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Zu Gefängnisstrafe verurteilt und nichts davon gemerkt
Do, 4 Jun 2020 11:30:00 GMT - Eine Frau wird per Strafbefehl zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Weil sie nur Französisch spricht, versteht sie das deutsche Dokument nicht und verpasst die Einsprachefrist. Der Fall verdeutlicht die Absurdität des Schweizer Strafbefehlssystems. In der Schweiz haben Staatsanwaltschaften die Kompetenz, eine Gefängnisstrafe bis zu sechs Monaten und Geldstrafen sowie Bussen auszusprechen. Das Urteil wird schriftlich und ohne Begründung gefällt. Zwischen 90 und 98 Prozent der Straffälle in der Schweiz werden auf diese Weise erledigt. Zu einer Gerichtsverhandlung kommt es nicht. Zwar wurden im Gesetzgebungsverfahren rechtsstaatliche Bedenken geäussert. Es widerspricht der Gewaltenteilung, dass die Anklagebehörde Urteile fällen kann. Aber eine Mehrheit der Parlamentarier und Parlamentarierinnen war der Ansicht, es gebe ja die Möglichkeit einer Einsprache, der Strafbefehl sei quasi bloss eine "Urteilsofferte". Verurteilung nicht verstanden Bloss: Was ist, wenn man diese ...
 
Coronavirus: die Situation in der Schweiz
Do, 4 Jun 2020 11:37:00 GMT - Die Schweizer Regierung hat die Bussen wegen Missachtung der Distanzregel abgeschafft. Der Schritt erfolgt angesichts der anhaltend tiefen Fallzahlen der Neuansteckungen mit dem Coronavirus, so das Bundesamt für Gesundheite (BAG). News des Tages Weiter mit 100 Franken gebüsst wird aber, wer an öffentlichen Versammlungen mit mehr als 30 Personen teilnimmt. Erlaubt sind hingegen öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Menschen, sofern ein Schutzkonzept vorliegt.Die Behörden empfehlen aber weiterhin, zwei Meter Abstand zwischen Personen einzuhalten.Die Schweiz öffnet die Grenze zu Österreich am 15. Juni. Gestern hatte der östliche Nachbar überraschend erklärt, die Grenze zur Schweiz ab heute zu öffnen.Italien hatte die Grenze zur Schweiz am Mittwoch geöffnet. Aber Achtung: Grenzübertritte von Italien in die Schweiz bleiben grundsätzlich verboten. Aus Schweizer Sicht wäre eine Öffnung verfrüht, so das Staatssekretariat für Migration.Der Ständerat gibt grundsätzlich grünes Licht ...
 
"Viele ältere Italiener tragen bis heute eine Wunde in sich"
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Vor 50 Jahren stimmten Schweizer Männer darüber ab, ob Hunderttausende nach Italien zurückmüssen. Das hinterliess Wunden bei vielen. Italiener und Secondos erinnern sich an die Schwarzenbach-Zeit. "Das war eine schwarze Zeit für uns", erinnert sich die 78-jährige. Noch immer lebt Giovanna Remo im Dorf, in dem sie schon vor 50 Jahren gelebt hat: Fislisbach im Kanton Aargau. In den 1960er-Jahren hätten sich Schweizerinnen und Schweizer gegenüber den Italienern langsam geöffnet. "Und dann kam die Schwarzenbach-Initiative und hat nochmals alles auseinandergerissen." Sogar Kinder seien von der rassistischen Stimmung erfasst worden. "Wissen Sie, wie viele Bonbons ich anderen Kindern im Quartier schenkte, damit meine mitspielen dürfen?" Die Kluft habe über den Abstimmungssonntag hinaus Bestand gehabt und sich nur nach und nach geschlossen. Initiative "gegen die Überfremdung" Vor 50 Jahren lehnten die Schweizer Männer mit einer rekordhohen Beteiligung eine Volksinitiative "gegen die ...
 
Wie Demokratie die Schweizer Fremdenangst verdaut
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Italiener zurück nach Italien! Das forderte die "Überfremdungsinitiative" vor 50 Jahren. Es war der Auftakt zu einer Reihe von bis heute 42 Abstimmungen zum Verhältnis "Wir und die Fremden". Warum kehrt die Schweizer Fremdenangst immer wieder zurück? Der 7. Juni 1970 ging in die Geschichte der Schweiz ein: An diesem Tag stimmte die Schweiz über das Schicksal der italienischen "Fremdarbeiter" im Land ab. Dass fast die Hälfte der Schweizer Stimmbürger für die Begrenzung des Anteils der Italiener, immerhin unsere Nachbarn, auf 10% votierte, zeigt zweierlei: Einerseits eine verbreitete Fremdenfeindlichkeit, andererseits die tiefe Zerrissenheit der damaligen Schweiz. Der Strassenfeger Die Mobilisierung war enorm. Die Stimmbeteiligung betrug fast 75%. Das ist bis heute einer der höchsten Werte. Die Überfremdungsinitiative hiess auch "Schwarzenbach-Initiative", benannt nach ihrem Urheber James Schwarzenbach. Er war der Sohn einer Industriellenfamilie und Cousin der Schriftstellerin ...
 
Das erste Nein gegen Schwarzenbachs "Überfremdungs-Initiative"
Do, 4 Jun 2020 09:00:00 GMT - Am 7. Juni 1970 stimmten die Schweizer über eine Volksinitiative ab, die eine Begrenzung des Ausländeranteils auf 10% der Bevölkerung forderte. Die Initiative ? nach dem Namen des Initianten meist "Schwarzenbach-Initiative" genannt ? konnte nur in sieben Kantonen überzeugen und wurde mit 54% Nein-Stimmen abgelehnt. Doch der Feldzug gegen die so genannte Überfremdung blieb nicht ohne Folgen. James Schwarzenbach (1911-1994) war der Sohn eines Textilfabrikanten. Er wuchs in einer grossbürgerlichen Familie in Zürich auf, wurde von einem Hauslehrer unterrichtet, absolvierte die Matura in einem Engadiner Internat und promovierte in Freiburg in Geschichte. Schwarzenbach war Inhaber eines Verlagshauses mit katholischer Ausrichtung. Der Protestant war während seines Studiums zum Katholizismus konvertiert. 1967 wurde er für die Bewegung "Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat" in den Nationalrat (grosse Parlamentskammer) gewählt. Er machte sich und die konservative ...
 
