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Iranischer Wandkünstler Ghadyanloo: "Ja, Kunst kann etwas ändern"
Di, 21 Jan 2020 07:51:00 GMT - Seine Kunst ist im Exil, er lebt im Iran: Mehdi Ghadyanloo lebt und arbeitet im Iran, kann seine Gemälde aber nur im Ausland verkaufen. Zurzeit weilt er in der Schweiz am WEF, als Mitglied der Art Leaders. Swissinfo.ch hat mit ihm über Kunst, Politik und Sanktionen gesprochen. swissinfo.ch: Wie ist es, in der aktuellen Situation im Iran ein Künstler zu sein?  Mehdi Ghadyanloo: Für Künstlerinnen und Künstler ist es schwierig, im Iran zu arbeiten und genügend zu verdienen. Da die iranische Währung so viel an Wert verloren hat, ist das erste, wo gespart wird, natürlich Kunst. Die Sanktionen erschweren die Lage zusätzlich, man kann weder seine Werke frei exportieren noch gewisses Kunstmaterial importieren, weil viele Cargo-Unternehmen seit den Sanktionen nichts mehr mit dem Iran zu tun haben wollen. Dazu kommt das ewige Visa-Problem für iranische Kunstschaffende: Ein befreundeter Künstler, der mit einer Galerie in New York zusammenarbeitet, hat nicht einmal ein Single-Entry-Visum in ...
 
Fichenskandal: Mit Eifer nahm der Staat die Ausländer ins Visier
So, 12 Jan 2020 10:00:00 GMT - Zwischen den 1950er- und späten 1980er-Jahren bespitzelte der Schweizer Staat zahlreiche linke Aktivisten, Politiker und Organisationen. Viele der Aktivistinnen und Aktivisten hatten keinen Schweizer Pass. Die Aufdeckung des Fichenskandals Ende 1989 stürzte die Schweizer Institutionen in eine tiefe Krise. Der Bundesrat (Landesregierung) entschloss sich, auf die harschen Kritiken mit einer Untersuchung zu antworten und zu versuchen, Klarheit über das bis zu jenem Zeitpunkt aktive Überwachungssystem zu verschaffen. Am 1. Mai 1990 beauftragte die Regierung den Historiker Georg Kreis und zwei weitere Rechtsexperten, einen Berichts über die angelegten Fichen zu erstellen und somit auch über das System des Staatsschutzes. Dieser Bericht (Staatsschutz in der Schweiz: die Entwicklung von 1935-1990) bestätigte schliesslich, was viele bereits wussten: Ab dem Zweiten Weltkrieg und besonders ab den 1960er-Jahren diente das Überwachungssystem als Instrument, um primär linksgerichtete ...
 
Pioniere der Digitalkunst
So, 5 Jan 2020 10:00:00 GMT - Sie hackten die Zürcher Oper und liessen einen Bot im Darknet wahllos einkaufen. Carmen Weisskopf and Domagoj Smoljo sind die ausgezeichnete "!Mediengruppe Bitnik" und die achten Schweizer Digitalpioniere, die wir in unserer Serie Swiss Digital Pioneers porträtieren. Das Telefon klingelt. "Grüezi. Hier ist das autonome Operntelefon der Stadt Zürich. Zu Ihrer Freude und Unterhaltung haben wir in der Zürcher Oper eine Wanze platziert. In wenigen Sekunden werden Sie live ins Opernhaus verbunden." Im Frühjahr 2007 konnte man in Zürich vom Sofa aus den "Rosenkavalier" live mithören. Die !Mediengruppe Bitnik hatte die Oper so "gehackt". Mit Hilfe eines Telefoncomputers und per Zufallsgenerator wurde in Zürcher Privathaushalte angerufen. Wer den Hörer abnahm, hörte die Oper, die von illegal deponierten Abhörgeräten übertragen wurde. Das Schweizer Fernsehen berichtete über den "Kulturanschlag auf die Oper". Bis heute kann man die Anleitung, um "die Oper in zehn einfachen Schritten zu ...
 
"Ich habe meine Stimme durch Cartoons gefunden"
Sa, 4 Jan 2020 10:00:00 GMT - Von der Schweiz nach England, von Vacallo nach London: Das war das Einfach-Ticket von Simone Giampaolo. Heute ist er international einer der geschätztesten und jüngsten Animations-Regisseure. Giampaolo schloss in der britischen Hauptstadt sein Studium ab und begann mehrere Kollaborationen auf diesem Gebiet als "Animations-Regisseur" mit Aardman Animations. Dies ist jenes Studio, das Grosserfolge wie "Chicken Run", "Shaun das Schaf" und "Wallace & Gromit" realisierte. Auch mit Blue-Zoo Animations und dem Studio Jellyfish Pictures realisierte der Südschweizer Projekte. Zudem realisierte er verschiedene Werbespots und Kurzfilme, immer basierend auf avantgardistischen Animationen. Gegenwärtig engagiert er sich in einem Grossprojekt, einem eigenen Film, der über Ökologie, Erderwärmung, die Zukunft und neue Generationen spricht, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben. Der Kurzfilm heisst "Only a Child", und um diesen zu realisieren, hat er rund zwei Dutzend Zeichnerinnen und ...
 
