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Das erste Nein gegen Schwarzenbachs "Überfremdungs-Initiative"
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Am 7. Juni 1970 stimmten die Schweizer über eine Volksinitiative ab, die eine Begrenzung des Ausländeranteils auf 10% der Bevölkerung forderte. Die Initiative ? nach dem Namen des Initianten meist "Schwarzenbach-Initiative" genannt ? konnte nur in sieben Kantonen überzeugen und wurde mit 54% Nein-Stimmen abgelehnt. Doch der Feldzug gegen die so genannte Überfremdung blieb nicht ohne Folgen. James Schwarzenbach (1911-1994) war der Sohn eines Textilfabrikanten. Er wuchs in einer grossbürgerlichen Familie in Zürich auf, wurde von einem Hauslehrer unterrichtet, absolvierte die Matura in einem Engadiner Internat und promovierte in Freiburg in Geschichte. Schwarzenbach war Inhaber eines Verlagshauses mit katholischer Ausrichtung. Der Protestant war während seines Studiums zum Katholizismus konvertiert. 1967 wurde er für die Bewegung "Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat" in den Nationalrat (grosse Parlamentskammer) gewählt. Er machte sich und die konservative ...
 
"Viele ältere Italiener tragen bis heute eine Wunde in sich"
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Vor 50 Jahren stimmten Schweizer Männer darüber ab, ob Hunderttausende nach Italien zurückmüssen. Das hinterliess Wunden bei vielen. Italiener und Secondos erinnern sich an die Schwarzenbach-Zeit. "Das war eine schwarze Zeit für uns", erinnert sich die 78-jährige. Noch immer lebt Giovanna Remo im Dorf, in dem sie schon vor 50 Jahren gelebt hat: Fislisbach im Kanton Aargau. In den 1960er-Jahren hätten sich Schweizerinnen und Schweizer gegenüber den Italienern langsam geöffnet. "Und dann kam die Schwarzenbach-Initiative und hat nochmals alles auseinandergerissen." Sogar Kinder seien von der rassistischen Stimmung erfasst worden. "Wissen Sie, wie viele Bonbons ich anderen Kindern im Quartier schenkte, damit meine mitspielen dürfen?" Die Kluft habe über den Abstimmungssonntag hinaus Bestand gehabt und sich nur nach und nach geschlossen. Initiative "gegen die Überfremdung" Vor 50 Jahren lehnten die Schweizer Männer mit einer rekordhohen Beteiligung eine Volksinitiative "gegen die ...
 
Wie Demokratie die Schweizer Fremdenangst verdaut
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Italiener zurück nach Italien! Das forderte die "Überfremdungsinitiative" vor 50 Jahren. Es war der Auftakt zu einer Reihe von bis heute 42 Abstimmungen zum Verhältnis "Wir und die Fremden". Warum kehrt die Schweizer Fremdenangst immer wieder zurück? Der 7. Juni 1970 ging in die Geschichte der Schweiz ein: An diesem Tag stimmte die Schweiz über das Schicksal der italienischen "Fremdarbeiter" im Land ab. Dass fast die Hälfte der Schweizer Stimmbürger für die Begrenzung des Anteils der Italiener, immerhin unsere Nachbarn, auf 10% votierte, zeigt zweierlei: Einerseits eine verbreitete Fremdenfeindlichkeit, andererseits die tiefe Zerrissenheit der damaligen Schweiz. Der Strassenfeger Die Mobilisierung war enorm. Die Stimmbeteiligung betrug fast 75%. Das ist bis heute einer der höchsten Werte. Die Überfremdungsinitiative hiess auch "Schwarzenbach-Initiative", benannt nach ihrem Urheber James Schwarzenbach. Er war der Sohn einer Industriellenfamilie und Cousin der Schriftstellerin ...
 
"In der Schweiz zeigt man nicht, dass es einem finanziell nicht gut geht"
Di, 2 Jun 2020 12:00:00 GMT - Ein Schweizer Paar organisiert auf Facebook private Hilfe für Menschen, die am Existenzminimum leben. Helfer verschenken Kleider, laden armutsbetroffene Familien in den Zoo ein oder gehen mit ihnen Lebensmittel einkaufen. Diese Art der Direkthilfe kommt in der Deutschschweiz gut an. Alles begann mit der Liebe. Nachdem Fabienne sich selbst aus den Schulden befreit hatte, wollte sie 2017 eine Selbsthilfegruppe für Verschuldete gründen. Auf Facebook schrieb sie den Administrator der Gruppe "Leben am Existenzminimum" an ? Alessandro Menna. Diesem gefiel die Idee einer Selbsthilfegruppe, also trafen sie sich mehrmals zum Austausch. "Nebenbei merkten wir, dass wir uns mögen", sagt Fabienne lachend. Inzwischen sind die beiden verheiratet. Und ihr Engagement haben sie ausgebaut: Sie gründeten den Verein Siidefade, der Armutsbetroffenen eine nachhaltige Unterstützung im Kampf aus der Armut bieten will. Eines der Ziele ist laut Website:  "Egal woher ein Hilferuf kommt, sofort jemanden vor ...
 
"Der Anfang in Ecuador war hart"
Di, 2 Jun 2020 08:30:00 GMT - In Ecuador hat die Baslerin Heidi Burri vor 30 Jahren eine neue Heimat gefunden. Das Grundstück nahe der Hauptstadt Quito ist für sie und ihre Familie inzwischen zum Paradies geworden. Ein Hausbesuch. Das moderne, sonnendurchflutete Haus mit Dachterrasse, auf der Heidi, mit Blick in das grüne Tal, ihre Yogaübungen macht, hat nichts Schweizerisches an sich. Aber da sind der alte Obstteller, auf dem nun ecuadorianische Bananen liegen, der schon etwas angeschlagene Milchkrug und das von ihrer Grossmutter gehäkelte Spitzendeckchen. Alles aus der Schweiz. Im Hochland Ecuadors, im ländlichen Stadtviertel Chiviqui, eine halbe Stunde vom Zentrum der Hauptstadt Quito, empfängt uns Heidi Burri barfuss und gut gelaunt am Eingang ihres grossen Grundstücks. Sie teilt dieses mit ihren beiden erwachsenen Kindern, ihrem Schwiegersohn und drei Enkelkindern. Heidi Burri (69) arbeitete bis 40 in Basel als Lehrerin und Heilpädagogin. 1991 kam sie mit ihrem Lebensgefährten und den beiden Kindern ...
 
