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Der Schweiz droht eine weitere Steuerrevolution
Di, 25 Jun 2019 09:05:00 GMT - Kaum sind die neuen internationalen Standards eingeführt worden, mit denen zahlreiche Lücken in der Unternehmensbesteuerung geschlossen werden sollen, zeichnet sich eine weitere Steuerrevolution von internationaler Tragweite ab. Im Visier des jüngsten G20-Projekts stehen vor allem die Tech-Giganten. Doch auch der Schweiz könnten erhebliche Nachteile erwachsen. Die Finanzkrise von 2008 hatte schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft. Sie hat aber auch entscheidend dazu beigetragen, dass eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit und Steuertransparenz eingeläutet wurde. Unter dem Druck enormer Finanzhilfen zur Bankenrettung und Konjunkturbelebung haben die internationalen Wirtschaftsmächte den Entschluss gefasst, globale Regeln zu erlassen, mit denen die von Unternehmen und natürlichen Personen eingesetzten Strategien und Täuschungsmanöver zur Steuerhinterziehung und Steuerumgehung effizient bekämpft werden können. Auf Drängen der G20 (Gruppe der 20 wichtigsten ...
 
Mit 3D-Gesichtserkennung die Cyberkriminalität bekämpfen
Di, 25 Jun 2019 06:30:00 GMT - Heute ist das Risiko grösser, Opfer von Computerbetrug zu werden als eines Einbruchs oder Diebstahls auf der Strasse. Um einen besseren Datenschutz zu garantieren, hat das waadtländische Unternehmen "OneVisage" ein dreidimensionales Gesichtserkennungs-System entwickelt, das mit einem Smartphone funktioniert. "Die Zahlen sprechen für sich: 2018 verursachten Computerbetrüge weltweit Verluste von mehr als 800 Milliarden Franken. In acht von zehn Fällen wurde dafür Identitätsdiebstahl betrieben, indem das User-Passwort geknackt wurde", sagt Christophe Remillet, Geschäftsführer und Gründer von "OneVisage" in Lausanne. "Leider hielten die IT-Sicherheitslösungen, besonders Identitätsauthentifizierungs-Lösungen, nicht mit der Entwicklung der digitalen Welt Schritt", so der Experte. "Die Kriminalität hat sich deshalb in die Cyberkriminalität verlagert, wo Betrüger und kriminelle Organisationen weniger wahrscheinlich in den Fängen des Rechtssystems landen." Diese Tendenz bestätigt auch ...
 
Frankreich probt ein Stück namens direkte Demokratie
Mo, 24 Jun 2019 14:51:00 GMT - In Frankreich regt sich Widerstand gegen den Plan der Regierung, die Pariser Flughäfen zu privatisieren: Aktivisten sammeln Unterschriften, damit das Volk darüber abstimmen kann ? ein Novum in der Geschichte der Republik. Präsident Macron ist für einen Ausbau der direkten Demokratie. Das macht seiner Regierung Angst. "Starten wir das Referendum", steht auf den Plakaten, welche die Wände der Stellenbörse von Saint-Denis tapezieren. In dieser angesagten Pariser Banlieue wurde vergangene Woche an einer grossen Veranstaltung die Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen die Privatisierung der Pariser Flughäfen lanciert. Besucher aus der Schweiz würden staunen: Es sind hier weder Berge von Unterschriftenbogen noch von Kugelschreibern zu sehen. Immerhin müssen die Aktivisten 4,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, ihre Forderung zu unterzeichnen. Die Erklärung: Hier läuft fast alles über das Internet. Aber schnell ist das offenbar nicht besonders. "Ich brauchte ...
 
Der Schweizer, der auf der digitalen Welle reitet
Mo, 24 Jun 2019 08:30:00 GMT - Der Tessiner Bruno Giussani erkannte als Journalist früh die Potenziale des Webs. Er lancierte die erste Schweizer News-Website und wurde später Internet-Unternehmer. Seit 14 Jahren baut Giussani am TED-Imperium mit, einer starken Plattform für Ideen und Innovation im digitalen Zeitalter. Er ist der dritte Digitalpionier, den wir in unserer Serie porträtieren. Sie haben es alle getan: Papst Franziskus, Microsoft-Gründer Bill Gates, Techniksoziologin Zeynep Tufekci, EU-Kommissionmitglied Margrethe Vestager, Datenschützer Malte Spitz. Sie haben einen TED-Talk gehalten, den der Tessiner Bruno Giussani kuratiert hatte. Und der millionenfach angeklickt wurde. Die Einladung, einen TED-Talk zu halten, ist im digitalen Zeitalter eine Art Ritterschlag. Inzwischen hat Giussani hunderte von TED-Talks kuratiert, Themen gesetzt und aus interessanten Persönlichkeiten rhetorisch das Beste herausgeholt. 2005 stösst Giussani zur Non-Profit-Organisation TED, die in Nordamerika Konferenzen ...
 
Schweizer Spin-off tüftelt an nachhaltigen Häusern für alle
Fr, 21 Jun 2019 14:02:00 GMT - Zwei Materialwissenschaftler und eine Architektin wollen mit ihrem zementfreien Beton aus tonhaltigem Aushubmaterial die Bauindustrie revolutionieren. Ihr Ansatz soll vor allem Menschen in Entwicklungsländern zugutekommen. "Oxara" kommt von "Ossara" und heisst Kommune auf Kabiyé. Die Sprache ist benannt nach einem Volk, das unter anderem im Togo lebt. "Dieser Name ist uns sehr wichtig", sagt Gnanli Landrou. Der Togolese ist der Gründer eines gleichnamigen Spin-offs, das er vergangenen Herbst ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Thibault Demoulin, wie Landrou ein Materialwissenschaftler, steht er gut gelaunt in einer grossen Werkstatthalle der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) auf dem Hönggerberg in Zürich. Es fehlt die Architektin Daria Ardant, die ebenfalls zum Oxara-Team gehört und laut den beiden jungen Männern "ein Auge fürs Detail hat". Auf zwei Tischen haben Landrou und Demoulin Ansichtsexemplare ausgestellt: Zementfreie Betonplatten und -zylinder. Ein ...
 
