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Wo Migration ein Gesicht erhält
So, 18 Aug 2019 09:00:00 GMT - Eine Gruppe von Autorinnen und Autoren zeichnet in der Schweiz Geschichten der Migration auf. Dafür stellen sie in Museen ihr "Büro für Migrationsgeschichten" auf. Das Projekt entstand aus den Trümmern der gescheiterten Idee eines eigenständigen Migrationsmuseums. "Eine junge Frau aus Chile kam zu mir an den 'Schalter'. Sie erzählte, ihr Urgrossvater sei nach Chile ausgewandert, sie habe ein paar Dokumente dabei aus Einwohnerregistern in Lauterbrunnen, Basel und Zürich. Vielmehr wisse sie aber auch nicht." Das Büro aktuell vor Ort Das Büro für Migrationsgeschichten ist gegenwärtig an der Ausstellung "Die Schweiz anderswo" im Forum Schweizer Geschichte Schwyz zu Gast. Nächste Daten: 11. und 22.9., nachmittags. Die Ausstellung dauert noch bis zum 29.9.2019. Zudem wird das Büro während drei Tagen vom 27.-29.8. in der "Robert-Walser-Sculpture" des Berner Künstlers Thomas Hirschhorn in Biel zu Gast sein. So oder ähnlich beginnen oft die Migrationsgeschichten, die Beat Mazenauer ...
 
Kunst in Schweizer Verkehrskreiseln
Sa, 17 Aug 2019 09:00:00 GMT - Früher wurde das Dorfzentrum oder die Strasse, die in eine Stadt führte, mit einer alten Eiche oder einem Steinblock markiert. Heute stehen dort häufig Verkehrskreisel. In der Schweiz werden sie mit origineller Kunst gefüllt, was allerdings teuer und manchmal umstritten ist. Die Schweiz ist nicht das einzige Land, das Verkehrskreisel als Bühne für Kunst nutzt. Aber die Schweiz fällt mit besonders vielen originellen und spektakulären Werken auf. Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen erklärt, es gebe keine genauen Zahlen über Verkehrskreisel in der Schweiz. Denn die Kreisel fallen ? typisch für das Land ? in die Kompetenz der Gemeinden. Laut Rohrbach gab es in jüngster Zeit ein verstärktes Interesse an Kunst in Schweizer Verkehrskreiseln. Auf die Frage, ob die Kunst die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ablenkt, antwortet er, dass die Skulpturen kein Problem darstellen. Wenn überhaupt, verlangsamten sie den Verkehr, weil die Lenker zu sehen versuchten, welches ...
 
Fête des Vignerons: "Wir sehen uns in 20 Jahren!"
Mo, 12 Aug 2019 11:38:00 GMT - Nach neunzehn Austragungen ? vier wurden wegen Stürmen verschoben oder unterbrochen ? 355'000 verkauften Eintrittskarten und mehr als einer Million Besucherinnen und Besuchern geht das Festival von Vevey mit einem grossen Publikumserfolg zu Ende. Das einzige Problem ist, dass es in diesem Jahr ein Defizit gibt. "Warten Sie nicht zwanzig Jahre, um zu feiern", sagte Regisseur Daniele Finzi Pasca, als er am Sonntagnachmittag auf dem Marktplatz von Vevey den Vorhang in der temporären Arena für die 20'000 Zuschauerinnen und Zuschauer öffnete.  Mit Liedern, Glocken, lautem Applaus und vielen Tränen von Schauspielern und Zuschauern jeden Alters erreichte die Ranz des vaches (Westschweizer Kuhreigen), die das 12. Fête des Vignerons (Fevi) beendete, den Höhepunkt der Emotionen: "Ich weinte den ganzen Tag", sagte eine Teilnehmerin; sie konnte nicht wahrhaben, dass nach einem Jahr harter Proben und drei Wochen Aufführungen alles zu Ende war. Durch die Stürme Keine nennenswerte Kritik ...
 
Auf den Spuren des echten Gefangenen von Chillon
Fr, 9 Aug 2019 14:30:00 GMT - Das Schloss Chillon am Ufer des Genfersees ist das meistbesuchte Denkmal der Schweiz. Einen Grossteil seiner Berühmtheit verdankt es Lord Byrons Gedicht "Der Gefangene von Chillon". Das literarische Werk ist von einer realen Figur inspiriert, nämlich von François Bonivard, dessen Leben einem Roman würdig war. Wir befinden uns sozusagen in den Eingeweiden des Schlosses, in einem riesigen Keller, der von Gewölben und Säulen getragen wird. Auf einer Seite grenzt er an eine Felswand. Die Wand gegenüber besteht aus Steinblöcken mit wenigen kleinen Schlitzen dazwischen. Jenseits der Mauer beginnt die Unendlichkeit des Sees. Man kann sie nur erahnen. Es gibt nicht viel zu sehen. Einen Galgen ? ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert ?, um die düstere Seite des Ortes zu betonen, sowie eine beleuchtete Tafel mit einem kurzen, erklärenden Text und einem Gemälde mit zwei Personen ? nichts Aufregendes. Das Schloss hat an anderen Stellen viel mehr und auf den ersten Blick viel Interessanteres zu ...
 
Landsgemeinde Kloten ? wo Grenzen der Demokratie gesprengt werden
Fr, 9 Aug 2019 08:30:00 GMT - Über 31 Millionen Passagiere im letzten Jahr: Der Flughafen Zürich Kloten ist das Tor der Schweiz zur Welt. Politisch hat die Stadt Kloten als grösste internationale Verkehrsdrehscheibe des Landes zur Urform der direkten Demokratie zurückgefunden: zur Landsgemeinde. Wie sie diese interpretiert, ist wegweisend. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch.  Ein Passagierflieger zieht an diesem Sommersamstag über den Versammlungsplatz in der Flughafengemeinde Kloten. So tief, man glaubt, ihn mit den Händen greifen zu können. Der Platz, auf dem sich um die 700 Menschen sammeln, ist mit Natursteinplatten ausgelegt, umschlossen von in die Höhe strebenden Häusern. Eine Bühne steht da, dort sitzt eine lokale Big Band und spielt Swing. An einem Stand werden spanische Süssspeisen verkauft, an einem anderen gibt es Crêpes. Die Einwohnerinnen und Einwohner kommen mit Hunden an der Leine und Kindern an der Hand ? Volksfestcharakter. ...
 