Die Schweiz 2019: Ein Jahresrückblick in Bildern
Mo, 30 Dez 2019 15:09:00 GMT - Klimakatastrophe, Klimastreiks, Klimarettung, Klimawahl: 2019 war das Klima das grosse Thema auch in der Schweiz. Im Januar stahl Greta Thunberg, die schwedische Begründerin der weltweiten Schülerstreiks für das Klima, den am WEF in Davos versammelten Staatspräsidenten, Ministerinnen und Entscheidungsträgern die Schau.  Im Herbst landeten die Grünen bei den Schweizer Parlamentswahlen einen historischen Sieg. Dennoch: Im Dezember reichte es der Kandidatin der Siegerpartei nicht, den ersten grünen Sitz in der Schweizer Regierung zu erringen. Der Kampf gegen die anhaltende Klimaerwärmung war das grosse Thema auf der politischen Bühne der Schweiz 2019. Daneben aber ist die Welt auch in der Schweiz nicht stehengeblieben.  Ein Höhepunkt war der Frauenstreik. Am 14. Juni gingen in der ganzen Schweiz an die 500'000 Menschen auf die Strasse ? die grösste Politveranstaltung seit dem Generalstreik vor 100 Jahren, so der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB). Die Teilnehmenden, es waren ...
 
2019 in Zahlen ? von milden Strafen bis zum Samichlaus-Kurs
Mo, 30 Dez 2019 10:00:00 GMT - Wir blicken zurück auf einige nennenswerte Zahlen in swissinfo.ch-Artikeln des auslaufenden Jahres. Darunter etwa die 20 Kerzen auf unserer Geburtstagstorte oder die 500'000 Franken, die zwei Kinder in der Schweiz den Eltern kosten. Januar 10 Wer in der Schweiz einen Mord begeht, kann zu lebenslänglich verurteilt werden. Doch "lebenslang" kann auch nur zehn Jahre heissen. Warum tendieren Schweizer Richter zu relativ milden Strafen, verglichen mit anderen Ländern? Februar 95 Rund 95% aller Mütter in der Schweiz stillen ihre Kinder. Es existieren aber verschiedenste Ansichten darüber, wo ? und ob überhaupt ? gestillt werden soll. März 20 SWI swissinfo.ch konnte 20 Kerzen ausblasen! Entdecken Sie hier, wie stark sich der Journalismus über die letzten beiden Dekaden verändert hat. April 14 Ist man mit 14 Jahren zu jung, um eine Berufswahl zu treffen? In der Schweiz müssen sich Jugendliche relativ früh entscheiden, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Mai 1'250'000 ...
 
Die Geschichte von Bulgariens Schweizer Blumenminister
So, 29 Dez 2019 10:00:00 GMT - Der Waadtländer Landschaftsgärtner Lucien Chevallaz drückte vor einem Jahrhundert der südbulgarischen Stadt Plowdiw seinen Stempel auf ? und führte im jungen Nationalstaat in Südosteuropa neben neuen Pflanzen auch moderne Techniken im Gartenbau ein. Als Lucien Chevallaz 1879 nach Plowdiw im südlichen Bulgarien reiste, das damals noch unter seinem griechischen Namen Philippopolis bekannt war, war er nicht etwa von Abenteuertum oder Balkanromantik angetrieben. Anders als viele Schweizer Auswanderer seiner Zeit war es auch nicht die Armut, die ihn auf die Suche nach einem besseren Leben in die Fremde brachte. Mit seinen 39 Jahren war Chevallaz bereits ein gefragter Landschaftsgärtner, Plowdiw eine weitere Etappe in seiner vielversprechenden Karriere. Kulturhauptstadt noch bis Ende Jahr Plowdiw gilt aufgrund von Funden, die im 6. Jahrhundert vor Christus datieren, als eine der ältesten Städte Europas. Thraker, Makedonier, Römer, Byzantiner, Osmanen: Zahlreiche Völker haben ihre ...
 
So sahen Schweizer Karikaturistinnen und Karikaturisten das Jahr 2019
Sa, 28 Dez 2019 10:00:00 GMT - Wenn sich der US-Präsident Grönland kaufen will, haben es Karikaturisten und Zeichnerinnen schwer, dies noch zu toppen. Doch die Schweizer Zunft der spitzen Feder hat die Herausforderung angenommen. Der Irrsinn, das Bizarre und das Absurde ? "The New Normal", der neue Normalzustand in der heutigen Politik. Das sagte die brasilianische Journalistin Daniela Pinheiro in einer Debatte zum 20. Geburtstag von SWI swissinfo.ch. Doch die Karikaturisten und politischen Zeichnerinnen der Schweiz ? und weltweit ? haben im auslaufenden Jahr wacker entgegengehalten. Felix Schaad zeichnete Donald Trump, der schmollend am Tisch sitzt wie ein kleines Kind. Denn er kriegt Grönland nicht. Doch sein Aussenminister hat schon Abhilfe parat: Eine andere Insel sei günstig zu haben ? Grossbritannien. So kündet er Staatsgast Boris Johnson an, der in der Türe steht und mit dem Union Jack grüsst.  Der gezeichnete Jahresrückblick findet bereits zum zwölften Mal im Museum für Kommunikation in Bern statt ...
 
So klingt eine Meyer Föte - gespielt von Madeleine Imbeck und Geige von Barbara Litschig
Mi, 25 Dez 2019 14:55:00 GMT -
 
Der verschollene Film des Sergei Michailowitsch Eisenstein
Mi, 25 Dez 2019 14:00:00 GMT - Vor 90 Jahren drehte der russische Filmpionier Sergei Eisenstein auf dem Schweizer Schloss von La Sarraz mit Koryphäen der Avantgarde einen Film. Doch das Filmmaterial ist bis heute verschollen. swissinfo.ch publiziert regelmässig Artikel aus dem Blog des Landesmuseums, die historischen Themen gewidmet sind. Die Artikel sind immer in deutscher und meistens auch in französischer und englischer Sprache verfasst. Der russische Filmemacher Sergei Michailowitsch Eisenstein ist für seine Spielfilme wie etwa "Panzerkreuzer Potemkin" (1925) oder "Iwan der Schreckliche" (1945) bekannt. Eisenstein erhielt 1929 die Erlaubnis der bolschewistischen Regierung, nach Westeuropa zu reisen, um die Neuheiten der Filmwelt zu erkunden. Als er mit seinem Kameramann Eduard Tissé und seinem Assistenten Grigori Alexandrow nach Zürich kam, wurde er von Hélène de Mandrot, einer angesagten Kunstmäzenin der anrüchigen Künstlerwelt, auf ihr Anwesen ? das Schloss von La Sarraz im Kanton Waadt ? eingeladen. ...
 
