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Coronavirus schwächt Schweizer Medien trotz Rekordnutzungszahlen
Sa, 28 Mär 2020 14:00:00 GMT - Der Bedarf an qualitativ hochwertigen Informationen war noch nie so gross wie in dieser Zeit der Pandemie. Doch die Werbeeinnahmen brechen weiter ein, die Schweizer Medien sind in grossen Schwierigkeiten. Die meisten greifen bereits auf Kurzarbeit zurück. Der öffentlich-rechtliche Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), zu der auch swissinfo.ch gehört, ist in diesen schwierigen Zeiten besonders wichtig. "Mehr denn je müssen wir unser Publikum begleiten und ihm durch diese beispiellose Krise helfen, indem wir unsere dreifache Aufgabe erfüllen: informieren, beraten und begleiten", sagt Pascal Crittin, Direktor von Radio Télévision Suisse (RTS). Die Programmpläne wurden geändert, um die Berichterstattung über das aktuelle Geschehen und die Serviceangebote zu stärken sowie Unterhaltungs- und Bildungsangebote für die zu Hause lernenden Schüler und Schülerinnen zu bieten. Auch die Schweizer Medien leiden unter der Coronavirus-Krise. Die Werbeeinnahmen gehen ...
 
Kulturszene ist geschwächt, aber noch immer guter Dinge
Mi, 25 Mär 2020 13:30:00 GMT - Absagen von Festivals, Schliessungen von Museen, Theatern und Kino. Die Kunstwelt ist stark von der Corona-Krise betroffen. Vier Kulturschaffende berichten. Ein Konzertsaal ist keine Bank. Und ein Festival ist nicht gleich wie ein internationales Unternehmen aufgebaut, denn freiwillige Mitarbeiten gehören bei ersterem zur Logistik. Es kommt auch vor, dass kulturelle Institutionen nur von ihrem Einkommen leben, ohne von der finanziellen Unterstützung ihrer Stadt oder Gemeinde profitieren zu können. Der Öffentlichkeit gegenüber wortbrüchig zu werden, ist für diese Branche deshalb tödlich. Das zeigt die Zerbrechlichkeit dieses Sektors, der seit Anfang März und vor allem nach der Verkündung des Ausnahmezustands durch den Bundesrat, in seinen Grundfesten ins Wanken geraten ist. Die Absagen von Festivals, Schliessung von Museen und der abrupte Abbruch der Theater- und Opernsaison werden von der Künstlergemeinschaft als Schockstarre erlebt. Die Enttäuschung heute ist zwar gross, doch ...
 
Kosovarische Filmemacher setzen Fokus auf bessere Zukunft
Mo, 16 Mär 2020 09:00:00 GMT - Filmemacher im Balkanstaat Kosovo inspirieren die dortige Jugend und verhelfen ihr zu mehr Handlungsspielraum. Deshalb erhalten sie Unterstützung aus der Schweiz. 2008 erklärte Kosovo seine Unabhängigkeit von Serbien. Nach dem verheerenden Bürgerkrieg 1999 und Jahren der Vernachlässigung davor als Teil von Jugoslawiens Hinterland, baut sich der kleine Balkanstaat langsam wieder auf. Die Einkommen nehmen zwar zu, doch Kosovo bleibt das drittärmste Land Europas. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 60%. Es erstaunt deshalb kaum, dass viele junge Menschen auf der Suche nach Arbeit das Land verlassen. Ende 2018 lebten laut offizieller Statistik mehr als 111'000 Kosovarinnen und Kosovaren in der Schweiz. Es gibt aber auch viele, die den Trend umkehren und junge Menschen motivieren möchten, zu bleiben und zu helfen, die Dinge im eigenen Land zu verbessern. Darunter sind auch kosovarische Filmemacher. Wo ist "zu Hause"? Der unabhängige Filmemacher Ilir Hasanaj ist der Sohn eines ...
 
Lieber Grenzgänger, ich nehme Sie bei mir auf!
Fr, 13 Mär 2020 13:17:00 GMT - Der Grenzübertritt zwischen Italien und der Schweiz ist durch die Massnahmen gegen das Coronavirus schwieriger geworden. Im Tessin stellen viele Menschen den Grenzgängern, die im medizinischen Bereich arbeiten, kostenlos Unterkünfte zur Verfügung. Samstag, 7. März, abends. "Die Lombardei ist eine 'rote Zone'. Man darf weder rein noch raus", meldeten einige Medien, noch bevor die Nachricht offiziell war. Die Sorge verbreitete sich in dieser Zeit der epidemischen Unsicherheit innerhalb weniger Minuten auch im Kanton Tessin. Eine der ersten Fragen, die sich stellte, war: "Wie werden wir jetzt den Betrieb unserer Krankenhäuser aufrechterhalten können?" Von den fast 70'000 Grenzgängern, die täglich zur Arbeit ins Tessin reisen, sind mehr als 4000 im Gesundheitssektor beschäftigt. Der Zweck der von den Behörden verhängten Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuen Coronavirus besteht darin, den Druck auf die Pflegeeinrichtungen zu verringern und die am stärksten ...
 