Dokumente der Jugendbewegung fotografiert von Olivia Heussler
Fr, 29 Mai 2020 09:16:00 GMT -
 
Was Frauen zur Erhöhung des Arbeitspensums bringen würde
Di, 26 Mai 2020 13:00:00 GMT - Die Schweiz ist eines der europäischen Länder mit dem höchsten Anteil an teilzeitbeschäftigten Frauen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass dies nicht immer freiwillig geschieht und dass viele von ihnen ihre Beschäftigungsquote gerne erhöhen würden, wenn die Bedingungen stimmen würden. Sind die berufstätigen Mütter in der Schweiz mit ihrer Situation zufrieden? Um diese Frage zu beantworten, führte der Dachverband der Familienorganisationen Pro Familia im März eine Umfrage mit einer Stichprobe von 500 berufstätigen Frauen mit einem oder mehreren Kindern durch. Die Ergebnisse wurden am Sonntag veröffentlicht. Die Studie veranschaulicht zunächst einmal, dass die Reduzierung des Arbeitspensums für eine Frau fast die Norm ist, wenn sie ein Kind bekommt. Mehr als drei Viertel der Befragten geben an, dass sie ihre Erwerbsquote aufgrund ihrer Mutterschaft reduziert haben. Landesweit sind arbeitende Mütter, die aber nur einem Teilzeitpensum nachgehen, das verbreitetste Modell.
 
Der Fürst von Liechtenstein und das UFO, das Richtung Schweiz verschwand
Di, 26 Mai 2020 09:00:00 GMT - Fürst Hans-Adam II., Staatsoberhaupt von Liechtenstein, glaubte jahrzehntelang, dass Ausserirdische die Erde besuchen. Die Tagebücher des Astrophysikers Jacques Vallée geben Einblicke in eine Fürstenfamilie, bei der UFO-Sichtungen und dunkle Verschwörungstheorien häufiges Tischgespräch waren. Gibt es Ausserirdische? Und besuchen sie die Erde? Die uralte Frage - "Sind wir allein?" - beschäftigt viele Menschen, auch Staatsoberhäupter und Unternehmer. Das UFO-Thema hat in den vergangenen Jahren gar ein Revival erlebt. Das hat auch mit Berichten der "New York Times" zu einem geheimen UFO-Forschungsprogramm des Pentagons zu tun. Das Medieninteresse machte auf Prominente aufmerksam, welche dem Phänomen nachspüren: Zum Beispiel den früheren US-Musiker Tom DeLonge, der mit seiner "To The Stars Academy" angebliche UFO-Wrackteile untersucht oder den Raumfahrt-Unternehmer und Nasa-Partner Robert Bigelow, der in einem Interview mit CBS sagte, dass er überzeugt sei, dass es eine ...
 
Bundesgericht hebt Gesetz auf, das Fahrende diskriminiert
Do, 21 Mai 2020 12:00:00 GMT - Die Minderheit der Fahrenden hat es in der Schweiz schwer: Es mangelt ihr an Stand- und Transitplätzen, und sie ist immer wieder Diskriminierungen ausgesetzt. Nun hat das höchste Gericht der Schweiz einen Artikel des neuen Berner Polizeigesetzes annulliert, weil er diskriminierend sei. Die Spannungen zwischen Schweizer Behörden und Fahrenden hatten in den letzten Jahren in mehreren Kantonen zugenommen. In mehreren Fällen wurden die Rechtsstreitigkeiten ans Bundesgericht in Lausanne weitergezogen. Kürzlich hat das höchste Gericht des Landes nun einen Artikel des neuen Berner Polizeigesetzes annulliert, der sich direkt gegen Fahrende richtete. Der Artikel sah vor, dass die Polizei Personen, die auf dem Gelände von Privaten oder der Öffentlichkeit ohne Bewilligung kampieren, innerhalb von 24 Stunden wegweisen und ihnen den Zugang verbieten kann. Die Lausanner Richter kamen zum Schluss, "dass die Bestimmungen sowohl für schweizerische und ausländische Fahrende, die länger an einem ...
 
Die Schweiz könnte in Ethikfragen den Ton angeben
Mo, 18 Mai 2020 09:00:00 GMT - Aufkeimende Technologien wie künstliche Intelligenz sind nicht reguliert, und es fehlen internationale Standards. Die Schweiz als Demokratie-Vorbild und starker Forschungsstandort könnte im Bereich KI-Ethik eine Vorreiterrolle übernehmen. "Künstliche Intelligenz ist entweder das Beste oder das Schlimmste, was der Menschheit jemals passieren wird", sagte einst der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking. Seine Aussage zeigt, wie kontrovers selbst in der Wissenschaft das Thema KI diskutiert wird. Viele Menschen fragen sich, welche Rolle schlaue Computersysteme in Zukunft spielen werden und fordern Schutz und Transparenz. Eine von der Europäischen Kommission eingesetzte Expertengruppe legte Ende 2018 Ethik-Leitlinien vor. Bisher fehlt jedoch eine weltweite Strategie, welche Grundsätze und Regeln hinsichtlich Transparenz, Datenschutz, Fairness und Rechte in Bezug auf künstliche Intelligenz definiert. In der Schweiz ist das Thema auch aktuell, und der Bundesrat beteiligt sich an ...
 
Corona-Krise macht hohen sozialen Stellenwert der Grosseltern sichtbar
Fr, 15 Mai 2020 11:00:00 GMT - Grosseltern dürften ihre Enkel wieder in den Arm nehmen, aber weiterhin nicht hüten, sagte der Schweizer Corona-Krisenmanager Daniel Koch. Die Aussage ging um die Welt und verunsicherte Grosseltern in der Schweiz. Deren sozialer Stellenwert wurde in der Corona-Krise besonders sichtbar. Die amtliche Erlaubnis für das Umarmen der Enkel hat Heidi Klossner Biglen (62) aus dem Kanton Bern sehr gefreut. Normalerweise hütet sie mit ihrem Mann alle zwei Wochen für einen Tag die Enkelkinder. Nach zwei Monaten kam es erstmals wieder zu einem Treffen ? mit Freude und ein wenig Unsicherheit, da sich die Enkel gewohnt waren, Distanz einzuhalten. Für Heidi Klossner Biglen ist die Zeit mit den Enkelkindern wichtig, um die Kinder Grosswerden zu sehen und ihnen Lebenserfahrung mitzugeben. "Wir lernen von ihnen und sie von uns", sagt Klossner Biglen. Auch für Barbara Müller* (63), die seit einer Woche ihren Enkel wieder hütet, war Daniel Kochs Aussage zum Umarmen der Enkel eine Art ...
 
