Schweizer Verein Freiburg e.V.


Willkommen Wir über uns Termine Berichte Vereins-News Nachrichten Adressen Links

News & Aktuelles


News

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten aus der Schweiz! Klicken Sie einfach auf die gewünschte Überschrift, um die komplette Nachricht anzuzeigen....


Politik - SWI swissinfo.ch

Dieser RSS Feed wird zur Verfügung gestellt von:
http://www.swissinfo.ch/ger

Informations- und Newsportal aus der Schweiz über die Schweiz: Direkte Demokratie, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Schweizer Leben und vieles mehr ? aktuell, informativ, hintergründig und in zehn Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Japanisch, Chinesisch, Russisch).

Lässt die Genfer Anziehungskraft auf Unternehmen und Fachkräfte nach?
Mo, 14 Okt 2019 06:43:00 GMT - Einige multinationale Unternehmen aus den USA und Japan haben kürzlich in Genf einen Stellenabbau angekündigt. Sind dies erste Zeichen für neue Entwicklungen auf dem lokalen Arbeitsmarkt? Die Experten sind sich uneinig. Kürzlich warnte der Leiter der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer (Amcham), Martin Naville, in Medienberichten, der Kanton Genf habe Schwierigkeiten, neue US-Firmen anzusiedeln. Er wies auf einen Stellenabbau bei den multinationalen Unternehmen aus den USA in den letzten zehn Jahren hin. Dies sei zum Teil auf "neue Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem politischen Klima in der Schweiz" sowie auf die starke Konkurrenz aus Ländern wie den Niederlanden und Irland zurückzuführen. Im vergangenen Monat kündigten auch Japanese Tobacco International (JTI) und der US-Kosmetikspezialist Coty, den Abbau von Arbeitsplätzen in Genf an. Die hohen Kosten in der Schweiz sind eindeutig eine Herausforderung für grosse ausländische Unternehmen, sagt Sjoerd Broers, ...
 
Jüngster Schweizer Kanton ist auch mit 40 noch nicht (ganz) erwachsen
Fr, 11 Okt 2019 12:00:00 GMT - Der 1979 geborene jüngste Schweizer Kanton verdankt noch immer einen grossen Teil seines politischen und wirtschaftlichen Schicksals dem föderalen System, in das er eingebunden ist. Vor vier Jahrzehnten versammelten sich in Delémont [Delsberg], der kleinen Hauptstadt des Kantons Jura im Nordwesten der Schweiz Tausende Menschen auf der Place de la Liberté [Freiheitsplatz], um die Geburt einer Nation zu feiern. "Bürgerinnen und Bürger, Sieg!", erklärte François Lachat, der Gründervater des Kantons in feierlichem Ton. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen, Verhandlungen und einem Referendum war der Jura von seinen 25 neuen Geschwistern als eigene Einheit akzeptiert worden, und am 1. Januar 1979 trennte er sich vom Kanton Bern und wurde zum jüngsten Kanton der schweizerischen Eidgenossenschaft. Vierzig Jahre später steht auf dem Platz noch immer die gleiche, inzwischen fast 200 Jahre alt gewordene Linde, umgeben von leicht abschüssigen Pflastersteinen. Auch der noch ältere ...
 
Wahlen: Grüne Welle erreicht Rekordhöhe
Mi, 9 Okt 2019 15:00:00 GMT - Die Schweiz wird nach den Wahlen vom 20. Oktober grüner und linker sein, wie das letzte Wahlbarometer rund zehn Tage vor dem Urnengang zeigt. Die Grünen legen weiter zu und könnten einen rekordmässigen Wähleranteil von 10,7 Prozent erreichen. Noch beliebter ist die Partei bei den Schweizerinnen und Schweizern im Ausland. Das Klima spielt die Rolle des Königsmachers im Wahlkampf um die Schweizer Parlamentswahlen am 20. Oktober. Umweltbewusste Parteien auf beiden Seiten des politischen Spektrums steuern auf Rekorde zu, während alle anderen voraussichtlich Federn lassen werden müssen. Der Trend der vorangegangenen Umfragen setzt sich fort. Auf der Zielgerade des Wahlkampfes treten die Grünen zunehmend als die grossen Gewinner der Parlamentswahlen 2019 hervor. Gemäss dem jüngsten Wahlbarometer, welches das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der SRG (zu der auch swissinfo.ch gehört) erstellt hat, haben die Grünen 3,6 Prozentpunkte zugelegt, ihr Wähleranteil liegt bei 10,7 Prozent. ...
 
"Wegen teurer Kinderbetreuung kommt man nicht aus der Sozialhilfe raus"
Di, 8 Okt 2019 06:30:00 GMT - Unter den Personen, die in der Schweiz Sozialhilfe beziehen, sind auffallend viele alleinerziehende Mütter. Wir haben mit einer Mutter gesprochen, die trotz Teilzeitarbeit, Alimenten und Kinderzulagen auf Sozialhilfe angewiesen ist. Dieser Text ist Teil einer Serie, in der wir in loser Folge Beiträge zum Thema Armut publizieren. Armut ist in der Schweiz stark tabuisiert. Im Besonderen die Abhängigkeit von Sozialhilfe wird von vielen Betroffenen als Stigma empfunden. Dennoch hat sich eine Betroffene bereit erklärt, uns ihre Geschichte zu erzählen, sofern sie gegenüber der Öffentlichkeit anonym bleiben darf. Wir treffen die alleinerziehende Mutter (37) in einem Café, während die Kinder in der Kita respektive Schule sind. Sozialhilfe in der Schweiz Wenn alle Netze der Sozialversicherungen (Arbeitslosenversicherung, Invalidenversicherung, Krankentaggeldversicherung) reissen, sichert in der Schweiz die Sozialhilfe das Existenzminimum. Sozialhilfe muss in der Schweiz zurückgezahlt ...
 
Weltweit schreiten Städte in direkte Demokratie den Staaten voraus
Mo, 7 Okt 2019 14:15:00 GMT - In Taiwans Hauptstadt Taipeh wurde eine Internationale Liga der Demokratiestädte von einer Gruppe internationaler Aktivisten, Expertinnen und Lokalpolitikern aus der Taufe gehoben. Zu den Gründerstädten gehört Bern. Das Netzwerk zählt rund 80 Städte weltweit. Demokratie zu den Menschen bringen, damit sie mitbestimmen können bei der Lösung von Problemen, die sie im Alltag direkt betreffen: Das ist der Ansatz des Städte-Netzwerks, in dem sich Stadtpolitikerinnen, Spezialistinnen und Aktivisten austauschen können und sollen. Gründungsanlass war das 8. Weltforum für Demokratie, welches Anfang Oktober in Taichung und Taipeh stattfand. Gründungsstädte sind neben Bern, Taipei und Taichung in Taiwan auch die finnische Hauptstadt Helsinki, die tschechische Stadt Brünn, Metz in Frankreich, Mexiko City, Tunis, Anyang in Südkorea und Kashiwa in Japan. Die Grundlage der Liga ist eine sogenannte Magna Charta aus 20 Punkten. Sie dienen als Kompass im Bestreben der Städte, ihren Bewohnern mehr ...
 