Wie bringt die Schweiz die hohen Preise runter?
Mo, 9 Mär 2020 16:00:00 GMT - In der Schweiz verkaufte Lebensmittel und Getränke liegen preislich 60% über dem Durchschnitt in den EU-Ländern. Das Parlament erwägt eine Gesetzesänderung, um die Preise zu senken. Doch die Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind sich nicht einig. Nur Island ist noch teurer. Die Schweiz ist das zweitteurerste Land Europas. Lebensmittel und Getränke kosten 60% mehr als durchschnittlich in den EU-Ländern, Restaurants und Hotels 53%, der öffentliche Verkehr 29% und Kleidung 25%. Das Parlament muss nun versuchen, Lösungen zu finden, um die Preise zu senken: Es muss sich zur Volksinitiative "Stop der Hochpreisinsel ? für faire Preise" und den indirekten Gegenvorschlag der Landesregierung (Bundesrat) äussern. Die Mitglieder des Parlaments sind zwar zum Handeln verpflichtet. Aber sie sind sich nicht einig, was zu tun ist. Warum kosten die meisten Produkte in der Schweiz mehr als in den Nachbarländern? Die Schweiz bezahlt höhere Mehrkosten auf Importe, weil viele internationale ...
 
René Burri - Explosion des Sehens
Fr, 6 Mär 2020 13:00:00 GMT - Seit 2013 beherbergt das Musée de l'Elysée René Burris 30'000 Bilder umfassendes, privates Archiv. Die Ausstellung dazu kann man sich bis zum 3. Mai in Lausanne ansehen. Der Schweizer Fotojournalist René Burri starb 2014 nach einer langen Karriere im Alter von 81 Jahren. Für seine Reportagen war er schon früh unterwegs, und er blieb ein Reisender bis an sein Lebensende. Burri vergass jedoch nie, woher er stammte, und das Besondere eines Lebens zwischen zwei La?ndern ? der Schweiz und seiner zweiten Heimat Frankreich ? hat fu?r seine Arbeit immer eine Rolle gespielt. Der Ausstellungstitel "Explosion des Sehens" deutet hin auf etwas Grosses, Unkontrolliertes und Wildes. Er spiegelt den Wunsch Burris, aus den technischen Einschränkungen, die der Fotografie naturgemäss obliegen, auszubrechen. René Burri besuchte die von Hans Finsler geführte Fachklasse für Fotografie an der Kunstgewerbeschule Zürich. Das war ein Umfeld, in dem sich die Fotografie in die Welt der Kunst einzubetten ...
 
Die rhetorischen Tricks der politischen Kommunikation
Di, 3 Mär 2020 09:07:00 GMT - "Gefällt mir, Kommentieren, Teilen ? eine rhetorische Figur", so lautet der Titel der Ausstellung des Genfer Künstlers Marc Bauer, die derzeit im Schweizerischen Institut in Mailand zu sehen ist. Ausgehend von Salvinis Tweets reflektiert die Ausstellung rhetorische Tricks der digitalen Kommunikation. Marc Bauers Überlegungen gehen von der Twitter-Kommunikation von Matteo Salvini aus. Mit den in Mailand ausgestellten Werken, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden, fängt Marc Bauer die politische Botschaft Salvinis ein ? mittels Kätzchen, Pizza und Nutella. Die Ausstellung ist bis zum 21. März 2020 wochentags von 10.30 bis 17.30 Uhr und am Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Wegen des Corona-Virus ist die Ausstellung vorübergehend für das Publikum geschlossen. Im Grunde sei die Message des Lega-Politikers einfach und repetitiv, sagt Bauer. "Kurzgefasst sagt Salvini, dass er das liebt, was die Italiener lieben. Also isst er Brot und Nutella zum Frühstück. Er liebt Pizza.
 
Sie brachte das Fernsehen ins Internet
So, 1 Mär 2020 10:00:00 GMT - Bea Knecht ist sich bereits 1990 sicher: Mit schnellen Computern werden wir über das Internet einst fernsehen. Die Aargauerin gründet 2005 die Firma Zattoo in San Francisco, 2006 in der Schweiz, 2007 in Deutschland. Knecht ist die elfte Schweizer Digitalpionierin, die wir in unserer Serie Swiss Digital Pioneers porträtieren. Zattoo-Gründerin Bea Knecht wirkt entspannt, als die Skype-Verbindung endlich klappt. Sie sitzt in San Francisco und absolviert am Donnerstagmorgen eine Reihe von Calls. In der Schweiz ist es bereits Abend. Die spätere Digital-TV-Pionierin mit Wohnsitzen in Zürich, San Francisco und Berlin ist im Kanton Aargau aufgewachsen. Bis Knecht 17 Jahre alt ist, lebt sie in Windisch. In der Schule mag sie alle Fächer von Geschichte bis Physik. Geometrie fällt ihr besonders leicht. Rückblickend sagt Knecht: "Geometrie war für mich so einfach, dass ich dachte, es sei gar kein richtiges Fach." Vision: Der Supercomputer als TV Probleme mit dem Buchhaltungssystem des ...
 
Der Schweizer Gewinner des World Press Photo Award
Sa, 29 Feb 2020 10:00:00 GMT - Seine Bilder von russischen Kadetten brachten dem Schweizer Fotografen Peter Dammann 1998 Weltruhm ein. Eine Buchpublikation und eine Ausstellung ehren nun den Künstler, der 2015 im Alter von 65 Jahren verstorben war. Dammann gewann am World Press Photo Contest 1998 mit seinem Porträt eines russischen Militärkadetten einen der begehrten Hauptpreise.  Er war ein Sozialkritiker, der zu den Menschen, speziell zu Jugendlichen und Kindern, eine Verbindung einging. Sie, die jungen Menschen, standen stets im Zentrum seiner Fotografie. Ob sie auf der Strasse, in Waisenhäusern oder in psychiatrischen Einrichtungen lebten: Dammann gab ihnen ein Gesicht und hielt ihre Persönlichkeit fest. Seine Fotografien dokumentieren die Ungerechtigkeiten und täglichen Überlebenskämpfe der Kinder, denen er in Russland begegnet ist. In den 1990er-Jahren, als Dammann St. Petersburg besuchte, lebten auf den Strassen Tausende von Waisen und verlassenen Kindern. Sie waren aus ihren Familien und Wohnungen ...
 
