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Eine extreme Hitzewelle rollt auf die Schweiz zu
Di, 25 Jun 2019 11:48:00 GMT - Diese Woche werden in der Schweiz hohe Temperaturen gemessen und noch höhere erwartet. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie hat für einige Regionen die höchsten Hitzewellen-Warnungen seit 2015 ausgegeben. Doch ab welcher Temperatur herrscht in der Schweiz ein Gesundheitsrisiko? Von Dienstag bis Donnerstag wird es in der Schweiz bemerkenswert heiss. In einigen Regionen werden rekordhohe Temperaturen bis 40 Grad Celsius erwartet. Und mit dem Klimawandel dürften solche Hitzewellen wohl noch zahlreicher werden. Hitzewellen seien eine Folge des Klimawandels, sagte etwa die Westschweizer Klimaforscherin Martine Rebetez. Wann spricht man in der Schweiz von einer Hitzewelle? "In der Schweiz treten Hitzewellen meist im Zusammenhang mit einer Hochdrucklage und einer süd- bis südwestlichen Anströmung auf, so dass heisse und trockene Luft aus den Subtropen zum Alpenraum geführt wird", schreibt das nationale Naturgefahren-Portal. Eine Hitzewelle definiert es als "eine Periode ...
 
Der Schweiz droht eine weitere Steuerrevolution
Di, 25 Jun 2019 09:05:00 GMT - Kaum sind die neuen internationalen Standards eingeführt worden, mit denen zahlreiche Lücken in der Unternehmensbesteuerung geschlossen werden sollen, zeichnet sich eine weitere Steuerrevolution von internationaler Tragweite ab. Im Visier des jüngsten G20-Projekts stehen vor allem die Tech-Giganten. Doch auch der Schweiz könnten erhebliche Nachteile erwachsen. Die Finanzkrise von 2008 hatte schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft. Sie hat aber auch entscheidend dazu beigetragen, dass eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit und Steuertransparenz eingeläutet wurde. Unter dem Druck enormer Finanzhilfen zur Bankenrettung und Konjunkturbelebung haben die internationalen Wirtschaftsmächte den Entschluss gefasst, globale Regeln zu erlassen, mit denen die von Unternehmen und natürlichen Personen eingesetzten Strategien und Täuschungsmanöver zur Steuerhinterziehung und Steuerumgehung effizient bekämpft werden können. Auf Drängen der G20 (Gruppe der 20 wichtigsten ...
 
Mit 3D-Gesichtserkennung die Cyberkriminalität bekämpfen
Di, 25 Jun 2019 06:30:00 GMT - Heute ist das Risiko grösser, Opfer von Computerbetrug zu werden als eines Einbruchs oder Diebstahls auf der Strasse. Um einen besseren Datenschutz zu garantieren, hat das waadtländische Unternehmen "OneVisage" ein dreidimensionales Gesichtserkennungs-System entwickelt, das mit einem Smartphone funktioniert. "Die Zahlen sprechen für sich: 2018 verursachten Computerbetrüge weltweit Verluste von mehr als 800 Milliarden Franken. In acht von zehn Fällen wurde dafür Identitätsdiebstahl betrieben, indem das User-Passwort geknackt wurde", sagt Christophe Remillet, Geschäftsführer und Gründer von "OneVisage" in Lausanne. "Leider hielten die IT-Sicherheitslösungen, besonders Identitätsauthentifizierungs-Lösungen, nicht mit der Entwicklung der digitalen Welt Schritt", so der Experte. "Die Kriminalität hat sich deshalb in die Cyberkriminalität verlagert, wo Betrüger und kriminelle Organisationen weniger wahrscheinlich in den Fängen des Rechtssystems landen." Diese Tendenz bestätigt auch ...
 
Initiative über demokratische Kontrolle von Schweizer Waffenexporten steht
Mo, 24 Jun 2019 15:30:00 GMT - Vor einem Jahr hatte der Entscheid der Schweizer Regierung, Waffenexporte in Kriegsländer zu erlauben, hitzige Diskussionen ausgelöst. Darauf lancierte eine Koalition aus Mitte-Links-Parteien und NGOs eine Volksinitiative, um das Vorhaben zu verhindern. Jetzt ist klar: Das letzte Wort hat das Volk. Am Montag haben die Initianten ihr Volksbegehren, die so genannte Korrektur-Initiative, bei der Bundeskanzlei in Bern offiziell eingereicht. Die Vorgeschichte Im Juni 2018 kündigte der Bundesrat an, die Kriegsmaterialverordnung zu ändern. Neu sollte der Export von Waffen auch in Länder möglich sein, die in einen Krieg verwickelt sind. Damit kam die Regierung den dringenden Forderungen der Schweizer Rüstungsindustrie nach, die Bestimmungen für Waffenexporte zu lockern. Die Regierung hat den Entscheid damit begründet, dass die Produktionskapazitäten im Schweizer Rüstungsbereich gesichert werden müssen. Dies aber führte zu einem Aufschrei in linken, liberalen und ...
 
Frankreich probt ein Stück namens direkte Demokratie
Mo, 24 Jun 2019 14:51:00 GMT - In Frankreich regt sich Widerstand gegen den Plan der Regierung, die Pariser Flughäfen zu privatisieren: Aktivisten sammeln Unterschriften, damit das Volk darüber abstimmen kann ? ein Novum in der Geschichte der Republik. Präsident Macron ist für einen Ausbau der direkten Demokratie. Das macht seiner Regierung Angst. "Starten wir das Referendum", steht auf den Plakaten, welche die Wände der Stellenbörse von Saint-Denis tapezieren. In dieser angesagten Pariser Banlieue wurde vergangene Woche an einer grossen Veranstaltung die Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen die Privatisierung der Pariser Flughäfen lanciert. Besucher aus der Schweiz würden staunen: Es sind hier weder Berge von Unterschriftenbogen noch von Kugelschreibern zu sehen. Immerhin müssen die Aktivisten 4,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, ihre Forderung zu unterzeichnen. Die Erklärung: Hier läuft fast alles über das Internet. Aber schnell ist das offenbar nicht besonders. "Ich brauchte ...
 
