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"Viele ältere Italiener tragen bis heute eine Wunde in sich"
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Vor 50 Jahren stimmten Schweizer Männer darüber ab, ob Hunderttausende nach Italien zurückmüssen. Das hinterliess Wunden bei vielen. Italiener und Secondos erinnern sich an die Schwarzenbach-Zeit. "Das war eine schwarze Zeit für uns", erinnert sich die 78-jährige. Noch immer lebt Giovanna Remo im Dorf, in dem sie schon vor 50 Jahren gelebt hat: Fislisbach im Kanton Aargau. In den 1960er-Jahren hätten sich Schweizerinnen und Schweizer gegenüber den Italienern langsam geöffnet. "Und dann kam die Schwarzenbach-Initiative und hat nochmals alles auseinandergerissen." Sogar Kinder seien von der rassistischen Stimmung erfasst worden. "Wissen Sie, wie viele Bonbons ich anderen Kindern im Quartier schenkte, damit meine mitspielen dürfen?" Die Kluft habe über den Abstimmungssonntag hinaus Bestand gehabt und sich nur nach und nach geschlossen. Initiative "gegen die Überfremdung" Vor 50 Jahren lehnten die Schweizer Männer mit einer rekordhohen Beteiligung eine Volksinitiative "gegen die ...
 
Wie Demokratie die Schweizer Fremdenangst verdaut
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Italiener zurück nach Italien! Das forderte die "Überfremdungsinitiative" vor 50 Jahren. Es war der Auftakt zu einer Reihe von bis heute 42 Abstimmungen zum Verhältnis "Wir und die Fremden". Warum kehrt die Schweizer Fremdenangst immer wieder zurück? Der 7. Juni 1970 ging in die Geschichte der Schweiz ein: An diesem Tag stimmte die Schweiz über das Schicksal der italienischen "Fremdarbeiter" im Land ab. Dass fast die Hälfte der Schweizer Stimmbürger für die Begrenzung des Anteils der Italiener, immerhin unsere Nachbarn, auf 10% votierte, zeigt zweierlei: Einerseits eine verbreitete Fremdenfeindlichkeit, andererseits die tiefe Zerrissenheit der damaligen Schweiz. Der Strassenfeger Die Mobilisierung war enorm. Die Stimmbeteiligung betrug fast 75%. Das ist bis heute einer der höchsten Werte. Die Überfremdungsinitiative hiess auch "Schwarzenbach-Initiative", benannt nach ihrem Urheber James Schwarzenbach. Er war der Sohn einer Industriellenfamilie und Cousin der Schriftstellerin ...
 
Parlament gibt grünes Licht für Cannabis-Studie
Mi, 3 Jun 2020 12:00:00 GMT - In der Schweiz sollen wissenschaftliche Studien zur kontrollierten Cannabis-Abgabe durchgeführt werden können. Die grosse Parlamentskammer (Nationalrat) hat Pilotversuche bewilligt ? für Personen über 18 Jahre, die bereits Cannabis konsumieren. Grüner und weiblicher scheint das im vergangenen Oktober neu gewählte Schweizer Parlament progressiver zu sein, zumindest wenn es um Drogen geht. Während die Gesundheitskommission der vorherigen Legislaturperiode sich noch geweigert hatte, sich mit dem Thema zu befassen, nahm der Nationalrat nun eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes an, um wissenschaftliche Studien über den Cannabiskonsum zu Genusszwecken zu ermöglichen. Die Pilotversuche werden zeitlich begrenzt sein und nur Personen über 18 Jahre einschliessen, die bereits Cannabis konsumieren. "Die Schweiz ist mit ihrer Vier-Säulen-Drogenstrategie eine Vorreiterin. Aber diese Politik kommt seit vielen Jahren nicht mehr vom Fleck, weil das Parlament jeden weiteren Fortschritt ...
 
Post lanciert nochmals ihr E-Voting-System und erntet Kritik
Mi, 3 Jun 2020 11:00:00 GMT - Das für Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen so wichtige E-Voting wird derzeit kontrovers diskutiert. Im Zentrum der Kritik steht die Schweizerische Post. Sie hat das seit letztem Jahr wegen gravierender Mängel suspendierte E-Voting-System von der spanischen Scytl übernommen, um es unabhängig von ihrem ehemaligen Technologiepartner weiterzuentwickeln. Letzterer ist inzwischen bankrott. Die Transaktion wurde am 17. Mai vom Zürcher Sonntagsblick aufgedeckt. Die Zeitung hatte die Post um Aufklärung gebeten, nachdem aus Barcelona bekannt wurde, dass Scytl ein Konkursverfahren eingeleitet hatte. Der Preis wird absolut vertraulich behandelt. Die Post hatte bereits Ende Sommer 2019 beschlossen, das von ihr zuvor in Zusammenarbeit mit Scytl vorgeschlagene E-Voting-System in Eigenregie weiterzuentwickeln. Nach mehrmonatigen Verhandlungen habe sie die Rechte am Quellcode erworben, wie der Sprecher des gelben Riesen Oliver Flüeler in einer schriftlichen Antwort an swissinfo.ch mitteilte.
 
Der Palais des Nations in Zeiten der Pandemie
Sa, 30 Mai 2020 09:00:00 GMT - Der Palast der Nationen in Genf, seit Mitte März praktisch leer, glich während des Lockdowns im Kampf gegen Sars-CoV-2 einem Dornröschenschloss. Der im Palais akkreditierte Fotograf Mark Henley lief Kilometer in den leeren Gängen ab, um die gespenstische Atmosphäre im Sitz der Vereinten Nationen in Genf einzufangen. Im zweitwichtigsten Sitz der Vereinten Nationen (UNO), dem Palais des Nations in Genf, tummeln sich normalerweise 1500 Angestellte und 200'000 Delegierte, die aus aller Welt jedes Jahr an rund 2500 internationalen Konferenzen und Sitzungen teilnehmen. Doch am Freitag, 13. März 2020 brach die Hauptsitzung des Menschenrechtsrats ihre Arbeiten ab. Seither verlor dieses imposante Gebäude von 853'000 Kubikmetern Grösse die meisten der Menschen, die es sonst bevölkern. Sie hatten es Hals über Kopf verlassen, wie nach der Ankündigung einer drohenden Katastrophe. Wie damals Ende der 1930er-Jahre, als der Völkerbund das gleiche Gebäude nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ...
 