Kunst zwischen Sozialen Netwerken und politischer Kommunikation
Di, 25 Feb 2020 12:33:00 GMT -
 
Die neue Direktorin Gioia Dal Molin
Di, 25 Feb 2020 12:30:00 GMT -
 
"Kinder können mit Fremdheitserfahrung sehr gut umgehen"
Mo, 24 Feb 2020 13:30:00 GMT - Kinder- und Jugendliteratur auf Deutsch stammt überwiegend aus westlichen Ländern. Eine Nichtregierungsorganisation will dies ändern und publiziert in der Schweiz übersetzte Werke unter dem Slogan "Created in the World, Published in Switzerland". Alles begann 1975: Die Nichtregierungsorganisation "Erklärung von Bern" (heute Public Eye) gründete eine Arbeitsgruppe zur Kinderliteratur. Ziel war es, zu untersuchen, welche Bilder über die "Dritte Welt" die damals erhältlichen Kinderbücher vermittelten. "Das war eine ganz andere Zeit", sagt Sonja Matheson, Geschäftsleiterin von Baobab Books. "Die Kinderliteratur war voller Stereotype über Indianer und Afrikaner, denken Sie nur an Tim und Struppi im Kongo oder Globi bei den Indianern." Aus der Arbeitsgruppe entwickelte sich ein Projekt, das jährlich ein Empfehlungsverzeichnis herausgibt und heute den Namen Kolibri trägt. Freiwillige Leserinnen und Leser prüfen Neuerscheinungen und wählen jene Bücher, die Kindern und Jugendlichen eine ...
 
Schweizer Zeitzeugen der Yanomami-Kultur
Sa, 22 Feb 2020 10:00:00 GMT - Die Fondation Cartier für zeitgenössische Kunst in Paris widmet der Schweizer Fotografin Claudia Andujar eine grosse Ausstellung. In den 1960er-Jahren hatte sich ihr Weg mit dem des Genfers René Fuerst gekreuzt, der ihre Aufmerksamkeit für die Yanomami im Amazonas-Regenwald weckte. 1974: Claudia Andujar kehrt nach ihrem ersten Besuch drei Jahre zuvor in das Gebiet der Yanomami zurück. Sie hatte alles für einen langen Aufenthalt geplant, einschliesslich etwa hundert Filme, in Styroporkisten verpackt, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Das war eine gute Idee, denn in dieser Ecke des Amazonas regnet es in Strömen; ihr Tonbandgerät und die schöne Hängematte, die sie in Sao Paulo gekauft hatte, werden klatschnass. Nach Paris wird die dem Werk von Claudia Andujar über die Yanomami gewidmete Ausstellung vom 6. Juni bis zum 23. August 2020 im Fotomuseum in Winterthur gezeigt. Lesetipp: Yanomami, premiers et derniers Amazoniens, von René Fuerst, erschienen bei Editions 5 Continents. ...
 
Afrika am Puls der Zeit
Sa, 15 Feb 2020 10:00:00 GMT - Die zentralafrikanische Republik sei berühmt für ihre lebendige Kunstszene, schreibt das Museum Rietberg zur Ausstellung, die vom 22. November bis am 15. März dauert. Nirgendwo in Afrika sei das künstlerische Schaffen so vielfältig, kreativ und am Puls der Zeit. Auch in der Vergangenheit entstanden eindrucksvolle Masken, Figuren und Objekte, die zu den Ikonen der Kunst Afrikas gehören. Erstmals werden in einer Ausstellung historische Werke und Fotografien aus dem Kongo Arbeiten zeitgenössischer Kunst gegenübergestellt. Um den eurozentrischen Blick zu vermeiden, stellen die Kuratorinnen Michaela Oberhofer und Nanina Guyer zeitgenössische, kongolesische Künstlerinnen und Künstler ins Zentrum. Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine Sammlung von Objekten und Fotografien, die der deutsche Kunstethnologe Hans Himmelheber (1908-2003) von seiner Reise 1938/39 aus dem Kongo mit nach Hause brachte: Das sind farbige Masken, Kraftfiguren und Alltagsgegenstände. Sein fotografischer Nachlass ...
 
Junge bringen Leben in eine kriegsversehrte Stadt
Do, 13 Feb 2020 13:10:00 GMT -
 
Schweizerisch-kosovarischer Filmer kehrt zu seinen Wurzeln zurück
Do, 13 Feb 2020 13:02:00 GMT -
 
Wie der Jemen einmal war - durch die Linse einer Schweizerin
Do, 13 Feb 2020 09:09:00 GMT - Der Jemen ist seit Jahren kein Land für Touristen, noch weniger für Journalisten und Fotografen. Die Schweizer Fotojournalistin Monique Jacot wagte es dennoch und bereiste in den 1980er-Jahren wiederholt das Land. Durch ihre Kamera sehen wir Architektur, Kultur und die unterschiedlichen Facetten des alltäglichen Lebens. Ihre Arbeit über den Jemen ist noch bis zum 1. März in der Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne zu sehen.  Monique Jacot wollte ursprünglich einfach die Architektur im Jemen entdecken, wie man es als Tourist macht. "Ich habe mich jedoch sofort in das Land verliebt", erklärt sie in einem Interview im Rahmen ihrer Ausstellung in Lausanne.  Die heute 85-jährige Fotografin ist über 10 Jahre durch den Jemen gereist und hat eine grosse Menge an Fotos aufgenommen. Diese machen heute, wegen des Krieges im Land, sowohl Jacot als auch die Jemeniten gleichzeitig nostalgisch und traurig. Sanaa, Tihama, Hadramaut, Ma'rib, Taizz, Schibam, Zabid, Ibb und Sa'dah, Jacot ...
 