Daniele Finzi Pasca versprüht seine Magie für die Fête des Vignerons
Di, 18 Jun 2019 06:00:00 GMT - Der Tessiner Regisseur und Choreograf inszeniert das Schauspiel der Fête des Vignerons 2019, des Winzerfestivals, das am 18. Juli in Vevey beginnt. Wie fast alles, das er produziert, dürfte die Aufführung magisch werden. Treffen mit einem Traumkünstler von internationalem Rang. In der opulenten Umgebung des Genfer Grand Théâtre wirkt Daniele Finzi Pasca wie ein Kobold, der aus einem Kindermärchen entwichen ist. Schlanke Figur, funkelnde Augen, agiler Gang, lebhafte Gesten: Der Tessiner ist ein Magier der Bühnenbretter, der auch mit Worten jonglieren kann. Was er sagt, kommt flüssig daher, verwoben mit Metaphern. In perfektem Französisch richtete er sich im Mai im Genfer Grand Théâtre, das seine Opernsaison präsentierte, an die versammelten Medienvertreter. Finzi Pasca wird im September dieses Jahres für die Genfer Institution das Werk "Einstein on the Beach" inszenieren, einer Oper von Philip Glass. Dort treffen wir ihn, nicht um über Opernwerke zu reden, sondern über die ...
 
Das ist der Graben zwischen Mann und Frau in der Schweiz
Fr, 14 Jun 2019 06:30:00 GMT - Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in der Schweiz in der Bundesverfassung verankert ? das Stimmvolk wollte es so. Aber 38 Jahre nach der Abstimmung vom 14. Juni 1981 ist die Gleichstellung noch immer nicht verwirklicht. Hier fünf Schlüsselindikatoren für die Ungleichheit der Geschlechter in der täglichen Realität der Schweiz. "Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit", stellt der Verfassungsartikel zur Rechtsgleichheit unter anderem fest. Auch das Gleichstellungsgesetz verbietet ausdrücklich jede Diskriminierung in Arbeitsverhältnissen ? insbesondere beim Lohn ? aus Gründen des Geschlechts. Die offiziellen Statistiken zeigen jedoch eine ganz andere Realität. Im Jahr 2016 (jüngste verfügbare Daten) betrug der standardisierte Median-Bruttolohn in der Schweiz 6011 Franken pro Monat für Frauen und 6830 Franken für Männer, was einer Differenz von 12% entspricht. Noch grösser war der Unterschied, wenn man nur den privaten Sektor betrachtet.
 
Burn-out wird nicht als Berufskrankheit anerkannt
Do, 13 Jun 2019 17:07:00 GMT - Die Unfallversicherung deckt die berufliche Erschöpfung nicht ab. Das Parlament ist der Ansicht, dass der kausale Zusammenhang zwischen Arbeit und Burnout schwer nachzuweisen ist. Der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer, die sich bei der Arbeit erschöpft fühlen, liegt bei rund 30% und nimmt gemäss dem Job-Stress-Index 2018 stetig zu. Heute sind von Burnout betroffene Personen lediglich krankenversichert. Für den sozialdemokratischen Parlamentarier Mathias Reynard ist das unzureichend. Er fordert, dass ein Burnout als Berufskrankheit anerkannt und deshalb durch die Unfallversicherung abgedeckt werden sollte. Seine parlamentarische Initiative wurde allerdings vom Nationalrat (grosse Parlamentskammer) abgelehnt. Die Mehrheit der Abgeordneten weist darauf hin, dass der kausale Zusammenhang zwischen Burnout und beruflicher Tätigkeit schwer nachzuweisen sei. Sie zieht Präventionsprogramme des Privatsektors vor, anstatt die Verantwortung der Unfallversicherung zu übertragen.
 
"Die digitale Revolution wirkt wie ein Tsunami auf die Schweizer Industrie"
Mi, 12 Jun 2019 06:30:00 GMT - Die Schweiz ist bereit, auf der digitalen Welle, die über den industriellen Bereich hereinbricht, erfolgreich zu surfen. Aber Vorsicht, Ertrinken ist nicht ausgeschlossen, warnt Xavier Comtesse in einem Buch, das am 12. Juni veröffentlicht wird. Ein geborener Kommunikator, ein visionärer Allrounder, ein Provokateur, ein Extremist der Innovation: Es mangelt nicht an Begriffen, um Xavier Comtesse zu beschreiben. Der ehemalige Schweizer Wissenschaftskonsul in Boston und ehemalige Direktor des liberalen Ideenlabors Avenir Suisse in der Westschweiz (siehe Kasten) veröffentlicht ein Buch mit rund zehn Co-Autoren, unter ihnen Elmar Mock, Miterfinder von Swatch. Das Werk soll die Pioniere der Industrie 4.0 in der Schweiz ("Industrie 4.0 - The Shapers") hervorheben. Interview mit einem Technikfreak. swissinfo.ch: Lassen Sie uns zunächst die Terminologie festlegen. Was genau verstehen Sie unter Industrie 4.0? Xavier Comtesse: Es ist sehr einfach. Es geht um die digitale Revolution, die ...
 
Wenig Herz für Tier- und Pflanzenarten
Di, 11 Jun 2019 11:37:00 GMT - Schweizer Bäuerinnen und Bauern haben für Biodiversität wenig am Hut. Das gilt auch für die Nachwuchskräfte. Kein Wunder: In der Ausbildung lernen sie vor allem, wie man möglichst viel Ertrag aus dem Boden und den Nutztieren herausholt. Die Biodiversität wird an den Rand gedrängt. Ein Augenschein. Millionenbeträge für Biodiversität Mit der Artenvielfalt geht es in der Schweiz bergab, trotz grosser Anstrengungen, den Abwärtstrend zu stoppen. 36% der untersuchten Arten sind bedroht. 400 Millionen Franken zahlen die Schweizer Steuerzahler jährlich den Bauern allein für Leistungen zum Schutz der Biodiversität. Aber das Geld hat kaum eine Wirkung. Die Schweiz hat laut Pro Natura europaweit die intensivste Landwirtschaft. In den landwirtschaftlichen Kulturen werden viele wildlebende Tier- und Pflanzenarten seltener oder verschwinden gänzlich. Dies ausgerechnet in dem Berufszweig, der am unmittelbarsten von der Natur abhängt. Naturschutzorganisationen kritisieren, dass auch die jungen ...
 
