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In Bundesratswahlen steckt ein Hauch Oligarchie
Do, 5 Dez 2019 12:00:00 GMT - Bundesratswahlen enthalten ein Element, das wir von Rotary Clubs her kennen: Ein innerer Zirkel ergänzt sich selbst, nach eigenen, festgeschriebenen Regeln. Man nennt das Kooptation. Noch funktioniert dieses Prinzip. Historisch ist es aber überholt. Wählen bedeutet zuallererst auswählen. Das setzt im Minimum zwei Vorschläge voraus. Denn nur dies erlaubt es, sich für und gegen etwas zu entscheiden. In Demokratien setzt man Wählen häufig mit Volkswahlen gleich. Daneben gibt es Wahlen durch Gremien, die ihrerseits vom Volk gewählt wurden. In der Schweiz ist das seit 1848 so. Der Nationalrat ging seither immer aus einer Volkswahl hervor. Beim Ständerat war es lange üblich, dass er von den Kantonsparlamenten bestimmt wurde. Heute ist das nicht mehr der Fall, auch hier wählt das Volk. Der Autor Claude Longchamp zählt zu den erfahrensten und angesehensten Politanalysten der Schweiz. Er war Gründer des Forschungsinstitutes gfs.bern, dessen Direktor er bis zu seiner Pensionierung war.
 
Der Schweiz gehen die Freiwilligen aus. Was ist zu tun?
Do, 5 Dez 2019 09:00:00 GMT - Unser Land ist darauf angewiesen, dass seine Bewohner einander unterstützen. Und dass die brillantesten von ihnen den Staat lenken. Doch solches liegt nicht mehr im Zeitgeist. Lösungsansätze.  Wer die Bedeutung des Milizsystems für die Schweiz ermessen will, muss die politische Kultur des Landes verstehen. Um das 12. Jahrhundert lernten die Menschen in den Talschaften, dass Arbeitsteilung Wohlstand schafft. Es entstanden Talgenossenschaften, innerhalb derer die Gemeinschaftsaufgaben unter den Bürgern verteilt wurden und deren oberste Instanz die Versammlung dieser Bürger war.  Man war solidarisch, wo Not herrschte, erwartete aber, dass niemand ohne Not der Gemeinschaft zur Last fiel.Weil alle mitreden konnten, brauchte es Kompromisse, und weil innere Konflikte das äussere Überleben gefährdet hätten, entwickelte sich eine wegweisende Konfliktbereinigungskultur. Dieses genossenschaftliche Element prägt unsere Fähigkeit zu Kompromissen und unsere Konkordanzkultur bis heute. Weil ...
 
Bern ? Brüssel: Es riecht nach Zwischenlösung
Di, 3 Dez 2019 14:57:00 GMT - Der neue Schweizer Nationalrat will gute Beziehungen mit der EU, aber einen besseren Rahmenvertrag. Auch die neue Regierung in Brüssel will gute Beziehungen mit der Schweiz, aber erstmal abwarten, was die Eidgenossen im Mai zur Personenfreizügigkeit sagen. Deblockiert ist vorerst nichts, aber auch noch nichts verloren. Eine Analyse.   Nach der kleinen Parlamentskammer sagte am Dienstag auch die neue grosse Kammer (Nationalrat) Ja zu einem zweiten Schweizer Beitrag von 1,3 Milliarden Franken an EU-Staaten in Süd- und Osteuropa. Die Auszahlung wird an die Bedingung geknüpft, dass die EU keine diskriminierenden Massnahmen gegenüber der Schweiz ergreift. Gemeint ist damit, dass die EU der Schweizer Börse den Zugang zu den europäischen Finanzmärkten verweigert.  Mit dem sogenannten Kohäsionsbeitrag sollen in diesen Ländern wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten ausgeglichen werden und Massnahmen im Bereich Migration mitfinanziert werden. Das ist nicht nur ein Akt der ...
 
Wie die Schweiz ihr Geld ausgibt ? und wo es herkommt
Di, 3 Dez 2019 13:00:00 GMT - Die Schweiz plant auch im nächsten Jahr wieder mit mehr Einnahmen als Ausgaben. Wo viel Geld ist, bleibt wenig zu streiten. Aber immer noch genug. Das Parlament berät in der ersten Woche der laufenden Wintersession dieses Budget fürs nächste Jahr. Es sieht bei Ausgaben von gut 75,2 Milliarden Franken einen Überschuss von 435 Millionen Franken vor. Wo kommt das Geld her? Zwei Drittel des Schweizer Haushalts werden nächstes Jahr durch Einnahmen aus der Mehrwertsteuer und der direkten Bundessteuer abgedeckt. Bei der direkten Bundessteuer kommt mehr als die Hälfte der 24 Milliarden von Unternehmen und nur 45 Prozent von natürlichen Personen, vor allem von Gutverdienenden.   Weitere Einnahmen kommen durch Steuern auf Treibstoffe (4,5 Mia. Franken), Tabak (2 Mia. Fr.) und Finanztransaktionen, den sogenannten Stempelabgaben (2,2 Mia. Franken) zustande. Die übrigen Fiskaleinnahmen (7 Milliarden) setzen sich aus Verkehrsabgaben und Lenkungsabgaben wie der CO2-Abgabe zusammen. Unter ...
 
Schweizer Ex-Minister und ihre umstrittenen Jobs
Di, 3 Dez 2019 10:00:00 GMT - Was machen die Bundesrätinnen und -räte nach ihrem Ausscheiden aus der Schweizer Regierung? Müssen sie besser auf den Schritt zurück in ein "normales" Leben vorbereitet werden? Die Nominierung von Doris Leuthard, der ehemaligen Verkehrs- und Infrastrukturministerin, zur Verwaltungsrätin des Schweizer Bahnherstellers Stadler Rail wurde stark kritisiert und hat eine alte Debatte wieder aufflammen lassen. Die Schweiz müsse gesetzgeberisch tätig werden, fordert die NGO Transparency International.  Ehemalige Schweizer Ministerinnen und Minister, die in Pantoffeln daheim vor dem Kaminfeuer sitzen: Dies ist eine komplett falsche Vorstellung davon, wie das Leben von Ex-Bundesräten aussieht. Das Gegenteil ist der Fall: Sie wechseln meist unmittelbar in die Privatwirtschaft, wo sie einen mehr oder minder hohen Posten bekleiden. Genau dies wird aber kritisiert, weil daraus mögliche Interessenkonflikte resultieren können.  Für die jüngste Kontroverse sorgt Doris Leuthard: Die ehemalige ...
 
