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"Die Roma wurden zur idealen Zielscheibe"
Di, 21 Jan 2020 14:41:00 GMT - Ein Transitplatz für Fahrende Ja oder Nein? Diese Frage stellt sich am 9. Februar dem Stimmvolk des Kantons Bern. Das umstrittene Projekt bringt die in der Schweiz und in Europa aufgeheizte Stimmung gegen Fahrende ans Licht. Interview mit einem Experten für Antiziganismus. Der Plan für den Bau eines Transitplatzes für ausländische Fahrende sorgt im Kanton Bern für Spannungen. Am 9. Februar stimmen die Bernerinnen und Berner ab über einen Kredit von rund 3,33 Millionen Franken für die Planung, Projektierung und Realisierung eines Transitplatzes neben der Autobahn in der Gemeinde Wileroltigen. Der Transitplatz soll 36 Stellplätze für Fahrende aus dem Ausland bieten, die während der Sommermonate in der Schweiz arbeiten. Sowohl die lokalen Behörden wie auch die Junge Schweizerische Volkspartei (JSVP, rechtskonservativ) des Kantons Bern sind dagegen. Die JSVP ergriff das Referendum gegen die Vorlage. Zu wenig Plätze Fahrende haben es in der Schweiz nicht leicht, denn es fehlt an ...
 
"Kein Fortschritt in den Beziehungen mit der EU"
Di, 21 Jan 2020 09:29:00 GMT - Am WEF in Davos ist Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gestern Nachmittag mit der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammengekommen. Im Zentrum standen die zähen Verhandlungen über ein institutionelles Rahmenabkommen. Positiv war wenigstens die Atmosphäre. Wie das Treffen aus Sicht der Schweiz und der EU zu werten ist, analysieren SRF-Bundeshausredaktor Christoph Nufer und Sebastian Ramspeck, SRF-Korrespondent in Brüssel. Die Sicht aus Bern Das Treffen der beiden Präsidentinnen Von der Leyen und Sommaruga hatte symbolische Bedeutung. Mehr nicht. Nach langem Schweigen sprechen die EU und die Schweiz wieder miteinander ? auf höchster Ebene und mit neuen Köpfen. Drei offene Punkte Seit Juni 2019 herrschte nach einem Briefwechsel zwischen dem damaligen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem damaligen Bundespräsidenten Ueli Maurer auf höchster Ebene Funkstille. Die Schweiz verlangte Klärungen in drei offenen Punkten: flankierende Massnahmen, ...
 
Iranischer Wandkünstler Ghadyanloo: "Ja, Kunst kann etwas ändern"
Di, 21 Jan 2020 07:51:00 GMT - Seine Kunst ist im Exil, er lebt im Iran: Mehdi Ghadyanloo lebt und arbeitet im Iran, kann seine Gemälde aber nur im Ausland verkaufen. Zurzeit weilt er in der Schweiz am WEF, als Mitglied der Art Leaders. Swissinfo.ch hat mit ihm über Kunst, Politik und Sanktionen gesprochen. swissinfo.ch: Wie ist es, in der aktuellen Situation im Iran ein Künstler zu sein?  Mehdi Ghadyanloo: Für Künstlerinnen und Künstler ist es schwierig, im Iran zu arbeiten und genügend zu verdienen. Da die iranische Währung so viel an Wert verloren hat, ist das erste, wo gespart wird, natürlich Kunst. Die Sanktionen erschweren die Lage zusätzlich, man kann weder seine Werke frei exportieren noch gewisses Kunstmaterial importieren, weil viele Cargo-Unternehmen seit den Sanktionen nichts mehr mit dem Iran zu tun haben wollen. Dazu kommt das ewige Visa-Problem für iranische Kunstschaffende: Ein befreundeter Künstler, der mit einer Galerie in New York zusammenarbeitet, hat nicht einmal ein Single-Entry-Visum in ...
 
Ein Dorf geht ? und niemand regt sich auf
Mo, 20 Jan 2020 15:00:00 GMT - Seit über 200 Jahren ist das Dörfchen Clavaleyres eine kleine Berner Insel umgeben von den Kantonen Freiburg und Waadt. Nun will es sich dem Kanton Freiburg anschliessen. Es wird eine Abspaltung in Eintracht. "Gemeindehaus Clavaleyres" steht gross an der Fassade. Darüber prangen das Orts- und das Berner Wappen. Besonders viel Platz braucht diese Gemeinde aber nicht mehr: Sie hat noch einen Raum unterm Dach bezogen. Wenn alles klappt, wird sie wohl auch diesen bald räumen. Aber noch empfängt hier Jürg Truog, der voraussichtlich letzte Gemeindepräsident von Clavaleyres. "Ich hab mich im Raum umgeguckt und gefragt, ob ich die Fusion in die Finger nehmen darf", erinnert er sich an den Anfang seines grössten politischen Projekts vor acht Jahren. Keinen, Laden, keine Schule, keine Post Voraussichtlich ab Anfang 2022 wird Clavaleyres keine eigenständige Gemeinde und kein Stück Bern mehr sein, sondern Teil von Murten und des Kantons Freiburg. Dass ein Dorf und fünf Kilometer kurvige ...
 
Wie funktionieren "Babyklappen" in der Schweiz?
Sa, 18 Jan 2020 10:00:00 GMT - Die Aussetzung eines Neugeborenen bei einem Werkhof Anfang Januar hat die Bevölkerung tief bewegt. Das Mädchen wurde in einem unterkühlten Zustand von einem Passanten entdeckt. Dabei gibt es in der Schweiz mehrere "Babyklappen", in denen verzweifelte Mütter ihr Kind aussetzen können, ohne es zu gefährden. Anfang Jahr erschütterte ein Drama die Schweiz: Ein Passant entdeckte auf einer Abfallsammelstelle im Kanton Bern ein neugeborenes Baby. Das Mädchen war unterkühlt und in einem kritischen Zustand. Die Mutter wurde durch die Polizei rasch gefunden. Sie erklärte, bewusst einen gut frequentierten Ort für die Aussetzung ihres Kindes gewählt zu haben, damit es schnell gefunden würde. Dabei gibt es in der Schweiz eine Notfalllösung für verzweifelte Mütter: Mehrere Spitäler des Landes haben eine so genannte "Babyklappe" installiert. Was ist eine Babyklappe? Es handelt sich um eine Einrichtung, die es einer Mutter erlaubt, ihr Neugeborenes anonym auszusetzen, ohne es zu gefährden. Die ...
 