Künstlerisch und populär: Neue Direktorin bringt Locarno zurück zu den Wurzeln
Mi, 7 Aug 2019 09:00:00 GMT - Lili Hinstin markiert ihr erstes Jahr als künstlerische Leiterin des Filmfestivals Locarno mit einem der kühnsten und aufregendsten Programme seit Jahren. Das Festival beginnt heute (Mittwoch). Getreu seiner langjährigen Tradition als sorgfältig kuratiertes Schaufenster nicht nur für europäische, sondern auch für periphere Werke (Filme, die ausserhalb der europäischen Achse gedreht wurden), verspricht das diesjährige Festival einige Überraschungen und Veränderungen: Junge Filmemacher und experimentelle Werke erfahrener Regisseure nehmen einen prominenten Platz ein, ohne den Geschmack des grossen Publikums ausser Acht zu lassen. Für die Hauptbühne mit den Open-Air-Abendvorstellungen auf der Piazza Grande mit ihren bis zu 8000 Sitzplätzen hatte Hinstin den Mut, dem Trend zu widerstehen, "Wohlfühl"-Filme ins Programm zu nehmen, die sich an ein breiteres Publikum wenden.  Einige Veränderungen Sie stellte sich der Herausforderung, qualitativ hochstehende Filme zu präsentieren, die ...
 
Der Schweizer Zirkus fliegt hoch dank verschiedenen Standbeinen
Sa, 3 Aug 2019 09:00:00 GMT - Wie hält man ein traditionelles Unternehmen in einer modernen Welt am Leben? Der Schweizer Zirkus Monti verdient sein Geld nicht mit fliegenden Akrobaten oder tanzenden Tieren, sondern mit einem vielseitigen Geschäftsmodell. Ein Clown mit dem Namen "Clown Monti" gründete 1984 einen besonderen Zirkus: Statt auf spektakuläre Nummern, setzte er auf poetische Inszenierungen. 1985 startete der "poetisch-schmucke Circus" seine erste Saison. Seit einem Jahr besitzt der Circus Monti ein neues Zelt, welches ohne Masten in der Mitte auskommt. Zwei Bogen tragen das Zelt von aussen. Somit wird die Manege grösser und ermöglicht von allen Seiten eine gute Sicht. Dieses Zelt vermietet der Zirkus auch für kulturelle Grossanlässe und Musikfestivals. Während des ganzen Jahres vermietet Monti über 45 Zelte in verschiedenen Grössen, Farben und Formen. Das Unternehmen bietet die Infrastruktur und den Zeltaufbau für Events und gehört zu den grössten Zirkusdienstleitern Europas. Zum Zirkus ...
 
Ein Denkmal zum Leben
Mi, 31 Jul 2019 09:00:00 GMT - Die "Robert-Walser-Sculpture" von Thomas Hirschhorn in Biel sorgt für heftige Diskussionen. Das Kunstwerk ist eine veritable Kleinstadt aus gewöhnlichen Materialien, in der es sich lohnt zu verweilen. "Bleiben Sie den ganzen Tag?" Im weissen Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln und mit sonnenverbrannter Nase schreibt Thomas Hirschhorn das Tagesprogramm seiner "Robert-Walser-Sculpture" vor dem Bahnhof Biel. Es ist zehn Uhr morgens an einem Freitag Anfang Juli und staubig. Ein Denkmal aus vernagelten Brettern, Spanplatten, Klebebändern und Transparenten empfängt die ersten Besucher.  "Ich jedenfalls werde bis 22 Uhr hier sein, wie jeden Tag." Insgesamt 86 Tage oder 1032 Stunden widmet der Schweizer Installationskünstler vom 15. Juni bis 8. September dem Bieler Schriftsteller Robert Walser (1878-1956), der das Herzstück seiner reichhaltigen Installation bildet. Die "Robert Walser-Sculpture" Thomas Hirschhorns künstlerische Installation würdigt den Schriftsteller Robert Walser. Sie ...
 
Verena Schlepütz ? einmal nach Deutschland, nie mehr zurück
Mo, 29 Jul 2019 09:00:00 GMT - "Nie nach Deutschland!" Dies die Bedingung, als die junge Schweizerin ihrem deutschen Auserwählten in Zürich das Jawort gibt. Kurz danach findet sie sich in Deutschland wieder, wo sie mit ihm dessen Familienunternehmen leitet. Doch das ist nur der Start in das turbulente Familienleben von Verena Schlepütz. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Verena Schlepütz kann davon ein Lied singen. 1973 verliebt sich die junge Sekretärin aus Zürich in einen deutschen Bankangestellten, der in der Schweizer Finanzmetropole Berufspraxis sammelt. Vor der Heirat im Jahr darauf macht sie unmissverständlich klar, dass ihre Zukunft als Ehefrau nicht in Deutschland liegt. Von Zürich nach Düren Die Realität wirft ihren Plan über den Haufen: Der Schwiegervater, der in Düren bei Aachen eine Firma zum Bedrucken von Glas und Keramik betreibt, erkrankt schwer. Kurz darauf stirbt er. Verenas Gatte übernimmt den väterlichen Betrieb Ende 1978. Es ist auch hier in Düren, wo uns die vife ...
 
"Die Nazis wollten uns erschiessen, weil wir Ausländer waren"
So, 28 Jul 2019 09:00:00 GMT - Als kleines Mädchen holten fanatische Nazis sie und ihren Schweizer Vater aus dem Haus und stellten sie vor ein Erschiessungs-Kommando. Nur dem Eingreifen des Ortsgruppenführers in letzter Sekunde verdankt Agnes Waser das Leben. Hier ist die Geschichte einer Schweizerin, die ihr Leben in Deutschland verbrachte. Sie lebt seit ihrer Geburt vor bald 85 Jahren in Deutschland. Aber ihr ganzes Leben lang besass Agnes Waser nur den Schweizer Pass. Darauf ist sie stolz. Waser lebt heute wie in ihrer Kindheit schon in Vettweiss in Nordrhein-Westfalen, zwischen Aachen und Köln. Sie hat eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. "Ich bin zwar in Deutschland geboren, aber mein Herz gehört der Schweiz", sagt sie. Vor sich auf dem Tisch hat Waser zahlreiche, dicht bedruckte A4-Seiten ausgebreitet ? ihre Lebensgeschichte. Die Rentnerin ist für ihre Familie und den Ort gewissermassen das Gedächtnis. Als solches ist sie aktiv im Heimat- und Geschichtsverein Vettweiss. Ihre Geschichte ...
 