Weshalb ist das internationale Genf so wichtig für die Schweiz?
Mo, 2 Dez 2019 15:00:00 GMT - "Grösstes multilaterales Zentrum der Welt", "Hauptstadt des Friedens", "Hauptzentrale der Globalen Gouvernanz": Wenn es darum geht, die Dichte an internationalen Organisationen und Akteuren auf zwei Quadratkilometern in der Stadt Genf zu beschreiben, bedienen sich Schweizer Beamte gerne der Superlative. Aber was genau ist das internationale Genf und warum ist es für die Schweiz so wichtig? Was ist das internationale Genf? Die Rolle Genfs als Gastgeberin für die Länder und Institutionen dieser Welt geht auf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) im Jahr 1863 zurück. Die humanitäre Tradition und die Neutralität der Schweiz machten das Land später zu einer naheliegenden Wahl für den Sitz den Vorläufer der Vereinten Nationen (UNO), den Völkerbund und für die internationale Arbeitsorganisation (ILO), deren Niederlassung 1919 die Geburt des internationalen Genfs bedeutete. Heute beherbergt die Stadt den europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen (UNOG), ...
 
Europas erstes Zentrum für Business und Menschenrechte in Genf
Mo, 2 Dez 2019 13:00:00 GMT - ??? Die Universität Genf hat sich zum Ziel gesetzt, die "Hauptstadt des Friedens" zu einer Drehscheibe für verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken zu machen und finanziert das erste Zentrum für Menschenrechte an einer Business School in Europa. Die Direktorin des Zentrums spricht mit swissinfo.ch darüber, wieso sie glaubt, dass Profite und Prinzipien nebeneinander existieren können, und was es braucht, um Unternehmen im Zaum zu halten. Auch wenn Genf besser bekannt ist für Friedensgespräche und diplomatische Verhandlungen als für grosse Geschäftsabschlüsse ist die Stadt kein Leichtgewicht in Sachen Industrie. Der Kanton Genf ist nicht nur der Geburtsort der Schweizer Uhrmacherei, sondern beherbergt auch Hunderte von multinationalen Konzernen, darunter Rohstoffhändler wie Trafigura und Vitol sowie Konsumgüterriesen wie Procter & Gamble. Diese Mischung macht Genf zum "naheliegenden Ort für ein Zentrum für Wirtschaft und Menschenrechte", erklärte Mike Posner von der New York ...
 
Eine entscheidende Konferenz für die Zukunft unseres Planeten
Mo, 2 Dez 2019 07:00:00 GMT - Die 25. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 25) muss laut der Schweizer Regierung griffige Massnahmen für eine wirksame Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens beschliessen. Die Schweiz will ihre CO2-Nettoemissionen bis zum Jahr 2050 auf Null reduzieren. Die Forderungen von NGOs gehen noch weiter. swissinfo.ch mit den wichtigsten Fragen zum Klimagipfel. Die Erwartungen sind hoch, aber wenn man die Vorgeschichte der Konferenz anschaut, ist es schwierig, konkrete Resultate vorherzusehen. Die internationale Konferenz findet vom 2. bis 13. Dezember in der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Zuerst war eine Durchführung der Veranstaltung in Brasilien vorgesehen, dann einigte man sich auf Chile. Doch angesichts der Proteste im Andenstaat wurde der Veranstaltungsort nochmals geändert. Zur Auswahl standen Costa Rica, Deutschland (Bonn), die USA (New York) und auch die Schweiz (Genf). Doch am Ende, nur einen Monat vor Beginn der Konferenz, einigte man sich auf Madrid. Warum ist ...
 
10 Jahre Minarett-Verbot: Rückblick auf eine hart umkämpfte Debatte
Fr, 29 Nov 2019 13:00:00 GMT - Keine neuen Minarette: Heute vor 10 Jahren befürwortete eine Mehrheit der Schweizer Wählerinnen und Wähler und aller Kantone eine Volksinitiative, die den Bau weiterer Minarette in der Schweiz verbot. Wir blicken zurück auf eine heftige Debatte und was sich seither verändert hat.  Die Volksinitiative wurde von 57,5% der Schweizer Stimmberechtigten angenommen, obwohl sie von den meisten Politikern sowie von Kirchen und islamischen Organisationen innerhalb und außerhalb der Schweiz abgelehnt wurde.  Nur die rechts-konservative Schweizerische Volkspartei (SVP) und die christliche, nationalkonservative Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) unterstützten den Vorschlag. Für sie symbolisierte das Minarett den religiös-politischen Machtanspruch des Islams. Mit dem Ja zum Verbot landeten die Initianten eine Politsensation, die niemand vorausgesehen hatte. Heute, zehn Jahre nach der Befürwortung dieser Initiative, wächst die Zahl der Muslime in der Schweiz weiter, und der Bau von ...
 
"Ein 52-Prozent-Entscheid ist kein endgültiger Sieg"
Fr, 29 Nov 2019 10:00:00 GMT - Drei Jahre nach dem Votum für einen Austritt aus der EU ist Grossbritannien noch immer gespalten in Bezug auf den Brexit. Würde ein zweites Referendum die Risse heilen oder die Kluft im Volk weiter vergrössern? Lehren könnten aus der Schweizer Politik gezogen werden, denken Experten. Grossbritannien steuert auf die Parlamentswahlen am 12. Dezember zu, und eine zweite Brexit-Abstimmung ist nicht ausgeschlossen. Premierminister Boris Johnson möchte ein erneutes Referendum zwar nicht, doch wenn er keine klare Mehrheit erreicht und das Parlament in die Schwebe gerät, wird er vielleicht keine Wahl haben.  Die Labour-Partei hat bekanntgegeben, dass sie definitiv ein zweites Referendum zum Brexit geben wird, sollte sie an die Macht gelangen. Und im Volk sind laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage 47 Prozent dafür, erneut über einen Austritt aus der Europäischen Union zu befinden. 29 Prozent sind dagegen. Was würde eine weitere Brexit-Abstimmung für den demokratischen Prozess bedeuten?
 
