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Überproduktion von legalem Cannabis lässt Hanf-Exporte anschwellen
Sa, 21 Jul 2018 09:00:00 GMT - Werner Bösch war der erste Produzent von Indoor-Hanf-CBD in der Schweiz. Vor einem Jahr hatte er in einem Interview mit swissinfo.ch über den Boom des Light-Cannabis gesprochen. Dieses untersteht nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Und wie sieht es heute aus? Statt Euphorie herrscht mittlerweile grosse Enttäuschung. Als wir Bösch das letzte Mal besuchten, war die Drogenpolizei vor Ort. Die Polizisten hatten kontrolliert, ob die Cannabispflanzen in den Indoor-Plantagen von Werner Bösch den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen. Bei unserem erneuten Besuch finden wir zehn junge Leute an einem langen Tisch an. Mit Akribie und übergestreiften Latexhandschuhen säubern sie die Cannabis-Blüten von Blättern und Ästchen. Werner Bösch befindet sich im Trockenraum.  Er entschuldigt sich für die grosse Unordnung. Der Boden ist von Cannabis-Resten und Staub übersät. "Wir befinden uns voll im Arbeitsprozess", sagt er und zeigt die Früchte der jüngsten Ernte. Seine Indoor-Plantage befindet ...
 
"Die Schweizer nehmen nicht gerne grosse Risiken in Kauf"
Fr, 20 Jul 2018 11:00:00 GMT - In unternehmerischer Hinsicht sind Schweizer traditionell vorsichtig. Gleichwohl gab es in den letzten Jahren einen bedeutenden Zuwachs an Start-up-Unternehmen. Diese jungen Firmen fördern auf internationaler Ebene das Bild einer innovativen Schweiz und schaffen zudem jedes Jahr zahlreiche Arbeitsplätze. swissinfo.ch sprach mit Jordi Montserrat, einem Spezialisten und Berater für Start-ups. Der Unternehmergeist ist in der Schweiz nicht sehr ausgeprägt. Es gibt bereits viele erfolgreiche Unternehmen in jeglicher Grössenordnung, die für Investitionen und junge Diplomanden interessant sind. Gleichwohl lässt sich seit einigen Jahren ein eindrücklicher Zuwachs an neugegründeten Start-up-Unternehmen beobachten. Diese Unternehmen setzten auf innovative Geschäftsideen mit einem hohen Wachstumspotential. Zwischen 2012 und 2017 haben sich die Investitionen in Start-ups praktisch verdreifacht und sich der Schwelle von 1 Milliarde Franken pro Jahr genähert. Diese Entwicklung wird durch die ...
 
Die Digitalisierung machte ihn zum Piraten
Fr, 20 Jul 2018 07:00:00 GMT - Alexis Roussel ist Mitglied der Schweizer Piratenpartei und war auch schon als ihr Präsident aktiv. Der Jurist handelt in Neuenburg mit Bitcoins und möchte mit einer neuen Initiative die "digitale Unversehrtheit" in der Schweizer Verfassung verankern. Aufgewachsen ist Alexis Roussel in Holland, gelebt hat er in Frankreich und in Belgien. "Als ich in die Schweiz kam, merkte ich, wie viele Möglichkeiten man hier hat", erzählt er. Als Roussel vor zehn Jahren ? es war die Zeit von Wikileaks ? über Kryptowährung, Bitcoins und digitale Transfers zu reden begann, stiess er oft auf Skepsis. "Aber ich durfte ausprobieren und habe mein eigenes Unternehmen gegründet", sagt er. Roussels Firma Bity handelt mit der digitalen Währung Bitcoin im Raum Neuenburg und Umgebung. "Ich bin der Piratenpartei beigetreten, da sie viele konkrete Themen behandeln, die mich interessieren. Ein Beispiel: Wie agiert man im Internet und ist trotzdem geschützt?" Weil seiner Ansicht nach jeder im Internet ein ...
 
"Wir müssen über neue Massnahmen zum Arbeitsmarktschutz nachdenken"
Do, 19 Jul 2018 09:00:00 GMT - Seit 2015 ist der Tessiner Gian-Luca Lardi Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV). Im Gespräch mit swissinfo.ch spricht er über die Herausforderungen der Schweizer Baubranche, die Folgen der Digitalisierung und Lohndumping. swissinfo.ch: Die Schweizer Ökonomie ist stark globalisiert. Ist auch die Schweizer Baubranche ein globaler Player? Gian-Luca Lardi: Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg waren Schweizer Baufirmen im Ausland sehr aktiv, auch mit eigenen Arbeitskräften. Aufgrund unserer hohen Löhne ist ein Schweizer Bauunternehmen heute im Ausland nicht mehr konkurrenzfähig, wenn Personal aus der Schweiz eingesetzt wird. Es gibt nur einige wenige Schweizer Unternehmen, die in Europa und darüber hinaus dank ihres spezifischen Know-hows Erfolg haben. swissinfo.ch: In welchen Bereichen können Baufirmen im Ausland konkurrenzfähig sein? Dies funktioniert in sehr spezifischen Arbeitsbereichen, in denen die Schweiz über viel Erfahrung verfügt. Denken wir etwa an ...
 
Arbeitslosengeld: EU verärgert Schweiz und Grenzgänger
Mi, 18 Jul 2018 09:30:00 GMT - In Zukunft sollen EU-Grenzgänger Arbeitslosengeld von dem Land erhalten, in dem sie arbeiteten, statt wie bisher von ihrem Wohnsitzland. Diese Ankündigung der EU schlug nicht nur in der Politik wie eine Bombe ein; auch die am stärksten Betroffenen stehen dieser Reform nicht positiv gegenüber. Jeden Tag kommen gegen 320'000 europäische Grenzgängerinnen und Grenzgänger zur Arbeit in die Schweiz. Verlieren sie heute ihre Stelle, erhalten sie die Arbeitslosenentschädigung von ihrem Wohnsitzland. Mit der neuen EU-Sozialversicherungs-Regelung wären Grenzgänger, die ihre Stelle in der Schweiz verlieren, in Zukunft auf Hilfe der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) angewiesen, und die Schweiz müsste für ihre Arbeitslosenentschädigung aufkommen. Die geplante EU-Reform könnte die Schweiz pro Jahr bis zu einer Milliarde Franken kosten. Sie wirft aber auch viele weitere Fragen auf. + Wer bezahlt künftig für arbeitslose Grenzgänger? Ab wann gelten die neuen Regeln? Um in Kraft zu ...
 