Babeli Giezendanner ? Armut machte sie zur Meisterin
Mi, 12 Feb 2020 14:00:00 GMT - Bauernmalerin Babeli Giezendanner fristete vor 150 Jahren ein prekäres Dasein als alleinerziehende Mutter. Aus schierer Not schuf sie ein grossartiges Werk. Jedes ihrer "Bildli" ist heute ein Schatz. All die Tausenden von Franken, die ihre Bilder heute einbringen, etwa beim Auktionshaus Christie's. Hätte man Babeli doch damals so bezahlt. Es ist stets von trauriger Ironie, wenn Werke für teures Geld gehandelt werden, wo deren Schöpfer zu Lebzeiten doch so arm waren. Anna Barbara Aemisegger-Giezendanner, heute bekannt als Toggenburger Bauernmalerin, blieb ihr Leben lang ganz unten. All ihr Fleiss, all ihre Sorgfalt ? und all ihr Können halfen nichts: "s'Giezendanners Babeli", oder einfach: s'Babeli war arm, blieb arm, und starb im Elend, im Armenhaus von Hemberg, das zu jener Zeit nach einer Inspektion durch den Kanton als "altes baufälliges Bauernhaus" beschrieben wurde, bewohnt von "Gestörten" und Kranken, für die in der Psychiatrie kein Platz mehr war. "Beim Eintritt hat man ...
 
Angelika Kauffmann ? Meisterin der Selbstinszenierung
Di, 11 Feb 2020 13:30:00 GMT - Die in Chur geborene Angelika Kauffmann galt früh als Wunderkind und wurde im 18. Jahrhundert zur europaweit gefeierten Malerin. Der Düsseldorfer Kunstpalast widmet ihr nun eine grosse Ausstellung, die sie auch als begnadete Netzwerkerin zeigt. "Verrückt nach Angelika Kauffmann" ? im Titel der Düsseldorfer Ausstellung spiegelt sich die europaweite Begeisterung, die der Schweizer Künstlerin auf dem Höhepunkt ihres Schaffens entgegenschlug.  Er trifft zugleich auf die Kuratorin Bettina Baumgärtel zu, räumt diese lachend ein. Seit nunmehr drei Jahrzehnten befasst sich die renommierte Expertin mit Kauffmann, deren Leben in Chur begann und in Rom endete. Dort steht ihre Büste im Pantheon neben der des Renaissance-Künstlers Raffael.  Es ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, hinter der Talent, Ehrgeiz und gezielte Planung stecken, erzählt Bettina Baumgärtel: "Sie hat sich selbstbewusst ihre Karriere aufgebaut und wusste genau, was sie wollte." "Verrückt nach Angelika" Die ...
 
Verlorene Welt der Biodiversität in den Schweizer Alpen
Sa, 8 Feb 2020 10:00:00 GMT - Menschliche Siedlungen und Landwirtschaft haben die alpine Landschaft tiefgreifend verändert. Ein Buch mit ersten Farbfotografien von alpinen Landschaften zeichnet die Anfänge der Ökosystemforschung nach. Es regt zum Nachdenken an, über den Verlust der Biodiversität in der Schweiz ? ein Problem, das aktueller denn je ist. Um 1880 begann Carl Schröter (1855-1939), Professor für Botanik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ), Pflanzen in ihrer Umgebung zu fotografieren. Zusammen mit Eduard Rübel (1876-1960), einem seiner Schüler, wollte er die Faktoren untersuchen, welche die biologische Vielfalt beeinflussen. Neben der alpinen Flora begann der Pionier des Landschafts- und Artenschutzes auch den Einfluss menschlicher Präsenz ? vom Bau bis zur Landwirtschaft ? in fast allen Regionen der Schweiz zu dokumentieren. Dieser umfassende Ansatz wird auch heute noch verfolgt. Die Geobotanik, eine Kombination von Botanik und Geografie, konzentriert sich auf Ökosysteme ...
 
Der Game-Pionier
Fr, 7 Feb 2020 13:00:00 GMT - Er programmiert ästhetische Mobile Games und macht in Montreal erfolgreich Karriere als Game-Designer und Creative Director. Daniel Lutz ist der zehnte Schweizer Digitalpionier, den wir in unserer Serie Swiss Digital Pioneers porträtieren. Mit seinen Game-Apps Monospace und Colorbind hat er während des Studiums etwas Geld verdient. Damit kauft sich Daniel Lutz vor exakt zehn Jahren ein One-Way-Ticket, fliegt in die Game-Metropole Montreal und kehrt nie mehr ganz zurück. In Montreal heuert er als Game-Designer an. Es macht den Game-Studios Eindruck, dass er alleine Game-Apps konzipiert, designt und programmiert ? und dafür Preise wie "Best iPhone Game" abgeräumt hat. Dass er soeben einen Abschluss in Game-Design in der Tasche hat, interessiert kaum. Das wird er morgen auch den Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) nach zehn Jahren Berufserfahrung sagen: Sie sollen Dinge ausprobieren und nicht warten und hoffen, wegen ihres Diploms einen Job in der Game-Branche ...
 