Was sieht die neue Schweizer Rentenreform vor?
Do, 28 Nov 2019 10:00:00 GMT - Die Finanzierung der Altersvorsorge in der Schweiz ist zunehmend unsicherer geworden. Es braucht dringend eine Reform, doch ein erster Entwurf wurde in einer Volksabstimmung abgelehnt. Jetzt legte die Regierung mit "AHV 21" eine neue Version vor: Diese sieht erneut eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen vor. Worum geht es? Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die den Rentnerinnen und Rentnern, die in der Schweiz leben oder hier gearbeitet haben, ein Existenzminimum garantiert, muss dringend reformiert werden. Die Sozialabgaben und Beiträge der öffentlichen Hand reichen nicht mehr aus, um die Kassen aufzustocken. Eine erste umfassende Reform des Schweizer Altervorsorgesystems scheiterte 2017 in einer Volksabstimmung. Jetzt hat der Bundesrat (Regierung) einen neuen Vorschlag ausgearbeitet: AHV 21. Ziel der Reform ist es, das aktuelle Niveau der Renten zu erhalten und die Finanzierung der AHV zu stabilisieren. Das Projekt muss noch von Parlament und Volk ...
 
Das Milizsystem, eine Schweizer Spezialität in Schwierigkeiten
Mi, 27 Nov 2019 12:30:00 GMT - Einer der Eckpfeiler der partizipativen Demokratie der Schweiz ist das so genannte Milizsystem. Doch was steckt hinter diesem Begriff, der im Ausland oft nur mit militärischen Tätigkeiten gleichgesetzt wird? Das Prinzip "Der Begriff Milizsystem bezeichnet ein im öffentlichen Leben der Schweiz verbreitetes Organisationsprinzip, das auf der republikanischen Vorstellung beruht, wonach ein jeder dazu befähigter Bürger neben- oder ehrenamtlich öffentliche Ämter und Aufgaben zu übernehmen hat", heisst es im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) dazu. Stark vereinfacht lässt sich sagen, dass der Begriff Miliz im politischen und institutionellen Kontext der Schweiz als das Gegenteil von Professionalität verstanden wird. Es sind die Bürgerinnen und Bürger, die den Staat ausmachen ? einen partizipativen demokratischen Staat, in dem diese nicht nur das aktive und passive Wahlrecht haben, sondern auch die Pflicht, Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu übernehmen. Woher kommt es? Der ...
 
Die Schweiz, ein Volk von Migranten?
Di, 26 Nov 2019 15:00:00 GMT - Migration gehört zur Schweiz: Die Ausstellung "Homo migrans" im Historischen Museum Bern zeichnet die Bevölkerungsbewegungen nach, die das Territorium der Schweiz und seine Bewohner und Bewohnerinnen über Jahrtausende hinweg geprägt haben. Sie gibt auch Auslandschweizern eine Stimme. Wie viel Migration steckt in mir? Die Ausstellung "Homo migrans. Zwei Millionen Jahre unterwegs" im Historischen Museum Bern beginnt mit dieser einfachen Frage. Oder vielleicht doch nicht ganz so einfach, wie ein Rundgang durch zwei Millionen Jahre Bevölkerungsbewegungen zeigt, die ihren Anfang in Afrika nehmen und schliesslich bis auf das Territorium führen, das wir heute "Schweiz" nennen. Die Ausstellung "Homo migrans" ist noch bis am 28. Juni 2020 im Historischen Museum in Bern zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr. Besucher und Besucherinnen können die Spuren der ersten Menschen verfolgen, die sich gegen 15'000 v. Chr. in der Region niederliessen und eintauchen ...
 
So retten die Jungen das Milizsystem
Di, 26 Nov 2019 11:00:00 GMT - "Meine Abwesenheit während des WKs (Wiedeholungskurs in der Schweizer Armee) wird von den Arbeitgebern ja auch akzeptiert!", entrüstet sich ein Jungpolitiker. Folglich sollen Arbeitgeber auch gegenüber Jungen, die auf freiwilliger Basis ein Milizamt übernehmen, Flexibilität an den Tag legen und deren ausserberufliches Engagement mehr würdigen, fordert er. Wie kann das akute Nachwuchsproblem im Schweizer Milizsystem gelöst werden? Rund 50 Jungpolitikerinnen und Jugendparlamentarier haben an der diesjährigen Soirée Politique des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente DSJ in Bern analysiert und diskutiert. Als Resultat legen sie sieben Lösungsvorschläge auf den Tisch. Im Schweizer Milizwesen fehlt es an Nachwuchs ? und zwar gewaltig! Gerade einmal acht Prozent der Mitglieder der Gemeinderäte, das sind die Exekutiven auf kommunaler Ebene, sind unter 40 Jahre alt. Zur Einordnung: In der Schweiz sind auf kommunaler Ebene insgesamt rund 100'000 Personen in einem politischen Amt ...
 
"Ihr könnt uns umbringen, aber nicht unsere Geschichten"
Di, 26 Nov 2019 10:44:00 GMT - Mit dem Jubiläum, das am 20. November 2019, in Bern mit internationalen Gästen aus der Medienwelt gefeiert wurde, setzt SWI swissinfo.ch ein Zeichen für den unabhängigen Journalismus und engagiert sich für "Reporter ohne Grenzen Schweiz". "You can kill us, but you can't kill the story" - Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, das Recht auf Informationen ? unabhängiger und unzensierter Journalismus. Die Proklamation ist laut und weltweit.  Caroline Muscats Worte hallen nach und ernten Beifall der rund 130 Gäste. SWI swissinfo.ch feiert sein 20-jähriges Online-Bestehen. In der hochkarätig besetzten Paneldiskussion mit Caroline Muscat von The Shift News (Malta), Galina Timtschenko von meduza.io (Russland) und Daniela Pinheiro, ehemalige Chefredaktorin vom Época Magazine (Brasilien) wird offensichtlich, unter welch massivem Druck sich die Medien teilweise in anderen Ländern befinden.  Die Hetze gegen Journalistinnen ist oft systematisch, Journalisten arbeiten in einem Klima der Angst, ...
 