Schweizer Blockflöten spielen in höchster Liga
Mi, 25 Dez 2019 10:00:00 GMT - Der Familienbetrieb Meyerrecorders stellt weltbeste Blockflöten her. Wie kommen die drei jungen Unetrnehmer Joel und Sebastian Meyer sowie Madeleine Imbeck dazu, ihren Lebensunterhalt mit diesem oft unterschätzten Instrument zu verdienen? Es begann damit, dass Ernst Meyer, der Vater von Sebastian und Joel Meyer, sich als junger Mann der reinen, trockenen Musiktheorie widmen wollte. Daher griff er zur Blockflöte, einem Instrument, das sich bestimmt nicht eignete, sich im virtuosen Spiel zu verlieren. Bald jedoch war er mit dem Klang der Instrumente nicht zufrieden und begann an den gekauften Flöten zu feilen. Doch der gewünschte Erfolg blieb aus, und so beschloss er, die Instrumente selber herzustellen. Strenger Lehrmeister Der Autodidakt Ernst Meyer baute während 40 Jahren Blockflöten und erlangte mit seinen Instrumenten internationale Anerkennung. Seine Söhne Sebastian und Joel bildete er in dieser Kunst aus. Jahrelanges Üben und Feilen ist erforderlich, um dieses hochpräzise ...
 
Die Geburt einer Flöte
Mi, 25 Dez 2019 10:00:00 GMT -
 
Weihnachtsmarkt vor dem Kloster Einsiedeln
Mo, 23 Dez 2019 10:00:00 GMT - Der Weihnachtsmarkt Einsiedeln in der Zentralschweiz vor der imposanten Kulisse des Klosters ist einer der schönsten des Landes. Jährlich besuchen ihn 70?000 Menschen. Doch dieses Jahr kann er nur dank einer baulichen Zwischenlösung stattfinden. Dicker weisser Nebel hängt schwer in den Gassen des Klosterdorfes. Nur schemenhaft erkennt man die Umrisse des Klosters und der rund 150 heimelig dekorierte Marktstände, die sich der Hauptstrasse entlang ziehen. Weihnachtsmusik klingt aus unzähligen Musikboxen und es duftet nach Gebäck und Glühwein. Das Zentrum bildet der Klosterplatz mit dem grossen Weihnachtsbaum und der festlichen Beleuchtung. Nur Presslufthammer-Lärm stört die Romantik.  Der Klosterplatz wird derzeit neu gepflastert, wobei es zum Streit über den Belag kam und der Kanton mit einem Baustopp einschreiten musste. Nur dank einem Übergangsbelag kann der Weihnachtsmarkt dieses Jahr überhaupt stattfinden. Das Kloster und der Bezirk Einsiedeln haben sich mit der kantonalen ...
 
Weihnachtsmarkt Einsiedeln
Mo, 23 Dez 2019 10:00:00 GMT -
 
Das Fondue ? ein "Naturkunstprodukt"
So, 22 Dez 2019 10:00:00 GMT - Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Fondue in den meisten Regionen der Schweiz unbekannt. Zum "Nationalgericht" wurde die Käsespezialität erst mit einer Marketingkampagne der Schweizerischen Käseunion. Bis ins 20. Jahrhundert kannte man das Käsefondue nur in Gegenden, wo auch Kühe gehalten wurden. Denn lange brauchte man zur Zubereitung Milch, nicht Wein. Immer ein zentraler Bestandteil des Fondue war jedoch Käse, den man schmolz.  Weil auch in der Schweiz Käse erst vor hundert Jahren wirklich zu einem Volksnahrungsmittel wurde, kannten die meisten Konsumenten das Fondue vorher gar nicht. In der Deutschschweiz wirklich populär wurde es erst nach dem zweiten Weltkrieg, als, wie so vieles in der Konsumgesellschaft, auch Käse im Überfluss vorhanden war. swissinfo.ch publiziert regelmässig Artikel aus dem Blog des Landesmuseumsexterner Link, die historischen Themen gewidmet sind. Die Artikel sind immer in deutscher und meistens auch in französischer und englischer Sprache verfasst. ...
 
Mit dem Bleistift den Stereotypen auf der Spur
Sa, 21 Dez 2019 15:00:00 GMT - "Ich liebe es zu arbeiten?, sagt er. Manche der Skizzen und virtuosen Zeichnungen von Marc Bauer entstehen auf kleinen Blättern, andere bedecken meterweise Wand. Erneut gewinnt ein Schweizer Künstler den renommierten GASAG Preis in Berlin. Für den in Genf geborenen Marc Bauer ist damit auch eine grosse Ausstellung in der Berlinischen Galerie verbunden. Vor ihm war der eidgenössische Konzeptkünstler Julian Charriere mit dem Preis ausgezeichnet worden.  Die Kunst kann ein einsames Metier sein, aber auch das liebt Marc Bauer an ihr. Sein grosser Schreibtisch steht in einem spartanischen Raum in einem Hinterhaus in Berlin-Schöneberg. Dutzende Bleistifte und Blätter Papier liegen griffbereit neben dem aufgeklappten Laptop und einem Bildschirm. Die enervierende Vorweihnachtshektik der Grossstadt lässt sich hier nicht einmal erahnen. Meist verbringt der 44-jährige Schweizer ganze Tage allein in seinem Atelier und zeichnet. "Ich liebe es zu arbeiten?, sagt er, "mehr, als Menschen zu ...
 