Welchen Unterschied kann eine Dose ausmachen?
Mi, 5 Jun 2019 15:00:00 GMT - Für den Weltumwelttag 2019 haben wir einige Zahlen zusammengestellt, die zeigen, wie ein kleines Land wie die Schweiz grossen Einfluss haben kann, wenn es um Dinge wie Dosen und Zigarettenstummel geht. Wenn es eilt, erscheint manchmal der Weg zum Papierkorb oder Aschenbecher zu weit weg zu sein. Das Gleiche gilt für Reisefreudige auf der Suche nach einer kurzen Ferienreise: Oft entscheiden sie sich für einen Flug an Orte, die mit dem Zug oder Bus erreichbar sind. Was würde passieren, wenn alle Leute in der Schweiz, wo die Bevölkerungszahl fast 8,5 Millionen beträgt, folgende Schritte zur Energie- und Ressourceneinsparung unternähmen? Getränkedosen Die Energieeinsparung durch das Recycling einer Getränkedose würde ausreichen, um einen Fernseher vier Stunden lang zu betreiben. Wenn heute jeder eine Getränkedose rezyklieren würde, hätten 17 Millionen Fernseher genug Strom, um einen zweistündigen Film zu zeigen, hat die internationale Interessengruppe Every Can Counts berechnet.  ...
 
Jahrzehnte nach dem Krieg formt sich Kosovo mit Schweizer Unterstützung
Mi, 5 Jun 2019 09:00:00 GMT - Zwanzig Jahre nach dem Ende des Kosovo-Kriegs steht die junge Republik immer noch vor riesigen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen. Aber es gibt viele Anzeichen für Fortschritte. Gemäss Weltbank hat Kosovo in den letzten zehn Jahren ein "solides" Wirtschaftswachstum erfahren, das sich jedoch nicht wesentlich auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt oder den Trend zu einer massiven Auswanderung umgekehrt hat. Etwa die Hälfte der zwei Millionen Menschen ist unter 25 Jahre alt, und schätzungsweise 60% von ihnen sind arbeitslos. Patrick Etienne, der seit 2015 das Schweizer Kooperationsbüro in Pristina leitet, sagte gegenüber swissinfo.ch: "Mehr als 30% der jungen Menschen nehmen keine Arbeit an, weil die Gehälter so niedrig sind, dass sie lieber "informelle" Arbeiten verrichten. Und viele von ihnen erhalten finanzielle Unterstützung von Verwandten im Ausland. Die Leistungen der Sozialversicherungen sind sehr begrenzt. swissinfo.ch hat in der Vergangenheit über Schweizer ...
 
Was die Nationalbank von dieser Ökonomin lernen könnte
Mi, 5 Jun 2019 06:05:00 GMT - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist gefangen in der Tiefzinsfalle. Ein Ausweg wäre ein höheres Teuerungsziel, doch dieses Manöver wird gefürchtet. Dabei wäre es nicht so kostspielig, wie vom Bundesrat und der Nationalbank behauptet. Das zeigt die neueste Forschung einer Ausnahme-Erscheinung der Makroökonomie: Emi Nakamura. Die Schweizer Wirtschaft brummt, und trotzdem sind die Zinsen negativ. Mit ein Grund dafür ist das tiefe Teuerungsziel der SNB. Um die Notenbank wieder handlungsfähig zu machen, schlägt Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman vor, ein höheres Teuerungsziel anzustreben. Gute Gründe dafür liefert auch Emi Nakamuras Forschung. Die 38-Jährige hat soeben die prestigeträchtigste Auszeichnung der Wirtschaftswissenschaften erhalten. Was kann die Schweiz von Nakamura lernen? Weitherum anerkannt ist, dass ein höheres Teuerungsziel der Schweizerischen Nationalbank geldpolitische Flexibilität zurückgeben würde. Es würde der SNB nämlich erlauben, in Krisenzeiten die ...
 
Der tiefe Graben zwischen Volk und Politik bei der eID
Di, 4 Jun 2019 12:15:00 GMT - Auszug aus dem Betreibungsregister downloaden, Versicherung upgraden, mit E-Voting über die Volksinitiative abstimmen ? alles online und mit zentralem Login. Das Zauberwort heisst elektronische Identität, kurz eID. Das ist anderswo Realität, in der Schweiz aber noch Zukunftsmusik. Regierung und Parlament wollen aufholen. Mit einem Gesetz, welches das Volk so nicht will. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Die Länder Europas haben sie alle, die Schweiz dagegen nicht: die eID, die elektronische Identität.  Die Schweiz will den Gap schliessen ? mit dem neuen Gesetz über "elektronische Identifizierungsdienste". Der Ständerat, die kleine Kammer des Schweizer Parlaments, hat der neuen Richtlinie am Dienstag zugestimmt. Der Nationalrat, die grosse Kammer, hatte bereits im Frühling Ja gesagt. Private vor, Staat nein danke! Dies ist die Stossrichtung des neuen Gesetzes über die Ausstellung der elektronischen Identitäten in ...
 
"Plötzlich war es entsetzlich"
Di, 4 Jun 2019 09:00:00 GMT - Vor dreissig Jahren warteten Journalisten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens der Schweiz am internationalen Flughafen Zürich auf Rückkehrer aus China. Diese Schweizer Touristen brachten am 4. Juni 1989 die ersten Augenzeugen-Berichte über die Niederschlagung des Volksaufstands in Peking und anderen chinesischen Städten mit nach Hause.  swissinfo.ch hat das Archiv durchforstet auf der Suche nach Berichten des öffentlich-rechtlichen Fernsehen über die Ereignisse vor 30 Jahren. Das Video oben zeigt Touristen, die erzählen, was sie an diesem Tag sahen und erlebten. Es zeigt auch Szenen vom Eingreifen der Sicherheitskräfte. In den frühen Morgenstunden dieses Tages schlugen chinesische Soldaten die Demonstrationen nieder, die zuvor während Wochen stattfanden und sich immer mehr ausbreiteten. Die Demonstrierenden hatten die Macht der regierenden Kommunistischen Partei kritisiert und forderten eine politische Liberalisierung, ähnlich, wie sie in Osteuropa geschehen war. Aber China ...
 