"Wir sind fast Albaner"
Fr, 17 Jan 2020 09:00:00 GMT - Vor 70 Jahren war die Schweiz eines der ersten Länder, welche die neue Volksrepublik China anerkannten. Dank dieser diplomatischen Geste konnte die Eidgenossenschaft in den folgenden Jahrzehnten auf gute Beziehungen zur kommunistischen Regierung in Peking zählen. Und in den 1970er-Jahren profitierte die Schweiz von der wirtschaftlichen Öffnung des Reichs der Mitte. "Der Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft beehrt sich, Seiner Exzellenz Präsident Mao Tse-Tung mitzuteilen, dass der Bundesrat beschlossen hat, dem Schreiben vom 4. Oktober Folge zu leisten, mit dem die Zentralregierung der Volksrepublik China auf das Interesse aufmerksam gemacht hat, das die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern mit sich bringen würde. Der Bundesrat hat heute die Zentralregierung der Volksrepublik China, mit der sie bereit ist, diplomatische Beziehungen aufzunehmen, de jure anerkannt stop [...]" Telegramm des Präsidenten der Schweizerischen ...
 
"Ohne die Schweiz könnte sich die Situation verschlechtern"
Do, 16 Jan 2020 11:30:00 GMT - Ohne die guten Dienste der Schweiz wäre die Lage am Persischen Golf schlechter. Dies erklärt der iranische Botschafter in Bern, Mohammad Reza Haji Karim Jabbari im Interview mit SRF. SRF: Die Schweiz ist im Konflikt zwischen dem Iran und den USA eine Art Briefträgerin, sie überbringt Nachrichten an die jeweils andere Regierung. Ist die Schweiz wirklich nur Postbote oder macht sie mehr? Mohammad Reza Haji Karim Jabbari: Ich bin bisweilen ziemlich erstaunt, dass die Schweizer Medien die Rolle der Schweiz auf eine Briefträgerfunktion reduzieren. Tatsächlich spielt die Schweiz aus unserer Sicht eine wichtige und einflussreiche Rolle. Ohne sie könnte sich die Situation verschlechtern. Schweizer Diplomaten helfen, Spannungen in der Region abzubauen. Manchmal schlägt die Schweiz auch Pläne und Initiativen vor, die sehr hilfreich sein können. "Ich bin bisweilen ziemlich erstaunt, dass die Schweizer Medien die Rolle der Schweiz auf eine Briefträgerfunktion reduzieren." SRF: Eine ...
 
Wie stimmen Sie ab?
Do, 16 Jan 2020 09:00:00 GMT - Am 9. Februar stimmt die Schweiz über die Mietwohnungs-Initiative und das Anti-Diskriminierungsgesetz ab. Haben Sie schon eine Meinung? Machen Sie mit an der SRG-Umfrage! Sollen Bund und Kantone preisgünstige Wohnungen fördern? Soll es künftig strafbar werden, jemanden wegen seiner sexuellen Orientierung zu diskriminieren? Am 9. Februar stimmen wir über die Mietwohnungs-Initiative und das Anti-Diskriminierungsgesetz ab. Wie werden sie votieren? Und welche Argumente haben sie überzeugt? Machen Sie hier an unserer Umfrage mit!
 
Der Léman Express ist nicht genug für den Grossraum Genf
Mi, 15 Jan 2020 11:00:00 GMT - Er galt als ein historischer Schritt nach vorn für den öffentlichen Verkehr im Ballungsraum Frankreich-Waadt-Genf: der Léman Express, der vor einem Monat eingeweiht wurde. Doch wenn sich die französisch-schweizerische Zusammenarbeit nicht weiterentwickle, bestehe die Gefahr, dass das grösste grenzüberschreitende S-Bahn-System Europas die Ungleichheiten zwischen Genf und der französischen Peripherie weiter vergrössere. Dieser Meinung ist der Forscher Sébastien Lambelet. Arbeiten in Genf, Wohnen in den französischen Nachbardepartementen Ain und Hochsavoyen: Das ist kurz zusammengefasst die Entwicklungspolitik, die in den letzten Jahrzehnten im französisch-waadtländisch-genferischen Ballungsraum vorherrschte. Die Region ist eine der dynamischsten in Europa. Die Folge daraus: Die französischen Grenzgemeinden werden mit zunehmenden Belastungen konfrontiert. Sie müssen massiv in ihre öffentliche Infrastruktur investieren, um die Tausenden von neuen Einwohnerinnen und Einwohnern jedes ...
 
Nein zu einer zentralistischen, teuren und wenig zielführenden Initiative
Di, 14 Jan 2020 13:00:00 GMT - Die Volksinitiative "Mehr bezahlbare Wohnungen", über die am 9.Februar abgestimmt wird, ist gemäss Nationalrat Fabio Regazzi weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Der CVP-Politiker ist überzeugt, dass eine Annahme dieser Initiative hohe Kosten für den Mittelstand zur Folge hätte. Er wirbt daher für ein Nein. Am 9. Februar 2020 wird das Schweizer Volk über die Initiative "Mehr bezahlbare Wohnungen" abstimmen. Die Vorlage verfolgt zwar lobenswerte Absichten, ist aber ein echter Bumerang für Immobilienbesitz. Die erste Frage, die wir uns stellen müssen: Ist es wirklich notwendig, in der Schweiz eine Quote einzuführen, welche den Anteil für den gemeinnützigen Wohnungsbau auf 10 Prozent festlegt und damit gegenüber heute verdreifacht? Unser föderalistisches und vielfältiges Land, das je nach Region unterschiedliche Realitäten und Gebräuche kennt, hatte immer Mühe mit Verordnungen und Vorschriften, die Prozentanteile, Minimal- oder auch Maximalansätze "von oben" aufzwingen wollen.
 
