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Eine extreme Hitzewelle rollt auf die Schweiz zu
Di, 25 Jun 2019 11:48:00 GMT - Diese Woche werden in der Schweiz hohe Temperaturen gemessen und noch höhere erwartet. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie hat für einige Regionen die höchsten Hitzewellen-Warnungen seit 2015 ausgegeben. Doch ab welcher Temperatur herrscht in der Schweiz ein Gesundheitsrisiko? Von Dienstag bis Donnerstag wird es in der Schweiz bemerkenswert heiss. In einigen Regionen werden rekordhohe Temperaturen bis 40 Grad Celsius erwartet. Und mit dem Klimawandel dürften solche Hitzewellen wohl noch zahlreicher werden. Hitzewellen seien eine Folge des Klimawandels, sagte etwa die Westschweizer Klimaforscherin Martine Rebetez. Wann spricht man in der Schweiz von einer Hitzewelle? "In der Schweiz treten Hitzewellen meist im Zusammenhang mit einer Hochdrucklage und einer süd- bis südwestlichen Anströmung auf, so dass heisse und trockene Luft aus den Subtropen zum Alpenraum geführt wird", schreibt das nationale Naturgefahren-Portal. Eine Hitzewelle definiert es als "eine Periode ...
 
Der Schweiz droht eine weitere Steuerrevolution
Di, 25 Jun 2019 09:05:00 GMT - Kaum sind die neuen internationalen Standards eingeführt worden, mit denen zahlreiche Lücken in der Unternehmensbesteuerung geschlossen werden sollen, zeichnet sich eine weitere Steuerrevolution von internationaler Tragweite ab. Im Visier des jüngsten G20-Projekts stehen vor allem die Tech-Giganten. Doch auch der Schweiz könnten erhebliche Nachteile erwachsen. Die Finanzkrise von 2008 hatte schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft. Sie hat aber auch entscheidend dazu beigetragen, dass eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit und Steuertransparenz eingeläutet wurde. Unter dem Druck enormer Finanzhilfen zur Bankenrettung und Konjunkturbelebung haben die internationalen Wirtschaftsmächte den Entschluss gefasst, globale Regeln zu erlassen, mit denen die von Unternehmen und natürlichen Personen eingesetzten Strategien und Täuschungsmanöver zur Steuerhinterziehung und Steuerumgehung effizient bekämpft werden können. Auf Drängen der G20 (Gruppe der 20 wichtigsten ...
 
Frankreich probt ein Stück namens direkte Demokratie
Mo, 24 Jun 2019 14:51:00 GMT - In Frankreich regt sich Widerstand gegen den Plan der Regierung, die Pariser Flughäfen zu privatisieren: Aktivisten sammeln Unterschriften, damit das Volk darüber abstimmen kann ? ein Novum in der Geschichte der Republik. Präsident Macron ist für einen Ausbau der direkten Demokratie. Das macht seiner Regierung Angst. "Starten wir das Referendum", steht auf den Plakaten, welche die Wände der Stellenbörse von Saint-Denis tapezieren. In dieser angesagten Pariser Banlieue wurde vergangene Woche an einer grossen Veranstaltung die Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen die Privatisierung der Pariser Flughäfen lanciert. Besucher aus der Schweiz würden staunen: Es sind hier weder Berge von Unterschriftenbogen noch von Kugelschreibern zu sehen. Immerhin müssen die Aktivisten 4,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, ihre Forderung zu unterzeichnen. Die Erklärung: Hier läuft fast alles über das Internet. Aber schnell ist das offenbar nicht besonders. "Ich brauchte ...
 
Schweizer Spin-off tüftelt an nachhaltigen Häusern für alle
Fr, 21 Jun 2019 14:02:00 GMT - Zwei Materialwissenschaftler und eine Architektin wollen mit ihrem zementfreien Beton aus tonhaltigem Aushubmaterial die Bauindustrie revolutionieren. Ihr Ansatz soll vor allem Menschen in Entwicklungsländern zugutekommen. "Oxara" kommt von "Ossara" und heisst Kommune auf Kabiyé. Die Sprache ist benannt nach einem Volk, das unter anderem im Togo lebt. "Dieser Name ist uns sehr wichtig", sagt Gnanli Landrou. Der Togolese ist der Gründer eines gleichnamigen Spin-offs, das er vergangenen Herbst ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Thibault Demoulin, wie Landrou ein Materialwissenschaftler, steht er gut gelaunt in einer grossen Werkstatthalle der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) auf dem Hönggerberg in Zürich. Es fehlt die Architektin Daria Ardant, die ebenfalls zum Oxara-Team gehört und laut den beiden jungen Männern "ein Auge fürs Detail hat". Auf zwei Tischen haben Landrou und Demoulin Ansichtsexemplare ausgestellt: Zementfreie Betonplatten und -zylinder. Ein ...
 
Gnanli Landrou zeigt, wie er zementfreien Beton herstellt (Video: ETH)
Fr, 21 Jun 2019 08:45:46 GMT -
 
Der Kanton Jura auf der Suche nach seiner zweiten Jugend
Fr, 21 Jun 2019 08:45:00 GMT - Der jüngste Schweizer Kanton feiert vom 21. bis 23. Juni den 40. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Ist der Jura ein Kanton wie jeder andere geworden? Eine Suche nach Antworten.  Schon 1979 war ein starker Regionalismus spürbar. Bis heute hat dieser sich weiter akzentuiert und äussert sich nun beispielsweise in Streitereien über die Reorganisation der Spitäler.  Das ist es, was die drei Bezirke des Kantons Jura (Delémont, Porrentruy, Franches-Montagnes) antreibt. Vom 21. Bis 24. Juni wird in Saignelégier das 40-jährige Bestehen des Kantons Jura würdig gefeiert. Die Jurafrage Der Jura, Gebiet des ehemaligen Bistums Basel, wurde 1815 mit dem Kanton Bern vereint. Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs fordern separatistische Bewegungen die Autonomie dieser Region und die Schaffung eines neuen Kantons. Der Ton verschärfte sich seit den 1960er-Jahren, es kam zu Zusammenstössen zwischen Separatisten und Antiseparatisten, sowie zu Anschlägen in der ganzen Region (Feuer, ...
 