"Die Schweiz ist nicht das Land der grossen Ideen"
Do, 3 Okt 2019 13:30:00 GMT - Die Schweiz geht in die letzte Phase des Wahlkampfes vor den Parlamentswahlen am 20. Oktober. Aber wo ist das Wahlfieber, das die Debatten in anderen Ländern befeuert? Im Vergleich dazu wirken die Schweizer Wahlen richtiggehend langweilig. Der Grund liegt in der direkten Demokratie, erklärt der Politologe Sean Müller. Trotz Demonstrationen und Streiks für das Klima oder die Gleichstellung der Geschlechter sind diese Hauptthemen der heutigen Zeit in der politischen Debatte in der Schweiz nicht präsent. Während Migration und Asyl oft den Wahlkampf dominiert haben, gibt es dieses Jahr kein Thema, das die politischen Parteien die Waffen kreuzen lässt. Diese Monotonie überrascht Sean Müller nicht. Er forscht am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern. swissinfo.ch: Man hätte meinen können, die Parteien würden über das Klima oder die Frage der Gleichstellung von Männern und Frauen streiten, aber es gibt kein Thema, das den Wahlkampf belebt. Warum? Sean Müller: In diesem ...
 
Wie Kommunisten-Angst die Schweizer zu Spionen machte
Mi, 2 Okt 2019 11:00:00 GMT - In der Schweiz fand der Kalte Krieg in den Köpfen statt. Dort herrschte Angst vor dem  Kommunismus der Sowjets. Misstrauen gegenüber allen, die sich nicht scharf genug davon distanzierten. Und ein Wahn, dass der Feind unter den Nachbarn lebt, wo er sein Gift verströmt. Januar, 1957: Martha Farner sitzt im Wartezimmer ihres Zahnarztes in Schwyz, sie wird aufgerufen.  Doch als sie sich auf den Behandlungsstuhl setzen will, beginnt ihr Zahnarzt zu schreien: "Halt, halt, bevor sie absitzen, müssen Sie abschwören?" "Was abschwören?" "Dem Kommunismus müssen Sie abschwören!" Einem Exorzisten gleich forderte er die Abrenuntiatio diaboli. Die Kommunisten, meint Martha Farner in ihren Erinnerungen, seien in der Schweiz als der "leibhaftige Teufel" gesehen worden ? besonders nach 1956. Der Mob von Thalwil Im November 1956 rollten sowjetische Panzer in Ungarn ein, um dort demokratische Reformen im Keim zu ersticken. Hunderttausende flüchteten ? viele auch in die Schweiz. Die ungarischen ...
 
Entstigmatisierung von Suchterkrankungen
Di, 1 Okt 2019 09:00:00 GMT - Dreissig Jahre nach den offenen Drogenszenen in mehreren Schweizer Städten hat das Bundesgericht vor kurzem einen wegweisenden Entscheid gefällt: Suchtabhängige werden künftig als Kranke betrachtet. Die Betroffenen haben somit unter bestimmten Voraussetzungen neu Anspruch auf eine IV-Rente. Der amerikanische Autor William Burroughs schrieb 1959 in seinem skandalumwitterten Werk "Naked Lunch" (frei zitiert): "Ob man den Stoff schnupft oder raucht, isst oder ihn sich auf andere Art reinzieht, das Ergebnis ist immer das gleiche: Abhängigkeit." Und weiter: "Ein Drogensüchtiger ist ein Mensch mit dem totalen Verlangen nach Stoff." Burroughs hatte während fünfzehn Jahren unter dem Einfluss von Heroin und Morphin gestanden. Sechzig Jahre später kommt das Schweizerische Bundesgericht in seinem Entscheid vom 11. Juli zum Schluss, bei Drogenabhängigkeit dränge sich die gleiche Sichtweise auf wie bei psychischen und geistigen Störungen. Bis anhin galt: Drogenabhängige Versicherte hatten ...
 
Wie Taiwan zum Labor der digitalen Demokratie wurde
Mo, 30 Sep 2019 06:13:00 GMT - Jeremy Corbyn, der britische Oppositionsführer, forderte kürzlich für Grossbritannien "eine digitale Deliberation nach dem Vorbild Taiwans". Corbyn hat erkannt: Nirgendwo sonst brodelt die Experimentierküche der digitalen Demokratie so sehr wie auf dieser geopolitisch umstrittenen Insel. Und vieles könnte schiefgehen. Das Jahr 2014 war für Taiwan ein Jahr des kulturellen Wandels. Die so genannte Sonnenblumen-Bewegung veränderte das politische Klima der Insel. Aus Protest gegen ein Handelsabkommen, das Taiwans damalige Regierung mit China abschliessen wollte, formierten sich Studentinnen und Studenten zu einer landesweiten Protestbewegung. Sie gipfelte in der Besetzung des nationalen Parlaments in Taipeh. Schwerpunkt Taiwan bei swissinfo.ch Die taiwanesischen Journalisten Hedy Chiu (Commonwealth Magazine) und Jason Liu (The Reporter) waren im September bei uns in der SWI-Redaktion in Bern. Hier nahmen sie auch Reportagen Festival teil: An einem swissinfo.ch-Panel zur ...
 
Schweizer Auswanderern in Neuseeland auf der Spur
So, 29 Sep 2019 09:00:00 GMT - Was hat Tausende von Schweizerinnen und Schweizern dazu gebracht, auf die andere Seite des Planeten auszuwandern? Die in der Schweiz geborene Forscherin Joan Waldvogel erzählt in ihrem Buch "Swiss Settlers in New Zealand" deren Geschichte in Neuseeland. Der erste Schweizer, der in Neuseeland Fuss fasste, war der Maler John Webber, Sohn eines Bildhauers aus Bern. 1776 heuerte Webber bei der letzten Expedition von James Cook in die Südsee an. Inzwischen sind ihm Tausende weitere Schweizer gefolgt. Joan Waldvogel, Soziologin, hat das Buch "Swiss Settlers in New Zealand ? a history of Swiss immigration to New Zealand" veröffentlicht. Auf den Seiten des 400 Seiten starken Werks zeichnet die Autorin das Leben der Schweizer Auswanderer von den 1860er-Jahren bis heute nach. Buch und Autorin "Swiss Settlers in New Zealand ? a history of Swiss immigration to New Zealand" von Joan Waldvogel, Peter Lang Editions, Berlin 2018. Waldvogel ist Neuseeländerin der ersten Generation. Ihr Vater ...
 