Ja zur Initiative für günstigen Wohnraum
Di, 14 Jan 2020 13:00:00 GMT - Der freie Markt in der Schweiz hat viel leerstehenden Wohnraum geschaffen. Doch ein Grossteil davon ist zu teuer oder befindet sich in abgelegenen Gegenden: Diese Meinung vertritt Ständerätin Marina Carobbio Guscetti. Die sozialdemokratische Parlamentarierin ist überzeugt, dass die Volksinitiative "Mehr bezahlbare Wohnungen", über die am 9.Februar abgestimmt wird, die Marktverzerrungen teilweise beheben kann. Die Initiative komme den mittleren und unteren Einkommensschichten zu Gute. Die Mieten stellen neben den Krankenkassenprämien die höchsten Ausgabenposten im Budget einer Schweizer Familie dar. Trotz eines Rückgangs der Zinsen und einer Zunahme an leerstehendem Wohnraum sind die Mieten in der Schweiz seit dem Jahr 2005 um 18,8 Prozent gestiegen. Das zeigen die Statistiken auf. Am kommenden 9. Februar hat das Schweizer Volk die Gelegenheit, die Dinge zu ändern. Nachdem das Parlament die Initiative "Für bezahlbare Wohnungen" des Mieterinnen- und Mieterverbands ohne ...
 
Tamara Funiciello, Provokation im Dienst der Gleichstellung
Di, 14 Jan 2020 10:00:00 GMT - Gewerkschafterin, Feministin, Provokateurin: Tamara Funiciello, die Ex-Präsidentin der "Jungsozialist*innen" (Juso), schaffte einen fulminanten Einzug ins Parlament. Das Gesicht des Frauenstreiks vom 14. Juni 2019 wurde gewählt, während zwei der bisherigen SP-Nationalräte auf der Strecke blieben. Die Berner Studentin will sich weiterhin energisch für Frauen und Arbeiter einsetzen. Ein Porträt. Im Oktober letzten Jahres haben die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das bisher weiblichste Parlament der Geschichte gewählt. Obwohl die Parität noch nicht erreicht ist, haben Politikerinnen nun 42% der Sitze im Nationalrat. Aus diesem Anlass porträtiert SWI swissinfo.ch acht neu gewählte Frauen aus verschiedenen Parteien. Tamara Funiciellos violetter Schal, ein Symbol des Frauenstreiks vom 14. Juni 2019, kontrastiert mit dem Industriedekor der ehemaligen Druckmaschinen-Fabrik Wifag in der Stadt Bern. Die 29 Jahre alte neugewählte Nationalrätin der Sozialdemokratischen Partei (SP) ...
 
25 Jahre WTO: Grosse Erfolge, grosse Herausforderungen
Mo, 13 Jan 2020 13:30:00 GMT - Die Welthandelsorganisation (WTO) feiert ihren 25. Geburtstag. Im Gastbeitrag zum Jubiläums schaut Generaldirektor Roberto Azevêdo auf die Erfolge und Misserfolge der Organisation ab und erklärt, welche grossen Herausforderungen bevorstehen. In den vergangenen 25 Jahren hat die WTO dazu beigetragen, die internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu verändern. Verbindliche Regeln für den globalen Handel mit Waren und Dienstleistungen haben zu einem grossen Wachstum der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit geführt. Seit 1995 hat sich der Dollarwert des Welthandels nahezu vervierfacht, während sich das reale Welthandelsvolumen um das 2,7-fache vergrössert hat. Dies übertrifft bei weitem den zweifachen Anstieg des Weltbruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Zeitraum. Die durchschnittlichen Tarife haben sich fast halbiert: Sie sind von 10,5% auf 6,4% gesunken. 164 Staaten sind nun Teil der WTO, die ihren Sitz in Genf hat. Mit dem Beitritt waren weitreichende Reformen und ...
 
Fichenskandal: Mit Eifer nahm der Staat die Ausländer ins Visier
So, 12 Jan 2020 10:00:00 GMT - Zwischen den 1950er- und späten 1980er-Jahren bespitzelte der Schweizer Staat zahlreiche linke Aktivisten, Politiker und Organisationen. Viele der Aktivistinnen und Aktivisten hatten keinen Schweizer Pass. Die Aufdeckung des Fichenskandals Ende 1989 stürzte die Schweizer Institutionen in eine tiefe Krise. Der Bundesrat (Landesregierung) entschloss sich, auf die harschen Kritiken mit einer Untersuchung zu antworten und zu versuchen, Klarheit über das bis zu jenem Zeitpunkt aktive Überwachungssystem zu verschaffen. Am 1. Mai 1990 beauftragte die Regierung den Historiker Georg Kreis und zwei weitere Rechtsexperten, einen Berichts über die angelegten Fichen zu erstellen und somit auch über das System des Staatsschutzes. Dieser Bericht (Staatsschutz in der Schweiz: die Entwicklung von 1935-1990) bestätigte schliesslich, was viele bereits wussten: Ab dem Zweiten Weltkrieg und besonders ab den 1960er-Jahren diente das Überwachungssystem als Instrument, um primär linksgerichtete ...
 
Wie Kommunisten-Angst die Schweizer zu Spionen machte
Fr, 10 Jan 2020 10:38:00 GMT - In der Schweiz fand der Kalte Krieg in den Köpfen statt. Dort herrschte Angst vor dem  Kommunismus der Sowjets. Misstrauen gegenüber allen, die sich nicht scharf genug davon distanzierten. Und ein Wahn, dass der Feind unter den Nachbarn lebt, wo er sein Gift verströmt. Januar, 1957: Martha Farner sitzt im Wartezimmer ihres Zahnarztes in Schwyz, sie wird aufgerufen.  Doch als sie sich auf den Behandlungsstuhl setzen will, beginnt ihr Zahnarzt zu schreien: "Halt, halt, bevor sie absitzen, müssen Sie abschwören?" "Was abschwören?" "Dem Kommunismus müssen Sie abschwören!" Einem Exorzisten gleich forderte er die Abrenuntiatio diaboli. Die Kommunisten, meint Martha Farner in ihren Erinnerungen, seien in der Schweiz als der "leibhaftige Teufel" gesehen worden ? besonders nach 1956. Der Mob von Thalwil Im November 1956 rollten sowjetische Panzer in Ungarn ein, um dort demokratische Reformen im Keim zu ersticken. Hunderttausende flüchteten ? viele auch in die Schweiz. Die ungarischen ...
 