Parlament gibt grünes Licht für Cannabis-Studie
Mi, 3 Jun 2020 12:00:00 GMT - In der Schweiz sollen wissenschaftliche Studien zur kontrollierten Cannabis-Abgabe durchgeführt werden können. Die grosse Parlamentskammer (Nationalrat) hat Pilotversuche bewilligt ? für Personen über 18 Jahre, die bereits Cannabis konsumieren. Grüner und weiblicher scheint das im vergangenen Oktober neu gewählte Schweizer Parlament progressiver zu sein, zumindest wenn es um Drogen geht. Während die Gesundheitskommission der vorherigen Legislaturperiode sich noch geweigert hatte, sich mit dem Thema zu befassen, nahm der Nationalrat nun eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes an, um wissenschaftliche Studien über den Cannabiskonsum zu Genusszwecken zu ermöglichen. Die Pilotversuche werden zeitlich begrenzt sein und nur Personen über 18 Jahre einschliessen, die bereits Cannabis konsumieren. "Die Schweiz ist mit ihrer Vier-Säulen-Drogenstrategie eine Vorreiterin. Aber diese Politik kommt seit vielen Jahren nicht mehr vom Fleck, weil das Parlament jeden weiteren Fortschritt ...
 
Post lanciert nochmals ihr E-Voting-System und erntet Kritik
Mi, 3 Jun 2020 11:00:00 GMT - Das für Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen so wichtige E-Voting wird derzeit kontrovers diskutiert. Im Zentrum der Kritik steht die Schweizerische Post. Sie hat das seit letztem Jahr wegen gravierender Mängel suspendierte E-Voting-System von der spanischen Scytl übernommen, um es unabhängig von ihrem ehemaligen Technologiepartner weiterzuentwickeln. Letzterer ist inzwischen bankrott. Die Transaktion wurde am 17. Mai vom Zürcher Sonntagsblick aufgedeckt. Die Zeitung hatte die Post um Aufklärung gebeten, nachdem aus Barcelona bekannt wurde, dass Scytl ein Konkursverfahren eingeleitet hatte. Der Preis wird absolut vertraulich behandelt. Die Post hatte bereits Ende Sommer 2019 beschlossen, das von ihr zuvor in Zusammenarbeit mit Scytl vorgeschlagene E-Voting-System in Eigenregie weiterzuentwickeln. Nach mehrmonatigen Verhandlungen habe sie die Rechte am Quellcode erworben, wie der Sprecher des gelben Riesen Oliver Flüeler in einer schriftlichen Antwort an swissinfo.ch mitteilte.
 
Die Auswanderung nach Teneriffa muss warten
Mi, 3 Jun 2020 09:00:00 GMT - Jasmin Vögtli sollte eigentlich schon seit zwei Monaten Auslandschweizerin sein. Doch das Coronavirus hinderte sie daran, im März auszuwandern. Mit zwei gepackten Koffern wartet sie nun auf ihre Ausreise.  Schweizerinnen und Schweizer sind ein Volk von Auswanderern. 2019 lebten 770'900 Schweizer Bürger im Ausland, 10'700 Personen mehr als im Jahr zuvor. Diese Zahlen unterstreichen den Trend der letzten Jahre: Immer mehr Menschen mit dem roten Pass entscheiden sich, ihr Leben ausserhalb der Schweiz weiterzuführen. Möchten Sie an den Themen dranbleiben, die in der Schweiz diskutiert werden? Mit der ?-App 'SWI plus' erhalten Sie täglich ein kurzes Briefing mit den wichtigsten Themen und Debatten aus der Schweiz: ? Android ? iPhone Dann kam das Coronavirus, das zahlreichen Auswanderungswilligen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat. So auch Jasmin Vögtli und ihrer Schwester, die zusammen nach Teneriffa auswandern wollten. Am 27. März hätte es losgehen sollen: Der ...
 
Happy End für Schweizer Kinos?
Mi, 3 Jun 2020 06:39:00 GMT - Kinos dürfen ab dem 6. Juni wieder öffnen. Die Besitzer fragen sich nun, ob und wie sie dies tun sollen. Und ob überhaupt jemand ins Kino kommen wird. Eine Schweizer Kinobetreiberin spricht über das psychologische Drama, mit dem die Branche konfrontiert ist, seit am 16. März Kinos und Theater geschlossen werden mussten. "Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt waren wir alle erleichtert, denn die Tage vor dem Lockdown waren wegen der Ungewissheit sehr schwierig gewesen", sagt Edna Epelbaum, Präsidentin des Schweizerischen Kinoverbands. Sie bezieht sich auf den Entscheid der Regierung, die "ausserordentliche Lage" auszurufen und das öffentliche Leben praktisch stillzulegen, um die weitere Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. "Zuvor hatte jeder Kanton für sich selbst entschieden. Dies machte es für unsere Branche, in der alle von nationalen und internationalen Filmstarts abhängig sind, sehr schwierig. So war zu einem bestimmten Zeitpunkt, am Sonntagabend [15. März, N.d.R.], die Hälfte ...
 
Was ist der Ausweg aus der alternativlosen Geldpolitik?
Di, 2 Jun 2020 10:00:00 GMT - Jan-Egbert Sturm (KOF/ETH) ist der renommierteste Konjunkturprognostiker der Schweiz. Mit zwei Kollegen präsentierte er vor zwei Wochen einen kreativen Ausweg aus der vermeintlich alternativlosen Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank. Im Geldcast (Spotify, iTunes) spricht er über die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz, die bisherige Krisenpolitik der Notenbank und seine innovative Politikempfehlung. Das Gespräch führt der Wirtschaftsjournalist und Geldökonom Fabio Canetg. Mehr davon? Abonnieren Sie den Podcast auf Spotify oder iTunes. Folgen Sie Fabio Canetg auf Twitter, Facebook, Linkedin, oder Instagram.
 
"In der Schweiz zeigt man nicht, dass es einem finanziell nicht gut geht"
Di, 2 Jun 2020 12:00:00 GMT - Ein Schweizer Paar organisiert auf Facebook private Hilfe für Menschen, die am Existenzminimum leben. Helfer verschenken Kleider, laden armutsbetroffene Familien in den Zoo ein oder gehen mit ihnen Lebensmittel einkaufen. Diese Art der Direkthilfe kommt in der Deutschschweiz gut an. Alles begann mit der Liebe. Nachdem Fabienne sich selbst aus den Schulden befreit hatte, wollte sie 2017 eine Selbsthilfegruppe für Verschuldete gründen. Auf Facebook schrieb sie den Administrator der Gruppe "Leben am Existenzminimum" an ? Alessandro Menna. Diesem gefiel die Idee einer Selbsthilfegruppe, also trafen sie sich mehrmals zum Austausch. "Nebenbei merkten wir, dass wir uns mögen", sagt Fabienne lachend. Inzwischen sind die beiden verheiratet. Und ihr Engagement haben sie ausgebaut: Sie gründeten den Verein Siidefade, der Armutsbetroffenen eine nachhaltige Unterstützung im Kampf aus der Armut bieten will. Eines der Ziele ist laut Website:  "Egal woher ein Hilferuf kommt, sofort jemanden vor ...
 