Der Schweizer, der auf der digitalen Welle reitet
Mo, 24 Jun 2019 08:30:00 GMT - Der Tessiner Bruno Giussani erkannte als Journalist früh die Potenziale des Webs. Er lancierte die erste Schweizer News-Website und wurde später Internet-Unternehmer. Seit 14 Jahren baut Giussani am TED-Imperium mit, einer starken Plattform für Ideen und Innovation im digitalen Zeitalter. Er ist der dritte Digitalpionier, den wir in unserer Serie porträtieren. Sie haben es alle getan: Papst Franziskus, Microsoft-Gründer Bill Gates, Techniksoziologin Zeynep Tufekci, EU-Kommissionmitglied Margrethe Vestager, Datenschützer Malte Spitz. Sie haben einen TED-Talk gehalten, den der Tessiner Bruno Giussani kuratiert hatte. Und der millionenfach angeklickt wurde. Die Einladung, einen TED-Talk zu halten, ist im digitalen Zeitalter eine Art Ritterschlag. Inzwischen hat Giussani hunderte von TED-Talks kuratiert, Themen gesetzt und aus interessanten Persönlichkeiten rhetorisch das Beste herausgeholt. 2005 stösst Giussani zur Non-Profit-Organisation TED, die in Nordamerika Konferenzen ...
 
Wie Vevey sein monströses Winzerfest stemmt
Mo, 24 Jun 2019 06:17:00 GMT - Die Fêtes des Vignerons: Alle 20 bis 25 Jahre findet in Vevey am Genfersee das traditionelle Winzerfest statt. Die Organisation des dreiwöchigen Grossanlasses ist eine riesige Herausforderung, werden doch insgesamt eine Million Besucher erwartet. Damit liegt das traditionelle Volksfest in der Liga des Karnevals von Rio. Mitten auf dem Marktplatz von Vevey am Ufer des Genfersees steht sie da, die Freiluftarena mit ihren 20'000 Sitzplätzen. Sie wirkt wie ein gigantisches Raumschiff, das vom Himmel herabgeschwebt ist. Ihre markanten Dekorationen in den Farben rot, gelb, grün und braun machen sie zum auffälligsten Element der bevorstehenden Fête des Vignerons. Dieses wird in der französischsprachigen Westschweiz ungefähr alle 20 Jahre veranstaltet ? viermal in einem Jahrhundert. Vom 18. Juli bis am 11. August werden voraussichtlich eine Million Besucher erwartet, die an das diesjährige Fest kommen wollen, um die Tradition des Weinanbaus in den Regionen Lavaux und Chablais zu feiern.
 
Und immer wieder diese eine Frage: "Wieso gerade ich?"
So, 23 Jun 2019 09:00:00 GMT - Namhafte Kriminologinnen und Strafjustiz-Experten plädieren dafür, Begegnungen zwischen Opfern und Tätern zu ermöglichen, um Gewaltopfer bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erfahrung zu unterstützen. Dieser Ansatz soll nun auch in der Schweiz zur Anwendung kommen. Am späten Nachmittag des 15. Januars 1995 macht sich Postmitarbeiterin Elsbeth Gubler in Grüningen (ZH) daran, die Poststelle zu schliessen, als sie von drei maskierten Männern überfallen wird. Mit einer Pistole an der Schläfe wird Elsbeth Gubler ? zusammen mit ihren Kollegen ? gefesselt und geknebelt. "Ich habe geschrien und bekam Angst. Ich habe gedacht, dass ich da nicht mehr lebendig herauskomme. Ich dachte wirklich, es sei Schluss", berichtet sie später im Deutschschweizer Fernsehen SRF. Wenige Minuten nach dem Überfall flüchten die Täter mit einer Beute von 50'000 Franken. Für Elsbeth Gubler aber werden wenige Sekunden zu Jahren. Zu Jahren der Angst und des Leidens, in denen sie immer wieder von Albträumen ...
 
Der fliegende Glace-Verkäufer vom Klöntalersee
Sa, 22 Jun 2019 09:00:00 GMT - Der Glarner André van Sprundel ist ein erfolgreicher Geschäftsmann mit einem besonderen Hobby: Schweizweit ist er wohl der Einzige, der per Schiff Glace an Badegäste verkauft. Van Sprundel ist als Wirtssohn im Klöntal in den Ostschweizer Alpen aufgewachsen. Schon während einer kaufmännischen Lehre hat er sich weit mehr für IT-Technologie interessiert und sich in diesem Bereich weitergebildet. So war der elterliche Gasthof einer der ersten Restaurationsbetriebe, der über eine Website verfügte. Im Jahr 2000 gründete er eine Firma, die qualifiziertes IT-Personal vermittelt. Obwohl er sich dies nie so ausgemalt hatte, übernahm er 2014 den elterlichen Gasthof im Klöntal und blieb über all die Jahre seinem Hobby treu. Zusammen mit seiner kleinen Tochter fährt er mit dem Boot "Ice Dream Express" von Ufer zu Ufer und verkauft Glace. Liebe zur Heimat Das Klöntal liegt Van Sprundel am Herzen. "Die schroffen Berge, das enge Tal und der glitzernde See vermitteln mir Geborgenheit", sagt er.
 
Schweizer Spin-off tüftelt an nachhaltigen Häusern für alle
Fr, 21 Jun 2019 14:02:00 GMT - Zwei Materialwissenschaftler und eine Architektin wollen mit ihrem zementfreien Beton aus tonhaltigem Aushubmaterial die Bauindustrie revolutionieren. Ihr Ansatz soll vor allem Menschen in Entwicklungsländern zugutekommen. "Oxara" kommt von "Ossara" und heisst Kommune auf Kabiyé. Die Sprache ist benannt nach einem Volk, das unter anderem im Togo lebt. "Dieser Name ist uns sehr wichtig", sagt Gnanli Landrou. Der Togolese ist der Gründer eines gleichnamigen Spin-offs, das er vergangenen Herbst ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Thibault Demoulin, wie Landrou ein Materialwissenschaftler, steht er gut gelaunt in einer grossen Werkstatthalle der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) auf dem Hönggerberg in Zürich. Es fehlt die Architektin Daria Ardant, die ebenfalls zum Oxara-Team gehört und laut den beiden jungen Männern "ein Auge fürs Detail hat". Auf zwei Tischen haben Landrou und Demoulin Ansichtsexemplare ausgestellt: Zementfreie Betonplatten und -zylinder. Ein ...
 
