Online-Instrumenten fallen zu lassen; zudem wurden die beiden Systeme, die während längeren Testphasen im Einsatz standen, ausser Betrieb genommen. Inmitten wachsender Skepsis in der Bevölkerung gegenüber der neuen Technologie argumentierten die Behörden und IT-Unternehmen vor allem mit technischen Mängeln und Sicherheitsbedenken. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) zeigte sich schockiert über die Abkehr der Regierung von ihrer bisher verfolgten Politik. Die Organisation hatte in den letzten 16 ...
 
Diese Argumente haben das E-Voting in der Schweiz gestoppt
Fr, 2 Aug 2019 07:26:00 GMT - Die Geschichte von E-Voting in der Schweiz ist die eines kühnen Traums mit Bruchlandung. Das Schicksal dieses Projektes ist nun mehr als ungewiss. Die Skeptiker haben sich durchgesetzt. Wir redeten mit ihnen. Die Debatte um E-Voting zeigt auch, wie direkte Demokratie in der Schweiz funktioniert. Hier kurz der Hintergrund im Schnelldurchlauf: Die Regierung legt ein Projekt auf den Tisch. Gegner, hier IT-Profis, äusserten prompt Skepsis und Kritik. Es entstand eine emotionale Debatte zwischen Politikern, Behördenvertreterinnen und den IT-Profis. Die Debatte führte zu einem informierten Entscheid. Das Argument, das sich durchgesetzt hat: Die Manipulationsrisiken sind zu gross, denn sie drohen, das politische Rückgrat der Schweiz zu brechen: die direkte Demokratie. Zur Demokratie gehört aber auch der Grundsatz: Kein Entscheid ist in Stein gemeisselt. Hernâni Marques und Adrian Aulbach gehören zu den Skeptikern. Marques ist Computerlinguist, Soziologe, Neuroinformatiker und ...
 
"Einst war die Schweiz von Feinden umzingelt, heute von Freunden"
Mi, 17 Jul 2019 14:00:00 GMT - Knapp 550 Kilometer: Die Distanz von der Schweizer Grenze in Basel nach Aachen in Deutschland reicht, dass dortige Auslandschweizer ihr Ursprungsland aus europäischer Perspektive sehen ? nämlich am liebsten als Mitglied der EU. Dies trifft zumindest auf die Ü60-Fraktion zu, die am Podiumsgespräch teilnahmen, das swissinfo.ch im Rahmen von #SWIontour in der deutschen Universitätsstadt mit ihren rund 100'000 Studierenden  organisierte (siehe auch Box am Schluss).  Überraschenderweise waren es die beiden jüngeren Mitglieder der Auslandschweizer Community Aachen, die für eine unabhängige Schweiz plädierten. In einem Talk haben wir Mitte Juni fünf Mitgliedern des Schweizer-Clubs Aachen den Puls genommen. Zu Themen, welche die Schweizer Parlamentswahlen von kommendem Oktober prägen. Die Debatte zu sechs Themen haben wir in separaten Videos festgehalten. Die Teilnehmenden der Runde sind (von links): Bernhard Lüscher, 63, Professor für Molekularbiologie; Wolfgang Rüsges, 78, ehemals ...
 
E-Voting auf Eis: Was bleibt von den Bemühungen?
Do, 27 Jun 2019 13:53:00 GMT - Schlag für das E-Voting in der Schweiz: Die Bundesrat will es nicht mehr in einen gewöhnlichen Abstimmungskanal überführen. Expertin Ardita Driza Maurer ist aber zuversichtlich, dass die Schweiz aus den bisherigen Bemühungen und Erfahrungen viel mitnehmen kann. Der Entscheid des Bundesrats sei eine "weise und logische Reaktion, welche die Ergebnisse der Transparenzübung vom Februar bis März 2019 berücksichtigt". Das sagt Ardita Driza Maurer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich. Sie forscht am Zentrum für Demokratie in Aarau (ZDA) über politische Rechte und neue Technologien. In der Vernehmlassung über das E-Voting erhielt der Bundesrat nicht die notwendige politische Unterstützung. "Die Mehrheit der Parteien hielt diesen Schritt für verfrüht", gab die Bundeskanzlei heute in einer Mitteilung bekannt. Mit anderen Worten: E-Voting ist zwar nicht ganz beerdigt. Aber die flächendeckende Einführung, so der Plan der Regierung, rückt in weite Ferne. Die Lücken im ...
 
Marschhalt beim E-Voting: Was bedeutet das für die Fünfte Schweiz?
Do, 27 Jun 2019 12:10:00 GMT - 7% der stimmberechtigten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer forderten in einer Petition ein E-Voting-System. Es gibt viele, die sich diskriminiert fühlen. Aber mindestens ebenso viele, die sich nicht in die Schweizer Politik einschalten wollen. Die Fünfte Schweiz wird diesen Schlag verdauen.  Angesichts der hohen Kosten, peinlichen Pannen und der potentiellen Schäden ist es in den letzten Monaten immer schwieriger geworden, der Schweizer Bevölkerung den Nutzen des E-Votings zu erklären. Es gab hier kein dringendes Problem, das mit E-Voting kleiner geworden worden wäre. Profitiert hätten in erster Linie die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Diese stellen einen Zehntel der Schweizer Bevölkerung, es sind rund 760 000 Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Ein Viertel von ihnen haben sich als Stimmende registriert. Hunderte, vielleicht Tausende Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind aber von der Schweizer Demokratie abgeschnitten, weil das Hin- und Hersenden ...
 
Kommt jetzt der Stimmzettel, den man zu Hause ausdrucken kann?
Di, 18 Jun 2019 15:49:00 GMT - Abstimmungsunterlagen per Internet erhalten, sie zu Hause ausdrucken, ausfüllen und per Post zurückschicken: So könnte die Lösung aussehen, der Fünften Schweiz die Teilnahme an Abstimmungen zu erleichtern. Ein vom Nationalrat am Dienstag angenommener Vorschlag stösst bei der Auslandschweizer- Organisation auf Interesse. Im Kampf um eine erleichterte Teilnahme der Fünften Schweiz an Abstimmungen und Wahlen in ihrer Heimat kommt es zu einem Paradigmenwechsel: Die Ausdehnung des E-Votings auf alle Schweizer Stimmberechtigten im Ausland bläst ein kühler Wind entgegen. Nun nahm die grosse Parlamentskammer (Nationalrat) mit 115 zu 69 Stimmen einen Antrag an, der die elektronische Stimmabgabe durch den elektronischen Versand der Stimmunterlagen ersetzen will. Anstatt die Möglichkeiten der Online-Wahl weiterzuentwickeln, schlägt Claudio Zanetti vor, das Problem umgekehrt anzugehen: Der Parlamentarier der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) bat die Regierung, den ...
 
Auslandschweizer zeigen den Weg zum E-Voting
Do, 21 Mär 2019 07:30:00 GMT - Die Zukunft der Demokratie wird digital sein: Davon ist der Schweizer Physiker Franz Muheim überzeugt. Als Auslandschweizer kämpft er für die Einführung von E-Voting. Hier antwortet er auf die Bedenken der Gegner. Innerhalb der Schweiz hat die Kritik am E-Voting im letzten Jahr stark zugenommen. Obwohl E-Voting seit 2003 in 300 Abstimmungen ohne Probleme benützt wurde, ist jetzt eine Initiative gestartet worden, welche ein Moratorium für E-Voting in die Verfassung schreiben will. Diese wird von Politikern in vielen Parteien unterstützt. Viele der Gegner geben offen zu, dass sie E-Voting verbieten wollen. Als Auslandschweizer bin ich sehr besorgt über diese Entwicklung. Das Auslandschweizergesetz verlangt die Durchführung von Versuchen zur elektronischen Stimmabgabe für Auslandschweizerinnen und -schweizern. Ein Verbot würde dazu führen, dass die Auslandschweizer ? nicht zum ersten Mal ? zu "collateral damage" in einer politischen Auseinandersetzung gemacht werden. Damit ...
 