Die Schweiz nähert sich dem Vaterschaftsurlaub an
Do, 20 Jun 2019 15:00:00 GMT - Eine Woche nach dem landesweiten Frauenstreik hat eine der Forderungen im Parlament eine erste Hürde genommen: Der Ständerat sagt Ja zu einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Aber im internationalen Vergleich hinkt die Schweiz auch damit weit hinterher. Nach der violetten feministischen Welle, welche die Strassen der Schweiz vergangenen Freitag überrollt hat, spricht sich der Ständerat dafür aus, Vätern bei der Geburt ihres Kindes zwei Wochen Urlaub zu gewähren. Die kleine Parlamentskammer hat dem Vorhaben am Donnerstag mit 26 zu 16 Stimmen zugestimmt. Das ist ein Kompromiss: Denn die Version des Ständerats ist ein Gegenenvorschlag zu einer Volksinitiative, die vier Wochen Urlaub für Väter fordert. Das Volksbegehren der Linken lehnte er mit 29 zu 14 Stimmen ab. Vier oder zwei Wochen? Das Gesetz in der Schweiz sieht keinen Vaterschaftsurlaub vor. Nur die Parlamentarier der konservativen Rechten argumentierten für diesen Status quo. Peter Föhn von der Schweizerischen Volkspartei ...
 
Alltag im Rohingya-Flüchtlingscamp in Bangladesch
Do, 20 Jun 2019 09:00:00 GMT - Wie ist es, im grössten Flüchtlingslager der Welt zu leben? Eine Million Rohingya sind aus Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. Jetzt leben sie im gigantischsten Camp der Welt. Die Schweizer Helvetas-Mitarbeiterin Alexa Mekonen hilft, ihren Alltag etwas erträglicher zu machen. "Natürlich könnte ich ein einfacheres Leben haben. Aber will ich das?" Alexa Mekonen lacht. "Nein", gibt sie die Antwort gleich selber. Die 31-jährige Programm-Mitarbeiterin steigt auf einen Hügel. Dort oben befindet sich das Unterlager 8E des grössten Flüchtlingscamps der Welt. Es ist heiss, 35 Grad, und es ist sehr feucht, kurz vor der Regenzeit. Knapp eine Million Rohingya leben im Hinterland von Cox?s Bazar, dem populärsten Touristenort Bangladeschs. Sie sind verteilt auf 34 dichtbesiedelte Unterlager. Etwa 220'000 Menschen kamen schon zwischen den 1970er- und 90er-Jahren hierhin, als die Rohingya zum ersten Mal systematisch aus ihrem Heimatland Myanmar vertrieben wurden. Weit über 740?000 flüchteten ...
 
UNO-Experte fordert von der Schweiz mehr Engagement gegen Pestizide
Mi, 19 Jun 2019 15:00:00 GMT - Diese Woche werden im Parlament zwei Initiativen diskutiert, die den Einsatz und Verkauf von Pestiziden in der Schweiz begrenzen wollen. In einem Gespräch mit swissinfo.ch sagt der UNO-Sonderberichterstatter für giftige Stoffe, Baskut Tuncak, die Debatte über die Regulierung hochgefährlicher Pestizide sei noch lange nicht beendet. Die Position der Schweizer Regierung zur Regulierung des Einsatzes von Pestiziden ist unklar. Einerseits wirft man ihr vor, bei der Umsetzung eines 2017 verabschiedeten Aktionsplans zur Reduzierung von Pestiziden langsamer als erwünscht voranzukommen. Andererseits geht sie mit einem letzte Woche ausgesprochenen Verbot von zwölf Pestiziden, die Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl enthalten, weiter als ihre europäischen Nachbarn. Zwei Volksinitiativen zu Pestiziden Die Initiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" will den Einsatz von Pestiziden in der Schweiz ganz verbieten, ebenso den Import von Lebensmitteln, die Pestizide enthalten. ...
 
Politische Reformen nach dem Frauenstreik gefordert
Mi, 19 Jun 2019 14:00:00 GMT - Schweizer Politikerinnen mobilisieren sich, um die Forderungen des Frauenstreiks vom vergangenen Freitag umzusetzen. Parlamentarierinnen von rechts und links haben eine Reihe von politischen Vorstössen eingereicht. Die Hunderttausenden von Frauen, die am vergangenen Freitag in der ganzen Schweiz auf die Strasse gingen, sagten es laut und deutlich: Dieser Streik ist nur der Beginn einer langfristigen Mobilisierung zur Änderung von Gesetzen, Gepflogenheiten und Mentalitäten. Politikerinnen von links und rechts beschlossen, Massnahmen zur Umsetzung der Forderungen zu ergreifen: Sie haben eine Reihe von politischen Vorstössen im Parlament eingereicht. Hier ist eine Auswahl davon: Sexuelle Gewalt: Sechs Interpellationen wurden letzte Woche von Frauen aus allen Parteien eingereicht (mit Ausnahme der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei). Sie sind schockiert über eine Untersuchung von Amnesty International, die ergab, dass jede fünfte Frau in der Schweiz Opfer von sexueller ...
 
Beerdigt das Parlament die Schweizer Kandidatur für den UNO-Sicherheitsrat?
Mi, 19 Jun 2019 09:45:00 GMT - Seit 2011 wirbt die Schweiz auf dem diplomatischen Parkett für ihre Wahl in den UNO-Sicherheitsrat. Innenpolitischer Widerstand im Namen der Neutralität fand bisher wenig Gehör. Nun aber könnte sich das Blatt wenden. 2023 möchte die Schweiz für zwei Jahre einen der beiden nicht-ständigen Sitze innehaben, die Westeuropa im UNO-Sicherheitsrat zustehen. Entschieden hat das die Regierung (Bundesrat) vor rund acht Jahren, die Wahl in der UNO-Generalversammlung findet 2022 statt, die Chancen für die Schweiz stehen theoretisch nicht schlecht, einzige Mitbewerberin bis jetzt ist Malta. Die kleine, neutrale Schweiz am Tisch der ganz grossen Weltpolitik? Der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) war das von Anfang an ein Dorn im Auge: Die Schweiz sei im Sicherheitsrat nicht an ihrem Platz, als neutrales Land dürfe sie nicht über Krieg und Frieden entscheiden, lautet das Hauptargument. Die SVP versuchte, das Vorhaben im Parlament zu bekämpfen: Sie beantragte unter ...
 