Opernhaus-Krawall: "Da war plötzlich ein Damm gebrochen"
Fr, 29 Mai 2020 12:00:00 GMT - Vor 40 Jahren tobten Jugendaufstände in Zürich. Es wurden mehr Freiräume für Kultur gefordert. Wie veränderte so eine Revolte eine Stadt? Ein Gespräch mit dem Stadtforscher und Soziologen Christian Schmid über die 1980er-Revolte, ihr Erbe und was davon noch übrig ist. swissinfo.ch: Ende Mai 1980 begannen in Zürich Krawalle ? wogegen richteten die sich? Christian Schmid: Der konkrete Anlass war, dass die Stadt Zürich Jugendkultur und alternative Räume in den 1970er Jahren regelrecht unterdrückte: Die Polizei schloss reihenweise Restaurants und Treffpunkte, mit dem Argument, dass da illegale Drogen konsumiert würden ? was ja durchaus stimmte. Und es gab kaum mehr nichtkommerzielle Auftrittslokale für all die Bands, die in den Kellern probten. 1977 hatte die Zürcher Bevölkerung zwar an der Urne zugestimmt, ein altes Fabrikareal aus rotem Backstein ? die "Rote Fabrik" ? zu einem Zentrum für alternative Kultur zu machen. Doch die Stadt Zürich setzte diesen Auftrag nicht um.
 
Vor 30 Jahren: Schweizer Militärbeobachter erstmals für UNO im Einsatz
Fr, 29 Mai 2020 08:40:00 GMT - 1990 entsandte die Schweiz erstmals Militärbeobachter für eine UNO-Friedensmission. Solche Einsätze sorgten in dem kleinen neutralen Land immer wieder für heftige Diskussionen und eine Volksabstimmung. Ein paar Eckdaten. Worum geht es? Vor 30 Jahren beteiligte sich die Schweiz erstmals mit Militärbeobachtern an einer UNO-Friedensmission. Heute stehen 27 Militärbeobachter und Verbindungs- sowie Stabsoffiziere in folgenden Regionen im Einsatz: Naher Osten (13), Demokratische Republik Kongo (2), Südsudan (1), Mali (6), Kaschmir (3) und Westsahara (2). Der 29. Mai ist der internationale Tag der UNO-Friedenstruppen. Seit 2002 widmet die UNO diesen Tag all jenen, die in Konfliktzonen im Dienste des Friedens im Einsatz stehen und gestanden sind. Die an UNO-Missionen beteiligten Schweizer Armeeangehörigen sind unbewaffnet. Zu den Aufgaben der so genannten Blaumützen und der Verbindungsoffiziere gehören die Überwachung von Waffenstillstands-Abkommen und die Vermittlung zwischen den ...
 
"Der Bundesrat machte die Menschen zu einem Teil der Lösung"
Mi, 27 Mai 2020 06:16:00 GMT - Von regelmässigen Livestreams über Expertenrunden bis hin zu durchdachten Werbekampagnen im Internet: Der Bundesrat bemühte sich mit einer umfassenden Strategie, während der Covid-19-Krise schnell und richtig zu kommunizieren. Kommunikationsforscher stellen ihm insgesamt ein gutes Zeugnis aus. "Wir müssen so schnell wie möglich, aber so langsam wie nötig handeln." Es ist kein Zufall, dass dieses Zitat von Alain Berset nicht nur auf den Seiten von Zeitungen landete, sondern auch auf T-Shirts, welche für einen wohltätigen Zweck verkauft wurden. Die Aussage stammt vom April, als Berset die Exit-Strategie des Bundesrates zum Corona-Lockdown ankündigte. Die Botschaft des Gesundheitsministers war ein perfektes Beispiel für den klaren und angemessenen Ton, den die Schweizer Behörden seit Ausbruch des Coronavirus gewählt haben. "Das wird im ganzen Land positiv aufgenommen", sagt Regula Hänggli Fricker, Professorin am Departement für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der ...
 
«Eine Stadt muss eine Zumutung sein ? sonst ist sie keine Stadt»
Mo, 25 Mai 2020 10:02:00 GMT - Vor 40 Jahren tobten Jugendaufstände in Zürich. Es wurden mehr Freiräume für Kultur gefordert. Wie veränderte so eine Revolte eine Stadt? Ein Gespräch mit dem Stadtforscher und Soziologen Christian Schmid über die 1980er-Revolte, ihr Erbe und was davon noch übrig ist. Ende Mai 1980 begannen in Zürich Krawalle ? wogegen richteten die sich? Der konkrete Anlass war, dass die Stadt Zürich Jugendkultur und alternative Räume in den 1970er Jahren regelrecht unterdrückte: Die Polizei schloss reihenweise Restaurants und Treffpunkte, mit dem Argument, dass da illegale Drogen konsumiert würden ? was ja durchaus stimmte. Und es gab kaum mehr nichtkommerzielle Auftrittslokale für all die Bands, die in den Kellern probten.   1977 hatte die Zürcher Bevölkerung zwar an der Urne zugestimmt, ein altes Fabrikareal aus rotem Backstein ? die "Rote Fabrik" ? zu einem Zentrum für alternative Kultur zu machen. Doch die Stadt Zürich setzte diesen Auftrag nicht um. Dafür brachte sie 1980 einen ...
 
Woher kommt eigentlich das Schweizer Landesmotto?
Sa, 23 Mai 2020 09:00:00 GMT - Das politische Motto «Einer für alle. Alle für einen» erreicht während der Coronakrise neue Relevanz. Populär wurde der Leitspruch in der Schweiz über die Bewältigung von Naturkatastrophen im 19. Jahrhundert, seine Wurzeln hat er aber im frühen 16. Jahrhundert. Wenn sogar die notorisch staatskritische Wochenzeitung WOZ ihren Kommentar zu den bundesrätlichen Massnahmen gegen das Corona-Virus mit "Unus pro omnibus, omnes pro uno" einleitet, dann muss dieses staatstragende Motto einen Nerv der laufenden Schweizer Krisenbewältigung treffen. Woher aber kommt dieses Motto? Politikerinnen und Politiker haben guten Grund zur Annahme, dass sie mit dem Leitspruch bei der Schweizer Bevölkerung eine solidarische Haltung mobilisieren können. Das Motiv «Einer für alle. Alle für einen» sitzt tief im kollektiven Gedächtnis des Landes. Aktuell in Umlauf gebracht hat es wohl der Bundesrat selber. Alain Berset appellierte damit während der Eskalation der Coronakrise wiederholt an die Solidarität ...
 