"Die allermeisten Grosseltern haben sich bisher an die Empfehlungen gehalten "
Fr, 15 Mai 2020 11:00:00 GMT - Wegen der Corona-Krise sollen Grosseltern ihre Enkel nicht hüten. Laut dem Soziologen François Höpflinger sind Kontaktverbote kurzfristig auszuhalten, stossen aber längerfristig auf Widerstand, vor allem bei gesunden und aktiven Grosseltern. swissinfo.ch: Würden Sie uns zustimmen, dass Grosseltern in den letzten Jahren wichtiger geworden sind? François Höpflinger: Grosseltern waren auch früher wichtig. Historische Analysen belegen, dass die Säuglings- und Kindersterblichkeit in ländlichen Familien mit engagierten Grossmüttern geringer war als dort, wo keine Grosseltern vorhanden waren. Neu ist eher, dass die Bedeutung der unbezahlten Kinderbetreuung durch Grosseltern ? etwa auch während Schulferien ? vermehrt thematisiert und anerkannt wird. Der jährliche Wert unbezahlter Kinderbetreuung durch Grosseltern wird in der Schweiz auf gut 8 Milliarden Franken geschätzt. swissinfo.ch: Ist das ein typisch schweizerisches Phänomen oder lässt sich Ähnliches auch in anderen westlichen ...
 
"Für Fleiss und Gehorsam gibt es Maschinen"
Fr, 15 Mai 2020 07:58:00 GMT - Können Sie sich eine Gesellschaft vorstellen, welche die Existenz jedes Menschen ohne Wenn und Aber sichert? Daniel Häni kann das, und wie. Sein halbes Leben lang legt sich der Basler Unternehmer für ein bedingungsloses Grundeinkommen ins Zeug. Die Corona-Krise gibt neuen Schub. Derzeit taucht der Begriff des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) in den politischen Debatten wieder häufiger auf. Und Häni fragt sich, ob die Zeit für eine neue Abstimmung gekommen sei. Er hofft, dass sich aus einem Gespräch mit Parlamentariern von Ende April eine "parteiübergreifende Plattform zum Grundeinkommen" entwickelt. Soziale Sicherheit in der Schweiz Die Schweiz lässt niemanden verelenden. Hierzulande kommt die Allgemeinheit für alle auf, die nicht selbst für sich sorgen können. Aber umsonst, gibt es nichts. Die Arbeitslosenkasse (ALV) ist eine Versicherung. Anspruch auf Entschädigung bei Stellenverlust haben deshalb nur Personen, welche die Bedingungen erfüllen. Wer keinen Anspruch auf ...
 
Händeschütteln verliert unter Corona seine Systemrelevanz
Do, 14 Mai 2020 13:30:00 GMT - Auf das Händeschütteln angesprochen, sagte der leitende US-Virologe Anthony Fauci kürzlich: "Ich glaube nicht, dass wir uns jemals wieder die Hand geben sollten." Mit dem Verzicht auf diese Begrüssung könne man sowohl das Coronavirus als auch die saisonale Grippe eindämmen. In Europa, wo das Thema des Händedrucks in den letzten Jahren heftig diskutiert wurde, könnte eine solche ? medizinisch notwendige ? Massnahme auch eine dringend benötigte kulturelle Entwicklung einleiten. 2010 wurde in Frankreich einer Frau aus Algerien die Staatsbürgerschaft verweigert, weil sie dem männlichen Beamten auf der Präfektur Isère nicht die Hand gegeben hatte. Zur Strafe kein Pass 2016 weigerte sich ein Standesbeamter in Brüssel, ein Paar zu trauen, weil die Braut ihm während der Zeremonie ebenfalls den Handschlag verweigerte. In den Niederlanden wurde 2017 ein Bewerber auf eine Busfahrer-Stelle abgelehnt, weil er sich weigerte, weiblichen Fahrgästen und Kolleginnen die Hand zu schütteln. ...
 
"Ich hinterfrage ständig, aber die Wahrheit kenne ich nicht"
Do, 14 Mai 2020 13:03:00 GMT - Unser Redaktor Peter Siegenthaler geht Ende Mai in Pension. Wir stellten ihm exakt die Fragen, die er in den letzten Jahren anderen Personen stellte.  Peter Siegenthaler, Sie waren 36 Jahre im Schweizer Journalismus tätig, 13 davon bei swissinfo.ch. Wir stellen Ihnen nun einige Fragen, die Sie vielleicht noch kennen. Sie haben diese bei anderer Gelegenheit anderen Leuten gestellt. Schliesslich haben Sie über die Jahre einen enormen Effort als kritischer Journalist geleistet.  swissinfo.ch: Die Politiker zum Handeln bewogen hat aber ein 16-jähriges Mädchen. Ist das für Sie nicht ein wenig frustrierend? Peter Siegenthaler: Die Rede ist von Greta Thunberg. Ich stellte die Frage einem grünen Politiker. Nein, mich frustriert es nicht. Es freut mich. Es geht um die junge Generation, um die Zukunft meiner Tochter und meiner Enkelin. Es ist schön, wenn junge Leute sich einig sind, dass man fürs Klima etwas machen muss. Tragen Sie, zum Beispiel zum Einkaufen, eine Schutzmaske? Bis ...
 
Dürfen Sie in der Schweiz heiraten? Was, wenn die Ehe scheitert?
Do, 14 Mai 2020 08:00:00 GMT - Heirat, Trennung oder Scheidung ist für Ausländerinnen oder Schweizer Frauen mit ausländischen Partnern oft komplizierter als für Schweizer Paare. Ein Ratgeber von "Frauen für Frauen" gibt Antworten auf häufige Fragen. Frau Y ist mit einem Spanier verheiratet, der hierzulande eine Niederlassungsbewilligung hat. Sie möchte mit ihrer Tochter zu ihm ziehen. Das darf sie nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Im neuen Ratgeber der Rechtsberatungsstelle Infra finden Sie ? ergänzt mit einigen konkreten Beispielen zur Veranschaulichung ? theoretische Ausführungen zu wichtigen Zivilstandsfragen. Hier eine Auswahl*. Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um in der Schweiz heiraten zu können? Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Sie dürfen nicht bereits verheiratet und mit Ihrem künftigen Ehemann nicht zu nah verwandt sein. Falls Sie nicht Schweizer Bürgerin sind, benötigen Sie eine rechtmässige Aufenthaltsbewilligung bis zur Trauung. Was ist eine Scheinehe? Eine ...
 