Roger Humbert: Schweizer Pionier der konkreten Fotografie
Mi, 5 Feb 2020 11:00:00 GMT - Der Fotograf und Grafikdesigner Roger Humbert, der in Basel arbeitet und lebt, gehört in seinem Metier zu den führenden Avantgarde-Fotografen. Diese kleine Gruppe von Künstlern rief in den 1950er-Jahren die Bewegung der konkreten Fotografie ins Leben.   Humbert, der im letzten Dezember 90 Jahre alt wurde, absolvierte eine Ausbildung zum Fotografen und Grafikdesigner. Er arbeitete in diesen Bereichen, bis er in den 1950er-Jahren begann, mit seiner Kunstform zu experimentieren. Er begann damit, Bilder ohne Kamera zu machen. Seine Fotogramme erschaffen im Augenblick der Belichtung auf dem Fotopapier eine neue Wirklichkeit: Formelemente, Linsen und Blenden werden unter einer Lichtquelle derart inszeniert, dass das Licht selber zeichnet und flirrende geometrische Konstellationen sichtbar werden. "Ich fotografiere das Licht", pflegte er zu sagen. Er experimentierte mit verschiedenen Temperaturen des Lichts, um zu sehen, wie diese seine Bilder beeinflussten. Er benutzte Schablonen und ...
 
Ein Sonnendorf will raus aus dem Schatten
Mi, 5 Feb 2020 09:07:00 GMT - Das kleine Dorf Quinten ? nur per Schiff erreichbar ? kämpft um sein Überleben. Eine örtliche Stiftung will jüngere Menschen ins Dorf bringen. Jetzt sorgt eine "Kinderprämie" weitherum für Aufsehen. Ein Augenschein. "Riviera der Ostschweiz". So wird das Dorf Quinten, ein Teil der St. Galler Gemeinde Quarten, oft genannt. Überall ist zu lesen, dass an den Abhängen der Churfirsten neben Reben auch Palmen, Feigen und Kiwis gedeihen. Quinten und Quarten Nein, die Namen dieser Dörfer ? Terzen, Quarten und Quinten ? haben nichts mit den Intervallen in der Musik zu tun. Vielmehr entstammen sie der frühmittelalterlichen Zählung namenloser Güter (dritter, vierter, fünfter Hof) durch das Bistum Chur, wie das Historische Lexikon der Schweiz schreibt und im Buch "Quinten" zu lesen ist. Doch Quinten leidet unter der Krankheit der Randregionen: Überalterung. 38 Menschen leben hier, Altersdurchschnitt 56. Ein Dorf, nur mit dem Schiff oder zu Fuss erreichbar ? Quinten ist Randzone und ...
 
100 Jahre!
Do, 30 Jan 2020 15:33:00 GMT - Es gab eine Zeit vor dem Handy, eine Zeit, in der Pressefotografen die Augen einer ganzen Nation waren. Viele ihrer Bilder sind heute in Vergessenheit geraten. Zum Beispiel die Porträts von Schweizerinnen und Schweizern, die es schon um 1940 auf 100 Lebensjahre oder mehr brachten. swissinfo.ch publiziert regelmässig Artikel aus dem Blog des Landesmuseums, die historischen Themen gewidmet sind. Die Artikel sind immer in deutscher und meistens auch in französischer und englischer Sprache verfasst. 1940 gab es in der Schweiz acht Frauen und einen Mann, die 100 Jahre oder älter waren. Es verwundert daher wenig, dass ihre Geburtstagsfeiern Aufmerksamkeit erregten. Nicht nur Verwandte und Bekannte wollten bei diesen seltenen Ereignissen mit dabei sein, auch die Presse gab sich die Ehre.  Auf der Suche nach den Heldinnen und Helden des Alltags schickten Bildagenturen ihre Fotografen in alle Ecken des Landes ? und dies durchaus im Auftrag der Leserschaft: das Bedürfnis, nebst Bekannt- ...
 
Erwachsene Kinder ziehen immer später aus
Do, 30 Jan 2020 10:45:00 GMT - Den Schweizer Jungen gefällt es im Hotel Mama: Sie ziehen immer später aus und lassen sich von den Eltern nicht nur bei der Hausarbeit bedienen, sondern auch durch Schule und Ausbildung bringen. Die Folge: Es wächst eine orientierungslose Generation heran, wie ein Film komödiantisch zeigt. Serie: Elternsein in der Schweiz "Mammoni" gibt es nicht nur in Italien, sondern auch in der Schweiz: Seit den 1970er-Jahren sind Kinder beim Auszug aus dem Elternhaus immer älter. Im Schnitt zieht der Nachwuchs mit 24 oder 25 Jahren aus. Laut Bundesamt für Statistik liegt der Hauptgrund in der länger andauernden Ausbildung. Eine Umfrage von Comparis zeigt, dass nebst finanziellen Gründen auch Bequemlichkeit ausschlaggebend ist: Die Jungen bleiben bei den Eltern wohnen, weil sie nicht kochen oder putzen wollen. Der Film "Wir Eltern" bringt in einer Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm das Problem komödiantisch auf den Punkt. "Wir zeigen im Film die Angst mancher Eltern, die Kinder los- ...
 
Der Kunstsammler Christoph Blocher
Do, 30 Jan 2020 09:23:00 GMT - Der vor allem als Politiker bekannte ehemalige Bundesrat ist auch ein ausgewiesener Kunstliebhaber. Er besitzt zahlreiche Meisterwerke der Schweizer Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine reiche Auswahl seiner Sammlung ist derzeit in der Fondation Gianadda in Martigny zu sehen. Zwei grosse Namen dominieren: Albert Anker und Ferdinand Hodler. Léonard Gianadda ist ein glücklicher Mann. Seine Stiftung in Martigny (Wallis) zeigt bis zum 14. Juni "Schweizer Meisterwerke", eine Ausstellung mit Werken aus der umfassenden Sammlung von Christoph Blocher, dem Deutschschweizer Geschäftsmann, früheren Nationalrat und Ex-Bundesrat der Schweizerischen Volkspartei (SVP, rechtskonservativ). Léonard Gianadda heisst das Publikum, das trotz des bitterkalten Wintermorgens gekommen ist, herzlich willkommen. Während wir uns im grossen Saal mit ihm unterhalten, kommen begeisterte Besucherinnen und Besucher auf ihn zu, um ihm zu danken. "Sehen Sie, diese Menschen sind dankbar, das ist eine grosse ...
 