Volle Kraft voraus ? die Parteien im Wahlkampf-Fieber
Sa, 28 Sep 2019 09:00:00 GMT - Persönliche Angriffe, gruselige Plakate, öffentliche Debatten, auf Tuchfühlung mit der Bevölkerung: Der Wahlkampf für die Schweizer Parlamentswahlen vom 20. Oktober ist voll entbrannt. Wir geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Kommunikationsmethoden und -stile der wichtigsten Parteien. Wählerinnen und Wähler gewinnen! Das die Losung des Augenblicks bei allen Schweizer Parteien. Am 20. Oktober wählen die Schweizer Bürgerinnen und Bürger die 246 Mitglieder des neuen Parlaments. Jede Partei hat ihre Kommunikationsstrategie verfeinert und versucht nun, sich mit allen Mitteln Gehör zu verschaffen: Flyer, Veranstaltungen, Briefe, soziale Netzwerke, etc.. Der Wahlkampf 2019 hat bereits zwei Tiefpunkte erlebt, die Teile der Öffentlichkeit schockierten : Zum einen war dies das Plakat der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP). Es zeigte einen roten Apfel, der von fressenden Würmern - den anderen Parteien - durchlöchert wird.  Zum anderen spielte die ...
 
Ein Schweizer bei den letzten Penan-Nomaden
Fr, 27 Sep 2019 13:00:00 GMT - Der Fotograf Tomas Wüthrich gibt einen Einblick in das Leben der Penan, einem indigenen Stamm aus dem Sarawak-Regenwald in Malaysia. Von der Jagd mit dem Blasrohr bis zur Abholzung des Regenwaldes erzählen seine Bilder vom Alltag einer bedrohten Existenz. "Ich bin aber nicht der neue Bruno Manser", sagt er. "Hallo Tomas, willst Du mit mir zu den Penan auf Borneo kommen?" "Du meinst, dorthin, wo Bruno Manser verschwunden ist?" "Ja, genau dorthin." So beginnt die Geschichte, die einen Bauernsohn aus dem Kanton Freiburg in den Dschungel von Sarawak auf der Insel Borneo führte. Es war an einem Sommertag im Jahr 2014, als Tomas Wüthrich den Anruf eines Freundes erhielt, einem Journalisten. "Ich wusste nicht, ob es gefährlich werden könnte. Aber ich stimmte zu, bevor ich überhaupt mit meiner Frau darüber gesprochen hatte", erzählt er uns in seinem Wohnzimmer zu Hause in Liebistorf, einem kleinen Dorf zwischen Bern und Freiburg. Tod eines Bauernhofs Nach einer Lehre als Schreiner ...
 
Schweizer Parteien klopfen lieber an Türen als auf Instagram zu posten
Do, 26 Sep 2019 07:35:00 GMT - ?????? Die grossen Schweizer Parteien sind im Wahlkampf alle auf Social Media aktiv. Trotzdem sind die sozialen Medien auch im Jahr 2019 nicht wichtiger als der Wahlkampf auf der Strasse. Warum das so ist? Wir haben nachgeforscht. Eine junge Frau sitzt mit dem Rücken zum Betrachter vor einer idyllischen Berglandschaft. Unter dem Post auf Instagram steht: ?Wir wünschen euch ein schönes und sonniges Wochenende!?, 54 Likes. Dies ist einer der 57 Posts, den die Jungpartei der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), die Junge CVP, seit Anfang August abgesetzt hat. Damit ist die Junge CVP nach der Sozialdemokratischen Partei (SP) am aktivsten auf Instagram, seit der Wahlkampf Anfang August in die heisse Phase ging. Das zeigt sich, wenn man die Accounts auf nationaler Ebene anschaut. Neben den nationalen Accounts haben alle Parteien kantonale Sektionen mit eigenen Instagram-Accounts, die Mutterparteien, als auch die Jungparteien. Bei der Jungen CVP auf Instagram finden sich ...
 
"Greta bewegt, wie es uns nicht gelungen ist"
Mi, 25 Sep 2019 14:30:00 GMT - Jetzt rufen auch in der Schweiz sogar Politiker dazu auf, Treibhausgase zu reduzieren, die noch vor kurzer Zeit nichts von Klimaerwärmung wissen wollten. Dazu gebracht wurden sie von der jugendlichen Klimabewegung. Aber macht die Politik nun das Erforderliche, um die Erderwärmung zu bremsen? Ein Klimaexperte vom WWF hat Zweifel. Die kleine Parlamentskammer ist nicht dafür bekannt, klimapolitische Stricke zu zerreissen. Aber beim neuen CO2-Gesetz hat sie Ziele und Massnahmen beschlossen, die deutlich über jene hinausgehen, welche die Regierung vorsah, als der Name Greta Thunberg noch nicht in aller Munde war. Was der WWF Schweiz davon hält, sagt dessen Klimaexperte Patrick Hofstetter. Höhere Abgaben auf fossiler Energie Mit der Revision des CO2-Gesetzes will die Schweiz Massnahmen zur Erreichung des Ziels umsetzen, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. Damit verankert sie Ziele des Pariser Klimaabkommens explizit im nationalen Recht. Die kleine ...
 
Der Marathon Man der Demokratie-Erneuerung in der Schweiz
Mi, 25 Sep 2019 11:26:00 GMT - Der Mann hat einen Plan: Mit der Plattform wecollect hat Daniel Graf die analoge direkte Demokratie Schweiz einen grossen Schritt Richtung Digital Age geschoben. Nach der kürzlichen, erfolgreichen Premiere des von ihm initiierten Demokratie Festivals blickt er schon in die Zukunft. Zur ihr gehört auch eine "Demokratie-Initiative". Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. #DearDemocracy sprach mit dem Antreiber der Demokratie Schweiz kurz nach der Premiere von Beta, dem ersten Demokratie Festival der Schweiz, das der 46-jährige Zürcher ins Leben rief. swissinfo.ch: Die erste Ausgabe von Beta ging vor wenigen Tagen in Basel über die Bühne. Wie lautet Ihre Bilanz? Daniel Graf: Das Festival war seit Monaten ausgebucht und platzte am Tag selbst aus allen Nähten. Mich faszinierte, dass die unterschiedlichsten Menschen kamen, ganz Junge, aber auch Ältere. Sie alle aber sind sehr engagiert und politik-interessiert. Am ...
 
