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Coronavirus: "So erlebe ich mein Bern in dieser Zeit" - Teil 4
Do, 26 Mär 2020 10:30:00 GMT - "Die Bedrohung ist real, und das macht Angst. Was jetzt zählt, sind Rücksicht, Vorsicht und gesunder Menschenverstand", sagt Gaby Ochsenbein. Die frühpensionierte ehemalige Redaktorin von swissinfo.ch schreibt in dieser beispiellosen Zeit über ihre Beobachtungen und Fragen ? aus persönlicher Sicht. Bevölkerung und politische Parteien, ob links oder rechts, haben den vom Bundesrat verordneten  Lockdown grosso modo akzeptiert. Aufgemuckt wird kaum, und das ist erstaunlich. Sukzessive wurde in den letzten zwei Wochen die ganze Nation auf die Corona-Krise und die Einschränkungen im öffentlichen Leben eingeschworen. Der Appell, Abstand zu halten und wenn immer möglich zu Hause zu bleiben, wurde Tag für Tag dringlicher, die Behörden-Stimmen ernster, bis auch der Hinterletzte begriff: Die Lage ist ernst. Die Schweiz kann übrigens froh sein um ihren nationalen Corona-Experten Daniel Koch. Mit seiner unaufgeregten Redensart ist er der perfekte Botschafter und dürfte im Beliebtheitsgrad ...
 
Er ist die Ruhe im Corona-Sturm - aber nicht nur beliebt
Mi, 25 Mär 2020 16:00:00 GMT - Von den Deutschschweizern gelobt, im Tessin und der Westschweiz kritisiert. Daniel Koch ist das Gesicht der Schweiz im Kampf gegen das Coronavirus. Unermüdlich gestaltet und erklärt er die Strategie der Regierung. Ein Portrait. Eine Krise kann eine der Öffentlichkeit bisher unbekannte Figur ins Rampenlicht rücken. In der Schweiz ist dies der Fall von Daniel Koch, unserem "Herrn Coronavirus", Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Sein Gesicht ist nun in den Stuben aller Schweizer Bürger und Bürgerinnen, die ihre Augen auf den Fernseher richten, um die Entwicklung der Pandemie zu verfolgen. Koch ist die Brücke zwischen den eigenen vier Wänden und der Aussenwelt, er ist Gesprächspartner der Journalisten und die Stimme mit der schweren Aufgabe, den rasanten Anstieg der Zahl der Covid-19-Infektionen täglich zu verkünden. Er ist es, der an der Front steht, um die Linie der Regierung zu verteidigen: keine totale Ausgangssperre, sondern ...
 
Kinderpsychologin: "Unsere Isolation ist eine Luxus-Isolation"
Mi, 25 Mär 2020 07:52:00 GMT - Die Covid-19-Pandemie hat das Alltagsleben von Millionen Menschen durcheinandergebracht. Das verursacht nicht nur praktische Probleme, sondern kann auch Ängste und Sorgen auslösen. Besonders betroffen sind die Kinder. Die Einschätzung einer Kinderpsychologin. Es ist ein schöner Frühlingstag, draussen ist es sonnig, im Garten umschwirren die Bienen gierig die frisch aufgesprungenen Blüten des wilden Pflaumenbaums. Meine siebenjährige Tochter möchte unbedingt mit ihren Freunden draussen spielen gehen. Ich frage sie, mit wem sie sich treffen möchte, und erinnere sie daran, dass es besser wäre, den Kontakt zu vermeiden. Das kommt nicht gut an: Sie schliesst sich in ihrem Zimmer ein, nicht ohne vorher die Tür zuzuknallen. Szenen wie diese spielen sich vermutlich heutzutage in vielen Schweizer Familien ab. Die Eltern wissen oft weder ein noch aus. In der Whatsapp-Gruppe im Berner Stadtteil, in dem ich wohne, sind die Meinungen geteilt: Manche finden, man könne den Kindern nicht ...
 