Als die Schweiz auf Abstand ging
Fr, 22 Mai 2020 11:00:00 GMT - Als der Zweite Weltkrieg vor 75 Jahren zu Ende ging, lagen Europa und weite Teile der Welt in Trümmern, die Schweiz aber stand verhältnismässig gut da. Der Historiker Jakob Tanner über die Nachkriegszeit und die langen Folgen für das Verhältnis zu Europa. swissinfo.ch: Über fünfzig Millionen Tote, zerbombte Städte, zerstörte Landschaften, brach liegende Wirtschaften, Flucht und Vertreibung in globalem Ausmass: 1945 lagen ganze Länder in Schutt und Asche. Wie hat die Schweiz das Kriegsende erlebt? Jakob Tanner: Es herrschte Erleichterung, überall läuteten die Kirchenglocken. Die Gesellschaft befand sich in einem Schwebezustand. Man wusste ja nicht, was nun kommen wird. Wirtschaftlich stach die Schweiz mit einer intakten Bausubstanz und einer leistungsfähigen Industrie hervor. Gleichzeitig war die Stimmung polarisiert ? seit der Kriegsmitte nahmen die Arbeitskämpfe zu und es begann das Ringen um die Zukunft. Insgesamt war das Kriegsende durch eine grosse Offenheit geprägt. ...
 
Was Corona mit der Demokratie Schweiz macht
Fr, 22 Mai 2020 09:00:00 GMT - Im März hat die Schweizer Regierung die "ausserordentliche Lage" ausgerufen. Die Menschen mussten zwei Monate zu Hause zu bleiben. Die Frühlingssession des Parlaments wurde abgebrochen. Die Volksabstimmung vom Mai verschoben, während der Bundesrat per Notverordnung im Alleingang regierte. Wo ist da die direkte Demokratie geblieben? Martina Mousson*, Politikwissenschaftlerin vom Forschungsinstitut gfs.bern, kennt sich aus mit psychologischen Phänomenen in Krisenzeiten. Nach der Spanischen Grippe, die Millionen Opfer gefordert hatte, seien die Roaring Twenties ausgebrochen: In den Goldenen Zwanziger hätten viele Menschen einen exzessiven Lebensstil zelebriert. Die Vorstellung, dass der Covid-19-Pandemie ein ähnlicher Trend folgen könnte, ist doch ziemlich verlockend. Die Notverordnungen der Regierung sind durch das Epidemiengesetz abgestützt. Dieses ermächtigte den Bundesrat, am 16. März 2020 die ausserordentliche Lage auszurufen und ohne Kontrolle durch das Parlament zu regieren.
 
Bundesgericht hebt Gesetz auf, das Fahrende diskriminiert
Do, 21 Mai 2020 12:00:00 GMT - Die Minderheit der Fahrenden hat es in der Schweiz schwer: Es mangelt ihr an Stand- und Transitplätzen, und sie ist immer wieder Diskriminierungen ausgesetzt. Nun hat das höchste Gericht der Schweiz einen Artikel des neuen Berner Polizeigesetzes annulliert, weil er diskriminierend sei. Die Spannungen zwischen Schweizer Behörden und Fahrenden hatten in den letzten Jahren in mehreren Kantonen zugenommen. In mehreren Fällen wurden die Rechtsstreitigkeiten ans Bundesgericht in Lausanne weitergezogen. Kürzlich hat das höchste Gericht des Landes nun einen Artikel des neuen Berner Polizeigesetzes annulliert, der sich direkt gegen Fahrende richtete. Der Artikel sah vor, dass die Polizei Personen, die auf dem Gelände von Privaten oder der Öffentlichkeit ohne Bewilligung kampieren, innerhalb von 24 Stunden wegweisen und ihnen den Zugang verbieten kann. Die Lausanner Richter kamen zum Schluss, "dass die Bestimmungen sowohl für schweizerische und ausländische Fahrende, die länger an einem ...
 
Schweizer Corona-Proteste: Verschwörungstheorien vs. politische Rechte
Mi, 20 Mai 2020 09:00:00 GMT - Die Schweiz befindet sich in Phase zwei ihrer dreistufigen Lockerung des Covid-19-Lockdowns. Dies hält Bürger und Bürgerinnen jedoch nicht davon ab, sich zu versammeln, um gegen die Massnahmen der Regierung im Kampf gegen das Virus zu protestieren. An drei Wochenenden in Folge widersetzten Bürger und Bürgerinnen sich einem Verbot politischer Demonstrationen ? sowie einem allgemeinen Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen ? und versammelten sich in kleiner Zahl, um lauthals gegen die Freiheitsbeschränkungen zu protestieren. Wofür stehen die Demonstrierenden? Die Aktivisten sind besorgt über die Aussetzung der politischen Rechte und die Befugnisse, welche die Regierung sich in der ausserordentlichen Lage zur Bekämpfung des Virus eingeräumt hat. "Dies ist keine Demonstration, sondern eine Mahnwache", sagte einer der Berner Organisatoren, Alex Gagneux, gegenüber swissinfo.ch letzte Woche. Für ihn ist eine solche "Mahnwache" vor dem Bundeshaus notwendig, weil "die Verfassung ...
 