So steht es in der Debatte um multinationale Unternehmen und Menschenrechte
Mi, 25 Sep 2019 11:00:00 GMT - Sollen multinationale Firmen mit Sitz in der Schweiz für Ihre Handlungen im Ausland belangt werden können? Der Ständerat (Kantonskammer) befasst sich diese Woche voraussichtlich zum zweiten Mal mit einer Gesetzesrevision, welche die Verantwortung der Konzerne im Fall von Verstössen gegen die Menschenrechte und bei Vergehen gegen die Umwelt regeln will. Der Vorschlag ist eine Antwort auf eine entsprechende Volksinitiative. So verlief bisher die Diskussion. Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, durch Goldminen verschmutzte Flüsse, Vertreibung einheimischer Völker, um Monokulturen für die Produktion von Palmöl zu ermöglichen, Abholzung von Wäldern: Die Aktivitäten von multinationalen Konzernen geraten auf der ganzen Welt häufig wegen der Verletzung von Menschenrechten oder wegen Umweltschäden ins Blickfeld der Aufmerksamkeit. Über die wichtigen Fragen der Konzernverantwortung haben bereits die Vereinten Nationen debattiert. Im Jahr 2011 verabschiedete der UNO-Menschenrechtsrat die ...
 
Der Weg ist noch weit für die starken Frauen von Nepal
Mi, 25 Sep 2019 08:00:00 GMT - Die Vertretung von Frauen im nepalesischen Parlament ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Verantwortlich dafür ist ein Geschlechterquoten-System, das Nepal zu einem der fortschrittlichsten Länder Asiens macht. Die wahre Gleichstellung ist aber noch lange nicht erreicht.  "Es ist immer noch nicht einfach, allen klarzumachen, dass Frauen so zu respektieren sind wie Männer, dass sie gleichbehandelt werden sollen, dass ihnen die Gesellschaft ein Umfeld schaffen muss, welches ihnen Beteiligung garantiert." Das sagt Tham Maya Thapa, eine von drei Frauen in der nepalesischen Bundesregierung.  Als Ministerin für Frauen, Kinder und Senioren muss sie Wege finden, um traditionelle patriarchalische Denkweisen in der Gesellschaft zu überwinden. Trotz Gesetzen, die Frauen vor Gewalt und Diskriminierung schützen, überwiege diese Denkweise oft, sagt sie. Dazu gehört auch, dass sie Themen wie sexuelle Belästigung angeht oder dem Tabuisieren der Menstruation entgegentritt. Die ...
 
Ein Vierteljahrhundert Diskussion um die Meinungsfreiheit in der Schweiz
Di, 24 Sep 2019 09:00:00 GMT - Vor 25 Jahren sagten fast 55% der Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger Ja zur Einführung der Rassismus-Strafnorm. Seither kann in der Schweiz bestraft werden, wer öffentlich zu Hass oder Diskriminierung gegen Menschen "wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion" aufruft. 2018 wurde das Gesetz auf die Diskriminierung von Menschen aufgrund der sexuellen Orientierung ausgeweitet. Das hat die alte Diskussion neu angefacht. Am 25. September 1994 sprach sich das Schweizer Volk für eine Rassismus-Strafnorm aus. Der Abstimmungen voran gingen hitzige Diskussionen. Die Befürworter betonten den Kampf gegen Hetze und Rassismus, die Gegner sahen das Ende der Meinungsäusserungsfreiheit. Strafbar macht sich in der Schweiz seither, wer Angehörige ethnischer oder religiöser Gruppen per se als herabsetzungswürdig einstuft. Einer der zentralen Punkte ist ebenfalls die Leugnung oder die Verharmlosung eines Völkermordes. 2018 weitete das Schweizer Parlament das Gesetz aus: Neu soll auch die ...
 
Ein Jahrzehnt Schweizer Demokratie-Forschung in der Blumenhalde
Mo, 23 Sep 2019 14:18:00 GMT - "Demokratie ist kein einmal erreichter Zustand, dessen man sich für alle Zeiten sicher kann." Wie wahr! Der Satz steht in der Einleitung des neuen Buches "Brennpunkt Demokratie". Es ist dies das Geschenk, welches das Zentrum für Demokratie Aarau sich selbst und der politischen Öffentlichkeit der Schweiz macht ? aus Anlass seines zehnten Geburtstags. Nicht mehr der Putsch von aussen bedroht die erfolgreichste Regierungsform der Gegenwart. Vielmehr ist es der schleichende Kampf von Regierungen gegen Kontrollen ihrer Macht, die an den heutigen Demokratien nagen. Griechenland, die Türkei, aber auch Frankreich und Grossbritannien liefern uns das aktuelle Anschauungsmaterial dazu. Das Buch Brennpunkt Demokratie. Verlag Hier&Jetzt, Baden 2019. Herausgegeben hat das Demokratiebuch das Zentrum für Demokratie in Aarau. Der Anlass ist das zehnjährige Jubiläum des ZDA. Dieses hat sich im Inland als behördennahe Forschungsstelle etabliert. Drei Kompetenzen bilden seit der Gründung den ...
 
Zu wenig Platz für Fahrende in der Schweiz
Mo, 23 Sep 2019 09:00:00 GMT - Die Schweiz anerkennt die Fahrenden als nationale Minderheit. Dennoch hat die Zahl der Stand- und Durchgangsplätze für mehrere Tausend Angehörige des fahrenden Volks in den vergangenen Jahren ständig abgenommen. Was dazu führt, dass deren Lebensweise ernsthaft bedroht ist. Jenische leben auch in Österreich und Deutschland. In der Schweiz wird ihre Zahl auf rund 30'000 geschätzt. Schätzungsweise 3000 sind bis heute als Fahrende unterwegs. Sie sind Schweizer Staatsangehörige und bilden eine autochthone ethnische Gruppe. Sinti werden auch Manouches genannt und leben in Deutschland, Frankreich und Italien. Sie sind Nachkommen der Roma, die im 15. Jahrhundert nach Zentraleuropa auswanderten. In der Schweiz soll es rund 400 Sinti geben. Sie haben die Schweizer Staatsangehörigkeit und leben oft mit Jenischen zusammen. Sanitäre Anlagen, einen Wasser- und Stromanschluss sowie Platz für rund fünfzehn Wohnwagen. Mehr braucht es nicht, um die Schweizer Fahrenden, bestehend aus Jenischen ...
 