Zivilgesellschaft wendet sich gegen Autokraten
Di, 24 Mär 2020 12:00:00 GMT - 2019 haben erstmals seit fast zwei Jahrzehnten wieder mehr Menschen unter einem autokratischen Regime gelebt als in einer Demokratie. 2019 ist aber auch das "Jahr des globalen Protests für Demokratie". Dies zeigt der neue V-Dem-Jahresbericht, der umfassendste internationale Demokratievergleich. Das macht Mut: Der Index für pro-demokratische Proteste befindet sich auf einem Allzeithoch. 2019 demonstrierten in Hong Kong grosse Massen an Menschen für mehr Demokratie. In Teheran auch. Ebenso in Warschau. Oder in Santiago de Chile. Überall wandte sich die Zivilgesellschaft gegen das autokratische Regime vor Ort. Sie forderte Pressefreiheit, verlangte mehr Möglichkeiten der politischen Partizipation und trat für die strikte Einhaltung von Menschenrechten ein. Der Aufstand von unten verstärkte sich wieder. 2019 sogar häufiger und intensiver als beim Fall der Sowjetunion oder während des Arabischen Frühlings, wie das V-Dem Institut der Universität Göteborg in seinem Bericht festhält.
 
Als Zermatt von einer tödlichen Typhus-Epidemie heimgesucht wurde
Do, 19 Mär 2020 12:00:00 GMT - Lange vor Covid-19, im Jahr 1963, wurde der Walliser Ferienort Zermatt von einer Typhus-Epidemie heimgesucht. 437 Menschen erkrankten, drei von ihnen starben. Daraufhin schlossen Hotels, Bars, Restaurants und Skipisten.  Es war zwar nicht das Coronavirus, doch auch diese Krankheit ist heimtückisch. Typhus ist eine bakterielle Erkrankung, die sich durch hohes Fieber äussert und die Organe befällt. Krankheitserreger finden sich im Stuhl oder im Urin. Die einst sehr hohe Sterblichkeitsrate (10 bis 30%) konnte dank Antibiotika glücklicherweise auf nur 1% gesenkt werden. Die Inkubationszeit dauert mehrere Wochen und die Symptome sind denen einer saisonalen Grippe ziemlich ähnlich. In Zermatt belegten am Freitag, 15. März 1963, 7000 Urlauber Hotels und Unterkünfte, als die Behörden in ihrer Pressemitteilung Folgendes kommunizierten: Zwei Fälle von Typhus wurden entdeckt. Die britischen Sonntagszeitungen berichteten von einem Dutzend repatriierter Patienten. 40 Verdachtsfälle wurden vor ...
 
"Die ganze Welt schreit nach unseren Beatmungsgeräten"
Mo, 16 Mär 2020 15:47:00 GMT - Beatmungsgeräte gehören zu den Produkten, die für Tausende Menschen über Leben und Tod entscheiden. Weltweiter Marktführer ist die Schweizer Firma Hamilton. Sie unternimmt alles Mögliche, um den Bedarf wenigstens dort zu decken, wo die Not am grössten ist, sagt der CEO. Das Medizinal-Unternehmen Hamilton Bonaduz AG im Kanton Graubünden produziert Beatmungsgeräte, die in Spitälern auf der Intensivstation zum Einsatz kommen. Besonders die neueste Generation dieser Geräte war schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie weltweit gefragt. Aber nun explodiert die Nachfrage förmlich. Obwohl die Bündner Firma alles unternimmt, um die Kapazitäten zu erhöhen, könne sie den Bedarf nicht decken, sagt CEO Andreas Wieland gegenüber swissinfo.ch. swissinfo.ch: Um wie viel ist die Nachfrage wegen des Corona-Virus gestiegen? A.W.: Unsere Firma war schon vor der Pandemie sehr stark gewachsen. Im letzten Jahr um rund 20%, im Vorletzten Jahr um rund 30%. Aber jetzt ist die Nachfrage noch enorm viel ...
 