Heidi ist Japanerin
Sa, 27 Jul 2019 09:00:00 GMT - Wenn Menschen auf der ganzen Welt an Heidi denken, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um die Tokioter Version handelt. Die Anime-Version von Heidi prägte das Bild von Johanna Spyris Figur massgeblich und stand auch am Anfang der Kinderunterhaltung mit Animefilmen. Das Schweizer Landesmuseum widmet der 1974 produzierten Serie "Heidi ? das Mädchen aus den Alpen" eine Ausstellung. Ausstellung "Heidi in Japan" Am 17. Juli eröffnete im Landesmuseum die Ausstellung "Heidi in Japan". Sie fokussiert auf die Vermischung zweier Kulturen und die Entstehungsgeschichte der japanischen Trickfilmserie. Die Serie gilt als Startschuss für die heute florierende Anime-Branche und hat Heidi endgültig zum globalen Phänomen gemacht.  Die Ausstellung im Landesmuseum dauert bis zum 13. Oktober 2019. Eigentlich sollte es Pippi Langstrumpf sein, nicht Heidi. Zu Beginn der 1970er-Jahre arbeiteten Isao Takahata und Hayao Miyazaki an einer Zeichentrickversion über die freche Villenbesitzerin ...
 
"Wir wurden in der Schweiz und in Spanien zu Ausländern"
Do, 25 Jul 2019 06:40:00 GMT - Maribel und Manuel Alvite haben immer deutlich gemacht: Eines Tages werden wir nach Galicien zurückkehren. Das Paar hat eine Wohnung in Spanien gekauft und verbringt dort seinen gesamten Sommerurlaub. Aber heute, wenn sie für immer nach Hause zurückkehren, erkennen sie, dass vierzig Jahre Abwesenheit eine schwere Last sein kann. Die Geschichte der Familie Alvite ist die von Tausenden von Spaniern, die während vieler Jahre zwischen der Iberischen Halbinsel und der Schweiz pendelten: Geschichten über Migration, harte Arbeit und Verzicht mit Nuancen von Hoffnung und Nostalgie. In den frühen 1970er-Jahren besuchte Manuel zum ersten Mal die Schweiz. Er trug die Begeisterung eines 18-Jährigen und einen Vertrag als Saisonarbeiter, auch Saisonnier genannt, mit sich, den er in den folgenden Jahren erneuern konnte. Maribel kam später nach, voller Illusionen, aber auch voller Schmerz, ihre Heimat zu verlassen. Der Schmerz nahm in den vielen Jahren nur langsam ab und taucht nun wieder auf, ...
 
Das Frühmittelalter ist besser als sein (trauriger) Ruf
Mi, 24 Jul 2019 08:00:00 GMT - Das Frühe Mittelalter, das von etwa 500 bis zum Jahr 1000 dauerte, wird oft als dunkle, gewalttätige Periode angesehen. Nun soll eine Ausstellung mit dem Klischee brechen und eine Epoche rehabilitieren, welche die Gestaltung der modernen Schweiz geprägt hat. Amphitheater, klassische Autoren, unbesiegbare Legionen: Die römische Antike gilt als eine Blütezeit des Westens. Ritter in Rüstungen, Kathedralen, Schreib-Mönche: Auch das feudale Mittelalter, ab dem Jahr 1000, lässt viele Amateurhistoriker ins Schwelgen verfallen. Aber die Zeit dazwischen? Viele Leute sehen darin nur eine Art von schwarzem Loch, das geprägt ist von Barbareneinfällen, Gewalt und kulturellen Rückschritten. Nun wollen das Walliser Geschichtsmuseum und das Lausanner Museum für Geschichte und Archäologie mit diesem "Klischee" brechen. Die Ausstellung "Frühes Mittelalter. Dunkle Zeiten?", die Mitte Juni eröffnet wurde, ist noch bis zum 5. Januar 2020 in Sitten zu sehen. Unter einer etwas anderen Form wird sie ...
 
Bundespräsident bedankt sich bei Auslandschweizern und -schweizerinnen
Di, 23 Jul 2019 12:00:00 GMT - In einer Ansprache zum Nationalfeiertag an Auslandschweizer und -schweizerinnen, hat Bundespräsident Ueli Maurer gemeinsame Schweizer Werte betont. Traditionell richtet der Schweizer Bundespräsident im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1. August ein Grusswort an die Expat-Gemeinschaft der Schweiz. Rund 760'000 Schweizer Bürgerinnen und Bürger leben im Ausland, das entspricht 11% der Gesamtbevölkerung. Sie behalten das Stimm- und andere Schlüsselrechte. Maurer nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung der Auslandschweizer und -schweizerinnen für die Vertretung der Schweiz und ihrer Werte wie "Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Bescheidenheit und Fleiss" zu unterstreichen. Die Rede Ueli Maurers wurde bereits 10 Tage vor dem Feiertag publiziert, was in den Sozialen Netzwerken und Medien für Schmunzeln sorgte. Doch dabei handelt es sich offenbar nicht um einen Fehler.
 
Ein Gegner des Alpenkitsches
Fr, 19 Jul 2019 13:00:00 GMT - Dieses Jahr jährt sich der Geburtstag des Schriftstellers Gottfried Keller zum 200. Mal. Der Schauplatz seiner Geschichten, Seldwyla, ist sprichwörtlich geworden, und noch heute gehören Kellers Texte in Deutschschweizer Schulen zur Pflichtlektüre. Keller wehrte sich vehement dagegen, ein Nationalschriftsteller zu sein, das war für ihn Alpenrosenkitsch, sagt Professorin Ursula Amrein im Gespräch mit swissinfo.ch. Ursula Amrein Sie ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Zum 200. Geburtstag Kellers ist von ihr:ein Handbuch zum Leben, Werk und Wirkung des Dichters mit zahlreichen Abbildungen erschienen. (Stuttgart 2018)Gemeinsam mit Michael Andermatt hat Ursula Amrein eine kleine Anthologie mit Passagen aus Kellers Werken und Briefen herausgegeben: Keller zum Vergnügen. Reclam 2019. swissinfo.ch: Die bekanntesten von Kellers Geschichten spielen im erfundenen Ort Seldwyla  ? was ist das für ein Kosmos? Ursula Amrein: In Seldwyla spielen die ...
 