Sans-papiers und "kleine Selbständige" in der Schweiz von Armut bedroht
Mi, 13 Mai 2020 15:15:00 GMT - Fast 8% der Bevölkerung lebten in der Schweiz bereits vor der Coronavirus-Krise in Armut, und mehr als eine Million Menschen hatten Mühe, über dem Existenzminimum zu bleiben. Die Pandemie bringt viele von ihnen in Existenznot. Die Bilder sorgten für weltweites Aufsehen. Sogar grosse internationale Medien wie der Guardian, die New York Times und Radio France Internationale RFI berichteten darüber: Hunderte von Menschen bildeten am vergangenen Samstag wie schon am Samstag zuvor eine Schlange von mehr als einem Kilometer, um in Genf ? eine der reichsten und teuersten Städte der Welt ? gratis Essenskörbe im Wert von zwanzig Franken zu erhalten. Trotz seines Reichtums gibt es im Kanton Genf grosse sozioökonomische Unterschiede. Seit Beginn der Coronavirus-Krise hat sich die Zahl der Menschen vervierfacht, die Nahrungsmittel-Hilfe beantragen. Die Pandemie hat die Zerbrechlichkeit eines Teils der Bevölkerung offenbart, dem über Nacht ein Teil oder sogar alle Einkommensquellen ...
 
Grenzen zu Nachbarländern ab 15. Juni wieder offen ? Italien muss warten
Mi, 13 Mai 2020 14:00:00 GMT - Voraussichtlich am 15. Juni werden die Grenzen der Schweiz zu Deutschland, Österreich und Frankreich wieder vollständig geöffnet. Bedingung ist, dass die pandemische Entwicklung weiter positiv verläuft. Die Gespräche mit ihren Amtskollegen Deutschlands, Österreichs und Frankreichs in den vergangenen Tagen hätten gezeigt, dass der Wille zu einer raschen Rückkehr zur Normalität vorhanden sei, sagte Justizministerin Karin Keller-Sutter am Mittwoch vor den Medien. Geplant sei eine vollständige Grenzöffnung mit den drei Nachbarländern für den 15. Juni und eine Rückkehr zum Schengener Grenzregime. Voraussetzung sei, dass sich die epidemiologische Situation weiterhin positiv entwickle, so Keller-Sutter. Definitiv entscheiden will der Bundesrat am 27. Mai. Dann legt er auch die Schritte der dritten Etappe des Ausstiegs aus dem Lockdown per 8. Juni fest. Für gewisse Personengruppen ? zum Beispiel unverheiratete Paare und Personen mit Wohneigentum in der Schweiz ? soll es schon vor ...
 
Die neue Prekarität: Wie der Virus die Schweizer Kunstszene Empathie lehrt
Mi, 13 Mai 2020 09:00:00 GMT - Wie sollen Schweizer Kunstschaffende mit der Corona-Krise umgehen? Kunst online zu stellen alleine reicht nicht, meint Kurator Damian Christinger. Die Pandemie erschüttere das sichere Fundament, auf dem Schweizer Kunst wuchs und bedinge neue Ansätze des Nachdenkens über den global kulturellen Raum. Für die meisten von uns in der Schweiz ist dies die erste unmittelbare, existentielle Krise unseres Lebens. Dies unterscheidet Zürich, Genf oder Locarno von Kampala oder Delhi, Caracas oder Hong Kong.  Während sich die Auseinandersetzungen mit dem Anthropozän, dem Klimawandel und dem Massentiersterben, die den künstlerischen Diskurs der letzten Jahre auch in diesem Land dominierten, immer auf die rasant näherkommende Zukunft bezogen, liegt die Auseinandersetzung mit der Pandemie in einer Gegenwart, die sich fortwährend verändert.  Die angewendeten künstlerischen Strategien mögen dieselben bleiben: Blick von der Peripherie aufs vermeintliche Zentrum, Kritik der Macht und Ohnmacht, ...
 
«Roms, la quête infatigable du paradis»
Di, 12 Mai 2020 05:59:19 GMT -
 
Warum Schweizerinnen und Schweizer so ungern Masken tragen
Mo, 11 Mai 2020 11:30:00 GMT - Mit der Lockerung des Lockdowns sind wieder mehr Menschen unterwegs. Trotz einer breiten Debatte tragen jedoch im öffentlichen Raum wenige eine Maske. Weshalb ist das so? Eine (unwissenschaftliche) Spurensuche in unserem Umfeld. Die Frage, ob wir hier in der Schweiz Masken tragen sollen, begleitet uns bereits seit vielen Wochen. Fachleute und Bundesrat sind sich uneinig. Das wiederum befeuert die Diskussionen in der Bevölkerung. Trotz dieser breit geführten Debatte sind im Alltag weiterhin relativ selten Menschen anzutreffen, die eine Gesichtsmaske tragen. Zum einen hatte dies mit einem Mangel an Masken zu tun, denn die Bevölkerung kann erst seit einer Woche in den Läden wieder Masken kaufen, und die Kosten des konsequenten Tragens können hoch sein. Zum anderen liegt das an Einstellungen und der allgemeinen Wahrnehmung des Tragens von Masken. Wenig Verständnis für diese Zurückhaltung haben zum Beispiel Einwanderer aus anderen Ländern, in denen das Maskentragen mittlerweile im ...
 