Das ist Markus Leitner, Trumps Schweizer Briefträger in Teheran
Fr, 10 Jan 2020 06:15:00 GMT - Als diese Woche alle Zeichen auf Krieg standen, tauschten die USA und der Iran über die Schweizer Botschaft in Teheran Nachrichten aus. Verantwortlich dafür: Botschafter Markus Leitner. Wer ist der Mann? Über die Arbeit der Schweiz als Briefträgerin zwischen Washington und Teheran dringt nie was nach aussen. Das ist so, weil das Land sein Mandat als Schutzmacht nur wahrnehmen kann, wenn Vertrauen herrscht und Stille. Auch diese Woche teilte das Aussenministerium (EDA) in Bern lediglich mit, dass es zu einem Austausch von Nachrichten zwischen den beiden verfeindeten Ländern gekommen sei. Schutzmacht-Mandat bringt Arbeit Dass in der aufgeheizten Stimmung die diplomatische Besonnenheit gewahrt wird, dafür sorgt der aktuelle Schweizer Botschafter im Iran, Markus Leitner. Er ist seit gut zwei Jahren dort, und es ist nicht die erste Eskalation zwischen den USA und Iran, die Leitner erlebt. Im September sagte Leitner der Neuen Zürcher Zeitung, dass der Aufwand für das ...
 
Lilian Studer will in Bern christliche Schweizer Werte verteidigen
Do, 9 Jan 2020 13:00:00 GMT - Sie ist die neue Abgeordnete der Evangelischen Volkspartei unter der Bundeshauskuppel. Die Aargauerin Lilian Studer. Die 42-jährige Schweiz-Norwegerin will sich für die am stärksten Benachteiligten und die Umwelt engagieren und gleichzeitig eine konservative Vision der Gesellschaft verteidigen. Ein Porträt. Im vergangenen Oktober haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schweiz das bisher weiblichste Parlament der Geschichte gewählt. Obwohl die Parität noch nicht erreicht ist, stellen Politikerinnen nun 42% im Nationalrat. Aus diesem Anlass porträtiert swissinfo.ch acht neu gewählte Frauen aus verschiedenen Parteien. Wir treffen uns Anfang Dezember in einer kleinen italienischen Bar nur einen Steinwurf vom Bundeshaus entfernt. Lilian Studer hat eben erst ihren vierten Tag als neue Nationalrätin hinter sich. Ihre heisere Stimme lässt bereits auf eine gewisse Müdigkeit schliessen. "Es gibt viel, an das man sich gewöhnen muss. Die parlamentarischen Prozeduren sind manchmal ...
 
Homophobie-Verbot "füllt eine Gesetzeslücke"
Mi, 8 Jan 2020 14:00:00 GMT - Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 9. Februar über eine Ausweitung der Antirassismus-Strafnorm. Neu sollen auch homophobe Äusserungen und Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung verboten sein. Laut Muriel Waeger, Westschweizer Direktorin des Dachverbands der Schwulen- und Lesbenorganisationen, ist die Gesetzesanpassung essentiell, denn das aktuelle Gesetz schütze nicht vor Aufruf zu Hass gegen Homosexuelle. Das Schweizer Recht weist eine Lücke auf. Ich kann mich verteidigen, wenn eine Person öffentlich und in allgemeingültigen Worten Hass gegen meine Ethnie, Rasse oder Religion propagiert. Aufgrund eines Rechtsvakuums kann ich mich aber nicht wehren, wenn der Aufruf zu Hass meine sexuelle Orientierung betrifft. Eine Flut von Hasskommentaren gegenüber Lesben auf dem Internet, beleidigende Kommentare, die zu Hass gegenüber Homosexuellen im Fernsehen aufrufen, ein Hotel, das ein Frauenpaar abweist oder eine Krippe, welche die Kinder eines Schwulenpaars nicht ...
 
Zufluchtsstädte ? eine US-Bewegung erreicht die Schweiz
Mi, 8 Jan 2020 09:30:00 GMT - In den USA legen sich mehr und mehr Städte mit den Bundesbehörden an. Als "Sanctuary Cities" schützen sie Migrantinnen und Migranten ohne Papiere gegen die harte Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump. In der Schweiz sind Genf und Basel Pioniere, die Sans-Papiers einen Zufluchtsort bieten wollen, wo diese nicht um Verhaftung und Abschiebung fürchten müssen. Zuflucht: Diese wurde früher meist Menschen gewährt, die aus religiösen oder anderen Gründen verfolgt worden waren und in Kirchen Unterschlupf und Schutz fanden. Heute ist Zuflucht zu etwas Weltlicherem geworden: Eine "Zufluchtsstadt" ist eine Stadt, die sich über nationale Gesetze hinwegsetzt, indem sie Einwohnerinnen und Einwohner, die über keine persönlichen Dokumente verfügen, so genannten Sans-Papiers, Dienstleistungen und Schutz anbietet. Aktuell ist das Thema in den USA. Dort verweigern Städte wie Chicago oder New York sowie der "Zufluchtsstaat" Kalifornien die Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden, weil sie ...
 
Was die "Botin" Schweiz mit den USA und Iran zu tun hat
Di, 7 Jan 2020 13:00:00 GMT - Die Lage zwischen den USA und Iran spitzt sich zusehends zu. Die Schweiz vertritt die Interessen der USA im Iran und gerät damit ins Scheinwerferlicht. Warum aber hat die neutrale Schweiz überhaupt etwas mit dem Konflikt zu tun? Am Sonntag wurde der Schweizer Gesandte, der in Teheran die Interessen der USA vertritt, von den iranischen Behörden einbestellt. Es ging um die Drohungen, die US-Präsident Donald Trump über Twitter verbreitet hatte. Trump drohte im Fall von Angriffen auf Amerikaner ausdrücklich mit der Zerstörung von Kulturstätten im Iran. Am 3. Januar hatten die USA den iranischen Generalmajor Qasem Soleimani mit einem gezielten Raketenangriff getötet. Der Iran drohte mit Vergeltung, nachdem die USA am Freitag bestätigt hatten, dass Trump den Schlag gegen den Chef der iranischen Quds-Elitetruppe befohlen hatte. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte, dass es "unter dem Schutzmacht-Mandat" zu einem Treffen gekommen sei. Der Inhalt ...
 