Ein Franken für ein Häuschen mit Seesicht
Di, 16 Jul 2019 09:01:00 GMT - Ein rustikales Steinhaus für einen Schweizer Franken. Sofern sich der Käufer verpflichtet, es zu renovieren. Diese Idee hat die Gemeinde Gambarogno im Kanton Tessin, um den Dorfkern von Monti Scìaga wieder zu beleben und Weideflächen zu nutzen. Ein entsprechender Vorschlag kommt im Herbst vor den Gemeinderat. Monti Scìaga, so heisst das kleine Dörfchen in den Bergen. Es ist ein Weiler, der zu Indemini gehört, dem abgelegensten Dorf der Schweiz. Geografisch gesehen liegt es im obersten Teil eines Tals, das fast ganz zu Italien gehört (Val Veddasca). 18 Kilometer kurvenreiche Strasse und ein Pass trennen Indemini von seinem Nachbardorf, das unterdessen zur selben Gemeinde (Gambarogno) gehört, die seit einer Fusion 2010 so heisst. Indemini ist berühmt für seine alten Steinhäuser, so genannte Rustici (Einzahl: Rustico), wie sie auch im Bergdorf Monti Scìaga auf der gegenüberliegenden Talseite hauptsächlich gebaut wurden. Aus der Ferne betrachtet macht der Weiler nicht den ...
 
Zweisprachigkeit in einer neuen Ära
Fr, 12 Jul 2019 09:00:00 GMT - Der Kanton Bern will seine Zweisprachigkeit stärken und deren Potential und Chancen besser nutzen. Ende Juni präsentierte die Regierung einen Aktionsplan. In Biel diskutiert man derweil ohne Tabus über die Relevanz dieser lokalen Besonderheit. Ende Juni gaben drei Ereignisse nacheinander einen besonderen Einblick in die Praxis und den Respekt vor dem Sprachaustausch im Kanton Bern, der zweifellos zweisprachig ist, in dem Französisch aber klar eine Minderheit ist (10% der Bevölkerung). Biel, eine zweisprachige und industrielle Stadt Am Fusse des Jurabogens, zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz, liegt Biel (Bienne), die grösste zweisprachige Stadt des Landes (56'000 Einwohner). Die ehemalige Arbeiterstadt, die Hauptstadt des Seelandes, ist auch heute noch ein wichtiger Produktionsstandort für prestigeträchtige Schweizer Uhren wie Rolex und Omega. Die Swatch Group, die weltweit führende Uhrenmanufaktur, hat hier ihren Hauptsitz seit ihrer Gründung 1983. Biel, ...
 
Ein Deutscher rockt den Schweizer Käse
Do, 11 Jul 2019 13:24:22 GMT - Der deutsche Musik- und Medienwissenschaftler Michael Harenberg hat sich an ein schweizerisches Symbol gewagt: Zusammen mit Studierenden und einem Käsehändler will er herausfinden, ob Käse durch Beschallung mit Musik (noch) besser wird. Was reizt ausländische Forscherinnen und Forscher an spezifisch schweizerischen Themen? In dieser Reihe geht swissinfo.ch dieser Frage nach. Michael Harenberg kam Anfang der 2000er-Jahre in die Schweiz. Heute ist er Professor an der Hochschule der Künste in Bern (HKB) und Co-Leiter des Studienbereichs Musik. Durch das Projekt HKB geht an Land wurde er auf den Käsehändler Beat Wampfler in Burgdorf aufmerksam. Dieser schlug ihm vor, ein gemeinsames Projekt durchzuführen und Emmentaler-Käse mit Musik zu beschallen, zum Beispiel mit "Stairway To Heaven" von Led Zeppelin. Harenberg hatte sich schon als Kind für Musik interessiert, spielte Klavier und Orgel und experimentierte bereits in frühen Jahren mit elektronischer Musik. Er studierte in Giessen ...
 
Schweizerin bringt Theater zum Publikum ins Haus
Do, 11 Jul 2019 08:00:00 GMT - Sie zog der Liebe wegen nach Rom ? und für ihre grosse Leidenschaft: die Schauspielerei. Als Theaterschauspielerin durchbricht Eva Allenbach die imaginäre Wand zwischen Künstlern und dem Publikum durchbrechen. Österreichische Soldatin im Ersten Weltkrieg, Deutsche in den Sechzigerjahren, drogenabhängige Mutter, Sekretärin: Dies sind nur einige der Rollen, in die Eva Allenbach schon eingetaucht ist. Mit 37 Jahren kann sie bereits auf eine vielfältige Künstlerinnenkarriere zurückblicken. In der Welt des Kinos, mit Kurz- und Spielfilmen, wie auch auf der Theaterbühne. Die Auslandschweizerin, die in Italiens Hauptstadt Rom lebt, hat sich mit der Zeit immer mehr "italianisiert", sie sie sagt. "Ich lebe meine beiden Identitäten", betont sie. Leidenschaft für das Kino Allenbach wird 1982 in Zürich geboren. Als sie noch ein Kind ist, zieht die Familie nach Torricella im italienischsprachigen Kanton Tessin im Süden der Schweiz. Ihr Vater, ein Journalist, hatte eine Stelle als ...
 
Warum in Schweizer Museen die weibliche Kunst fehlt
Mi, 10 Jul 2019 11:30:00 GMT - Warum ist die Kunst 2019 in der Schweiz immer noch hauptsächlich männlich? Auf der Grundlage der Recherche von SWI swissinfo.ch haben in Zürich Verantwortliche aus der Kunstwelt diskutiert. Welche Massnahmen können ergriffen werden, um das zu ändern?  In den Jahren 2008 bis 2018 wurden nur 26 Prozent der Einzelausstellungen in den Kunstmuseen der Schweiz Künstlerinnen gewidmet. Das haben SWI swissinfo.ch und RTS in einer gemeinsamen Datenrecherche herausgefunden.  Lange gab es nur Schätzungen zum Anteil der Kunst von Frauen in Museen, genaue Zahlen haben bisher gefehlt. Am Dienstag haben im Zürcher Kulturzentrum "Kosmos" deshalb zwei Kuratorinnen und ein Kurator vor einem Publikum von mehr als 100 Personen über den Frauenanteil in Kunstinstitutionen diskutiert.  Kunstgeschichte muss weiblicher werden Warum schaffen es nur so wenige Künstlerinnen in die Ausstellungen? Cathérine Hug, Kuratorin des Kunsthauses Zürich, nennt vor allem historische Gründe: Seien in den ...
 
Lukas Bärfuss erhält den Georg-Büchner-Preis
Mi, 10 Jul 2019 09:30:00 GMT - Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss bekommt den renommiertesten deutschen Literaturpreis. Die Jury sieht in ihm einen herausragenden Erzähler und Dramatiker. Der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss wird mit dem Georg-Büchner-Preis 2019 ausgezeichnet. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50'000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Er wird am 2. November in Darmstadt verliehen. Herausragender Erzähler "Mit Lukas Bärfuss zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus", heisst es in der Begründung der Jury. "Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens." Es seien Qualitäten, die zugleich Bärfuss? Essays prägen, in denen er die heutige ...
 