Kommt jetzt der Stimmzettel, den man zu Hause ausdrucken kann?
Di, 18 Jun 2019 15:49:00 GMT - Abstimmungsunterlagen per Internet erhalten, sie zu Hause ausdrucken, ausfüllen und per Post zurückschicken: So könnte die Lösung aussehen, der Fünften Schweiz die Teilnahme an Abstimmungen zu erleichtern. Ein vom Nationalrat am Dienstag angenommener Vorschlag stösst bei der Auslandschweizer- Organisation auf Interesse. Im Kampf um eine erleichterte Teilnahme der Fünften Schweiz an Abstimmungen und Wahlen in ihrer Heimat kommt es zu einem Paradigmenwechsel: Die Ausdehnung des E-Votings auf alle Schweizer Stimmberechtigten im Ausland bläst ein kühler Wind entgegen. Nun nahm die grosse Parlamentskammer (Nationalrat) mit 115 zu 69 Stimmen einen Antrag an, der die elektronische Stimmabgabe durch den elektronischen Versand der Stimmunterlagen ersetzen will. Anstatt die Möglichkeiten der Online-Wahl weiterzuentwickeln, schlägt Claudio Zanetti vor, das Problem umgekehrt anzugehen: Der Parlamentarier der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) bat die Regierung, den ...
 
Schwierige Zukunft der Blauhelme
Di, 18 Jun 2019 09:30:00 GMT - Frieden und Sicherheit sind die Daseinsberechtigung der Organisation der Vereinten Nationen. Doch die UNO steht vor dem Problem, dass die Mitgliedsstaaten immer weniger friedenserhaltende Operationen finanzieren wollen oder ihre Zusagen nicht rechtzeitig erfüllen. "Wer zahlt, befiehlt", sagt der Volksmund. "Sogar dann, wenn er seine Beiträge nicht ausrichtet", könnte die UNO hinzufügen. Sowohl beim normalen Budget als auch bei friedenserhaltenden Missionen kämpft die UNO seit Jahren mit akuten Finanzierungsproblemen. Das gefährdet die Erfüllung ihrer Aufgaben. Ende 2018 wies das Budget für Friedensmissionen einen Rückstand von 1,4 Milliarden Dollar auf. Ein Loch, das noch lange nicht gestopft ist. Wie jedes UNO-Mitglied, leistet die Schweiz einen obligatorischen Beitrag ans Budget für Friedensmissionen. Im Jahr 2018 waren es 77,4 Millionen Franken. Die Schweiz stellt auch Personal. Aktuell sind gemäss Zahlen der UNO 28 Schweizerinnen und Schweizer im Einsatz, in Missionen in ...
 
Das ist der Graben zwischen Mann und Frau in der Schweiz
Fr, 14 Jun 2019 06:30:00 GMT - Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in der Schweiz in der Bundesverfassung verankert ? das Stimmvolk wollte es so. Aber 38 Jahre nach der Abstimmung vom 14. Juni 1981 ist die Gleichstellung noch immer nicht verwirklicht. Hier fünf Schlüsselindikatoren für die Ungleichheit der Geschlechter in der täglichen Realität der Schweiz. "Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit", stellt der Verfassungsartikel zur Rechtsgleichheit unter anderem fest. Auch das Gleichstellungsgesetz verbietet ausdrücklich jede Diskriminierung in Arbeitsverhältnissen ? insbesondere beim Lohn ? aus Gründen des Geschlechts. Die offiziellen Statistiken zeigen jedoch eine ganz andere Realität. Im Jahr 2016 (jüngste verfügbare Daten) betrug der standardisierte Median-Bruttolohn in der Schweiz 6011 Franken pro Monat für Frauen und 6830 Franken für Männer, was einer Differenz von 12% entspricht. Noch grösser war der Unterschied, wenn man nur den privaten Sektor betrachtet.
 
Burn-out wird nicht als Berufskrankheit anerkannt
Do, 13 Jun 2019 17:07:00 GMT - Die Unfallversicherung deckt die berufliche Erschöpfung nicht ab. Das Parlament ist der Ansicht, dass der kausale Zusammenhang zwischen Arbeit und Burnout schwer nachzuweisen ist. Der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer, die sich bei der Arbeit erschöpft fühlen, liegt bei rund 30% und nimmt gemäss dem Job-Stress-Index 2018 stetig zu. Heute sind von Burnout betroffene Personen lediglich krankenversichert. Für den sozialdemokratischen Parlamentarier Mathias Reynard ist das unzureichend. Er fordert, dass ein Burnout als Berufskrankheit anerkannt und deshalb durch die Unfallversicherung abgedeckt werden sollte. Seine parlamentarische Initiative wurde allerdings vom Nationalrat (grosse Parlamentskammer) abgelehnt. Die Mehrheit der Abgeordneten weist darauf hin, dass der kausale Zusammenhang zwischen Burnout und beruflicher Tätigkeit schwer nachzuweisen sei. Sie zieht Präventionsprogramme des Privatsektors vor, anstatt die Verantwortung der Unfallversicherung zu übertragen.
 
Rassentheoretiker Louis Agassiz macht einer Farbigen Platz
Do, 13 Jun 2019 09:00:00 GMT - Der Louis Agassiz-Platz der Universität Neuenburg heisst neu Tilo Frey-Platz. Die Stadtverwaltung zieht eine engagierte Politikerin einem offen rassistischen Wissenschaftler vor. Tilo Frey stellt Louis Agassiz in den Schatten: Die Stadt Neuenburg hat entschieden, dem Platz vor dem Gebäude der Geisteswissenschaften einen neuen Namen zu geben. Eine engagierte Politikerin soll dadurch Wertschätzung erhalten ? lieber als ein Wissenschaftler, der an Rassentheorien glaubt. Der Entscheid ist umstritten und lässt die Frage nach unserem Umgang mit historischen Persönlichkeiten aufkommen. Erklärungen. Wer ist Louis Agassiz? Geboren 1807 in Môtier im Kanton Freiburg, studierte Louis Agassiz Medizin und Naturwissenschaften in Zürich und Deutschland. Er lehrte an den Universitäten Neuenburg und Harvard in den USA. Agassiz ist vor allem bekannt für seine Forschungen über Fische, Fossilien und Gletscher. Warum ist der Wissenschaftler umstritten? Als Agassiz 1846 in die USA auswanderte, ...
 