Schweizerische Post lässt Hacker-Armada auf eigenes E-Voting-System los
Do, 14 Feb 2019 14:42:00 GMT - Hackerinnen und Hacker hereinspaziert! Die Post lädt Computerprofis ein, ihr E-Voting-System auf Herz und Nieren nach Sicherheitslücken zu prüfen. Den Besten winken Geldpreise bis zu 50'000 Franken. Kritiker bezeichnen den Test als Farce. Eindringen erwünscht: Computer-Hackerinnen und -Hacker sollen einen Monat lang das E-Voting-System der Schweizerischen Post legal angreifen. Ziel des Tests, der vom 25. Februar bis 24. März dauert, ist die Optimierung der Sicherheit. Bis Mittwoch hatten sich fast 1800 Hackerinnen und Hacker angemeldet: 28% stammen aus der Schweiz, 15% aus Frankreich, 6% aus den USA und 5% aus Deutschland. Politisch am Wackeln In den letzten 15 Jahren haben mehrere Kantone E-Voting probeweise mit Systemen der Post oder des Kantons Genf eingesetzt. Viele Schweizer Stimmberechtigte ? insbesondere im Ausland ? sind begierig darauf, online abzustimmen. Dennoch: Der Widerstand gegen die elektronische Stimmabgabe ist in letzter Zeit massiv gewachsen. Der Grund ...
 
Anliegen der Auslandschweizer im Gegenwind
Fr, 25 Jan 2019 11:29:00 GMT - Es war eine sorgfältig ausgewogene Allianz, die am Freitag in Bern die Volksinitiative für ein Moratorium des E-Votings präsentierte. Eröffnet ist aber die Frage: Geht es um einen Marschhalt oder um das Ende dieses Kernanliegens der Auslandschweizer? Die drei Landessprachen waren vertreten, und bis auf die CVP alle Bundesratsparteien, als die Initianten am Freitag in Bern vor die Medien traten ? und etwas war ihnen wichtig: "Wir sind nicht rückwärtsgerichtete altväterische Technologieverhinderer. Die meisten sind aus der IT-Branche."  Das sagte Franz Grüter. Er ist Kopf und Treiber hinter der Initiative "Für eine sichere und vertrauenswürdige Demokratie (E-Voting-Moratorium)". Grüter ist SVP-Nationalrat, IT-Unternehmer und war bis vor kurzem auch Co-Präsident der Parlamentarischen Gruppe Auslandschweizer. Wenig Verständnis für Auslandschweizer Heute zeigt Grüter wenig Verständnis für das langjährige Ur-Anliegen der Auslandschweizer-Organisation. "Ganz am Ende des Tages ...
 
Ariane Rustichelli, Co-Direktorin ASO
Fr, 30 Nov 2018 16:18:00 GMT - (swissinfo.ch)
 
Petition: E-Voting für alle Auslandschweizer
Fr, 30 Nov 2018 16:11:00 GMT - Ein Thema E-Voting war diese Woche in der Schweiz auf Achterbahnfahrt. Die Fünfte Schweiz stand zwar nicht mitten im Sturm, aber am Freitagnachmittag auf dem Bundesplatz in Bern. Vertreter der Auslandschweizer-Organisation (ASO), angeführt von Präsident Remo Gysin, übergaben der Bundeskanzlei eine Petition mit rund 11'500 Unterschriften. Darin fordern sie die "elektronische Stimmabgabe für alle Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer". Bisher sind es zehn Kantone, die ihren Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern im Ausland ermöglichen, per Mausklick an Abstimmungen in der Heimat teilzunehmen. Bis 2021 sollen alle Schweizer Kantone den Mitgliedern der Auslandschweizer Community E-Voting anbieten, so die Forderung der Petitionäre. Fast 7% der über 172'000 eingetragenen Schweizer Stimmbürger im Ausland hätten unterschrieben, so die ASO.  Die Petition war im August vom Auslandschweizerrat lanciert worden, dem vom Bund anerkannten Sprachrohr der Fünften Schweiz. Damit soll ein ...
 
Das E-Voting, das von Zug aus die Welt erobern soll
Fr, 30 Nov 2018 08:00:00 GMT - So nah können Absturz und Aufbruch beieinander liegen: Am Mittwoch hat der Kanton Genf den Rückzug seines E-Voting-Systems angekündigt, das sieben Kantone anwenden. Am Freitag verkünden Behörden und IT-Spezialisten aus dem Zuger Crypto Valley, dass der Probelauf mit der weltersten E-Voting-Abstimmung, die auf der Blockchain-Technologie beruht, erfolgreich verlaufen sei. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Während Genf sein E-Voting-System Anfang 2020 beerdigen wird, steht die digitale Abstimmung "Made in Zug" in den Startlöchern für den demokratischen Einsatz überall dort auf der Welt, wo aktive Bürger mit ihrer Stimme mitreden wollen und können. Das Crypto Valley ist die Hightech-Biotop der Schweiz. Es schmiegt sich ans obere Ufer des Zugersees und nimmt sich auf den ersten ...
 
Jetzt muss die Ex-Präsidentin wieder ran
Mo, 18 Nov 2019 12:28:00 GMT - Das Ehrenamt kostete zu viel Zeit: Annemarie Tromp, 2017 zur jungen Präsidentin der Auslandschweizer-Organisation Deutschland (ASO) gewählt, gibt unerwartet vorzeitig ihr Amt auf. Zurück kehrt derweilen ihre Vorgängerin Elisabeth Michel. Eigentlich sollte Tromps Wahl auf der Jahrestagung der ASO im Mai 2017 den Generationswechsel einleiten. Die 1981 geborene Ärztin löste damals Elisabeth Michel ab. Die hatte zu dem Zeitpunkt bereits zwanzig Jahre lang die Dachorganisation der deutschen Auslandschweizer-Vereine geleitet ? zuletzt auch aus Mangel an personellen Alternativen.  Fast erleichtert hatte sie ihr Präsidentenamt in Berlin in neue Hände gelegt und, wie sie in diesen Tagen bekennt, ?irgendwie auch damit abgeschlossen?. Doch nun braucht die ASO eine neue Präsidentin. Also muss die 1948 geborene Wahl-Osnabrückerin zurück ans Ruder. "Ich will ihn (Max Hausammann, N.d.R.) nicht im Stich lassen, weil ich ihn sehr schätze." Elisabeth Michel Weniger aus persönlichem Ehrgeiz, ...
 
Rösti von der "Schwarzen Heidi"
Mo, 7 Okt 2019 15:00:00 GMT - Als Kind moderierte Jeniffer Mulinde Schmid eine TV-Show im Schweizer Fernsehen. Nun ist ihr Restaurant in Berlin ihre Bühne. In der "Schwarzen Heidi" serviert sie eidgenössische Küche ? und manchmal jodelt die Wirtin auch. In einer Seitenstrasse im quirligen Kreuzberg weist bereits das Schild über der Eingangstür auf die ungewöhnliche Restaurantbesitzerin hin: Wie eine stolze schwarze Kriegerin steht sie dort, ausgestattet mit einem helvetischen Wappen und einer übergrossen Gabel: Die Schwarze Heidi. Es ist ein Spiel mit Klischees und Namen und zugleich ein Verweis auf Jeniffer Mulinde Schmids Herkunft und Heimat, die sie nachhaltig geprägt haben. "Ich hatte eine ganz spezielle und schöne Kindheit in der Schweiz", erzählt sie. Ihre Mutter, eine ugandische Flugbegleiterin, kam in den achtziger Jahren in die Schweiz. Sie verliebte sich in einen Mann aus dem Berner Oberland und blieb. Da war Jeniffer eineinhalb Jahre alt und lernte Schweizerdeutsch, auch von ihren beiden älteren ...
 
Schweizer werden immer mobiler
Sa, 6 Aug 2016 15:44:00 GMT - Mehr als 10% der Schweizer Bürgerinnen und Bürger leben im Ausland. Und es werden immer mehr. Gleichzeitig nimmt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer an einem Wohnort ab. Was bedeutet diese internationale Mobilität für die Schweiz? "Es ist ein Kommen und Gehen", fasste der Präsident der Auslandschweizer-Organisation (ASO), Remo Gysin, am 94. Auslandschweizer-Kongress in Bern am 6. August die aktuelle Entwicklung zusammen. Auch Gianni D'Amato, Professor für Migration und Staatsbürerschaftsstudien an der Universität Neuenburg, stellte am Kongress fest: "Die Leute wandern, das nennt man Globalisierung." Warum wandern Menschen aus? D'Amato nannte drei Gründe: Arbeit, Familie oder Lifestyle. Einige Schweizer wandern aus, weil sie im Ausland Karrierechancen verfolgen oder von der Firma geschickt werden. Manche möchten im Ausland studieren oder eine Ausbildung machen. Andere verlieben sich in einen Menschen, der in einem anderen Land wohnt und folgen ihm. Wieder andere schätzen das ...
 