Auf Bomben folgte Kunst
Sa, 6 Jul 2019 09:00:00 GMT - Am 1. April 1944 wurde Schaffhausen von US-Flugzeugen irrtümlich bombardiert. Das städtische Museum verlor dabei über 80 Gemälde. In der Grössenordnung der Verluste trafen daraufhin aus der ganzen Schweiz Kunstwerke ein. Diese Kulturspende zeugt bis heute von der grossen Solidarität für die getroffene Stadt. Als das Museum zu Allerheiligen am 1. April 1944 von Bomben getroffen wurde, lag seine Gründung noch nicht weit zurück. Die Stadt Schaffhausen hatte ab 1921 auf dem Areal des ehemaligen Benediktinerklosters begonnen, ein regionales Heimatmuseum einzurichten. Es richtete sich nach dem Vorbild des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich. Nach umfangreichen Neubauten war das Museum am 11. September 1938 feierlich eröffnet worden. Am 1. April 1944 geschah das Unfassbare. 38 Flugzeuge der 8. US-Luftflotte warfen über der Stadt ihre Bomben ab. Sie hätten eigentlich Ludwigshafen bei Mannheim und die dortige IG Farben als Produzentin von Chemiewaffen treffen sollen. Aufgrund ...
 
William Turner, der Influencer des 19. Jahrhunderts, ist zurück
Fr, 5 Jul 2019 11:36:00 GMT - Die Alpen waren eine schreckliche, felsige, eisige ? tödliche Einöde. Bis der Schweizer Gelehrte Albrecht von Haller sein Epos "Die Alpen" schrieb. Und bis ein junger Brite diese Terra Incognita mit seinen Bildern ins Gegenteil verkehrte: in eine mythisch und ästhetisch wundervolle Urlandschaft von gewaltiger Kraft. 1802 bereist ein junger Brite die Schweiz. Sein Name: Joseph Mallord William Turner. Sein Ziel: die Alpen. Er ist unbekannt, aber ein Talent der Malerei: Einflussreiche Kreise in London setzen grosse Hoffnungen in den 27-Jährigen. Er wird sie mehr als erfüllen. Dabei helfen ihm auch seine Bilder von Schweizer Bergen, die er nach seiner Rückkehr malt. Sie sind jetzt im Kunstmuseum Luzern zu sehen, in der Ausstellung "Turner. Das Meer und die Alpen", die vom 5. Juli bis zum 13. Oktober 2019 geöffnet ist. Turner wird später zu einem der grössten Vertreter des Impressionismus und der Malerei des 19. Jahrhunderts, ja, der Malerei insgesamt. Die Westschweiz, dann Bern, ...
 
Die kleinen Effekte der Mondlandung auf die Schweiz
Di, 2 Jul 2019 08:00:00 GMT - Die Schweiz erinnert sich auf viele Arten an die erste Mondlandung von 1969: In der Kunst, in Ausstellungen und jeden Sommer in der Badeanstalt. Die Mondlandung am  21. Juli 1969 war auch in der Schweiz ein epochales Ereignis des gerade angebrochenen Fernsehzeitalters. Manche bewegte die Ausstrahlung der Begehung des Mondes zum Kauf eines Fernsehers. Einzelne Mondbegeisterte stellten sogar ihre Kameras vor den Bildschirm auf ? um das Erlebnis fotografisch festzuhalten.  Man wartete gebannt. Dann, eine Unzahl knackender Funksprüche später, um 3.56 Uhr morgens, sagte Neil Armstrong seine berühmten Sätze und hüpfte auf den Mond. Um das zu sehen, machten Kinder in Pyjamas die Nacht durch. In Schweizer Städten blieben Restaurants, die ein Fernsehgerät hatten, die ganze Nacht offen. Und sogar Soldaten in Kasernen durften auf den Bildschirm starren. Es war einer jener Fernsehmomente, von dem alle wussten, wo sie ihn gesehen hatten.  Kunst unter dem Einfluss des Monds Einer der sich ...
 
Die Schweiz ist eine Fussballnation
Mo, 1 Jul 2019 12:30:00 GMT - Die Schweiz ist zu einer Fussballnation geworden. Seit 1994 qualifiziert sich die Nationalmannschaft regelmässig für die Europa- und Weltmeisterschaften. Zahlreiche Spieler, die hier ausgebildet wurden, sind in Europäischen Top-Teams wie Barcelona, Arsenal oder Liverpool unter Vertrag. Die wichtigsten internationalen Verbände FIFA und UEFA haben sich in der Schweiz niedergelassen. Doch Fussball ist hier vor allem Breitensport. Es gibt über 1'400 Clubs und 268'000 lizenzierte Spieler, 8 % davon Frauen. 375 Zuschauer trotz Regen Ein trüber Samstagnachmittag im Mai: Eine Stunde vor dem Anpfiff treffen die ersten Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem Sportplatz Liebefeld-Hessgut in der grossen Vorortgemeinde der Hauptstadt Bern ein. Sie wollen das Spiel zwischen FC Köniz und FC Münsingen in der dritthöchsten Liga sehen. Die Atmosphäre ist familiär, man kennt sich und fachsimpelt im Stadionrestaurant über Eishockey und Fussball. Profis und Amateure im gleichen Team Super League und ...
 
Warum fehlt die weibliche Kunst in den Schweizer Museen?
Mo, 1 Jul 2019 08:00:00 GMT - Nur ein kleiner Teil der in der Schweiz gezeigten Kunst ist von Künstlerinnen. Dies zeigt die Recherche von swissinfo.ch. Warum ist das so? Ändert sich das? Wir diskutieren live ? mit Ihren Fragen! Viele Schweizer Museen zeigen wenig bis kaum Kunst von weiblichen Kunstschaffenden. Ausgerechnet die meistbesuchten Schweizer Ausstellungsorte schneiden dabei schlecht ab: Gerade mal 15,1 Prozent ihrer Einzelausstellungen sind Künstlerinnen gewidmet. Dies zeigt unsere umfassende Recherche, bei der wir die Daten von 80 Museen analysiert haben. Die Gründe dafür sind gemäss Historikerinnen und Historikern sowie Soziologinnen und Soziologen vielfältig: Schweizer Frauen war das Kunststudium lange Zeit nicht erlaubt. Dann wurden sie von den männlichen Kunstkritikern ignoriert und verschwanden aus den Geschichtsbüchern. Und auch heute wird künstlerische Provokation aus Frauenhand eher kritischer beäugt. Kommen Sie zum Gespräch!   Am Montag, 8. Juli, diskutieren wir das Thema mit ...
 