"Meine Sorge ist, dass es hier nicht nur um Cartoons geht"
Mi, 12 Jun 2019 09:47:00 GMT - Ab dem 1. Juli wird die New York Times keine Cartoons mehr veröffentlichen. Dies, nachdem eine Karikatur, die Benjamin Netanyahu als Blindenführhund eines blinden Donald Trump zeigt, einen Shitstorm auslöste. Der Schweizer Karikaturist Chappatte, der regelmässig für die New York Times arbeitete, nimmt Stellung. Mein ganzes Berufsleben lang war ich von der Überzeugung geleitet, dass die einzigartige Freiheit des politischen Cartoonings ein grosses Verantwortungsbewusstsein mit sich bringt. In mehr als 20 Jahren, in denen ich alle zwei Wochen einen Cartoon für die International Herald Tribune und dann für die New York Times lieferte, und nachdem ich drei OPC-Awards in dieser Kategorie erhalten hatte, dachte ich, politische Cartoons hätten sich endlich etabliert (in einer Zeitung, die diese in der Vergangenheit bekanntlich nur ungern publizierte). Aber dann passierte etwas. Im April 2019 löste eine Netanyahu-Karikatur, die in den internationalen Ausgaben abgedruckt wurde, ...
 
Wie arbeiten wir in 100 Jahren?
Mo, 10 Jun 2019 11:00:00 GMT - Wie sehen die Jobs von morgen aus? Und wie kann man Arbeitnehmende vor Gewalt und sexueller Belästigung schützen? Diesen Themen ist die Jahreskonferenz der in Genf ansässigen Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gewidmet, die ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Auf dem Tisch liegt ein globales Abkommen zum Schutz der Arbeitnehmenden vor Übergriffen am Arbeitsplatz. Aber es bestehen weiterhin Differenzen darüber, inwieweit die Arbeitgeber für Übergriffe verantwortlich gemacht werden können und ob es einen spezifischen Hinweis auf den Schutz von LGBTIQ-Personen (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queer) braucht. Trotz dieser Knackpunkte ist der Schweizer Botschafter bei der ILO, Jean-Jacques Elmiger, zuversichtlich, dass der Vertrag an der Jahrestagung der Organisation in diesem Monat verabschiedet wird. "Wir haben keine Wahl. Das Problem besteht nicht nur darin, neue Standards zu setzen, sondern auch sicherzustellen, dass die meisten Länder die ...
 
Der Stand der Dinge beim Rahmenabkommen
Fr, 7 Jun 2019 15:00:00 GMT - Nach Monaten des Wartens bewegt sich etwas zwischen Bern und Brüssel. Die Schweizer Regierung fordert weitere Abklärungen. Die EU gibt bekannt, dass sie zwar bereit für Diskussionen ist, nicht aber für Nachverhandlungen. Hier der Stand der Dinge im Moment. Warum ein Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU? Die Schweiz ist eines der wenigen europäischen Länder, die nicht der EU beitreten wollten. 1992 lehnte das Schweizer Volk auch einen Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab. Dieser hätte es der Schweiz ermöglicht, am europäischen Binnenmarkt teilzunehmen und gleichzeitig ausserhalb der EU zu bleiben. Dieser große Markt von über 500 Millionen Menschen garantiert allen Mitgliedstaaten den freien Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital. Um nicht von diesem Markt ausgeschlossen und damit benachteiligt zu werden ? etwa durch Zölle ?,   hat die Schweiz in den letzten 20 Jahren bilaterale Abkommen mit der EU abgeschlossen. Dies in einer Reihe ...
 
"Europa braucht Schweizer und Briten, um mit den USA und China konkurrieren zu können"
Fr, 7 Jun 2019 13:48:00 GMT - "Wir unterschreiben (noch) nicht": Dies der Entscheid der Schweizer Regierung zum EU-Rahmenabkommen. Jetzt dürften die Risiken von Retorsionsmassnahmen seitens Brüssel steigen. So droht etwa der Ausschluss von EU-Forschungsprogrammen. Laut Mauro Dell?Ambrogio, dem ehemaligen Staatssekretär für Bildung und Forschung, ist die EU gespalten, was die Position gegenüber Drittländern betreffe. Das 9. Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation "Horizon Europe" sieht für die Jahre 2021 bis 2027 ein Investitionsvolumen von fast 100 Milliarden Euro vor. Der Entwurf der Europäischen Kommission wurde dem Europäischen Parlament vorgelegt, das im November 2019 eine Entscheidung treffen wird. Die helvetischen Forschungseinrichtungen haben sich bereits 2018 für eine vollumfängliche Teilnahme der Schweiz als assoziierter Staat an "Horizon Europa" stark gemacht. Die Schweizer Universitäten und der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) befürchten, ...
 
SRG-Wahlbarometer 2019 bestätigt grüne Welle und Linksrutsch
Do, 6 Jun 2019 15:00:00 GMT - 2015 gab es einen Rechtsruck, bei den kommenden Schweizer Parlamentswahlen von Oktober könnte das Pendel in die andere Richtung ausschlagen: Gemäss den Absichten der Wählerinnen und Wähler legt das rot-grüne Lager um 3,3 Prozentpunkte zu, wie das zweite Wahlbarometer 2019 zeigt. Treiber ist die Sorge um das Klima. Die Schweiz und die Europäische Union sind zwei verschiedene Paar Schuhe: Während bei den Wahlen ins EU-Parlament von Ende Mai neben den Grünen und den Liberalen auch die EU-skeptische Rechte gewonnen hat, könnte es am 20. Oktober in der Schweiz einen waschechten Linksrutsch absetzen. Das rot-grüne Lager verzeichnet nämlich das stärkste Wachstum seit 2003, wie das zweite Wahlbarometer 2019 zeigt. Erstellt wurde es vom Forschungsinstitut sotomo im Auftrag der SRG, zu der auch swissinfo.ch gehört. Fünf Monate vor der Wahl konnten die Grünen und die Sozialdemokratische Partei (SP) um 3,3 Prozentpunkte zulegen. Sollte sich dieser Trend im Herbst bestätigen, droht die ...
 