Schweizer Clubs hängen am Gründungsmythos der Eidgenossenschaft
Sa, 6 Aug 2016 05:00:00 GMT - Bei einem Treffen im Musée des Suisses dans le mondeA haben sich Auslandschweizer-Vereine mit den Traditionen des Landes und deren Bedeutung für die Schweizer Diaspora befasst. Eine von Historikern begleitete Debatte illustrierte dabei Missverständnisse zwischen Geschichte und Folklore der Eidgenossenschaft. "Der historische Teil dieses Films ist ein Gewebe voller Irrtümer. Wenn ich das sehe, frage ich mich, wozu ich überhaupt diene. Die Schweizer Geschichte wird nur aus der Perspektive der Berge betrachtet, alles andere wird vergessen." Der Historiker François Walter, Autor einer neueren Geschichte der Schweiz, versteckt seine Enttäuschung nicht, nachdem er einen Auszug des Films "La Suisse au c?ur des Alpes" (Die Schweiz im Herzen der Alpen) von Pierre Dubois gesehen hat. Der Film des Abenteurers und Mitglied der Geografischen Gesellschaft Genf stammt von 2013.  Die Szene spielte sich in der idyllischen Umgebung des Château de Penthes bei Genf ab, am Horizont der Mont Blanc.
 
Wie weiter mit der Auslandschweizer-Organisation?
Fr, 5 Aug 2016 16:25:00 GMT - Nach 100-jährigem Bestehen will die Auslandschweizer-Organisation wissen, ob es sie braucht und wie sie zukünftig aussehen soll. Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ziehen nur für kurze Zeit ins Ausland. Sie haben andere Bedürfnisse als "klassische" Auswanderer. Zurzeit leben 762'000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu informieren, vernetzen und beraten sowie ihre Interessen in der Politik zu vertreten. Doch die Zeiten ändern sich: Zwar gibt es immer mehr Auslandschweizer, gleichzeitig nimmt aber die Dauer des Aufenthaltes im Ausland ab. Wie soll die ASO auf diese neuen Entwicklungen reagieren? Direktorin hat konkrete Ideen Die Co-Direktorin der ASO, Ariane Rustichelli, hat am Auslandschweizerrat (ASR) in Bern die zukünftigen Entwicklungsschwerpunkte der ASO vorgestellt. Diese sehen unter anderem vor, dass sich die Organisation für das E-Voting stark macht. Dies ist laut ASO besonders ...
 
Zwischen Schweizer Kreuz und Regenschirm
Fr, 5 Aug 2016 14:33:00 GMT - Die Auslandschweizer feiern auf dem Bundesplatz in Bern den 100. Geburtstag ihrer Dachorganisation ASO, der Auslandschweizer-Organisation. Güsse von oben zwangen die Hergereisten zwar zum Aufspannen der Regenschirme. Aber der Festlaune konnte das Nass nichts anhaben. Wer keinen Schirm dabei hatte, konnte immer noch bei einem der Zeltstände oder unter einem Vordach Schutz finden. Spiele, Konzerte und Ansprachen prägten den Geburtstag. Aussenminister Didier Burkhalter nahm ein Bad in der Menge, als er sich unter "seine" Expats mischte, die immer wieder und gerne als Botschafter der Schweiz im Ausland bezeichnet werden. (Text: Federico Bragagnini)
 
Das plötzliche Interesse an den Auslandschweizern
Fr, 5 Aug 2016 08:00:00 GMT - Nicht nur in den Medien, auch in der Politik sind die Auslandschweizer häufiger denn je zum Thema geworden. Die Gruppe "Auslandschweizer" gehört heute mit fast 100 Mitgliedern zu den grössten parlamentarischen Gruppen. Weshalb interessieren sich immer mehr Politiker für die Fünfte Schweiz? Liegt es nur am wachsenden Potential der ausländischen Wählerschaft? Für die Interessenvertreter in der Schweizer Politik spielen die sogenannten parlamentarischen Gruppen eine wichtige Rolle. Laut Parlamentsgesetz ist es ein Zusammenschluss von Ratsmitgliedern, die sich für einen bestimmten Sachbereich interessieren. Parteipolitik hat dabei höchstens eine zweitrangige Bedeutung. Die Gruppen haben keine politischen Kompetenzen, aber durch ihre Mitgliedschaft in der Gruppe signalisieren die Parlamentarier ein Interesse für die Lobbyarbeit der "Einflüsterer". Heute gibt es rund 120 Gruppen unterschiedlichster Grösse. Die Gruppe "Auslandschweizer" gehört mit fast 100 Mitgliedern bereits zu den ...
 
Die ASO, ein Mosaik aus Hunderten von Vereinen
Do, 4 Aug 2016 12:00:00 GMT - Um die Auslandschweizer-Organisation kommt man nicht herum, wenn es um Schweizer Expats geht. Sie ist eine Dachorganisation, die von Hunderten von Schweizer Vereinen im Ausland getragen wird. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um dazu zu gehören? Erklärungen. Laien mag die Auslandschweizer-Organisation (ASO), die derzeit ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, vielleicht als monolithisches Organ erscheinen. In der Tat wird sie aber vor allem durch die grosse Diversität ihrer Mitglieder geprägt. In der ASO sind fast 750 Schweizer Clubs, Vereine und Institutionen aus aller Welt zusammengeschlossen. Das können wirtschaftliche Organisationen, Folklore-Gruppen, Freundschafts- oder Jass-Vereine (ein typisches Schweizer Kartenspiel) sein. "Die Palette der Aktivitäten dieser Clubs und Vereine ist wirklich sehr breit", erklärt Ariane Rustichelli, Co-Direktorin der ASO und zuständig für deren Kommunikation. Kriterien Sogar ausländische Sektionen von politischen Parteien können von der ...
 
"Auslandschweizer-Organisation muss sich verjüngen"
Mi, 3 Aug 2016 14:30:00 GMT - Am Wochenende feiert die Auslandschweizer-Organisation (ASO) ihr hundertjähriges Bestehen. Doch noch nie in ihrer Geschichte hatte sie ein derart grosses Nachwuchsproblem. Der ASO-Präsident will deshalb vermehrt die Jugend ansprechen und die Wählerbasis verbreitern ? für mehr Demokratie im Auslandschweizer-Parlament. swissinfo.ch: 760'000 Schweizerinnen und Schweizer leben heute im Ausland, sei es für einige Jahre oder für immer. Welche Bedürfnisse stellen sie an die Schweiz? Remo Gysin: Das Bild der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ist vielfältig. Die einen intensivieren die Beziehungen zur Schweiz, andere gehen ? vielleicht auch nur vorübergehend ? auf Distanz. Die meisten Auslandschweizer aber wollen Teil der Schweiz bleiben und über wichtige Entwicklungen in der Schweiz informiert sein. Viele beteiligen sich an Abstimmungen und Wahlen und sind dankbar, wenn sie dies mittels E-Voting tun können. Auch Auslandschweizerinnen und -schweizer brauchen soziale Sicherheit:
 
Junge Auslandschweizer: "Auf nach Bern!"
Fr, 29 Jul 2016 14:30:00 GMT - Outdoor, Kultur, Sport und Sightseeing. 129 Junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sind gegenwärtig in einem der vier Lager, welche die Auslandschweizer-Organisation zu ihrem 100-jährigen Bestehen durchführt. Ausgehend von den vier Sprachregionen bewegen sie sich während zweier Wochen in Richtung der Hauptstadt, wo sie beim Festakt auf dem Bundesplatz über ihre Erlebnisse berichten werden. "Das Camp ist super, ich bin hier richtig", sagt die 15-jährige Lea aus der südfranzösischen Stadt Montpellier. Sie interessiert sich für die Schweizer Kultur, weshalb sie sich für das Jugendlager "Kultur, Geschichte & Politik" angemeldet hat. Am Tag zuvor hatten die Jugendlichen Genf besucht. "Ich fand den Palais des Nations sehr interessant. Sehr schön und sehr gross." Heute sind die 23 Jugendlichen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer mit ihren Leitern unterwegs im Drei-Seen-Land, der Region um Bieler-, Murten- und Neuenburgersee. Wir treffen sie hoch über Neuenburg vor dem ...
 