Nationalbank: Wir müssen reden
Di, 4 Jun 2019 06:00:00 GMT - Zwanzig Jahre ist es her, seit die Schweizerische Nationalbank ihre geldpolitische Strategie zum letzten Mal überarbeitet hat. Heute ist klar: Ein erneuter Systemwechsel ist unvermeidlich ? nur: eine öffentliche Debatte dazu findet nicht statt. Systemwechsel in der Geldpolitik haben Tradition: In den 1930er-Jahren wurde der Goldstandard aufgeweicht. Später, in den 1970er-Jahren, kollabierte das System fixer Wechselkurse. Und in den 1990er-Jahren pensionierte die Schweizerische Nationalbank (SNB) das System der Geldmengen-Steuerung ? zu spät, wie die letztjährige Recherche von Janique Weder gezeigt hat. Heute ist klar, dass ein neuerlicher Systemwechsel unvermeidlich ist. Doch die SNB macht nicht den Anschein, Vorkehrungen zu treffen. Den Preis dafür bezahlen wir in der nächsten Krise. Doch der Reihe nach. Seit dem letzten Systemwechsel von 2000 implementiert die Nationalbank ihre Geldpolitik über eine Zinssteuerung. Das Mass aller Dinge ist die Teuerung. Der Systemwechsel hat ...
 
Schweiz verabschiedet sich vom digitalen Antennenfernsehen
Mo, 3 Jun 2019 06:00:00 GMT - Es ist nicht mehr möglich, das öffentlich-rechtliche Fernsehen der Schweiz mit einer Antenne zu empfangen. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat am Montag das Signal des digitalen Antennenfernsehens (DVB-T) aus Kostengründen abgeschaltet. Zuschauer sowohl in der Schweiz als auch im grenznahen Ausland sind wenig erfreut. Für Auslandschweizer wurde eine alternative Lösung gefunden. DVB-T ist eher altmodisches Fernsehen. Das Übertragungssignal kommt von grossen Rundfunkantennen und wird von Richtantennen oder direkt in die Fernsehgeräte eingebauten Antennen empfangen. Dennoch ist DVB-T eine modernere Technologie als das Fernsehen unserer Eltern und Grosseltern, denn es ist gleichbedeutend mit einem digitalen und nicht einem analogen Signal. Angesichts der Senkung der Gebühren, aus denen sich die SRG schwergewichtig finanziert, begründet das öffentlich-rechtliche Fernsehen den Entscheid mit Kostengründen: Durch das Ende der DVB-T-Übertragung können demnach ...
 
Man vertraut den Banken wieder, aber nicht blind
Do, 30 Mai 2019 09:00:00 GMT - Nach mehr als einem Jahrzehnt der Krise und Restrukturierungen hat eine Mehrheit der Bevölkerung wieder ein positives Bild des Bankensektors. Eine Umfrage zeigt aber auch, dass mehr als zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer der Ansicht sind, dass die Banken weiterhin im Zentrum von Skandalen und Geldwäscherei stehen. Der Ruf des Finanzplatzes Schweiz hat sich in den letzten beiden Jahren deutlich verbessert. Während dieser Zeit wurde auch eine wirtschaftliche Erholung des Bankensektors verzeichnet. Dies nach einer langen Periode der Beruhigung und mit dem Ende des Bankgeheimnisses auf internationaler Ebene. Gemäss der Umfrage, die im März vom Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführt wurde, bewerteten 58% der Befragten das Image der in der Schweiz tätigen Banken als positiv. 2017 waren es 49% gewesen. 29% (identischer Prozentsatz vor zwei Jahren) äusserten sich weder positiv noch negativ, während 13% (damals 21%) eine negative Meinung hatten. Der Bankensektor findet damit ...
 
Ein neuer Frühling für den alten Furka-Dampfzug
Mi, 29 Mai 2019 08:15:00 GMT - Mit Kettensägen, Schaufeln und Schneefräsen: Ein gutes Dutzend Freiwillige engagiert sich während dreier Wochen, um den Schnee von der historischen Furka-Bahnstrecke zu räumen. Eine Reportage. Frühmorgens, 5 Uhr 30: Die verschneiten Berge zeigen sich beim ersten Tageslicht in bläulichen Tönen. In der Umgebung von Realp, einem kleinen Dorf im Kanton Uri, ist noch alles ruhig. Etwas vom Dorf entfernt fällt ein Gebäude mit seinen beleuchteten Fenstern auf: In der Kantine des Vereins Furka-Bergstrecke ist schon Betrieb. Auf den Gesichtern der Freiwilligen sind noch Kissenspuren zu sehen, aber sie reissen bereits Witze und bestreichen das Brot mit Konfitüre. Zwischen zwei Kaffees bereiten sie ihre Sandwiches für unterwegs vor, schnallen sich ihre Lawinenverschütteten-Suchgeräte um die Brust und schmieren sich Sonnencreme ins Gesicht. Denn: "Da oben scheint die Sonne unerbittlich!", warnen sie. Nach der Einweihung des Basistunnels unter dem Furkapass hindurch im Jahr 1981 wurde ...
 
So teuer ist Dating in Zürich
Mo, 27 Mai 2019 14:30:00 GMT - Wo ist es am teuersten, auswärts Abendessen zu gehen? Oder einen Kinofilm anzuschauen? Ein Taxi nach Hause zu nehmen? Zürich belegt in einem Globalen Ranking von Preisen und Lebenshaltungskosten mehrere der vordersten Plätze. Die Deutsche Bank vergleicht in ihrer jährlichen Studie "Preise und Lebensstandards im weltweiten Vergleich" über 50 Städte auf der ganzen Welt. Dieses Jahr schaffte es Zürich auf den ersten Platz in Sachen Lebensqualität und verdrängte damit Wellington in Neuseeland auf den zweiten Platz. Zürich belegte aber auch den ersten Platz im "Cheap Date Index" der Studie, der den Preis von Kinokarten, Softdrinks, einer einfachen Mahlzeit, ein paar Bieren und Taxifahrten für zwei Personen berechnet. In Zürich kostet das 203$. Die Limmatstadt ist damit "der mit Abstand teuerste Ort, um mit einem Date auszugehen". Es folgen Oslo (164$), Kopenhagen (158$), Helsinki (151$) und Tokio (148$). Am anderen Ende der Skala liegt Kairo, wo fünf Dates so viel kosten wie eines in ...
 
Warum Peter Gloor dem WWW-Erfinder einen Korb gab
Fr, 24 Mai 2019 11:47:00 GMT - Peter Gloor ist ein bemerkenswerter Wissenschaftler, der sich mit kreativen und kollaborativen Netzwerken befasst. Sein Werk ist eng mit der Entwicklung des Webs verknüpft. Der Aargauer arbeitete mit dem WWW-Erfinder Tim Berners-Lee im gleichen Team. Aarau ist seine Heimatstadt. Seine berufliche Heimat ist seit 30 Jahren das MIT, das Massachusetts Institute of Technology bei Boston, die renommierteste Technologie-Universität der Welt. Peter Gloor ist wie viele erfolgreiche Wissenschaftler ein Weltbürger und unterrichtet rund um den Globus. Das MIT-Campus liegt am Charles River in Cambridge bei Boston. Peter Gloor ist der zweite Schweizer Digitalpionier, den swissinfo.ch in der monatlichen Serie "Swiss Digital Pioneers" porträtiert.  Dort treffe ich Peter Gloor vor sechs Jahren zum ersten Mal. Zunächst bin ich dankbar, dass ich sein Büro im architektonischen Dschungel des MIT-Campus endlich gefunden habe. Für einen vielbeschäftigten Forscher, Dozenten und Unternehmer nimmt er ...
 