Schweiz als Spiegel für das neue, zersplittertere Europa
Do, 6 Jun 2019 06:18:00 GMT - Am Abend nach der Wahl für das 9. Europäische Parlament herrschte vielerorts Freude: 51 Prozent der Wahlberechtigten oder 8 Prozentpunkte mehr als fünf respektive zehn Jahre zuvor hatten ihre Stimme abgegeben. Der Tiefpunkt mit jeweils 43 Prozent war überwunden! Die Freude am aktivierten "demos" Die ersten Kommentare waren positiv. Prominent drückte es Martin Selmayr, der Generalsekretär der EU-Kommission, aus: Gestärkt worden seien durch das Votum des Volkes die EU-Demokratie als Ganzes. Im Kontext der Europäischen Union ist das nicht zu unterschätzen. Denn der "demos", also die 427 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger, bestimmt nur bei den Parlamentswahlen die Zusammensetzung der EU-Behörden. Kommission und Europäischer Rat dagegen werden von Mitgliedsstaaten resp. deren Regierungen erkoren. Da wirken organisierte Interessen verstärkt ein. Der Autor Claude Longchamp zählt zu den erfahrensten und angesehensten Politikwissenschaftlern und -analysten der Schweiz. Er war ...
 
Maurer in Österreich: "Wir sind nicht die Lehrmeister Europas"
Mi, 5 Jun 2019 13:30:00 GMT - Wenn es um die direkte Demokratie geht, schaut auch Österreich auf die Schweiz. Referenden und Initiativen sind erwünscht, doch bei der Umsetzung stecken die Nachbarn noch in den Kinderschuhen. Bericht vom Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter zum Thema "Demokratie". Gemeinsame Beschlüsse sind hier nicht das Ziel. Bundespräsident Ueli Maurer beschreibt das Treffen deutschsprachiger Staatsoberhäupter Europas als "eine offene Diskussion, ohne dass man am Schluss eine gemeinsame Lösung braucht." Er spricht von einem wertvollen "Meinungs- und Erfahrungsaustausch". Das diesjährige Treffen fand am Dienstag im österreichischen Linz statt. Die Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen (A), Frank-Walter Steinmeier (D) und Ueli Maurer (CH) sowie Grossherzog Henri von Luxemburg, Philippe von Belgien und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein diskutierten am 4. Juni über die Themen "Demokratie und Digitale Gesellschaft". "Vom Vorbild des Nachbarn Schweiz" In Österreich ...
 
Der tiefe Graben zwischen Volk und Politik bei der eID
Di, 4 Jun 2019 12:15:00 GMT - Auszug aus dem Betreibungsregister downloaden, Versicherung upgraden, mit E-Voting über die Volksinitiative abstimmen ? alles online und mit zentralem Login. Das Zauberwort heisst elektronische Identität, kurz eID. Das ist anderswo Realität, in der Schweiz aber noch Zukunftsmusik. Regierung und Parlament wollen aufholen. Mit einem Gesetz, welches das Volk so nicht will. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Die Länder Europas haben sie alle, die Schweiz dagegen nicht: die eID, die elektronische Identität.  Die Schweiz will den Gap schliessen ? mit dem neuen Gesetz über "elektronische Identifizierungsdienste". Der Ständerat, die kleine Kammer des Schweizer Parlaments, hat der neuen Richtlinie am Dienstag zugestimmt. Der Nationalrat, die grosse Kammer, hatte bereits im Frühling Ja gesagt. Private vor, Staat nein danke! Dies ist die Stossrichtung des neuen Gesetzes über die Ausstellung der elektronischen Identitäten in ...
 
"Plötzlich war es entsetzlich"
Di, 4 Jun 2019 09:00:00 GMT - Vor dreissig Jahren warteten Journalisten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens der Schweiz am internationalen Flughafen Zürich auf Rückkehrer aus China. Diese Schweizer Touristen brachten am 4. Juni 1989 die ersten Augenzeugen-Berichte über die Niederschlagung des Volksaufstands in Peking und anderen chinesischen Städten mit nach Hause.  swissinfo.ch hat das Archiv durchforstet auf der Suche nach Berichten des öffentlich-rechtlichen Fernsehen über die Ereignisse vor 30 Jahren. Das Video oben zeigt Touristen, die erzählen, was sie an diesem Tag sahen und erlebten. Es zeigt auch Szenen vom Eingreifen der Sicherheitskräfte. In den frühen Morgenstunden dieses Tages schlugen chinesische Soldaten die Demonstrationen nieder, die zuvor während Wochen stattfanden und sich immer mehr ausbreiteten. Die Demonstrierenden hatten die Macht der regierenden Kommunistischen Partei kritisiert und forderten eine politische Liberalisierung, ähnlich, wie sie in Osteuropa geschehen war. Aber China ...
 
Hat die UNO die Flüchtlingsdebatte in Europa verloren?
Mi, 29 Mai 2019 14:30:00 GMT - Während rechtspopulistische Regierungen in Europa ihrer Bevölkerung weismachen wollen, dank Härte die "Migrationskrise" gelöst zu haben, versuchen weiterhin tausende Hoffnungslose übers Mittelmeer zu flüchten. Jeder Dritte stirbt dabei. Kann das UNO-Hochkommissariat UNHCR, das für diese Flüchtlinge zuständig wäre, auf politischer Ebene nicht mehr tun, als über diese Dramen zu berichten? Gedanken einer BBC-Korrespondentin in Genf. Wieder einmal sitzen wir Journalisten im Raum III des Palais des Nations, und wieder einmal wird uns ein Papier ausgehändigt, auf dem Statistiken ein fast langweiliges Zeugnis für ein Horrorszenario ablegen, an dem keine Regierung interessiert zu sein scheint. "Etwa 65 Menschen sind ertrunken, nachdem ihr Boot an diesem Morgen rund 75 Seemeilen vor der Küste Tunesiens gesunken ist", heisst es in der Erklärung des UNHCR. "Es ist einer der schlimmsten Vorfälle im Mittelmeerraum seit Monaten", teilt die UN-Flüchtlingsorganisation mit. Wahrscheinlich wird ...
 