"Die Auslandschweizer wurden als Musterpatrioten präsentiert"
Mo, 20 Jun 2016 14:34:00 GMT - Wie hat sich die Fünfte Schweiz im Lauf der Zeit verändert? Dieser Frage geht Rudolf Wyder in seinem Buch zum Thema "100 Jahre ASO" nach. Wyder war von 1987 bis 2013 Direktor der Auslandschweizer-Organisation (ASO). Herr Wyder, Sie sind mit Ihrem Werk zum Thema "100 Jahre ASO" in den letzten Zügen. Anfang August soll das Buch erscheinen. Stiessen Sie bei der Recherche eigentlich noch auf Fakten, die Sie als langjähriger Direktor noch nicht kannten? Rudolf Wyder: Auf jeden Fall. Zwar war ich lange Zeit Direktor der ASO, aber es gab viele weisse Flecken in der Geschichte, die ich nicht zuletzt aus persönlichem Interesse füllen wollte. Es gab Phasen, die historisch noch nie aufgearbeitet worden waren. Welche Rolle spielte die Organisation zu Beginn und während des Ersten Weltkriegs? Welche vor allem auch während des Zweiten Weltkriegs? Diese Fragen waren bisher nie beantwortet worden. Wo fanden Sie die Informationen für das Buch? R.W.: Den Einstieg bildeten die Jahresberichte der ...
 
Schweizerschulen im Ausland im harten Wind der Konkurrenz
So, 19 Jan 2020 10:00:00 GMT - Schulbildung ist ein international hartumkämpfter Markt. Hat die Schweiz eine Chance, mit ihren Auslandschulen hier vorn mitzumischen? Ja, ist Barbara Sulzer Smith, Direktorin von educationsuisse, den Schweizerschulen im Ausland, überzeugt. Ein Problem sei aber die Suche nach guten Lehrkräften. Offiziell gibt es 18 Schweizerschulen im Ausland mit insgesamt rund 7500 Schülerinnen und Schülern. Das Zielpublikum sind Kinder der einheimischen Bewohner und sowie von Expats. Dabei machen Kinder mit Schweizer Pass nur rund 20% aus. Damit ist das schulische Auslandnetz der Schweiz überschaubar: Das benachbarte Deutschland betreibt 140 Schulen im Ausland, Frankreich gar deren 522. Zudem gibt es an den Standorten harte Konkurrenz: In Peking, dem Standort der jüngsten Schweizer Schule, können Eltern aus einem Angebot von rund 50 internationalen Schulen wählen. + Schweizerschulen im Ausland gehen in die Offensive Schweizerschulen im Ausland hätten heute vor allem Botschafter-Funktion, ...
 
"Ich fühle mich zuhause, obwohl ich hier nie gelebt habe"
Fr, 2 Aug 2019 11:20:00 GMT - Auf einer Reise lernen junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ihre Wurzeln kennen. Einige von ihnen finden so eine zweite Heimat. Ein heisser Nachmittag im Freibad Meiringen im Berner Oberland. Hier, im Herzen der Schweiz, befindet sich eine Station der Schweizer Reise für junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Nach einer einwöchigen Tour quer durch die Schweiz ist die Badi eine schöne Abkühlung für die 24 Kinder aus aller Welt. Von Solothurn nach Kalifornien "Es isch mega cool", sagt die 14-jährige Lilly. Sie kommt aus Santa Monica in Kalifornien. Dass sie in den USA lebt, hört man ihrem von englischen Wörtern durchzogenen Schweizerdeutsch deutlich an. "Meine Eltern geben sich Mühe, zu Hause Schweizerdeutsch mit mir zu sprechen", sagt Lilly. Mit fünf Jahren ist sie mit ihrer Familie von Solothurn nach Kalifornien gezogen, wo ihr Vater als Filmproduzent arbeitet. "Connection" mit den anderen Die Schweizer Reise macht sie schon zum zweiten Mal. Vor ...
 
"Menschen in Ozeanien und in der Schweiz verbinden"
Do, 31 Mär 2016 11:13:00 GMT - Schweizer Klubs in Australien sollen sich vermehrt der jungen Generation öffnen. Dies fordert Ryan Cooper. Der 19-Jährige aus Perth ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Ryan Cooper: Ich möchte unter den jungen Schweizerinnen und Schweizern hier in Australien das Bewusstsein für die Kultur der Schweiz fördern. Die Verbindung mit seinem Herkunftsland halte ich für sehr wichtig. Die Schweizer Klubs in Australien sind jungen Mitgliedern gegenüber nicht sehr offen. Ich arbeite daran, das zu ändern. Dabei unterstützen mich auch Mitglieder des Auslandschweizerrates hier in Australien. Mein Plan ist es auch, im August 2016 am Auslandschweizer-Kongress teilzunehmen. Dort wird das Engagement der jungen ...
 
"Kanada könnte von gerechterem Wahlsystem profitieren"
Fr, 18 Mär 2016 09:00:00 GMT - Kanada braucht ein Wahlsystem wie dasjenige der Schweiz, sagt Michael Valente aus Toronto. Der 17-jährige Kanada-Schweizer ist eine der Stimmen im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Michael Valente: Als Kanadier mit Schweizer Pass möchte ich gerne zu einem besseren Verständnis der interkulturellen Vielfalt, der Ideen und Methoden beider Länder beitragen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte Demokratie in Ihrem Gastland aus? Gibt es Instrumente, die Ihnen besonders gefallen? Und auch solche, die Sie vermissen? M.V.: Kanada ist eine konstitutionelle Monarchie, bei welcher der König respektive die Königin das Staatsoberhaupt ist. Die Politik in Kanada funktioniert innerhalb eines Rahmens von parlamentarischer Demokratie und einem bundesstaatlichen ...
 
"Demokratie entwickelt sich in Tunesien in kleinen Schritten"
Fr, 11 Mär 2016 09:10:00 GMT - Demokratie werde über die Gefahr des islamistischen Terrors siegen, ist sich Najib Bourkhis sicher. Der junge Schweizer, der lange im tunesischen Djerba gelebt hatte, ist wieder in der Schweiz zurückgekehrt, um sein Studium abzuschliessen. Bourkhis ist eine der Stimmen im neuen, digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Najib Bourkhis: Das Jugendparlament der Auslandschweizer ist eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu anderen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern meiner Generation von überall auf der Welt in Kontakt zu knüpfen.   In Tunesien möchte ich ein Jugendparlament initiieren, damit sich dort alle junge Auslandschweizer aktiv an der Politik beteiligen können und ihre politischen Rechte besser kennenlernen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte ...
 
"Sind alle bereit, für ihre Sicherheit ein kleines Opfer zu bringen?"
Fr, 4 Mär 2016 07:18:00 GMT - Um Europa vor Attacken islamistischer Terroristen zu schützen, müssten die individuellen Freiheiten eingeschränkt werden, sagt Samuel Cremieux. Für die Sicherung des Wohlergehens der Menschen seien Opfer notwendig, findet der 16-jährige Mittelschüler aus dem Big Apple. Er ist eine der Stimmen im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Samuel Cremieux: Als neues Mitglied des Jugendparlaments der Auslandschweizer (YPSA) möchte ich als erstes alle jungen Schweizerinnen und Schweizer, wo auch immer sie leben, dazu aufrufen, sich an Wahlen und Abstimmungen zu beteiligen, wie auch an der Schweizer Politik insgesamt. In der Schweiz möchte ich mit jungen Leuten zusammenarbeiten, damit sie bei unseren Veranstaltungen mitmachen, die das YPSA in der Schweiz organisiert.
 
"Andere Länder sollten die Schweiz zum Vorbild nehmen"
Fr, 26 Feb 2016 09:32:00 GMT - Es sei sehr schwierig, junge Menschen in Tschechien für Politik zu interessieren, sagt Timothy Forman. Ändern könnte dies das E-Voting. Aber die Online-Abstimmung sei noch Zukunftsmusik. Der 17-jährige Mittelschüler aus Prag ist eine Stimme im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Timothy Foreman: Als aktives Mitglied des Jugendparlamentes der Auslandschweizer (YPSA) möchte ich viele Dinge erreichen. Natürlich aber, dass die Stimme der jungen Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, gehört wird. Für sie möchte ich zudem in meinem Wohnland interessante Aktivitäten ins Leben rufen, an denen sie teilnehmen können. So können sie auch andere junge Auslandschweizer aus demselben Gastland treffen. swissinfo.ch: Wie sieht es punkto direkte Demokratie ...
 