Jungbauer ackert für Spargeln
Do, 23 Mai 2019 13:30:00 GMT - Jungbauern haben es in der Schweiz schwer. Wir haben einen von ihnen getroffen: Spargelbauer Ronny Köhli aus dem Berner Seeland. Er geht neue Wege beim Vertrieb. Ronny Köhli hat mit 23 Jahren den Hof seines gesundheitlich angeschlagenen Vaters übernommen. Im Berner Seeland erntet er, zusammen mit der Unterstützung der ganzen Familie und zusätzlichen Angestellten, 10 Hektaren Spargeln.  Davon sind 3.5 Hektaren weisse und 6.5 Hektaren grüne Spargeln, welche direkt ab Hofladen gekauft werden können. Dazu kommt Restaurant, Markt und direkte Lieferungen.  Den ganzen Frühling ist Ronny jeweils am Telefon oder auf dem Feld. "Es ist streng. Aber es hat auch seine Vorteile: da es ein saisonaler Anbau ist, könnte ich vielleicht sogar eines Tages wieder mal mit der Freundin im Winter Ferien machen." Serie: Jungbauern in der Schweiz Betriebe verschwinden, die bewirtschaftete Fläche bleibt stabil ? also werden die Betriebe grösser. Jeden Tag geben drei Bauern auf, 10 000 sind es pro ...
 
Auf Montage
Mi, 22 Mai 2019 13:00:00 GMT - Er lebt im Zentrum von Irgendwo. Sein Blick aus Hotelzimmern fällt auf die grossen Städte dieser Welt. Der Aargauer Konrad Fellmann wollte nach dem Studium etwas sehen. Nun lebt er acht Monate im Jahr aus dem Koffer. Der Aargauer Konrad Fellmann wollte nach dem Studium etwas von der Welt sehen. Andere legen dafür ein Zwischenjahr ein. Der heute 28-jährige Elektrotechniker heuerte bei einem internationalen Medizintechnik-Unternehmen an und richtet seither Maschinen zwischen Belgien und Saudi-Arabien ein. In seinen ersten anderthalb Jahren im Globetrotter-Job war Fellmann beruflich in elf Ländern auf drei Kontinenten. Es ist ein gleichermassen unstetes und abgesichertes Leben. Dieser Rhythmus prägt. "Einmal Aserbaidschan reicht - ausser man schickt mich."  Baku. Meist weiss ich etwa zwei Wochen im Voraus, wohin es als nächstes gehen könnte. Das Visum kann ich bereits beantragen, aber ob ich dann wirklich reise, weiss ich es erst ein paar Tage davor. Nach dem Studium wollte ich ...
 
Szenario: GAU in Schweizer AKW und die Folgen für Europa
Di, 21 Mai 2019 15:00:00 GMT - Bis zu knapp 25 Millionen Strahlenopfer: Dies hätte ein GAU in einem der fünf Schweizer Atomkraftwerke in ganz Europa zur Folge. Schweizer Wissenschaftler haben untersucht, wie sich eine Kernschmelze auf die Gesundheit der Menschen aus unmittelbarer Umgebung auswirken könnte, aber ebenso auf die Bewohner des ganzen Kontinents. Im Zentrum der Studie, die am Dienstag in Bern vorgestellt wurde, stand die Frage, wie das Wetter und die örtliche Topographie die Verbreitung einer radioaktiven Wolke beeinflussen würden. Ein Beispiel: Hätte sich am 19. Januar 2017 ein schwerer Reaktorunfall im Atomkraftwerk Gösgen (im Mittelland zwischen Bern und Zürich gelegen) ereignet, hätte eine radioaktive Wolke einen Korridor Richtung Westen verseucht. Dies zeigt der folgende Clip. In der Studie untersuchten Frédéric-Paul Piguet und sein Team vom Genfer Institut Biosphère das Unfallrisiko in den fünf Schweizer Kernkraftwerken. Dazu zählt auch das Werk Beznau I, mit 50 Jahren der älteste ...
 
Kommen die Benimmregeln in Schweizer Zügen unter die Räder?
Mo, 20 Mai 2019 15:15:00 GMT - Steig ein, fahr an deinen Zielort, steig aus ? ohne jemanden zu schikanieren. Klingt einfach, ist es aber nicht. Das sagt eine Expertin für Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln auf einer Zugfahrt mit swissinfo.ch. Franziska von Grünigen schrieb unter dem Pseudonym "Katja Walder" ein Jahrzehnt lang Zeitungskolumnen über unangenehme Situationen, die sie als Pendlerin in der Schweiz beobachtete. Sie gehört zu den vier Millionen Personen, die durchschnittlich 15 Kilometer zurücklegen, um von zuhause zur Arbeit zu gelangen, davon 31% mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Kürzlich hat sie ein 180-seitiges Regelwerk mit Cartoons von Daniel Müller veröffentlicht, mit Musterbeispielen von Menschen, die sich in öffentlichen Verkehrsmitteln falsch verhalten. "Die Probleme beginnen, wenn sich jemand zu sehr wie bei sich zuhause fühlt", sagt sie. "Irgendwie ist der Zug eine Hybridzone zwischen dem Zuhause und dem Ziel." Dies manifestiert sich bei Menschen, die Dinge tun, mit denen sie ...
 