Die Mächtigen der Welt treffen sich in Montreux ? wirklich?
Mi, 29 Mai 2019 11:35:00 GMT - Vom 30. Mai bis 2. Juni findet im Montreux Palace die Bilderberg-Konferenz-2019 statt. Dieses Gipfeltreffen von rund 130 Mächtigen des Westens ist Gegenstand vieler Verschwörungsfantasien. Manchmal wird es als "Weltregierung" bezeichnet. Wie sieht die Realität aus? Worum geht es? Die Bilderberg Konferenz fand erstmals 1954 im Hotel Bilderberg (daher der Name) im niederländischen Oosterbeek statt. Seither findet einmal pro Jahr eine Sitzung statt, jeweils an einem anderen Ort. Dieser Diskussionsclub für europäische und amerikanische Führungskräfte, der mitten im Kalten Krieg ins Leben gerufen wurde, sollte ein Bollwerk gegen die kommunistische Ideologie sein. Die Konferenz wird auf Einladung des Lenkungsausschusses besucht, und die Teilnehmenden wechseln jedes Jahr, aber es hat auch einige Stammgäste. Wer wird in Montreux sein? 128 Personen, von denen etwa ein Viertel Frauen sind. Mit Ausnahme von 10 Gästen (aus der Türkei, Polen, Bulgarien und Estland) kommen alle aus ...
 
"In Armenien kann heute jeder sagen, was er will"
Di, 28 Mai 2019 15:44:00 GMT - Seit dem unblutigen Umsturz vor gut einem Jahr führt Premierminister Nikol Pashinyan Armenien Richtung Demokratie. Der ehemalige Oppositionsführer geht den Weg behutsam, aber konsequent. Doch alte Seilschaften versuchten, die demokratisch gewählte Regierung zu destabilisieren, sagt die Armenierin Sona Shaboyan, die in Zürich lebt. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch.  Sechsmal ist die ausgebildete Konzertpianistin in den letzten zwölf Monaten in ihr Heimatland gereist. Was sie sieht, kann sie mit Stolz erfüllen: Armenien zählt zu den wenigen Good News im Bereich internationale Demokratie. Aber der Fortschritt verläuft auf fragilem Grund. swissinfo.ch: Sie kommen soeben von Armenien zurück. Wie ist die Stimmung ein Jahr nach der Revolution? Sona Shaboyan: Sie ist gespalten. Auf der einen Seite sind viele Menschen immer noch sehr euphorisch und optimistisch, dass sie den richtigen Weg gegangen sind. Aber ein ...
 
Vom Wert der Kultur in der Entwicklungshilfe
Di, 28 Mai 2019 14:53:00 GMT - Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit soll enger mit der Wirtschaft arbeiten und stärker mit der Migrationspolitik verknüpft werden. Gibt es da noch einen Platz für Kulturprojekte? Ja, sagen Expertinnen, dies sei auch nötig. Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) möchte die schweizerische Entwicklungshilfe massgeblich ändern und deren Budget kürzen. SVP-Parlamentarier Andreas Glarner nahm Anfang Jahr auch die Kulturprojekte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ins Visier: "Marionettenspieler und Maler in Tansania, Theaterleute in Mali und Usbekistan oder junge Künstler in Moldawien" hätten mit Entwicklungshilfe "nichts zu tun", sagte er in der Neuen Zürcher Zeitung. Es könne nicht sein, "dass gleichzeitig in Burkina Faso Kinder verhungern". Nahrung oder Kultur? "Das eine schliesst das andere nicht aus", sagt Regula Gattiker, verantwortlich für Kultur und Konflikttransformation bei der Entwicklungsorganisation Helvetas. Kultur sei ein ...
 
Der Demokratie geht es besser, aber anders, als wir denken
Di, 28 Mai 2019 13:14:00 GMT - ??????? Autokraten sind weltweit auf dem Vormarsch. Das macht der neue Bericht des globalen Forschernetzwerkes V-Dem deutlich. Gleichzeitig gedeiht die Demokratie auf der lokalen Ebene. Dort, wo die Partizipation grossgeschrieben wird. Eine Analyse. Mit dem neuen Jahresbericht vom V-Dem werden die letzten Zweifel ausgeräumt. Die globale Vergleichsstudie zeigt, dass im vergangenen Jahr 24 demokratische Staaten weltweit unter autokratischen Tendenzen litten.  Zu diesen Ländern gehören bevölkerungsreiche Staaten wie Indien, die USA und Brasilien. Die Folge: Ein Drittel der Weltbevölkerung büsst demokratische Rechte ein, wie swissinfo.ch in einem exklusiven Vorabbericht zu der am 23. Mai im schwedischen Göteborg vorgestellten Studie feststellte. Die Erkenntnisse der über 3000 Forschenden aus 170 Ländern haben es in sich: sie werten 470 verschiedene Demokratie-Kriterien in über 200 Staaten systematisch aus.  Mit ihren bislang rund 27 Millionen eingesammelten Daten, die den ...
 
Der König ist tot, lang lebe der König
Di, 28 Mai 2019 07:54:00 GMT - ??????? Ist der "alte" Kanzler Österreichs bald der neue? Analysten in den Schweizer Medien geben Sebastian Kurz eine Mitschuld für die Absetzung seiner Regierung. Trotzdem habe er sehr gute Chancen auf ein Comeback. Noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Österreich eine gewählte Regierung vom Parlament abgesetzt. Die Absetzung per Misstrauensvotum bezeichnen die Zeitungskommentatoren vor allem deshalb als so aussergewöhnlich, weil die Volkspartei von Kanzler Sebastian Kurz am Wochenende noch die EU-Wahlen deutlich gewann. Die Absetzung wurde möglich, weil die sozialdemokratische SPÖ und die rechtsnationale FPÖ im Parlament zusammenspannten. "Wenn zwei Wahlverlierer einen Wahlgewinner stürzen, dann wirft das Fragen auf", sagt Peter Balzli in seiner Analyse für das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). "Doch die Rechtsnationalen (FPÖ) und die Sozialdemokraten (SPÖ) hatten ihre Gründe, diesen Eklat herbeizuführen. Die Linke hat Kurz nicht verziehen, dass er die ...
 