Stéfanie Prezioso will im Bundeshaus eine "Vertreterin der Basis" bleiben
Di, 7 Jan 2020 10:00:00 GMT - Stéfanie Prezioso, Historikerin und Tochter von italienischen Einwanderern, wurde in Genf als Vertreterin einer Koalition der radikalen Linken in den Nationalrat gewählt. In Bern will sie sich für die Forderungen der sozialen Bewegungen einsetzen. Ein Porträt. Seit den nationalen Wahlen im Oktober ist das Schweizer Parlament weiblicher als je zuvor. Auch wenn noch keine Parität erreicht wurde, besetzen Frauen immerhin 42% der Sitze im Nationalrat, der grossen Parlamentskammer. swissinfo.ch publiziert Porträts von acht neu gewählten Parlamentarierinnen verschiedener Parteien. Das Treffen findet am Bahnhof Bern statt. Stéfanie Prezioso hat soeben am Einführungstag für neu gewählte Parlamentarierinnen und Parlamentarier teilgenommen. Sie ist Vertreterin der Bewegung "SolidaritéS" und Gewählte auf der Liste Ensemble à Gauche (gemeinsam nach links), einer Koalition der radikalen Linken. Im Nationalrat wird Prezioso zur Fraktion der Grünen gehören. "Aber ich werde die volle Stimm- ...
 
15 Vorlagen in einem Jahr: Das Schweizer Volk ist gefordert
Mo, 6 Jan 2020 13:41:00 GMT - Nach den Festtagen heisst es gleich wieder: Viva la Fiesta! Das gilt für die Demokratie und die Volksrechte in der Schweiz. Denn das neue Jahr fordert die Stimmbürgerinnen und -bürger mit bis zu 15 Volksentscheiden. Ein Überblick. Manchen dürften noch die Festtage in den Knochen stecken. Oder gar im Kopf brummen. Dabei gilt es, den Schwung der Feierlichkeiten mitzunehmen. Und zwar möglichst so, dass er für das ganze Jahr reicht.  Denn das Schweizer Demokratie-Jahr 2020 verspricht Hochspannung, und das über alle vier Abstimmungssonntage hinaus. Diese finden traditionell im Februar, Mai, September und November statt. + Ausblick auf das internationale Demokratiejahr 2020 (in Englisch, von Bruno Kaufmann, swissinfo.ch-Korrespondent für globale Demokratie) 2020 erleben wir also eine direkte Demokratie der Schweiz in Hochform. Das ist zugleich auch eine Ansage ans Ausland. Dort bringen Wahlen vermehrt Parteien und Männer an die Macht, die lieber ohne das Volk regieren. Schafft es ...
 
Zehn Jahre nach Erdbeben in Haiti: Spendengelder zeigen Wirkung
Mo, 6 Jan 2020 10:00:00 GMT - Am 12. Januar 2010 bebte in Haiti die Erde. Noch immer ist die tatsächliche Zahl der Todesopfer unbekannt. Schweizer Hilfswerke setzten sich unter anderem für die Wasserversorgung und den Wiederaufbau von Häusern ein. Gemäss einer Evaluation der Glückskette zeigt diese Arbeit in den meisten Fällen bis heute positive Wirkung. UNO stellt Friedensmission ein Mitte Oktober des vergangenen Jahres hat der UNO-Sicherheitsrat nach 15 Jahren die UNO-Friedensmission in Haiti eingestellt. Die UNO hatte 2004 nach dem Sturz des damaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide Friedenstruppen in das Land entsandt. 2017 wurden die Blauhelmsoldaten durch eine UNO-Polizeimission ersetzt. Diese soll nun durch eine noch kleinere politische Mission ersetzt werden. In den vergangenen Monaten kam es in Haiti immer wieder zu Protesten, die sich vor allem gegen den seit Februar 2017 amtierenden Staatschef Jovenel Moïse richten. Die Opposition zweifelt seinen Wahlsieg an und fordert seinen Rücktritt.
 
Haiti 10 Jahre nach dem Erdbeben: Die Glückskette zieht Bilanz
Mo, 6 Jan 2020 09:45:12 GMT -
 
Wissenschaftlich belegt: Auslandschweizer wählen linker
Fr, 3 Jan 2020 10:00:00 GMT - Auslandschweizerinnen und -schweizer stimmen stärker links. Das zeigte sich auch bei den Schweizer Parlamentswahlen Ende Oktober 2019. Woher kommt das? Weil linke Parteien die Auslandschweizer als Auslandschweizer ansprechen, statt sie mit der Wählerschaft im Inland in denselben Topf zu werfen. Das zeigen die Autoren der bisher umfassendsten Studie über die Fünfte Schweiz. 2019 waren es über 760?000 Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben. Damit wäre die Fünfte Schweiz der viertgrösste Kanton in der Schweiz. Von ihnen im letzten Jahr 174'000 als Stimmbürgerin oder Stimmbürger registriert. "Trotzdem weiss die Wahlforschung bis heute praktisch nichts über sie. Damit handelt es sich um die grösste unerforschte Gruppe Schweizer Wahlberechtigter", schreiben Andreas Goldberg und Simon Lanz. In ihrer Studie haben die beiden jungen Politikwissenschaftler die Gruppe der Schweizer Wählenden im Ausland erstmals genauer unter die Lupe genommen. Der Titel ihrer Arbeit: "Living ...
 
Neue Streitigkeiten um das Fremde
Do, 2 Jan 2020 10:00:00 GMT - Die Debatte um die Grenzen zwischen dem Fremdartigen und dem Schweizerischen hat sich in letzter Zeit beruhigt. 2020 wird sich das ändern. Neue Barrieren werden aufgestellt. Es geht wieder um Abgrenzung, Ausgrenzung: um Identität und Differenz.  Unser Jahresausblick Teil 2 hat die Politik im Fokus, Teil 1 widmete sich der Wirtschaft. Eine weitere Annäherung an die EU Tun sie's 2020 oder tun sie's nicht? Nach mehr als vier Jahren Verhandlungen ist das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU noch immer nicht besiegelt. Im Gegenteil, die Fronten sind verhärtet. 2019 war geprägt von Stillstand: Die EU machte deutlich, dass sie nicht nachverhandeln werde. In der Schweiz findet der vorliegende Vorschlag aber keine Mehrheit im Parlament. Die Situation bleibt auch 2020 volatil. Beobachter erwarten unter der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kaum neue Töne aus Brüssel, ihr Spielraum ist beschränkt. Zu einem ersten informellen Treffen mit ihr kommen ...
 