"Die Stellplätze sind häufig voll"
Mo, 23 Sep 2019 08:35:33 GMT - Albert Barras, Sprecher der Gemeinschaft der Fahrenden in der Westschweiz, erzählt von den Schwierigkeiten seines nomadischen Lebensstils.
 
EDA lanciert neue App für Schweizer und Schweizerinnen auf Reisen
Sa, 21 Sep 2019 08:30:00 GMT - Rund 15 Millionen Reisen unternehmen Schweizer und Schweizerinnen jedes Jahr. Und auch die im Ausland lebenden Bürgerinnen und Bürger sind auf Achse. Eine neue kostenlose App des Aussendepartements bündelt Dienstleistungen für die Reisevorbereitung, für unterwegs und für den Notfall. Habe ich alles dabei, was ich für meine Reise brauche? Was tun, wenn im Ausland plötzlich der Pass verloren geht? Wie steht es um die Sicherheitslage in dem Land, das ich gerne bereisen möchte? Auf diese und andere Fragen gibt die am Samstag am Flughafen Zürich vom Schweizer Aussendepartement (EDA) lancierte "Travel Admin App" Antworten. "Ob Schweizer mit Wohnsitz Schweiz oder im Ausland: Die App ist eine Unterstützung für Reisende", sagt Botschafter Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion, zu swissinfo.ch. "Mit Hilfe der App kann man sich gut auf eine Reise vorbereiten. Und sollte während der Reise etwas passieren, findet man rasch die Kontakte, die einem weiterhelfen." ...
 
Schweiz hilft China, Luftqualität in Echtzeit zu überwachen
Fr, 20 Sep 2019 12:00:00 GMT - Die Schweiz bekämpft in China Ursachen des Klimawandels: In bilateralen Klimaprojekten stellt sie ihr Wissen bezüglich Luftreinhaltung und Energieeffizienz zur Verfügung. Und erhält in Form von Grossstädten erweiterte Labors für die eigene Forschung. Xi'an ist die Hauptstadt der westchinesischen Provinz Shaanxi. International bekannt ist sie vor allem wegen ihrer Terrakotta-Armee und als Ausgangspunkt der Neuen (und Alten) Seidenstrasse. Als eine der grössten Städte Chinas kämpft auch Xi'an mit Luftverschmutzung. Die Luftqualität zu verbessern, ist ein nationales Ziel der zweitgrössten Volkswirtschaft mit ihren 1,4 Milliarden Bewohnern. Um dies zu erreichen, brauchen insbesondere Chinas Megastädte auch adäquate Messsysteme, um die Luftqualität in Echtzeit zu überwachen. Die Schweiz verfügt in der atmosphärischen Chemie über spezifische Kenntnisse und modernste Technologien, um verschiedenste Partikel in der Luft zu identifizieren, zu messen, zu klassifizieren und zu analysieren.
 
Schweiz ist besorgt über Lage in Kolumbien
Do, 19 Sep 2019 08:27:00 GMT - Die Ankündigung einer Gruppe der ehemaligen Farc-Guerilla, wieder zu den Waffen zu greifen, hat über Kolumbien hinaus auch Auswirkungen auf die internationale Gemeinschaft. Die Schweiz, die den Friedensprozess von Beginn an begleitet hat, zeigt sich besorgt. Kenner wundern sich aber kaum über den Verlauf des Post-Konflikts. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) nahm die Ankündigung von Iván Márquez "mit Besorgnis" auf. Der ehemalige Farc-Chef hatte am 29. August gesagt, er werde den bewaffneten Kampf gegen den kolumbianischen Staat wieder aufnehmen. Dies wäre "offensichtlich ein Rückschritt" so das EDA auf Anfrage. In einem Kontext, in dem die Stärkung des Friedensabkommens und des Dialogs "notwendiger denn je" sei, fordere die Schweiz die Parteien dazu auf, "auf jegliche Gewalt zu verzichten", so das EDA. Man anerkenne die bisher getane Arbeit zur Umsetzung des Abkommens, die blosse Umsetzung reiche aber nicht aus, "um einen dauerhaften Frieden ...
 
Von Caracas gelangt plötzlich kein Geld mehr in die Schweiz
Mi, 18 Sep 2019 12:46:00 GMT - Den venezolanischen Vertretungen in Bern und Genf gehen die Mittel aus, um ihre Arbeit zu machen und Löhne zu bezahlen. Die Schweizer Banken haben sich den Zwangsmassnahmen der USA gegen das südamerikanische Land angeschlossen. "Wir stecken in einer Situation der finanziellen Ohnmacht ", klagt César Méndez, der venezolanische Botschafter in Bern. Die Bankkonten der Botschaft bei der Credit Suisse seien urplötzlich geschlossen worden. Seither kann kein Geld mehr fliessen von Caracas nach Bern. Was sagt die Credit Suisse dazu? "Wir kommentieren keine möglichen Geschäftsbeziehungen", lässt die Bank über einen Sprecher mitteilen. Diplomat César Méndez hat sich auch an andere Banken gewandt, darunter die PostFinance. Aber keine wollte für sie ein Konto eröffnen.  Eine private Bankbeziehung? Gegenüber SWI swissinfo.ch erzählt Méndez : "Wir haben uns mit den Schweizer Behörden getroffen, einige haben überrascht und sogar verlegen reagiert. Dann aber wurde uns gesagt, dass sie sich ...
 
Von Deutschland bis Costa Rica, der Wahlkampf kennt keine Grenzen
Mi, 18 Sep 2019 11:00:00 GMT - Gegen 180'000 Auslandschweizerinnen und -schweizer sind in einem Stimmregister eingetragen. Die Schweizer Diaspora hat damit ein politisches Gewicht, das dem eines mittelgrossen Kantons entspricht. Einen Monat vor den nationalen Wahlen schärfen die Parteien ihre Argumente, um diese potenziellen Wähler und Wählerinnen auf der ganzen Welt zu mobilisieren. Ein Überblick. Schweizerische Volkspartei (SVP): Auslandschweizer aus den hintersten Winkeln der Welt verteidigen Mit mehr als 400 Mitgliedern hat die SVP die grösste internationale Sektion aller Parteien. Und sogar vier lokale Sektionen: In Südafrika, Spanien, Costa Rica und Côte d?Ivoire. "Wir wollen vor allem denjenigen Auslandschweizern eine Stimme geben, die sich von der EU-fokussierten Auslandschweizer-Organisation zu wenig vertreten fühlen", erklärt Aliki Panayides, Pressesprecherin der SVP. Wählen aus dem Ausland, eine Gebrauchsanweisung Alle Schweizer und Schweizerinnen im Ausland, die in einem Stimmregister ...
 