"Wer nicht abstimmen geht, höhlt die Demokratie aus"
Fr, 19 Feb 2016 13:30:00 GMT - Die jungen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland würden politisch im Abseits stehen gelassen, findet Lis Zandberg. Um dies zu ändern, engagiert sich die 19-jährige Studentin aus Middleburg in den Niederlanden im neuen und digitalen Jugendparlament der Auslandschweizer. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Lis Zandberg: Es ist wichtig, am System der direkten Demokratie in der Schweiz festzuhalten. Der beste Weg dazu besteht darin, die Jungen sehr früh für Politik zu interessieren. Dies trifft für die jungen Leute in der Schweiz zu, nicht aber für die jungen Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. So wird eine sehr wichtige Gruppe der jungen Schweizer ignoriert. Aber nicht nur auf politischer Ebene werden wir abseits stehen gelassen, sondern auf vielen anderen auch. Dies, weil wir über die ganze Welt ...
 
"In Chile vermisse ich die Demokratie der Schweiz"
Fr, 12 Feb 2016 14:18:00 GMT - Die 17-jährige Mittelschülerin Francisca Espinoza ist überzeugt, dass die Bürger in einer direkten Demokratie mehr Möglichkeiten haben, ihre Ideen in die politische Agenda einzubringen. Sie ist eine der Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir elf leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen sie als Mitglied des neuen Jugendparlaments der Fünften Schweiz erreichen - erstens in der Schweiz und zweitens in ihrem Land? Francisca Espinoza: Für die Schweiz möchte ich, dass die Jungen mehr über unsere Länder erfahren und im Rahmen der Möglichkeiten hier Jugendliche mit sozialem Engagement unterstützen, die nicht über die notwendigen Mittel verfügen. Ich wünsche mir auch, dass junge Schweizer mehr reisen und sich mit Auslandschweizern treffen. Für Chile möchte ich, dass Jugendliche schweizerischer Abstammung die Kultur und die Lebensweise der Schweizer besser kennenlernen; sich mit ...
 
"Wir müssen hart bleiben ? und unsere demokratischen Gesellschaften nutzen"
Fr, 5 Feb 2016 08:15:00 GMT - Regierungen sollten sich darum bemühen, die junge Generation anzusprechen, die das Internet und soziale Medien nutzen, um in der Demokratie eine aktive Rolle zu spielen, sagt Wanja Kaufmann. Die 19-jährige Studentin ist eine der Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor. swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Wanja Kaufmann: Ich möchte anderen jungen Schweizerinnen und Schweizern helfen, mehr über die Schweiz und das politische und zivile System des Landes zu erfahren. Sie sollten die Möglichkeit haben, mit anderen jungen Schweizerinnen und Schweizern im Ausland in Kontakt zu treten. Ich denke, dass viele Jugendliche, überall auf der Welt, viel zu wenig über ihre demokratischen Rechte wissen. Junge Leute, die Schweizer Bürger oder Bürgerinnen sind, haben ...
 
"Kritisieren ist einfach, wenn man immer die Wahl und Freiheit hatte"
Fr, 29 Jan 2016 09:34:00 GMT - Die direkte Demokratie ist das Instrument, das jungen Menschen besser Gehör verschafft. Dies ist die Überzeugung von Marie Lingl. Die 17-jährige Gymnasiastin aus La Rochelle an der französischen Atlantikküste ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im frisch gebildeten Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Marie Lingl: Mit dem Mitmachen hoffe ich meine Schweizer Identität zu unterstreichen. Ich möchte meinem Land und den jungen Schweizerinnen und Schweizerinnen noch näher sein. Diese haben dieselben Interessen wie ich, nämlich ein einmalige Erfahrung zu machen. Bald schon kann ich Abstimmen und Wählen. Ich möchte mich aktiv in die Schweizer Politik einbringen und mich nützlich machen, um die Stellung unseres neuen Parlamentes zu stärken. Dieses soll junge Schweizer, die hier leben, ...
 
"Neue Form der Demokratie in meinem Land wäre grossartig!"
Fr, 22 Jan 2016 09:14:00 GMT - Das Volk, das über neue Artikel der Verfassung abstimmen kann: Laura Derrer ist fasziniert von diesem Vorschlag zum Ausbau der direkten Demokratie in Chile, dem Land, wo sie lebt. Die 19-jährige Jus-Studentin ist eine der neuen Stimmen der jungen Fünften Schweiz, die sich im neuen Jugendparlament der Auslandschweizer engagiert. In einer Serie stellen wir 11 leitende Mitglieder vor.  swissinfo.ch: Was wollen Sie als Mitglied des neuen Jugendparlamentes der Fünften Schweiz erreichen ? erstens in der Schweiz, zweitens in Ihrem Land? Laura Derrer: Eines der wichtigsten Ziele, das wir  in der Schweiz erreichen wollen, ist die bessere Wahrnehmung und die bessere Integration der vielen jungen Schweizerinnen und Schweizer, die auf der ganzen Welt leben. Obwohl es schon Organisationen gibt, die sich darum bemühen, kann man hier noch viel mehr erreichen. Die jungen Schweizer im Ausland fühlen sich angesprochen von all dem, was in der Schweiz und in Europa geschieht, und sie würden auch ...
 
"Italien sollte sich von der direkten Demokratie der Schweiz inspirieren lassen"
Fr, 15 Jan 2016 10:00:00 GMT - Davide Wüthrich, der bis vor kurzem in Italien lebte, gehört zu den Promotoren des Auslandschweizer Jugendparlaments. Der Doktorand in Ingenieurwissenschaften schätzt die direkte Demokratie der Schweiz. Doch er kritisiert die seiner Meinung nach zu tiefen Hürden für Volksinitiativen.  swissinfo.ch: Welche Ziele wollen Sie als Mitglied des Auslandschweizer Jugendparlaments erreichen, in der Schweiz und in ihrem Heimatland? Davide Wüthrich: Ich fände es toll, wenn es gelänge, eine neue Plattform zu entwickeln, über die sich junge Auslandschweizer vernetzen könnten. Diese Plattform sollte von jungen Menschen für junge Menschen entwickelt werden, indem man sich auf soziale Netzwerke meiner Generation abstützt, das heisst Facebook, Instagram und Twitter. Innerhalb dieser Community würde ich gerne an Diskussionen teilnehmen. Thematisch könnte es sich um die Lebensgeschichten von Teilnehmenden handeln, aber auch um tagesaktuelle Themen. Es wäre schön, wenn diese Community eine ...
 
Die Auswanderung nach Teneriffa muss warten
Mi, 3 Jun 2020 09:00:00 GMT - Jasmin Vögtli sollte eigentlich schon seit zwei Monaten Auslandschweizerin sein. Doch das Coronavirus hinderte sie daran, im März auszuwandern. Mit zwei gepackten Koffern wartet sie nun auf ihre Ausreise.  Schweizerinnen und Schweizer sind ein Volk von Auswanderern. 2019 lebten 770'900 Schweizer Bürger im Ausland, 10'700 Personen mehr als im Jahr zuvor. Diese Zahlen unterstreichen den Trend der letzten Jahre: Immer mehr Menschen mit dem roten Pass entscheiden sich, ihr Leben ausserhalb der Schweiz weiterzuführen. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden? Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich ein kurzes Briefing mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android ? iPhone Dann kam das Coronavirus, das zahlreichen Auswanderungswilligen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat. So auch Jasmin Vögtli und ihrer Schwester, die zusammen nach Teneriffa auswandern wollten. Am 27. März hätte es losgehen sollen: Der ...
 
Käsefondue bei 35 Grad
Mo, 30 Mär 2020 12:00:00 GMT - Im Schweizer Restaurant Stable in Washington DC ist die Spezialität auch an drückend heissen Sommertagen gefragt. Und auch während der Corona-Krise. Die Corona-Krise hat auch die USA im Griff. Wie in Europa sind von den Schutzmassnahmen auch Bars und Restaurants betroffen. Vom 17.03.2020 bis voraussichtlich dem 27.4. dürfen Restaurants in Washington DC wie das Stable nur einen Lieferservice anbieten. Silvan Kramer und David Fritsche haben sich der Situation angepasst und verkaufen ausser-Haus Fondue und Raclette-Sets inklusive aller Zutaten und der notwendigen Geräte. "Das läuft gut", sagt Silvan Kramer, ebenso wie das selbstgemachte Brot. Ausnahmsweise dürfen sie sogar alkoholische Getränke ausser Haus verkaufen und haben eigene Cocktails kreiert. Die beiden Gastgeber sind zuversichtlich, ab dem 28.4. wieder ihren Normalbetrieb mit allen Angestellten aufnehmen zu können. Diese erhalten in der Zwischenzeit Arbeitslosengeld.  Eigentlich wollten die beiden Köche Silvan Kraemer ...
 