"Der Anfang in Ecuador war hart"
Di, 2 Jun 2020 08:30:00 GMT - In Ecuador hat die Baslerin Heidi Burri vor 30 Jahren eine neue Heimat gefunden. Das Grundstück nahe der Hauptstadt Quito ist für sie und ihre Familie inzwischen zum Paradies geworden. Ein Hausbesuch. Das moderne, sonnendurchflutete Haus mit Dachterrasse, auf der Heidi, mit Blick in das grüne Tal, ihre Yogaübungen macht, hat nichts Schweizerisches an sich. Aber da sind der alte Obstteller, auf dem nun ecuadorianische Bananen liegen, der schon etwas angeschlagene Milchkrug und das von ihrer Grossmutter gehäkelte Spitzendeckchen. Alles aus der Schweiz. Im Hochland Ecuadors, im ländlichen Stadtviertel Chiviqui, eine halbe Stunde vom Zentrum der Hauptstadt Quito, empfängt uns Heidi Burri barfuss und gut gelaunt am Eingang ihres grossen Grundstücks. Sie teilt dieses mit ihren beiden erwachsenen Kindern, ihrem Schwiegersohn und drei Enkelkindern. Heidi Burri (69) arbeitete bis 40 in Basel als Lehrerin und Heilpädagogin. 1991 kam sie mit ihrem Lebensgefährten und den beiden Kindern ...
 
Delhi-Genf, die Rückkehr eines Schriftstellers aus dem Lockdown
Mo, 1 Jun 2020 12:00:00 GMT - Im vergangenen September verliess der waadtländische Autor Blaise Hofmann mit seiner Familie die Schweiz. Doch das Coronavirus beendete seine Asienreise nach sechs Monaten abrupt. Im März musste er Indien verlassen. Seine letzten Momente und Gedanken vor der Heimkehr. Samstag, 21. März 2020, der Vorabend eines monumentalen Hausarrests: 1,3 Milliarden Inderinnen und Inder bereiten sich darauf vor, wegen der Covid-19-Pandemie für einige Zeit in strenger Selbstisolation zu leben. In Delhi wartet eine Schweizer Familie in einem Hotel auf ihre bevorstehende Rückkehr in ihre Heimat. Die Mutter singt ihren beiden kleinen Mädchen ein Lied von Pierre Perret vor, das viel über das Bedürfnis nach Freiheit aussagt: "Öffnet den Vogelkäfig / schaut, wie sie wegfliegen, das ist schön." Der indische Flughimmel wird sich in wenigen Stunden schliessen; schnell müssen sie die ihnen liebgewonnenen Breitengrade verlassen, die plötzlich drohen, zu einem unerträglichen Gefängnis zu werden. Auf dem ...
 
Wie Nahrungsmittel der Zukunft entstehen
Mo, 1 Jun 2020 09:00:00 GMT - Klimaveränderungen und ethische Bedenken erfordern neue Nahrungsmittel und Verfahren. Auch in der Schweiz spriessen die Produkte: von Fleischersatz auf Basis von Erbsenprotein über ein Superfood-Pulver, das aus Wasserlinsen gewonnen wird, bis hin zu einem Anbausystem, das keine Erde und kaum Wasser benötigt. Der Mensch wählt sein Essen mit Bedacht und stellt zunehmend sicher, dass die Lebensmittel, die er konsumiert, gesund sind, umweltgerecht und ethisch produziert werden. Das Umdenken eröffnet neue Märkte und Möglichkeiten für die Produzenten. Die Schweiz erweist sich dabei als fruchtbarer Boden. Vieles klingt erst einmal unglaublich. So auch der Poulet-Ersatz, der vom jungen Team der Planted AG in Zürich hergestellt wird, einem Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH). Bevor ich die Mitgründer Pascal Bieri und Lukas Böni traf, ging ich in ein Zürcher Café, um ihr Produkt zu testen. Ich ass das pflanzliche Hühnchen in einer Salatmischung mit Kohl, Karotten, ...
 
Ein Lied geht um die Welt
So, 31 Mai 2020 09:00:00 GMT - Mit seiner Stimme berührte Joseph Schmidt Millionen. Der Tenor starb 1942 am Ende seiner Flucht vor dem Naziregime im Zürcher Oberland. Das Schicksal des jüdischen Sängers bewegt auch heute noch. Das Grab auf dem jüdischen Friedhof Friesenberg Zürich trägt die Nummer 2331. «Ein Stern fällt?» ist auf dem schwarzen Grabstein zu lesen. Darunter: Joseph Schmidt. Kammersänger. 1904 ? 1942. Es ist das Grab eines jüdischen Flüchtlings, dessen Leben in der friedlichen Schweiz im Zweiten Weltkrieg tragisch endete. Alfred A. Fassbind beschäftigt sich seit seiner Jugend mit dem Schicksal von Joseph Schmidt. Der Zürcher hat eine Biografie über den berühmten Sänger verfasst und liefert die wichtigsten Informationen zur Vita des deutschen Tenors: Joseph Schmidt wird am 4. März 1904 in Davideny bei Czernowitz geboren. Die Gegend hatte ein wechselvolles Schicksal hinter sich und gehörte damals zu Österreich-Ungarn, später für kurze Zeit zu Rumänien, heute zur Ukraine. Czernowitz beherbergte eine ...
 
Der Palais des Nations in Zeiten der Pandemie
Sa, 30 Mai 2020 09:00:00 GMT - Der Palast der Nationen in Genf, seit Mitte März praktisch leer, glich während des Lockdowns im Kampf gegen Sars-CoV-2 einem Dornröschenschloss. Der im Palais akkreditierte Fotograf Mark Henley lief Kilometer in den leeren Gängen ab, um die gespenstische Atmosphäre im Sitz der Vereinten Nationen in Genf einzufangen. Im zweitwichtigsten Sitz der Vereinten Nationen (UNO), dem Palais des Nations in Genf, tummeln sich normalerweise 1500 Angestellte und 200'000 Delegierte, die aus aller Welt jedes Jahr an rund 2500 internationalen Konferenzen und Sitzungen teilnehmen. Doch am Freitag, 13. März 2020 brach die Hauptsitzung des Menschenrechtsrats ihre Arbeiten ab. Seither verlor dieses imposante Gebäude von 853'000 Kubikmetern Grösse die meisten der Menschen, die es sonst bevölkern. Sie hatten es Hals über Kopf verlassen, wie nach der Ankündigung einer drohenden Katastrophe. Wie damals Ende der 1930er-Jahre, als der Völkerbund das gleiche Gebäude nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ...
 