Unsicherheit über Schulöffnungen während Corona-Pandemie
Mo, 11 Mai 2020 09:45:00 GMT - Sturm aufs Klassenzimmer: Tausende Schulkinder kehren heute Montag in den Unterricht zurück. Nach zwei Monaten Coronavirus-Lockdown öffnet die Schweiz ihre Grundschulen wieder. Doch die Gefühle dabei sind gemischt ? wie auch die kantonalen Ansätze. "Ich bin so froh, wieder zur Schule gehen zu können, weil ich genug vom Fernunterricht habe", sagt Emile aus Genf, 7 Jahre alt, gegenüber der Westschweizer Tageszeitung Le Temps. Auch seine Grundschule wird heute Montag wieder geöffnet. "Während des Lockdowns habe ich nur eine Freundin gesehen, deshalb kann ich es kaum erwarten, meine Klassenkameraden wiederzusehen." Andere Schülerinnen und Schüler sind sich da nicht so sicher: "Ich will nicht wirklich zurück zur Schule gehen. Mir gefiel der Lockdown, weil man aufstehen kann, wann man will und seinen eigenen Stundenplan hat. Ich fand sogar die Hausaufgaben leichter", sagt die zehnjährige Nina aus Freiburg im gleichen Artikel. Am 11. Mai öffnen in der Schweiz alle obligatorischen ...
 
Rahmenabkommen ? die unendliche Geschichte in einem kleinen Buch
Mo, 11 Mai 2020 06:55:00 GMT - Das Rahmenabkommen war ein Vorschlag der Schweiz, um die Bilateralen ohne EU-Beitritt zu stärken. Herausgekommen ist nach über einem Dutzend Jahren Anstrengungen etwas anderes. Das macht die Bewertung nicht einfach. Ein neues Buch geht der Geschichte nach. Das Buch "Kleine Geschichte des Rahmenabkommens. Eine Idee, ihre Erfinder und was Brüssel und der Bundesrat daraus machten."   Der Autor Felix E. Müller war von 2012 bis 2017 Chefredaktor der NZZ am Sonntag. Seither ist er als Berater für die Neue Zürcher Zeitung tätig. Man muss ins Jahr 2005 zurückblättern, um die Anfänge des Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU zu finden. Damals verlangte der Thurgauer Ständerat Philipp Stähelin (CVP, TG) erfolgreich einen Bericht vom Bundesrat zum Stellenwert eines neuartigen Rahmenabkommens. Zu Verhandlungen mit Brüssel kam es jedoch erst 2014. Volksabstimmungen, namentlich die Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" führten zu Verzögerungen. Am 9. Februar des gleichen ...
 
Coronavirus bringt "Sans-Papiers" in der Schweiz in prekäre Lage
Fr, 8 Mai 2020 09:00:00 GMT - Die Coronavirus-Pandemie verschlimmert die Situation der rund 100'000 papierlosen Migrantinnen und Migranten in der Schweiz. Im Land mit seinen hohen Lebenskosten haben es die so genannten "Sans-Papiers" nun noch schwerer. "Ich habe Freunde, und wir helfen einander. Aber diesmal sind wir alle von der Krise betroffen. Eine Freundin, die mit einem Schweizer verheiratet ist, leiht mir Geld zum Überleben. Das Coronavirus hat hier zu einer Ausbreitung der Armut geführt", sagt Mariana*, eine 34-jährige Dominikanerin, die als Reinigungskraft arbeitet. "Zwei Familien bezahlen mir weiterhin die Stunden, die ich normalerweise pro Woche bei ihnen arbeite, auch wenn ich gegenwärtig nicht in ihre Häuser gehe. Sie sagen mir, ich könne sie später entschädigen, indem ich eine zusätzliche Reinigungsstunde einschiebe. Aber andere Familien können das nicht tun, weil sie Ausländer sind, die ihre Jobs verloren haben, oder mich nicht brauchen, weil sie daheim sind." Heute lebt Mariana in einem Dorf ...
 
"Armut wird sichtbar ? kann die Schweiz damit umgehen?"
Di, 5 Mai 2020 13:04:00 GMT - Die vielen Menschen, die am Samstag in Genf für die Verteilung von Nahrungsmitteln anstanden, sind symptomatisch dafür: Die Gesundheitskrise scheint zwar abzuklingen, die Wirtschaftskrise hat aber gerade erst begonnen. "Die Schweiz wird sich einer Armut gegenübersehen, die sie noch vor einigen Monaten nicht für möglich gehalten hat", warnt Grégoire Barbey. Die Schweiz kommt schrittweise wieder langsam in Fahrt. Viele wirtschaftliche Aktivitäten wurden bereits wieder aufgenommen, und die meisten Geschäfte werden am 11. Mai ihre Türen erneut öffnen können. Obwohl die Wiederbelebung mit Spannung erwartet wird, kann sie nicht ohne die Einhaltung von Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit angesichts der Gefahr des Coronavirus erfolgen. Auch wenn die Schweizer Bemühungen erfolgreich waren, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ist es nach wie vor vorhanden. Wir werden also damit leben müssen, und das wird auch Konsequenzen für die Organisation der Wirtschaft haben. Die ...
 
Gesundheitskosten steigen in der Schweiz weiter an
Fr, 1 Mai 2020 09:41:00 GMT - Die Kosten für das Gesundheitssystem in der Schweiz sind hoch und steigen weiter an. Die Belastung nimmt vor allem für Privathaushalte und die Kantone zu. Die Schweiz hat eines der teuersten Gesundheitssysteme weltweit. Die Gesundheitskosten betragen etwa 12% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Damit hat von allen OECD-Staaten einzig die USA höhere Ausgaben in diesem Bereich ? dies aber mit beinahe 17% des BIPs mit deutlichem Abstand auf die Schweiz. Kosten steigen jährlich Die neusten Zahlen zeigen: Nicht nur sind die Gesamtkosten des Gesundheitssystems der Schweiz vergleichsweise hoch, sie steigen zudem jährlich an. Gründe dafür sind etwa die generell wachsende Wirtschaft - wenn mehr geld verfügbar ist, kann auch mehr Geld für die Gesundheit ausgegeben werden - sowie die immer ältere Bevölkerungsstruktur. Im Jahr 2018 lagen die Gesamtausgaben bei 81.9 Mrd. Franken. Der prozentuale Anstieg der Kosten war im Vergleich zu den Vorjahren mit 2.8% leicht unterdurchschnittlich. ...
 