Die Parteien im Faktencheck zum Thema Ökologie
Fr, 21 Jun 2019 13:00:00 GMT - Vier Monate vor den Schweizer Parlamentswahlen sind die meisten Parteien bemüht, sich den Bürgerinnen und Bürgern umweltbewusst zu präsentieren. Das Westschweizer Fernsehen RTS machte den Faktencheck, wie ökologisch ihre Gesetzesarbeit in den beiden Kammern tatsächlich war. "Umweltfragen sind in der DNA" der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP.Die Liberalen), sagte Parteipräsidentin Petra Gössi vor wenigen Tagen am Westschweizer Fernsehen RTS. Auch die Schweizerische Volkspartei (SVP), deren Kernthemen die Einwanderungsbegrenzung und der Kampf gegen eine stärkere Einbindung der Schweiz in die Europäische Union (EU) sind, legte sich ein ökologisches Mäntelchen um. Dies in einer Zeitung, die soeben in alle Haushalte des Landes geflattert ist. Nagelprobe Investitionen aus der Staatskasse Smartvote unterzieht sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten, die am 20. Oktober einen der 246 Sitze im National- und Ständerat anstreben, einem Lackmustest. Es ist dies eine ...
 
Was es heisst, Künstlerin in der Schweiz zu sein
Fr, 21 Jun 2019 11:30:00 GMT - In einer exklusiven Recherche haben SWI swissinfo.ch und Radio Television Suisse (RTS) aufgezeigt, dass Kunst von Frauen in Schweizer Museen viel weniger gezeigt wird als Kunst von Männern. Was bedeutet es, als weibliche Künstlerin in der Schweiz zu arbeiten? Wir haben Vertreterinnen dreier Generationen zusammengebracht, um über dieses Thema zu diskutieren. "Arbeiten ohne den Druck des Erfolges" und "Nicht in Ausstellungen zusammen mit Männern sein müssen" ? die berühmten ironischen Poster der "Guerilla Girls" wurden vor 30 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seither verändert?  Die Recherche von SWI swissinfo.ch zeigt ein klares Bild: Nur 26% der Künstlerinnen in Einzelausstellungen waren Frauen. Um die Herausforderungen zu verstehen und nachzuvollziehen, denen sich Künstlerinnen regelmässig stellen müssen, und um mehr über den Alltag von Künstlerinnen in der Schweiz zu erfahren, haben wir drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen im Paul Klee Zentrum in Bern ...
 
Der Kanton Jura auf der Suche nach seiner zweiten Jugend
Fr, 21 Jun 2019 08:45:00 GMT - Der jüngste Schweizer Kanton feiert vom 21. bis 23. Juni den 40. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Ist der Jura ein Kanton wie jeder andere geworden? Eine Suche nach Antworten.  Schon 1979 war ein starker Regionalismus spürbar. Bis heute hat dieser sich weiter akzentuiert und äussert sich nun beispielsweise in Streitereien über die Reorganisation der Spitäler.  Das ist es, was die drei Bezirke des Kantons Jura (Delémont, Porrentruy, Franches-Montagnes) antreibt. Vom 21. Bis 24. Juni wird in Saignelégier das 40-jährige Bestehen des Kantons Jura würdig gefeiert. Die Jurafrage Der Jura, Gebiet des ehemaligen Bistums Basel, wurde 1815 mit dem Kanton Bern vereint. Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs fordern separatistische Bewegungen die Autonomie dieser Region und die Schaffung eines neuen Kantons. Der Ton verschärfte sich seit den 1960er-Jahren, es kam zu Zusammenstössen zwischen Separatisten und Antiseparatisten, sowie zu Anschlägen in der ganzen Region (Feuer, ...
 
Die Schweiz nähert sich dem Vaterschaftsurlaub an
Do, 20 Jun 2019 15:00:00 GMT - Eine Woche nach dem landesweiten Frauenstreik hat eine der Forderungen im Parlament eine erste Hürde genommen: Der Ständerat sagt Ja zu einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Aber im internationalen Vergleich hinkt die Schweiz auch damit weit hinterher. Nach der violetten feministischen Welle, welche die Strassen der Schweiz vergangenen Freitag überrollt hat, spricht sich der Ständerat dafür aus, Vätern bei der Geburt ihres Kindes zwei Wochen Urlaub zu gewähren. Die kleine Parlamentskammer hat dem Vorhaben am Donnerstag mit 26 zu 16 Stimmen zugestimmt. Das ist ein Kompromiss: Denn die Version des Ständerats ist ein Gegenenvorschlag zu einer Volksinitiative, die vier Wochen Urlaub für Väter fordert. Das Volksbegehren der Linken lehnte er mit 29 zu 14 Stimmen ab. Vier oder zwei Wochen? Das Gesetz in der Schweiz sieht keinen Vaterschaftsurlaub vor. Nur die Parlamentarier der konservativen Rechten argumentierten für diesen Status quo. Peter Föhn von der Schweizerischen Volkspartei ...
 
Alltag im Rohingya-Flüchtlingscamp in Bangladesch
Do, 20 Jun 2019 09:00:00 GMT - Wie ist es, im grössten Flüchtlingslager der Welt zu leben? Eine Million Rohingya sind aus Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. Jetzt leben sie im gigantischsten Camp der Welt. Die Schweizer Helvetas-Mitarbeiterin Alexa Mekonen hilft, ihren Alltag etwas erträglicher zu machen. "Natürlich könnte ich ein einfacheres Leben haben. Aber will ich das?" Alexa Mekonen lacht. "Nein", gibt sie die Antwort gleich selber. Die 31-jährige Programm-Mitarbeiterin steigt auf einen Hügel. Dort oben befindet sich das Unterlager 8E des grössten Flüchtlingscamps der Welt. Es ist heiss, 35 Grad, und es ist sehr feucht, kurz vor der Regenzeit. Knapp eine Million Rohingya leben im Hinterland von Cox?s Bazar, dem populärsten Touristenort Bangladeschs. Sie sind verteilt auf 34 dichtbesiedelte Unterlager. Etwa 220'000 Menschen kamen schon zwischen den 1970er- und 90er-Jahren hierhin, als die Rohingya zum ersten Mal systematisch aus ihrem Heimatland Myanmar vertrieben wurden. Weit über 740?000 flüchteten ...
 
