Schweizer Verein Freiburg e.V.


Willkommen Wir über uns Termine Berichte Vereins-News Nachrichten Adressen Links

News & Aktuelles


News

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten aus der Schweiz! Klicken Sie einfach auf die gewünschte Überschrift, um die komplette Nachricht anzuzeigen....


Kultur - SWI swissinfo.ch

Dieser RSS Feed wird zur Verfügung gestellt von:
http://www.swissinfo.ch/ger

Informations- und Newsportal aus der Schweiz über die Schweiz: Direkte Demokratie, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Schweizer Leben und vieles mehr ? aktuell, informativ, hintergründig und in zehn Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Japanisch, Chinesisch, Russisch).

Wie Google & Co die Schweizer Newsmedien schwächen
Mo, 14 Okt 2019 10:00:00 GMT - Soft-News, Messenger-Dienste, welche die gesellschaftliche Debatte privatisieren, Politikerinnen und Politiker als Agenda-Setter, Medienkonzentration ? so hat sich die Schweizer Medienlandschaft gewandelt. Die Schweiz braucht einen neuen "Medienpatriotismus", wird im "Jahrbuch Qualität der Medien 2019" gefordert. Die wichtigste Triebfeder für den Wandel in der Mediennutzung ist die wachsende Bedeutung der Tech-Plattformen Google, Facebook, Youtube und Co. Diese bedrängen auch in der Schweiz den professionellen Newsjournalismus, der für den politisch-demokratischen Prozess unverzichtbar ist.  swissinfo.ch fasst die Befunde und Probleme sowie die vorgeschlagenen Massnahmen der Studie zusammen. Die Hauptbefunde der Studie zur Mediennutzung Signifikant zunehmende Medienkonzentration. Der Marktanteil grosser Medienhäuser wächst. Die Anzahl der Medienbesitzer und der Titel sinkt. Immer dominanter werden hingegen die Tech-Giganten.Eine wachsende Verbreitung haben Messenger-Dienste, ...
 
Vor 100 Jahren erhielt ein Schweizer den Literatur-Nobelpreis
Do, 10 Okt 2019 12:00:00 GMT - Die Literaturnobelpreise der Jahre 2018 und 2019 gehen an die Polin Olga Tokarczuk und den Österreicher Peter Handke. Die Schweiz erhielt diese Auszeichnung erst einmal: Vor hundert Jahren wurde Carl Spitteler ausgezeichnet. Von der Öffentlichkeit vergessen, erlebt der Schriftsteller seit 2017 eine Renaissance ? dank Chinas Präsidenten Xi Jinping. Das Leben von Carl Spitteler (1845-1924) ist alles andere als langweilig: Nach dem Theologiestudium ging er nach St. Petersburg, um dort zehn Jahre lang als Hauslehrer zu arbeiten. Zurück in der Schweiz wurde er im Kanton Bern Lehrer für Deutsch, Latein und Griechisch, bevor er sich dem Journalismus widmete. Durch einen seiner Artikel im "Bund" wird Nietzsche auf ihn aufmerksam. Der erste grosse Wendepunkt kam 1892. Dank seiner Heirat mit einer reichen Frau, kann er sich ganz dem Schreiben widmen. Nach einigen Jahren ist er ein bekannter Autor im deutschen Kulturraum, insbesondere aufgrund seiner von der griechischen Mythologie ...
 
Schweizer auf den Spuren der Göttin Artemis
Do, 10 Okt 2019 08:00:00 GMT - Ein archäologisches Rätsel in Griechenland wurde nach fast einem Jahrhundert gelöst ? dank der Arbeit von Schweizer Forschern. "Es war ein Riesenerfolg, dass wir das Heiligtum nach so langer Zeit gefunden haben", sagt Karl Reber. Er ist Professor für Archäologie an der Universität Lausanne und Direktor der Archäologischen Schule in Griechenland, ESAG. In dieser Funktion verbringt Reber seit Jahren einen Teil des Sommers auf Euböa, der zweitgrössten griechischen Insel, wo sich die Aktivitäten der Schule konzentrieren. Vor zwei Jahren konnte Reber mit seinem 40-köpfigen Team einen Durchbruch vermelden: Der lange in der Nähe des Dorfes Amarynthos vermutete Tempel der Göttin Artemis konnte eindeutig lokalisiert werden. Diesen Sommer wurde nun erstmals in einer Inschrift der Name "Amarynthos" gefunden ? womit nachgewiesen wurde, dass sich diese Ortsbezeichnung mit Unterbrüchen seit fast 3000 Jahren hält. Beim Heiligtum handelt es sich um den wichtigsten Sakralbau der Insel mit ...
 
Neuer Uhrmacher-Tempel der Marke Shigeru Ban
Fr, 4 Okt 2019 14:30:00 GMT - Nach fünfjähriger Bautätigkeit hat die Swatch Group am Donnerstag den neuen Hauptsitz ihrer gleichnamigen Marke in Biel eröffnet. Die fast ausschliesslich aus Holz gefertigten Gebäude wurden vom japanischen Stararchitekten Shigeru Ban entworfen. Grosszügige Büros, Konferenzräume, zwei Museen, fünf schwarze Olivenbäume und der erste Drive-in-Uhrenshop der Welt: Swatch sieht mit dem Bau des neuen Hauptsitzes, der am Donnerstag in Biel in Anwesenheit vieler hochkarätiger Gäste offiziell eingeweiht wurde, grosse Chancen. Hell und mit einer geschwungenen Silhouette, die an eine Schlange erinnert, erstreckt sich das 35 Meter breite Hauptgebäude über eine Länge von 240 Metern. Fünf Jahre Arbeit, Kosten von fast 125 Millionen Franken und 1997 m3 Schweizer Fichte waren nötig, um dieses spektakuläre Gebäude ? eine der grössten Holzkonstruktionen der Welt ? zu bauen.  An seinem westlichen Ende überquert das Gebäude eine Strasse, die neu nach Nicolas G. Hayek, dem Gründer der Swatch ...
 