Wir beantworten Leserfragen zu schrägen Schweiz-Klischees
Fr, 20 Dez 2019 13:00:00 GMT - Ist das wirklich wahr? Wir fragten unsere Leser und Leserinnen, ob sie etwas Komisches über die Schweiz gehört haben, das sie von uns überprüft haben möchten. Hier einige Antworten auf die lustigsten Fragen. Stimmt es, dass man das Rezept für Fondue kennen muss, um die Einbürgerungsprüfung zu bestehen? ? Heather Das stimmt nicht. Zwar gehört zum Einbürgerungsverfahren in den meisten Gemeinden eine Art Test über das Allgemeinwissen sowie ein Gespräch darüber, warum jemand Schweizer oder Schweizerin werden will. Doch eine einzelne falsche Antwort führt nicht zur Disqualifizierung. In Bern beispielsweise braucht man beim Einbürgerungstest 60% richtige Antworten. Manchmal hört man von Extremfällen. Zum Beispiel wurde ein amerikanischer Professor, der seit über 40 Jahren in der Schweiz lebt, die Sprache spricht und drei Kinder grossgezogen hat, nicht eingebürgert. Ein weiterer Fall ? auf den Sie sich mit Ihrer Frage möglicherweise beziehen ? betrifft einen britischen ...
 
Wie der Klimawandel klingt
Fr, 20 Dez 2019 10:00:00 GMT - Hoch oben in den Berner Alpen fing der australische Künstler Philip Samartzis die Klänge des Klimwawandels ein. Heraus kam eine Komposition aus stöhnenden Winden, abbrechenden Steinen und klirrendem Gletschereis. Philip Samartzis lehrt Design am Royal Melbourne Institute of Technology in Australien ? und er ist ein Klangkünstler, der den Klimawandel fassbar macht. Jüngst verbrachte der Australier drei Wochen auf der Forschungsstation Jungfraujoch in den Berner Alpen, um Tonaufnahmen zu machen. Samartzis' Ziel war es, die Klanglandschaft der Alpen aufzuzeichnen, um so auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Mit zahlreichen Mikrofonen, Hydrophonen und Beschleunigungssensoren nahm Samartzis rund 150 Stunden Ton aus dem Gebiet der Forschungsstation auf. Anschliessend schuf er damit am Institute for Computer Music and Sound Technology der Zürcher Hochschule der Künste eine 45-minütige Komposition. Sie vermittelt einen guten Eindruck von den natürlichen und auch ...
 
Alle bauen in der Agglo, nur niemand zieht hin
Sa, 14 Dez 2019 10:00:00 GMT - Es hat genug, aber am falschen Ort. So lässt sich die Wohnungs-Situation in der Schweiz zusammenfassen. Die Fotografin Sophie Stieger hat das Paradox dokumentiert. In den städtischen Zentren ? beispielsweise in Zürich, Genf oder Basel ? stehen hunderte Menschen Schlange, um eine leere Wohnung zu besichtigen. Auf dem Land hingegen stehen ganze Neubau-Siedlungen leer. Und in peripheren Gegenden wie beispielsweise im Jura oder Tessin verfallen teilweise ganze Dörfer.   Es sind zwei Phänomene, die in der Schweiz zu leerstehenden Wohnungen führen: In wirtschaftlich schwachen, peripheren Regionen wandern die Menschen ab, weil sie keine Arbeit finden. Im Extremfall stehen Häuser so lange leer, dass sie verfallen. Aber auch im wirtschaftlich prosperierenden Mittelland gibt es ländliche Regionen, in denen neu gebaute Siedlungen halb leer bleiben. Die Wohnungen gehen nur harzig weg, so dass Vermieter Interessenten mit kostenlosen Anfangsmonaten, Einkaufsgutscheinen oder Beiträgen ...
 
Bis zuletzt Streit um Berlins neues Mega-Museum
Fr, 13 Dez 2019 13:00:00 GMT - Der symbolische erste Spatenstich ist getan. Doch die Debatte um das vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Berliner "Museum des 20. Jahrhunderts" scheint damit nicht beendet. In den vergangenen Wochen schien die Kritik an dem Mega-Projekt noch einmal kräftig anzuschwellen. Ganz so als würden dessen Gegner alles in die Waagschale werfen, um den Bau quasi in letzter Minute doch noch zu stoppen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters wiederum verteidigte den Entwurf aus der Schweiz mit viel Verve. Ihr Ruf und Erbe hängt an der erfolgreichen Realisierung des weltweit beachteten "Museum der Moderne", wie das Projekt auch genannt wird. In einer Reihe mit dem New Yorker MoMa soll das Haus einst stehen und auf 9200 Quadratmetern Ausstellungsfläche endlich Raum für die vielen Werke des 20. Jahrhunderts im Bestand der Nationalgalerie bieten. Dass auch einige namhafte private Stifter ihre Sammlungen hier dauerhaft zeigen wollen, war von Beginn an ein schlagkräftiges ...
 