Schwierige Aufgabe der Bestatter in Zeiten des Coronavirus
Di, 28 Apr 2020 09:00:00 GMT - Der Tod ist Teil ihres Alltags. Aber selbst für professionelle Bestatter ist die Sterbebegleitung in Covid-19-Zeiten eine nicht alltägliche Herausforderung. Vor allem die auf wenige Angehörige beschränkten Bestattungsrituale sind eine prägende Erfahrung.  "In 33 Berufsjahren habe ich eine solch traurige Situation noch nie erlebt. Es ist vielleicht die dunkelste Seite dieser Pandemie ? ich bekomme richtig Hühnerhaut", sagt Eros Bruschi, Chef des gleichnamigen Bestattungsunternehmens in Bellinzona, der Hauptstadt des Kantons Tessin. Das Tessin ist vom Coronavirus besonders stark betroffen. Bruschi empfängt uns in seinem Büro. Er erzählt von seinen Erfahrungen in diesen Zeiten. Er spricht vom Schmerz, der Angehörige versteinern lässt, wenn sie ihren Verstorbenen das letzte Geleit geben. Wie verläuft eine Bestattung in Coronavirus-Zeiten? Eros Bruschi berichtet, dass wegen der Massnahmen gegen die Pandemie nur die engsten Angehörigen anwesend sein können. Es sind Personen, welche ...
 
Globuli und Co. sind salonfähig geworden
Mo, 27 Apr 2020 09:00:00 GMT - Homöopathie und Ayurveda sind im Schweizer Gesundheits-Mainstream angekommen. Die grosse Nachfrage nach Heilpraktikern hat eine verstärkte Regulierung zur Folge. So sollen schwarze Schafe aussortiert werden. Noch bevor die Coronavirus-Pandemie zu einem allgegenwärtigen Thema wurde, sorgte bei den Luzerner Gesundheitsbehörden die Komplementärmedizin für Gesprächsstoff. Anfang März stellte die Kantonsregierung eine Revision des Gesundheitsgesetzes vor. Neu soll geprüft werden, ob Naturheilpraktiker, die Behandlungen in den Bereichen Ayurveda-Medizin, Homöopathie, traditionelle chinesische Medizin und traditionelle europäische Naturheilkunde anbieten, fachliche Mindestanforderungen erfüllen. "Diese Behandlungsmethoden stellen ein gewisses Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar", begründet Alexander Duss vom Luzerner Gesundheitsamt gegenüber swissinfo.ch. "Mit der Einführung einer Bewilligungspflicht wollen wir sicherstellen, dass nur Praktizierende aktiv sind, die bestimmte ...
 
Anti-westliche Ressentiments in Thailand
Fr, 24 Apr 2020 11:00:00 GMT - Die Coronavirus-Pandemie legte zu Beginn im Westen einen latenten Rassismus gegenüber Chinesen und Asiaten offen. Nun hat sich das Epizentrum von China nach Europa verlagert ? und mit ihm die Ressentiments. Thailänderinnen und Thailänder sind berühmt für ihr Lächeln und ihre herausragende Gastfreundschaft. Mit mehr als 39 Millionen Touristen im Jahr 2019, darunter rund 210'000 aus der Schweiz, ist das Königreich gewohnt, Gäste aus aller Welt zu empfangen. Und das Zusammenleben verläuft im Allgemeinen reibungslos. Da Europa jedoch zur wichtigsten Quelle des Coronavirus wurde und die meisten Länder Europas als gefährdet eingestuft wurden, sind es nun Thailänder und Thailänderinnen, die manchmal mit finsterem Blick auf die "Farangs" (ein Begriff, der Weisse aus dem Westen bezeichnet) herabschauen. Gesundheitsminister sticht in Wespennest Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul ist eine umstrittene politische Figur, bekannt für seine verbalen Ausbrüche. Am 7. Februar ...
 
"Wir müssen die Schweiz vor dem sozialen Meltdown bewahren"
Fr, 24 Apr 2020 08:40:00 GMT - "Die Coronakrise verschärft auch das Problem der sozialen Ungleichheit in der Schweiz", sagt der Sozialforscher Oliver Nachtwey. Expertinnen und Experten sehen Gefahren für die Demokratie. In der Schweiz bekommen die Schwächsten der Gesellschaft die Auswirkungen der Coronakrise mit voller Wucht zu spüren: Ein Teil der Selbständigen, denen die Kunden wegbleiben, alleinerziehende Mütter, Verschuldete, Rentner ohne Vermögen, Randständige und Marginalisierte.  Viele von ihnen fallen durch die Netze, weil sie vom 40 Milliarden Franken-Hilfsprogramm des Bundesrats wohl ausgeschlossen bleiben.  Boom der Arbeitslosenzahlen Die Bürgschaftskredite für Unternehmen im Liquiditätsengpass wie auch die staatliche Entschädigung für Kurzarbeit konnten nicht verhindern, dass die Schweiz Anfang April den grössten Anstieg der Arbeitslosenzahlen in so kurzer Zeit erlebte. Bereits 2018 wies die Sozialhilfestatistik 807'000 Menschen aus, die in der Schweiz von Gemeinden und Kantonen erweiterte ...
 
Das Coronavirus zwingt die Liebe, sich neu zu erfinden
Do, 23 Apr 2020 15:00:00 GMT - Ein Paar heiratet online, zwei Verliebte können sich nicht sehen und Singles schlagen sich die Zeit tot, indem sie auf Dating-Sites surfen. Die durch das Coronavirus auferlegte soziale Distanz zwingt die Liebe oder die Suche nach einem Partner, neue Wege zu finden. Nur weil das Coronavirus uns physisch voneinander trennt, heisst das noch lange nicht, dass Liebe und Begehren verschwunden sind. Inmitten der Gesundheitskrise nehmen sie aber andere Formen an. SWI swissinfo.ch hat sich auf die Suche nach Beziehungen in der Zeit von Covid-19 gemacht. Teleheirat "Wir mussten kreativ sein", sagt Samantha, Lehrerin im Kanton Waadt. Am Vorabend ihrer Hochzeit gibt die junge Frau zusammen mit ihrem Verlobten Hugo den Vorbereitungen den letzten Schliff. Ihre grösste Sorge gleicht jedoch nicht den üblichen Ängsten zukünftiger Ehepartner, wie sie am Telefon verraten: "Wir haben Angst, Probleme mit der Internetverbindung zu haben." Coronavirus zwingt sie dazu, ihr Ja-Wort per Videokonferenz ...
 