Ein Schweizer bei den letzten Penan-Nomaden
Fr, 27 Sep 2019 13:00:00 GMT - Der Fotograf Tomas Wüthrich gibt einen Einblick in das Leben der Penan, einem indigenen Stamm aus dem Sarawak-Regenwald in Malaysia. Von der Jagd mit dem Blasrohr bis zur Abholzung des Regenwaldes erzählen seine Bilder vom Alltag einer bedrohten Existenz. "Ich bin aber nicht der neue Bruno Manser", sagt er. "Hallo Tomas, willst Du mit mir zu den Penan auf Borneo kommen?" "Du meinst, dorthin, wo Bruno Manser verschwunden ist?" "Ja, genau dorthin." So beginnt die Geschichte, die einen Bauernsohn aus dem Kanton Freiburg in den Dschungel von Sarawak auf der Insel Borneo führte. Es war an einem Sommertag im Jahr 2014, als Tomas Wüthrich den Anruf eines Freundes erhielt, einem Journalisten. "Ich wusste nicht, ob es gefährlich werden könnte. Aber ich stimmte zu, bevor ich überhaupt mit meiner Frau darüber gesprochen hatte", erzählt er uns in seinem Wohnzimmer zu Hause in Liebistorf, einem kleinen Dorf zwischen Bern und Freiburg. Tod eines Bauernhofs Nach einer Lehre als Schreiner ...
 
Das bedrohte Paradies der Penan
Fr, 27 Sep 2019 08:48:59 GMT - Die Zerstörung des Borneo-Regenwaldes gefährdet die traditionelle Lebensweise der Penan, einer nomadischen Gruppe auf Borneo. Der Schweizer Fotograf Tomas Wüthrich zeigt in seinem Buch "Doomed Paradise" das Leben im Dschungel, die Entwaldung und den Einfluss von Moderne und Fortschritt.
 
Sommerende auf der Kaisereggalp
Sa, 21 Sep 2019 09:00:00 GMT - Der Sommer ist vorbei, die Alpsaison zu Ende. Der SWI-Fotograf Thomas Kern begleitete fast 40 Helfer, wie sie 130 Rinder auf einem schmalen und steilen Wanderweg  auf eine tiefergelegene Alp brachten. Sein Bericht. Die Alphütte der Kaisereggalp auf 1799 Metern ist leer. Es ist niemand zu Hause, aber die Tür ist nicht abgeschlossen. Im Herd hat es noch etwas Glut und der Nebel hat sich von draussen bereits schon ein wenig in die Küche eingeschlichen. Es ist kühl und das Licht in der Stube ist gedämpft. Während des ganzen Aufstiegs hatte ich kaum mehr als fünfzig Meter weit gesehen. Nach beinahe zwei Stunden des Wartens haben sich die Wolken draussen ein wenig verzogen. Von weitem sehe ich ein einachsiges Gefährt mit Anhänger im Schritttempo den Hang hochfahren. Es ist der Alphirte Erich Offner zusammen mit einem Freund aus Plaffeien. Sie haben heute Nachmittag diverses Material, leere Flaschen und einen Stromgenerator zur Bergstation einer Materialseilbahn gefahren. Zu Fuss ...
 
Warum ein Schweizer Künstler in Thailand an Buddha-Statuen arbeitet
Fr, 20 Sep 2019 09:00:00 GMT - Erst die Filmmetropole Hollywood, dann das Spieler-Eldorado Las Vegas: Nun hat sich der Schweizer Künstler Alfred Soland in Thailand niedergelassen. Seine Präsenz hat sogar in der lokalen Presse für Schlagzeilen gesorgt. Sie sagen, er sei der erste ausländische Künstler, der eine Buddha-Statue restaurieren und eine neue Statue bauen dürfe. "Ich bin 60 Jahre alt, aber ich fühle mich jung ? mein Körper und meine Haut sind wie diejenigen eines 35-Jährigen", meint Alfred Soland während eines Gesprächs via Skype. Wir können dies nicht überprüfen. Denn die Verbindung erlaubt nur einen Ton, kein Bild. Seine Stimme klingt aufgestellt, wohl auch weil er in den letzten Wochen von einigen thailändischen Medien kontaktiert worden ist, um seine Lebensgeschichte zu erzählen. Er wurde sogar vom Gouverneur der Provinz Chiang Mai eingeladen: "Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet. Er hatte von mir gehört. Er wollte, dass ich ein thailändisches Lied ins Englische übersetze und die Musik ...
 
Ein Banküberfall ? und "Todesstrafe!", rief Schweiz
Mo, 16 Sep 2019 09:00:00 GMT - ??????? Da blieb die Schweiz erstaunlich lange cool: Anfang des 20. Jahrhunderts trieben anarchistische Flüchtlinge im Gastland ihr Unwesen. Doch eine Tat war der Blutstropfen zu viel: Der Banküberfall von Montreux 1907, bei dem zwei Russen einen Angestellten und auf ihrer Flucht einen Passanten töteten. "Todesstrafe", riefen Bürgerinnen und Bürger. Am Morgen des 18. September 1907 kommt es in Montreux am Genfersee zu einer Verfolgungsjagd wie in den Gangsterfilmen, die neuerdings in den Lichtspielhäusern gezeigt werden. Zwei Männer hetzen durch die Avenue du Kursaal. "Haltet sie, haltet sie!", rufen Passanten. Dem Postangestellten Auguste Vuilliamoz gelingt es, einen der beiden zu Boden zu werfen. Der andere rennt, so ein Augenzeuge, "wie ein Hase" davon. Wilde Szenen Jules Favre, ein Notar, stellt sich ihm beherzt in den Weg. Der Flüchtende schiesst ihm eine Revolverkugel ins Bein und läuft weiter. Dem Coiffeur Georges Bär, der aus seinem Salon stürzt, ergeht es nicht besser.
 
Schweizer Starregisseur bringt Einstein und Glass an den Genfersee-Strand
Fr, 13 Sep 2019 09:00:00 GMT - Das Grand Théâtre in Genf startet die Spielzeit 2019/20 mit einer mutigen Neuinszenierung von "Einstein on the Beach". Die Oper von Philip Glass/Robert Wilson gilt als Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters und fordert Regisseure seit mehr als 40 Jahren heraus.   Die Compagnia Finzi Pasca aus Lugano in der italienischsprachigen Schweiz hat keine Angst vor grossen Kisten: Mit drei Zeremonien an Olympischen Spielen und Dutzenden von Bühnenspektakeln ? eben gerade die Fête des Vignerons, dem Winzerfest in Vevey sowie Opern bringt die Theatertruppe nun ein musikalisches und visuelles Vergnügen für all jene auf die Bühne, die bereit sind, sich einer vier Stunden dauernden, hypnotischen Ekstase zu stellen. Das Stück "Einstein on the Beach" hat keinen Handlungsstrang; die "Erzählung" besteht aus losen Assoziationen mit Bezug zu Nuklearphysik, Mathematik, Musik und was auch immer der Betrachter und die Betrachterin fühlen mag. Der US-Regisseur und Dramatiker Robert Wilson ...
 