Porträts von administrativ Versorgten in der Schweiz
Sa, 29 Jun 2019 09:00:00 GMT - In Waisenhäuser, Gefängnisse oder Haftanstalten: Bis 1981 sperrte die Schweiz unschuldige Bürger und Bürgerinnen, die nicht den Normen der Schweizer Gesellschaft entsprachen, einfach weg. Nun wurden Porträts von Betroffenen veröffentlicht. Die Bilder des Fotografen Jos Schmid in Schwarz und Weiss sind gestochen scharf. In Auftrag gegeben hat das Porträtbuch die vom Bundesrat eingesetzte "Unabhängige Expertenkommission administrative Versorgung". Das Buch nimmt die Individuen in den Fokus, die Opfer dieser Zwangsmassnahmen wurden. Es ist der erste von zehn Bänden, die sich der Erforschung dieser vergangenen Praktik widmen. Berichte von Betroffenen, die Vernachlässigung, Schläge und sogar sexuellen Missbrauch in diesem System überlebt haben, zeugen von grossem Leid. Zehntausende angeblich vernachlässigte Kinder wurden ihren Familien entrissen ? eine Praxis, die sich aus einem ländlichen Brauch entwickelte, arme Kinder als Knechte aufzunehmen, so genannte Verdingkinder. Frauen und ...
 
Türe zu!
Fr, 28 Jun 2019 06:16:00 GMT - Im Landesmuseum Zürich befindet sich eine der ältesten erhaltenen Türen Europas. Die Tür von Robenhausen ist über 5500 Jahre alt. Da muss er nicht schlecht gestaunt haben, der Herr Messikommer, Landwirt und Pfahlbauarchäologe aus Stegen bei Wetzikon, als er Mitte Juni 1868 im Robenhauserried bei Ausgrabungen auf ein grosses Holzbrett stiess. Das was er zunächst für einen Kistendeckel oder eine Bank hielt, erwies sich bei näherem Hinsehen als eine Türe. Wir befinden uns in der Anfangszeit der prähistorischen Forschung in der Schweiz. 1854 werden die Holzpfähle, Ton- und Steinobjekte, die an den Ufern der Mittellandseen zu finden sind, von Ferdinand Keller, Präsident der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, erstmals mit vorgeschichtlichen Dörfern in Verbindung gebracht. Es entsteht ein regelrechtes "Pfahlbaufieber". Überall an den Schweizer Seen wird gesucht, gegraben, geforscht, so auch im Robenhauserried am Pfäffikersee. Die Pfahlbauarchäologie entsteht und Jakob ...
 
Leiko Ikemura: Von Zürich in die Welt
Do, 27 Jun 2019 13:31:00 GMT - Die Japanerin Leiko Ikemura kam Mitte der 70er-Jahre erstmals wegen eines Ferienjobs in die Schweiz. Dann blieb sie und legte dort die Grundlage einer internationalen Karriere als Künstlerin. Ein Atelierbesuch in Berlin, wo sie seit vielen Jahren lebt. 2019 ist ein höchst erfolgreiches Jahr für Leiko Ikemura: Gleich zwei renommierte Museen in Tokio und Basel würdigen die japanisch-schweizerische Künstlerin mit grossen Einzelausstellungen. Das Kunstmuseum Basel zeigt bis September unter dem Titel "Nach neuen Meeren" einen Ausschnitt aus ihrem bereits mehr als vier Jahrzehnte dauernden Schaffen. Sammler auf der ganzen Welt schätzen ihre Werke. Viel mehr kann man als lebende Künstlerin kaum erreichen. Biographisches Leiko Ikemura wurde in der japanischen Präfektur Mie geboren und studierte spanische Literatur in Osaka. 1972 ging sie nach Spanien und studierte von 1973-1978 Malerei in Sevilla. 1979 zog sie in die Schweiz und machte sich in der dortigen Kunstszene einen Namen. 1983 ...
 
Die Männer, die den Mond eroberten
Mi, 26 Jun 2019 13:00:00 GMT - Premierenabend am Starmus Festival. 50 Jahre nach der Mondlandung begaben sich Beteiligte und Interessierte nochmals auf diese Reise ? musikalisch und von Ehrungen umrahmt. Es ist das erste Jahr, dass jener Mann nicht anwesend ist, nach dem die Zeremonie des Starmus-Festivals benannt ist: Die Stephen-Hawking-Medaillen belohnen aussergewöhnliche Anstrengungen im Bereich der wissenschaftlichen Kommunikation. Dieses Jahr gingen sie an Todd Douglas Miller für seinen Dokumentarfilm "Apollo 11", der "einen neuen Blick auf die berühmteste Raumfahrtmission der Geschichte wirft", den Soundtüftler Brian Eno "für seinen Beitrag zur Popularisierung der Wissenschaft" und an Elon Musk, Gründer der Elektroautomarke Tesla, aber auch von Space X, Open AI (künstliche Intelligenz) und Solar City (nachhaltige Energien), "für seine erstaunlichen Leistungen auf dem Gebiet der Raumfahrt und für die Menschheit". Eine Medaille "für sein Lebenswerk" erhielt Buzz Aldrin, Veteran von Apollo 11 und nach ...
 
Der Schweizer, der auf der digitalen Welle reitet
Mo, 24 Jun 2019 08:30:00 GMT - Der Tessiner Bruno Giussani erkannte als Journalist früh die Potenziale des Webs. Er lancierte die erste Schweizer News-Website und wurde später Internet-Unternehmer. Seit 14 Jahren baut Giussani am TED-Imperium mit, einer starken Plattform für Ideen und Innovation im digitalen Zeitalter. Er ist der dritte Digitalpionier, den wir in unserer Serie porträtieren. Sie haben es alle getan: Papst Franziskus, Microsoft-Gründer Bill Gates, Techniksoziologin Zeynep Tufekci, EU-Kommissionmitglied Margrethe Vestager, Datenschützer Malte Spitz. Sie haben einen TED-Talk gehalten, den der Tessiner Bruno Giussani kuratiert hatte. Und der millionenfach angeklickt wurde. Die Einladung, einen TED-Talk zu halten, ist im digitalen Zeitalter eine Art Ritterschlag. Inzwischen hat Giussani hunderte von TED-Talks kuratiert, Themen gesetzt und aus interessanten Persönlichkeiten rhetorisch das Beste herausgeholt. 2005 stösst Giussani zur Non-Profit-Organisation TED, die in Nordamerika Konferenzen ...
 