"Der Kuhhandel ist nicht der Goldstandard der Paketlösungen"
Mo, 20 Mai 2019 14:49:00 GMT - Es hat funktioniert: Zwar fanden viele Stimmende keinen Gefallen an der Verknüpfung von Unternehmenssteuern und Altersvorsorge. Doch die Dringlichkeit der Vorlagen hat gegenüber der Skepsis angesichtsdes so genannten Kuhhandels überwogen. Das ergab die Nachwahlbefragung des Forschungsinstituts gfs.bern. 66,4% oder zwei Drittel Ja: Das klare Verdikt von Herr und Frau Schweizer vom Sonntag zur Paketlösung war ein Vertrauensvotum in die Schweizer Behörden. Dies zeigt die Nachwahlbefragung des Forschungsinstituts gfs.bern. Bei der online-Befragung haben zwischen dem 17. und dem 19. Mai 4342 Schweizer Stimmberechtigte mitgemacht. Zwar habe der Kuhhandel keinen Enthusiasmus ausgelöst, denn eine Mehrheit der Befragten hätten sich keinen solchen gewünscht, sagt Urs Bieri, Co-Leiter des Forschungsinstituts gfs.bern. Aber es habe inhaltliche Akzeptanz gegeben. "In der Abwägung zwischen der Dringlichkeit von Lösungen und dem Kuhhandel als demokratischem Problem hat erstere vor dem ...
 
Die grosse Angst in den Bergen
Mo, 20 Mai 2019 09:45:00 GMT - 13 Jahre nach einem verheerenden Murgang, ausgelöst durch starke Niederschläge, trifft sich eine Gruppe von Auslandkorrespondenten in der Schweiz am Ort des Geschehens oberhalb von Martigny im Kanton Wallis
 
Schweiz schafft Steuerprivilegien für internationale Unternehmen ab
So, 19 Mai 2019 14:49:00 GMT - Die Steuerprivilegien für internationale Unternehmen werden in der Schweiz abgeschafft. Das Stimmvolk nimmt die AHV-Steuer-Vorlage mit 66,4% der Stimmen an. Die Kantone erhalten die Möglichkeit, den Firmen neue Steuererleichterungen zu gewähren. Als Ausgleich zu dieser Entlastung der Unternehmen erhält die AHV eine Zusatzfinanzierung von zwei Milliarden Franken jährlich. Das Abstimmungsresultat werde auch die Beziehungen mit der EU verbessern, sagte Bundespräsident Ueli Maurer am Sonntagnachmittag vor den Medien. In Brüssel werde man bestimmt zur Kenntnis nehmen, dass die Schweiz manchmal etwas länger brauche, aber pragmatische Entscheide fällen könne. Für Maurer endet heute eine brenzlige Situation mit dem Ausland. Es drohen vorerst keine grauen oder schwarzen Listen für Steueroasen der OECD. Der mehr als zehn Jahre andauernde, internationale Druck ist fürs Erste abgewehrt. Das deutliche Ja sei ein wichtiges Signal bezüglich Sicherheit und Planbarkeit für den ...
 
Unternehmenssteuern, Rentensicherung, Waffen: Darüber stimmen die Schweizer ab
Sa, 18 Mai 2019 14:00:00 GMT - Am Sonntag befindet das Schweizer Stimmvolk an der Urne über zwei Anpassungen von Schweizer Praktiken an internationale Normen. Konkret geht es um die EU-Waffenrichtlinie zur Eindämmung gefährlicher Waffen mit Serienfeuer und Steuererleichterungen für Unternehmen. Mit Letzteren verknüpft ist die finanzielle Sicherung der Altersversicherung (AHV). Am Abstimmungssonntag geht es gleich zweimal um Essenzielles: Einerseits um die Leidenschaft von Schweizerinnen und Schweizer für ihre Schusswaffen, andererseits um die Verteidigung der guten Position der Schweiz im internationalen Steuerwettbewerb um die Gunst von multinationalen Unternehmen. Beide Vorlagen sind eine direkte Folge der Globalisierung: Die internationalen Standards haben sich weiterentwickelt, und die Schweiz muss ihre Praktiken anpassen, will sie weiterhin gute Beziehungen zu ihren Nachbarn unterhalten. Die anstehenden Veränderungen scheinen die Menschen in der Schweiz nicht zu verunsichern. Im Gegenteil: Umfragen ...
 
"Wir können nicht mehr nur in der Schweiz auf Kunden warten"
Do, 16 Mai 2019 12:00:00 GMT - Die Ära des Bankgeheimnisses ist für den Schweizer Finanzplatz längst Vergangenheit. Doch auch ohne diesen "Konkurrenzvorteil" schaffen es die Schweizer Banken wieder, ausländische Kundengelder anzuziehen. Wie erklärt sich Pascal Gentinetta, Direktor der Vereinigung der Vermögensverwalter, diesen Erfolg? Das letzte Jahrzehnt war eine schwere Prüfung für den Schweizer Bankenplatz. Einerseits haben die Angriffe gegen das Bankgeheimnis, Ermittlungen und Gerichtsverfahren, Skandale und Rekordbussen dem Image der Schweizer Banken geschadet. Andererseits setzte auch die Finanzkrise dem Bankensektor zu und schwächte dessen Bedeutung für die Volkswirtschaft. Zwischen 2007 und 2017 sank der Beitrag des Finanzplatzes zur Wertschöpfung und damit zum Bruttoinland-Produkt (BIP) um 17%, während das BIP um 16% zunahm. Nach jahrzehntelangem Anstieg verringerte sich auch die Zahl der Bankmitarbeitenden. Der Sektor beschäftigt in der Schweiz nur noch 3,5% der Erwerbstätigen. Trotzdem bleibt der ...
 
Was soll die Schweiz vertreten ? Wirtschaft oder Werte?
Di, 14 Mai 2019 06:00:00 GMT - Die Schweiz beruft sich gerne auf ihre humanitäre Tradition. Sie hat aber auch Wirtschaftsinteressen. Immer wieder kommt es deshalb zu Interessenkonflikten, was gerade in jüngster Zeit deutlich wurde. swissinfo.ch wollte von den fünf grössten Parteien des Landes wissen, worauf die Schweiz im Zweifelsfall setzen soll. Im vergangenen Sommer hatte sich der Bundesrat ? auf Wunsch der Schweizer Rüstungsindustrie ? für eine erleichterte Ausfuhr von Kriegsmaterial in Bürgerkriegsländer ausgesprochen. Er begründete seinen Entscheid mit wirtschaftlichen Überlegungen: Heimische Rüstungsfirmen überlebten langfristig nur, wenn für sie die gleichen Regeln gälten, wie für ihre europäischen Konkurrenten. Der Entscheid sorgte im Inland für heftige Kritik. Medienberichte, wonach Schweizer Waffen in Syrien und im Jemen zum Einsatz kamen, feuerten die Debatte zusätzlich an. Der Bundesrat zog seinen Entscheid schliesslich zurück. Dennoch lancierte eine überparteiliche Allianz mit Unterstützerinnen ...
 