"Eine gute Wahl für die Demokratie in Europa"
Mo, 27 Mai 2019 09:14:00 GMT - Welche Lehren sind aus den Europawahlen 2019 zu ziehen? Einig sind sich die Schweizer Medien darin, dass es keinen klaren Trend gebe. Weil die Euroskeptiker nur in einigen Ländern zulegten, in anderen aber an ihre Grenzen stiessen, erhalte die Idee der europäischen Einigung nochmals eine Chance, lautet der Tenor.    Bei den Europawahlen vom Wochenende büssten die Christlichdemokraten und die Sozialdemokraten ihre Mehrheit im EU-Parlament ein. Zulegen konnten insgesamt die Grünen und Liberalen, aber auch die EU-Skeptiker. Für die Westschweizer Tageszeitung Le Temps ist die erste grosse Lektion die hohe Wahlbeteiligung mit einer Quote von 50,5%. Die Gründe dafür seien von Land zu Land verschieden. In Frankreich etwa sei sie auch dem Engagement des Präsidenten Emmanuel Macron zuzuschreiben, der die EU ins Zentrum seines Projekts stellte. Es sei vielleicht zu früh für eine endgültige Erklärung, schreibt Le Temps, "aber Europa hat vielleicht die in den letzten Jahrzehnten beobachtete ...
 
"Ausgang der EU-Wahl gutes Zeichen für die Schweiz"
Mo, 27 Mai 2019 08:36:00 GMT - Sieger der Europawahl 2019 sind die Grünen, die Liberalen und die EU-Skeptiker. Die stärkere Polarisierung im neuen EU-Parlament trage zu einer erfrischenden Politisierung der EU bei, sagt Bruno Kaufmann, Experte für internationale Demokratie. Unter dem Strich resultierten auch Vorteile für die Schweiz. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch.  50,5%: über die Hälfte der knapp 430 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger haben gestern die 751 Mitglieder des neuen EU-Parlaments gewählt. Das EU-Parlament hat eine neue Mitte: Christlich- und Sozialdemokraten brachen ein, Grüne und Liberale gewannen. Sieger und Verlierer Europawahl 2019 Verlierer: Christlichdemokraten (179 Sitze/-38) und Sozialdemokraten (150/-36). Die beiden traditionellen Systemparteien haben ihre Mehrheit verloren. Gewinner: Liberale (107/+40), Grüne (70/+18), rechtsnationale EU-Skeptiker (58/+21). Wahlbeteiligung: 50,5% (2015: 42,6%). Ebenfalls zu den ...
 
Im Auge des Sturms
Fr, 24 Mai 2019 14:00:00 GMT - Die nordirische Hauptstadt Belfast zieht immer mehr ausländische Unternehmen an, etwa die Zürcher Bank Julius Bär. Doch das Klima bleibt angespannt, gerade jetzt, wo die Europawahlen den Brexit-Streit wieder aufkochen lassen.  Heute ist Wahltag in Belfast. Im Grossen und Ganzen respektiert man hier das Friedensabkommen seit 20 Jahren. In der Innenstadt entstanden im letzten Jahr neue Hotels. Mitgerissen von einer neuen Wirtschaftseuphorie, zögern Unternehmen nicht mehr, hier zu investieren. Zu ihnen gehört auch die Zürcher Privatbank Julius Bär, die im April ein Büro eröffnete. Drei nordirische Angestellte arbeiten hier, ihre Vorgesetzten sitzen in London, wo die Bank ihren internationalen Sitz hat. "Das ist ein Zeichen für unser Engagement in Nordirland. Auch wenn der Brexit ein Klima der Unsicherheit geschaffen hat: Wir entwickeln uns, unter Berücksichtigung der lokalen Besonderheiten", sagt ein Bankensprecher gegenüber swissinfo.ch und bestätigt, dass Julius Bär bisher ...
 
Stimmrechtsalter 16: Parat vs. nicht bereit
Fr, 24 Mai 2019 11:22:00 GMT - Am Freitag streiken Schülerinnen und Schüler in Schweizer Städten für das Klima. Die Jungen fordern aber auch das Stimmrechtsalter 16. "Wir können politische Partizipation", sagt der Befürworter. "Ihr seid nicht bereit", kontert der Gegner. Die wichtigsten Argumente. 18 Jahre: Die Volljährig- oder Mündigkeit ist das Ticket, um in der Schweiz abstimmen und wählen zu können. Die "Generation Greta", benannt nach Greta Thunberg, der schwedischen Initiantin der Klimastreiks, fordert von der Politik nicht nur griffige Massnahmen zur CO2-Reduktion, sondern auch die vollen Bürgerrechte zur politischen Partizipation. Pro: Frédéric Mader, Mitglied der Geschäftsleitung der JungsozialistInnen (JUSO) Kanton Bern. ? "Ein Achtel der Schweizer Bevölkerung ist lediglich aufgrund des Alters von jeglichen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen." ? "Berufswahl, Steuererklärung oder sexuelle Mündigkeit: Die Jugendlichen beweisen täglich, dass sie reif sind und Verantwortung übernehmen können." ...
 
"Die Milizpolitik entspricht nicht mehr der objektiven Realität"
Fr, 24 Mai 2019 09:44:00 GMT - Das Milizprinzip ist in der Schweiz noch fest verankert. Tatsächlich aber tritt anstelle des freiwilligen politischen Amts immer mehr die Professionalisierung. Das bestätigen auch die jüngsten Analysen eines Forscherteams. Einzig die direkte Demokratie vermag den Prozess etwas zu bremsen. In der Schweiz "spricht man viel von der Milizpolitik, aber an objektiven Indikatoren gemessen zeigt sich, dass in verschiedenen Bereichen wenig davon übrig geblieben ist", sagt Andrea Pilotti, Ko-Kurator und Ko-Autor des auf Italienisch erschienenen Buchs "Miliz und Professionalität in der Schweizer Politik". Das im Oktober 2018 auf Italienisch veröffentlichte Buch "Milizia e professionismo nella politica svizzera" (Miliz und Professionalität in der Schweizer Politik) ist das Ergebnis der Arbeit von 11 Forschenden von vier Schweizer Universitäten. Der 210-seitige Band analysiert, wie politische Mandate auf den verschiedenen institutionellen Ebenen des Landes wahrgenommen werden und wie sie ...
 