Schweizer Glückskette vergisst die Opfer vergessener Krisen nicht
Do, 12 Sep 2019 12:00:00 GMT - Die Glückskette widmet ihre 250. Spendenaktion den Frauen, die bei Kriegen und Katastrophen oft gleich in mehrfacher Hinsicht Opfer sind. In 73 Jahren hat der "humanitäre Arm der SRG" bisher 1,8 Milliarden Franken für Bedürftige gesammelt. Alles beginnt 1946 in Lausanne, auf den Wellen des damaligen Radio Sottens, dem öffentlichen Radio der Westschweiz (heute RTS). Der Moderator Roger Nordmann und der Komiker Jack Rollan lancieren "La Chaîne du Bonheur" (die Glückskette), ein Programm zur Spendensammlung für humanitäre Zwecke. Damals lag ein Grossteil Europas nach dem Zweiten Weltkrieg noch in Trümmern. Doppelt vergessen Wer in einem Flüchtlingslager in Somalia, in einem von Banden kontrollierten Viertel in El Salvador oder im bombardierten Jemen lebt, gehört zu den "Vergessenen". Denn diese Krisen spielen sich fernab der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit ab. Und wer dort als Frau lebt, geht gleich doppelt vergessen, denn die meisten Systeme und Kulturen dieser Welt sind in ...
 
Einstein on the Beach des Genfersees
Mi, 11 Sep 2019 09:23:00 GMT -
 
Diese Schweizer verfolgen in Afrika ein junges Konzept der Entwicklungsarbeit
Di, 10 Sep 2019 11:30:00 GMT - ??????? Begeistern statt belehren: Spass, Events und Freundschaften stehen im Zentrum eines Schweizer Vereins, der sich dem Umgang mit und dem Zugang zum Wasser verschrieben hat. Vor allem in Ländern mit junger Bevölkerung verspricht diese Herangehensweise Erfolge. Entwicklungsarbeit, aber anders: Statt dass Europäer in ein afrikanisches Dorf fahren, einen Brunnen bauen und wieder abreisen, zelebriert ein Schweizer Verein das Trinkwasser als ausgelassene Party mit Musik und Kunst. In den ruralen Gegenden von Mosambik haben zwei Drittel der Dörfer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Oft fehlt es an Wissen über Sanitärversorgung und Hygiene, die für Ernährung und Gesundheit grundlegend sind. Mit Konzerten, Streetart und Beachsoccer behandelt die Schweizer Organisation Viva con Agua solche Themen auf spielerische Art und Weise. Schliesslich sind in diesem ostafrikanischen Land mit einer Bevölkerung von 30 Millionen rund 65 Prozent unter 25 Jahre alt, das Medianalter liegt bei ...
 
Rob Gnant, der Van Gogh der Schweizer Fotografen
Sa, 7 Sep 2019 09:00:00 GMT - Rob Gnant, ein Schweizer Fotograf mit einem Gespür für die Verknüpfung wichtiger gesellschaftlicher Themen mit einer starken visuellen Ästhetik, ist im August gestorben. Er hinterlässt aus seinem Lebenswerk ein Vermächtnis von mehr als 200'000 Negativen. Gnant gilt als einer der bedeutendsten dokumentarischen Fotografen und Filmern der Nachkriegszeit in der Schweiz. Einen Namen machte er sich mit seinen Reportagen und Portraits. Aber sein Interesse galt auch dem Film. Bei rund 30 Dokumentar- und Spielfilmen arbeitete er als Kameramann, u.a. für den Dokumentarfilm "Im Herbst" (A fleur d'eau), der 1963 bei den Filmfestspielen von Cannes in der Kategorie Kurzfilm gewann. Die meisten seiner Fotografien sind schwarz-weiss, beeinflusst von seiner Arbeit beim Film. Sein stilistischer Zugang zu sozialen Geschichten brachte ihm in der Branche den Spitznamen "van Gogh der Schweizer Fotografie" ein. So dokumentierte er zum Beispiel die Fremdarbeiter bei deren Ankunft und am Arbeitsplatz.   ...
 
Der Digitalmagier
Fr, 6 Sep 2019 09:00:00 GMT - Als Kind wollte er einst wie David Copperfield werden. Heute ist der Zürcher Marco Tempest der bekannteste Digitalzauberer der Welt und arbeitet auch für die Nasa. Regelmässig tritt er auf den grössten Bühnen der Welt auf und verzaubert das Publikum an grossen Konferenzen mit digitalen Tricks. Tempest ist der fünfte Digitalpionier den wir in unserer Serie "Swiss Digital Pioneers" porträtieren. "Die Magie von heute ist die Technologie der Zukunft," sagt Marco Tempest lächelnd. "Es gibt eine lange Tradition von Zauberern, die gleichzeitig Erfinder waren." Insofern steht der Digitalzauberer Tempest in einer Reihe von Magiern, die schon seit jeher versuchten, der aktuellen Technologie einen Schritt voraus zu sein. Aber Marco Tempest ist nicht nur Zauberer mit technologischen Mitteln, er ist auch Designer, Filmemacher, Coach und Storyteller. Sein Business sind Geschichten, Illusionen und Inspirationen. Der Zürcher erzählt auf der Bühne faszinierende Geschichten, um zu simulieren, was ...
 