Worin ist die Schweiz Weltmeisterin?
Di, 17 Jul 2018 12:00:00 GMT - Die Welt des Fussballs hat mit Frankreich einen neuen Weltmeister. Halb so wild für die Schweiz: Es gibt andere Disziplinen, in denen niemand dem kleinen Land im Herzen Europas etwas vormacht. Fragt man Schweizer, worin die Schweizer Weltmeister sind, antworten die meisten: im Schokolade machen. Das war auch bei der #Wochenfrage in der zweisprachigen Stadt Biel/Bienne so. Auch die Klischees wurden genannt: Käse, Roger Federer und Wintersport.  Bekannt ist auch, dass kaum eine andere Nation mit vergleichbarem Eifer Müll trennt und Recycling betreibt. Aber Weltmeister im Reklamieren? Eine Passantin in Biel ist davon überzeugt: niemand beschwere sich so meisterlich wie die Schweizer. Um zu wissen, wo die Schweizer ihre eigenen Stärken sehen, ist swissinfo.ch diese Woche in Biel auf die Strasse gegangen.
 
Vorzüge des Ballungsraums Genf in einer bewegten Welt
Di, 17 Jul 2018 09:00:00 GMT - Pierre Maudet, der neue Präsident der Kantonsregierung, überwacht die Entwicklung des Grossraums Genf und des internationalen Genf. Dieser alte Fuchs der Lokalpolitik skizziert, wie das Wachstum des französisch-schweizerischen Ballungsraums organisiert und wie dessen internationale Rolle gestärkt werden kann. Bei den Kantonswahlen im April dieses Jahres wurde die politische Landschaft in Genf heftig durchgerüttelt. Die rechtskonservativen Parteien und die Unabhängigkeitsbewegungen büssten zugunsten der anderen Parteien Wählerstimmen ein. Politik im Blut Pierre Maudet, geboren am 6. März 1978, leitete das Jugendparlament der Stadt Genf im Alter von 15 Jahren. Von 2005 bis 2015 war er Vorsitzender der Eidgenössischen Kommission für Kinder und Jugend. Gleichzeitig leitete er drei Jahre lang die Freisinnige Partei (FDP.Die Liberalen) von Genf. Nach seiner Wahl in das Parlament der Stadt Genf trat er 2007 in die Stadtregierung ein und wurde 2011 Bürgermeister. 2012 wurde er in ...
 
Schluss mit Spottpreisen für Kaffeebauern
Mo, 16 Jul 2018 09:00:00 GMT - Ein Schweizer hilft nicaraguanischen Bauern, ihren Kaffee so zu verkaufen, damit international tätige Unternehmen wie Starbucks und McDonalds ihn nicht zu Spottpreisen abräumen können.  Wie wenn er einer Frau die Haare aus dem Gesicht streichen würde, schiebt Victor Robelo die Zweige der brusthohen Kaffeepflanze zur Seite. Unter grünen, vollen Blättern erscheint eine Reihe Kaffeekirschen. Die besonders roten Früchte sind reif. Er beisst einen Spalt in die harte Haut und klaubt die weiss-grünliche Frucht heraus. "Das Fruchtfleisch kann man essen", sagt er und schiebt sich die Frucht in den Mund. Das Fruchtfleisch schmeckt überraschend ? süss und erfrischend. Für Kaffee wird es allerdings nicht gebraucht. Dafür reicht die Bohne ? sie ist grün. Sie muss aber erst geröstet werden. "Wir verschiffen die Bohnen oft grün nach Europa, die verschiedenen Länder mögen unterschiedliche Röstungen", erklärt Robelo. Während Skandinavier hellere Röstungen bevorzugen, setzen Südländer auf dunkle ...
 
"Ich fühlte mich in der Schweiz nie als Ausländer"
So, 15 Jul 2018 09:00:00 GMT - Seit 25 Jahren ist er Grenzgänger. Der 51-jährige Ralf Hilbich fühlt sich an seinem Arbeitsort in der Region Basel bestens integriert. Der Süddeutsche ist dort bei einer renommierten Uhrenmarke mitverantwortlich für die Entwicklung. Ein fester Blick, ein gewinnendes Lächeln, graumelierte, mit Gel gebändigte Locken, ein enges schwarzes Poloshirt und Bluejeans, die eine sorgfältig gepflegte Muskulatur unterstreichen: Ralf Hilbich wirkt mit seinen 51 Jahren sportlich und scheint sich wohl in seiner Haut zu fühlen. "Sobald das Wetter es erlaubt, während etwa 70 bis 80 Tagen pro Jahr, schwinge ich mich auf mein Rennrad, um in die Schweiz zur Arbeit zu fahren", erzählt er in seiner schnellen Ausdrucksweise und mit jenem starken schwäbischen Akzent, der viele Bewohner Baden-Württembergs charakterisiert. Hilbich ist einer der 61'000 Deutschen, die jeden Tag über die Grenze zur Arbeit in verschiedenen Regionen der Schweiz kommen. Seit 17 Jahren arbeitet er für die Uhrenmarke Oris im ...
 
Neuer Teilchenbeschleuniger soll CERN noch mehr Einblick bringen
Sa, 14 Jul 2018 09:00:00 GMT - Der weltweit grösste Teilchenbeschleuniger (LHC) am CERN bei Genf wird massiv ausgebaut. Das Ziel: Der LHC soll bis 2026 noch leistungsfähiger werden, um ? so die Hoffnung ? weitere Erkenntnisse über die Physik und das Wesen der Materie zu erschliessen. Der Large Hadron-Collider (LHC) am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) befindet sich in einem 27 Kilometer langen Ringtunnel; dieser verläuft rund 100 Meter unter der Erde im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich. Der Auftakt zum Ausbau des Teilchenbeschleunigers zum High-Luminosity LHC (HL-LHC) wurde Mitte Juni in beiden Ländern mit einer offiziellen Zeremonie markiert. Was ist der LHC? Im unterirdischen LHC, dem weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger am CERN bei Genf lassen Physiker seit 2010 Teilchen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen. Warum? Diese hochenergetischen Protonenkollisionen, mit denen die Physiker die ersten Nanosekunden nach dem Urknall simulieren, sind von ...
 