Stimmrechtsalter 16 ? wir können das!
Fr, 24 Mai 2019 05:00:00 GMT - Am Freitag ist wieder Klimastreik: Schülerinnen und Schüler gehen in Schweizer Städten ? wie in vielen anderen Ländern auch ? auf die Strasse, um von der Politik Taten im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu fordern. Was die jungen Aktivistinnen und Aktivisten auch fordern: das Stimmrechtsalter 16. Frédéric Mader, Mitglied der Geschäftsleitung der JungsozialistInnen (JUSO) Kanton Bern, befürwortet die Senkung von 18 auf 16 Jahre. Am 15. März diskutierten Klimastreikende und Klimaskeptiker in der Sendung "Arena" des Schweizer Fernsehens SRF über den Klimawandel, dessen Auslöser und die Auswirkungen. Politikerinnen und Politiker standen in der ersten Reihe und beanspruchten die meiste Redezeit, während die klimastreikenden Jugendlichen auf die Plätze im Hintergrund gesetzt worden waren. In der Woche vor der Sendung fanden weltweite Proteste, Aktionen und Streiks von Jugendlichen und jungen Erwachsenen statt, die um ihre Zukunft bangen und nicht länger untätig zuschauen wollen, ...
 
Bist du mit 16 Jahren soweit? Nein
Fr, 24 Mai 2019 05:00:00 GMT - Am Freitag ist wieder Klimastreik: Schülerinnen, Schüler gehen in Schweizer Städten auf die Strasse, um von der Politik Taten im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu fordern. Die jungen Aktivistinnen und Aktivisten fordern ebenfalls die Senkung des Stimmrechtsalters in der Schweiz von 18 auf 16 Jahre. Adrian Spahr, Präsident der Jungen Schweizerischen Volkspartei (JSVP) des Kantons Bern und Vorstandsmitglied Zentralvorstand JSVP Schweiz, ist gegen Stimmrechtsalter 16. Vor 26 Jahren wurde das Stimm- und Wahlrecht auf eidgenössischer Ebene von 20 auf 18 Jahre gesenkt. Erhofft hat man sich u.a. eine höhere Stimmbeteiligung. Diese Hoffnung war vergebens. Trotzdem sehe ich die Herabsetzung von 20 auf 18 als logisch. Anders sehe ich es bei der Diskussion um das Stimmrechtsalter 16. Mit 16 Jahren ist man meines Erachtens noch nicht soweit. Man kann und soll sich zwar an politischen Diskussionen beteiligen oder einer politischen Partei beitreten.  Jedoch ist das Stimmrecht zu wichtig ...
 
Signale aus Brüssel und aus Bern werden deutlicher
Do, 23 Mai 2019 11:21:00 GMT - Künftig wehe der Schweiz aus Brüssel ein rauerer Wind entgegen. Das sagt der EU-Spitzenbeamte Martin Selmayr an die Adresse der Schweiz. Derweil plädieren zwei Bundesräte laut einem Medienbericht für einen kompletten Neustart mit der EU. Und die Wirtschaft mahnt zu Tempo. Martin Selmayr ist als Generalsekretär der Europäischen Kommission der mächtigste Beamte der Europäischen Union (EU). Als einflussreichster Strippenzieher im Brüsseler Machtapparat wird er bewundert, aber auch gefürchtet. Mit dem Fernsehen SRF sprach er über das schwierige Verhältnis zwischen der EU und der Schweiz: "Die EU ist durch den Brexit insgesamt geeinter geworden, sie ist dadurch auch härter nach aussen geworden." Den Vorwurf, die Kommission in Brüssel gebe sich der Schweiz gegenüber kompromisslos, weist Selmayr zurück. Im Gegenteil: Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe in den Verhandlungen über das Rahmenabkommen zahlreiche Zugeständnisse gemacht, die innerhalb der EU bisweilen auf ...
 
Milizarbeit: Segen für die Wirtschaft, Hemmschuh für die Karriere?
Do, 23 Mai 2019 09:00:00 GMT - Öffentlich bekennt sich die Schweizer Wirtschaft zum Milizsystem. Im Alltag ist es für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aber schwierig, ihre berufliche Karriere und mit der freiwilligen Übernahme eines politischen Amtes unter einen Hut zu bringen. Braucht es zusätzliche Anreize für Arbeitgeber? Eine lebensnahe Geschichte, spannend erzählt, untermalt mit dramatischer Musik: Der Videoclip, mit dem der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse für das Milizsystem wirbt, ist eindrücklich. Es geht um einen Gärtnermeister, der durch ein persönliches Erlebnis zum Entschluss kommt, sich neben seiner beruflichen Tätigkeit politisch zu engagieren. Die Message: Die Schweizer Wirtschaft bekennt sich zum Milizprinzip. Jahr der Milizarbeit Mit dem Jahr der Milizarbeit will der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) die Öffentlichkeit auf die Krise des Schweizerischen Milizsystems aufmerksam machen. Insbesondere auf Ebene der Lokaldemokratie nimmt die Krise teils dramatische Ausmasse an.
 
Viele Schweizer wissen wenig über das Internationale Genf
Mi, 22 Mai 2019 11:30:00 GMT - Die Schweiz investiert Millionen in ihre Strategie als Gastgeberin für das so genannte "Internationale Genf", doch viele Menschen im mehrheitlich deutschsprachigen Raum der Schweiz seien mit der dort geleisteten Arbeit nicht vertraut, behauptet der Leiter eines Think Tanks.  Ein sonniger Mainachmittag in Luzern: Chinesische Touristen und Einheimische überqueren die historische Kapellbrücke oder befahren auf Schiffen den Vierwaldstättersee. Die Arbeit der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen in Genf scheinen weit entfernt. Letzten Donnerstagabend jedoch stand Genf für einmal im Zentrum des Interesses der deutschsprachigen Stadt: An der Universität Luzern fand der Abschluss der Veranstaltungsreihe "Internationales Genf: die Welt in der Schweiz" statt. Die vom aussenpolitischen Think Tank Foraus organisierte Tour umfasste Konferenzen in neun Städten ? hauptsächlich der Deutschschweiz. Ziel des Projekts: Das Bewusstsein für die Rolle und Bedeutung des ...
 


Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt nach Flandern (Belgien), Antwerpen, Gent und Brügge
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