Als Schweizer Jodler die USA eroberten
Mi, 4 Sep 2019 11:30:00 GMT - Ein neues Buch zeigt, wie das Jodeln von den Alpen in die USA kam. Und sich seither immer wieder neu erfand. Seichte Schunkelmusik, Lederhosen, Musikantenstadl ? und Loriots Sketch, in dem Erwachsene jodeln lernen und sich dabei die Zunge verknoten: Jodeln hat einen schlechten Ruf ? oder zumindest einen zwiespältigen. Gejodelt wird überall Dabei kann Jodeln, dieser laute Gesang zwischen Brust- und Kopfstimme, sehr vielfältig sein: Witzig, exotisch, tieftraurig oder meditativ. Jodeln ist Kulturgut und Kommunikationsmittel, es wird im Regenwald von Kamerun, auf dem Balkan, am Polarkreis und in den USA praktiziert. Und es erfährt eine Renaissance: Jodeln kann man an der Uni studieren, Jodelfestivals und -kurse haben grossen Zulauf und sogar in der Rockmusik und Avantgarde finden sich Jodelmotive. Im Alpenraum hat das Jodeln eine lange Tradition. Das "unartikulierte Singen aus der Gurgel", wie es ein Reiseführer von 1810 beschreibt, gehört zur Schweiz wie Käse oder Schokolade.
 
Das sind die Gewinner des ersten Reportagen Festival Bern
Sa, 31 Aug 2019 20:00:00 GMT - Drei Journalisten aus drei ganz unterschiedlichen Ländern haben am Samstag in Bern den ersten True Story Award erhalten. Am Reportagen Festival Bern wurden sie für ihre ausserordentlichen und mutigen Reportagen ausgezeichnet. Der mit 30'000 Franken dotierte erste Preis ging an Aleksandr Burtin für sein Porträt des tschetschenischen Menschenrechts-Aktivisten Oyub Titiyev, der aufgrund falscher Anschuldigungen inhaftiert worden war. Seine Reportage Monitor 1, erstmals in der russischsprachigen Zeitung Meduza publiziert, wurde für den ausgezeichneten Erzählstil sowie die unerwartete Art und Weise gelobt, wie der Journalist damit einen vergessenen Krieg in den Fokus rückte. Der zweite Preis ging an den amerikanischen Journalisten Mark Arax für seine Reportage A Kingdom from Dust ? eine umfassende, vertiefte Untersuchung der Welt des Agrargeschäfts in Kalifornien. Arax wurde dafür ausgezeichnet, dass er soziale Themen wie Klimawandel, Wasserressourcen und die Geschichte Kaliforniens ...
 
Wäre das eine Frisur für Sie?
Sa, 31 Aug 2019 09:00:00 GMT - Der vorliegende Bildband ist eine Zusammenstellung von Bildern aus dem Archiv des Fotostudios von Gaechter+Clahsen. Es sind Bilder, die im Auftrag des Zürcher Coiffeur Salon Elsässer, "House of Hair and Beauty", entstanden sind. Die ältesten Aufnahmen stammen aus den 1970er-Jahren, die jüngsten entstanden in den 1990ern. Produziert wurden die Bilder im Studio des Fotografenpaars, um diese später in Zeigebüchern den vornehmen Damen der Zürcher Gesellschaft als Katalog der jeweils aktuellen Frisurentrends zu präsentieren. Analog zum Kalender der Modeschauen, in denen die grossen internationalen Modehäuser ihre neuen Kollektionen zeigten, wanderten junge, weibliche Modelle zu Elsässer in den Salon um sich dort den neuesten Haarschnitt, den aktuellsten Style geben zu lassen. Danach schnell im Taxi ins Studio, um dort von den Fotografen porträtiert zu werden. Ihre Bilder richteten sich an eine durchaus bürgerliche Kundschaft, für die das Erhalten von Qualität, die man auch zu ...
 
Diskussionen über die Pressefreiheit
Mi, 28 Aug 2019 13:05:00 GMT - Vom 30. August bis 1. September trafen sich Reporterinnen und Reporter aus 60 Ländern in der Schweizer Bundesstadt Bern. Das Festival war öffentlich. swissinfo.ch übertrug spannende Veranstaltungen live für Sie.  Das "Reportagen Festival Bern" bietet in über 50 Veranstaltungen Einblicke in Themen, die Menschen weltweit bewegen und über die Journalistinnen und Journalisten berichten. Bei zwei Veranstaltungen können Sie hier live dabei sein. Am 31. August um 13:15 MEZ beginnt die Panel-Diskussion "Unfreie Presse". Von 180 Ländern rangieren Jordanien, Russland und China hinsichtlich Pressefreiheit auf den Rängen 101, 149, 177. Was bedeutet das für Journalistinnen und Journalisten und ihren Alltag? Stimmt die westliche Vorstellung, dass guter Journalismus nur mit einer freien Presse möglich ist? Gäste: Rania Abouzeid (Kriegsreporterin, Jordanien/Libanon) Mikhail Ratgauz (colta.ru, Russland) Wu Qi (Southern People Weekly, China). Moderation: Patrick Feuz, Chefredaktor Der Bund ...
 
Anita Braun ? die Vollzeit-Mutter
So, 25 Aug 2019 09:00:00 GMT - Sie fühlt sich heute in Deutschland daheim. Nur eines fehlt ihr: der Vierwaldstättersee. Anita Braun wollte eine Veränderung und fand ihr neues Leben in der Region Aachen. Mit drei eigenen und drei Pflegekindern hat sie sich ganz der Kindererziehung verschrieben. Ein lauschiger Garten im Dorf Hürtgenwald in der deutschen Eifel. Wir sitzen mit Anita Braun am Gartentisch. Vom Wohnzimmer aus beobachten uns ihre drei Pflegekinder neugierig durchs Fenster. Zwei Jungs (14 und 8 Jahre alt) und ein Mädchen (12). Ihre drei eigenen Kinder, zwischen 20 und 17 Jahre alt, sind nicht anwesend. Später wagen sich die Pflegekinder hinaus und spielen im weitläufigen Garten. Braun wird als Pflegemutter vom Staat entschädigt. "Finanziell wäre das in der Schweiz nicht machbar", sagt sie und zeigt auf das grosse Haus. "Dafür wäre meine Arbeit als Kinesiologin besser anerkannt." Doch für die Auslandschweizerin ist klar: "Ich bin in Deutschland daheim." In die Schweiz geht sie sehr gern, aber nur noch ...
 