Negativkampagne der CVP sorgt für Empörung
Mi, 18 Sep 2019 08:30:00 GMT - Seit Dienstagmorgen läuft die neue Wahlkampagne der Christlichdemokratische Volkspartei (CVP). Die Kritik im Netz und bei den Parteien fällt vernichtend aus. Um was geht es? Wer am Montag einen Kandidaten für die nationalen Wahlen gegooglet hat, staunte nicht schlecht. Zuoberst bei Google wird als Paid-Content eine von der CVP gesponserte Website "kandidaten2019.ch" angezeigt, welche die Positionen des jeweiligen Kandidaten auseinandernehmen.  Bei FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen heisst es zum Beispiel, dass er das CO2-Gesetz massiv verwässert habe. SVP-Nationalrat Roger Köppel nehme die Folgen des Klimawandels nicht ernst und SP-Nationalrätin Barbara Gysi wolle noch mehr Steuergelder umverteilen. Reaktionen ? Twitter: Die Kampagne verbreitete sich rasend schnell. Innert kurzer Zeit wurde der #cvpfail zum meist getwitterten Schlagwort der Schweiz. Politiker aus allen Parteien und andere Twitter-User werfen der Partei Verzweiflung und eine Schmierenkampagne vor. ...
 
Nicht lang her, und doch so anders
Di, 17 Sep 2019 13:30:00 GMT - In der Schweiz sind die Orte, an denen Rauchen erlaubt ist, in den letzten zwanzig Jahren immer weniger geworden. Dabei nahmen die Behörden vor allem die Tabakkonsumenten ins Visier. Gegenüber den Tabakproduzenten zeigten sie sich deutlich nachsichtiger. Doch der Wind scheint sich zu drehen. Raucher in der Schweiz: Ihre Art zu konsumieren und ihr Platz in der Gesellschaft haben sich in den letzten zwanzig Jahren stark verändert. Grund dafür sind neue Vorschriften, eine grössere Produktenvielfalt und ein Mentalitätswandel. Dennoch hat sich die Zahl der Raucher zwischen 1997 und 2017 kaum verändert: Der Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Bevölkerung sank bei den Frauen von 27 auf 23% und bei den Männern von 39 auf 31%. Ungefähr 9500 Personen sterben jährlich aufgrund tabakbedingter Krankheiten. Rückgang des Passivrauchens Enorm verändert hat sich die Toleranz gegenüber Rauchern. Noch in den 1990er-Jahren konnte sich jeder ohne Probleme bei der Arbeit, in öffentlichen ...
 
Wer in der Schweiz wählen kann ? und wer nicht
Di, 17 Sep 2019 12:00:00 GMT - Wenige Wochen vor den eidgenössischen Parlamentswahlen untersucht swissinfo.ch, warum ein Drittel der Schweizer Wohnbevölkerung nicht daran teilnehmen darf. Wie steht es in der Schweiz um die Rechte für Ausländer, geistig Behinderte, Gefangene und andere Minderheiten? Bei den letzten Wahlen 2015 waren 5,28 Millionen Menschen bei einer Gesamtbevölkerung von 8,33 Millionen (63%) stimmberechtigt. Wer waren die restlichen 37%? Nachfolgend betrachten wir verschiedene Gesellschaftsgruppen und sagen, ob sie auf den Ebenen Bund, Kanton und Gemeinde abstimmen können.   Ausländer Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat kein Schweizer Bürgerrecht. Ohne dieses können sie nicht auf Bundesebene wählen, auch wenn Sie in der Schweiz geboren wurden oder ihr ganzes Leben im Land verbracht haben. Von den anstehenden Parlamentswahlen sind sie also ausgeschlossen. Zu ihnen zählen auch die 350'000 Menschen, die in der Schweiz geboren wurden, aber kein Schweizer Bürgerrecht haben. Die meisten ...
 
Die Schweiz im Zeitalter des automatischen Austauschs von Bankdaten
Di, 17 Sep 2019 12:00:00 GMT - Seit Abschaffung des Bankgeheimnisses im Ausland vor einem Jahr gibt der Bund an rund 30 Länder Daten von Konten weiter, die deren Steuerpflichtige bei Schweizer Banken haben. Dieses Verfahren soll nun auf rund hundert Länder ausgedehnt werden. Der automatische Informationsaustausch scheint ein wirksames Instrument zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung zu sein, wirft aber auch Fragen auf. Warum wurden internationale Regeln im Bereich Steuern eingeführt? Mit der Globalisierung der Weltwirtschaft und der Digitalisierung von Dienstleistungen ist es immer einfacher geworden, Gelder bei Finanzinstituten im Ausland einzuzahlen und zu verwalten. Das bedeutet, dass den Steuerbehörden jedes Jahr grosse Summen ? man spricht von Tausenden von Milliarden Franken ? entgehen können. Die internationale Steuerhinterziehung ist nicht nur für die reichen Länder ein ernsthaftes Problem, sondern vor allem für jene, die über geringe finanzielle Mittel verfügen. Mit Unterstützung der G20 und der ...
 
Die grössten Hürden für Frauen in der Schweizer Politik
Di, 17 Sep 2019 09:00:00 GMT - In der Schweiz gibt es zehn Prozent mehr stimmberechtigte Frauen als Männer. Trotzdem sind Frauen in der Politik in der Minderheit ? von den Kantonen bis in den Bundesrat. Eine Suche nach möglichen Gründen. Am 20. Oktober wählt die Schweiz ein neues Parlament. Noch nie gab es so viele Frauen, die für den Nationalrat kandidierten. Und trotzdem wird das nächste Parlament aller Voraussicht nach wieder von Männern dominiert werden.  Wie kommt es, dass es Frauen so viel schwerer haben, in der Politik zu reüssieren? Was sind die Hürden ? und was sind Ursachen für ein Scheitern? Eine Spurensuche auf allen Ebenen des politischen Lebens.  Mitglieder und Delegierte  Egal wo man hinschaut: Frauen sind in der Politik stets mit einer Mehrheit von Männern konfrontiert. So auch bei der einfachsten politischen Beteiligung, der Mitgliedschaft. Unter den Mitgliedern der grossen Parteien gibt es 93?000 Frauen, verglichen mit 138?000 Männern.  Bei dieser Ungleichheit gibt es aber grosse ...
 