"Madame", vom Ausbruch aus den Normen
Mi, 29 Jan 2020 14:44:00 GMT - Um als Frau oder Homosexueller in einer von Männern dominierten Welt sich selbst sein zu können, muss man seine Fesseln abstreifen. Im Programm der Solothurner Filmtage erzählt der Dokumentarfilm "Madame" von Regisseur Stéphane Riethauser vom Kampf seiner Grossmutter für die Freiheit, sich selbst zu sein. Dieser Kampf ist auch seine Geschichte. Stéphane Riethauser und Caroline kennen den Schmerz, nicht sich selbst sein zu können. Sie gehören zu jenen, die sich von den ideologischen Fesseln ihrer Zeit befreien und für ihre Freiheit kämpfen mussten. Caroline, weil sie eine Frau ist, zu einer Zeit, als Frauen keine Rechte hatten. Stéphane, weil er homosexuell ist, in einem konservativen Umfeld. "Madame" Der 2019 veröffentlichte Dokumentarfilm "Madame" von Stéphane Riethauser ist bereits um die Welt gegangen. Er wurde in vielen Ländern gezeigt, darunter Indien, Uruguay, Tschechien und Ungarn. Er wurde an mehr als 20 Festivals nominiert und gewann den ersten Preis beim Madrider ...
 
"Platzspitzbaby", vom Lebenshunger der Tochter einer Drogenkranken
Di, 28 Jan 2020 12:00:00 GMT - Zum ersten Mal befasst sich ein Spielfilm mit den offenen Drogenszenen der 1990er-Jahre in der Schweiz. "Platzspitzbaby", von einer wahren Geschichte inspiriert, erzählt von der Liebe eines jungen Mädchens zu seiner drogenabhängigen Mutter. Und vom Kampf, bei ihr zu bleiben. "Platzspitzbaby" ist ein Spielfilm unter der Regie von Pierre Monnard mit Luna Mwezi und Sarah Spale in den Hauptrollen. Er kam Mitte Januar in der Deutschschweiz in die Kinos und landete sogleich an der Spitze der Kino-Charts. Der Film steht auf dem Programm der Solothurner Filmtage, die noch bis zum 29. Januar dauern. Danach wird er auch in der übrigen Schweiz gezeigt. Mia hat ihre Kopfhörer auf und versucht, sich auf die Musik zu konzentrieren, um sich etwas abzuschirmen vom Elend, das sie umgibt: Menschen, die schreien, taumeln, auf dem Boden kriechen und sich Heroin in ihre Venen spritzen. Mia sucht im Chaos am Platzspitz, einem Platz im Zentrum Zürichs mit Tausenden von Drogenabhängigen, verzweifelt ...
 
Tapferkeit aus alten Tagen bringt Frauen an die Macht
Sa, 25 Jan 2020 10:00:00 GMT - Seit dreihundert Jahren übernehmen die Frauen in zwei Schweizer Dörfern jeweils im Januar die Macht. Das dreitägige Fest ist mehr Spass, fusst aber auf einem wichtigen historischen Ereignis. Und es gibt einen Anstoss für die aktuelle Gender-Diskussion. "Frauen regieren!" Unter diesem Motto stehen die beiden Dörfer Fahrwangen und Meisterschwanden im Kanton Aargau während dreier Tage. Diese Tradition ist auf die entscheidende Rolle der Frauen im zweiten Villmergerkrieg 1712 zurückzuführen.  Damals kämpften Zürich und Bern gegen die katholischen Kantone der Zentralschweiz. Die beiden Dörfer waren zu jener Zeit unter Berner Herrschaft. In Fahrwangen befand sich ein Lager der reformierten Truppen. Als die reformierten Männer anderswo kämpften, lancierten die Katholiken einen Angriff. Der Legende nach soll der Berner Kommandant die Frauen in die Wälder geschickt haben, um dort Lärm zu machen. Die Angreifer sollten glauben, dass ein grosses Heer im Anmarsch sei. Der Krieg endete mit ...
 
Mit Netzen auf Männerfang
Fr, 24 Jan 2020 09:49:02 GMT - Der Meitlisonntag ist eine drei Tage dauernde "Weiberherrschaft" über die Männer in zwei Aargauer Dörfern. Am Donnerstag findet traditionell der Männerfang statt.
 
Vorschau des Films "Platzspitzbaby"
Fr, 24 Jan 2020 08:33:00 GMT - © Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.
 
Jacques Dubochet, ein vorbildlicher "Nobel-Bürger"
Do, 23 Jan 2020 14:00:00 GMT - Der Umgang mit Ruhm, wenn er unerwartet eintrifft, ist nicht immer leicht. Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet hat dies erlebt. Der Schweizer Wissenschaftler verliess den Ruhestand, um seinen Ruhm in den Dienst der von ihm verteidigten Sache zu stellen. Diese Geschichte erzählt der Film "Citoyen Nobel" des Schweizer Regisseurs Stéphane Goël, der an den Solothurner Filmtagen präsentiert wird. Was würden Sie tun, wenn Sie über Nacht berühmt würden und plötzlich Journalisten aus der ganzen Welt mit Ihnen sprechen möchten? Was würden Sie der Welt sagen? Wofür würden Sie sich einsetzen? Jacques Dubochet ist das passiert, und er hat sich diese Fragen gestellt. Mit 75 Jahren geniesst der Forscher und Universitätsprofessor im Herzen der Waadtländer Stadt Morges seit zehn Jahren den Ruhestand. Am 4. Oktober 2017 steht er von einer Sekunde auf die andere plötzlich im Rampenlicht: Zusammen mit dem Amerikaner Joachim Frank und dem Briten Richard Henderson erhält er den Nobelpreis für ...
 