Nur wenige Betrügereien mit zinslosen Covid-19-Krediten
Fr, 29 Mai 2020 15:00:00 GMT - Nur ein verschwindend kleiner Anteil aller Kreditanträge von Unternehmen in der Corona-Krise sind betrügerischer Natur: Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) schätzt den Anteil auf weniger als 0,1% von insgesamt 125'000 Anträgen. Die Ermittlungsbehörden befürchten hingegen viele noch unentdeckte Betrugsfälle. Beide Behörden sind sich einig, "dass Betrüger nicht ungestraft davonkommen dürfen". Ohne Liquidität läuft ein Unternehmen Gefahr, Konkurs zu gehen. Niemand weiss dies besser, als die vielen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz. Das Land zählt 590'000 KMU, die 4,5 Millionen Personen beschäftigen. Von diesen wiederum sind 530'000 so genannte Mikrounternehmen. Sie beschäftigen maximal neun Mitarbeiter. Sie sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Für die Schweizer Regierung (Bundesrat) war es daher eine absolute Priorität, einen Konkurs dieser Firmen in Folge der Corona-Krise zu vermeiden und die wirtschaftliche Stabilität des Landes zu sichern. ...
 
Chloroquin im Kampf gegen Coronavirus kein Wundermittel
Fr, 29 Mai 2020 13:00:00 GMT - Chloroquin, vom französischen Infektiologen Didier Raoult als Wundermittel gegen Covid-19 angepriesen, ist nach der Veröffentlichung enttäuschender Test-Ergebnisse in Ungnade gefallen. Schweizer Spitäler, die das Medikament eingesetzt hatten, revidierten ihre Praxis, sind aber der Meinung, dass sie keinen Fehler gemacht haben. Die Schweiz hat, anders als Frankreich in Didier Raoult, keinen Chloroquin-Fürsprecher. Der umstrittene und exzentrische Professor machte das Molekül berühmt, pries es als Wundermittel gegen Covid-19 an. Und US-Präsident Donald Trump, der sich zum Apostel dieses Medikaments machte und zuletzt sagte, er habe es prophylaktisch selbst eingenommen, gab der höchst emotionalen Debatte weiter Auftrieb. Seit der Veröffentlichung einer grossen Studie in der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" am 22. Mai wurde der Mythos jedoch entlarvt: Die Studie kam zum Schluss, weder Chloroquin noch sein Derivat Hydroxychloroquin hätten bei "Patienten mit ...
 
Vom Schweizer Dilemma im Kampf um Covid-19-Patentrechte
Fr, 29 Mai 2020 09:00:00 GMT - Soll der Patentschutz bei der technologischen Entwicklung von Mitteln gegen Covid-19 gelockert werden? Die Schweiz steht zwischen etablierter Praxis und globaler Solidarität, wenn es um die Finanzierung von einträglichen medizinischen Innovationen geht. Sowohl die Wirtschaft als auch die selbsterklärte Identität der Schweiz als Innovationsmotor hängen stark von Patentrechten und den damit verbundenen Erträgen ab. Das Land hat die meisten europäischen Patentanmeldungen pro Kopf und schneidet in Rankings der Patentqualität gut ab. Ein Grossteil dieser Patente ist im biomedizinischen Bereich angesiedelt. Kein Wunder also, haben die jüngsten Aufrufe globaler Gesundheitsbefürworter und einiger Regierungen in der Schweiz für Unruhe gesorgt: Der Patentschutz sei während der Covid-19-Krise zu lockern, um Medikamente und Impfstoffe auf breiter Basis verfügbar zu machen, lautet die Forderung. Dies bringt die Schweiz in eine unbequeme Lage zwischen Wirtschaftsinteressen und globaler ...
 
Vor 30 Jahren: Schweizer Militärbeobachter erstmals für UNO im Einsatz
Fr, 29 Mai 2020 08:40:00 GMT - 1990 entsandte die Schweiz erstmals Militärbeobachter für eine UNO-Friedensmission. Solche Einsätze sorgten in dem kleinen neutralen Land immer wieder für heftige Diskussionen und eine Volksabstimmung. Ein paar Eckdaten. Worum geht es? Vor 30 Jahren beteiligte sich die Schweiz erstmals mit Militärbeobachtern an einer UNO-Friedensmission. Heute stehen 27 Militärbeobachter und Verbindungs- sowie Stabsoffiziere in folgenden Regionen im Einsatz: Naher Osten (13), Demokratische Republik Kongo (2), Südsudan (1), Mali (6), Kaschmir (3) und Westsahara (2). Der 29. Mai ist der internationale Tag der UNO-Friedenstruppen. Seit 2002 widmet die UNO diesen Tag all jenen, die in Konfliktzonen im Dienste des Friedens im Einsatz stehen und gestanden sind. Die an UNO-Missionen beteiligten Schweizer Armeeangehörigen sind unbewaffnet. Zu den Aufgaben der so genannten Blaumützen und der Verbindungsoffiziere gehören die Überwachung von Waffenstillstands-Abkommen und die Vermittlung zwischen den ...
 
Wie der Schweizer Bundesanwalt an der FIFA scheiterte
Do, 28 Mai 2020 12:00:00 GMT - Gegen den Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber ist ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet worden, wegen seinen geheimen Treffen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die Bundesanwaltschaft ermittelt in einer Reihe von Korruptionsfällen in Zusammenhang mit der FIFA. Eine Übersicht. Der Anfang der Geschichte Der Schweizer Teil der Untersuchungen gegen die FIFA beginnt mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion, über die weltweit berichtet wird: Am 27. Mai 2015 führt die Polizei eine Razzia im Hotel Baur au Lac in Zürich durch und nimmt dabei sieben Funktionäre der FIFA und ihr angeschlossener Organisationen fest. Die Schweizer Justiz handelt auf Ersuchen der US-Behörden, die diese Personen verdächtigen, seit den 1990er-Jahren Bestechungsgelder und Provisionen angenommen zu haben. Die Bundesanwaltschaft (BA) hatte am 10. März 2015 aber auch ein eigenes Strafverfahren eröffnet, wegen Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung und der Geldwäscherei. Sie vermutet, dass es bei den ...
 