Neues Jahr, neue Gesetze ? das ändert in der Schweiz 2020
Mi, 1 Jan 2020 13:00:00 GMT - Ab 1. Januar schlagen sich höhere AHV-Beiträge aufs Portemonnaie nieder. Dafür müssen sich Paare, die heiraten, mit weniger Bürokratie herumschlagen. Neu ist mit den kantonalen Steuerrabatten für Unternehmen Schluss. Dies aufgrund von Druck aus dem Ausland. Dafür können sie von Vergünstigungen wie der Patentbox oder einem erhöhten Forschungsabzug profitieren. Eine Übersicht über die Erlasse, die am 1. Januar 2020 in der Schweiz in Kraft treten: AHV: Im Mai 2019 hat das Stimmvolk die AHV-Steuervorlage an der Urne angenommen. In der Folge steigt der AHV-Beitragssatz um 0,3 Prozentpunkte. Die Beiträge werden je zur Hälfte von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden getragen. Banken: Für Grossbanken gelten strengere Eigenmittelvorschriften. Für die UBS und die Credit Suisse beläuft sich der Mehrbedarf auf rund 24 Milliarden Franken. Kleine und besonders gut kapitalisierte Banken und Wertpapierhäuser profitieren von administrativen Vereinfachungen und Einsparungen. Unternehmen: Die ...
 
Der reichen Schweiz stellen sich Fragen der Moral
Mi, 1 Jan 2020 10:00:00 GMT - Der Schweiz geht es auch 2020 gut. Das Land bleibt reich, mit wenig Arbeitslosigkeit und wenig Absturzgefahr. Soviel Wohlstand verpflichtet. Im neuen Jahr stellen sich Fragen zu Verantwortung und Transparenz.  Unser Jahresausblick Teil 1 hat die Wirtschaft im Fokus Teil 2 schaut auf die Politik. Der Motor der Schweiz läuft einwandfrei In einem trüben weltwirtschaftlichen Umfeld sollte sich die Schweiz auch im Jahr 2020 gut behaupten. Experten des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) erwarten "eine grundlegende Wirtschaftsdynamik, die mit jener von 2019 im Wesentlichen identisch ist", wobei die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,7% geschätzt wird. Gemäss den Prognosen bleiben Arbeitslosenquote (2,4%) und Inflation (0,1%) auf extrem niedrigen Niveaus. Die Pharmaindustrie wird wohl ihrer Rolle als Motor der Schweizer Exporte erneut gerecht. Bevölkerungswachstum, Überalterung und ein allgemein steigender Lebensstandard treibt die weltweite Nachfrage nach ...
 
Die Päpstliche Schweizergarde in Sprechblasen
Di, 31 Dez 2019 13:00:00 GMT - Die Päpstliche Schweizergarde ist zum ersten Mal Gegenstand eines Comics. Zwar handelt es sich um Fiktion, aber das Buch bewegt sich nahe an der Realität. Die Schweizer Garde arbeitete eng mit den Autoren zusammen. Das Ziel: Ihr Image zu modernisieren und Rekruten zu gewinnen. Schon viel wurde über die Schweizer Garde gemacht: Bücher, Ausstellungen, Dokumentationen... Aber bisher noch nie in Form eines Comics. Das ändert sich nun mit der Publikation des Buches "Les gardiens du pape, la Garde suisse pontificale". Das Buch ist das Ergebnis der Arbeit von drei französischen Autoren: Yvon Bertorello (Text), Laurent Bidot (Illustrationen) und Arnaud Delalande (Text). Es wurde bei Artège veröffentlicht, einem auf religiöse Bücher spezialisierten Verlag. Der Comic handelt von einem jungen Schweizer ? Marc -, der sich der Schweizer Garde anschliessen möchte. Die Person ist fiktiv, aber der Kontext ist real. Die Autoren konnten eng mit der Schweizer Garde zusammenarbeiten, um so nah ...
 
Die Schweiz 2019: Ein Jahresrückblick in Bildern
Mo, 30 Dez 2019 15:09:00 GMT - Klimakatastrophe, Klimastreiks, Klimarettung, Klimawahl: 2019 war das Klima das grosse Thema auch in der Schweiz. Im Januar stahl Greta Thunberg, die schwedische Begründerin der weltweiten Schülerstreiks für das Klima, den am WEF in Davos versammelten Staatspräsidenten, Ministerinnen und Entscheidungsträgern die Schau.  Im Herbst landeten die Grünen bei den Schweizer Parlamentswahlen einen historischen Sieg. Dennoch: Im Dezember reichte es der Kandidatin der Siegerpartei nicht, den ersten grünen Sitz in der Schweizer Regierung zu erringen. Der Kampf gegen die anhaltende Klimaerwärmung war das grosse Thema auf der politischen Bühne der Schweiz 2019. Daneben aber ist die Welt auch in der Schweiz nicht stehengeblieben.  Ein Höhepunkt war der Frauenstreik. Am 14. Juni gingen in der ganzen Schweiz an die 500'000 Menschen auf die Strasse ? die grösste Politveranstaltung seit dem Generalstreik vor 100 Jahren, so der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB). Die Teilnehmenden, es waren ...
 
2019 in Zahlen ? von milden Strafen bis zum Samichlaus-Kurs
Mo, 30 Dez 2019 10:00:00 GMT - Wir blicken zurück auf einige nennenswerte Zahlen in swissinfo.ch-Artikeln des auslaufenden Jahres. Darunter etwa die 20 Kerzen auf unserer Geburtstagstorte oder die 500'000 Franken, die zwei Kinder in der Schweiz den Eltern kosten. Januar 10 Wer in der Schweiz einen Mord begeht, kann zu lebenslänglich verurteilt werden. Doch "lebenslang" kann auch nur zehn Jahre heissen. Warum tendieren Schweizer Richter zu relativ milden Strafen, verglichen mit anderen Ländern? Februar 95 Rund 95% aller Mütter in der Schweiz stillen ihre Kinder. Es existieren aber verschiedenste Ansichten darüber, wo ? und ob überhaupt ? gestillt werden soll. März 20 SWI swissinfo.ch konnte 20 Kerzen ausblasen! Entdecken Sie hier, wie stark sich der Journalismus über die letzten beiden Dekaden verändert hat. April 14 Ist man mit 14 Jahren zu jung, um eine Berufswahl zu treffen? In der Schweiz müssen sich Jugendliche relativ früh entscheiden, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Mai 1'250'000 ...
 