Weissrussland ? ein Land, gefangen in seinem Tagtraum
Mi, 22 Jan 2020 12:00:00 GMT - In seinem neuen Buch "Belarus Dreamland", Traumland Weissrussland, hat sich der Genfer Fotograf Nicolas Righetti in der letzten "Soft Diktatur" Europas umgesehen. Righetti erforscht seit dreissig Jahren Diktaturen. In seinem neuen Buch nimmt er uns mit in ein Land, in dem stalinistische Architektur und Militärparaden auf Fast Food, Cheerleaderinnen und Schönheitskonkurrenzen prallen.  Auf seinen nicht weniger als sieben Reisen innerhalb zweier Jahre hat der Genfer beobachtet, wie das weitgehend unbekannte, lange verschlossene Land sich langsam öffnet. Und zwar sowohl nach Westen als auch nach China. Wir treffen den Fotografen in seinem Atelier im Pâquis, dem multiethnischen Viertel in der internationalen Stadt Genf. Seine unzähligen Reisen machten Nicolas Righetti international bekannt. 2007 gewann er mit einem Bild des turkmenischen Diktators Saparmurat Niyazov den renommierten World Press Photo Award. An diesem Dezembernachmittag gleicht sein Atelier einem Bienenhaus ? ...
 
"Wir Schweizer sind alle Ausländer, nicht?"
Mi, 22 Jan 2020 10:00:00 GMT - Das Schaufenster des aktuellen Schweizer Filmschaffens hat eine neue Direktorin. Anita Hugi eröffnet heute die 55. Solothurner Filmtage. Einige Tage zuvor sprachen wir mit ihr über Klischees des Schweizer Films und der Schweizer Identität. Eine ehemalige Tankstelle an einer unscheinbaren Strasse ausserhalb der Altstadt von Solothurn. Auf dem Dach weht die Flagge der Europäischen Union. Hier befindet sich das Hauptquartier der Solothurner Filmtage. Die Kulturgarage scheint ein Dreh- und Angelpunkt des Kulturlebens zu sein. Die Stimmung im Festivalbüro ist sehr entspannt. Anita Hugi empfängt uns nach einer ganzen Reihe von Interviews ? als neue Direktorin gilt das Interesse genauso ihr wie der Filmauswahl. Mit ihrer Karriere in der Filmindustrie (und in der Independent-Szene), beim Fernsehen und kürzlich als Direktorin des International Festival of Films on Art im kanadischen Montreal gilt sie als Kennerin der Materie. Sie hat eine ausgeprägte Meinung über den aktuellen Stand des ...
 
Iranischer Wandkünstler Ghadyanloo: "Ja, Kunst kann etwas ändern"
Di, 21 Jan 2020 07:51:00 GMT - Seine Kunst ist im Exil, er lebt im Iran: Mehdi Ghadyanloo lebt und arbeitet im Iran, kann seine Gemälde aber nur im Ausland verkaufen. Zurzeit weilt er in der Schweiz am WEF, als Mitglied der Art Leaders. Swissinfo.ch hat mit ihm über Kunst, Politik und Sanktionen gesprochen. swissinfo.ch: Wie ist es, in der aktuellen Situation im Iran ein Künstler zu sein?  Mehdi Ghadyanloo: Für Künstlerinnen und Künstler ist es schwierig, im Iran zu arbeiten und genügend zu verdienen. Da die iranische Währung so viel an Wert verloren hat, ist das erste, wo gespart wird, natürlich Kunst. Die Sanktionen erschweren die Lage zusätzlich, man kann weder seine Werke frei exportieren noch gewisses Kunstmaterial importieren, weil viele Cargo-Unternehmen seit den Sanktionen nichts mehr mit dem Iran zu tun haben wollen. Dazu kommt das ewige Visa-Problem für iranische Kunstschaffende: Ein befreundeter Künstler, der mit einer Galerie in New York zusammenarbeitet, hat nicht einmal ein Single-Entry-Visum in ...
 
Interview mit Anita Hugi (Franz.)
Mo, 20 Jan 2020 16:21:00 GMT -
 
Fichenskandal: Mit Eifer nahm der Staat die Ausländer ins Visier
So, 12 Jan 2020 10:00:00 GMT - Zwischen den 1950er- und späten 1980er-Jahren bespitzelte der Schweizer Staat zahlreiche linke Aktivisten, Politiker und Organisationen. Viele der Aktivistinnen und Aktivisten hatten keinen Schweizer Pass. Die Aufdeckung des Fichenskandals Ende 1989 stürzte die Schweizer Institutionen in eine tiefe Krise. Der Bundesrat (Landesregierung) entschloss sich, auf die harschen Kritiken mit einer Untersuchung zu antworten und zu versuchen, Klarheit über das bis zu jenem Zeitpunkt aktive Überwachungssystem zu verschaffen. Am 1. Mai 1990 beauftragte die Regierung den Historiker Georg Kreis und zwei weitere Rechtsexperten, einen Berichts über die angelegten Fichen zu erstellen und somit auch über das System des Staatsschutzes. Dieser Bericht (Staatsschutz in der Schweiz: die Entwicklung von 1935-1990) bestätigte schliesslich, was viele bereits wussten: Ab dem Zweiten Weltkrieg und besonders ab den 1960er-Jahren diente das Überwachungssystem als Instrument, um primär linksgerichtete ...
 