Wie Vevey sein monströses Winzerfest stemmt
Mo, 24 Jun 2019 06:17:00 GMT - Die Fêtes des Vignerons: Alle 20 bis 25 Jahre findet in Vevey am Genfersee das traditionelle Winzerfest statt. Die Organisation des dreiwöchigen Grossanlasses ist eine riesige Herausforderung, werden doch insgesamt eine Million Besucher erwartet. Damit liegt das traditionelle Volksfest in der Liga des Karnevals von Rio. Mitten auf dem Marktplatz von Vevey am Ufer des Genfersees steht sie da, die Freiluftarena mit ihren 20'000 Sitzplätzen. Sie wirkt wie ein gigantisches Raumschiff, das vom Himmel herabgeschwebt ist. Ihre markanten Dekorationen in den Farben rot, gelb, grün und braun machen sie zum auffälligsten Element der bevorstehenden Fête des Vignerons. Dieses wird in der französischsprachigen Westschweiz ungefähr alle 20 Jahre veranstaltet ? viermal in einem Jahrhundert. Vom 18. Juli bis am 11. August werden voraussichtlich eine Million Besucher erwartet, die an das diesjährige Fest kommen wollen, um die Tradition des Weinanbaus in den Regionen Lavaux und Chablais zu feiern.
 
Was es heisst, Künstlerin in der Schweiz zu sein
Fr, 21 Jun 2019 11:30:00 GMT - In einer exklusiven Recherche haben SWI swissinfo.ch und Radio Television Suisse (RTS) aufgezeigt, dass Kunst von Frauen in Schweizer Museen viel weniger gezeigt wird als Kunst von Männern. Was bedeutet es, als weibliche Künstlerin in der Schweiz zu arbeiten? Wir haben Vertreterinnen dreier Generationen zusammengebracht, um über dieses Thema zu diskutieren. "Arbeiten ohne den Druck des Erfolges" und "Nicht in Ausstellungen zusammen mit Männern sein müssen" ? die berühmten ironischen Poster der "Guerilla Girls" wurden vor 30 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seither verändert?  Die Recherche von SWI swissinfo.ch zeigt ein klares Bild: Nur 26% der Künstlerinnen in Einzelausstellungen waren Frauen. Um die Herausforderungen zu verstehen und nachzuvollziehen, denen sich Künstlerinnen regelmässig stellen müssen, und um mehr über den Alltag von Künstlerinnen in der Schweiz zu erfahren, haben wir drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen im Paul Klee Zentrum in Bern ...
 
Starmus-Festival vereint Astronomie und Musik
Mi, 19 Jun 2019 06:30:00 GMT - Garik Israelian ist Astrophysiker und Musiker. Brian May ist Musiker und Astrophysiker. Aus ihrer Begegnung entstand Starmus, das Festival, das den Geist, die Seele und die Sinne anspricht. Zu entdecken vom 24. bis 29. Juni in Zürich. Im Jahr 1999 war er an der Spitze des internationalen Teams, das eine Idee, die seit 200 Jahren in der Luft liegt, definitiv bestätigte: Nach ihren Supernovæ-Explosionen, welche die gesamte Galaxie erhellen, schrumpfen die Riesensterne zu schwarzen Löchern. Eine Premiere, die ihm ein Zitat von Stephen Hawking einbrachte. Kein Zweifel: Garik Israelian ist ein grosses Tier. Zum ersten Mal in der Schweiz Nach drei Ausgaben auf den Kanarischen Inseln und einer in Norwegen wählte das Festival die Schweiz. Der Vorschlag kam vom Schweizer Astronauten Claude Nicollier und von der Marke Omega, deren Uhren NASA-Astronauten seit 50 Jahren an ihren Handgelenken tragen. Vor einem halben Jahrhundert haben Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond eine ...
 
Hereinspaziert! So sah der Circus Knie früher aus
Di, 18 Jun 2019 12:00:00 GMT - Vor 100 Jahren, am 14. Juni 1919, zeigte der Circus Knie seine erste Vorstellung in Bern. Eine Liebschaft stand am Anfang der Zirkus-Dynastie. Der junge Medizinstudent Friedrich Knie verliebte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Innsbruck in die junge Kunstreiterin Wilma. Er war so fasziniert vom Artistenleben, dass er sein Studium abbrach und mit der Truppe durch Österreich zog. Zwar war die Liebe nur von kurzer Dauer, doch Friedrich gründete 1806 eine Akrobatentruppe, die Lob und Anerkennung auf sich zog und auch in der Schweiz auftrat. Hier liess sich ein Zweig der Familie Knie später nieder und erlangte die schweizerische Staatsbürgerschaft. Von der offenen Arena zum Zelt Ein Jahrhundert und vier Generationen später setzten die vier Brüder Friedrich, Rudolf, Karl und Eugen Knie den langjährigen Wunsch der Artistenfamilie in die Tat um: Sie kauften sich auf Kredit ein Zweimasten-Zelt, um nicht mehr in offenen Arenen auftreten zu müssen. Mit der Erstaufführung im ...
 
Daniele Finzi Pasca versprüht seine Magie für die Fête des Vignerons
Di, 18 Jun 2019 06:00:00 GMT - Der Tessiner Regisseur und Choreograf inszeniert das Schauspiel der Fête des Vignerons 2019, des Winzerfestivals, das am 18. Juli in Vevey beginnt. Wie fast alles, das er produziert, dürfte die Aufführung magisch werden. Treffen mit einem Traumkünstler von internationalem Rang. In der opulenten Umgebung des Genfer Grand Théâtre wirkt Daniele Finzi Pasca wie ein Kobold, der aus einem Kindermärchen entwichen ist. Schlanke Figur, funkelnde Augen, agiler Gang, lebhafte Gesten: Der Tessiner ist ein Magier der Bühnenbretter, der auch mit Worten jonglieren kann. Was er sagt, kommt flüssig daher, verwoben mit Metaphern. In perfektem Französisch richtete er sich im Mai im Genfer Grand Théâtre, das seine Opernsaison präsentierte, an die versammelten Medienvertreter. Finzi Pasca wird im September dieses Jahres für die Genfer Institution das Werk "Einstein on the Beach" inszenieren, einer Oper von Philip Glass. Dort treffen wir ihn, nicht um über Opernwerke zu reden, sondern über die ...
 