"Demokratie ist keine exakte Wissenschaft, muss aber funktionieren"
Mo, 16 Sep 2019 14:30:00 GMT - Die schweizerische Demokratie, in welcher der Wille der Bürgerinnen und Bürger über allem steht, könnte als Vorbild für die Lösung vieler Herausforderungen in Europa dienen, sagt Carles Puigdemont. Der ehemalige Präsident der Generalitat de Catalunya sprach am Endorfine Festival in Lugano mit swissinfo.ch über seinen Kampf für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien. swissinfo.ch: Sie sind bereits zum zweiten Mal innert kurzer Zeit in die Schweiz gereist. Hier leben auch zwei Politikerinnen, die das Referendum und die Unabhängigkeitserklärung unterstützt haben, im Exil: Marta Rovira und Anna Gabriel. Kann man sagen, dass die Schweiz ein Referenzmodell für die katalanische Unabhängigkeitsbewegung ist? Carles Puigdemont: Ja, und ich behaupte sogar: Wenn die Europäische Union wie eine grosse Schweiz wäre, wäre das ein hervorragender Weg, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Die Schweiz ist vielleicht nicht perfekt, aber sie funktioniert und kann den Rest der Welt ...
 
Zahlen Ausländer in der Schweiz höhere Autoversicherungs-Prämien?
Mo, 16 Sep 2019 12:30:00 GMT - Ein Leser möchte von uns wissen, ob es stimmt, dass Ausländer und Ausländerinnen in der Schweiz höhere Autoversicherungs-Prämien zahlen als Schweizer und Schweizerinnen. Die Antwort auf die Leserfrage lautet: Ja. Die Autoversicherer verlangen in der Schweiz von bestimmten Nationalitäten höhere Prämien. "Die Nationalität ist gemäss unserem Wissenstand bei den meisten Versicherern ein wichtiges Tarifkriterium", sagt Takashi Sugimoto, Mediensprecher vom Schweizerischen Versicherungsverband. Die Versicherungen stellen bei der Berechnung der Prämien unter anderem auf Geschlecht, Alter, Wohnort, Fahrzeugtyp, Fahrpraxis und Nationalität ab. Diese Faktoren beeinflussen nämlich statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls. "Die Versicherer versuchen das Risiko eines Autofahrers so gut wie möglich zu erfassen", sagt Sugimoto. Dafür bildeten sie Risikogruppen, gestützt auf die Schadenhistorie, eigene Statistiken sowie teilweise öffentliche Statistiken. Am teuersten sind die ...
 
Ein Banküberfall ? und "Todesstrafe!", rief Schweiz
Mo, 16 Sep 2019 09:00:00 GMT - ??????? Da blieb die Schweiz erstaunlich lange cool: Anfang des 20. Jahrhunderts trieben anarchistische Flüchtlinge im Gastland ihr Unwesen. Doch eine Tat war der Blutstropfen zu viel: Der Banküberfall von Montreux 1907, bei dem zwei Russen einen Angestellten und auf ihrer Flucht einen Passanten töteten. "Todesstrafe", riefen Bürgerinnen und Bürger. Am Morgen des 18. September 1907 kommt es in Montreux am Genfersee zu einer Verfolgungsjagd wie in den Gangsterfilmen, die neuerdings in den Lichtspielhäusern gezeigt werden. Zwei Männer hetzen durch die Avenue du Kursaal. "Haltet sie, haltet sie!", rufen Passanten. Dem Postangestellten Auguste Vuilliamoz gelingt es, einen der beiden zu Boden zu werfen. Der andere rennt, so ein Augenzeuge, "wie ein Hase" davon. Wilde Szenen Jules Favre, ein Notar, stellt sich ihm beherzt in den Weg. Der Flüchtende schiesst ihm eine Revolverkugel ins Bein und läuft weiter. Dem Coiffeur Georges Bär, der aus seinem Salon stürzt, ergeht es nicht besser.
 
Auf diese zehn Zutaten sollte keine moderne Gesellschaft verzichten
So, 15 Sep 2019 09:00:00 GMT - Was macht den Unterschied zwischen einer "guten" und einer "schlechten" Demokratie? Welche Aspekte sind besonders wichtig, wenn ein Land Wahlen oder eine Abstimmung durchführt? Zum Internationalen Tag der Demokratie vom 15. September hat unser Korrespondent für globale Demokratie eine Hitparade mit den Top-Ten-Kriterien für eine gute Demokratie erstellt. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Die Journalistin des russischen Staatsfernsehens blickte mich erwartungsvoll an: Eben hatte sie mich gefragt, was ich von den Wahlen halte? Ich antwortete: "Das ist eine mit grossem Aufwand durchgeführte Show, die darüber hinwegtäuschen soll, dass im Vorfeld alle ernstzunehmenden Oppositionskandidaten vom Urnengang ausgeschlossen worden sind". Die junge Reporterin zuckte leicht zusammen und versuchte es mit einer zweiten Frage: "Aber ? was halten Sie von der digitalen Technologie, die zum Einsatz kommt?" und warf einen Blick auf ...
 
Das Ende des freien Personenverkehrs?
Fr, 13 Sep 2019 14:00:00 GMT - Die wählerstärkste Partei der Schweiz versucht ein weiteres Mal, den Zustrom von ausländischen Arbeitskräften zu bremsen: Mit ihrer "Begrenzungs-Initiative" fordert die SVP die Kündigung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit mit der EU. Für die Regierung spielt die Partei mit dem Feuer. Im Jahr 2020 wird das Schweizer Stimmvolk aufgefordert, über die Volksinitiative "Für eine massvolle Zuwanderung (Begrenzungs-Initiative)" abzustimmen. Nächste Woche debattiert das Parlament darüber. Innerhalb von 20 Jahren wird dies bereits das fünfte Mal sein, dass die umstrittene Frage des freien Personenverkehrs mit der Europäischen Union (EU) an die Schweizer Urnen kommt. Im Jahr 2000 stimmten die Schweizer Stimmberechtigten dem Abschluss der Bilateralen Abkommen I zwischen Bern und Brüssel zu. Diese führten unter anderem die Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU ein. Im Jahr 2005 einigten sich die Schweizerinnen und Schweizer darauf, dieses gegenseitige Recht auf die ...
 