Eine Schweizerin verführt Neuseeländer mit Schokolade
So, 16 Feb 2020 10:00:00 GMT - Ines Haslers Konditorkunst hat den Gaumen der Neuseeländer erobert. In Waihi Beach eröffnete die junge Walliserin ein Schokoladengeschäft, in dem sie Schweizer Spezialitäten verkauft: Pralinen, Trüffel, Karamellschokolade und künstlerische Kompositionen. Eigentlich wollte sie in Waihi Beach bloss surfen. Ein Porträt. "Schweizer essen vor allem im Winter Schokolade, Neuseeländer hingegen dann, wenn ihnen danach ist, also immer", sagt Ines Hasler und lacht. Ein Glück für sie, denn sie verkauft Schokolade. Ihr Schokoladenladen liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Meer entfernt in Waihi Beach, einem Dorf mit knapp 2000 Einwohnern in der Bay of Plenty auf der Nordinsel Neuseelands. Wir sind ihr auf dem Weg zur Coromandel-Halbinsel begegnet. Eine Freundin hatte uns von der Chocolaterie erzählt, und so liessen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, den Geschmack der Heimat ? Schokolade ? zu kosten. Ines' Schokoladenladen liegt etwas versteckt, etwa zwanzig Meter von der ...
 
Der Schweizer Kampfsportler, der in Taiwan zum Star wurde
Fr, 31 Jan 2020 12:18:00 GMT - Emmanuel Mbondo Binyet ist wohl der erste Schweizer Fernsehstar im fernen Taiwan. Sein dort als exotisches wahrgenommenes Aussehen, die perfekten Chinesisch-Kenntnisse und seine Ausgeglichenheit und Fröhlichkeit kommen ihm dabei zugut. Doch zur charismatischen Persönlichkeit gehört auch, dass er ein unerbittlicher und erfolgreicher Kämpfer der Mixed Martial Arts ist. In der Wildnis der Berge von Hsinchu teilte er mit uns Einblicke in sein Leben in Taiwan. Auf der Ausfallstrasse preschen wir mit dem Scooter aus der Stadt Hsinchu in Taiwan hinaus. Vorne Emmanuel Mbondo Binyet, ich hinten auf dem Sozius. Unser Ziel sind die Berge. Emmanuel Mbondo Binyet 34-jährig, in Genf geboren, Vater aus Kamerun, Mutter Schweizerin. Frühes Interesse am Sport (Leichtathletik, Fussball, MMA); Fokussierung auf Judo. Nach der Matura drei Jahre Studium in Wuhan/China, davon ein Jahr Sprachstudium. Heirat mit einer Chinesin, Vater eines heute zehnjährigen Sohnes. Seit sechs Jahren Studium der ...
 
Sanft und demütig in der wilden Natur
Fr, 31 Jan 2020 12:18:00 GMT -
 
"Nach einer Dusche sind sie andere Menschen"
Do, 23 Jan 2020 12:00:00 GMT - Peter Rechsteiner lebt in Brasilien. Jede Woche fährt er dort mit einer mobilen Dusche durch die Gegend ? damit Obdachlose sich wieder einmal pflegen können. Zuvor, in der Schweiz, stand er kurz vor einem Burnout. Für den 61-jährigen Peter Rechsteiner standen nicht soziale Tätigkeiten im Vordergrund, als er vor zehn Jahren ausgewandert ist. Heute aber engagiert er sich für die gemeinnützige Organisation "Chuveiro Solidário" (auf Deutsch "Solidaritäts-Dusche"), die mit sanitären Anlagen durch die Gegend fährt. Damit wird Obdachlosen ermöglicht, sich zu duschen, zu rasieren und frische Kleider anzuziehen. "Es ist wahnsinnig, wie sich die Hygiene auf die Psyche des Menschen auswirkt", erzählt der gelernte Schreibmaschinen-Mechaniker am Telefon mit SWI swissinfo.ch. Leben im Tessin Brasiliens Hauptgrund für Rechsteiners Schritt ins Ausland war ? neben den Finanzen ? eine Lebenskrise. Er sei in seinem Job als Lichtdesigner kurz vor einem Burnout gestanden. "Dann habe ich gekündigt", ...
 
"Ich habe meine Stimme durch Cartoons gefunden"
Sa, 4 Jan 2020 10:00:00 GMT - Von der Schweiz nach England, von Vacallo nach London: Das war das Einfach-Ticket von Simone Giampaolo. Heute ist er international einer der geschätztesten und jüngsten Animations-Regisseure. Giampaolo schloss in der britischen Hauptstadt sein Studium ab und begann mehrere Kollaborationen auf diesem Gebiet als "Animations-Regisseur" mit Aardman Animations. Dies ist jenes Studio, das Grosserfolge wie "Chicken Run", "Shaun das Schaf" und "Wallace & Gromit" realisierte. Auch mit Blue-Zoo Animations und dem Studio Jellyfish Pictures realisierte der Südschweizer Projekte. Zudem realisierte er verschiedene Werbespots und Kurzfilme, immer basierend auf avantgardistischen Animationen. Gegenwärtig engagiert er sich in einem Grossprojekt, einem eigenen Film, der über Ökologie, Erderwärmung, die Zukunft und neue Generationen spricht, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben. Der Kurzfilm heisst "Only a Child", und um diesen zu realisieren, hat er rund zwei Dutzend Zeichnerinnen und ...
 
Ein Unternehmer mit Leidenschaft für den Fussball
Fr, 27 Dez 2019 10:00:00 GMT - Der Schweizer Alain Schibl ist in London nicht nur als erfolgreicher Unternehmer bekannt. Er gründete auch eine Fussballschule, die heute von über tausend Kindern und Jugendlichen besucht wird. Die Londoner Fussballfans ? von denen es nicht wenige gibt! ? kennen Alain Schibl gut: Nicht nur spielte dieser in der Vergangenheit selber bei Lausanne, sondern er ist vor allem Gründer der "Sporting Duet Academy", einer der bekanntesten und beliebtesten Jugendfussball-Schulen der englischen Hauptstadt. Dort werden über das reine Fussballspiel hinaus Werte wie Sportethik, Multikulturalismus und Fairplay gelehrt. Dank der Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Arsenal-Star, dem Franzosen Robert Pires, trainiert die Schule inzwischen über tausend Schüler und behauptet sich (mit mehreren eigenen Teams bei den Jugendmeisterschaften) als eine der grössten und beliebtesten in der Region London. Engagement in Padua Heute ist Schibl in erster Linie ein bekannter Schweizer Unternehmer in London mit ...
 
Pilze, eine grenzenlose Leidenschaft
Fr, 6 Dez 2019 15:00:00 GMT - Vor 21 Jahren haben Theres und Hannes Krummenacher die Schweiz verlassen und sind nach Neuseeland ausgewandert. Das Paar hatte kein konkretes Projekt im Kopf, aber etwas gemeinsam: die Leidenschaft für Pilze. Heute führen die Krummenachers ein renommiertes Familienunternehmen, das sich auf die Zucht und Vermarktung von Pilzen spezialisiert hat. "Pilze sind unsere grosse Leidenschaft", sagen Theres und Hannes Krummenacher. Und warum sollte man ihnen das nicht glauben? Seit etwa 15 Jahren investieren sie Zeit und Geld, um auf ihrem Anwesen in Upper Moutere in der Region Nelson im Norden der Südinsel von Neuseeland solche anzubauen. Die Leidenschaft für Pilze haben die beiden aus der Schweiz mitgebracht. "Im Herbst gab es bei uns zu Hause immer Pilze", erinnert sich Hannes mit einem Lächeln. "In der Freizeit gingen wir immer mit dem Korb unter dem Arm auf Pilzsuche. Mein Vater war ein Pilzexperte und Mitglied einer lokalen mykologischen Vereinigung." Gegangen, um zu bleiben Die ...
 