Wo Migration ein Gesicht erhält
So, 18 Aug 2019 09:00:00 GMT - Eine Gruppe von Autorinnen und Autoren zeichnet in der Schweiz Geschichten der Migration auf. Dafür stellen sie in Museen ihr "Büro für Migrationsgeschichten" auf. Das Projekt entstand aus den Trümmern der gescheiterten Idee eines eigenständigen Migrationsmuseums. "Eine junge Frau aus Chile kam zu mir an den 'Schalter'. Sie erzählte, ihr Urgrossvater sei nach Chile ausgewandert, sie habe ein paar Dokumente dabei aus Einwohnerregistern in Lauterbrunnen, Basel und Zürich. Vielmehr wisse sie aber auch nicht." Das Büro aktuell vor Ort Das Büro für Migrationsgeschichten ist gegenwärtig an der Ausstellung "Die Schweiz anderswo" im Forum Schweizer Geschichte Schwyz zu Gast. Nächste Daten: 11. und 22.9., nachmittags. Die Ausstellung dauert noch bis zum 29.9.2019. Zudem wird das Büro während drei Tagen vom 27.-29.8. in der "Robert-Walser-Sculpture" des Berner Künstlers Thomas Hirschhorn in Biel zu Gast sein. So oder ähnlich beginnen oft die Migrationsgeschichten, die Beat Mazenauer ...
 
Kunst in Schweizer Verkehrskreiseln
Sa, 17 Aug 2019 09:00:00 GMT - Früher wurde das Dorfzentrum oder die Strasse, die in eine Stadt führte, mit einer alten Eiche oder einem Steinblock markiert. Heute stehen dort häufig Verkehrskreisel. In der Schweiz werden sie mit origineller Kunst gefüllt, was allerdings teuer und manchmal umstritten ist. Die Schweiz ist nicht das einzige Land, das Verkehrskreisel als Bühne für Kunst nutzt. Aber die Schweiz fällt mit besonders vielen originellen und spektakulären Werken auf. Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen erklärt, es gebe keine genauen Zahlen über Verkehrskreisel in der Schweiz. Denn die Kreisel fallen ? typisch für das Land ? in die Kompetenz der Gemeinden. Laut Rohrbach gab es in jüngster Zeit ein verstärktes Interesse an Kunst in Schweizer Verkehrskreiseln. Auf die Frage, ob die Kunst die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ablenkt, antwortet er, dass die Skulpturen kein Problem darstellen. Wenn überhaupt, verlangsamten sie den Verkehr, weil die Lenker zu sehen versuchten, welches ...
 
Fête des Vignerons: "Wir sehen uns in 20 Jahren!"
Mo, 12 Aug 2019 11:38:00 GMT - Nach neunzehn Austragungen ? vier wurden wegen Stürmen verschoben oder unterbrochen ? 355'000 verkauften Eintrittskarten und mehr als einer Million Besucherinnen und Besuchern geht das Festival von Vevey mit einem grossen Publikumserfolg zu Ende. Das einzige Problem ist, dass es in diesem Jahr ein Defizit gibt. "Warten Sie nicht zwanzig Jahre, um zu feiern", sagte Regisseur Daniele Finzi Pasca, als er am Sonntagnachmittag auf dem Marktplatz von Vevey den Vorhang in der temporären Arena für die 20'000 Zuschauerinnen und Zuschauer öffnete.  Mit Liedern, Glocken, lautem Applaus und vielen Tränen von Schauspielern und Zuschauern jeden Alters erreichte die Ranz des vaches (Westschweizer Kuhreigen), die das 12. Fête des Vignerons (Fevi) beendete, den Höhepunkt der Emotionen: "Ich weinte den ganzen Tag", sagte eine Teilnehmerin; sie konnte nicht wahrhaben, dass nach einem Jahr harter Proben und drei Wochen Aufführungen alles zu Ende war. Durch die Stürme Keine nennenswerte Kritik ...
 
Auf den Spuren des echten Gefangenen von Chillon
Fr, 9 Aug 2019 14:30:00 GMT - Das Schloss Chillon am Ufer des Genfersees ist das meistbesuchte Denkmal der Schweiz. Einen Grossteil seiner Berühmtheit verdankt es Lord Byrons Gedicht "Der Gefangene von Chillon". Das literarische Werk ist von einer realen Figur inspiriert, nämlich von François Bonivard, dessen Leben einem Roman würdig war. Wir befinden uns sozusagen in den Eingeweiden des Schlosses, in einem riesigen Keller, der von Gewölben und Säulen getragen wird. Auf einer Seite grenzt er an eine Felswand. Die Wand gegenüber besteht aus Steinblöcken mit wenigen kleinen Schlitzen dazwischen. Jenseits der Mauer beginnt die Unendlichkeit des Sees. Man kann sie nur erahnen. Es gibt nicht viel zu sehen. Einen Galgen ? ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert ?, um die düstere Seite des Ortes zu betonen, sowie eine beleuchtete Tafel mit einem kurzen, erklärenden Text und einem Gemälde mit zwei Personen ? nichts Aufregendes. Das Schloss hat an anderen Stellen viel mehr und auf den ersten Blick viel Interessanteres zu ...
 
Landsgemeinde Kloten ? wo Grenzen der Demokratie gesprengt werden
Fr, 9 Aug 2019 08:30:00 GMT - Über 31 Millionen Passagiere im letzten Jahr: Der Flughafen Zürich Kloten ist das Tor der Schweiz zur Welt. Politisch hat die Stadt Kloten als grösste internationale Verkehrsdrehscheibe des Landes zur Urform der direkten Demokratie zurückgefunden: zur Landsgemeinde. Wie sie diese interpretiert, ist wegweisend. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch.  Ein Passagierflieger zieht an diesem Sommersamstag über den Versammlungsplatz in der Flughafengemeinde Kloten. So tief, man glaubt, ihn mit den Händen greifen zu können. Der Platz, auf dem sich um die 700 Menschen sammeln, ist mit Natursteinplatten ausgelegt, umschlossen von in die Höhe strebenden Häusern. Eine Bühne steht da, dort sitzt eine lokale Big Band und spielt Swing. An einem Stand werden spanische Süssspeisen verkauft, an einem anderen gibt es Crêpes. Die Einwohnerinnen und Einwohner kommen mit Hunden an der Leine und Kindern an der Hand ? Volksfestcharakter. ...
 