Die Schweiz könnte in Ethikfragen den Ton angeben
Mo, 18 Mai 2020 09:00:00 GMT - Aufkeimende Technologien wie künstliche Intelligenz sind nicht reguliert, und es fehlen internationale Standards. Die Schweiz als Demokratie-Vorbild und starker Forschungsstandort könnte im Bereich KI-Ethik eine Vorreiterrolle übernehmen. "Künstliche Intelligenz ist entweder das Beste oder das Schlimmste, was der Menschheit jemals passieren wird", sagte einst der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking. Seine Aussage zeigt, wie kontrovers selbst in der Wissenschaft das Thema KI diskutiert wird. Viele Menschen fragen sich, welche Rolle schlaue Computersysteme in Zukunft spielen werden und fordern Schutz und Transparenz. Eine von der Europäischen Kommission eingesetzte Expertengruppe legte Ende 2018 Ethik-Leitlinien vor. Bisher fehlt jedoch eine weltweite Strategie, welche Grundsätze und Regeln hinsichtlich Transparenz, Datenschutz, Fairness und Rechte in Bezug auf künstliche Intelligenz definiert. In der Schweiz ist das Thema auch aktuell, und der Bundesrat beteiligt sich an ...
 
Wie der Flughafen Genf der Stadt zum Aufschwung verhalf
Sa, 16 Mai 2020 09:00:00 GMT - Es ist der 23. September 1920, 10:20 Uhr morgens. Der Schweizer Pilot Edgar Primault setzt seine Haefeli DH-3 auf ein holpriges Feld nördlich von Genf auf. Die Landung markiert die offizielle Einweihung des Flughafens Genf Cointrin. Ein Jahrhundert später befindet sich dort das zweitwichtigste Luftfahrt-Drehkreuz der Schweiz. Doch wie die meisten Flughäfen der Welt steht Cointrin derzeit inmitten der Coronavirus-Pandemie still und sieht einer ungewissen Zukunft entgegen. Eine einfache Graspiste mit einem Verwaltungsgebäude, einem Café und einem Schlaftrakt für Piloten. Daraus wurde im Verlauf eines Jahrhunderts ein weitläufiger internationaler Flughafen. Ein neues Buch gibt nun einen Überblick über die wichtigsten Phasen der Entwicklung des Flughafens Genf Cointrin. Die Westschweiz mischte früh in der Luftfahrt mit. Bereits anfangs der 1900er-Jahre erweckten tollkühne Männer in fliegenden Kisten die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ? vor allem im benachbarten Frankreich. In ...
 
"Für Fleiss und Gehorsam gibt es Maschinen"
Fr, 15 Mai 2020 07:58:00 GMT - Können Sie sich eine Gesellschaft vorstellen, welche die Existenz jedes Menschen ohne Wenn und Aber sichert? Daniel Häni kann das, und wie. Sein halbes Leben lang legt sich der Basler Unternehmer für ein bedingungsloses Grundeinkommen ins Zeug. Die Corona-Krise gibt neuen Schub. Derzeit taucht der Begriff des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) in den politischen Debatten wieder häufiger auf. Und Häni fragt sich, ob die Zeit für eine neue Abstimmung gekommen sei. Er hofft, dass sich aus einem Gespräch mit Parlamentariern von Ende April eine "parteiübergreifende Plattform zum Grundeinkommen" entwickelt. Soziale Sicherheit in der Schweiz Die Schweiz lässt niemanden verelenden. Hierzulande kommt die Allgemeinheit für alle auf, die nicht selbst für sich sorgen können. Aber umsonst, gibt es nichts. Die Arbeitslosenkasse (ALV) ist eine Versicherung. Anspruch auf Entschädigung bei Stellenverlust haben deshalb nur Personen, welche die Bedingungen erfüllen. Wer keinen Anspruch auf ...
 
Grenzen zu Nachbarländern ab 15. Juni wieder offen ? Italien muss warten
Mi, 13 Mai 2020 14:00:00 GMT - Voraussichtlich am 15. Juni werden die Grenzen der Schweiz zu Deutschland, Österreich und Frankreich wieder vollständig geöffnet. Bedingung ist, dass die pandemische Entwicklung weiter positiv verläuft. Die Gespräche mit ihren Amtskollegen Deutschlands, Österreichs und Frankreichs in den vergangenen Tagen hätten gezeigt, dass der Wille zu einer raschen Rückkehr zur Normalität vorhanden sei, sagte Justizministerin Karin Keller-Sutter am Mittwoch vor den Medien. Geplant sei eine vollständige Grenzöffnung mit den drei Nachbarländern für den 15. Juni und eine Rückkehr zum Schengener Grenzregime. Voraussetzung sei, dass sich die epidemiologische Situation weiterhin positiv entwickle, so Keller-Sutter. Definitiv entscheiden will der Bundesrat am 27. Mai. Dann legt er auch die Schritte der dritten Etappe des Ausstiegs aus dem Lockdown per 8. Juni fest. Für gewisse Personengruppen ? zum Beispiel unverheiratete Paare und Personen mit Wohneigentum in der Schweiz ? soll es schon vor ...
 
Rekordhohes Schweizer Hilfspaket für die Wirtschaft
Di, 12 Mai 2020 11:30:00 GMT - Eine Mehrheit der Regierungen hat öffentliche Ausgaben von beispiellosen Dimensionen angekündigt, um angesichts der Coronavirus-Krise der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Mit einem Hilfspaket von 65 Milliarden Franken gehört die Schweiz zu den Ländern, welche die meisten Mittel mobilisieren. Die Coronavirus-Pandemie führte auf der ganzen Welt zu einem Zusammenbruch der Aktivitäten in einer Vielzahl von Sektoren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2020 eine Abschwächung der Weltwirtschaft um drei Prozent. Nach Angaben der Organisation wäre dies "die schlimmste Rezession seit der Grossen Depression" der 1930er-Jahre, weit schlimmer als die Finanzkrise von 2008. Die meisten Regierungen versuchen, den Schaden für die Wirtschaft zu begrenzen und die Voraussetzungen für eine Erholung zu schaffen. Dazu ergriffen sie beispiellose Massnahmen zur Unterstützung von Haushalten, Unternehmen und Finanzmärkten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und ...
 