Gewinner und Verlierer gab es auch abseits des Rasens
Fr, 13 Jul 2018 11:46:00 GMT - Vor den letzten Spielen ist klar: Gewinner und Verlierer gab es während der WM auch neben dem Fussballplatz. Und das nicht nur in Russland. Der Fotograf Kostas Maros hat einige von ihnen in Basel getroffen. Die drei Freunde führen die Brauerei BrauBudeBasel, wo sie die Schweizer Spiele live übertragen haben und so einen extra Umsatz machen konnten. Holm, Heim und Labhart interessieren sich auch für Fussball, wenn gerade keine WM stattfindet. Auf die Frage, wer Weltmeister werden soll, geben sie die ironische Antwort: "Nach dem Ausscheiden der Schweiz, schaffen es vielleicht Italien oder Holland", die sich bekanntlich beide nicht für die Endrunde qualifizieren konnten. Sie mögen keine simulierenden Fussballer und auch keine Menschen, die nicht gerne Bier haben. Nora Gysin und ihr Kumpel Tizian Aellig sind fasziniert vom Fanverhalten im Sport. Während der WM können sie dieses Verhalten in ihrem "Vegiman" studieren und gleichzeitig wie wild Bier und Burger verkaufen. Nach ...
 
Grenzgänger: In der Schweiz ungeliebt, in Luxemburg allgemein geschätzt
Fr, 13 Jul 2018 09:00:00 GMT - In Luxemburg ist fast jeder zweite Arbeitnehmer ein Grenzgänger. In der lokalen Bevölkerung löst die massive Präsenz jedoch nur wenig Widerstand aus. Könnte dies ein Beispiel für die Schweiz sein? Erklärungen der Forscherin Isabelle Pigeron. Mit fast 320'000 Menschen, die täglich die Schweizer Grenze überqueren, um hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ist das Land ein Eldorado für Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Zumindest in absoluten Zahlen betrachtet. Doch sieht man genauer hin, zieht ein Land proportional noch mehr Grenzgänger an: Luxemburg. Im kleinsten der Gründerstaaten der Europäischen Union, eingenistet zwischen Deutschland, Belgien und Frankreich, machen Grenzgänger und Grenzgängerinnen ? rund 180'000 Menschen ? 45% der gesamten Arbeitskräfte im Lande aus. Isabelle Pigeron, Spezialistin für Grenzgänger-Fragen an der Universität Luxemburg, gehört selber zum Strom dieser Migranten, die Tag für Tag zur Arbeit in das Grossherzogtum kommen, und entscheidend zu der ...
 
Rote Linien sind keine toten Linien
Do, 12 Jul 2018 08:00:00 GMT - Die Schweizer Politik hat diesen Sommer eine harte Nuss zu knacken. Die EU verlangt den freien Markt, auch bei den Löhnen. Die Schweiz will der EU zwar gefallen, aber ihr hohes Lohnniveau um jeden Preis absichern. Es ist kompliziert! Doch es gibt einen bewährten Lösungsansatz: verhandeln! Drei übergeordnete Ziele hat der Schweizer Bundesrat bis zu den Wahlen 2019: ?  die Unternehmenssteuer neu gestalten, ?  die Rentenreform um mindestens einen wichtigen Schritt voranbringen, ?  und die Zukunft der Bilateralen sichern. Die beiden ersten Vorhaben scheiterten am Referendum. Die Allianzen der Befürworter hatten für die parlamentarische Mehrheit gereicht, nicht aber für die in der Volksabstimmung. Rasche Siege haben ihren Preis Politologe Manuel Fischer beschreibt in seiner Dissertation zu "Entscheidungsstrukturen in der Schweizer Politik des 21. Jahrhunderts" den Grund für Blockaden: Die Grosswetterlage bevorzugt das Gegeneinander, den politischen Wettbewerb ? und ...
 
"Wie sehen Sie das mit den Doppelbürgern?"
Mi, 11 Jul 2018 13:00:00 GMT - Der Generalsekretär des Schweizerischen Fussballverbands spaltet mit seiner Aussage das Land: "Man müsste sich vielleicht fragen: Wollen wir Doppelbürger?" Eine heikle Frage, wie auch Passanten in Schaffhausen finden. Der Satz des Schweizer Fussballfunktionärs Alex Miescher fiel, nachdem die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft an der WM ausgeschieden war. Zuvor hatten die Schweizer Fussballspieler Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka nach ihren Toren mit den Händen den albanischen Doppeladler geformt. Die Beiden sind, wie die meisten Spieler im Schweizer Nationalteam, Doppelbürger.  Inzwischen zieht die Debatte Kreise über den Sport hinaus. Neben dem Schweizer noch einen zweiten Pass zu haben, ist in der Schweiz seit 1992 erlaubt. 570'000 der 775'000 Auslandschweizer sind Doppelbürger. In der Schweiz selbst leben 900'000 Doppelbürger, ein Grossteil davon sind Menschen, die nach der Einbürgerung auch ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit behalten haben.  Politische Vorstösse gegen ...
 
Nigeria, eine Quelle der Inspiration für Netzneutralität?
Mi, 11 Jul 2018 09:27:00 GMT - Seit die USA die Netzneutralität abgeschafft haben, ist die Debatte über das freie Internet auch in der Schweiz entbrannt. In Nigeria konnten Aktivisten die Verankerung der Netzneutralität in einem Gesetz erreichen. Ein zentrales Thema für den afrikanischen Kontinent. In einer Welt ohne Internet-Neutralität könnte das Surfen im Amazon-Online-Shop viel schneller sein als der Besuch der Seite eines lokalen Kleinanbieters. Zugangsprovider hätten mit anderen Worten die Möglichkeit, die Ströme nach eigenem Ermessen zu steuern. Es stünde ihnen frei, gegen Entgelt einen schnelleren Zugang zu bestimmten Websites zu gewähren oder von den Inhalte-Anbietern für eine rasche und qualitativ hohe Datenübertragung Extragebühren zu verlangen. Ein System, das die Kleinsten bestraft, die nicht über die Mittel der vier Internet-Riesen Google, Apple, Facebook und Amazon verfügen, um den Breitbandzugang zu ihren Websites zu gewährleisten. Diese Welt, die den Weg für eine Zweiklassengesellschaft im ...
 