Kleiner Einblick in die Ausstellung "Homo migrans"
Di, 26 Nov 2019 09:53:06 GMT -
 
Als die Schweiz ihrer Armee den Boden unter den Füssen wegzog
Di, 26 Nov 2019 09:00:00 GMT - Vor 30 Jahren stimmten die Schweizer über die Abschaffung der Armee ab. Die überraschend hohe Zustimmung hat Reformen angetrieben. Hat die Abstimmung auch den Kalten Krieg aus den Köpfen vertrieben? Ein Rückblick mit den Protagonisten aus jener Zeit. Drei Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer befand die Schweizer Stimmbevölkerung vor 30 Jahren über die Abschaffung der Armee. Hinter der Volksinitiative stand die Gruppe Schweiz ohne Armee, kurz GSoA, die sich 1982 gegründet hatte. Zum Erstaunen aller stimmten am 26. November 1989 35,6 Prozent für ihren Plan, die Armee abzuschaffen ? mehr als eine Million Schweizerinnen und Schweizer. Ginge es gar nur nach den Kantonen Genf und Jura, wäre die Schweiz seit 30 Jahren ein Land ohne Armee. Am Anfang standen die Aktivisten "Nein, dieses Resultat habe ich nicht erwartet", blickt der Rentner Oliver Krieg zurück. Krieg gehörte dem Initiativkomitee an, das mit 100 Leuten rekordverdächtig gross war. "Tankwart" stand dort als sein Beruf.
 
Das Schweizer Parlament rutscht deutlich nach links
Mo, 25 Nov 2019 15:30:00 GMT - Die endgültige Zusammensetzung der beiden Kammern des Schweizer Parlaments ist nun bekannt. Bereits in der Wintersession könnte dieses jüngere, weiblichere und linkere Parlament Bewegung in einige Dossiers bringen. Jetzt ist endlich klar, wie das Schweizer Parlament in der nächsten Legislatur aussieht: Die Kantone Basel-Landschaft, Aargau und Schwyz haben gestern als Letzte ihre Vertreter für den Ständerat (kleine Parlamentskammer) gewählt. Einige Überraschungen gab es beim zweiten Wahlgang im Kanton Tessin und im Kanton Freiburg: Die Sozialdemokratin Marina Carobbio hat dem Bisherigen, Filippo Lombardi (Christlichdemokratische Volkspartei, CVP), den Sitz abgejagt. Ebenso schnappte sich die Freisinnige Johanna Gapany den Sitz von Beat Vonlanthen (CVP). Noch nie gab es so viele Frauen im Ständerat: 12 Frauen wurden in die kleine Parlamentskammer gewählt, wobei sie immer noch lediglich 26% des Ständerates ausmachen. Im Nationalrat (grosse Parlamentskammer) hingegen können sich ...
 
"SWI swissinfo.ch ist heute einer der grossen Namen in der internationalen Information"
Mo, 25 Nov 2019 14:32:00 GMT - SWI swissinfo.ch feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Aber eigentlich begann alles 1935. SRG-Generaldirektor Gilles Marchand mit seinem Blick auf zwei Jahrzehnte Internationaler Dienst und Auslandschweizer-Plattform der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR). 1935 strahlt der Schweizer Kurzwellendienst bereits weltweit das Programm der Schweizer Radios aus. Und die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die über alle Kontinente verstreut leben, schätzen den Kontakt zu ihrer Heimat und ihren Wurzeln, der durch die Rundfunkübertragungen aus der Schweiz möglich ist. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs entstehen die internationalen Schweizer Radioprogramme auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch. Programme, die dank ihrer Ausgewogenheit und ihrer Professionalität überall geschätzt sind. Der Begriff «mediale Neutralität» mag in Zusammenhang mit den Kurzwellen entstanden sein ? jedenfalls wird die Schweiz damit in Verbindung gebracht, was sehr positiv ist. ...
 
Neue Chefin ? neue Chance?
Mo, 25 Nov 2019 07:15:00 GMT - Wächst mit der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Chance, dass Bern und Brüssel endlich das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU besiegeln? Beobachter sind skeptisch. Nach einigen Verzögerungen steht nun von der Leyens Personal für ihre Kommission: Am 1. Dezember kann die Deutsche damit aller Voraussicht nach ihr Amt antreten. In der Schweiz fragt man sich, in welche Richtung sich offene Konfliktfelder unter der Nachfolgerin von Jean-Claude Juncker bewegen werden. Viel war über die 61-Jährige seit ihrer Wahl durch das EU-Parlament am 17. Juli 2019 zu lesen. Handfestes zum Thema Schweiz befand sich nicht darunter. Der kleine Nachbar hatte in von der Leyens bisheriger politischer Karriere als Familien-, Arbeits- und Verteidigungsministerin in Berlin kaum eine Rolle gespielt.  Nun muss sie sich in Brüssel neben dem Schweiz-Dossier in viele neue Themenfelder einarbeiten. Am Ende ist kaum zu erwarten, dass sich die neue Kommissionspräsidentin gross von ...
 
Jüdischer Friedhof im Niemandsland
Sa, 23 Nov 2019 10:00:00 GMT - In einem abgelegenen Waldstück liegt der grösste und gleichzeitig auch älteste jüdische Friedhof der Schweiz. Wie kam es, dass der Friedhof im Niemandsland zwischen den Gemeinden Endingen und Lengnau im Kanton Aargau zu liegen kam? Im Jahre 1646 beschloss die damalige Regierung der Eidgenossenschaft, alle Juden aus der Schweiz auszuweisen. Weil aber kein Land sie aufnehmen wollte, liess man sie schliesslich in der Grafschaft Baden bleiben. Dieses Gebiet war Untertanenland aller Eidgenossen. Der Landvogt von Baden war nicht abgeneigt, da er von den Juden hohe Schutzgelder und Abgaben kassieren konnte. In der Stadt Baden wollte man die Juden auch nicht haben. Die jüdischen Familien zogen daher ins Surbtal, in die Gemeinden Lengnau und Endingen, nicht weit von der Stadt Baden. Die Stadtnähe war für die Juden wichtig, weil sie nur als Hausierer und Händler arbeiten durften. So konnten sie ihre bescheidenen Geschäfte betreiben. Jahrzehntelang durften sie nur hier wohnen. Die Juden ...
 