«Roms, la quête infatigable du paradis»
Di, 12 Mai 2020 05:59:19 GMT -
 
Die Schweiz pokert hoch in den Verhandlungen mit der EU
Mo, 11 Mai 2020 08:18:00 GMT - Die Beziehungen der Schweiz zur EU sind ein innen- und aussenpolitischer Dauerbrenner. Die dauernden Verzögerungen der Schweiz bergen das Risiko, dass die Wirtschaftsbeziehungen erodieren. Über einen gefährlichen Balanceakt, aus dem die Schweiz auch als Verliererin gehen kann.  Die Schweiz will der EU nicht beitreten, Volksabstimmungen haben das deutlich gezeigt. Die Landesregierung setzt stattdessen auf bilaterale Verträge, die ihr den Zugang zum EU-Binnenmarkt sichern. Die EU will diesen bilateralen Weg aber nur fortsetzen, wenn die institutionellen Fragen in einem Rahmenvertrag geklärt werden. In der Schweiz gibt es von links und rechts (aus unterschiedlichen Motiven) Widerstand gegen das geplante Rahmenabkommen. Die Verhandlungen sind schwierig. Bisher hat die Schweiz die EU stets aufs Neue vertröstet. Die Schweiz habe selten anders mit der EU verhandelt, als den Verhandlungsgegenstand in separate Portionen aufzuteilen, sagt der Schweizer Wirtschaftsanwalt Jean Russotto, ...
 
Rahmenabkommen ? die unendliche Geschichte in einem kleinen Buch
Mo, 11 Mai 2020 06:55:00 GMT - Das Rahmenabkommen war ein Vorschlag der Schweiz, um die Bilateralen ohne EU-Beitritt zu stärken. Herausgekommen ist nach über einem Dutzend Jahren Anstrengungen etwas anderes. Das macht die Bewertung nicht einfach. Ein neues Buch geht der Geschichte nach. Das Buch "Kleine Geschichte des Rahmenabkommens. Eine Idee, ihre Erfinder und was Brüssel und der Bundesrat daraus machten."   Der Autor Felix E. Müller war von 2012 bis 2017 Chefredaktor der NZZ am Sonntag. Seither ist er als Berater für die Neue Zürcher Zeitung tätig. Man muss ins Jahr 2005 zurückblättern, um die Anfänge des Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU zu finden. Damals verlangte der Thurgauer Ständerat Philipp Stähelin (CVP, TG) erfolgreich einen Bericht vom Bundesrat zum Stellenwert eines neuartigen Rahmenabkommens. Zu Verhandlungen mit Brüssel kam es jedoch erst 2014. Volksabstimmungen, namentlich die Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" führten zu Verzögerungen. Am 9. Februar des gleichen ...
 
Schweizer Humor für die Quarantäne
So, 10 Mai 2020 09:00:00 GMT - Auch wenn der gegenwärtige Lockdown eine Erfahrung ist, die viele verändert hat, haben die Schweizer Karikaturistinnen und Karikaturisten nicht weniger zu tun ? ganz im Gegenteil. Die Coronavirus-Pandemie mit ihren neuen prominenten Gesichtern und den Reaktionen von Politik und Gesellschaft gibt den Karikaturistinnen und Karikaturisten im Land Stoff im Überfluss. Der schweizerische Karikaturistenverband, der Verein Gezeichnet, hatte die Idee, einen Teil des enormen humorvollen Outputs zu dieser ungewöhnlichen Zeit, die wir erleben, auf einem Instagram-Account zusammenzustellen. Dies zusammen mit dem Museum für Kommunikation in Bern. "Während der Krise darf man seinen Sinn für Humor nicht verlieren", sagt Nico Gurtner, Leiter Marketing und Kommunikation des Museums. "Die Zusammenführung dieser Zeichnungen in einer einzigen Sammlung kann im Homeoffice isolierte Menschen ein wenig ablenken." Menschen in der Isolation humorvolle Inhalte anzubieten, so Gurtner weiter, sei umso ...
 
Coronavirus bringt "Sans-Papiers" in der Schweiz in prekäre Lage
Fr, 8 Mai 2020 09:00:00 GMT - Die Coronavirus-Pandemie verschlimmert die Situation der rund 100'000 papierlosen Migrantinnen und Migranten in der Schweiz. Im Land mit seinen hohen Lebenskosten haben es die so genannten "Sans-Papiers" nun noch schwerer. "Ich habe Freunde, und wir helfen einander. Aber diesmal sind wir alle von der Krise betroffen. Eine Freundin, die mit einem Schweizer verheiratet ist, leiht mir Geld zum Überleben. Das Coronavirus hat hier zu einer Ausbreitung der Armut geführt", sagt Mariana*, eine 34-jährige Dominikanerin, die als Reinigungskraft arbeitet. "Zwei Familien bezahlen mir weiterhin die Stunden, die ich normalerweise pro Woche bei ihnen arbeite, auch wenn ich gegenwärtig nicht in ihre Häuser gehe. Sie sagen mir, ich könne sie später entschädigen, indem ich eine zusätzliche Reinigungsstunde einschiebe. Aber andere Familien können das nicht tun, weil sie Ausländer sind, die ihre Jobs verloren haben, oder mich nicht brauchen, weil sie daheim sind." Heute lebt Mariana in einem Dorf ...
 
Parlament gibt Mittel für "vergessene" Branchen frei
Do, 7 Mai 2020 15:30:00 GMT - Das Parlament hat die von der Schweizer Regierung zur Bekämpfung der Pandemie freigegebene Nothilfe in Höhe von 57 Milliarden Franken genehmigt. Einige Millionen wurden dazugefügt, um von der Krise besonders stark betroffene Branchen zu unterstützen. Das Schweizer Parlament nahm diese Woche in einer Sondersession wieder die Zügel in die Hand. Nach einer erzwungenen Aussetzung der Tätigkeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnten beide Kammern drei Tage lang in Ausstellungshallen der Stadt Bern tagen. Eine Nutzung des Parlamentsgebäudes war nicht möglich, weil die Abstandsregeln, die zur Begrenzung der Ausbreitung der Pandemie nötig sind, dort nicht hätten eingehalten werden können. In dieser aussergewöhnlichen Konstellation prüfte das Parlament die von der Regierung freigegebenen Notstandsmittel und die Entscheide zur Bekämpfung der Pandemie. Obwohl die Legislative (Parlament) unter ausserordentlichen Umständen mehr Macht hat als die Exekutive (Landesregierung), beschränkte ...
 