Wetterprophet will wegen Schulschliessung in die Politik
Di, 10 Jul 2018 09:00:00 GMT - "Wetterschmöcker" Martin Holdener kandidierte für den Sitz des Gemeindepräsidenten Schwyz. Auf Anhieb hat es nicht geklappt, in zwei Jahren will er aber vielleicht nochmals antreten. Am Fuss des Mythen hat Martin Holdener sein Reich. Neben dem Hof betreibt er eine Sägerei und blickt von dort aus ins spektakuläre Tal hinunter. Der Bergbauer machte vor allem als Muotathaler "Wetterschmöcker" auf sich aufmerksam, die eigenwillige meteorologische Prognosen abgeben. Und die als Protagonisten im Fondue-Werbespot "Chli stinke muess es" auftraten. Seine Vorfahren und andere Bauernfamilien hatten vor rund 80 Jahren in Fronarbeit die kleine Schule auf eigenem Land erstellt. Ende der 1960er-Jahre, als Holdener selbst dort zur Schule ging, gab es 44 Schüler. Mittlerweile sind es nur noch knapp ein Dutzend Kinder, die die Gesamtschule besuchen, Tendenz weiter sinkend.  Deshalb beschloss die bürgerliche Regierung, die Schule zu schliessen. "Unten in Schwyz haben sie entschieden, dass sie ...
 
Schweizer haben immer mehr Ferien
Mo, 9 Jul 2018 09:00:00 GMT - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz haben immer mehr Ferien. Innerhalb von zwanzig Jahren hat ihre durchschnittliche jährliche Feriendauer um eine halbe Woche zugenommen. Auch die Volksabstimmung von März 2012, in der sich die Schweizer gegen mehr Ferien entschieden hatten, hat den Trend nicht gebrochen. Am 11. März 2012 sprachen sich zwei Drittel der Stimmberechtigten an der Urne gegen die Volksinitiative "Sechs Wochen Ferien für alle" aus. Volkswirtschaftliche Bedenken waren damals ausschlaggebend: Die Wirtschaftsverbände befürchteten, dass die Annahme der Vorlage zu Arbeitsplatzverlusten und einem wirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe führen könnten. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestferienanspruch in der Schweiz beträgt vier Wochen (20 Tage) pro Jahr, respektive 5 Wochen für unter 20-jährige. Der Einzel- oder Gesamtarbeitsvertrag kann jedoch einen höheren Ferienanspruch vorsehen, was häufig auch genutzt wird. Besonders älteren Arbeitnehmenden ab dem 50.
 
Unter Strom ? wie die Schweiz elektrifiziert wurde
So, 8 Jul 2018 09:00:00 GMT - In der Schweiz setzte die Elektrifizierung sehr früh ein. Das Land ist für Staudämme und Eisenbahnen wie gemacht ? es ist Pionierin. Doch die Entwicklung vor 120 Jahren verläuft keineswegs gleichförmig. Eine kurze Geschichte des Stroms. 1879 nahm das Hotel Engadiner Kulm in St. Moritz erstmals in der Schweiz eine elektrische Beleuchtungsanlage in Betrieb. "Die Oberschicht hat sich auf diese Weise sozial abgegrenzt", sagt Florian Blumer, Autor des Buchs "Wie Baselland Strom bekam", im Gespräch. Der Historiker beschreibt und kommentiert in dem Buch 120 Fotografien zur Elektrifizierung des Kantons Baselland (Reihe "bild.geschichten.bl"). Bis etwa 1910 wies die Schweiz weltweit die höchste Stromproduktion pro Einwohner auf, mit sehr grossen jährlichen Zuwachsraten. Ein Grund dafür lag in der Topographie, sie bot gute Voraussetzungen für den Bau von Flusskraftwerken. Nach 1910 wurde sie von den USA und den skandinavischen Ländern abgelöst. Strom als Sinnbild der Moderne Die ...
 
Arles ? Schweizer Fotografie-Exklave im Süden
Sa, 7 Jul 2018 09:00:00 GMT - Im südfranzösischen Arles läuft derzeit das grösste jährliche Treffen der Fotografie. Viele Schweizer Fotografen treten im "Espace Nonante-neuf" auf, der sich dieses Jahr neu im Stadtzentrum befindet. Schweizer Werke stehen im Zentrum von nicht weniger als 14 Ausstellungen. Eine Liebesgeschichte, oder schon fast eine "Kolonialisierung"? "Nonante-neuf" Die Franzosen sprechen die Zahl 99 als "Quatre-vingt-dix-neuf" aus, während die in der Westschweiz verwendete Form "Nonante-neuf", wenn in Frankreich benutzt, sofort eine schweizerische oder belgische Herkunft erkennen lässt. Wer im Sommer die Stadt Arles in der südfranzösischen Provence besucht, staunt ob der grossen Schweizer Präsenz. An den "Rencontres de la Photographie" können Kulturtouristen die Ausstellungen im "Nonante-neuf" ("99") besuchen, dem Herzen des Schweizer Auftritts, und sich dann auf einer Chaiselongue ausruhen, auf der "Unter dem Pflaster liegt die Schweiz" eingraviert ist. Man trifft auf Studierende der ...
 
Weniger Hunger dank Pestiziden?
Fr, 6 Jul 2018 09:00:00 GMT - Beim Einsatz von Pestiziden in Entwicklungsländern scheiden sich die Geister. Was die einen für eine Gefährdung von Mensch und Natur und rücksichtslosen Profit halten, ist für die anderen unumgänglich, um Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen. Wie gefährlich Pestizide tatsächlich sind, darüber ist sich die Wissenschaft nicht einig. Exemplarisch dafür steht der Streit um das Herbizid Glyphosat in der Europäische Union (EU). Aus Sicht der einen ist es krebserregend, aus Sicht der anderen nicht. Politische Diskussionen lösten auch die Fusionen grosser Chemiekonzerne wie die Übernahme der Schweizer Syngenta durch die staatliche Chemchina aus. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sprachen von einer "Bedrohung für die Welternährung und die demokratische Gestaltung der Landwirtschaft". Eine Welt Dieser Artikel ist im Magazin "Eine Welt" erschienen. Herausgeberin ist die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). "Eine Welt" erscheint viermal jährlich, es informiert ...
 