Das schmutzige Geld liegt noch immer in der Schweiz
Do, 20 Jun 2019 06:26:00 GMT - Veruntreute Gelder aus einem kenianischen Korruptionsskandal wurden in der Schweiz eingefroren. Wenn die Behörden in Kenia weiter herumtrödeln, droht die Verjährung. Dabei könnte die Schweiz von sich aus tätig werden. Im vergangenen Sommer schien eine lange, unrühmliche Geschichte kurz vor einem glücklichen Ende zu stehen. Im Juli 2018 empfing der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta seinen Schweizer Amtskollegen Alain Berset in der Hauptstadt Nairobi.  Sie unterzeichneten ein Abkommen, das die Rahmenbedingungen für die Rückgabe von Korruptionsgeldern von der Schweiz an das ostafrikanische Land regelt. Die Eidgenossenschaft hat rund zwei Millionen Franken eingefroren, die aus einem der grössten Korruptionsfälle in der Geschichte Kenias stammen: dem so genannten Anglo-Leasing-Skandal (vgl. Kasten). Der Anglo-Leasing-Korruptionsskandal "Anglo Leasing Finance" hiess das erste Unternehmen, das in einem der grössten Korruptionsskandale Kenias 2002 aufflog. Kenia verlor damals wohl ...
 
UNO-Experte fordert von der Schweiz mehr Engagement gegen Pestizide
Mi, 19 Jun 2019 15:00:00 GMT - Diese Woche werden im Parlament zwei Initiativen diskutiert, die den Einsatz und Verkauf von Pestiziden in der Schweiz begrenzen wollen. In einem Gespräch mit swissinfo.ch sagt der UNO-Sonderberichterstatter für giftige Stoffe, Baskut Tuncak, die Debatte über die Regulierung hochgefährlicher Pestizide sei noch lange nicht beendet. Die Position der Schweizer Regierung zur Regulierung des Einsatzes von Pestiziden ist unklar. Einerseits wirft man ihr vor, bei der Umsetzung eines 2017 verabschiedeten Aktionsplans zur Reduzierung von Pestiziden langsamer als erwünscht voranzukommen. Andererseits geht sie mit einem letzte Woche ausgesprochenen Verbot von zwölf Pestiziden, die Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl enthalten, weiter als ihre europäischen Nachbarn. Zwei Volksinitiativen zu Pestiziden Die Initiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" will den Einsatz von Pestiziden in der Schweiz ganz verbieten, ebenso den Import von Lebensmitteln, die Pestizide enthalten. ...
 
Politische Reformen nach dem Frauenstreik gefordert
Mi, 19 Jun 2019 14:00:00 GMT - Schweizer Politikerinnen mobilisieren sich, um die Forderungen des Frauenstreiks vom vergangenen Freitag umzusetzen. Parlamentarierinnen von rechts und links haben eine Reihe von politischen Vorstössen eingereicht. Die Hunderttausenden von Frauen, die am vergangenen Freitag in der ganzen Schweiz auf die Strasse gingen, sagten es laut und deutlich: Dieser Streik ist nur der Beginn einer langfristigen Mobilisierung zur Änderung von Gesetzen, Gepflogenheiten und Mentalitäten. Politikerinnen von links und rechts beschlossen, Massnahmen zur Umsetzung der Forderungen zu ergreifen: Sie haben eine Reihe von politischen Vorstössen im Parlament eingereicht. Hier ist eine Auswahl davon: Sexuelle Gewalt: Sechs Interpellationen wurden letzte Woche von Frauen aus allen Parteien eingereicht (mit Ausnahme der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei). Sie sind schockiert über eine Untersuchung von Amnesty International, die ergab, dass jede fünfte Frau in der Schweiz Opfer von sexueller ...
 
Ein Boykott von Gold aus Kleinbergwerken ist keine Lösung
Mi, 19 Jun 2019 12:00:00 GMT - Der Schweizer Edelmetallverarbeiter Metalor verzichtet künftig auf die Verarbeitung von Gold aus dem handwerklichen Bergbau. Er will nur noch Gold aus dem Industriebergbau kaufen und reagiert damit auf anhaltende Kritik an seiner Beschaffung von Gold. Strafrechtsprofessor Mark Pieth kritisiert diesen Entscheid als "vorsätzlich blind". Die plötzliche Entscheidung des Schweizer Raffinerie-Giganten Metalor, ein pauschales Verbot von Gold aus Kleinbergwerken in Kolumbien und Peru zu verhängen, ist eine verständliche Kurzschlussreaktion auf das wachsende öffentliche Entsetzen über die mit dem handwerklichen Bergbau verbundenen Fragen der Menschenrechte, der Umwelt und der organisierten Kriminalität. Doch handelt es sich dabei um eine kurzsichtige Geschäftsentscheidung, oder besser gesagt, sie ist vorsätzlich blind. Unhaltbare Arbeitsbedingungen Tatsächlich sind die Bedingungen, wie von der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, in vielen handwerklichen Minen und den umliegenden ...
 
Beerdigt das Parlament die Schweizer Kandidatur für den UNO-Sicherheitsrat?
Mi, 19 Jun 2019 09:45:00 GMT - Seit 2011 wirbt die Schweiz auf dem diplomatischen Parkett für ihre Wahl in den UNO-Sicherheitsrat. Innenpolitischer Widerstand im Namen der Neutralität fand bisher wenig Gehör. Nun aber könnte sich das Blatt wenden. 2023 möchte die Schweiz für zwei Jahre einen der beiden nicht-ständigen Sitze innehaben, die Westeuropa im UNO-Sicherheitsrat zustehen. Entschieden hat das die Regierung (Bundesrat) vor rund acht Jahren, die Wahl in der UNO-Generalversammlung findet 2022 statt, die Chancen für die Schweiz stehen theoretisch nicht schlecht, einzige Mitbewerberin bis jetzt ist Malta. Die kleine, neutrale Schweiz am Tisch der ganz grossen Weltpolitik? Der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) war das von Anfang an ein Dorn im Auge: Die Schweiz sei im Sicherheitsrat nicht an ihrem Platz, als neutrales Land dürfe sie nicht über Krieg und Frieden entscheiden, lautet das Hauptargument. Die SVP versuchte, das Vorhaben im Parlament zu bekämpfen: Sie beantragte unter ...
 