Bleibt die Schweiz während des Lockdowns zu Hause?
Mi, 22 Apr 2020 12:00:00 GMT - ??????? Seit dem 16. März befindet sich die Schweiz im Lockdown. Bald werden die Massnahmen langsam gelockert. Zeit, um zurück zu blicken: Die folgenden sechs Grafiken zeigen, wie der Lockdown die Mobilität der Schweizerinnen und Schweizer einschränkt. Die Massnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus bringen für die Bevölkerung einige Einschränkungen mit sich. Seit dem 16. März sind abgesehen von Lebensmittelläden und Apotheken alle Geschäfte geschlossen. Ebenfalls zu sind Restaurants und Bars, Schulen und Freizeitbetriebe wie Kinos oder Museen. Bewegungsradius wird kleiner Der Bundesrat fordert die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben. Ein Ausgangsverbot wie in einigen anderen Ländern besteht jedoch nicht: Der Bund vertraut auf die Eigenverantwortung und Solidarität der Bürgerinnen und Bürger. Ist das Vertrauen gerechtfertigt? Bleiben die Leute in ihren Wohnungen? Im Auftrag der ETH Zürich und dem statistischen Amt des Kantons Zürich erfasst die Firma ...
 
Für behinderte Kinder und deren Eltern ist die Quarantäne eine Herausforderung
Mi, 22 Apr 2020 11:00:00 GMT - Eltern, die aufgrund der Coronakrise aufhören müssen zu arbeiten, um ein Kind zu Hause zu betreuen, haben Anspruch auf eine Verdienstausfall-Entschädigung. Die Massnahme gilt für alle Kinder bis zum Alter von 12 Jahren. Für Eltern von Kindern mit Behinderungen macht die Regierung aufgrund der spezifischen Probleme eine zusätzliche Geste. Die Gesundheitskrise ist eine Herausforderung für Eltern. Da Kindergärten und Schulen vorübergehend geschlossen sind, muss eine Lösung für die Betreuung der Kinder gefunden werden. Und es kommt nicht in Frage, sich an die Grosseltern zu wenden, wie dies normalerweise oft der Fall ist, weil ältere Personen durch das Coronavirus besonders gefährdet sind. Deshalb gibt es für Eltern manchmal keine andere Lösung, als ihre berufliche Tätigkeit zu unterbrechen, um sich zu Hause um die Kinder zu kümmern. Um diesen Eltern zu helfen, einigte sich der Bundesrat bereits am 20. März darauf, dass eine Verdienstausfall-Entschädigung erhalten soll, wer ...
 
Wird der Lockdown zur Abhängigkeits-Falle?
Di, 21 Apr 2020 07:51:00 GMT - Greifen Sie häufiger als vor der Coronakrise zum Zigarettenpäckchen. Gönnen Sie sich regelmässig ein Gläschen oder mehr? Haben Sie sich auf Online-Geldspiele eingelassen? Der Übergang vom Genuss- zum Suchtmittel ist derzeit kürzer als sonst. "Isolation, Langeweile oder Ängste haben das Zeug, den Suchtmittel-Konsum zu begünstigen", sagt Markus Meury, von Sucht Schweiz, einem Kompetenzzentrum für Prävention, Forschung und Wissensvermittlung im Suchtbereich. Noch liegen keine konkreten Daten aus Befragungen oder Verkaufszahlen vor, aber aufgrund der Erfahrung und von Indizien, geht Sucht Schweiz davon aus, dass sich das Problem derzeit verschärft. Auch Angehörige leiden mit Meury nennt drei anonymisierte Beispiele aus der Hotline-Beratung: Eine Frau erzählt am Telefon, sie trinke nun abends regelmässig Alkohol, insbesondere, um sich zu beruhigen und um schlafen zu können. Sie will wissen, ob das nun schon problematisch sei. "Ja, leider besteht ein Risiko, dadurch in eine Sucht ...
 
Der wichtige Beitrag der Medizinstudentinnen und Medizinstudenten
So, 19 Apr 2020 09:00:00 GMT - Die Coronavirus-Pandemie hat die Schweizer Spitäler zu einer drastischen Reorganisation gezwungen. Viele Medizinstudenten und Medizinstudentinnen stellen sich Stationen von Spitälern zur Verfügung, wo sie am meisten gebraucht werden, vor allem auf den Intensivstationen. Wir haben mit drei von ihnen gesprochen. Seit der Entdeckung des ersten Falls einer Coronavirus-Infektion in der Schweiz ist mehr als ein Monat vergangen. Mit dem Blick auf die Geschehnisse in Italien wurde bald klar, dass die Epidemie auch für die Schweizer Krankenhäuser kein Kinderspiel werden würde. Es zeichnete sich ab, dass die Gesundheitseinrichtungen trotz Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus mit einem Personalmangel konfrontiert sein würden. Das Universitätsspital Genf (HUG) lancierte einen Aufruf zur Solidarität und bat Personen mit den entsprechenden Fähigkeiten um Hilfe. Etwa 800 Personen meldeten sich, von denen 140 verpflichtet wurden. Dazu gehörten Studierende der ...
 
Einsamkeit und weniger Stoff: Alltag der Drogenabhängigen verschlechtert sich
Fr, 17 Apr 2020 11:30:00 GMT - Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, sind von der Covid-19-Pandemie besonders betroffen. In der Schweiz sind Drogenabhängige angesichts der Ausnahmesituation noch stärker isoliert als sonst; und die zunehmende Knappheit illegaler Drogen gefährdet ihre Gesundheit zusätzlich. Ärzte und Organisationen machen mobil. Die Pandemie und die Massnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus treffen gewisse Menschen in der Schweiz, die sonst schon zu den Verletzlichsten gehören, besonders hart. Dies gilt etwa für Drogenabhängige, deren tägliches Leben über Nacht auf den Kopf gestellt wurde, und die sich nun zusätzlich zu ihrer Sucht und ihrer oft schon bestehenden sozialen Isolation an die neue Situation anpassen müssen. "Diese Bevölkerungsgruppe ist von der aktuellen Situation viel stärker betroffen", sagt Rahel Gall, Direktorin der Stiftung Contact, die im Kanton Bern zahlreiche Dienstleistungen für Suchtkranke anbietet. "Es handelt sich oft um Menschen mit ...
 