"Schweizer Theaterproduktionen sind nicht einfach zu verkaufen"
Do, 5 Jul 2018 12:00:00 GMT - Laurence Perez hat eine Mission: Sie muss "die Türöffner-Produktion finden". Die Direktorin der Schweizer Auswahl für das Festival von Avignon erklärt, wie sie die Schweizer Produktionen ausgewählt hat, die am wichtigsten Theaterfestival Europas zwischen dem 6. und 24 Juli in der Stadt der Päpste gezeigt werden. Die Schweizer Auswahl soll das Schweizer Theater- und Choreografieschaffen im internationalen und im französischsprachigen Kulturnetzwerk fördern. Dieses Programm wurde 2016 auf Initiative der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und Corodis (Commission romande de diffusion des spectacles) gegründet und wird unterstützt von privaten Förderern, darunter dem Migros-Kulturprozent. Der Grossteil der Schweizer Produktionen werden an den "Off Avignon Festspielen" gezeigt. Keine einfache Aufgabe für Laurence Perez, Direktorin der Schweizer Auswahl (Sélection): Jährlich werden in der Sektion Off Avignon etwa 1500 Theaterproduktionen aufgeführt. Ein Dschungel, in dem die ...
 
Krempelt Google nun Zürich um?
Fr, 6 Jul 2018 11:47:00 GMT - Digitalisierung und Tech-Boom verändern das Gesicht von Städten. Der Zuzug von Tech-Start-ups vertreibt in der Regel Künstler, Kleingewerbler und Ausländer. Droht auch Zürich ein solches Szenario? Mit mehr als 2400 Mitarbeitenden aus 85 Nationen ist Zürich heute der grösste Forschungs- und Entwicklungsstandort von Google ausserhalb den USA. 2017 bezog das Unternehmen zusätzlich zum bisherigen Standort neue Büros direkt beim Hauptbahnhof. Damit schaffte es Platz für 5000 Mitarbeitende. Auch Apple und Facebook/Oculus bezogen in den letzten Monaten Büros an zentraler Lage in Zürich. Zwar sind die Schweiz-Teams der Tech-Riesen aus dem Silicon Valley noch verhältnismässig klein, doch Zürichs Anziehungskraft für die Digitalökonomie wuchs in den vergangenen Jahren stark an. Wie in anderen europäischen Städten, trägt der Tech-Boom auch in Zürich zum Wandel von einstigen Arbeiterquartieren bei. Am besten sichtbar ist dies an der Langstrasse im Kreis 4: Kleingewerbe, Kneipen und ...
 
Das Ringen um ein Rahmenabkommen
Do, 5 Jul 2018 06:45:00 GMT - Bei den Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU macht Brüssel Druck. Doch der Bundesrat lässt sich nicht stressen, das hat er gestern deutlich gemacht. Der Bundesrat will vorläufig nicht an den Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit rütteln: Er hat die roten Linien für die Verhandlungen mit der EU bestätigt. Gleichzeitig beschloss er aber, im Sommer die Sozialpartner zu konsultieren. Das sei kein Widerspruch, sagte Aussenminister Ignazio Cassis am Mittwoch vor den Medien in Bern. Er versicherte, dass der eigenständige Lohnschutz in den Verhandlungen über ein Rahmenabkommen nicht zur Disposition stehe. Es gelte aber, mit den Sozialpartnern über die Auslegung der roten Linien zu diskutieren. Die EU hat seit vergangenem Jahr eine neue Entsenderichtlinie und wünscht nun, dass die Schweiz eine Regelung auf dieser Basis akzeptiert. Die EU-Richtlinie geht aus Sicht der Schweiz in die richtige Richtung, da sie besseren Lohnschutz vorsieht. Es bleibt aber eine ...
 
Wie erkennt man Schweizer im Ausland?
Mi, 4 Jul 2018 13:00:00 GMT - Seine eigenen Landsleute erkennt man im Ausland an subtilen, aber typischen Merkmalen: Die Schweizer zum Beispiel an ihren Gore Tex-Wanderhosen oder am behäbigen Englisch. Wer länger im Ausland gelebt hat, kennt dieses lustige Aha-Erlebnis, wenn man seine eigenen Landsleute auf fremden Terrain erkennt. Sei es am Appenzellergurt, am mitgebrachten Ovo-Schokoriegel, am eigentümlichen Akzent oder auch nur an der vertrauten Gangart. Wie erkennt man Schweizer im Ausland? swissinfo.ch ist in Brunnen im Kanton Schwyz auf die Strasse gegangen und hat nachgefragt.
 
Was tun gegen zunehmende Vergewaltigungen im Krieg?
Mi, 4 Jul 2018 09:00:00 GMT - Vergewaltigungen als Kriegswaffe sind auf dem Vormarsch: Dies das traurige Fazit von Expertinnen und Spezialisten an einer Konferenz in Genf. Die schweizerische Organisation Trial International, die das Treffen organisierte, kämpft zusammen mit der Schweizer Diplomatie gegen die Straflosigkeit für Täter in Syrien, Myanmar, der Demokratischen Republik Kongo oder Libyen. Was Céline Bardet, Gründerin der Nichtregierungs-Organisation "We are not weapons of war" (Wir sind keine Kriegswaffen), sagt, muss erschüttern: "Es gibt heute keinen Konflikt in der Welt, in der Vergewaltigung nicht als Waffe eingesetzt wird. Es ist eine extrem wirksame Kriegswaffe, mit vielen Auswirkungen, die nicht nur das Opfer direkt, sondern auch dessen Familie und die Gemeinschaft als Ganzes treffen." Und weiter: "Da die Täter solcher Gräueltaten die Regel straflos bleiben, wird sie umso mehr eingesetzt." Mit rund 50 anderen Aktivistinnen und Spezialisten hat Bardet Mitte Juni 2018 an einem Treffen in Genf ...
 