"Ich hinterfrage ständig, aber die Wahrheit kenne ich nicht"
Do, 14 Mai 2020 13:03:00 GMT - Unser Redaktor Peter Siegenthaler geht Ende Mai in Pension. Wir stellten ihm exakt die Fragen, die er in den letzten Jahren anderen Personen stellte.  Peter Siegenthaler, Sie waren 36 Jahre im Schweizer Journalismus tätig, 13 davon bei swissinfo.ch. Wir stellen Ihnen nun einige Fragen, die Sie vielleicht noch kennen. Sie haben diese bei anderer Gelegenheit anderen Leuten gestellt. Schliesslich haben Sie über die Jahre einen enormen Effort als kritischer Journalist geleistet.  swissinfo.ch: Die Politiker zum Handeln bewogen hat aber ein 16-jähriges Mädchen. Ist das für Sie nicht ein wenig frustrierend? Peter Siegenthaler: Die Rede ist von Greta Thunberg. Ich stellte die Frage einem grünen Politiker. Nein, mich frustriert es nicht. Es freut mich. Es geht um die junge Generation, um die Zukunft meiner Tochter und meiner Enkelin. Es ist schön, wenn junge Leute sich einig sind, dass man fürs Klima etwas machen muss. Tragen Sie, zum Beispiel zum Einkaufen, eine Schutzmaske? Bis ...
 
"Fan-Identifikation durch Corona-Hintertür käme schlecht an"
Mi, 27 Mai 2020 14:54:00 GMT - Abgesehen von der deutschen Bundesliga, die ohne Publikum in den Stadien stattfindet, wird auf den meisten europäischen Plätzen nicht Fussball gespielt. In der Schweiz wird diskutiert, ob das Publikum künftig nur noch auf nummerierten Sitzen Platz nehmen darf. Ein Sportwissenschaftler zweifelt, ob das funktioniert. Die Schweiz macht weitere Schritte zur Lockerung der Massnahmen gegen das Corona-Virus. Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen sind ab dem 6. Juni wieder erlaubt. Bis mindestens Ende August verboten bleiben aber Anlässe mit mehr als 1000 Personen. Auch in der Schweiz Geisterspiele Am Freitag entscheidet die Generalversammlung des Schweizer Fussballverbands, ob die Saison für die Profiligen abgebrochen oder ab dem Wochenende vom 20. Juni vor leeren Rängen fortgesetzt wird. Damit ist klar, dass die restlichen Partien der Profiligen (Super- und Challenge-League) der laufenden Saison ab dem Wochenende vom 20. Juni in Form von Geisterspielen ? also vor weitgehend leeren ...
 
Schweizer Fotograf hält den Wandel von Grenzen fest
Mi, 27 Mai 2020 10:00:00 GMT - In einem kleinen Land und von anderen Staaten umgeben, gehören Grenzen zum Alltag vieler Schweizerinnen und Schweizer. Geschlossen während der Gesundheitskrise, rückten sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Fotograf Roger Eberhard beschäftigte sich drei Jahre mit Grenzen. Entstanden ist ein Buch, von besonderer Relevanz in der Zeit der Corona-Pandemie. Roger Eberhard sagt, er habe ein Buch über Grenzen machen wollen, um "ein sichtbares und sich ständig veränderndes kartographisches Puzzle unserer Welt" zu zeigen. Für den Künstler und Verleger aus Zürich sind Ländergrenzen "fliessend" und an die Politik gebunden. Er ruft in Erinnerung, wie sich die Zahl der Länder in der Welt seit den 1960er-Jahren verändert hat. Einreiseverbote, Grenzmauern und "Massenmigration" sorgen in den Weltnachrichten zurzeit regelmässig für Schlagzeilen. Angesichts dessen wollte der Fotograf mit seinen Bildern der "Vergänglichkeit dieser vom Menschen geschaffenen Markierungen" mehr Gewicht geben. ...
 
"Der Bundesrat machte die Menschen zu einem Teil der Lösung"
Mi, 27 Mai 2020 06:16:00 GMT - Von regelmässigen Livestreams über Expertenrunden bis hin zu durchdachten Werbekampagnen im Internet: Der Bundesrat bemühte sich mit einer umfassenden Strategie, während der Covid-19-Krise schnell und richtig zu kommunizieren. Kommunikationsforscher stellen ihm insgesamt ein gutes Zeugnis aus. "Wir müssen so schnell wie möglich, aber so langsam wie nötig handeln." Es ist kein Zufall, dass dieses Zitat von Alain Berset nicht nur auf den Seiten von Zeitungen landete, sondern auch auf T-Shirts, welche für einen wohltätigen Zweck verkauft wurden. Die Aussage stammt vom April, als Berset die Exit-Strategie des Bundesrates zum Corona-Lockdown ankündigte. Die Botschaft des Gesundheitsministers war ein perfektes Beispiel für den klaren und angemessenen Ton, den die Schweizer Behörden seit Ausbruch des Coronavirus gewählt haben. "Das wird im ganzen Land positiv aufgenommen", sagt Regula Hänggli Fricker, Professorin am Departement für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der ...
 
Was Frauen zur Erhöhung des Arbeitspensums bringen würde
Di, 26 Mai 2020 13:00:00 GMT - Die Schweiz ist eines der europäischen Länder mit dem höchsten Anteil an teilzeitbeschäftigten Frauen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass dies nicht immer freiwillig geschieht und dass viele von ihnen ihre Beschäftigungsquote gerne erhöhen würden, wenn die Bedingungen stimmen würden. Sind die berufstätigen Mütter in der Schweiz mit ihrer Situation zufrieden? Um diese Frage zu beantworten, führte der Dachverband der Familienorganisationen Pro Familia im März eine Umfrage mit einer Stichprobe von 500 berufstätigen Frauen mit einem oder mehreren Kindern durch. Die Ergebnisse wurden am Sonntag veröffentlicht. Die Studie veranschaulicht zunächst einmal, dass die Reduzierung des Arbeitspensums für eine Frau fast die Norm ist, wenn sie ein Kind bekommt. Mehr als drei Viertel der Befragten geben an, dass sie ihre Erwerbsquote aufgrund ihrer Mutterschaft reduziert haben. Landesweit sind arbeitende Mütter, die aber nur einem Teilzeitpensum nachgehen, das verbreitetste Modell.
 