Die Schweiz auf TikTok in 19 kurzen Video-Clips
Do, 12 Dez 2019 12:15:00 GMT - Die chinesische App TikTok erfreut sich auch in der Schweiz grosser Beliebtheit. In den Kurz-Clips werden Schweizer Klischees bedient und auf die Schippe genommen ? und sie bieten die Möglichkeit, der hiesigen Jugend über die Schultern zu schauen. Sie kennen TikTok nicht? Zwei Hauptfaktoren machen den Erfolg dieser Social Media App aus:Mit etwas Übung lassen sich innerhalb der App ganz einfach effektvolle, verspielte und witzige Kurz-Video-Clips produzieren.Im Gegensatz zu allen anderen Social Media Plattformen gibt es einen Feed, in dem Inhalte zu sehen sind, ohne dass jemandem gefolgt werden muss. Insbesondere in Zweiterem steckt grosses Suchtpotenzial. Gezeigt wird, was gefällt. Sprich: Diejenigen Clips, die von der Nutzerin oder vom Nutzer geliked, diskutiert und lange angeschaut werden, tauchen auch in deren oder dessen Stream wieder auf. Diesem Sog bin auch ich erlegen, weshalb ich in meiner Freizeit im Moment viel Zeit auf TikTok verbringe. Welche Erfahrungen habe ich ...
 
Die rasante Karriere der Deleila Piasko
Mo, 9 Dez 2019 16:45:00 GMT - "Ich fühle mich wie Alice im Wunderland", sagt Deleila Piasko (28). Sie gehört seit Herbst zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. Das ist für Theaterschauspieler der Ritterschlag. Begegnung mit der Schweizerin, die oben angekommen ist. Berufung: Schauspielerin. Selbsteinschätzung: "extrem neugierig". Status: Aufstrebend. Das Theater Bern hat sie 2017 verlassen, weil Dresden mit einem Vertrag für zwei Spielsaisons lockte ? und mit einer Titelrolle der Ophelia in Hamlet. Natürlich, sagt Deleila Piasko, habe damals auch der Status des Theaters eine Rolle gespielt. Aber es ging ihr weniger um strategische Karriereplanung, mehr um die Freude am Spielen selbst. Dann, 2019, lud sie der Direktor des Burgtheaters zum Vorsprechen nach Wien ein. Sie wählte ein Stück der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. "Ich finde die Art und Weise, wie Jelinek schreibt, wahnsinnig clever. Ihre Wortgewandtheit ist raffiniert, sie lässt in mir Phantasien entstehen." Als ihr das ...
 
Wie sich Schweizer Künstler in die Klimadebatte eimischen
Sa, 7 Dez 2019 08:00:00 GMT - Die Schweizer Gletscher ziehen sich langsam zurück, die Temperatur im Alpenland steigt schneller als im Rest der Welt. Einige Schweizer Künstlerinnen und Künstler versuchen, die globale Klimakrise auf ihre Art zu bewältigen. Die Identität der Schweiz, die viel mit dem örtlichen Klima zu tun hat, verändert sich angesichts der globalen Erwärmung. Während sich früher mehrheitlich Wissenschaftler und Journalisten damit beschäftigten, beteiligen sich nun auch Künstlerinnen und Künstler an der grossen Debatte. Die Schweizer Kunstszene trat nicht zu spät in die Klimadiskussion ein. So war der Schweizer Modefotograf Michel Comte in den 1980er-Jahren eine Schlüsselfigur in der "Klimawandel-Kunst" Bewegung. 2019 tat sich die Schweizer Kulturförderung Pro Helvetia zusammen mit dem Swiss Polar Institute, um das Pilotprojekt "PolARTS" zu lancieren, bei dem Kunst und Wissenschaft Hand in Hand arbeiten. Sind also politische Institutionen eher bereit, Stipendien für Kunstprojekte zu vergeben, ...
 
Wie sich der Schweizer "Samichlaus" vorbereitet
Fr, 6 Dez 2019 10:00:00 GMT - Schweizer St. Nikolause, bekannt als "Samichläuse" besuchen jedes Jahr einen Auffrischungskurs, um auf dem Laufenden zu bleiben. swissinfo.ch besuchte einen Kurs in Zürich, um zu erfahren, welchen Herausforderungen sich die "Chläuse" stellen müssen. Aus der ganzen Schweiz sind Teilnehmende zum Kurs angereist. Organisatorin ist die St. Nikolausgesellschaft der Stadt Zürich, eine nichtreligiöse Gruppe mit 220 Mitgliedern. Vierzig Teams ? bestehend aus "Samichlaus", "Schmutzli" und "Eseli" ? aus der Gesellschaft besuchen in der Adventszeit über einen Zeitraum von zwölf Tagen rund 1000 Familien, Kinder- und Altersheime, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser. Sie lesen Geschichten vor und singen Weihnachtslieder. Schmutzli ist das gruslig aussehende, braun gekleidete Alter Ego des Samichlauses, und Eseli ist der Fahrer. An einigen Orten bewegt sich der Samichlaus noch mit dem Esel fort, aber für diese Organisation ist das Auto das bevorzugte Transportmittel. Sogar Banker sind ...
 
Erst die Alpen ? dann die Anden
Mi, 27 Nov 2019 15:00:00 GMT - Auf seiner berühmten Forschungsreise durch Amerika hatte Alexander von Humboldt auch Schweizer Messgeräte im Gepäck - und seine in den Schweizer Alpen gewonnenen Erkenntnisse im Hinterkopf. Das Humboldt-Jahr anlässlich des 250. Geburtstags des Universalgenies neigt sich dem Ende entgegen. Ein Jahr, das auch für den renommierten Berner Humboldt-Forscher Oliver Lubrich ereignis- und erfolgreich war. Der Literaturwissenschaftler hat nicht nur über die Verbindungen Humboldts in die Schweiz geforscht, sondern jüngst auch mit seinem Kollegen Thomas Nehrlich eine viel gelobte Berner Ausgabe mit bisher nicht veröffentlichen Schriften des deutschen Abenteurers und Forschers herausgegeben. Bereits in den 1990er-Jahren als Student fiel Oliver Lubrich während seiner Reisen in Südamerika auf, dass Humboldt dort allerorts mit Denkmälern und als Namensgeber präsent schien.  "Erstaunlicherweise waren seine Werke aber im Buchladen kaum erhältlich", erinnert sich der wie Humboldt in Berlin ...
 