Künstlerisch und populär: Neue Direktorin bringt Locarno zurück zu den Wurzeln
Mi, 7 Aug 2019 09:00:00 GMT - Lili Hinstin markiert ihr erstes Jahr als künstlerische Leiterin des Filmfestivals Locarno mit einem der kühnsten und aufregendsten Programme seit Jahren. Das Festival beginnt heute (Mittwoch). Getreu seiner langjährigen Tradition als sorgfältig kuratiertes Schaufenster nicht nur für europäische, sondern auch für periphere Werke (Filme, die ausserhalb der europäischen Achse gedreht wurden), verspricht das diesjährige Festival einige Überraschungen und Veränderungen: Junge Filmemacher und experimentelle Werke erfahrener Regisseure nehmen einen prominenten Platz ein, ohne den Geschmack des grossen Publikums ausser Acht zu lassen. Für die Hauptbühne mit den Open-Air-Abendvorstellungen auf der Piazza Grande mit ihren bis zu 8000 Sitzplätzen hatte Hinstin den Mut, dem Trend zu widerstehen, "Wohlfühl"-Filme ins Programm zu nehmen, die sich an ein breiteres Publikum wenden.  Einige Veränderungen Sie stellte sich der Herausforderung, qualitativ hochstehende Filme zu präsentieren, die ...
 
Der Schweizer Zirkus fliegt hoch dank verschiedenen Standbeinen
Sa, 3 Aug 2019 09:00:00 GMT - Wie hält man ein traditionelles Unternehmen in einer modernen Welt am Leben? Der Schweizer Zirkus Monti verdient sein Geld nicht mit fliegenden Akrobaten oder tanzenden Tieren, sondern mit einem vielseitigen Geschäftsmodell. Ein Clown mit dem Namen "Clown Monti" gründete 1984 einen besonderen Zirkus: Statt auf spektakuläre Nummern, setzte er auf poetische Inszenierungen. 1985 startete der "poetisch-schmucke Circus" seine erste Saison. Seit einem Jahr besitzt der Circus Monti ein neues Zelt, welches ohne Masten in der Mitte auskommt. Zwei Bogen tragen das Zelt von aussen. Somit wird die Manege grösser und ermöglicht von allen Seiten eine gute Sicht. Dieses Zelt vermietet der Zirkus auch für kulturelle Grossanlässe und Musikfestivals. Während des ganzen Jahres vermietet Monti über 45 Zelte in verschiedenen Grössen, Farben und Formen. Das Unternehmen bietet die Infrastruktur und den Zeltaufbau für Events und gehört zu den grössten Zirkusdienstleitern Europas. Zum Zirkus ...
 
Ein Denkmal zum Leben
Mi, 31 Jul 2019 09:00:00 GMT - Die "Robert-Walser-Sculpture" von Thomas Hirschhorn in Biel sorgt für heftige Diskussionen. Das Kunstwerk ist eine veritable Kleinstadt aus gewöhnlichen Materialien, in der es sich lohnt zu verweilen. "Bleiben Sie den ganzen Tag?" Im weissen Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln und mit sonnenverbrannter Nase schreibt Thomas Hirschhorn das Tagesprogramm seiner "Robert-Walser-Sculpture" vor dem Bahnhof Biel. Es ist zehn Uhr morgens an einem Freitag Anfang Juli und staubig. Ein Denkmal aus vernagelten Brettern, Spanplatten, Klebebändern und Transparenten empfängt die ersten Besucher.  "Ich jedenfalls werde bis 22 Uhr hier sein, wie jeden Tag." Insgesamt 86 Tage oder 1032 Stunden widmet der Schweizer Installationskünstler vom 15. Juni bis 8. September dem Bieler Schriftsteller Robert Walser (1878-1956), der das Herzstück seiner reichhaltigen Installation bildet. Die "Robert Walser-Sculpture" Thomas Hirschhorns künstlerische Installation würdigt den Schriftsteller Robert Walser. Sie ...
 
Verena Schlepütz ? einmal nach Deutschland, nie mehr zurück
Mo, 29 Jul 2019 09:00:00 GMT - "Nie nach Deutschland!" Dies die Bedingung, als die junge Schweizerin ihrem deutschen Auserwählten in Zürich das Jawort gibt. Kurz danach findet sie sich in Deutschland wieder, wo sie mit ihm dessen Familienunternehmen leitet. Doch das ist nur der Start in das turbulente Familienleben von Verena Schlepütz. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Verena Schlepütz kann davon ein Lied singen. 1973 verliebt sich die junge Sekretärin aus Zürich in einen deutschen Bankangestellten, der in der Schweizer Finanzmetropole Berufspraxis sammelt. Vor der Heirat im Jahr darauf macht sie unmissverständlich klar, dass ihre Zukunft als Ehefrau nicht in Deutschland liegt. Von Zürich nach Düren Die Realität wirft ihren Plan über den Haufen: Der Schwiegervater, der in Düren bei Aachen eine Firma zum Bedrucken von Glas und Keramik betreibt, erkrankt schwer. Kurz darauf stirbt er. Verenas Gatte übernimmt den väterlichen Betrieb Ende 1978. Es ist auch hier in Düren, wo uns die vife ...
 
"Die Nazis wollten uns erschiessen, weil wir Ausländer waren"
So, 28 Jul 2019 09:00:00 GMT - Als kleines Mädchen holten fanatische Nazis sie und ihren Schweizer Vater aus dem Haus und stellten sie vor ein Erschiessungs-Kommando. Nur dem Eingreifen des Ortsgruppenführers in letzter Sekunde verdankt Agnes Waser das Leben. Hier ist die Geschichte einer Schweizerin, die ihr Leben in Deutschland verbrachte. Sie lebt seit ihrer Geburt vor bald 85 Jahren in Deutschland. Aber ihr ganzes Leben lang besass Agnes Waser nur den Schweizer Pass. Darauf ist sie stolz. Waser lebt heute wie in ihrer Kindheit schon in Vettweiss in Nordrhein-Westfalen, zwischen Aachen und Köln. Sie hat eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. "Ich bin zwar in Deutschland geboren, aber mein Herz gehört der Schweiz", sagt sie. Vor sich auf dem Tisch hat Waser zahlreiche, dicht bedruckte A4-Seiten ausgebreitet ? ihre Lebensgeschichte. Die Rentnerin ist für ihre Familie und den Ort gewissermassen das Gedächtnis. Als solches ist sie aktiv im Heimat- und Geschichtsverein Vettweiss. Ihre Geschichte ...
 