So sahen Schweizer Karikaturistinnen und Karikaturisten das Jahr 2019
Sa, 28 Dez 2019 10:00:00 GMT - Wenn sich der US-Präsident Grönland kaufen will, haben es Karikaturisten und Zeichnerinnen schwer, dies noch zu toppen. Doch die Schweizer Zunft der spitzen Feder hat die Herausforderung angenommen. Der Irrsinn, das Bizarre und das Absurde ? "The New Normal", der neue Normalzustand in der heutigen Politik. Das sagte die brasilianische Journalistin Daniela Pinheiro in einer Debatte zum 20. Geburtstag von SWI swissinfo.ch. Doch die Karikaturisten und politischen Zeichnerinnen der Schweiz ? und weltweit ? haben im auslaufenden Jahr wacker entgegengehalten. Felix Schaad zeichnete Donald Trump, der schmollend am Tisch sitzt wie ein kleines Kind. Denn er kriegt Grönland nicht. Doch sein Aussenminister hat schon Abhilfe parat: Eine andere Insel sei günstig zu haben ? Grossbritannien. So kündet er Staatsgast Boris Johnson an, der in der Türe steht und mit dem Union Jack grüsst.  Der gezeichnete Jahresrückblick findet bereits zum zwölften Mal im Museum für Kommunikation in Bern statt ...
 
Ist die Schweiz ein christliches Land?
Di, 24 Dez 2019 10:00:00 GMT - Das Christentum dominiert die religiöse Landschaft der Schweiz. Aber daneben gibt es eine grosse Vielfalt an verschiedenen Glaubensrichtungen ? das Alpenland ist Heimat einer Vielzahl von anderen Religionen und Glaubensgruppen.  Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung sind entweder römisch-katholisch oder protestantisch. Die meisten Schweizer Kantone anerkennen diese beiden Kirchen als Landesreligionen. Das bedeutet, dass registrierte Gläubige eine Kirchensteuer zahlen müssen. Die Höhe variiert von Ort zu Ort. Im Kanton Zug beispielsweise zahlen Katholiken zusätzlich 15% zur kantonalen Grundsteuer, Protestanten 10%. An einigen Orten müssen sogar Unternehmen zahlen. Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schätzt, dass die beiden Kirchen im Jahr 2016 rund 440 Millionen Franken aus der Kirchensteuer von Privatpersonen und Unternehmen erhalten haben. Nach dem Christentum ist der Islam mit 5,2% der Bevölkerung die grösste Religion, gefolgt von Hinduismus, Buddhismus und Judentum (alle ...
 
Wir beantworten Leserfragen zu schrägen Schweiz-Klischees
Fr, 20 Dez 2019 13:00:00 GMT - Ist das wirklich wahr? Wir fragten unsere Leser und Leserinnen, ob sie etwas Komisches über die Schweiz gehört haben, das sie von uns überprüft haben möchten. Hier einige Antworten auf die lustigsten Fragen. Stimmt es, dass man das Rezept für Fondue kennen muss, um die Einbürgerungsprüfung zu bestehen? ? Heather Das stimmt nicht. Zwar gehört zum Einbürgerungsverfahren in den meisten Gemeinden eine Art Test über das Allgemeinwissen sowie ein Gespräch darüber, warum jemand Schweizer oder Schweizerin werden will. Doch eine einzelne falsche Antwort führt nicht zur Disqualifizierung. In Bern beispielsweise braucht man beim Einbürgerungstest 60% richtige Antworten. Manchmal hört man von Extremfällen. Zum Beispiel wurde ein amerikanischer Professor, der seit über 40 Jahren in der Schweiz lebt, die Sprache spricht und drei Kinder grossgezogen hat, nicht eingebürgert. Ein weiterer Fall ? auf den Sie sich mit Ihrer Frage möglicherweise beziehen ? betrifft einen britischen ...
 
Mühleberg ade! Der Blog zum heutigen Abschied
Fr, 20 Dez 2019 07:30:00 GMT - Das Atomkraftwerk Mühleberg bei Bern schreibt ein Stück Schweizer Geschichte: Es ist das erste AKW im Land, das seinen Betrieb einstellt. Im Live-Blog können Sie das Ereignis mitverfolgen.
 
Mehrheit für bezahlbares Wohnen und Kampf gegen Homophobie
Fr, 20 Dez 2019 05:00:00 GMT - Zwei Drittel der Befragten unterstützen die Wohnungs-Initiative. Das geht aus der ersten Umfrage der SRG SSR zur Abstimmung vom kommenden 9. Februar hervor. Noch stärkere Unterstützung gibt es für ein Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Sie startet mit einem guten Vorsprung in die Kampagne vor der Abstimmung im Februar: Die vom Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverband lancierte Initiative zum Bau von mehr gemeinnützigen und preislich moderaten Mietwohnungen. Laut der Anfang Dezember durchgeführten ersten SRG-SSR-Trendbefragung des Forschungsinstituts gfs.bern unterstützen 66% der Befragten die Volksinitiative "Mehr bezahlbare Wohnungen". 30% sind dagegen, 4% noch unentschlossen. Dieser grosse Vorsprung ist in einem Land der Mieter wie der Schweiz nicht erstaunlich: Fast 60% der Bevölkerung leben zur Miete. Und nicht zufällig ist der Zuspruch zur Initiative in jenen Landesteilen etwas höher, in denen der Druck auf den Immobilienmarkt besonders ...
 