Ignoranz als Staatsschutz?
Fr, 22 Nov 2019 12:00:00 GMT - Vor genau 30 Jahren geriet die Schweiz in eine der schwersten institutionellen und politischen Krisen ihrer Geschichte. Der so genannte "Fichenskandal" explodierte. Es war der 1. August 1990, der 699. Geburtstag der Eidgenossenschaft. An diesem Tag erhielt Max Frisch ein 13-seitiges Dokument mit einer Aufstellung aller öffentlichen und privaten Ereignisse in seinem Leben, welche von der politischen Polizei erfasst worden waren. Der Schriftsteller und Dramatiker Frisch (1911-1991), der auch als Anwärter für den Literatur-Nobelpreis gehandelt worden war, hatte kurz zuvor Zugang zu seiner ?Staatsschutzfiche? gehabt, welche Hunderte von Spionagehandlungen zusammenfasste, denen er im Laufe der Jahre ausgesetzt war. Die Erfassung beinhaltete mehr als 40 Jahre Auslandreisen, Reden, Teilnahmen an politischen Kundgebungen und Debatten sowie Meinungsaustausch aller Art. Das gesamte Material war mit einer gewissen Oberflächlichkeit gesammelt und zusammengestellt worden, ohne eine echte ...
 
"Wir können nicht Staaten öffentlich anprangern"
Fr, 22 Nov 2019 10:00:00 GMT - Liliane Maury Pasquier vertritt seit über einem Jahrzehnt die Schweiz im Europarat. Die Organisation, die ihr 70-Jahr-Jubiläum feiert, setze auf Zusammenarbeit und nicht auf Sanktionen, sagt Maury Pasquier im Interview. swissinfo.ch: Was genau tut eigentlich der Europarat? Liliane Maury Pasquier: Der Europarat wird oft mit der Europäischen Union verwechselt. Sogar Leute, die wissen, was ich tue, sagen immer wieder zu mir: "Oh, Du gehst wieder nach Brüssel?" Der Europarat ist eine Organisation mit Sitz in Strassburg, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde, um ähnliche Katastrophen in Zukunft zu verhindern. 47 Staaten sind Mitglied. Es sind sämtliche Staaten Europas mit Ausnahme Weissrusslands ? das Land hält als einziges in Europa an der Todesstrafe fest. Man kennt den Europarat vor allem wegen seiner Organe, allen voran dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der über die Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention wacht. Er ermöglicht es jedem ...
 
"Herr Putin ist ein Freund der Schweiz"
Fr, 22 Nov 2019 09:00:00 GMT - Bundespräsident Ueli Maurer hat in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Neben direkten Kontakten von Schweizer Grosskonzernen zum Kremlchef sei auch eine Anlaufstelle für Schweizer kleine und mittelgrosse Unternehmen diskutiert worden, sagt Maurer im Interview mit SRF News. SRF News: Die Schweiz möchte den Zugang für Grosskonzerne in Russland vereinfachen. Was sagte Putin zu diesem wirtschaftspolitischen Aspekt? Ueli Maurer: Putin ist sehr interessiert am Know-how und an Arbeitsplätzen von Schweizer Unternehmen. Zu Sprache kam die Möglichkeit, dass er selbst die CEOs der Schweizer Multis einlädt und sich mit diesen austauscht. Ich denke, das würde einige von ihnen motivieren, sich noch stärker zu engagieren. Zum anderen diskutierten wir über eine mögliche Anlaufstelle für Schweizer kleine und mittelgrosse Unternehmen (KMU), die deren Einstieg in einem völlig fremden Markt erleichtern könnte. SRF News: Putin will sich also ...
 
Verspätete Auslandschweizer: Lombardis Abwahl soll untersucht werden
Do, 21 Nov 2019 13:00:00 GMT - Filippo Lombardi wäre nicht abgewählt worden, hätten alle Wahlberechtigten im Ausland ihre Unterlagen rechtzeitig erhalten. Dieser Verdacht besteht, fehlten ihm doch lediglich 45 Stimmen. Ein Tessiner Anwalt strebt nun eine Untersuchung an. Der Fall könnte auch für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer bedeutend werden. Die langen Versandzeiten von Wahlunterlagen, die vielen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern quasi das Wahlrecht verunmöglichen, sorgen im Kanton Tessin für einen Sturm der Entrüstung. Die Kantonsregierung hat die Gemeinden angewiesen, alle Umschläge mit Wahlzetteln aufzubewahren, die aus dem Ausland erst nach dem Tag des zweiten Wahlgangs für den Ständerat vom 17. November eingegangen sind. Das könnte der Auftakt zu einem Rekurs sein. Mit dieser Massnahme, die am Mittwoch den Tessiner Medien bekanntgegeben wurde, kam die kantonale Exekutive einer Anfrage nach, die der Präsident der kantonalen Anwaltskammer (OATI), Gianluca Padlina, am Vortag ...
 
Warum einige Schweizer Eltern den Heimunterricht vorziehen
Do, 21 Nov 2019 12:00:00 GMT - Weshalb entscheiden sich Eltern, ihre Kinder daheim zu unterrichten? Darüber ist in der Schweiz eine Debatte entbrannt. Kürzlich hat das Bundesgericht entschieden, in der Schweiz gebe es kein verfassungsmässiges Recht auf Heimunterricht. Dies, nachdem eine Mutter aus dem Kanton Basel-Stadt, die ihren hochbegabten Sohn daheim unterrichten wollte, Berufung eingelegt hatte. Die Mutter hatte erklärt, dass das lokale Bildungssystem nicht gut genug für ihr hochbegabtes Kind und ihr Vertrauen in das System erschüttert sei. Mit dem Bundesgerichtsurteil geriet diese Praxis ins Scheinwerferlicht ? und sorgte für zahlreiche Reaktionen. Warum entscheiden sich ? angesichts des als hochqualitativ angesehenen Bildungssystems der Schweiz ? einige Eltern trotzdem dafür, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten? Das fragten sich viele. Zunehmend beliebter In der Schweiz liegt die Bildungshoheit bei den 26 Kantonen. Sie haben unterschiedliche Ansichten, was den Heimunterricht betrifft (siehe Infobox).
 