Das schöne Mondspielzeug aus Bern
Mi, 19 Jun 2019 08:00:00 GMT - Vor 50 Jahren betrat erstmals ein Mensch den Mond. Das war auch ein grosser Schritt für die Universität Bern: Dank ihrem lunaren Sonnenwind-Experiment konnte letztlich ein Makel der Urknall-Theorie bereinigt werden. Langsam schoben sich beim Start der Rakete die drei Buchstaben U ? S ? A an der Fernsehkamera vorbei. Und am 21. Juli 1969 pflanzten die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond die amerikanische Flagge auf: Für die Vereinigten Staaten war das, was vor 50 Jahren geschah, Werbung allererster Güte.  Kein Wunder, feiern sie die Erinnerung daran nun mit Pomp. Aber auch die Universität Bern feiert. Und das zu Recht: Das Physikalische Institut steuerte ein Experiment an die Apollo-11-Mission bei. Gemessen am Gewicht der nahezu 3000 Tonnen schweren Rakete war es winzig: Es wog bloss 454 Gramm, ein englisches Pfund. Aber es war das Gegenteil von unbedeutend.  Astronaut Buzz Aldrin stellte das Gerät aus Bern noch vor der amerikanischen Flagge auf: eine simple ...
 
Starmus-Festival vereint Astronomie und Musik
Mi, 19 Jun 2019 06:30:00 GMT - Garik Israelian ist Astrophysiker und Musiker. Brian May ist Musiker und Astrophysiker. Aus ihrer Begegnung entstand Starmus, das Festival, das den Geist, die Seele und die Sinne anspricht. Zu entdecken vom 24. bis 29. Juni in Zürich. Im Jahr 1999 war er an der Spitze des internationalen Teams, das eine Idee, die seit 200 Jahren in der Luft liegt, definitiv bestätigte: Nach ihren Supernovæ-Explosionen, welche die gesamte Galaxie erhellen, schrumpfen die Riesensterne zu schwarzen Löchern. Eine Premiere, die ihm ein Zitat von Stephen Hawking einbrachte. Kein Zweifel: Garik Israelian ist ein grosses Tier. Zum ersten Mal in der Schweiz Nach drei Ausgaben auf den Kanarischen Inseln und einer in Norwegen wählte das Festival die Schweiz. Der Vorschlag kam vom Schweizer Astronauten Claude Nicollier und von der Marke Omega, deren Uhren NASA-Astronauten seit 50 Jahren an ihren Handgelenken tragen. Vor einem halben Jahrhundert haben Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond eine ...
 
Kommt jetzt der Stimmzettel, den man zu Hause ausdrucken kann?
Di, 18 Jun 2019 15:49:00 GMT - Abstimmungsunterlagen per Internet erhalten, sie zu Hause ausdrucken, ausfüllen und per Post zurückschicken: So könnte die Lösung aussehen, der Fünften Schweiz die Teilnahme an Abstimmungen zu erleichtern. Ein vom Nationalrat am Dienstag angenommener Vorschlag stösst bei der Auslandschweizer- Organisation auf Interesse. Im Kampf um eine erleichterte Teilnahme der Fünften Schweiz an Abstimmungen und Wahlen in ihrer Heimat kommt es zu einem Paradigmenwechsel: Die Ausdehnung des E-Votings auf alle Schweizer Stimmberechtigten im Ausland bläst ein kühler Wind entgegen. Nun nahm die grosse Parlamentskammer (Nationalrat) mit 115 zu 69 Stimmen einen Antrag an, der die elektronische Stimmabgabe durch den elektronischen Versand der Stimmunterlagen ersetzen will. Anstatt die Möglichkeiten der Online-Wahl weiterzuentwickeln, schlägt Claudio Zanetti vor, das Problem umgekehrt anzugehen: Der Parlamentarier der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) bat die Regierung, den ...
 
Hereinspaziert! So sah der Circus Knie früher aus
Di, 18 Jun 2019 12:00:00 GMT - Vor 100 Jahren, am 14. Juni 1919, zeigte der Circus Knie seine erste Vorstellung in Bern. Eine Liebschaft stand am Anfang der Zirkus-Dynastie. Der junge Medizinstudent Friedrich Knie verliebte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Innsbruck in die junge Kunstreiterin Wilma. Er war so fasziniert vom Artistenleben, dass er sein Studium abbrach und mit der Truppe durch Österreich zog. Zwar war die Liebe nur von kurzer Dauer, doch Friedrich gründete 1806 eine Akrobatentruppe, die Lob und Anerkennung auf sich zog und auch in der Schweiz auftrat. Hier liess sich ein Zweig der Familie Knie später nieder und erlangte die schweizerische Staatsbürgerschaft. Von der offenen Arena zum Zelt Ein Jahrhundert und vier Generationen später setzten die vier Brüder Friedrich, Rudolf, Karl und Eugen Knie den langjährigen Wunsch der Artistenfamilie in die Tat um: Sie kauften sich auf Kredit ein Zweimasten-Zelt, um nicht mehr in offenen Arenen auftreten zu müssen. Mit der Erstaufführung im ...
 
Schwierige Zukunft der Blauhelme
Di, 18 Jun 2019 09:30:00 GMT - Frieden und Sicherheit sind die Daseinsberechtigung der Organisation der Vereinten Nationen. Doch die UNO steht vor dem Problem, dass die Mitgliedsstaaten immer weniger friedenserhaltende Operationen finanzieren wollen oder ihre Zusagen nicht rechtzeitig erfüllen. "Wer zahlt, befiehlt", sagt der Volksmund. "Sogar dann, wenn er seine Beiträge nicht ausrichtet", könnte die UNO hinzufügen. Sowohl beim normalen Budget als auch bei friedenserhaltenden Missionen kämpft die UNO seit Jahren mit akuten Finanzierungsproblemen. Das gefährdet die Erfüllung ihrer Aufgaben. Ende 2018 wies das Budget für Friedensmissionen einen Rückstand von 1,4 Milliarden Dollar auf. Ein Loch, das noch lange nicht gestopft ist. Wie jedes UNO-Mitglied, leistet die Schweiz einen obligatorischen Beitrag ans Budget für Friedensmissionen. Im Jahr 2018 waren es 77,4 Millionen Franken. Die Schweiz stellt auch Personal. Aktuell sind gemäss Zahlen der UNO 28 Schweizerinnen und Schweizer im Einsatz, in Missionen in ...
 