Heidi ist Japanerin
Sa, 27 Jul 2019 09:00:00 GMT - Wenn Menschen auf der ganzen Welt an Heidi denken, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um die Tokioter Version handelt. Die Anime-Version von Heidi prägte das Bild von Johanna Spyris Figur massgeblich und stand auch am Anfang der Kinderunterhaltung mit Animefilmen. Das Schweizer Landesmuseum widmet der 1974 produzierten Serie "Heidi ? das Mädchen aus den Alpen" eine Ausstellung. Ausstellung "Heidi in Japan" Am 17. Juli eröffnete im Landesmuseum die Ausstellung "Heidi in Japan". Sie fokussiert auf die Vermischung zweier Kulturen und die Entstehungsgeschichte der japanischen Trickfilmserie. Die Serie gilt als Startschuss für die heute florierende Anime-Branche und hat Heidi endgültig zum globalen Phänomen gemacht.  Die Ausstellung im Landesmuseum dauert bis zum 13. Oktober 2019. Eigentlich sollte es Pippi Langstrumpf sein, nicht Heidi. Zu Beginn der 1970er-Jahre arbeiteten Isao Takahata und Hayao Miyazaki an einer Zeichentrickversion über die freche Villenbesitzerin ...
 
"Wir wurden in der Schweiz und in Spanien zu Ausländern"
Do, 25 Jul 2019 06:40:00 GMT - Maribel und Manuel Alvite haben immer deutlich gemacht: Eines Tages werden wir nach Galicien zurückkehren. Das Paar hat eine Wohnung in Spanien gekauft und verbringt dort seinen gesamten Sommerurlaub. Aber heute, wenn sie für immer nach Hause zurückkehren, erkennen sie, dass vierzig Jahre Abwesenheit eine schwere Last sein kann. Die Geschichte der Familie Alvite ist die von Tausenden von Spaniern, die während vieler Jahre zwischen der Iberischen Halbinsel und der Schweiz pendelten: Geschichten über Migration, harte Arbeit und Verzicht mit Nuancen von Hoffnung und Nostalgie. In den frühen 1970er-Jahren besuchte Manuel zum ersten Mal die Schweiz. Er trug die Begeisterung eines 18-Jährigen und einen Vertrag als Saisonarbeiter, auch Saisonnier genannt, mit sich, den er in den folgenden Jahren erneuern konnte. Maribel kam später nach, voller Illusionen, aber auch voller Schmerz, ihre Heimat zu verlassen. Der Schmerz nahm in den vielen Jahren nur langsam ab und taucht nun wieder auf, ...
 
Das Frühmittelalter ist besser als sein (trauriger) Ruf
Mi, 24 Jul 2019 08:00:00 GMT - Das Frühe Mittelalter, das von etwa 500 bis zum Jahr 1000 dauerte, wird oft als dunkle, gewalttätige Periode angesehen. Nun soll eine Ausstellung mit dem Klischee brechen und eine Epoche rehabilitieren, welche die Gestaltung der modernen Schweiz geprägt hat. Amphitheater, klassische Autoren, unbesiegbare Legionen: Die römische Antike gilt als eine Blütezeit des Westens. Ritter in Rüstungen, Kathedralen, Schreib-Mönche: Auch das feudale Mittelalter, ab dem Jahr 1000, lässt viele Amateurhistoriker ins Schwelgen verfallen. Aber die Zeit dazwischen? Viele Leute sehen darin nur eine Art von schwarzem Loch, das geprägt ist von Barbareneinfällen, Gewalt und kulturellen Rückschritten. Nun wollen das Walliser Geschichtsmuseum und das Lausanner Museum für Geschichte und Archäologie mit diesem "Klischee" brechen. Die Ausstellung "Frühes Mittelalter. Dunkle Zeiten?", die Mitte Juni eröffnet wurde, ist noch bis zum 5. Januar 2020 in Sitten zu sehen. Unter einer etwas anderen Form wird sie ...
 
Bundespräsident bedankt sich bei Auslandschweizern und -schweizerinnen
Di, 23 Jul 2019 12:00:00 GMT - In einer Ansprache zum Nationalfeiertag an Auslandschweizer und -schweizerinnen, hat Bundespräsident Ueli Maurer gemeinsame Schweizer Werte betont. Traditionell richtet der Schweizer Bundespräsident im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1. August ein Grusswort an die Expat-Gemeinschaft der Schweiz. Rund 760'000 Schweizer Bürgerinnen und Bürger leben im Ausland, das entspricht 11% der Gesamtbevölkerung. Sie behalten das Stimm- und andere Schlüsselrechte. Maurer nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung der Auslandschweizer und -schweizerinnen für die Vertretung der Schweiz und ihrer Werte wie "Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Bescheidenheit und Fleiss" zu unterstreichen. Die Rede Ueli Maurers wurde bereits 10 Tage vor dem Feiertag publiziert, was in den Sozialen Netzwerken und Medien für Schmunzeln sorgte. Doch dabei handelt es sich offenbar nicht um einen Fehler.
 
Ein Gegner des Alpenkitsches
Fr, 19 Jul 2019 13:00:00 GMT - Dieses Jahr jährt sich der Geburtstag des Schriftstellers Gottfried Keller zum 200. Mal. Der Schauplatz seiner Geschichten, Seldwyla, ist sprichwörtlich geworden, und noch heute gehören Kellers Texte in Deutschschweizer Schulen zur Pflichtlektüre. Keller wehrte sich vehement dagegen, ein Nationalschriftsteller zu sein, das war für ihn Alpenrosenkitsch, sagt Professorin Ursula Amrein im Gespräch mit swissinfo.ch. Ursula Amrein Sie ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Zum 200. Geburtstag Kellers ist von ihr:ein Handbuch zum Leben, Werk und Wirkung des Dichters mit zahlreichen Abbildungen erschienen. (Stuttgart 2018)Gemeinsam mit Michael Andermatt hat Ursula Amrein eine kleine Anthologie mit Passagen aus Kellers Werken und Briefen herausgegeben: Keller zum Vergnügen. Reclam 2019. swissinfo.ch: Die bekanntesten von Kellers Geschichten spielen im erfundenen Ort Seldwyla  ? was ist das für ein Kosmos? Ursula Amrein: In Seldwyla spielen die ...
 