Der Kiwi, der fast wie Pelé spielte
So, 17 Nov 2019 10:00:00 GMT - Er ist der beste Fussballspieler Ozeaniens des letzten Jahrhunderts. Wynton Rufer, Sohn eines Schweizer Auswanderers nach Neuseeland und einer Maori, spielte in den höchsten Ligen der Schweiz und Deutschlands und gewann in seiner Karriere sechs Titel und Pokale. Heute leitet er eine Fussballschule in Auckland. Ein Porträt. "Wenn du die Liste der besten Fussballspieler Ozeaniens im letzten Jahrhundert anschaust, findest du meinen Namen an der Spitze. Nicht schlecht, oder?", sagt Wynton Rufer am Telefon.  Und er sagt es nicht mit Arroganz, sondern mit dem Bewusstsein derer, die wissen, dass sie ihre Spuren in der Welt des Fussballs hinterlassen haben. Nicht in Neuseeland, wo vor allem die Rugby-Nationalmannschaft All Blacks verehrt wird, sondern in der Schweiz und Deutschland. Dort hat Wynton Rufer die Herzen der Fans des FC Zürich, FC Aarau, der Grasshoppers, von Werder Bremen und Kaiserslautern erobert. "Ich wollte immer schon professioneller Fussballspieler werden", erinnert ...
 
In Costa Rica dem Schweizer Sozialamt entflohen
Mi, 13 Nov 2019 13:00:00 GMT - Sie konnten es sich in der Schweiz finanziell nicht mehr leisten. Deshalb machten Kati und Peter Diethelm aus der Not eine Tugend und wanderten nach Costa Rica aus. "Es ist wie ein zweites, geschenktes Leben", sagt Kati Diethelm rückblickend. Das zweite Leben der Diethelms ist dasjenige von Ausgewanderten. Vor über zwei Jahren fassten Kati Diethelm und ihr Ehemann Peter den Entschluss, der Schweiz den Rücken zu kehren, ihr Haus zu verkaufen und nach Costa Rica auszuwandern. Der Grund: die Finanzen. Die Diethelms konnten sich das Leben in der Schweiz nicht mehr leisten. Sie lebte nach zwei Burnouts von einer halben IV-Rente, er wurde nach einer missglückten Hüftoperation arbeitsunfähig. Zuvor war Peter Diethelm selbständig. Die Pensionskasse ist für seine Gesundheitspraxis, die er aufgeben musste, draufgegangen. "Bevor wir ein Fall für das Sozialamt werden, haben wir rechtzeitig nach einer Lösung gesucht", sagte Kati Diethelm kurz vor der Abreise ins Ausland gegenüber der Aargauer ...
 
Wie ein Schweizer zum Top-Fussballer in Taiwan wurde
Do, 24 Okt 2019 08:30:00 GMT - Drei Pässe, abgestempelt in 54 Ländern, acht Sprachen fliessend gesprochen, wohl Hundertausende Pässe auf dem Fussballrasen ? und das alles mit 26 Jahren: Philipp Omar Marda ist ein Ausnahme-Auslandschweizer, der sich durch Sport im fernen Taiwan integriert hat. In Zürich geboren und aufgewachsen, Fussballer im lokalen Erstliga-Klub FC Kosova, Student an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften: Die Kurzbiografie von Philipp Marda tönt verdächtig nach Schweizer Durchschnitt. In Taiwan vollzog er eine Wandlung: Auf der Insel avancierte der Midfielder aus der schweizerischen Zweitliga zum ersten Schweizer Kicker in der Premier League, der taiwanesischen Top-Liga. Er ist Schweizer und in der Welt zuhause: 54 Länder hat er bereist, sagt er. Diese Welt, zumindest im Kleinen, ist gewissermassen in seiner DNA eingeschrieben: "Mein Vater ist Marokkaner, die Mutter Deutsche. Und kennengelernt haben sie sich in Italien, also sprachen sie Italienisch miteinander", erzählt er.
 
Rösti von der "Schwarzen Heidi"
Mo, 7 Okt 2019 15:00:00 GMT - Als Kind moderierte Jeniffer Mulinde Schmid eine TV-Show im Schweizer Fernsehen. Nun ist ihr Restaurant in Berlin ihre Bühne. In der "Schwarzen Heidi" serviert sie eidgenössische Küche ? und manchmal jodelt die Wirtin auch. In einer Seitenstrasse im quirligen Kreuzberg weist bereits das Schild über der Eingangstür auf die ungewöhnliche Restaurantbesitzerin hin: Wie eine stolze schwarze Kriegerin steht sie dort, ausgestattet mit einem helvetischen Wappen und einer übergrossen Gabel: Die Schwarze Heidi. Es ist ein Spiel mit Klischees und Namen und zugleich ein Verweis auf Jeniffer Mulinde Schmids Herkunft und Heimat, die sie nachhaltig geprägt haben. "Ich hatte eine ganz spezielle und schöne Kindheit in der Schweiz", erzählt sie. Ihre Mutter, eine ugandische Flugbegleiterin, kam in den achtziger Jahren in die Schweiz. Sie verliebte sich in einen Mann aus dem Berner Oberland und blieb. Da war Jeniffer eineinhalb Jahre alt und lernte Schweizerdeutsch, auch von ihren beiden älteren ...
 
Warum ein Schweizer Künstler in Thailand an Buddha-Statuen arbeitet
Fr, 20 Sep 2019 09:00:00 GMT - Erst die Filmmetropole Hollywood, dann das Spieler-Eldorado Las Vegas: Nun hat sich der Schweizer Künstler Alfred Soland in Thailand niedergelassen. Seine Präsenz hat sogar in der lokalen Presse für Schlagzeilen gesorgt. Sie sagen, er sei der erste ausländische Künstler, der eine Buddha-Statue restaurieren und eine neue Statue bauen dürfe. "Ich bin 60 Jahre alt, aber ich fühle mich jung ? mein Körper und meine Haut sind wie diejenigen eines 35-Jährigen", meint Alfred Soland während eines Gesprächs via Skype. Wir können dies nicht überprüfen. Denn die Verbindung erlaubt nur einen Ton, kein Bild. Seine Stimme klingt aufgestellt, wohl auch weil er in den letzten Wochen von einigen thailändischen Medien kontaktiert worden ist, um seine Lebensgeschichte zu erzählen. Er wurde sogar vom Gouverneur der Provinz Chiang Mai eingeladen: "Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet. Er hatte von mir gehört. Er wollte, dass ich ein thailändisches Lied ins Englische übersetze und die Musik ...
 
Anita Braun ? die Vollzeit-Mutter
So, 25 Aug 2019 09:00:00 GMT - Sie fühlt sich heute in Deutschland daheim. Nur eines fehlt ihr: der Vierwaldstättersee. Anita Braun wollte eine Veränderung und fand ihr neues Leben in der Region Aachen. Mit drei eigenen und drei Pflegekindern hat sie sich ganz der Kindererziehung verschrieben. Ein lauschiger Garten im Dorf Hürtgenwald in der deutschen Eifel. Wir sitzen mit Anita Braun am Gartentisch. Vom Wohnzimmer aus beobachten uns ihre drei Pflegekinder neugierig durchs Fenster. Zwei Jungs (14 und 8 Jahre alt) und ein Mädchen (12). Ihre drei eigenen Kinder, zwischen 20 und 17 Jahre alt, sind nicht anwesend. Später wagen sich die Pflegekinder hinaus und spielen im weitläufigen Garten. Braun wird als Pflegemutter vom Staat entschädigt. "Finanziell wäre das in der Schweiz nicht machbar", sagt sie und zeigt auf das grosse Haus. "Dafür wäre meine Arbeit als Kinesiologin besser anerkannt." Doch für die Auslandschweizerin ist klar: "Ich bin in Deutschland daheim." In die Schweiz geht sie sehr gern, aber nur noch ...
 
General Guisan: "Wir vergessen Euch nicht!"
Mi, 28 Feb 2018 10:11:00 GMT - Während des Zweiten Weltkriegs wandte sich der Schweizer General Henri Guisan an die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, "die fern von der Heimat ihre Pflicht erfüllen". Sie dürften sicher sein, dass man sie in der Schweiz nicht vergesse. In dieser Aufnahme vom April 1942 wandte sich General Henri Guisan auf Deutsch speziell an die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. Die Kernbotschaft seiner Ansprache: "Zählt auf uns, wie wir auf Euch zählen!" Denn auch weit von der Heimat entfernt, finde jede und jeder eine Gelegenheit, für die Ehre des Landes einzutreten.
 