Daniele Finzi Pasca versprüht seine Magie für die Fête des Vignerons
Di, 18 Jun 2019 06:00:00 GMT - Der Tessiner Regisseur und Choreograf inszeniert das Schauspiel der Fête des Vignerons 2019, des Winzerfestivals, das am 18. Juli in Vevey beginnt. Wie fast alles, das er produziert, dürfte die Aufführung magisch werden. Treffen mit einem Traumkünstler von internationalem Rang. In der opulenten Umgebung des Genfer Grand Théâtre wirkt Daniele Finzi Pasca wie ein Kobold, der aus einem Kindermärchen entwichen ist. Schlanke Figur, funkelnde Augen, agiler Gang, lebhafte Gesten: Der Tessiner ist ein Magier der Bühnenbretter, der auch mit Worten jonglieren kann. Was er sagt, kommt flüssig daher, verwoben mit Metaphern. In perfektem Französisch richtete er sich im Mai im Genfer Grand Théâtre, das seine Opernsaison präsentierte, an die versammelten Medienvertreter. Finzi Pasca wird im September dieses Jahres für die Genfer Institution das Werk "Einstein on the Beach" inszenieren, einer Oper von Philip Glass. Dort treffen wir ihn, nicht um über Opernwerke zu reden, sondern über die ...
 
Willy Garaventa: "Ich war immer ein Abenteurer"
Mo, 17 Jun 2019 12:00:00 GMT - Willy Garaventa führte das Seilbahn-Unternehmen an die Weltspitze. Eine Biografie beschreibt das Leben des 85-Jährigen. Willy Garaventa sei eigentlich kein Mann, der sich gerne in den Mittelpunkt stellt, erzählt die Journalistin Rebekka Haefeli im Gespräch mit SRF News. Als sie im Zusammenhang mit der Eröffnung der Stoosbahn, einer Bahn der Garaventa, vor zwei Jahren Willy Garaventa kontaktierte, habe er sie erst abgewimmelt. Doch später meldete sich die Tochter und ermöglichte einen ersten Besuch. So erhielt Rebekka Haefeli die Gelegenheit, eine spannende Familien- und Firmengeschichte zu dokumentieren und aufzuschreiben. Noch immer wohnt der 85-jährige in Immensee, wo die Firma Garaventa als kleiner Handwerksbetrieb entstand. Vater Karl war Bauer und begann mit dem Bau von einfachen Seilbahnen für Materialtransporte. Seine Söhne Karl Junior und Willy stiegen ins Unternehmen ein. Als die Firma wuchs, reichte die Werkstatt in Immensee nicht mehr aus. Die Brüder Karl Junior ...
 
Am Burnout scheiden sich in der Schweiz die Geister
Mo, 17 Jun 2019 09:00:00 GMT - Obwohl die WHO Burnout kürzlich als gesundheitsgefährdenden Faktor eingestuft hat, stösst das Phänomen bei Arbeitgebern und Medizinern auf wenig Verständnis. Die Schweiz, mit ihrer Kultur der Versagensangst, setzt sich mit den Beschwerden auseinander und der Frage, wie diese zu behandeln sind. Per R.'s Stimme wird brüchig, als er sich daran erinnert, wie alles anfing. Es sind drei Jahre vergangen, seit er unter einem Burnout litt, aber wenn er darüber spricht, weckt es immer noch schmerzhafte Erinnerungen in ihm. Der Schwede und Vater zweier Kinder, der seit mehr als 20 Jahren in der Schweiz lebt, war Handelsvertreter bei einem Medizinproduktehersteller, als plötzlich seine Schlaflosigkeit begann. "Das war das erste Anzeichen", sagt er gegenüber swissinfo.ch. "Knapp ein Jahr vor dem eigentlichen Burnout." Sechs Monate später sank seine Motivation auf den Nullpunkt. "Ich erinnere mich, dass ich am Ende des Sommers auf einer Konferenz war und mich verloren fühlte. Ich war wie im ...
 
Die Selbsthilfegruppe Psychose besucht er seit sieben Jahren
So, 16 Jun 2019 09:00:00 GMT - Am Tag der offenen Tür des Selbsthilfe-Netzwerk in Sarnen erzählen drei Engagierte von ihrer Krankheit und ihrem Umgang damit. Ein Blick in die Landschaft der Selbsthilfegruppen. In der Region, die man auch Urschweiz nennt, sind solche wenig verbreitet. Am Dorfplatz von Sarnen decken sich Passanten mit Gipfeli und Erfahrungen ein. Es ist der erste Tag der offenen Tür der Selbsthilfegruppen im Kanton Obwalden. Ob es um Sucht, psychische oder chronische Erkrankungen geht: Betroffene treffen sich in Selbsthilfegruppen, teilen ihre Erlebnisse und stützen sich gegenseitig.  Wenig Angebote auf dem Land In den ländlichen Regionen der Schweiz ist das Netzwerk noch wenig dicht. Es ist offen, ob das daran liegt, dass in ländlichen Regionen weniger Menschen Hilfe suchen oder weil man Gefahr läuft, beim Treffen der Nachbarin zu begegnen. In der Schweiz gibt es über 2000 Gruppen ? in Luzern, Obwalden und Nidwalden bloss 95. Die Dachorganisation Selbsthilfe Schweiz führt dies auf beschränkte ...
 
Wie ein Zürcher die kleinste Oper der Welt schuf
Sa, 15 Jun 2019 09:00:00 GMT - Eine Ausstellung in Zürich zeigt die kleinste Oper der Welt. Sie holt das fast vergessene Werk des 1995 verstorbenen Dekorateurs und Mini-Impressarios Bernhard Vogelsanger aus dem Archiv. Für einen Impresario war er ungewöhnlich gekleidet. Er trug Jeans, schrille Shirts von Rockbands, eine ACDC-Lederjacke und dicke Ringe an den Händen. Aber Bernhard Vogelsanger war ja auch nicht irgendwer: Er leitete die kleinste Oper der Welt im Alleingang. Er war Dirigent und Orchester, Bühnenbildner und Regisseur, Schneider und Schauspieler in Personalunion. Für mehr Personal hätte der Platz kaum gereicht: Seine Opernbühne in Zürich Schwamendingen hatte die Grösse einer Schuhschachtel. Genauer: Viele Bühnen waren tatsächlich aus Schuhschachteln gefertigt. Im Publikumssaal standen gerade mal acht Stühle ? mehr Platz gab es im engen Zimmer im zweiten Stock eines Wohnhauses nicht. Ein Kreis Eingeweihter wurde regelmässig eingeladen, wenn Vogelsanger hier die grossen Opern spielte: Mit ...
 