Stimm- und Wahlrechtsalt 16 Jahre für die Schweiz!
Fr, 13 Sep 2019 11:00:00 GMT - Die Überalterung der Gesellschaft betrifft auch die direkte Demokratie Schweiz: Bei den Parlamentswahlen vom 20. Oktober wird die Hälfte der Stimmenden über 57 Jahre alt sein. 2027 dürfte die Hälfte dann schon 59 Jahre sein. Als Gegenmittel schlägt der Politikwissenschaftler Claude Longchamp* die Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre vor. Der US-Philosoph Tom Nichols fordert Stimmrechtsalter 50. Jüngere seien vermehrt links, hätten keine Immobilien und wüssten nichts von Aussenpolitik. Besser als Wählen sei es, erst einmal Lebenserfahrungen zu sammeln. Die ganz Alten wiederum könnten nur noch zwei-, dreimal wählen, dann sei Schluss. Deshalb sei es richtig, sie zu privilegieren. Was ist das richtige Stimmrechtsalter? Greta Thunbergs Mutter sieht das in ihrem Buch ganz anders. Ihre beiden Töchter hätten Aussichten, 100 Jahre alt zu werden. Sie müssten sich damit auseinandersetzen, zu Beginn des 22. Jahrhunderts (!) noch zu leben. Niemand könne garantieren, was dann sei, ...
 
Wenn nur die Auslandschweizerinnen und -schweizer wählen würden?
Do, 12 Sep 2019 08:28:00 GMT - In der Berichterstattung zum soeben publizierten SRG-Wahlbarometer ist fast untergegangen, wo sich die grösste aller Veränderungen abzeichnet: bei den Auslandschweizerinnen- und schweizern. Die Auslege- und Einordnung. Gemäss jüngstem SRG-Wahlbarometer für die Schweizer Parlamentswahlen vom 20. Oktober hätten die Mitglieder der Auslandschweizer Community Ende August 2019 zu 23% die Grüne Partei (GPS) gewählt. Damit wären die Grünen erstmals überhaupt stärkste Partei gewesen, vor der FDP mit 18%, SP und SVP mit je 16%, GLP mit 11% und CVP mit 8% gefolgt (Box zu den Parteien unten). Markant sind die Veränderung gegenüber dem Wahlbarometer vom Juni 2019. Damals lag die SVP noch vor der SP und der FDP an der Spitze. Erst dahinter folgten die Grünen an vierter Stelle. Das spricht für einen gründlichen Grünrutsch gerade unter den ausgewanderten Schweizerinnen und Schweizern, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollen. Denn die Grünen gewannen in weniger als drei Monaten sieben ...
 
Mirko Manzoni, der Schweizer Friedensstifter in Mosambik
Mi, 11 Sep 2019 14:00:00 GMT - Die Zeitung Tages-Anzeiger sprach vom "grössten Erfolg der Schweizer Friedensdiplomatie seit vielen Jahren": Denn das Friedensabkommen von Mosambik hat auch ein Schweizer Gesicht, das von Botschafter Mirko Manzoni, den swissinfo.ch kürzlich getroffen hat. Am 6. August küssen sich der Präsident Mosambiks, Filipe Nyusi, von der regierenden Frelimo-Partei und Ossufo Momade, Oppositionsführer der Renamo-Partei, während der Zeremonie zur Unterzeichnung eines historischen Friedensabkommens. An ihrer Seite applaudiert und lächelt ein Mann mit Brille. Es ist Mirko Manzoni, der Schweizer Botschafter in dem südostafrikanischen Land. Manzoni hat die Friedensverhandlungen seit mehr als drei Jahren geleitet und es geschafft, die Parteien nach Jahrzehnten des Bürger- und Guerillakriegs davon zu überzeugen, den Weg des Friedens zu gehen. Ende des Monats wird Manzoni seinen Botschafterposten verlassen. Er wurde von UNO-Generalsekretär António Guterrez zum Persönlichen Gesandten für ...
 
In einer Kaffeebar mit dem Manager für den Frieden in Europa
Mi, 11 Sep 2019 11:30:00 GMT - Als erster Schweizer im Amt des OSZE-Generalsekretärs hat Thomas Greminger viel zu tun. Kooperation und Dialog haben schon bessere Zeiten erlebt: Der ungelöste Ukraine-Konflikt nährt die Vertrauenskrise zwischen Russland und den USA, den Schlüsselakteuren der euro-atlantischen Sicherheit. Internationales Genf: In einer kleinen Serie stellt swissinfo.ch Schweizerinnen und Schweizer vor, die auf dem internationalen Parkett Schlüsselfunktionen innehaben. Baulärm durchdringt den sonnigen Morgen in Berns Innenstadt. Thomas Greminger ist bereits 40 Minuten der Aare entlang gejoggt, hat seine Emails während des Frühstücks im Hotel beantwortet und sich in der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) mit der Verantwortlichen für Ostzusammenarbeit getroffen. "Wir haben den gleichen Einsatzraum: Osteuropa, Zentralasien und den Westbalkan", sagt er nun in einem Café in der Nähe des Bundeshauses zu swissinfo.ch. Greminger bestellt eine Cola Zero. Seine Arbeitstage sind ...
 
Pressefreiheit wird zum Testfall für die Schweizer Neutralität
Mi, 11 Sep 2019 09:00:00 GMT - Nach der Ermordung des prominenten saudi-arabischen Kolumnisten Jamal Khashoggi im vergangenen Jahr weigerte sich die Schweiz, eine Erklärung zu unterzeichnen, die den Mord verurteilt und eine lückenlose Untersuchung fordert. Journalisten und NGOs fragen sich seither, wie ernst es der Bundesrat meint mit seinen Bemühungen, für Pressefreiheit einzutreten. Rund ein Jahr ist seit dem Mord am Journalisten Jamal Khashoggi in der saudi-arabischen Botschaft in Istanbul vergangen. Saudi-Arabien ist seither von vielen Seiten scharf verurteilt worden. Im März dieses Jahres unterzeichneten in Genf 36 Länder ? darunter alle EU-Staaten ? eine gemeinsame Erklärung, in der sie unter anderem forderten, dass der Mord an Khashoggi gründlich aufgeklärt wird und Saudi-Arabien die Untersuchung unterstützt. Doch die Schweiz blieb aussen vor: Sie hat die Erklärung nicht unterzeichnet.  "Reporter ohne Grenzen verurteilte diese Entscheidung", sagt Denis Masmejan, Generalsekretär von Reporter ohne ...
 


Rundschreiben Nr. 5/2019 (23.08.2019)
Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
Willkommen ::: News & Aktuelles ::: RSS-Feed ::: Impressum | Datenschutz