Ein Franken für ein Häuschen mit Seesicht
Di, 16 Jul 2019 09:01:00 GMT - Ein rustikales Steinhaus für einen Schweizer Franken. Sofern sich der Käufer verpflichtet, es zu renovieren. Diese Idee hat die Gemeinde Gambarogno im Kanton Tessin, um den Dorfkern von Monti Scìaga wieder zu beleben und Weideflächen zu nutzen. Ein entsprechender Vorschlag kommt im Herbst vor den Gemeinderat. Monti Scìaga, so heisst das kleine Dörfchen in den Bergen. Es ist ein Weiler, der zu Indemini gehört, dem abgelegensten Dorf der Schweiz. Geografisch gesehen liegt es im obersten Teil eines Tals, das fast ganz zu Italien gehört (Val Veddasca). 18 Kilometer kurvenreiche Strasse und ein Pass trennen Indemini von seinem Nachbardorf, das unterdessen zur selben Gemeinde (Gambarogno) gehört, die seit einer Fusion 2010 so heisst. Indemini ist berühmt für seine alten Steinhäuser, so genannte Rustici (Einzahl: Rustico), wie sie auch im Bergdorf Monti Scìaga auf der gegenüberliegenden Talseite hauptsächlich gebaut wurden. Aus der Ferne betrachtet macht der Weiler nicht den ...
 
Zweisprachigkeit in einer neuen Ära
Fr, 12 Jul 2019 09:00:00 GMT - Der Kanton Bern will seine Zweisprachigkeit stärken und deren Potential und Chancen besser nutzen. Ende Juni präsentierte die Regierung einen Aktionsplan. In Biel diskutiert man derweil ohne Tabus über die Relevanz dieser lokalen Besonderheit. Ende Juni gaben drei Ereignisse nacheinander einen besonderen Einblick in die Praxis und den Respekt vor dem Sprachaustausch im Kanton Bern, der zweifellos zweisprachig ist, in dem Französisch aber klar eine Minderheit ist (10% der Bevölkerung). Biel, eine zweisprachige und industrielle Stadt Am Fusse des Jurabogens, zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz, liegt Biel (Bienne), die grösste zweisprachige Stadt des Landes (56'000 Einwohner). Die ehemalige Arbeiterstadt, die Hauptstadt des Seelandes, ist auch heute noch ein wichtiger Produktionsstandort für prestigeträchtige Schweizer Uhren wie Rolex und Omega. Die Swatch Group, die weltweit führende Uhrenmanufaktur, hat hier ihren Hauptsitz seit ihrer Gründung 1983. Biel, ...
 
Ein Deutscher rockt den Schweizer Käse
Do, 11 Jul 2019 13:24:22 GMT - Der deutsche Musik- und Medienwissenschaftler Michael Harenberg hat sich an ein schweizerisches Symbol gewagt: Zusammen mit Studierenden und einem Käsehändler will er herausfinden, ob Käse durch Beschallung mit Musik (noch) besser wird. Was reizt ausländische Forscherinnen und Forscher an spezifisch schweizerischen Themen? In dieser Reihe geht swissinfo.ch dieser Frage nach. Michael Harenberg kam Anfang der 2000er-Jahre in die Schweiz. Heute ist er Professor an der Hochschule der Künste in Bern (HKB) und Co-Leiter des Studienbereichs Musik. Durch das Projekt HKB geht an Land wurde er auf den Käsehändler Beat Wampfler in Burgdorf aufmerksam. Dieser schlug ihm vor, ein gemeinsames Projekt durchzuführen und Emmentaler-Käse mit Musik zu beschallen, zum Beispiel mit "Stairway To Heaven" von Led Zeppelin. Harenberg hatte sich schon als Kind für Musik interessiert, spielte Klavier und Orgel und experimentierte bereits in frühen Jahren mit elektronischer Musik. Er studierte in Giessen ...
 
Schweizerin bringt Theater zum Publikum ins Haus
Do, 11 Jul 2019 08:00:00 GMT - Sie zog der Liebe wegen nach Rom ? und für ihre grosse Leidenschaft: die Schauspielerei. Als Theaterschauspielerin durchbricht Eva Allenbach die imaginäre Wand zwischen Künstlern und dem Publikum durchbrechen. Österreichische Soldatin im Ersten Weltkrieg, Deutsche in den Sechzigerjahren, drogenabhängige Mutter, Sekretärin: Dies sind nur einige der Rollen, in die Eva Allenbach schon eingetaucht ist. Mit 37 Jahren kann sie bereits auf eine vielfältige Künstlerinnenkarriere zurückblicken. In der Welt des Kinos, mit Kurz- und Spielfilmen, wie auch auf der Theaterbühne. Die Auslandschweizerin, die in Italiens Hauptstadt Rom lebt, hat sich mit der Zeit immer mehr "italianisiert", sie sie sagt. "Ich lebe meine beiden Identitäten", betont sie. Leidenschaft für das Kino Allenbach wird 1982 in Zürich geboren. Als sie noch ein Kind ist, zieht die Familie nach Torricella im italienischsprachigen Kanton Tessin im Süden der Schweiz. Ihr Vater, ein Journalist, hatte eine Stelle als ...
 
Warum in Schweizer Museen die weibliche Kunst fehlt
Mi, 10 Jul 2019 11:30:00 GMT - Warum ist die Kunst 2019 in der Schweiz immer noch hauptsächlich männlich? Auf der Grundlage der Recherche von SWI swissinfo.ch haben in Zürich Verantwortliche aus der Kunstwelt diskutiert. Welche Massnahmen können ergriffen werden, um das zu ändern?  In den Jahren 2008 bis 2018 wurden nur 26 Prozent der Einzelausstellungen in den Kunstmuseen der Schweiz Künstlerinnen gewidmet. Das haben SWI swissinfo.ch und RTS in einer gemeinsamen Datenrecherche herausgefunden.  Lange gab es nur Schätzungen zum Anteil der Kunst von Frauen in Museen, genaue Zahlen haben bisher gefehlt. Am Dienstag haben im Zürcher Kulturzentrum "Kosmos" deshalb zwei Kuratorinnen und ein Kurator vor einem Publikum von mehr als 100 Personen über den Frauenanteil in Kunstinstitutionen diskutiert.  Kunstgeschichte muss weiblicher werden Warum schaffen es nur so wenige Künstlerinnen in die Ausstellungen? Cathérine Hug, Kuratorin des Kunsthauses Zürich, nennt vor allem historische Gründe: Seien in den ...
 


Rundschreiben Nr. 5/2019 (23.08.2019)
Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
Willkommen ::: News & Aktuelles ::: RSS-Feed ::: Impressum | Datenschutz