Pioniere der Digitalkunst
So, 5 Jan 2020 10:00:00 GMT - Sie hackten die Zürcher Oper und liessen einen Bot im Darknet wahllos einkaufen. Carmen Weisskopf and Domagoj Smoljo sind die ausgezeichnete "!Mediengruppe Bitnik" und die achten Schweizer Digitalpioniere, die wir in unserer Serie Swiss Digital Pioneers porträtieren. Das Telefon klingelt. "Grüezi. Hier ist das autonome Operntelefon der Stadt Zürich. Zu Ihrer Freude und Unterhaltung haben wir in der Zürcher Oper eine Wanze platziert. In wenigen Sekunden werden Sie live ins Opernhaus verbunden." Im Frühjahr 2007 konnte man in Zürich vom Sofa aus den "Rosenkavalier" live mithören. Die !Mediengruppe Bitnik hatte die Oper so "gehackt". Mit Hilfe eines Telefoncomputers und per Zufallsgenerator wurde in Zürcher Privathaushalte angerufen. Wer den Hörer abnahm, hörte die Oper, die von illegal deponierten Abhörgeräten übertragen wurde. Das Schweizer Fernsehen berichtete über den "Kulturanschlag auf die Oper". Bis heute kann man die Anleitung, um "die Oper in zehn einfachen Schritten zu ...
 
"Ich habe meine Stimme durch Cartoons gefunden"
Sa, 4 Jan 2020 10:00:00 GMT - Von der Schweiz nach England, von Vacallo nach London: Das war das Einfach-Ticket von Simone Giampaolo. Heute ist er international einer der geschätztesten und jüngsten Animations-Regisseure. Giampaolo schloss in der britischen Hauptstadt sein Studium ab und begann mehrere Kollaborationen auf diesem Gebiet als "Animations-Regisseur" mit Aardman Animations. Dies ist jenes Studio, das Grosserfolge wie "Chicken Run", "Shaun das Schaf" und "Wallace & Gromit" realisierte. Auch mit Blue-Zoo Animations und dem Studio Jellyfish Pictures realisierte der Südschweizer Projekte. Zudem realisierte er verschiedene Werbespots und Kurzfilme, immer basierend auf avantgardistischen Animationen. Gegenwärtig engagiert er sich in einem Grossprojekt, einem eigenen Film, der über Ökologie, Erderwärmung, die Zukunft und neue Generationen spricht, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben. Der Kurzfilm heisst "Only a Child", und um diesen zu realisieren, hat er rund zwei Dutzend Zeichnerinnen und ...
 
Die Schweiz 2019: Ein Jahresrückblick in Bildern
Mo, 30 Dez 2019 15:09:00 GMT - Klimakatastrophe, Klimastreiks, Klimarettung, Klimawahl: 2019 war das Klima das grosse Thema auch in der Schweiz. Im Januar stahl Greta Thunberg, die schwedische Begründerin der weltweiten Schülerstreiks für das Klima, den am WEF in Davos versammelten Staatspräsidenten, Ministerinnen und Entscheidungsträgern die Schau.  Im Herbst landeten die Grünen bei den Schweizer Parlamentswahlen einen historischen Sieg. Dennoch: Im Dezember reichte es der Kandidatin der Siegerpartei nicht, den ersten grünen Sitz in der Schweizer Regierung zu erringen. Der Kampf gegen die anhaltende Klimaerwärmung war das grosse Thema auf der politischen Bühne der Schweiz 2019. Daneben aber ist die Welt auch in der Schweiz nicht stehengeblieben.  Ein Höhepunkt war der Frauenstreik. Am 14. Juni gingen in der ganzen Schweiz an die 500'000 Menschen auf die Strasse ? die grösste Politveranstaltung seit dem Generalstreik vor 100 Jahren, so der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB). Die Teilnehmenden, es waren ...
 
2019 in Zahlen ? von milden Strafen bis zum Samichlaus-Kurs
Mo, 30 Dez 2019 10:00:00 GMT - Wir blicken zurück auf einige nennenswerte Zahlen in swissinfo.ch-Artikeln des auslaufenden Jahres. Darunter etwa die 20 Kerzen auf unserer Geburtstagstorte oder die 500'000 Franken, die zwei Kinder in der Schweiz den Eltern kosten. Januar 10 Wer in der Schweiz einen Mord begeht, kann zu lebenslänglich verurteilt werden. Doch "lebenslang" kann auch nur zehn Jahre heissen. Warum tendieren Schweizer Richter zu relativ milden Strafen, verglichen mit anderen Ländern? Februar 95 Rund 95% aller Mütter in der Schweiz stillen ihre Kinder. Es existieren aber verschiedenste Ansichten darüber, wo ? und ob überhaupt ? gestillt werden soll. März 20 SWI swissinfo.ch konnte 20 Kerzen ausblasen! Entdecken Sie hier, wie stark sich der Journalismus über die letzten beiden Dekaden verändert hat. April 14 Ist man mit 14 Jahren zu jung, um eine Berufswahl zu treffen? In der Schweiz müssen sich Jugendliche relativ früh entscheiden, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Mai 1'250'000 ...
 


Rundschreiben Nr. 3/2020 (29.02.2020)
Einladung Mehrtagesfahrt 2020
Anmeldung Mehrtagesfahrt 2020
Jahresprogramm 2020
Rundschreiben Nr. 1/2020 (14.12.2019)
Rundschreiben Nr. 6/2019 (28.10.2019)
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