Ein Überblick über die Art Basel? Das schafft nur das Handy
Fr, 14 Jun 2019 16:00:00 GMT - Die Warteschlangen am Eingang zu den Basler Messehallen sind lang und die Besucher international. Die Art Basel hat ihre Tore dem Publikum geöffnet. Augenschein am Tag der Eröffnung. Viel Kunst, viel Publikum, viel Geld: Das über mehrere Hallen und Stockwerke verteilte Angebot an Kunst ist überwältigend. Immerhin ist dies die grösste Kunstmesse der Welt. Dieses Jahr präsentieren sich 291 Galerien aus 34 Ländern. Zu sehen sind Werke von über 4000 Künstlern.  Das Smartphone scheint ein fast unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand zu sein, um all die gesehenen Kunstwerke zu festzuhalten. Was das Smartphone für die Besucher, ist das Tablet oder der Laptop für die Galeristen. Der Platz in den teuren Boxen ist schliesslich beschränkt. Wenn die Kundschaft aber an einem Bild oder einem Künstler Gefallen findet, dann greifen die Galeristen ganz schnell zum Tablet, zeigen den potentiellen Kunden weitere Bilder aus dem Fundus. Denn hier geht es nicht ums Ausstellen, es geht ums Verkaufen. An ...
 
Frauen an den Herd statt an die Schreibmaschine
Fr, 14 Jun 2019 13:00:00 GMT - Kündigung nach der Heirat? Keine Frauen hinter dem Steuer? Ein Maximallohn, der nicht halb so hoch ist wie der Maximallohn der Männer? Was heute unvorstellbar ist, war vor nicht allzu langer Zeit Realität für die Mitarbeiterinnen der SRG. Anlässlich des nationalen Frauenstreiktags ein Blick zurück in die Geschichte unseres Unternehmens, der SRG. "Das Entfernen der Frau vom häuslichen Herd läuft allen Bestrebungen des Familienschutzes zuwider. Die Frau gehört zu den Kindern und nicht an die Schreibmaschine", heisst es in einem Dokument der SRG aus dem Jahr 1951. Verfasser des Schreibens ist der damalige Verwaltungsdirektor der Generaldirektion. Seines Erachtens sollte die verheiratete Frau "ihrer eigentlichen Bestimmung gemäss" ihre Zeit der Familie widmen. "Soziale Überlegungen gebieten es, dem Doppelverdienertum entgegenzutreten", so der Verwaltungsdirektor weiter. Wenn verheiratete Frauen weiterhin im Erwerbsleben blieben, würde diesem "sozialen Unfug" Tür und Tor geöffnet, ...
 
Der Schweizer-Club Aachen ? wie Phönix aus der Asche
Fr, 14 Jun 2019 10:00:00 GMT - Hans Krebser, ein Mann aus dem Kanton Bern, machte sich im 19. Jahrhundert auf nach Deutschland, um beruflich weiterzukommen. Neun Jahre später, 1891, gründete er den Schweizer-Club Aachen. swissinfo.ch besucht den heute blühenden Club, um vor den Eidgenössischen Wahlen im Herbst der Fünften Schweiz den Puls zu nehmen. Um Mitglied im Schweizer-Club Aachen zu werden, braucht es nicht zwingend den Schweizer Pass. Denn er will ein Club für alle sein, die sich der Schweiz verbunden fühlen. Die Stadt im Dreiländereck Deutschland, Belgien und den Niederlanden ist denn auch geprägt durch ein stetiges Kommen und Gehen über Grenzen. Der Schweizer-Club Aachen in Zahlen Gründung: 1891 Mitglieder: 92 Personen zwischen 1 und 92 Jahren, darunter 30 Paare und 13 Familien mit Kindern Leitung: 6 Personen (3 im Vorstand, 3 Beisitzer) Jährliche Aktivitäten: 6-7 Publikationen: auf der Club-Website So leben heute auch einige der Mitglieder im benachbarten Belgien. Und mit Schweizer Clubs in ...
 
Frauenstreik 2019: das jüngste Kapitel einer langen Geschichte
Fr, 14 Jun 2019 06:00:00 GMT - Am 14. Juni 1991 nahmen Tausende von Frauen in der Schweiz am ersten Frauenstreik teil. Fast 30 Jahre nach diesem historischen Ereignis wiederholt sich heute die landesweite Mobilisierung der Frauen. Viele Schweizerinnen und Schweizer waren damals überrascht ? an diesem Freitag im Frühsommer 1991. Die Initiative einer kleinen Gruppe von Uhrenarbeiterinnen im Waadtländer Jura war ? mit Unterstützung der Gewerkschafterin Christiane Brunner ? zu einer der grössten politischen Mobilisierungen in der Geschichte der Schweiz geworden. Rund 500'000 Frauen im ganzen Land nahmen an den unterschiedlichsten Veranstaltungen zum Frauenstreik teil. Die Hauptforderungen waren: Lohngleichheit, Gleichstellung in den Sozialversicherungen sowie das Ende von Diskriminierung und sexuellen Belästigungen. Warum gerade 1991? Das Datum war nicht zufällig gewählt worden, denn der Frauenstreik von 1991 erfolgte genau 10 Jahre nach Inkrafttreten des Verfassungsartikels zur Gleichstellung. Ein ...
 
Das ist der Graben zwischen Mann und Frau in der Schweiz
Fr, 14 Jun 2019 06:30:00 GMT - Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in der Schweiz in der Bundesverfassung verankert ? das Stimmvolk wollte es so. Aber 38 Jahre nach der Abstimmung vom 14. Juni 1981 ist die Gleichstellung noch immer nicht verwirklicht. Hier fünf Schlüsselindikatoren für die Ungleichheit der Geschlechter in der täglichen Realität der Schweiz. "Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit", stellt der Verfassungsartikel zur Rechtsgleichheit unter anderem fest. Auch das Gleichstellungsgesetz verbietet ausdrücklich jede Diskriminierung in Arbeitsverhältnissen ? insbesondere beim Lohn ? aus Gründen des Geschlechts. Die offiziellen Statistiken zeigen jedoch eine ganz andere Realität. Im Jahr 2016 (jüngste verfügbare Daten) betrug der standardisierte Median-Bruttolohn in der Schweiz 6011 Franken pro Monat für Frauen und 6830 Franken für Männer, was einer Differenz von 12% entspricht. Noch grösser war der Unterschied, wenn man nur den privaten Sektor betrachtet.
 