Coronavirus, Verantwortung und Verletzlichkeit
Mo, 16 Mär 2020 13:00:00 GMT - Die multidimensionale Krise, die durch die aktuelle globale Pandemie hervorgerufen wird, ist ein starker Indikator für die Gegenwart und unsere verletzliche Natur als Lebewesen. Zu diesem Schluss kommt der Schweizer Arzt und Ethiker Bertrand Kiefer in der von ihm geleiteten Revue Médicale Suisse. Seltsame Angst. Vergänglich, schwer fassbar, den Geist einer offenen Gesellschaft infizierend. Sie kommt aus der Antike und spricht von dem, was kommt. Die alte Welt: die der schrecklichen, launischen Epidemien ohne bekannte Ursache. Und das, was kommen wird: Der Mythos, der das Vertrauen und den Stolz der Moderne begründete, der Glaube an die Allmacht des Menschen über die Natur, bricht zusammen. Oder besser gesagt, die Idee, dass es einen gesicherten, endlosen Schutz gibt, bricht zusammen. Stattdessen stellen wir fest, dass wir unter anderen leben, zerbrechliche, einfache Subjekte der Ökosysteme. Unsere Epoche steht unter dem Zauber der Hypertechnologie, eingebettet in die ...
 
Wie Schweizer Ärzte die Triage bei Corona-Patienten vornehmen werden
Mo, 16 Mär 2020 10:30:00 GMT - In Italien sind die Intensivstationen so überlastet, dass das Spitalpersonal wie im Krieg entscheiden muss, wer eine Behandlung bekommt und wer sterben gelassen wird. Auch in der Schweiz könnte es bald so weit sein. Nach welchen Kriterien entscheiden Ärztinnen und Ärzte bei uns? Sollen in der Corona-Krise junge Kranke bevorzugt behandelt und ältere sterben gelassen werden? Sollen Mütter und Väter von kleinen Kindern zuerst an die Beatmungsmaschine kommen, damit keine Waisen zurückbleiben? Soll man einen 90-Jährigen gar nicht auf der Intensivstation pflegen, weil er ohnehin nicht mehr lange zu leben hat? Vor solchen schwierigen Fragen verzweifeln derzeit Mediziner und Medizinerinnen in Italien. Im Nachbarland kann nur noch jeder vierte Patient, der eine künstliche Beatmung braucht, an eine Maschine angeschlossen werden. Deswegen geben Ärzte manche Patienten auf und behandeln sie nur noch palliativ. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) schätzt ...
 
Wie Schweizer Wissenschaftler versuchen, Deepfakes zu erkennen
Mi, 11 Mär 2020 08:24:00 GMT - Mit Hilfe der KI, also der künstlichen Intelligenz, werden gefälschte Fotos und Videos immer raffinierter. Wie beurteilen Schweizer Experten die Risiken dieser so genannten Deepfakes? Und wie weit sind sie mit der Entwicklung von Detektoren? In einem Computerlabor auf dem riesigen Campus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) betrachtet ein kleines Team von Ingenieuren das Bild eines lächelnden, bebrillten Mannes mit heller Hautfarbe und dunklen Locken. "Ja, das ist gut", sagt der leitende Forscher Touradj Ebrahimi, der mit dem Mann auf dem Bildschirm eine gewisse Ähnlichkeit hat. Das Team hat Bilder von Ebrahimis Gesicht mit Online-Bildern des Tesla-Gründers Elon Musk manipuliert, um Deepfakes, also Fotos und Videos herzustellen, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz gefälscht werden. Es ist eine von vielen gefälschten Illustrationen ? einige realistischer als andere ?, die Ebrahimis Team bei der Entwicklung von Software zusammen mit der ...
 
"Swiss-Made"-Filter zur Reduzierung der Schadstoffemissionen von Schiffen
Mo, 9 Mär 2020 10:50:00 GMT - Grosse Kreuzfahrtschiffe und Frachtschiffe gehören zu den schlimmsten Umweltverschmutzern der Welt. Das Schweizer Startup-Unternehmen Daphne Technology hat einen Filter entwickelt, um deren schädliche Emissionen drastisch zu senken und die ausgestossenen Gase in Dünger umzuwandeln. Eine Weltneuheit. "Bis vor kurzem erregten Emissionen der Schifffahrt kaum Aufmerksamkeit, weil Schiffe für die meisten Menschen nicht sichtbar sind. 90% der Zeit sind sie auf hoher See und kaum jemand sieht sie. Die Schifffahrtsindustrie liegt deshalb weit hinter der Automobilindustrie, die seit langem gezwungen ist, ihre Emissionen zu reduzieren", sagt Mario Michan, Direktor von Daphne Technology. Ein grosses Kreuzfahrtschiff oder ein Frachtschiff verbraucht zwischen 150 und 300 Tonnen Treibstoff pro Tag. Dabei handelt es sich um den schmutzigsten fossilen Brennstoff, der bei der Ölraffinierung erzeugt wird. Dieses Rohöl ist ein schweres, zähflüssiges Altöl, das hinter der Herstellung von Benzin, ...
 