Wie viele Schritte braucht es zum Erlass eines Schweizer Gesetzes?
Do, 19 Dez 2019 11:30:00 GMT - Die Schaffung eines Gesetzes im schweizerischen politischen System ist eine komplexe und oft zeitintensive Angelegenheit. Laut Bundeskanzlei kann es von zwölf Monaten bis über zehn Jahre dauern. Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zum Gesetzgebungsverfahren in der Schweiz, von der ersten Gesetzesvorlage bis zur Verabschiedung des Gesetzes durch das Parlament. Wer macht die Gesetze in der Schweiz? Es ist eine der Hauptaufgaben des Parlaments, in einem klar definierten Verfahren unter Einbeziehung vieler anderer Akteure und Interessengruppen sowohl auf institutioneller als auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene neue Gesetze zu schaffen und bestehende Vorschriften zu ändern. Neben der Gesetzgebung ist das Parlament auch für die Festlegung des Bundesbudgets, die Aufsicht über die Bundesbehörden und die Wahl der Regierung, der Richter und eines Generals zur Führung der Armee im Kriegsfall zuständig. Warum dauert die Verabschiedung eines Gesetzes häufig so lange? Ein Grund ...
 
Pässe, Profiteure, Polizei: Die Geschichte eines Schweizer Kriegsgeheimnisses
Do, 19 Dez 2019 09:30:00 GMT - Hunderte von Juden und Jüdinnen aus Mittel- und Osteuropa entkamen der Vernichtung durch die Nazis dank lateinamerikanischer Pässe, die aus diplomatischen Kreisen der Schweiz stammten. Das Jüdische Museum der Schweiz in Basel widmet diesem wenig bekannten Kapitel der Schweizer Geschichte eine Ausstellung. "Pässe, Profiteure, Polizei. Ein Schweizer Kriegsgeheimnis" ist eine Ausstellung vom Jüdischen Museum der Schweiz in Basel in Zusammenarbeit mit dem Archiv für Zeitgeschichte der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Die Texte sind auf Deutsch, Französisch und Englisch. Ein Katalog wird in Kürze veröffentlicht. Nach Adolf Hitlers Machtergreifung in Deutschland suchten Hunderttausende von Juden und Jüdinnen Zuflucht im Ausland, insbesondere in den Vereinigten Staaten, Palästina und Lateinamerika. Als ab 1938 viele Länder ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge schlossen, wurde der Besitz von Pässen und Visa bestimmter Länder zu einem überlebenswichtigen Faktor. ...
 
Die Schweiz, ein Eldorado für Bandenkriminalität?
Mi, 18 Dez 2019 16:21:00 GMT - Serienüberfälle auf Geldtransporter im Kanton Waadt, wiederholte Angriffe auf Geldautomaten im Tessin: Die Grenzregionen der Schweiz sind ein bevorzugtes Ziel für Kriminelle aus dem benachbarten Ausland. Geldkuriere und Politiker weisen auf schwerwiegende Sicherheitsmängel hin und fordern Massnahmen von der Regierung. In der Schweiz wird gerne Bargeld verwendet. Im Land der Banken werden nach wie vor 70% der Transaktionen in bar abgewickelt. Und damit die Schweizer Bevölkerung jederzeit am nächsten Geldautomaten Bares abheben kann, müssen die Geldkuriere Tag und Nacht fahren. Um die Nachtruhe zu bewahren, werden Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen zwischen 22.00 Uhr und 05.00 Uhr von den Schweizer Strassen verbannt. Das Gesetz sieht eine Ausnahme für Lastwagen vor, die Schnittblumen oder Lebensmittel transportieren, nicht aber für Geldtransporte. Nachts wird das Bargeld nicht in den üblichen, schwer gepanzerten Fahrzeugen mit einem Gewicht zwischen 14 und 16 ...
 
"Die Sicherheit der Ukraine ist auch unsere Sicherheit"
Mi, 18 Dez 2019 11:00:00 GMT - Eine Lösung des Konflikts in der Ostukraine ist auch für die Schweiz und sogar für ganz Europa wichtig, sagt Botschafter Claude Wild. SWI swissinfo.ch hat ihn in Kiew getroffen. swissinfo.ch: Die Schweiz war durch die Präsidentschaft der OSZE 2014 ein wichtiger Akteur im Hinblick auf den Friedensprozess in der Ukraine. Wie sehen die Beziehungen zwischen der Ukraine und der Schweiz heute aus? Claude Wild: Die Beziehungen sind sehr gut, die Schweiz verfügt über eine starke Präsenz hier. In der Schweiz geht die Ukraine aber oft vergessen, man ist zu stark auf Moskau konzentriert, dabei handelt es sich bei der Ukraine um ein sehr grosses Land in Europa, fast so gross wie Frankreich. Mit dem Flugzeug ist man von Zürich in rund zwei Stunden in Kiew, das ist schneller als nach Helsinki, Dublin oder Lissabon. In unserem Kopf herrscht immer noch diese Barriere zum ehemaligen Ostblock, dabei verdient dieses Land grössere Aufmerksamkeit. Während der Zarenzeit und der Zeit der ...
 
Kleiner Schritt Richtung Transparenz in der Schweizer Politik
Di, 17 Dez 2019 13:00:00 GMT - Es kommt ein wenig Licht ins Dunkel der Finanzierung von politischen Parteien in der Schweiz. Der Ständerat will Regeln erlassen, aber diese sollen nicht zu streng ausfallen. Das sei nicht genug, kritisiert Transparency International Schweiz. Auch wenn sich die Schweiz oft ihrer direkten Demokratie rühmt, bleibt die Finanzierung der Parteien im Land die undurchsichtigste in Europa. Unter den 47 Mitgliedstaaten des Europarats ist die Schweiz das einzige Land, das keine entsprechende Gesetzgebung kennt. Die Staatengruppe des Europarats gegen Korruption (Greco) hat bereits wiederholt auf diesen Mangel hingewiesen. Trotzdem hat sich der Ständerat (kleine Parlamentskammer) nur sehr vorsichtig auf den Weg zu mehr Transparenz begeben. Am Montag lehnte er die Volksinitiative "Für mehr Transparenz in der Politikfinanzierung (Transparenz-Initiative)" mit 32 zu 12 Stimmen ab. Die Initiative wurde von der Linken und kleineren Mitteparteien eingereicht. Der Initiativtext zielt speziell ...
 


Jahresprogramm 2020
Rundschreiben Nr. 1/2020 (14.12.2019)
Rundschreiben Nr. 6/2019 (28.10.2019)
Rundschreiben Nr. 5/2019 (23.08.2019)
Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
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