Der Flughafen Zürich und das Gepäck der Weltenbummler
So, 12 Mai 2019 09:00:00 GMT - Hinter den Kulissen des Flughafens Zürich sorgt die Gepäckabfertigung dafür, dass die Koffer der Passagiere sicher ans Ziel gelangen. Erleben Sie hier in Bild und Ton diesen straff geführten Betrieb. Es ist ein heller und sonniger Morgen in Zürich. Neben aufheulenden Triebwerken sticht der Lärm von Transportmaschinen aller Art hervor. Zwischen den Starts und Landungen ist die Bodencrew im Einsatz. Sie bereitet sich auf die Ankunft eines Flugzeugs der Schweizer Fluggesellschaft Swiss vor. Das Team steht für einen sogenannten FOD-Check bereit  ? einen 'Foreign Object Debris' (Kontrolle der Fremdgegenstände). Als das Flugzeug auf dem Vorplatz zum Stillstand kommt, werden Keile vor die Flugzeugräder geklemmt und Strom vom Hauptgebäude aus zugeführt. Das Team trägt Schutzkleidung und wartet, bis die Triebwerke abgeschaltet sind. Dann wird das Flugzeug gesichert und mit Kegeln markiert. Erst wenn der Supervisor alle relevanten Ankunftskontrollen genehmigt hat, können die Passagiere ...
 
Wenn die Schweiz ihre Arbeitslosen nach Deutschland schickt
Fr, 10 Mai 2019 14:30:00 GMT - Mehrere Deutschschweizer Kantone ermutigen ihre Arbeitslosen, sich auf der anderen Seite der Grenze nach Arbeit umzuschauen. Die Betroffenen zeigen sich irritiert. Die Gewerkschaften reagieren besorgt. "Wohnen in der Schweiz ? Arbeiten als Grenzgänger in Deutschland." So betitelte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Basel-Stadt die Einladung zu einem Informationsanlass. Das Ziel: Das Bewusstsein für die Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarkts schärfen und lernen, wie man eine Bewerbungsmappe schreibt, welche die Aufmerksamkeit eines potenziellen Arbeitgebers auf der anderen Seite des Rheins auf sich ziehen kann. "Es handelt sich um einen Informationsanlass, der sich an freiwillig interessierte Stellensuchende richtet, die ihre Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt erweitern wollen", antwortete das AWA auf eine Anfrage der Tageszeitung Blick, die Anfang dieser Woche darüber berichtete. Das AWA ergänzte aber, die Einladung sei "vornehmlich an Personen Ü50" ...
 
Die Schweiz profitiert am meisten vom EU-Binnenmarkt
Fr, 10 Mai 2019 13:00:00 GMT - Der Binnenmarkt ist Europas "Wohlstandsmotor". Das ist das Ergebnis der Studie einer deutschen Stiftung. Am meisten davon profitiert allerdings ein Nicht-EU-Land ? die Schweiz. 840 Euro mehr Einkommen pro Jahr. Das bringt die Mitgliedschaft eines Landes in der grössten Wirtschaftszone der Welt jeder einzelnen Person, die in einem EU-Mitgliedstaat oder einem der drei Länder der Europäischen Freihandelsassoziation (Schweiz, Island und Norwegen) lebt, im Durchschnitt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Sie wurde am Vorabend des EU-Sondergipfels im rumänischen Sibiu und zwei Wochen vor den Europawahlen publiziert. Gemäss der Studie ist die Schweiz ? mit der EU durch eine Reihe von bilateralen Abkommen verbunden ? jenes Land, das am meisten vom Binnenmarkt profitiert: Schweizerinnen und Schweizer verdienen deswegen im Durchschnitt 2914 Euro mehr pro Jahr. An zweiter Stelle liegt Luxemburg (2834 Euro), gefolgt von Irland (1894 Euro) und den ...
 
Schweizer Bank war an 100-Millionen-Betrug beteiligt
Do, 9 Mai 2019 12:30:00 GMT - Allseas mit Sitz im Kanton Freiburg ist bekannt dafür, eines der grössten Schiffe der Welt gechartert zu haben und Opfer eines Betrugs geworden zu sein, der eines Hollywood-Drehbuchs würdig ist. Die Schweizer Tochtergesellschaft einer liechtensteinischen Bank wird nun für diesen ausserordentlichen Fall mitverantwortlich gemacht. Ähnlich einem Szenario aus dem Spielfilm "Ocean's Eleven" gelang es einer Gruppe gerissener Gauner 2011, 100 Millionen Euro von der Schweizer Ölgesellschaft Allseas Group SA mit Sitz in Châtel-Saint-Denis zu erschwindeln. Ein pharaonisches Projekt Im Jahr 2011 hatte die Allseas Group SA ehrgeizige Pläne: den Bau eines gigantischen Katamaran-Schiffs, das Ölplattformen erreichen und aus dem Wasser heben kann, um sie auf offener See zu reparieren. Die Projektkosten wurden damals auf 1,3 Mrd. Euro geschätzt. Das Unternehmen verfügte über 100 Millionen Euro und wollte zusätzliche Mittel für die Durchführung seines Projekts aufbringen. In der Folge wurde es ...
 
Hollywood ruft, die Schweiz kommt
Mi, 8 Mai 2019 11:00:00 GMT - Die US-Millionenmetropole in Kalifornien hat eine magische Anziehungskraft auf Filmschaffende und Künstler. Die TV-Sendung "Glanz & Gloria" SRF hat sechs Auslandschweizerinnen und -schweizer vorgestellt, die in Los Angeles ihr Ziel verfolgen. Blanda Eggenschwiler ? Grafikdesignerin und Künstlerin Einst kam die Zürcherin in die USA, um Grafikdesign zu studieren. Gleich nach ihrem Abschluss fand Blanda Eggenschwiler einen Job als Art Director bei der renommierten Zeitung "New York Times". Doch sie wollte mehr. Heute lebt die 33-Jährige in Los Angeles und ist eine angesagte Künstlerin. Kim und Florine Nüesch ? Filmemacherinnen Die beiden Schwestern wussten schon immer, dass sie Filmemacherinnen werden wollen. Als kleine Mädchen drehten die St. Gallerinnen Kim und Florine Nüesch ihre ersten Filme. Heute sind sie 26 und 28 Jahre alt und erfolgreich. Für den Kurzfilm "Forget Me Not" haben sie in Cannes beim Young Director Award den Silver Award gewonnen, der wohl wichtigste Preis ...
 