Wie die Schweiz mit Jugoslawien ins Geschäft kam
Do, 21 Nov 2019 10:00:00 GMT - Vor 50 Jahren besuchte erstmals ein Bundesrat das sozialistische Jugoslawien. Die Beziehungen sollten sich bis zum Ende des Kalten Krieges in ungeahnter Weise intensivieren.  Der "Warenaustausch wächst in beiden Richtungen", jährlich besuchten über 120 000 Schweizer Feriengäste Jugoslawien und den 15 000 in der Schweiz lebenden Gastarbeitern gehe es weitaus besser als ihren Landsleuten in anderen europäischen Emigrationsländern.  Dies war das Briefing, das Hans Keller, der Schweizer Botschafter in Belgrad, vor 50 Jahren seinem Aussenminister in Bern übermittelte. Autor Thomas Bürgisser ist Historiker bei der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz und Experte für die schweizerisch-jugoslawischen Beziehungen. Sein Buch "Wahlverwandtschaft zweier Sonderfälle im Kalten Krieg" (2017) kann unter www.dodis.ch/q8 gratis heruntergeladen werden. Die zitierten Dokumente sind online verfügbar: www.dodis.ch/C1682 Zwischen 28. Oktober und 1. November 1969 besuchte mit Willy ...
 
Ueli Maurers brisante Auslandreisen
Mi, 20 Nov 2019 14:43:00 GMT - Bundespräsident Ueli Maurer trifft am Donnerstag Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. Es ist bereits die vierte grosse Reise Maurers in seinem Präsidialjahr, die hierzulande viel zu reden gibt. Eine Übersicht. Finanzminister Ueli Maurer übt das Amt des Bundespräsidenten bereits zum zweiten Mal aus. Und das Mitglied der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) scheint Freude an der Ausübung dieser Funktion gefunden zu haben: Blieb er während seines ersten Präsidialjahres 2013 noch lieber "zu Hause", hat er in diesem Jahr die Hände der mächtigsten Staatsmänner geschüttelt. Hochumstritten war Maurers Reise nach Saudi-Arabien im Oktober. Das Land war insbesondere nach der Ermordung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi international in Verruf geraten. Immer wieder für Kritik wegen der Menschenrechtslage sorgen zudem Reisen der offiziellen Schweiz nach China, so auch Maurers Besuch in Peking anfangs Jahr. Diese beiden Besuche sowie die jüngste ...
 
"Wir gehen noch zu oft davon aus, zu wissen, was gut ist für das Kind"
Mi, 20 Nov 2019 07:49:00 GMT - Das Kind selbst ist der beste Experte für seine eigene Situation. Vor 30 Jahren hat die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes einen neuen Ansatz im Jugendstrafrecht eingeführt. Der Schweizer Jean Zermatten, eine treibende Kraft dieser Revolution, hält fest, dass es noch mehr Umdenken brauche, um die Verletzungen von Kinderrechten stärker zu bekämpfen. Am 20. November 1989 hat die internationale Staatengemeinschaft die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet. Das Abkommen löste eine beispiellose Begeisterung aus, und die meisten Staaten ratifizierten es rasch. Bis heute haben insgesamt 196 Länder das Übereinkommen ratifiziert, die Schweiz tat dies 1997. Jean Zermatten gilt international als ausgewiesener Experte im Bereich Jugendstrafrecht. Er sass als erster Schweizer im UNO-Ausschuss für die Rechte des Kindes, den er später auch präsidierte. Am Anfang als Jugendrichter im Kanton Wallis widmete Zermatten seine ganze Karriere dieser Sache. Ein Interview. ...
 
Das Schweizer Milizsystem
Di, 19 Nov 2019 14:15:00 GMT - Das Milizsystem prägt die Schweiz bis heute massgeblich. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff Miliz? Und wie hat sich dieses System überhaupt entwickelt?  Der Begriff "Miliz" bezeichnet ein im öffentlichen Leben der Schweiz verbreitetes Organisationsprinzip. Jede Bürgerin und jeder Bürger, der sich dazu befähigt sieht, kann neben- oder ehrenamtlich öffentliche Ämter und Aufgaben übernehmen.  swissinfo.ch publiziert regelmässig Artikel aus dem Blog des Landesmuseums, die historischen Themen gewidmet sind. Die Artikel sind immer in deutscher und meistens auch in französischer und englischer Sprache verfasst. Die Milizarbeit beinhaltet aber weit mehr als ein Neben- oder Ehrenamt im Sinne der gemeinnützigen Arbeit. Sie weist vielmehr auf eine republikanische Identität hin, die ? falls verinnerlicht ? eine der wichtigsten Stützen unserer schweizerischen politischen Kultur darstellt. Das Milizprinzip ist in diesem Sinne bis heute nachhaltig in der politischen Kultur der ...
 
Der Vater des Auslandschweizer-Gesetzes muss gehen
Mo, 18 Nov 2019 14:54:00 GMT - Filippo Lombardi ist abgewählt. Mit ihm verliert die Fünfte Schweiz einen verdienten, äusserst engagierten Fürsprecher in Bern. Der Tessiner Ständerat hinterlässt eine grosse Lücke. Mit dem politischen Erdbeben, das gestern die Vertretung des Tessins im Ständerat erschüttert hat, verliert die Fünfte Schweiz ihren fleissigen Fürsprecher im Parlament: den CVP-Politiker Filippo Lombardi. Diese Abwahl wird jedoch sein Engagement als Vizepräsident der Organisation der Auslandschweizer (ASO) nicht beeinträchtigen, versichert ASO-Direktorin Ariane Rustichelli. "Natürlich tut es uns sehr leid", sagt Rustichelli. "Auf der anderen Seite sind wir jedoch sicher, dass wir weiterhin auf einen Mann zählen können, der für die Verteidigung der Interessen seiner Landsleute auf der ganzen Welt kämpft, und das ermutigt uns." Nach der überraschenden Nichtwiederwahl versicherte der inzwischen ehemalige Präsident der CVP-Bundeshausfraktion der ASO-Direktorin, dass er im Vizepräsidium bleiben werde.
 
Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger auf dem Weg zur Minderheit
Fr, 15 Nov 2019 14:08:00 GMT - Wer regiert den Kanton? Wie entwickelt sich die Stadt? Welche Tramlinie wird gebaut? Bei diesen Fragen entscheidet in der Schweiz das Stimmvolk. Im Kanton Basel-Stadt gibt es aber immer weniger Menschen, die bei diesen Fragen mitbestimmen können. Eine Tendenz, die sich auch in anderen Schweizer Städten zeigt. Die Anzahl Stimmberechtigter sinkt ? und in zehn Jahren könnten im Kanton Basel-Stadt gemäss Berechnungen des kantonalen Statistischen Amtes weniger als die Hälfte der Bevölkerung stimmberechtigt sein. Der Grund: Es wandern mehr Menschen aus dem Ausland in die Schweiz ein, als sich einbürgern lassen. Dieser Trend betrifft die Schweiz insgesamt. Was bedeutet das für die direkte Demokratie, wenn ein immer grösser werdender Teil der Bevölkerung nicht mitbestimmen darf?  In Basel geboren, in Basel zuhause Paola Palmieri ist eine von ihnen. Sie lebt in Basel, darf aber nicht abstimmen und wählen. Denn sie ist italienische Staatsbürgerin. "Ich bin 1977 hier in Basel geboren.
 
Von Notwohnungen zu hippen Mittelstandssiedlungen
Fr, 15 Nov 2019 10:00:00 GMT - Nach dem ersten Weltkrieg waren in der Schweiz viele Menschen obdachlos. Genossenschaften linderten die Wohnungsnot, manche feiern dieses Jahr ihr hundertjähriges Jubiläum. Die Industrialisierung führte dazu, dass ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Menschen vom Land in die Städte strömten. Das verknappte den Wohnraum. Im Sommer 1889 waren in der Stadt Bern fast 100 Familien obdachlos. Viele von ihnen wohnten im Wald nahe der Stadt im Freien ? eine unhaltbare Situation. Bern baute daher als erste Stadt der Schweiz mit Steuergeldern Wohnungen für die Unterschicht. Ab 1890 gründeten Mieter des Mittelstands in der Schweiz erste Selbsthilfegenossenschaften. Die Idee: Wenn mehrere Personen sich zusammenschliessen, können sie günstiger Wohnungen bauen und diese zum Kostenpreis an sich selbst vermieten, also ohne Gewinn machen zu müssen. Hilfe zur Selbsthilfe Weil wegen des Ersten Weltkrieges wenig gebaut wurde, spitzte sich die Wohnungsnot während und nach dem Krieg erneut zu.
 
Jüdische Geflüchtete in der Schweiz
Do, 14 Nov 2019 09:18:18 GMT - Die Schweiz hat trotz der judenfeindlichen Haltung von Bundesräten und hohen Verwaltungsbeamten jüdische Personen aufgenommen und so vor der Vernichtung durch die Nazis gerettet. Die folgenden Fotografien, die jüdische Flüchtlinge in der Schweiz während des Kriegs zeigen, befinden sich im Bildarchiv des Holocaust-Memorials in Paris.
 
Historiker kratzen am Bergier-Bericht
Do, 14 Nov 2019 09:17:00 GMT - Die Frage der Anzahl jüdischer Flüchtlinge, die während des Zweiten Weltkriegs von den Behörden an der Schweizer Grenze abgewiesen worden waren, spaltet Historiker nach wie vor. Das französische Journal Revue d'histoire de la Shoah zieht eine Bilanz. Der Grenzposten von Caprino mit Blick auf den Luganersee wurde 1935 zunächst teilweise in ein Zollmuseum umgewandelt. Die Idee dazu hatte der Grenzbeamte Angelo Gianola, der dem Publikum auf diese Weise typische Gegenstände aus dem Alltag der Grenzwächter zeigen wollte, vor allem Schmuggelwaren. In den 1970er-Jahren wurde das Gebäude schliesslich zum offiziellen Schweizer Zollmuseum. War es das Bemühen um den Aufbau eines Archivs oder der Argwohn gegenüber den Schmugglern, der die Zollbeamten veranlasst hatte, während der Kriegsjahre akribisch Buch darüber zu führen, wer alles an der Grenze auftauchte? Grenz-Journal "Meines Wissens ist dies das einzige Grenzregister in der Schweiz, in dem neben den Namen der aufgenommenen ...
 
Wie funktioniert das neue Schweizer Asylsystem?
Mi, 13 Nov 2019 09:30:00 GMT - Die Asylpolitik in der Schweiz hat sich seit dem 1. März 2019 grundlegend verändert. Die Verfahren werden beschleunigt, was bedeutet, dass die meisten Gesuche innerhalb von 140 Tagen bearbeitet werden. Eine komplexe Reform, die viel Kritik hervorrief. Erklärungen. Worum geht es? In der Schweiz eingereichte Asylgesuche werden seit dem 1. März 2019 schneller bearbeitet. Eine Umstrukturierung des Systems in mehreren Schritten trat im ganzen Land in Kraft, was zu schnelleren Verfahren und Rückführungen sowie zu einer Neuorganisation der Aufnahmezentren führte. Was ist neu?1. März 2019: Das neue Asylsystem tritt in der ganzen Schweiz in Kraft.5. Juni 2016: Das Schweizer Stimmvolk nimmt mit 66,8%-Ja-Stimmen einen Entwurf zur Revision des Asylgesetzes zur Beschleunigung der Verfahren an.15. Oktober 2019: Das Schweizer Fernsehen SRF berichtet, dass die Reform nicht unbedingt zu schnelleren Verfahren führe, weil viele Entscheidungen von den Gerichten aufgehoben würden. Wenn man etwas ...
 