Die Schweiz, ein Volk von Migranten?
Di, 26 Nov 2019 15:00:00 GMT - Migration gehört zur Schweiz: Die Ausstellung "Homo migrans" im Historischen Museum Bern zeichnet die Bevölkerungsbewegungen nach, die das Territorium der Schweiz und seine Bewohner und Bewohnerinnen über Jahrtausende hinweg geprägt haben. Sie gibt auch Auslandschweizern eine Stimme. Wie viel Migration steckt in mir? Die Ausstellung "Homo migrans. Zwei Millionen Jahre unterwegs" im Historischen Museum Bern beginnt mit dieser einfachen Frage. Oder vielleicht doch nicht ganz so einfach, wie ein Rundgang durch zwei Millionen Jahre Bevölkerungsbewegungen zeigt, die ihren Anfang in Afrika nehmen und schliesslich bis auf das Territorium führen, das wir heute "Schweiz" nennen. Die Ausstellung "Homo migrans" ist noch bis am 28. Juni 2020 im Historischen Museum in Bern zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr. Besucher und Besucherinnen können die Spuren der ersten Menschen verfolgen, die sich gegen 15'000 v. Chr. in der Region niederliessen und eintauchen ...
 
"Ihr könnt uns umbringen, aber nicht unsere Geschichten"
Di, 26 Nov 2019 10:44:00 GMT - Mit dem Jubiläum, das am 20. November 2019, in Bern mit internationalen Gästen aus der Medienwelt gefeiert wurde, setzt SWI swissinfo.ch ein Zeichen für den unabhängigen Journalismus und engagiert sich für "Reporter ohne Grenzen Schweiz". "You can kill us, but you can't kill the story" - Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, das Recht auf Informationen ? unabhängiger und unzensierter Journalismus. Die Proklamation ist laut und weltweit.  Caroline Muscats Worte hallen nach und ernten Beifall der rund 130 Gäste. SWI swissinfo.ch feiert sein 20-jähriges Online-Bestehen. In der hochkarätig besetzten Paneldiskussion mit Caroline Muscat von The Shift News (Malta), Galina Timtschenko von meduza.io (Russland) und Daniela Pinheiro, ehemalige Chefredaktorin vom Época Magazine (Brasilien) wird offensichtlich, unter welch massivem Druck sich die Medien teilweise in anderen Ländern befinden.  Die Hetze gegen Journalistinnen ist oft systematisch, Journalisten arbeiten in einem Klima der Angst, ...
 
Als die Schweiz ihrer Armee den Boden unter den Füssen wegzog
Di, 26 Nov 2019 09:00:00 GMT - Vor 30 Jahren stimmten die Schweizer über die Abschaffung der Armee ab. Die überraschend hohe Zustimmung hat Reformen angetrieben. Hat die Abstimmung auch den Kalten Krieg aus den Köpfen vertrieben? Ein Rückblick mit den Protagonisten aus jener Zeit. Drei Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer befand die Schweizer Stimmbevölkerung vor 30 Jahren über die Abschaffung der Armee. Hinter der Volksinitiative stand die Gruppe Schweiz ohne Armee, kurz GSoA, die sich 1982 gegründet hatte. Zum Erstaunen aller stimmten am 26. November 1989 35,6 Prozent für ihren Plan, die Armee abzuschaffen ? mehr als eine Million Schweizerinnen und Schweizer. Ginge es gar nur nach den Kantonen Genf und Jura, wäre die Schweiz seit 30 Jahren ein Land ohne Armee. Am Anfang standen die Aktivisten "Nein, dieses Resultat habe ich nicht erwartet", blickt der Rentner Oliver Krieg zurück. Krieg gehörte dem Initiativkomitee an, das mit 100 Leuten rekordverdächtig gross war. "Tankwart" stand dort als sein Beruf.
 
"SWI swissinfo.ch ist heute einer der grossen Namen in der internationalen Information"
Mo, 25 Nov 2019 14:32:00 GMT - SWI swissinfo.ch feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Aber eigentlich begann alles 1935. SRG-Generaldirektor Gilles Marchand mit seinem Blick auf zwei Jahrzehnte Internationaler Dienst und Auslandschweizer-Plattform der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR). 1935 strahlt der Schweizer Kurzwellendienst bereits weltweit das Programm der Schweizer Radios aus. Und die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die über alle Kontinente verstreut leben, schätzen den Kontakt zu ihrer Heimat und ihren Wurzeln, der durch die Rundfunkübertragungen aus der Schweiz möglich ist. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs entstehen die internationalen Schweizer Radioprogramme auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch. Programme, die dank ihrer Ausgewogenheit und ihrer Professionalität überall geschätzt sind. Der Begriff «mediale Neutralität» mag in Zusammenhang mit den Kurzwellen entstanden sein ? jedenfalls wird die Schweiz damit in Verbindung gebracht, was sehr positiv ist. ...
 