Betriebe mit Kurzarbeit müssen nicht auf Dividenden verzichten
Do, 7 Mai 2020 07:30:00 GMT - Keine neuen Auflagen für Schweizer Unternehmen, die in Zeiten der Coronavirus-Krise auf Kurzarbeit zurückgreifen: Der Nationalrat wollte ihnen die Ausschüttung von Dividenden verbieten, doch der Ständerat hat dem Vorhaben eine Absage erteilt. Die durch die Coronavirus-Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise zwingt Schweizer Unternehmen, massiv auf Kurzarbeit zurückzugreifen. 1,9 Arbeitnehmenden wurde die Arbeitszeit gekürzt, das entspricht einem Drittel der Beschäftigten. Viele Parlamentarier, die sich diese Woche in Bern zu einer Corona-Sondersession trafen, zeigten sich deshalb schockiert über die Auszahlung von Dividenden durch Unternehmen, die von Kurzarbeit profitieren. Am Dienstag stimmte der Nationalrat (grosse Kammer) mit 93 zu 88 Stimmen bei 11 Enthaltungen knapp für eine Motion, die es Unternehmen, die Kurzarbeits-Entschädigungen erhalten, verbietet, im laufenden und nächsten Jahr Dividenden zu zahlen. Doch der Ständerat (kleine Kammer) begrub diese Idee einen Tag später ...
 
Parlament will Airline Swiss unter die Flügel greifen
Mi, 6 Mai 2020 09:51:00 GMT - Die Schweiz will ihre internationalen Flugverbindungen nicht verlieren. Das Parlament bewilligt Kredite in Höhe von 1,875 Milliarden Franken, um die Swiss und andere Luftfahrtunternehmen zu unterstützen, die eine für die Schweizer Wirtschaft lebenswichtige Verkehrsinfrastruktur bereitstellen. Seit die Schweiz 2001 ihre nationale Fluggesellschaft, die Swissair, verloren hat, liegt der Zivilluftfahrtsektor in ausländischen Händen. Der Luftverkehr wird hauptsächlich von der deutschen Fluggesellschaft Swiss ? 2002 aus den Resten der Swissair gegründet und drei Jahre später an die Lufthansa verkauft ? und der britischen Fluggesellschaft Easyjet bestritten. Die Flughäfen und die technischen Dienste werden von Swissport und SR Technics verwaltet, deren Muttergesellschaft die chinesische Firma HNA ist. Das Catering (Bordverpflegung) stellt Gategroup bereit, die durch den asiatischen Fonds RRJ Group kontrolliert wird. Soll der Bund nun diesen ausländischen Unternehmen helfen, die durch ...
 
Wie funktioniert das Asylverfahren in der Schweiz?
Mi, 6 Mai 2020 09:00:00 GMT - Die Schweiz ist stolz auf ihre humanitäre Tradition. Relativ zur Bevölkerungszahl behandelt das Land mehr Asylanträge als andere europäische Länder. Nur wenige Asylsuchende erhalten in der Schweiz den offiziellen Flüchtlingsstatus. Vielen aber werden verschiedene Arten von befristeten Aufenthaltsbewilligungen erteilt. Mit einem solchen Ausweis können sie bei Lebenskosten und Jobsuche Hilfe beantragen. Doch der Weg zur Integration ist lang. In diesem Video unserer Serie "Die Schweiz erklärt" erfahren Sie, wie das Asylverfahren funktioniert und wie die Bedingungen für Asylsuchende in der Schweiz sind.
 
Wer bezahlt die Rechnung für das Schweizer Corona-Hilfspaket?
Mo, 4 Mai 2020 12:00:00 GMT - Gelder für Kurzarbeitsentschädigungen und die Arbeitslosenversicherung, Überbrückungskredite für Unternehmen im Liquiditätsengpass, Finanzhilfen für Kultur und Sport, Geld für Grosseinkäufe von Hygienemasken: Das sind neue Posten, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie Löcher in die Bundeskasse reissen. Aber wer bezahlt am Schluss die Zeche? Zwei Dinge kommen im Finanzministerium zusammen: einerseits die zusätzlichen Ausgaben im Zusammenhang mit Covid-19, andererseits fallen die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, der Quellensteuer und der direkten Bundessteuer dieses Jahr geringer aus. Aber trotz der durch die Pandemie erheblich gestiegenen Unsicherheiten ist die Schweiz gut positioniert, um die finanziellen Auswirkungen der Krise bewältigen zu können. Dennoch ist Finanzminister Ueli Maurer "ausgeschert" und hat die lockere Hand seiner Kolleginnen und Kollegen im Bundesrat punkto Ausgaben kritisiert. Dies ist für die Schweiz eher ungewöhnlich, ist doch der siebenköpfige ...
 
"Aus der Apfelrepublik Thurgau ist eine Bananenrepublik geworden"
Mo, 4 Mai 2020 09:10:00 GMT - Im Schweizer Kanton Thurgau herrscht eine akute Demokratiekrise: Die Staatsanwaltschaft ermittelt in einem Fall von mutmasslicher Manipulation der Wahlen ins Kantonsparlament von Mitte März. Laut der Grünliberalen Partei landeten 6400 ihrer Stimmen bei der Schweizerischen Volkspartei. Ein Wahlexperte spricht vom grössten Betrugsfall der letzten Jahre. Sind Lehren zu ziehen? Der Vorwurf, den die Grünliberale Partei (GLP) erhebt, ist happig: Ein Mitglied des Wahlbüros in Frauenfeld, dem Hauptort des kleinen Kantons Thurgau, habe bei der Auszählung 100 Wahllisten der ökologisch-liberal ausgerichteten Mittepartei der rechtskonservativen SVP zugerechnet. Danach habe die Person auch noch 100 Wahllisten der GLP verschwinden lassen und durch solche der SVP ersetzt (zum Ablauf des mutmasslichen Betrugs siehe Box am Schluss). Regionale Zeitung auf der Höhe ihrer Aufgabe Die GLP legte Beschwerde gegen das offiziell beglaubigte Wahlresultat ein. Auch forderte sie die SVP auf, ihren durch ...
 