Weltparlament: Schweizer Vorschlag zur Lösung der UNO-Krise
Di, 3 Jul 2018 12:00:00 GMT - UNO-Menschenrechtsrat, effizientere Verwaltung, Efforts für Frieden und Sicherheit, Anstoss eines globalen Migrationspaktes: Die Schweiz ist innerhalb der UNO sehr aktiv, was Reformen und neue Projekte betrifft. Nun liegt ein neuer, "revolutionärer" Vorschlag auf dem Tisch: ein Weltparlament. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Es ist Daniel Jositsch, der die Vision eines Weltparlaments in der Schweiz auf die politische Bühne bringt. Der Strafrechtsprofessor aus Zürich, der für die Sozialdemokraten in der kleinen Kammer des Schweizer Parlaments sitzt, hat einen entsprechenden Vorstoss angekündigt. Darin fordert Jositsch die Schweizer Regierung auf, die Schaffung eines Weltparlaments zu prüfen. Das laut ihm "revolutionäre" Projekt könnte dazu beitragen, die seit Jahren ...
 
Pouletflügeli haben ihn politisiert
Di, 3 Jul 2018 09:00:00 GMT - Nicolas Eichenberger ist Präsident der Jungsozialisten JUSO von Basel-Stadt. Er lebt vegan und arbeitet als Tontechniker im Bundeshaus in Bern. Wenn er arbeite, sehe er aus wie ein Jungfreisinniger, lacht der 28-jährige: "Dann habe ich Gel im Haar und trage einen Anzug." An den Dresscode des Bundeshauses muss sich der Jungpolitiker halten, auch wenn er selber vor Ort gar nicht politisiert. "Ich bin ausgebildeter Audiotechniker und bin mit meinem Team dafür zuständig, dass die Beschallung der Parlamentsräume funktioniert und dass das Gesagte per Audiospur an Fernsehen und Radio weitergeht."  Zurzeit absolviert Nicolas Eichenberger seinen Zivildienst auf der geschlossenen Abteilung der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel. Daneben leitet er die abendlichen Sitzungen der Jungpartei. "Ich träume von einer Welt, die weniger auf Gewinn getrimmt ist. Und in der alle ihr Recht haben. Nicht nur wir Menschen, sondern auch Tiere", sagt er.    
 
Hassan Rohani, Präsident mit schwerem Stand
Mo, 2 Jul 2018 12:14:00 GMT - Der iranische Präsident Hassan Rohani weilt momentan zu Besuch in der Schweiz. Wer ist der Mann, der als Hoffnungsträger galt und mit dem sich unsere Bundesräte heute treffen? Hassan Rohani wurde 1948 in der Provinz Semnan im Iran geboren. Der Jurist und Theologe ist Vorsitzender der "Moderation and Development Party", die sich durch eine moderat islamische Politik auszeichnet. Seit 2013 ist er Präsident des Iran und Nachfolger des religiös-konservativen Mahmud Ahmadinedschad. Welche Kompetenzen und Befugnisse hat der iranische Präsident? Im Iran ist der Präsident einer von vielen Akteuren in den obersten Zirkeln des Staates. Das iranische System wird in gewählte und nicht gewählte Institutionen aufgeteilt. Der geistliche Führer, Ayatollah Ali Chamenei, ist das ? nicht vom Volk gewählte ? Staatsoberhaupt und damit höchster Entscheidungsträger im Iran. Präsident Rohani hat zwar einen gewissen Gestaltungsspielraum und dank der Wahl durch das Volk ein Mandat. Doch Ayatollah Ali ...
 
"Der Iran lechzt nach europäischer Kultur"
Mo, 2 Jul 2018 09:09:00 GMT - Kaum einer kennt den Iran besser als Philippe Welti. Der Ex-Botschafter in Teheran findet Trumps Abkehr vom Iran unerhört. Die Schweiz müsse kulturell reagieren, sagte er kürzlich im Interview mit der "Schweizer Illustrierten". Die Kunst, Geschichten zu erzählen, ist im Orient weitverbreitet. Auch der ehemalige Schweizer Botschafter im Iran, Philippe Welti, 69, hat diese Gabe. Er holt aus, geht weit zurück. "Meine Familie sagt immer: 'Fass dich kurz!' Falls ich abschweife, entschuldige ich mich ? aber ich verspreche, ich mache es wieder", sagt er und lacht. Herr Welti, wann waren Sie das letzte Mal im Iran? Im Februar als Präsident der Wirtschaftskammer Schweiz-Iran, beim ersten Treffen des Gemischten Ausschusses. Es war ein sehr gutes Treffen. Worum ging es? Um die Umsetzung des Handelsvertrags mit der Schweiz ? an dessen Entstehung ich beteiligt war. Eine lustige Erinnerung! Als ich während meiner Botschafterzeit 2005 in der Schweiz Skiferien machte, bekam ich ein Telefon ...
 
"Wissenschaft ist das Hirn, Fotografie aber das Herz"
So, 1 Jul 2018 09:00:00 GMT - Die Naturfotografin Daisy Gilardini stammt aus dem Tessin und lebt heute in Kanada. Dieses Jahr wurde die 50-Jährige vom Magazin "Canadian Geographic" zur "Photographer-in-residence" (Hausfotografin) erkoren. Die gelernte Buchhalterin fotografiert besonders gerne Tiermotive der Polarregionen. swissinfo.ch: Wann und warum haben Sie die Schweiz verlassen? Daisy Gilardini: Ich habe die Schweiz 2012 für die Liebe verlassen. Ich habe David McEown geheiratet, einen kanadischen Aquarellmaler, und bin nach Kanada ausgewandert. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.G.: Ich liebe die Schweiz, und in meinem Herzen werde ich sie immer als meine Heimat betrachten. Aber Kanada ist auch ein toller Platz zum Leben, besonders für meinen Beruf. Ich bezweifle, dass ich einmal für immer zurückkehren werde. Aber auf meinen jährlichen Besuch verzichte ich nie. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum ...
 