Schweizer Software entlastet Bestellungen von unnötigen Kosten
Di, 26 Mai 2020 11:30:00 GMT - Unternehmen, deren Auftrags- und Lagerhaltungskosten explodieren, können diese dank einer von einem Start-up-Unternehmen in Lausanne entwickelten Software rationalisieren. Die künstliche Intelligenz hilft dabei, zu bestimmen, wann und in welchen Mengen Bestellungen aufgegeben werden sollen. Das Start-up-Unternehmen GenLots will schweizerischen und internationalen Unternehmen eine Software zur Verfügung stellen, die laut eigenen Angaben erhebliche Einsparungen ermöglichen kann, indem sie Warenbestellungen profitabel macht. Ein multinationales Unternehmen, den Pharmakonzern Merck GKaA (ehemals Merck-Serono), konnte GenLots bereits überzeugen. "Dies ist der erste Kunde, der uns sein Vertrauen geschenkt hat", erklärt Matthieu Dumont, Sprecher des jungen Unternehmens, das seinen Sitz im Innovationspark der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hat. Das Start-up beschäftigt rund zehn Mitarbeitende und hofft, etwa 400 Unternehmen aus dem Industriesektor von der ...
 
Der Fürst von Liechtenstein und das UFO, das Richtung Schweiz verschwand
Di, 26 Mai 2020 09:00:00 GMT - Fürst Hans-Adam II., Staatsoberhaupt von Liechtenstein, glaubte jahrzehntelang, dass Ausserirdische die Erde besuchen. Die Tagebücher des Astrophysikers Jacques Vallée geben Einblicke in eine Fürstenfamilie, bei der UFO-Sichtungen und dunkle Verschwörungstheorien häufiges Tischgespräch waren. Gibt es Ausserirdische? Und besuchen sie die Erde? Die uralte Frage - "Sind wir allein?" - beschäftigt viele Menschen, auch Staatsoberhäupter und Unternehmer. Das UFO-Thema hat in den vergangenen Jahren gar ein Revival erlebt. Das hat auch mit Berichten der "New York Times" zu einem geheimen UFO-Forschungsprogramm des Pentagons zu tun. Das Medieninteresse machte auf Prominente aufmerksam, welche dem Phänomen nachspüren: Zum Beispiel den früheren US-Musiker Tom DeLonge, der mit seiner "To The Stars Academy" angebliche UFO-Wrackteile untersucht oder den Raumfahrt-Unternehmer und Nasa-Partner Robert Bigelow, der in einem Interview mit CBS sagte, dass er überzeugt sei, dass es eine ...
 
Auf dem Schweizer Campus steht der Vertrauensvertrag auf dem Spiel
Mo, 25 Mai 2020 14:00:00 GMT - Aufgrund der Coronavirus-Krise warten Lehrkräfte, Doktoranden und Forschende auf eine Verlängerung ihrer befristeten Verträge. Auf acht von zehn Akademikerinnen und Akademiker trifft dies zu. Das zeigt, wie schwierig die Situation in der akademischen Welt der Schweiz ist. Der Lockdown wird an der Universität Lausanne (UNIL) zu einem bürokratischen Kampf. Professorinnen, Doktoranden und Forschende sind besorgt über die Verlängerung ihrer befristeten Verträge. Eine am 13. Mai lancierte Petition kritisiert den Umgang der Universitätsleitung mit den Angestellten als "problematisch". Assistentinnen und Doktoranden mit befristeten Arbeitsverträgen müssen ein detailliertes Formular ausfüllen und nachweisen, dass ihre Arbeit durch den Lockdown zwischen Mitte März und Mitte Mai tatsächlich beeinträchtigt wurde. Angestellte, deren Verträge Ende Mai auslaufen, haben drei Tage Zeit, diese Formulare zurückzuschicken. Damit bringe die Leitung ihr Misstrauen gegenüber den Forschenden zum ...
 
Aufholjagd des Velos mit Corona-Rückenwind
Mo, 25 Mai 2020 09:52:00 GMT - Die Pandemie hinterlässt Spuren in der Schweizer Mobilität. Am stärksten ist die Nutzung des öffentlichen Verkehrs eingebrochen. Das Velo hingegen nimmt Fahrt auf. Wie lange dies anhält, hängt von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. In seinen fast vierzig Jahren Erfahrung als Inhaber eines Veloladens in der Agglomeration Bern hat er so etwas noch nie erlebt: "Es ist beeindruckend, dass so viele Leute im Dorf plötzlich ein Velo-Bedürfnis haben, die jahrelang nicht mehr auf zwei Rädern unterwegs waren", sagt Ernst Leuthold. "Ein gutes Gefühl! Mancher Kunde ist dankbar, dass wir sein altes Velo, das eine halbe Ewigkeit nicht mehr aus dem Keller geholt wurde, wieder fahrtüchtig machen." Er und seine zwei Mitarbeiter seien an die Grenze der Reparaturkapazitäten gelangt. Weil das Geschäft wegen der Ansteckungsgefahr acht Wochen lang geschlossen blieb, gingen aber die Verkäufe von Velos und Velo-Zubehör ? nur noch per Internet ? markant zurück. "Seitdem es wieder offen ist, ...
 
Mehr Erträge dank High-Tech-Analysen
Mo, 25 Mai 2020 09:00:00 GMT - Widerstandsfähige Weizensorten könnten der Schlüssel für eine Welt ohne Hunger sein. Deshalb arbeiten Schweizer Forscher mit Hochdruck daran, die genetischen Codes der Pflanzen zu analysieren, um die Resistenzen und Erträge zu erhöhen. Sie heissen Nara, Baretta und Montalbano und stehen auf der Liste von 57 Weizensorten, die in der Schweiz für den nationalen und internationalen Markt gezüchtet wurden. Jeder Eintrag in diesem Verzeichnis steht für 10 bis 15 Jahre Arbeit von Pflanzenzüchtungsexperten. Neue High-Tech-Methoden versprechen, den Züchtungsprozess um Jahre zu verkürzen. Dies ist erfreulich, denn der Faktor Zeit ist von grosser Bedeutung. Weizen gehört nebst Reis und Mais zu den grossen Pflanzenkulturen. Sie liefern rund die Hälfte der weltweit verbrauchten Kalorien. Aber vielerorts sind die Ernten bedroht; durch Krankheiten, Schädlinge und widrige Wetterbedingungen, die alle durch den Klimawandel verstärkt werden. "Das Problem ist, dass die genetische Vielfalt von ...
 