Was tun die Schweizer Kobalt-Händler gegen Kinderarbeit?
So, 3 Mai 2020 09:00:00 GMT - Die Rohstoffkonzerne Glencore und Trafigura gehen unterschiedliche Wege, um die Situation von Kleinschürfern im Kongo zu verbessern. NGOs zeigen sich skeptisch. In jeder Elektroautobatterie stecken acht Kilogramm Kobalt. Über 70% des zunehmend benötigten Metalls werden im Südosten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) abgebaut. Doch die grosse Mehrheit der Schürfer ist bei keinem Minenunternehmen angestellt: Etwa 250'000 Kongolesen, darunter viele Kinder, bauen mit baren Händen oder bestenfalls mit primitiven Hilfsmitteln das kobalthaltige Gestein ab. Da es kaum Gelände gibt, auf denen Kleinschürfer legal arbeiten können, dringen im Umland der Stadt Kolwezi Tausende in die Konzessionen der grossen Minenbetreiber ein. Dabei kommt es immer wieder zu Gewalt und tödlichen Unfällen. Im Juni 2019 starben über 40 Menschen in einer vom Schweizer Rohstoffkonzern Glencore kontrollierten Konzession. Rohstoffhändler ändern ihre Strategie Im Dezember 2019 hat eine US-Advokatur im Namen ...
 
Der Ölpreis fällt, aber das Benzin bleibt teuer
Fr, 1 Mai 2020 14:30:00 GMT - Innerhalb weniger Wochen stürzte der Wert des Rohöls auf historische Werte ab und fiel in den Vereinigten Staaten sogar unter null. Welche Auswirkungen wird der schwindelerregende Rückgang der Ölpreise auf den internationalen Märkten haben und wird er auch zu einem Rückgang der Benzinpreise für die Konsumenten und Konsumentinnen in der Schweiz führen? Der Ölpreis hat in den letzten Jahrzehnten stets ein gewaltiges Auf und Ab erlebt, aber der im April verzeichnete Einbruch wird sicherlich in die Annalen der Geschichte eingehen. In den Vereinigten Staaten sind vor wenigen Tagen die Verträge mit Lieferung im Mai von West Texas Intermediate (WTI) ? dem Rohöl, das als Referenzwert für den amerikanischen Markt dient ? sogar in den negativen Bereich gefallen. Die Verkäufer waren bereit, die Käufer dafür zu bezahlen, dass sie ihnen das Öl abnehmen. Dieser Sturz dauerte zwar nur wenige Stunden und beschränkte sich auf den komplexen amerikanischen Terminmarkt, er symbolisierte aber ...
 
1. Mai im Lauf der Zeit
Fr, 1 Mai 2020 08:24:00 GMT -
 
Die Demo in den eigenen vier Wänden
Fr, 1 Mai 2020 08:23:00 GMT - Zum ersten Mal seit 130 Jahren kann der Tag der Arbeit in der Schweiz nicht in der Öffentlichkeit gefeiert werden. Die Pandemie zwingt Gewerkschaften, Parteien und soziale Bewegungen, neue Formen der Mobilisierung neu erfinden. Die traditionellen Umzüge haben sich nun in den virtuellen Raum verlagert. Die Schweiz wird normalerweise nicht mit der Geschichte der Arbeiterbewegung in Verbindung gebracht ? zumindest nicht in den Augen von oberflächlichen Beobachtern. Und doch ist sie vielleicht das einzige Land der Welt, in dem der Tag der Arbeit, der 1. Mai, seit 1890 ununterbrochen gefeiert wird ? mit Höhen und Tiefen. Natürlich ist diese lange Tradition nicht unbedingt der Stärke der Schweizer Arbeiterbewegung zu verdanken ? auch wenn sie nicht irrelevant ist ?, sondern der Tatsache, dass die Schweiz mehr oder weniger vor den Konflikten und politischen Umwälzungen bewahrt blieb, welche die Geschichte des 20. Jahrhunderts prägten. Es stimmt, dass die Behörden während des Zweiten ...
 
"Es ist wichtig, zwischen Antisemitismus und Antizionismus zu unterscheiden"
Do, 30 Apr 2020 13:06:00 GMT - Beim Israel-Palästina-Konflikt wirkt die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) gespalten. Während einzelne Mitglieder Israel mittels parlamentarischer Vorstösse und Fragen einseitig mit Kritik eindecken, verabschiedete die Partei vor einem Jahr eine Resolution gegen Antisemitismus, in der sie sich teilweise auch vom Antizionismus distanziert. Vergangene Woche griffen wir in einem Artikel die Frage auf, warum manche Politiker und Politikerinnen aus dem linken Spektrum Israel regelmässig mit Kritik eindecken. Rebekka Wyler, Co-Generalsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP), nimmt im Interview Stellung zur Position ihrer Partei. swissinfo.ch: Die SP hat vor rund einem Jahr eine Resolution gegen Antisemitismus beschlossen. Was war der Anlass? Rebekka Wyler: Das Thema beschäftigt uns schon seit über 100 Jahren, der Kampf gegen Antisemitismus und Faschismus ist konstitutiv für die politische Linke. In letzter Zeit kam aber immer häufiger der Vorwurf ...
 
Vier gute Schweizer Ideen für die Ärmsten der Welt
Mi, 29 Apr 2020 10:30:00 GMT - Vom High-Tech Labor in der Schweiz in die bedürftigsten Gegenden des Planeten: Eine Schweizer Initiative bringt innovative Technologien der ETH Lausanne mit Bedürfnissen im globalen Süden zusammen. Die ersten vier Projekte zeugen von Pioniergeist. Wir stellen sie vor. Während akademische Forschung an Hochschulen oft mehrere Jahre dauert, müssen humanitäre Organisationen oft schnell und bescheiden gute Lösungen finden. Nun gibt es ein Projekt, dass Schweizer Forschung und die Schweizer Entwicklungshilfe zusammenbringt, konkret: Forschende der ETH Lausanne (EPFL) mit ihren innovativen Startups sowie lokale Organisationen im globalen Süden. Das Programm heisst Tech4Dev. Es ist eine Zusammenarbeit der EPFL mit der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA. "An der EPFL wird modernste Technologie entwickelt ? und es gibt Länder, die enorm von diesem Wissen profitieren könnten", sagt Entwicklungs-Managerin Hilda Liswani.  Nun sind die ersten vier Projekte ausgewählt.
 