Schweizer Bräuche aus der Optik eines Flüchtlings
Sa, 30 Jun 2018 07:00:00 GMT - Sasi Subramaniam, ein Flüchtling aus Sri Lanka, schloss seine Diplomausbildung zum Fotografen mit einer Arbeit über Bräuche in der Schweiz ab. Dazu hat er 16 Volksfeste und Brauchtümer in verschiedenen Kantonen der Schweiz fotografiert. Sasi Subramaniam war in Sri Lanka als Journalist und Kriegsreporter tätig, bevor er 2008 zur Flucht gezwungen wurde und in die Schweiz kam. Zusammen mit seiner Frau wurde er dem Kanton Glarus zugeteilt, wo er heute noch lebt und arbeitet. "Interessiert haben mich Kultur und Volksrituale nie" erzählte mir Sasi, als wir uns in Glarus trafen. "Ich kenne nicht einmal die Bräuche meines Volkes. Ich war besessen von der Politik." 2010 erhielt er eine Anfrage eines Buchverlages ob er die Fotografien zu einem Bildband über Glarner Bräuche beisteuern würde. Er arbeitete da bereist schon als freier Fotograf für Regionalzeitungen. Bei der Arbeit merkte er, wie gut es ihm tat, mit der Kamera die Menschen und ihre Rituale zu beobachten: "Es half, den ...
 
Globuskrawall: Als die Schweizer Jugend auf die Strasse ging
Fr, 29 Jun 2018 14:00:00 GMT - Die Zusammenstösse zwischen der Polizei und jungen Protestierenden in Zürich vor 50 Jahren gelten als Wendepunkt in der jüngsten Geschichte der Schweiz. Der so genannte "Globuskrawall" stand am Anfang der Jugendbewegung gegen das bürgerliche Establishment in der Schweiz, nach ähnlichen Protesten in ganz Europa, besonders im benachbarten Frankreich. Vor der gewaltsamen Konfrontation am 29. Juni 1968 war es bereits Anfang jenes Jahres nach Rockkonzerten von Jimi Hendrix und den Rolling Stones ? zwei Ikonen der jungen Generation ? zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften gekommen. Wegen den Demonstrationen und erbitterten Strassenkämpfen kam der öffentliche Verkehr in der bis anhin friedlichen Schweizer Stadt zum Stillstand. Mehr als 40 Personen wurden verletzt, darunter auch Polizisten und Feuerwehrleute. Die Polizei nahm rund 170 Demonstrierende fest. Mehr als 30 Personen, darunter auch ein Polizist, kamen vor Gericht. Bei den Demonstrationen ging es um die Forderung ...
 
"Cassis hat wichtige Fragen aufgeworfen"
Fr, 29 Jun 2018 12:00:00 GMT - Bundesrat Cassis fällt mit einem unkonventionellen Kommunikationsstil auf. Die schnellen und überraschenden Wendungen sorgen sowohl im In- und Ausland für Reaktionen. swissinfo.ch hat mit alt Botschafter Paul Widmer über die Bedeutung der Kommunikation in der Diplomatie gesprochen. swissinfo.ch: Handelt der Aussenminister intuitiv oder steckt dahinter eine Taktik? Paul Widmer: Ob diese Kommunikation taktisch begründet ist oder rein intuitiv, kann ich nicht beurteilen. Bundesrat Cassis hat aber wichtige Fragen aufgeworfen und das Echo war dementsprechend gross, sowohl beim Thema UNRWA als auch beim Rahmenabkommen. Die Probleme, die er angesprochen hat, sollten schon lange diskutiert werden. swissinfo.ch: Hat eine solche Herangehensweise Erfolgschancen? P.W: Bundesrat Didier Burkhalter wurde immer wieder vorgeworfen, dass seine Aussenpolitik nicht genügend in der Innenpolitik verankert gewesen sei. Cassis versucht, dieses Manko zu beheben, in dem er den Kontakt mit dem Volk ...
 
Von beherzt bis eigenwillig: Laute Momente der Schweizer Diplomatie
Fr, 29 Jun 2018 12:00:00 GMT - Bundesrat Ignazio Cassis machte kürzlich mit seiner Aussage zum UNO-Flüchtlingshilfswerk UNRWA Schlagzeilen. Auch in der Verhandlung zum Rahmenabkommen machte der Aussenminister unvorhergesehene Wendungen. War es Intuition? War es Taktik? Man weiss es nicht. Was man weiss, ist allein: Das Land diskutiert wieder mal, wie Diplomatie zu sein hat. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die zurückhaltende Aussenpolitik der Schweiz immer wieder eigenwillige, mutige und laute Momente erfuhr ? gleich deren drei in der Ära von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. 1. Kopftuch: Anbiederung oder ganz nach Protokoll? Der Teheran-Besuch 2008 Micheline Calmy-Rey reiste 2008 als erste westliche Aussenministerin zum damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in den Iran.  Es ging vor allem darum, der Axpo bei einem Gas-Deal Schützenhilfe zu leisten. Zu diesem Anlass trug die Bundesrätin ein locker sitzendes Kopftuch. In der Schweiz führte diese Geste zu einem Aufschrei, dem mit ebenso ...
 
Dutzende Jugendliche in Schweizer Gefängnissen
Fr, 29 Jun 2018 10:30:00 GMT - Scharfe Kritik von der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats: Die Inhaftierung abgewiesener jugendlicher Asylbewerber in einigen Kantonen gehe zu weit. Zwischen 2011 und 2014 sind insgesamt 200 minderjährige Asylbewerber in Schweizer Gefängnissen gesessen ? weil ihre Ausschaffung kurz bevorstehen sollte. Das steht im Bericht der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK), der grossen Parlamentskammer. Es könnten aber auch viel weniger oder viel mehr gewesen sein ? denn die Kantone nehmen es laut dem Report mit der Registrierung der Inhaftierten nicht so genau. Von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich Tatsache ist aber, dass manche Kantone ausdrücklich darauf verzichten, Minderjährige in Haft zu nehmen. Dazu gehören Neuenburg, Waadt oder Genf. In anderen Kantonen ? wie etwa Bern ? kommt es immer wieder vor, dass Kinder unter 15 Jahren zusammen mit ihren Angehörigen hinter Gittern sitzen; wenn auch nur für einige Tage. Diese Praxis wird damit begründet, dass ...
 