Die Spannung vor dem ersten Ton
So, 24 Mai 2020 09:00:00 GMT - Üben im Berliner Wohnzimmer statt Konzerte in St. Petersburg: Der international gefragte Harfenist Joel von Lerber ist dennoch optimistisch, bald wieder vor Publikum auftreten zu können. Sein Kalender für dieses Jahr war mit zahlreichen Engagements gefüllt. Dann erwischte die Corona-Pandemie den 28-jährigen Schweizer Musiker im vollen Lauf. Statt auf der Bühne zu musizieren, joggt Joel von Lerber nun durch den Berliner Tiergarten oder übt in seiner Wohnung neue Stücke ein. Der Harfenist lebt seit fünf Jahren in der deutschen Metropole und hofft sehnsüchtig darauf, dass der Konzertbetrieb im Laufe des Sommers wieder langsam anlaufen möge: Weil er damit als Musiker seinen Lebensunterhalt verdient, aber mindestens so wichtig: Weil er die Musik liebt und die Energie im Konzertsaal schmerzlich vermisst. Eine Reihe seiner Auftritte, darunter Konzerte in der Schweiz, wurden in das kommende Jahr verschoben und immerhin nicht gänzlich gestrichen. So ist sein Kalender für das Jahr 2021 ...
 
Woher kommt eigentlich das Schweizer Landesmotto?
Sa, 23 Mai 2020 09:00:00 GMT - Das politische Motto «Einer für alle. Alle für einen» erreicht während der Coronakrise neue Relevanz. Populär wurde der Leitspruch in der Schweiz über die Bewältigung von Naturkatastrophen im 19. Jahrhundert, seine Wurzeln hat er aber im frühen 16. Jahrhundert. Wenn sogar die notorisch staatskritische Wochenzeitung WOZ ihren Kommentar zu den bundesrätlichen Massnahmen gegen das Corona-Virus mit "Unus pro omnibus, omnes pro uno" einleitet, dann muss dieses staatstragende Motto einen Nerv der laufenden Schweizer Krisenbewältigung treffen. Woher aber kommt dieses Motto? Politikerinnen und Politiker haben guten Grund zur Annahme, dass sie mit dem Leitspruch bei der Schweizer Bevölkerung eine solidarische Haltung mobilisieren können. Das Motiv «Einer für alle. Alle für einen» sitzt tief im kollektiven Gedächtnis des Landes. Aktuell in Umlauf gebracht hat es wohl der Bundesrat selber. Alain Berset appellierte damit während der Eskalation der Coronakrise wiederholt an die Solidarität ...
 
Corona-Krise beflügelt Homeoffice nur vorübergehend
Mo, 25 Mai 2020 13:53:00 GMT - Wie auch in anderen Ländern hat die Covid-19-Pandemie in der Schweiz die Teleheimarbeit gefördert. Unter gewissen Umständen begleitet von positiven Auswirkungen auf Produktivität und Lebensqualität. Homeoffice wird auch nach der Gesundheitskrise fortbestehen, von einer vollständigen Virtualisierung der Arbeit sind wir aber noch weit entfernt. Die Covid-19-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Aufgrund der Mitte März vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus weiteten zahlreiche Arbeitgeber die Teleheimarbeit in ihren Betrieben aus ? oder führten sie erstmals in ihre Arbeitsorganisation ein. In allen Branchen findet Teleheimarbeit bereits seit mehreren Jahren immer mehr Einzug. 2019 arbeitete fast ein Viertel der Erwerbstätigen in der Schweiz zumindest gelegentlich zu Hause. Laut einer Studie der Beratungsfirma Deloitte Schweiz verdoppelte sich der Anteil der Teleheimarbeit auf dem Höhepunkt der Corona-Krise. Nun lockert ...
 
Als die Schweiz auf Abstand ging
Fr, 22 Mai 2020 11:00:00 GMT - Als der Zweite Weltkrieg vor 75 Jahren zu Ende ging, lagen Europa und weite Teile der Welt in Trümmern, die Schweiz aber stand verhältnismässig gut da. Der Historiker Jakob Tanner über die Nachkriegszeit und die langen Folgen für das Verhältnis zu Europa. swissinfo.ch: Über fünfzig Millionen Tote, zerbombte Städte, zerstörte Landschaften, brach liegende Wirtschaften, Flucht und Vertreibung in globalem Ausmass: 1945 lagen ganze Länder in Schutt und Asche. Wie hat die Schweiz das Kriegsende erlebt? Jakob Tanner: Es herrschte Erleichterung, überall läuteten die Kirchenglocken. Die Gesellschaft befand sich in einem Schwebezustand. Man wusste ja nicht, was nun kommen wird. Wirtschaftlich stach die Schweiz mit einer intakten Bausubstanz und einer leistungsfähigen Industrie hervor. Gleichzeitig war die Stimmung polarisiert ? seit der Kriegsmitte nahmen die Arbeitskämpfe zu und es begann das Ringen um die Zukunft. Insgesamt war das Kriegsende durch eine grosse Offenheit geprägt. ...
 
Was Corona mit der Demokratie Schweiz macht
Fr, 22 Mai 2020 09:00:00 GMT - Im März hat die Schweizer Regierung die "ausserordentliche Lage" ausgerufen. Die Menschen mussten zwei Monate zu Hause zu bleiben. Die Frühlingssession des Parlaments wurde abgebrochen. Die Volksabstimmung vom Mai verschoben, während der Bundesrat per Notverordnung im Alleingang regierte. Wo ist da die direkte Demokratie geblieben? Martina Mousson*, Politikwissenschaftlerin vom Forschungsinstitut gfs.bern, kennt sich aus mit psychologischen Phänomenen in Krisenzeiten. Nach der Spanischen Grippe, die Millionen Opfer gefordert hatte, seien die Roaring Twenties ausgebrochen: In den Goldenen Zwanziger hätten viele Menschen einen exzessiven Lebensstil zelebriert. Die Vorstellung, dass der Covid-19-Pandemie ein ähnlicher Trend folgen könnte, ist doch ziemlich verlockend. Die Notverordnungen der Regierung sind durch das Epidemiengesetz abgestützt. Dieses ermächtigte den Bundesrat, am 16. März 2020 die ausserordentliche Lage auszurufen und ohne Kontrolle durch das Parlament zu regieren.
 