Wie ein Zürcher die kleinste Oper der Welt schuf
Sa, 15 Jun 2019 09:00:00 GMT - Eine Ausstellung in Zürich zeigt die kleinste Oper der Welt. Sie holt das fast vergessene Werk des 1995 verstorbenen Dekorateurs und Mini-Impressarios Bernhard Vogelsanger aus dem Archiv. Für einen Impresario war er ungewöhnlich gekleidet. Er trug Jeans, schrille Shirts von Rockbands, eine ACDC-Lederjacke und dicke Ringe an den Händen. Aber Bernhard Vogelsanger war ja auch nicht irgendwer: Er leitete die kleinste Oper der Welt im Alleingang. Er war Dirigent und Orchester, Bühnenbildner und Regisseur, Schneider und Schauspieler in Personalunion. Für mehr Personal hätte der Platz kaum gereicht: Seine Opernbühne in Zürich Schwamendingen hatte die Grösse einer Schuhschachtel. Genauer: Viele Bühnen waren tatsächlich aus Schuhschachteln gefertigt. Im Publikumssaal standen gerade mal acht Stühle ? mehr Platz gab es im engen Zimmer im zweiten Stock eines Wohnhauses nicht. Ein Kreis Eingeweihter wurde regelmässig eingeladen, wenn Vogelsanger hier die grossen Opern spielte: Mit ...
 
Ein Überblick über die Art Basel? Das schafft nur das Handy
Fr, 14 Jun 2019 16:00:00 GMT - Die Warteschlangen am Eingang zu den Basler Messehallen sind lang und die Besucher international. Die Art Basel hat ihre Tore dem Publikum geöffnet. Augenschein am Tag der Eröffnung. Viel Kunst, viel Publikum, viel Geld: Das über mehrere Hallen und Stockwerke verteilte Angebot an Kunst ist überwältigend. Immerhin ist dies die grösste Kunstmesse der Welt. Dieses Jahr präsentieren sich 291 Galerien aus 34 Ländern. Zu sehen sind Werke von über 4000 Künstlern.  Das Smartphone scheint ein fast unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand zu sein, um all die gesehenen Kunstwerke zu festzuhalten. Was das Smartphone für die Besucher, ist das Tablet oder der Laptop für die Galeristen. Der Platz in den teuren Boxen ist schliesslich beschränkt. Wenn die Kundschaft aber an einem Bild oder einem Künstler Gefallen findet, dann greifen die Galeristen ganz schnell zum Tablet, zeigen den potentiellen Kunden weitere Bilder aus dem Fundus. Denn hier geht es nicht ums Ausstellen, es geht ums Verkaufen. An ...
 
Frauenstreik 2019: das jüngste Kapitel einer langen Geschichte
Fr, 14 Jun 2019 06:00:00 GMT - Am 14. Juni 1991 nahmen Tausende von Frauen in der Schweiz am ersten Frauenstreik teil. Fast 30 Jahre nach diesem historischen Ereignis wiederholt sich heute die landesweite Mobilisierung der Frauen. Viele Schweizerinnen und Schweizer waren damals überrascht ? an diesem Freitag im Frühsommer 1991. Die Initiative einer kleinen Gruppe von Uhrenarbeiterinnen im Waadtländer Jura war ? mit Unterstützung der Gewerkschafterin Christiane Brunner ? zu einer der grössten politischen Mobilisierungen in der Geschichte der Schweiz geworden. Rund 500'000 Frauen im ganzen Land nahmen an den unterschiedlichsten Veranstaltungen zum Frauenstreik teil. Die Hauptforderungen waren: Lohngleichheit, Gleichstellung in den Sozialversicherungen sowie das Ende von Diskriminierung und sexuellen Belästigungen. Warum gerade 1991? Das Datum war nicht zufällig gewählt worden, denn der Frauenstreik von 1991 erfolgte genau 10 Jahre nach Inkrafttreten des Verfassungsartikels zur Gleichstellung. Ein ...
 
Ein Schweizer Dichter im Herzen Londons
Do, 13 Jun 2019 14:09:47 GMT - Der Tessiner Vanni Bianconi ist Direktor des Babel Festivals in Bellinzona und lebt seit Jahren in London. Wir haben ihn im Herzen der britischen Hauptstadt getroffen. Vanni Bianconi ist Dichter und Übersetzer. Er wurde 1977 in Locarno geboren und lebt heute in der britischen Hauptstadt. Er ist künstlerischer Leiter des Babel Festivals für Literatur und Übersetzungen in Bellinzona. Er übersetzt aus dem Englischen, eine Sprache, in der er auch gerne schreibt. Seine Übersetzung von W.H. Audens Weihnachtsoratorium gewann 2012 den Marazza Preis. Seine erste Gedichtsammlung, Faura dei morti, erschien 2004 im "Ottavo quaderno italiano" bei Marcos y Marcos. Sein erstes Buch mit dem Titel "Ora prima" enthält sechs lange Gedichte (Casagrande 2008) und wurde mit dem Schillerpreis ausgezeichnet. Das zweite Buch, Il passo dell'uomo, wurde im November 2012 ebenfalls bei Casagrande veröffentlicht. Und wieder bei diesem Schweizer Verlag veröffentlichte er 2017 eine Gedichtsammlung mit dem ...
 
Basler Kunstszene überdenkt Beziehung zur Art Basel
Mi, 12 Jun 2019 09:00:00 GMT - Die Art Basel, die weltweit grösste Kunstmesse, bringt ab Mittwoch eine Vielzahl von Ausstellungen und andere Veranstaltungen in die Schweizer Stadt. Aber sie sorgt nicht nur für Begeisterung. Die Gefühle für den Mega-Event sind in der lokalen Kunstszene gemischt. Eine wachsende Zahl von Künstlern und Galeristen sagt, dass es bei der Veranstaltung mehr um Geld als um Kunst gehe. "Geld verdirbt alles", sagt Nicolas Krupp, Galerist aus der Region. "Vor zehn Jahren waren 30 Millionen Dollar für ein Kunstwerk ein absurder Betrag. Heute werden für einen Basquiat 110 Millionen Dollar bezahlt, das ist verrückt." Gemeint ist Jean-Michel Basquiat, ein zeitgenössischer Künstler aus den USA, 1960-1988. Art Basel begann 1970 als experimentelle Initiative von drei Galeristen. In den ersten zwei Jahrzehnten wurden die Besucher manchmal von spontanen Interventionen von Aktivisten und Künstlern am Rand der Veranstaltung überrascht. In den 1990er-Jahren konsolidierte sich die Messe als ...
 


Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt nach Flandern (Belgien), Antwerpen, Gent und Brügge
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