Der Samichlaus-Umzug von Zürich
Mo, 25 Nov 2019 14:22:00 GMT -
 
Ignoranz als Staatsschutz?
Fr, 22 Nov 2019 12:00:00 GMT - Vor genau 30 Jahren geriet die Schweiz in eine der schwersten institutionellen und politischen Krisen ihrer Geschichte. Der so genannte "Fichenskandal" explodierte. Es war der 1. August 1990, der 699. Geburtstag der Eidgenossenschaft. An diesem Tag erhielt Max Frisch ein 13-seitiges Dokument mit einer Aufstellung aller öffentlichen und privaten Ereignisse in seinem Leben, welche von der politischen Polizei erfasst worden waren. Der Schriftsteller und Dramatiker Frisch (1911-1991), der auch als Anwärter für den Literatur-Nobelpreis gehandelt worden war, hatte kurz zuvor Zugang zu seiner ?Staatsschutzfiche? gehabt, welche Hunderte von Spionagehandlungen zusammenfasste, denen er im Laufe der Jahre ausgesetzt war. Die Erfassung beinhaltete mehr als 40 Jahre Auslandreisen, Reden, Teilnahmen an politischen Kundgebungen und Debatten sowie Meinungsaustausch aller Art. Das gesamte Material war mit einer gewissen Oberflächlichkeit gesammelt und zusammengestellt worden, ohne eine echte ...
 
"Wir gehen noch zu oft davon aus, zu wissen, was gut ist für das Kind"
Mi, 20 Nov 2019 07:49:00 GMT - Das Kind selbst ist der beste Experte für seine eigene Situation. Vor 30 Jahren hat die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes einen neuen Ansatz im Jugendstrafrecht eingeführt. Der Schweizer Jean Zermatten, eine treibende Kraft dieser Revolution, hält fest, dass es noch mehr Umdenken brauche, um die Verletzungen von Kinderrechten stärker zu bekämpfen. Am 20. November 1989 hat die internationale Staatengemeinschaft die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet. Das Abkommen löste eine beispiellose Begeisterung aus, und die meisten Staaten ratifizierten es rasch. Bis heute haben insgesamt 196 Länder das Übereinkommen ratifiziert, die Schweiz tat dies 1997. Jean Zermatten gilt international als ausgewiesener Experte im Bereich Jugendstrafrecht. Er sass als erster Schweizer im UNO-Ausschuss für die Rechte des Kindes, den er später auch präsidierte. Am Anfang als Jugendrichter im Kanton Wallis widmete Zermatten seine ganze Karriere dieser Sache. Ein Interview. ...
 
Im Samichlaus-Training
Di, 19 Nov 2019 15:35:00 GMT - (Julie Hunt, swissinfo.ch)
 
"Ein Staat von der Grösse Deutschlands kann nicht neutral sein"
Di, 12 Nov 2019 13:00:00 GMT - Der Fall der Mauer in Berlin am Abend des 9. November 1989 überraschte fast alle. Auch die Schweiz tappte im Dunkeln beim Versuch, die künftige Entwicklung Deutschlands vorherzusagen. Doch von einer Sache war man sofort überzeugt: Die Neutralität des grossen Nachbarstaats war keine praktikable Option. die von modrow mit segen des kremls aus der mottenkiste geholte idee einer neutralisierung gestamtdeutschlands geht an der realität vorbei. ein staat von der groesse und potenz gesamtdeutschlands kann begrifflich nicht neutral sein, es fehlt i[h]m das essentiale der kleinheit als voraussetzung des neutral-sein-koennens, die durch seine groesse bedingten interessen machen es selber zur sicherheitspolitisch relevanten akteur im internationalen kontext. zudem: gesamtdeutschland neutral werden zu lassen, hiesse, ihm einen sonderstatus zuzubilligen, der ihm eine eigenstaendige, nicht beinflussbare politik gegenueber den anderen maechten ermoeglicht, eine einbindung in gesamteuropäischen ...
 
Fondation Bodmer hinterfragt Krieg und Frieden
Fr, 8 Nov 2019 15:32:00 GMT - Ist der Krieg die Zukunft der Menschheit? Dies ist eine der Fragen einer Ausstellung in der Fondation Martin Bodmer in Genf, die in Zusammenarbeit mit der UNO und dem IKRK konzipiert wurde. Eine historische, politische und künstlerische Reflexion über eine Welt auf der Suche nach Bedeutung und Gleichgewicht ? wie vor 100 Jahren bei der Gründung des Völkerbunds auch schon. "Wäre diese Ausstellung nur dreissig Jahre früher entstanden, wäre sie von ausserordentlichem Optimismus geprägt gewesen", schreibt Pierre Hazan, der Kurator, am Anfang des umfangreichen Katalogs zur Ausstellung. "Drei Jahrzehnte später hat sich die Perspektive brutal gewandelt", ergänzt der Berater des Zentrums für humanitären Dialog, einer Organisation mit Sitz in Genf, die sich auf Vermittlung in bewaffneten Konflikten spezialisiert hat.  Es reicht, die Nachrichten zu verfolgen, um sich zu überzeugen. Der Sicherheitsrat der UNO ? der internationalen Organisation, deren Ziel Frieden unter den Nationen ist ? ...
 
Einem geheimnisvollen Wahlverfahren auf der Spur
Mi, 6 Nov 2019 09:17:00 GMT - Das Projekt verbindet Forschung, Handwerk und Kunst. Am kommenden Samstag kann die Bevölkerung dort nacherleben, wie vor fast 250 Jahren in Yverdon eine Wahl stattgefunden hat. Im Zentrum des komplexen Verfahrens stand das Los. Die drei Frauen, mit denen wir uns in Yverdon-les-Bains treffen, freuen sich sichtlich. In historischen Kostümen findet die Wahl genau in dem Raum statt, in dem sie am 4. September 1775 über die Bühne ging. Catherine Guanzini und Patricia Brand sind Archivare und Historiker.  Libé Vos ist Tischlerin, Künstlerin und Lehrerin. Sie sind für das Kulturprojekt verantwortlich, das der Öffentlichkeit eine wenig bekannte Seite der Schweizer Geschichte zeigt ? und gleichzeitig ein aktuelles politisches Thema berührt: Die Wahl per Los. Immer öfter wird in letzter Zeit gefordert, dass etwa Richter oder Kommissionsmitglieder durch Losentscheide und nicht durch Wahlen bestimmt werden sollen. Viele halten das Los für fairer. In der Schweiz wird das Volk auch zu einer ...
 