Burn-out wird nicht als Berufskrankheit anerkannt
Do, 13 Jun 2019 17:07:00 GMT - Die Unfallversicherung deckt die berufliche Erschöpfung nicht ab. Das Parlament ist der Ansicht, dass der kausale Zusammenhang zwischen Arbeit und Burnout schwer nachzuweisen ist. Der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer, die sich bei der Arbeit erschöpft fühlen, liegt bei rund 30% und nimmt gemäss dem Job-Stress-Index 2018 stetig zu. Heute sind von Burnout betroffene Personen lediglich krankenversichert. Für den sozialdemokratischen Parlamentarier Mathias Reynard ist das unzureichend. Er fordert, dass ein Burnout als Berufskrankheit anerkannt und deshalb durch die Unfallversicherung abgedeckt werden sollte. Seine parlamentarische Initiative wurde allerdings vom Nationalrat (grosse Parlamentskammer) abgelehnt. Die Mehrheit der Abgeordneten weist darauf hin, dass der kausale Zusammenhang zwischen Burnout und beruflicher Tätigkeit schwer nachzuweisen sei. Sie zieht Präventionsprogramme des Privatsektors vor, anstatt die Verantwortung der Unfallversicherung zu übertragen.
 
Ein Schweizer Dichter im Herzen Londons
Do, 13 Jun 2019 14:09:47 GMT - Der Tessiner Vanni Bianconi ist Direktor des Babel Festivals in Bellinzona und lebt seit Jahren in London. Wir haben ihn im Herzen der britischen Hauptstadt getroffen. Vanni Bianconi ist Dichter und Übersetzer. Er wurde 1977 in Locarno geboren und lebt heute in der britischen Hauptstadt. Er ist künstlerischer Leiter des Babel Festivals für Literatur und Übersetzungen in Bellinzona. Er übersetzt aus dem Englischen, eine Sprache, in der er auch gerne schreibt. Seine Übersetzung von W.H. Audens Weihnachtsoratorium gewann 2012 den Marazza Preis. Seine erste Gedichtsammlung, Faura dei morti, erschien 2004 im "Ottavo quaderno italiano" bei Marcos y Marcos. Sein erstes Buch mit dem Titel "Ora prima" enthält sechs lange Gedichte (Casagrande 2008) und wurde mit dem Schillerpreis ausgezeichnet. Das zweite Buch, Il passo dell'uomo, wurde im November 2012 ebenfalls bei Casagrande veröffentlicht. Und wieder bei diesem Schweizer Verlag veröffentlichte er 2017 eine Gedichtsammlung mit dem ...
 
Der Finanzplatz Schweiz zieht Investitionen an ? und Kriminelle
Do, 13 Jun 2019 10:00:00 GMT - Dounia Rezzonico hat vier Jahre lang die Tessiner Aussenstelle der Bundesanwaltschaft (BA) in Lugano geleitet. Seit kurzem ist sie Chefin der Abteilung Wirtschaftskriminalität der BA. Im Interview mit swissinfo.ch zeigt Rezzonico die Prioritäten, Schwierigkeiten und Perspektiven im Kampf gegen Verbrechen wie Geldwäscherei und internationale Korruption auf.  Dounia Rezzonico hat sich insbesondere um den Verfahrenskomplex Petrobras-Odebrecht gekümmert, eine gewaltige Korruptionsaffäre, die in Brasilien ihren Anfang nahm und rund ein Dutzend Länder erfasste. Dabei spielte auch der Finanzplatz Schweiz eine Rolle. Sie leitete Strafverfahren und war an der Abwicklung von Rechtshilfeersuchen beteiligt. swissinfo.ch: Welche Prioritäten setzen Sie in der Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität? Dounia Rezzonico: Vor allem müssen wir effizient und reaktionsschnell sein. Zudem müssen wir über eine adäquate Gesetzesgrundlage sowie entsprechende technische Hilfsmittel verfügen. Die ...
 
Rassentheoretiker Louis Agassiz macht einer Farbigen Platz
Do, 13 Jun 2019 09:00:00 GMT - Der Louis Agassiz-Platz der Universität Neuenburg heisst neu Tilo Frey-Platz. Die Stadtverwaltung zieht eine engagierte Politikerin einem offen rassistischen Wissenschaftler vor. Tilo Frey stellt Louis Agassiz in den Schatten: Die Stadt Neuenburg hat entschieden, dem Platz vor dem Gebäude der Geisteswissenschaften einen neuen Namen zu geben. Eine engagierte Politikerin soll dadurch Wertschätzung erhalten ? lieber als ein Wissenschaftler, der an Rassentheorien glaubt. Der Entscheid ist umstritten und lässt die Frage nach unserem Umgang mit historischen Persönlichkeiten aufkommen. Erklärungen. Wer ist Louis Agassiz? Geboren 1807 in Môtier im Kanton Freiburg, studierte Louis Agassiz Medizin und Naturwissenschaften in Zürich und Deutschland. Er lehrte an den Universitäten Neuenburg und Harvard in den USA. Agassiz ist vor allem bekannt für seine Forschungen über Fische, Fossilien und Gletscher. Warum ist der Wissenschaftler umstritten? Als Agassiz 1846 in die USA auswanderte, ...
 
Der Stand der Dinge beim Rahmenabkommen
Fr, 7 Jun 2019 15:00:00 GMT - Nach Monaten des Wartens bewegt sich etwas zwischen Bern und Brüssel. Die Schweizer Regierung fordert weitere Abklärungen. Die EU gibt bekannt, dass sie zwar bereit für Diskussionen ist, nicht aber für Nachverhandlungen. Hier der Stand der Dinge im Moment. Warum ein Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU? Die Schweiz ist eines der wenigen europäischen Länder, die nicht der EU beitreten wollten. 1992 lehnte das Schweizer Volk auch einen Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab. Dieser hätte es der Schweiz ermöglicht, am europäischen Binnenmarkt teilzunehmen und gleichzeitig ausserhalb der EU zu bleiben. Dieser große Markt von über 500 Millionen Menschen garantiert allen Mitgliedstaaten den freien Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital. Um nicht von diesem Markt ausgeschlossen und damit benachteiligt zu werden ? etwa durch Zölle ?,   hat die Schweiz in den letzten 20 Jahren bilaterale Abkommen mit der EU abgeschlossen. Dies in einer Reihe ...
 


Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt nach Flandern (Belgien), Antwerpen, Gent und Brügge
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