Unternehmenssteuer: Den Wettlauf nach unten bremsen
Di, 7 Mai 2019 14:30:00 GMT - Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 19. Mai über eine komplexe Reform der Unternehmensbesteuerung. Wie passt diese zu den internationalen Bemühungen, gegen die Steuerhinterziehung vorzugehen? Tod und Steuern sind die einzigen Sicherheiten des Lebens, sagt man. Grosse multinationale Unternehmen setzen viel daran, letztere zu minimieren. Infolgedessen verlieren die nationalen Finanzministerien weltweit jedes Jahr rund 100 bis 245 Milliarden Franken an Einnahmen, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Andere Schätzungen gehen sogar noch weiter. Die Financial Times berichtete im vergangenen Jahr, dass multinationale Unternehmen heute weniger Steuern zahlen als vor der Finanzkrise 2008. Die Reform der Unternehmenssteuer in der Schweiz ist ein Beispiel dafür, was die Länder zu tun versuchen, um die Praktiken von Unternehmen in einer komplexen, globalisierten Welt zu ändern. Harmonisierung Ein Grossteil der Reformimpulse kommt von der OECD.
 
Die Schweiz, das Wasserschloss Europas ? wie lange noch?
Di, 7 Mai 2019 12:00:00 GMT - Das Dorf Enges im Kanton Neuenburg hat den Bau neuer Häuser verboten. Der Grund: Es gibt nicht genügend Trinkwasser. Laut einem Experten ist das eine "intelligente" Entscheidung, der auch andere Gemeinden folgen sollten. Rund 1500 Seen, 890 km2 Gletscher und unzählige Flüsse und Bäche: Die Schweiz sollte als Wasserschloss Europas eigentlich keine Probleme mit der Wasserversorgung haben. Stellenweise sind Einwohner und Bauern aber regelmässig mit Wassermangel konfrontiert. Dieses Phänomen wird durch den Klimawandel und die prognostizierte Reduktion von Sommerregenfällen zunehmen. Die kleine Neuenburger Gemeinde Enges mit 270 Einwohnern sorgt also vor. Mitte April beschlossen die Behörden, ein Wohnprojekt für 140 Personen zu blockieren und den Bau neuer Häuser für mindestens die nächsten zwei Jahre zu verbieten. Der Grund: der Mangel an Trinkwasser. Enges liegt wenige Kilometer vom Neuenburger- und Bielersee entfernt, aber auf 800 Metern Höhe. Die Gemeinde verfügt nur über eine ...
 
Die Schweiz, eine Insel des 5G-Widerstands
Mo, 6 Mai 2019 14:45:00 GMT - Während die Werbung blüht, die Antennen spriessen und neue Telefone entstehen, wehren sich unbeugsame Schweizer und Schweizerinnen gegen die Ankunft von 5G. Ein Widerstand, wie ihn scheinbar kein anderes Land kennt. "Wir lehnen 5G nicht grundsätzlich ab. Wir sagen, dass wir zum heutigen Zeitpunkt nicht über genügend Informationen verfügen, bezüglich möglicher Auswirkungen dieser Technologie auf die Gesundheit", sagt Alberto Mocchi, Präsident der Grünen Partei des Kantons Waadt. Seine Partei hat einen Leitfaden (in Französisch) veröffentlicht, der Gemeinden und Einzelpersonen helfen soll, Einspruch gegen den Bau der neuen 5G-Antennen zu erheben. Diese Aktion gegen 5G ist bei weitem nicht die einzige: Mitte April ergab eine Umfrage der französischsprachigen Zeitschrift L'Illustré, dass 65% der Westschweizer befürchten, 5G-Strahlen beeinträchtigten ihre Gesundheit. Auf nationaler Ebene liegt der Anteil bei 54%, wobei die Deutschschweizer weniger Vorbehalte zu haben scheinen. Aber ...
 
Die Technologie hinter Bitcoin und Blockchain
Do, 2 Mai 2019 12:41:13 GMT - Für einige ist es viel heisse Luft. Andere sehen darin eine revolutionäre Technologie, welche die Art und Weise verändern wird, wie wir fast alles austauschen, was einen Wert hat. Was ist Distributed Ledger Technology (DLT), wie funktioniert es, und wer wird davon profitieren? In dieser Animation trennen wir Fakten von Fiktion und helfen Ihnen, hinter die Kulissen zu schauen. Zuerst diente DLT als Grundlage von Kryptowährungen wie Bitcoin. In den letzten zehn Jahren hat sich die Technologie weiterentwickelt und eine ganze Reihe weiterer Anwendungen abgedeckt. Blockchain, die bekannteste Anwendung von DLT, wird von einigen als die Technologie der Zukunft gelobt und von anderen als Instrument für Betrug und Geldwäsche verspottet. Es ermöglicht Gruppen von Menschen, Daten sicher und ohne Vermittler wie Banken oder Anwälte zu speichern und zu transferieren. Befürworter der Technologie sagen, dass damit auch Kosten gespart und Transaktionen beschleunigt werden können. Es wird ...
 
In Genf soll der Handel mit Kunststoffabfällen reguliert werden
Mi, 1 Mai 2019 14:00:00 GMT - Experten aus über 180 Ländern treffen sich in Genf, um zu diskutieren, wie der globale Handel mit rezyklierbaren Kunststoffen besser gesteuert werden kann. Marco Buletti, ein Umweltspezialist der Schweizer Regierung, ist zuversichtlich, dass eine Lösung in Reichweite ist. Vom 29. April bis 10. Mai treffen sich in Genf die Vertragsstaaten des Basler Übereinkommens. Es ist der wichtigste globale Vertrag zur Regelung des grenzüberschreitenden Transports gefährlicher Abfälle. Experten der Vertragsstaaten wollen sich über eine bessere Kontrolle des weltweiten Handels mit Kunststoffabfällen einigen. Sollte ein für nächste Woche traktandierter Vorschlag Norwegens angenommen werden, müssten Exporteure von Kunststoffabfällen vorher eine Genehmigung des Einfuhrlandes einholen und diesem detaillierte Informationen über das Volumen und die Art der betreffenden Abfälle liefern. Dreifach-Treffen Die vierzehnte Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Basler Übereinkommens findet in Genf ...
 


Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
Einladung zur Mehr-Tages-Fahrt nach Flandern (Belgien), Antwerpen, Gent und Brügge
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