Bundesgericht hebt Gesetz auf, das Fahrende diskriminiert
Do, 21 Mai 2020 12:00:00 GMT - Die Minderheit der Fahrenden hat es in der Schweiz schwer: Es mangelt ihr an Stand- und Transitplätzen, und sie ist immer wieder Diskriminierungen ausgesetzt. Nun hat das höchste Gericht der Schweiz einen Artikel des neuen Berner Polizeigesetzes annulliert, weil er diskriminierend sei. Die Spannungen zwischen Schweizer Behörden und Fahrenden hatten in den letzten Jahren in mehreren Kantonen zugenommen. In mehreren Fällen wurden die Rechtsstreitigkeiten ans Bundesgericht in Lausanne weitergezogen. Kürzlich hat das höchste Gericht des Landes nun einen Artikel des neuen Berner Polizeigesetzes annulliert, der sich direkt gegen Fahrende richtete. Der Artikel sah vor, dass die Polizei Personen, die auf dem Gelände von Privaten oder der Öffentlichkeit ohne Bewilligung kampieren, innerhalb von 24 Stunden wegweisen und ihnen den Zugang verbieten kann. Die Lausanner Richter kamen zum Schluss, "dass die Bestimmungen sowohl für schweizerische und ausländische Fahrende, die länger an einem ...
 
Wird eine neue Pandemie aus dem Eis auftauchen?
Do, 21 Mai 2020 09:00:00 GMT - Schmelzendes Eis kann Viren und Bakterien freisetzen, die für den Menschen potenziell schädlich sind. Im Permafrost der Schweizer Alpen sind tausend Mikroorganismen identifiziert worden, von denen viele unbekannt sind. Was würde passieren, wenn die Weltbevölkerung plötzlich einem tödlichen Virus ausgesetzt wäre, von dem man noch nie zuvor gehört hatte? Die Coronavirus-Pandemie hat uns gelehrt, dass der Mensch trotz des technischen und medizinischen Fortschritts nach wie vor sehr verletzlich gegenüber bisher unbekannten Krankheitserregern ist. Während über den Ursprung von SARS-CoV-2 diskutiert wird, warnen Forscher auf der ganzen Welt davor, dass eine potenzielle neue Gesundheitsbedrohung nicht in Tiermärkten oder Labors, sondern im Eis lauern könnte. Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Ausbeutung des Untergrundes könnten alte Mikroorganismen, die in Eis und Permafrost ? der ewig gefrorenen Bodenschicht ? eingeschlossen waren, freigesetzt und reaktiviert werden, mit ...
 
Während Lockdown: mehr Frauen als Männer mit Covid-19 infiziert
Mi, 20 Mai 2020 14:00:00 GMT - Seit Beginn der Massnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 haben sich in der Schweiz mehr Frauen als Männer mit dem Virus infiziert. Das zeigt eine Datenauswertung. Was steckt hinter dem Phänomen? Als das Coronavirus sich in der Schweiz auszubreiten begann, fanden sich mehr Männer als Frauen unter den bestätigten Fällen. Doch die Zahl der infizierten Frauen stieg allmählich an und bis zum Lockdown am 16. März waren Männer und Frauen gleichermassen betroffen. Als in den folgenden Wochen Geschäfte geschlossen wurden und das öffentliche Leben grösstenteils stilllag, infizierten sich mehr Frauen als Männer mit Covid-19. Bis Mitte Mai waren nach Angaben des Bundesamts für Statistik etwa 13'800 der bestätigten Fälle Männer (46% der Gesamtzahl) und rund 16'500 Frauen (54% der Gesamtzahl). In anderen Ländern ist ein ähnliches Phänomen zu beobachten. Zeitungen der Mediengruppe Tamedia berichten, dass in Italien 53% der Fälle weiblich sind, in Deutschland sind es 52% und in Spanien ...
 
Coronavirus: die Situation in der Schweiz
Do, 4 Jun 2020 11:37:00 GMT - Die Schweizer Regierung hat die Bussen wegen Missachtung der Distanzregel abgeschafft. Der Schritt erfolgt angesichts der anhaltend tiefen Fallzahlen der Neuansteckungen mit dem Coronavirus, so das Bundesamt für Gesundheite (BAG). News des Tages Weiter mit 100 Franken gebüsst wird aber, wer an öffentlichen Versammlungen mit mehr als 30 Personen teilnimmt. Erlaubt sind hingegen öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Menschen, sofern ein Schutzkonzept vorliegt.Die Behörden empfehlen aber weiterhin, zwei Meter Abstand zwischen Personen einzuhalten.Die Schweiz öffnet die Grenze zu Österreich am 15. Juni. Gestern hatte der östliche Nachbar überraschend erklärt, die Grenze zur Schweiz ab heute zu öffnen.Italien hatte die Grenze zur Schweiz am Mittwoch geöffnet. Aber Achtung: Grenzübertritte von Italien in die Schweiz bleiben grundsätzlich verboten. Aus Schweizer Sicht wäre eine Öffnung verfrüht, so das Staatssekretariat für Migration.Der Ständerat gibt grundsätzlich grünes Licht ...
 
Lonza will Wirkstoff für Covid-19- Impfung von Moderna produzieren
Mi, 20 Mai 2020 13:00:00 GMT - Das Schweizer Unternehmen Lonza hat einen bedeutenden Vertrag mit dem US-Biotech-Unternehmen Moderna Therapeutics unterzeichnet, um bei der Herstellung eines vielversprechenden Impfstoffs gegen Covid-19 unter Verwendung der neuen mRNA-Technologie mitzuwirken. Laut CEO von Lonza, Albert Baehny, kann sich die Firma der Herausforderung stellen, Hunderte Millionen Dosen zu produzieren, und zwar ab diesem Jahr, wenn sich die Versuche weiterhin als erfolgreich erweisen würden. Am Montag veröffentlichte Modern Therapeutics die Ergebnisse der Phase-Eins-Studien ihres mRNA-Impfstoffs ? des ersten dieser Art ? am Menschen. Sie geben Baehny Anlass, optimistisch, wenn auch vorsichtig, zu sein. "Die Ergebnisse sind ausgezeichnet. Wir verstehen die Technologie und den Herstellungsprozess. Wir hoffen nun, dass die Phasen zwei und drei gut verlaufen", sagt er. Die Studiendaten waren ? angesichts der wenigen Teilnehmenden ? begrenzt, und einige Impfstoffexperten, die von der ...
 


Rundschreiben Nr. 5/2020 (27.04.2020)
Rundschreiben Nr. 3/2020 (29.02.2020)
Einladung Mehrtagesfahrt 2020
Anmeldung Mehrtagesfahrt 2020
Jahresprogramm 2020
Rundschreiben Nr. 1/2020 (14.12.2019)
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