Was Asylbewerber über Leben, Arbeit und Liebe in der Schweiz lernen
Fr, 29 Jun 2018 09:00:00 GMT - Was in der Schweiz ganz normal ist, kann Menschen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder Eritrea manchmal sehr merkwürdig vorkommen. Um Asylbewerber mit dem Schweizer Lebensstil bekanntzumachen, bieten Organisationen Sonderkurse an. Es geht um Wohnungssuche, Verhalten am Arbeitsplatz ? und um Sexualität. Vor kurzem entschied der Kanton Wallis, Migranten zum Besuch eines Kurses für Sexualkunde zu verpflichten. Es handelt sich dabei um einen Teil der Einführung in die Grundrechte. Dazu gehört zum Beispiel das Recht auf sexuelle Gesundheit. Damian Mottier, Generalsekretär im Walliser Amt für Gesundheit, Soziales und Kultur erklärt, dass jeder Kanton in der Schweiz per Gesetz verpflichtet sei, Zentren für die sexuelle Gesundheitsvorsorge zu unterhalten, welche Sprechstunden für Fragen der sexuellen Erziehung oder für Prävention anbieten. Indem sein Kanton Sexualkurse für Asylbewerber für obligatorisch erklärt habe, ermögliche er allen einen Zugang zu den Informationen. Der ...
 
"Die Schweiz ist in der Sackgasse, Rahmenabkommen hin oder her"
Do, 28 Jun 2018 12:00:00 GMT - Zur europapolitischen Lage der Schweiz wurden bereits viele Diagnosen gestellt. Eine erfrischende, gleichzeitig aber auch ernüchternde kommt vom deutschen Journalisten Steffen Klatt in seinem neuen Buch "Blind im Wandel. Ein Nationalstaat in der Sackgasse". swissinfo.ch hat ihn zum Gespräch getroffen. swissinfo.ch: Die Schweiz verhandelt in Brüssel gerade mal wieder mit der EU. Brauchen wir das Rahmenabkommen? Steffen Klatt: Die Schweiz ist in einer Sackgasse, egal ob das Rahmenabkommen Erfolg hat oder nicht. Sie will nicht der EU angehören, im EU-Binnenmarkt aber teilnehmen. Deswegen muss sie die Regeln übernehmen, die dort gelten. Gleichzeitig sitzt sie nicht mit am Tisch bei deren Ausarbeitung. Dieses Problem ist nun dreissig Jahre alt.  Als der damalige EG-Kommissionspräsident Jacques Delors 1989 vorgeschlagen hatte, einen EWR zu schaffen, räumte er ein, die EWR-Länder könnten auch mitentscheiden bei den Regeln. Da ist die Schweiz ist in die Verhandlungen gegangen mit dem ...
 
Sie politisiert für Gleichheit im Kanton Uri
Do, 28 Jun 2018 13:30:00 GMT - Nora Sommer ist mit ihren 25 Jahren die zweitjüngste Landrätin des Kantons Uri. Die angehende Ärztin setzt sich unter anderem für die Flüchtlings- und Frauenpolitik ein. Manchmal sei es etwas deprimierend, wenn sie mit ihrer Partei, den Sozialdemokraten, wieder eine eine Abstimmung im Landrat, dem Kantonsparlament, verliert, eine mehr. "Ich fühle mich zwar unglaublich wohl im Kanton Uri, aber manchmal geht es schon  sehr traditionell zu und her", sagt Nora Sommer. Die junge Frau aus Altdorf setzte sich erst gerade dafür ein, dass Tunnelarbeiter für die neue Gotthardröhre in Göschenen nachhaltigere Unterkünfte bekommen. "Wir sollten alle die gleichen Rechte haben, das gilt auch für die Löhne."  In die Politik kam Nora Sommer durch ihre Eltern. "Wir haben schon am Mittagstisch politisiert, und schliesslich bin ich mit 18 Jahren der Partei beigetreten." Die Wahl in den Landrat schaffte sie auf Anhieb. Nebenbei studierte sie in Bern Medizin. Seit Mai arbeitet sie als ...
 
Als die Schweizer Jugend ihren eigenen Staat gründete
Do, 28 Jun 2018 09:00:00 GMT - Am 29. Juni 1968 kam es zum Urknall der 1968er-Bewegung in der Schweiz. Es ging um ein Autonomes Jugendzentrum. Ein Blick auf die Geschichte der Jugendzentren zeigt: Sie sollten dem Land eine gesellschaftsverträgliche Jugend bringen ? tatsächlich brachten sie Lektionen in Demokratie. In einer heissen Sommernacht Ende Juni 1968 kam es zu einem in Zürich noch nie gesehenen Aufruhr: Pflastersteine, Flaschen, Ketten, aus Kabinen herausgerissene Telefonhörer und Blumentöpfe flogen durch die Luft. Flugblätter hatten am 29. Juni 1968 zu einer Demonstration aufgefordert ? gegen Abend war die Menschenmenge auf über Tausend Menschen angewachsen und blockierte den Verkehr. Da griff die Polizei mit Knüppeln und Wasserwerfern ein, die Situation eskalierte. Der Globuskrawall gilt bis heute als Urknall des Jahres 1968 in der Schweiz. Anlass für die Demonstration war die Weigerung des Stadtrates, das sogenannte Globus-Provisorium, ein Gebäude neben der Zürcher Bahnhofsbrücke, permanent als ...
 
Regierungspläne zu E-Voting stossen auf Skepsis
Do, 28 Jun 2018 07:33:00 GMT - Die Ankündigung des Bundesrates, E-Voting vorantreiben zu wollen, stösst auf unterschiedliche Reaktionen. Die einen begrüssen E-Voting als Fortschritt für Auslandschweizer, die anderen melden Sicherheitsbedenken an: Elektronisches Abstimmen sei eine Gefahr für die Demokratie. Laut Tages-Anzeiger gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen Online-Banking und Online-Steuererklärung auf der einen Seite und E-Voting auf der anderen: "Beim E-Voting geht es buchstäblich um alles: um die Demokratie und deren Glaubwürdigkeit, um handfeste Entscheide, die alle betreffen." Absolute Sicherheit gegen Manipulationen gebe es nicht. Die Schweiz solle das Wagnis nur eingehen, wenn der Nutzen gross genug sei. Und genau das zieht der Tages-Anzeiger in Zweifel. Sparen liesse sich mit E-Voting kaum und einfacher sei das elektronische Abstimmen auch nicht. Die Tageszeitung räumt aber auch einige Vorteile ein: "Online treffen auch die Voten der entferntesten Auslandschweizer rechtzeitig ein, es ...
 


Einladung Generalversammlung 2018
Entwurf neue Satzung
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt 2018
Rundschreiben Nr. 3/2018 (13.02.2018)
Jahresprogramm 2018
Rundschreiben Nr. 1/2018 (18.12.2017)
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