Schweizer Künstler stellen weiterhin (virtuell) in Paris aus
Do, 16 Apr 2020 09:00:00 GMT - Der Waadtländer Künstler Marwan Bassiouni präsentiert in Paris herrliche Landschaftsaufnahmen, fotografiert durch die Fenster von Moscheen. Vincent Levrat und Ursula Biemann stellen ebenfalls in der französischen Hauptstadt aus. Es lohnt sich nicht, nach Paris zu reisen, denn alle Museen sind geschlossen, aber alles (oder fast alles) lässt sich auf dem Internet sehen. Was sieht man aus seinem Fenster, ohne sich vorzubeugen, ja sogar aus ein oder zwei Meter Abstand rückwärts, um sowohl die Landschaft draussen als auch drinnen zu sehen? Auf diese sehr aktuelle, sehr begrenzte Frage versucht der Waadtländer Fotograf Marwan Bassiouni in einer sehr schönen Ausstellung im Centquatre in Paris Antworten zu finden. Die Kultureinrichtung ist wie alle Pariser Museen wegen der Corona-Krise geschlossen, aber man kann sich die Ausstellung auf der Website des Festivals der jungen europäischen Fotografie Circulations anschauen. Der 35-jährige Bassiouni wurde in Rolle geboren und lebt seit ...
 
In der Schweiz werden wieder Gesichtsmasken produziert
Mi, 15 Apr 2020 14:00:00 GMT - Seit dem Wochenende werden in der Schweiz Universalmasken in grossen Mengen hergestellt. Die Maskenproduktion in der Schweiz könnte damit auf mehrere hunderttausend Stück pro Woche wachsen. Die Masken sind für Private und Unternehmen gedacht ? nicht für das Spitalpersonal. Schutzmasken gehören aktuell zu den gefragtesten Gütern überhaupt. Ärztinnen, Pfleger, alle Spitäler und Pflegeorganisationen sind auf sie angewiesen. Die Weltmarktpreise für das Rohmaterial explodieren. Die Lieferfristen für Spinnvlies, aus dem Masken fabriziert werden, werden länger und länger. Die Flawa Consumer GmbH in Flawil (Kanton St. Gallen) produziert seit vergangenem Wochenende nun Universalmasken. Eigentlich wollte man damit schon im März starten, doch die Corona-Krise fordert ihren Tribut: "Die Beschaffung des Rohmaterials gestaltet sich unglaublich schwierig", sagt Claude Rieser, CEO der Flawa. Dank Kontakten konnte er Spinnvlies in Deutschland und Polen einkaufen, Nasenclip und Gummiband stammen ...
 
Glückskette ruft auf zur grossen Coronavirus-Spendensammlung
Mi, 15 Apr 2020 04:00:00 GMT - Am 16. April ist Spendentag. Mit einem nationalen Solidaritätstag will die Glückskette die bereits laufende Spendensammlung mit einem Höhepunkt abschliessen. Die Gelder kommen jenen zugut, die besonders unter den Auswirkungen der Coronavirus-Krise leiden. Die Schweiz hat es am Osterwochenende bewiesen: Sie kann solidarisch sein und Rücksicht auf die gegenwärtig verletzlichsten Gruppen der Gesellschaft nehmen. Darüber hinaus hat die Bevölkerung seit dem 23. März bis Mittwochmittag bereits über 17 Millionen Franken an die Glückskette gespendet. Diese sammelt mit der Unterstützung der SRG SSR, zu der auch swissinfo.ch gehört, Geld für besonders betroffene Menschen der Coronavirus Pandemie in der Schweiz. Speziell bei dieser Sammlung sei, dass verschiedene Firmen Millionenspenden einbezahlt hätten, sagt Priska Spörri, Mediensprecherin der Glückskette. "Ich bin jetzt seit zehn Jahren dabei, und das war in diesem Ausmass noch nie der Fall." Viele Sammelaktionen Bereits seien viele ...
 
Ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler fällt durchs Fernunterrichts-Netz
Di, 14 Apr 2020 14:52:00 GMT - Keine Spur von "Corona-Ferien" für die Schülerinnen und Schüler an Schweizer Schulen ? Heimunterricht heisst das Gebot der Stunde. Wirklich? Nicht alle nehmen dieses gleich ernst, wie eine Studie zeigt. Während einige Kinder und Jugendliche pro Tag fünf und mehr Stunden lernen, begnügen sich andere mit einem Stündchen, oder zwei. Dies ist eines der Hauptergebnisse des Schulbarometers, das vom Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) der Pädagogischen Hochschule Zug erhoben und an Ostern publiziert wurde.  Dabei wurden über 7100 Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Interessierte in der Schweiz, Deutschland und Österreich befragt. Die Bildungsfachleute nahmen ihnen den Puls, um herauszufinden, wie sie mit den Schliessungen der Schulen umgehen.  In der Schweiz sind die Schulen seit dem 16. März geschlossen. Seither nehmen rund eine Million Schülerinnen und Schüler am Fernunterricht teil. Wann sie wieder in ihre Klassenzimmer ...
 
Sexarbeiterinnen ohne Lohn: Abtauchen ins Elend
Di, 14 Apr 2020 08:56:00 GMT - Seit dem 16. März ist die Ausübung des "ältesten Berufs" der Welt verboten, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Ohne Einkommen haben Prostituierte manchmal weder genug Geld zum Wohnen noch zum Essen. Eine dramatische Situation, die einige in den Untergrund zu drängen droht. Das Telefon von Alexandra, einer Sexarbeiterin in der französischsprachigen Schweiz, klingelt weiterhin. Am anderen Ende der Leitung sind Kunden, die ihre Dienste beanspruchen wollen. Wenn sie diese daran erinnert, dass die Regierung am 16. März die Ausübung der Prostitution bis auf weiteres verboten hat, um die Ausbreitung von Covid-19 zu bekämpfen, versuchen einige, sie dazu zu bringen, das Gesetz zu brechen. Alexandra ist empört: "Diesen Leuten fehlt jegliches Bewusstsein. Ich hatte bereits aufgehört zu arbeiten, bevor die Behörden ein Verbot erliessen. Ich kann es mir nicht leisten, mich mit dem Coronavirus zu infizieren und meine Familie anzustecken. Mein Vater ist Diabetiker, er gehört zu ...
 


Rundschreiben Nr. 5/2020 (27.04.2020)
Rundschreiben Nr. 3/2020 (29.02.2020)
Einladung Mehrtagesfahrt 2020
Anmeldung Mehrtagesfahrt 2020
Jahresprogramm 2020
Rundschreiben Nr. 1/2020 (14.12.2019)
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