Datenschutz, der Schlüssel zur Contact-Tracing-App
Mo, 27 Apr 2020 15:10:00 GMT - Fast zwei Drittel der Schweizer Bürgerinnen und Bürger befürworten laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage Apps zur Kontaktverfolgung, um die Ausbreitung von Infektionen einzudämmen. Diese so genannten Contact-Tracing-Apps alarmieren die Benutzer, wenn sie mit infizierten Personen in Kontakt gekommen sind. Doch könnten solche Frühwarnsysteme auch den Datenschutz gefährden? Wie funktionieren Tracing-Apps? Im Unterschied zur Standortermittlung, die zeigt, wo Sie sich aufgehalten haben, zeichnet die Kontaktverfolgung jedes Mal auf, wenn sich zwei Smartphones, auf welchen die App heruntergeladen wurde, in nächster Nähe befunden haben. Smartphones senden sich gegenseitig Bluetooth-Signale und suchen mit der App nach anderen Telefonen. Wenn ein Kontakt erkannt wird, protokollieren beide Telefone ein verschlüsseltes "Kontaktereignis", wenn sich die Träger der Smartphones lange genug nahe waren, um eine Infektion übertragen zu können. Wenn jemand krank wird, teilt er oder sie dies ...
 
"Wir müssen die Schweiz vor dem sozialen Meltdown bewahren"
Fr, 24 Apr 2020 08:40:00 GMT - "Die Coronakrise verschärft auch das Problem der sozialen Ungleichheit in der Schweiz", sagt der Sozialforscher Oliver Nachtwey. Expertinnen und Experten sehen Gefahren für die Demokratie. In der Schweiz bekommen die Schwächsten der Gesellschaft die Auswirkungen der Coronakrise mit voller Wucht zu spüren: Ein Teil der Selbständigen, denen die Kunden wegbleiben, alleinerziehende Mütter, Verschuldete, Rentner ohne Vermögen, Randständige und Marginalisierte.  Viele von ihnen fallen durch die Netze, weil sie vom 40 Milliarden Franken-Hilfsprogramm des Bundesrats wohl ausgeschlossen bleiben.  Boom der Arbeitslosenzahlen Die Bürgschaftskredite für Unternehmen im Liquiditätsengpass wie auch die staatliche Entschädigung für Kurzarbeit konnten nicht verhindern, dass die Schweiz Anfang April den grössten Anstieg der Arbeitslosenzahlen in so kurzer Zeit erlebte. Bereits 2018 wies die Sozialhilfestatistik 807'000 Menschen aus, die in der Schweiz von Gemeinden und Kantonen erweiterte ...
 
Schweizer Parlament meldet sich für Krisenbewältigung zurück
Do, 23 Apr 2020 12:30:00 GMT - Mit der Verkündung der "ausserordentlichen Lage" hat der Bundesrat in der Coronakrise die alleinige Entscheidungsgewalt übernommen. Darauf brach das Parlament die Frühlingssession ab und schickte sich selbst in die Ferien. Jetzt tritt es wieder auf die politische Bühne. In der Sondersession zur Coronakrise wollen die Volksvertreterinnen und -vertreter Anfang Mai das Heft wieder in die Hand nehmen. Und auch Entscheide korrigieren, welche die Regierung per Notrecht fällte. Auf dem Papier hatte alles seine Richtigkeit: Die Notverordnungen der Regierung sind durch das Epidemiengesetz abgestützt. Dieses ermächtigt den Bundesrat, die ausserordentliche Lage auszurufen ? was am 16. März geschah ? und fortan ohne Kontrolle durch das Parlament zu regieren. Das neue Coronavirus hat also auch den demokratischen Institutionen der Schweiz einen schweren Schlag versetzt: Das Prinzip der Checks and Balances, der Gewaltenteilung und der gegenseitigen Kontrolle ? eine zwingende Voraussetzung ...
 
Keine Maskenpflicht, aber Unterstützung des Maskenangebots
Mi, 22 Apr 2020 14:38:00 GMT - Ab dem 27. April lockert die Schweiz die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus etappenweise. Auch der öffentliche Verkehr nimmt langsam wieder Fahrt auf. Coiffeur- und Kosmetiksalons dürfen öffnen. Der Bund erlässt dafür keine Maskenpflicht, unterstützt aber das Maskenangebot. Im Unterschied zu Österreich und Deutschland, die im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht einführen, wollen die Behörden hierzulande weiterhin nichts davon wissen. "Abstand halten, Hände waschen!", lautet ihre Devise zum Schutz gesunder Personen. Betriebe können Masken vorsehen Weil nun aber ab kommenden Montag ein Teil der Beschränkungen wegfällt und die Distanzregel in gewissen Bereichen kaum einzuhalten ist, verpflichtet der Bundesrat die Branchen und Betriebe, die Lockerung mit Schutzkonzepten zu begleiten. Dabei könnten diese die Nutzung von Masken vorsehen. Die Maske solle nur ergänzend zu den Distanz- und Hygieneregeln zum Einsatz kommen, erklärte der Bundesrat an der heutigen Medienkonferenz. ...
 
Covid-19-Pandemie als Zerreissprobe für die UNO
Mo, 20 Apr 2020 08:29:00 GMT - Die Covid-19-Pandemie stellt auch die Vereinten Nationen vor eine riesige Herausforderung. Die Grenzen des multilateralen Systems würden noch stärker getestet als sonst schon, sagen Experten aus Genf und New York. Anhaltende Geldprobleme und Schuldzuweisungen machen der Organisation zu Schaffen. Die UNO feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Doch in Feierlaune ist beim Staatenbund niemand. Stattdessen herrscht Krisenstimmung. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete die Covid-19-Pandemie unverhohlen als "schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg" für die Vereinten Nationen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Sitz in Genf nimmt eine führende Rolle im Kampf gegen das Coronavirus ein. Doch sie sieht sich mit harscher Kritik vonseiten des US-Präsidenten konfrontiert. Trump warf der WHO Versagen und übermässige China-Hörigkeit vor. Inzwischen hat er seine Drohung wahr gemacht und der Weltgesundheits-Organisation den US-Beitrag gestrichen. Auch andere ...
 


Rundschreiben Nr. 5/2020 (27.04.2020)
Rundschreiben Nr. 3/2020 (29.02.2020)
Einladung Mehrtagesfahrt 2020
Anmeldung Mehrtagesfahrt 2020
Jahresprogramm 2020
Rundschreiben Nr. 1/2020 (14.12.2019)
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