"Ein Staat von der Grösse Deutschlands kann nicht neutral sein"
Di, 12 Nov 2019 13:00:00 GMT - Der Fall der Mauer in Berlin am Abend des 9. November 1989 überraschte fast alle. Auch die Schweiz tappte im Dunkeln beim Versuch, die künftige Entwicklung Deutschlands vorherzusagen. Doch von einer Sache war man sofort überzeugt: Die Neutralität des grossen Nachbarstaats war keine praktikable Option. die von modrow mit segen des kremls aus der mottenkiste geholte idee einer neutralisierung gestamtdeutschlands geht an der realität vorbei. ein staat von der groesse und potenz gesamtdeutschlands kann begrifflich nicht neutral sein, es fehlt i[h]m das essentiale der kleinheit als voraussetzung des neutral-sein-koennens, die durch seine groesse bedingten interessen machen es selber zur sicherheitspolitisch relevanten akteur im internationalen kontext. zudem: gesamtdeutschland neutral werden zu lassen, hiesse, ihm einen sonderstatus zuzubilligen, der ihm eine eigenstaendige, nicht beinflussbare politik gegenueber den anderen maechten ermoeglicht, eine einbindung in gesamteuropäischen ...
 
Wollen uns die GAFAM unser Know-how entziehen?
So, 10 Nov 2019 10:00:00 GMT - Mehrere Initiativen zielen darauf ab, Genf zu einem Zentrum für die Regulierung des Cyberspace und den digitalen Wandel der Wirtschaft zu machen. Zwei Ansätze treffen aufeinander. Der eine versucht, den Staaten verbindliche Instrumente an die Hand zu geben. Der andere versucht, solche Massnahmen zu verhindern. Cyber-Expertin Solange Ghernaouti beleuchtet die Dynamik. Genf war Anfang der 2000er-Jahre mit dem Weltgipfel der Informationsgesellschaft das Zentrum für erste Versuche der Staaten, das Internet und den Cyberspace zu regulieren.  Dort entwickeln sich derzeit eine Reihe von Initiativen, die von den Schwergewichten der digitalen Wirtschaft dominiert werden, insbesondere von Microsoft. Auch Facebook wählte Genf aus für das umstrittene Projekt zur Einführung der Kryptowährung Libra. Solange Ghernaouti ist Professorin an der Universität Lausanne (UNIL) und internationale Expertin für Cybersicherheit und Cyberabwehr. Das Bild, das sie von den Risiken der GAFAM (Google, ...
 
Als die Mauer fiel, schaute die Schweiz erstarrt zu
Sa, 9 Nov 2019 10:00:00 GMT - In der Schweiz verfolgte man den Fall der Mauer um die DDR aufmerksam. Doch in die Feststimmung mischte sich Unbeholfenheit. Viele wussten kaum recht, wie mit dem Ende des Kalten Krieges umzugehen sei. Am 9. November 1989 wurde der eiserne Vorhang, der die DDR von der BRD trennte, von einem tödlichen Todesstreifen zu einer alten Betonmauer.  Hier finden Sie Beiträge von Schweizer Radio und Fernsehen zum Mauerfall Auch in der Schweiz war die Freude gross: David Hasselhoffs "Looking for Freedom" wurde in den Radiostationen zur Hymne der Wende. Der Korrespondent des Schweizer Fernsehens in Berlin sprach vor Menschen, die über die Mauer kletterten, enthusiastisch von einem "historischen Moment".  Und etliche Zeitungen feierten die Öffnung der Grenzen der DDR als "Götterdämmerung" des postkommunistischen Europas. Sie sollten Recht behalten: In den Wochen darauf erfassten friedliche Revolutionen die meisten kommunistischen Staaten Europas. Zögerliche Reaktion bei den Behörden Die ...
 
Fondation Bodmer hinterfragt Krieg und Frieden
Fr, 8 Nov 2019 15:32:00 GMT - Ist der Krieg die Zukunft der Menschheit? Dies ist eine der Fragen einer Ausstellung in der Fondation Martin Bodmer in Genf, die in Zusammenarbeit mit der UNO und dem IKRK konzipiert wurde. Eine historische, politische und künstlerische Reflexion über eine Welt auf der Suche nach Bedeutung und Gleichgewicht ? wie vor 100 Jahren bei der Gründung des Völkerbunds auch schon. "Wäre diese Ausstellung nur dreissig Jahre früher entstanden, wäre sie von ausserordentlichem Optimismus geprägt gewesen", schreibt Pierre Hazan, der Kurator, am Anfang des umfangreichen Katalogs zur Ausstellung. "Drei Jahrzehnte später hat sich die Perspektive brutal gewandelt", ergänzt der Berater des Zentrums für humanitären Dialog, einer Organisation mit Sitz in Genf, die sich auf Vermittlung in bewaffneten Konflikten spezialisiert hat.  Es reicht, die Nachrichten zu verfolgen, um sich zu überzeugen. Der Sicherheitsrat der UNO ? der internationalen Organisation, deren Ziel Frieden unter den Nationen ist ? ...
 
Wissenschaftler werden zu Diplomaten des Friedens
Fr, 8 Nov 2019 09:18:00 GMT - Korallen im Roten Meer sind äusserst widerstandsfähig gegen den Klimawandel. Doch die Staaten, deren Wissenschaftler zur Erforschung dieser Population beitragen können, sind zerstritten. Die Schweiz will helfen und die Forschenden an einen gemeinsamen Tisch bringen. Die so genannte Wissenschaftsdiplomatie ist ein Bereich, in dem sich die Schweiz zunehmend engagiert. "Ende des Jahrhunderts könnten wegen der Folgen des Klimawandels rund 90 Prozent der Korallenriffe weltweit verschwunden sein?, sagt Anders Meibom von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL). "Im Roten Meer ist die Situation etwas anders: Dort sind die Korallen sehr widerstandsfähig, weshalb wir denken, dass die lokale Population überleben kann, vorausgesetzt natürlich, sie wird nicht durch Wasserverschmutzung vernichtet", sagt der Physiker.  Warum die Korallen sterben Korallen sind Nesseltiere und bilden eine Art Unterwasserwald, der Nahrung und Sauerstoff an das umgebende Wasser-Ökosystem liefert.
 


Rundschreiben Nr. 6/2019 (28.10.2019)
Rundschreiben Nr. 5/2019 (23.08.2019)
Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
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