Politische Rechte und Pflichten der Auslandschweizer
Di, 30 Jan 2018 10:11:00 GMT - Im Vorfeld der 50. Auslandschweizer-Tagung sprach Rudolf Meyer, Chefredaktor des Schweizerischen Kurzwellendienstes (Vorgänger von swissinfo.ch), mit verschiedenen Gäste im Studio. Neben Rudolf Meyer sassen am Tisch: Maurice Jacquard, Chef des Auslandschweizerdienstes im Eidgenössischen Politischen Departement, Paul Keller, Pressekorrespondent in Paris, Gerhard Schürch, ehemaliger Präsident der Auslandschweizer-Kommission und Mitglied des Nationalrats, Luzius Wildhaber, ordentlicher Professor für Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht an der Universität Freiburg. Das Gespräch drehte sich um die politischen Rechte und Pflichten der Auslandschweizer. Zur Sprache kam auch ein mögliches Gesetz für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, bis zu dessen Einführung es allerdings noch Jahrzehnte dauern sollte (2015). Im Archiv ist die Sendung ohne Datum archiviert, doch da die 50. Auslandschweizer-Tagung im August 1972 stattfand, dürfte sie im Juni oder Juli desselben Jahres ...
 
Auslandschweizer Kinder im Ferienlager in Davos
Sa, 30 Dez 2017 07:33:00 GMT - Seit 1917 können Kinder von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern Ferien in der Schweiz machen. Im Sommer 1962 fand eines dieser Lager in Davos statt, wo die Kinder unter anderem auch auf Deutsch und Französisch unterrichtet wurden. Der Beitrag wurde erst am 6. Februar 1963 in der Sendung Antenne des Schweizer Fernsehens (heute SRF) ausgestrahlt, weil zu jenem Zeitpunkt die Sammlung für die Auslandschweizer Ferienlager durchgeführt wurde. Seit einem Jahrhundert ermöglicht die Stiftung für junge Auslandschweizer (SJAS), dass Kinder mit Schweizer Wurzeln Ferien in der Schweiz machen können. "Das Anliegen bleibt für uns auch nach 100 Jahren immer noch dasselbe: Es soll jedes Kind, unabhängig von der finanziellen Situation der Familie, die Möglichkeit erhalten, in die Schweiz zu kommen und seine Wurzeln kennen zu lernen", sagte Loic Roth, Geschäftsführer der SJAS, im Sommer 2017 gegenüber swissinfo.ch.  
 
Auch das "allergrösste Wohlwollen" versandete bald
Mo, 30 Okt 2017 10:32:00 GMT - Bereits vor 50 Jahren wurde über ein Auslandschweizer-Gesetz diskutiert. So versprach Bundesrat Willy Spühler am 40. Auslandschweizer-Tag in Sion 1962, die Regierung setze sich dafür ein, dass ein entsprechender Verfassungsartikel "so rasch als möglich" komme. Es sollte weitere 48 Jahre dauern! Der Beitrag mit der Rede von Bundesrat Willy Spühler wurde am 27. August 1962 in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens (heute SRF) ausgestrahlt. Das Auslandschweizer-Gesetz trat schliesslich am 1. November 2015 in Kraft.
 
"Herr Marti, bitte... ans Mikrofon!"
Sa, 30 Sep 2017 13:12:00 GMT - Das Schweizer Fernsehen interviewte 1961 die Herren Meier und Marti aus Nord- und Südamerika an der Auslandschweizer-Tagung in St. Gallen. Das Archivband trägt das Datum 1. Januar 1961, womit vermutlich nur das Jahr der Aufnahme gemeint ist, da diese Veranstaltung (heute Auslandschweizer-Kongress) üblicherweise im Sommer durchgeführt wird.
 
Herr Leibundgut auf Heimatbesuch: "Schön ist es!"
Mi, 13 Sep 2017 11:12:00 GMT - Eine echte Archivperle: Vor knapp 60 Jahren interviewte die Tagesschau des Schweizer Fernsehens einen betagten Auslandschweizer aus Toledo, USA, in der alten Heimat. Fritz Leibundgut, ursprünglich aus Langenthal (Kanton Bern), besuchte als 94-Jähriger erstmals seit 50 Jahren wieder das Oberaargauer Städtchen seiner Kindheit und Jugend. Vor allem der Verkehr sei "viel besser" als vor 50 Jahren, meinte er im Interview mit der Tagesschau vom 13. September 1958.
 
Schweizer im Dienst von Leopold II. ? Spurensuche im Kongo-Freistaat
Mo, 17 Jul 2017 09:00:00 GMT - Es ist ein wenig untersuchtes Kapitel der schweizerischen Emigrationsgeschichte. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts engagierten sich immer mehr Schweizer im Dienst des Kongo-Freistaates, dem alleinigen Eigentum von König Leopold II. von Belgien. Gustave Moynier, Mitbegründer des IKRK, wurde der erste Schweizer Generalkonsul des Kongo-Freistaates. Wie war es möglich, dass er als Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sich gleichzeitig für die gewaltige und mörderische Ausbeutung des Kongos durch Leopold II. zwischen 1885 und 1908 einsetzen konnte? In dieser besonderen Kolonie, die dem König von Belgien persönlich und nicht dem Staat Belgien gehörte, kamen Millionen von Afrikanern zu Tode (der Journalist Adam Hochschild schätzt die Opferzahl in seiner Untersuchung "Schatten über dem Kongo. Die Geschichte eines der grossen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen", erschienen 1998, auf 10 Millionen Menschen.) Er beschreibt ein Klima des Schreckens, das im Kongo ...
 
Kurzwellen im Dienste der Schweizer Politik
Di, 28 Feb 2017 10:00:00 GMT - Ein neues Buch erzählt die Geschichte des Kurzwellendienstes ? der Vorgängerin von swissinfo.ch. Die Historikerin Raphaëlle Ruppen Coutaz zeigt in dem Buch, wie die Schweiz mit Hilfe des Radiosenders ihre Haltung im Ausland vertreten konnte. Ein Interview. Das Buch untersucht die internationalen Tätigkeiten der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) sowie im Besonderen Gründung und Anfangszeit des Kurzwellendienstes, der später in Schweizer Radio International umbenannt und inzwischen zu swissinfo.ch umgewandelt wurde. Die Studie konzentriert sich auf die Jahre 1932 bis 1949, eine einschneidende Zeit, in der die Schweiz ausländischer Propaganda widersprechen und mit Hilfe der Kurzwellen die eigene Sicht verteidigen musste. swissinfo.ch: Aus welchen Gründen hat man den Kurzwellendienst gegründet? Raphaëlle Ruppen Coutaz: Ab den 1930er-Jahren war das Radio im Aufschwung. Die Schweiz äusserte in der Botschaft des Bundesrats vom 9. Dezember 1938 über die geistige ...
 
Was erwartete Auswanderer nach Kanada in den 1940er-Jahren?
Fr, 19 Aug 2016 15:01:24 GMT - Otmar Biedermann, Vizepräsident der Schweizer Vereinigung Montreal, informierte am 30.07.1947 auf Radio Kanada über die Chancen, die Schweizer Auswanderer in Kanada haben (Dialekt). Die Rede wurde anlässlich des Nationalfeiertags am 1. August im Radiostudio Montreal auf 78-Touren-Schallplatten aufgezeichnet. Sie kam aber verspätet in der Schweiz an, wie im Archiv vermerkt ist.
 
Konsul Max Kunz über die Auslandschweizer Jugend
Do, 28 Jul 2016 09:45:00 GMT - Der Konsul aus Mannheim spornte am 15.1.1936 in einer Rede in Bern die Auslandgemeinde dazu an, der Auslandschweizer Jugend den Anschluss an die schweizerische Mentalität zu ermöglichen. Die Technik hatte damals noch ihre Tücken. Die Rede musste deshalb kurz unterbrochen werden ("Können Sie einen Moment warten? Das Band ist fertig?"), und Konsul Max Kunz fuhr fort, bevor das neue Band gestartet war. Inhaltlich könnte er aber nicht aktueller gesprochen haben. Schon seit 99 Jahren bietet die 1917 unter dem Namen "Schweizer Hilfe" gegründete Stiftung für junge Auslandschweizer (SJAS) Auslandschweizer Kindern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren Ferienaufenthalte in der Schweiz an. Die Geschäftsstelle wird seit 1997 durch die ASO geführt.
 


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Rundschreiben Nr. 3/2020 (29.02.2020)
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