"1989 erfasste die Schweiz eine Sympathie-Welle für Osteuropa"
Di, 5 Nov 2019 14:22:00 GMT - Die Berliner Mauer fällt, es herrscht Aufbruchstimmung in Europa. In der Schweiz hegt die Bevölkerung grosse Bewunderung für die ostmitteleuropäischen Länder. 30 Jahre später macht sich Ratlosigkeit breit. Ein Gespräch mit Osteuropa-Historikerin Julia Richers. Als vor und nach dem Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren die Bürgerinnen und Bürger ehemaliger sozialistischer Volksrepubliken ihre Herrscher vom Sockel stürzen, sympathisiert die Schweizer Bevölkerung mit den Dissidenten im Osten. Das Schicksal der Kleinen, die sich gegen die Grossen behaupten müssen, liegt der kleinen Schweiz am Herzen. 30 Jahre später macht sich Ernüchterung breit. Die illiberale Wende in Ungarn und Polen, der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland oder die Armut, unter der immer noch ein Grossteil der Bevölkerung der ehemaligen ?Ostblockstaaten? leidet, zementiert das Konstrukt des ?rückständigen? Ostens in unseren Köpfen und führt zu Unverständnis. SWI swissinfo.ch hat mit der Historikerin Julia ...
 
Bonu Burrë! Sei ein Mann! (Pierre-Kastriot Jashari)
Mo, 4 Nov 2019 14:52:00 GMT -
 
In diesem Restaurant hängt hohe Kunst tief
Sa, 2 Nov 2019 10:00:00 GMT - Wer Rang und Namen hat, trifft sich in Zürich in der Kronenhalle. Das renommierte Restaurant verbindet Bild- und Tafelkunst, indem es Meisterwerke der modernen Malerei an den Wänden zeigt. Ein Buch erzählt von dieser Berufung. Das Buch "Pays de rêve" (Land der Träume) versucht, den engen Kontakt, den das Restaurant Kronenhalle in Zürich seit Jahrzehnten mit Künstlern pflegt, durch Archivbilder und Fotos von Kunstwerken zu dokumentieren. Der Verlag bat ausserdem vier junge Zürcher Schriftsteller, literarische Texte zu verfassen, die an die zeitlose Atmosphäre der Kronenhalle erinnern. Das 1924 im Zentrum von Zürich eröffnete Restaurant entwickelte sich schnell zu einem sehr beliebten Treffpunkt für Maler, Schriftsteller und Architekten. In der Kronenhalle waren zum Beispiel viele Prominente wie Coco Chanel, James Joyce, Richard Strauss, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt zu Gast. Das Besitzerpaar, Hulda und Gottlieb Zumsteg, sorgten dafür, dass der Ort für alle zugänglich blieb ...
 
Das Schweizer Institut in Rom und die künstlerische Renaissance Palermos
Fr, 1 Nov 2019 13:00:00 GMT - Mit einer Ausstellung des Zürcher Künstlerduos Rico Scagliola und Michael Meier und der Lancierung eines Residenzprogramms will die Schweizer Institution die Erneuerung des künstlerischen und kulturellen Lebens der sizilianischen Hauptstadt unterstützen. Nach der aktiven Teilnahme an der Wander-Kunstbiennale Manifesta12 sind die Direktorin des Schweizer Instituts in Rom, Joëlle Comé, und der Künstlerische Leiter Samuel Gross wieder in Palermo.  Ihr Ziel: Sie wollen im kulturellen Panorama der Stadt, die zu neuer Blüte erwacht, eine wichtige Rolle spielen. "Wir waren beeindruckt von dem, was wir letztes Jahr hier gesehen haben. Palermo hat einen unglaublichen Aufstieg in der internationalen zeitgenössischen Kunstszene erlebt", sagt Samuel Gross. Es ist daher kein Zufall, dass er beschlossen hat, die erste grosse Videoausstellung des Schweizer Duos Rico Scagliola und Michael Meier, die zu den Gewinnern der Swiss Art Awards 2018 gehören, im Palazzo Ziino zu organisieren, einem der ...
 
Werwölfe in der Schweiz
Do, 31 Okt 2019 10:55:00 GMT - Von der Westschweiz aus nahm der Wahn der Hexenverfolgung seinen Ausgang. Weniger bekannt ist, dass in der Schweiz bis ins 18. Jahrhundert auch Werwölfe gejagt wurden. Über die alpine Spezialität der Werwolf-Prozesse.  Die Westschweiz wurde im Mittelalter eines der frühen Zentren der Hexenverfolgung. Man hatte in der Region in Prozessen gegen Ketzer wie die Waldenser einiges an Wissen gesammelt, das nun gegen andere Teufelsbündler verwendet wurde.  Ab 1430 begann man im Wallis, um Lausanne, Fribourg und den Genfersee, aber auch in Basel, Frauen wie Männer vor Gericht zu zerren, weil man ihnen vorwarf, sie hätten sich mit teuflischem Schadenzauber gegen die christliche Gemeinschaft gewendet. In den von den Inquisitoren erfolterten Protokollen schlich sich in jenen Jahren eine Figur ein, die unter Theologen und Dämonologen für Aufruhr sorgen sollte: Der Wolf.  Den Wolf geritten Zunächst erschien er in mehreren Prozessen plötzlich als Reittier für Hexen. So wurde 1433 in Basel ...
 


Jahresprogramm 2020
Rundschreiben Nr. 1/2020 (14.12.2019)
Rundschreiben Nr. 6/2019 (28.10.2019)
Rundschreiben Nr. 5/2019 (23.08.2019)
Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
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