Schweizer Forscher im Wettlauf gegen das Coronavirus
Di, 3 Mär 2020 14:00:00 GMT - So rasch wie möglich einen Impfstoff gegen Covid-19 finden: Daran sind auch Schweizer Forschende interessiert. Einerseits der Nobelpreisträger Jacques Dubochet mit seiner ultrapräzisen elektronischen Bildgebungstechnik, andererseits ein Team der Universität Bern mit einem synthetischen Klon des Virus. In nur einem Monat haben Forschende der Universität Texas ein Schlüsselprotein des Virus identifiziert, das derzeit weltweit im Umlauf ist. Ihre Ergebnisse sind der Arbeit des Schweizers Jacques Dubochet zu verdanken. Sie wurden in der Zeitschrift Science veröffentlicht. Es ist damit das erste Mal, dass die Kryo-Elektronenmikroskopie ? jene Technik, die der Waadtländer mit seinen Kollegen Joachim Frank und Richard Henderson entwickelt hat und für die er 2017 den Nobelpreis für Chemie erhielt ? zu solch spektakulären Ergebnissen führte. Revolutionäre Technik Wie funktioniert die Kryo-Elektronenmikroskopie? Im Gegensatz zum herkömmlichen Lichtmikroskop untersucht ein ...
 
Sie brachte das Fernsehen ins Internet
So, 1 Mär 2020 10:00:00 GMT - Bea Knecht ist sich bereits 1990 sicher: Mit schnellen Computern werden wir über das Internet einst fernsehen. Die Aargauerin gründet 2005 die Firma Zattoo in San Francisco, 2006 in der Schweiz, 2007 in Deutschland. Knecht ist die elfte Schweizer Digitalpionierin, die wir in unserer Serie Swiss Digital Pioneers porträtieren. Zattoo-Gründerin Bea Knecht wirkt entspannt, als die Skype-Verbindung endlich klappt. Sie sitzt in San Francisco und absolviert am Donnerstagmorgen eine Reihe von Calls. In der Schweiz ist es bereits Abend. Die spätere Digital-TV-Pionierin mit Wohnsitzen in Zürich, San Francisco und Berlin ist im Kanton Aargau aufgewachsen. Bis Knecht 17 Jahre alt ist, lebt sie in Windisch. In der Schule mag sie alle Fächer von Geschichte bis Physik. Geometrie fällt ihr besonders leicht. Rückblickend sagt Knecht: "Geometrie war für mich so einfach, dass ich dachte, es sei gar kein richtiges Fach." Vision: Der Supercomputer als TV Probleme mit dem Buchhaltungssystem des ...
 
Warum die Idee vom Gratis-ÖV in der Schweiz nicht ankommt
Do, 27 Feb 2020 10:00:00 GMT - Weniger CO2-Ausstoss, weniger Staus. Das versprechen sich Promotoren für einen unentgeltlichen öffentlichen Verkehr. Wie realistisch sind solche Vorstösse in der Schweiz? Einfach einsteigen nach Lust und Laune. Keine Automaten, keine Billette, keine Kontrollen mehr. Wer träumt nicht manchmal davon, wenn wieder mal die Zeit vor dem Billettautomaten knapp wird oder das Handy beim Ticketkauf eine wacklige Verbindung hat. In Luxemburg wird diese Vision ab 1. März 2020 Realität. Das Land will seine notorischen Staus entschärfen und CO2-Emissionen reduzieren. Luxemburg, das zweitkleinste EU-Mitgliedsland, ist rund 16 Mal kleiner als die Schweiz, also kaum vergleichbar. Doch auch hier wird das Thema in letzter Zeit wieder vermehrt diskutiert. Die beste aller Möglichkeiten? Ein vehementer Vorkämpfer für kostenfreien öffentlichen Verkehr (ÖV) ist Cédric Wermuth. Der Politiker kandidiert gegenwärtig für das Co-Präsidium der Sozialdemokratischen Partei (SP). Er hat eine Vision, wie er ...
 
Die SBB sammelt immer mehr Kundendaten
Di, 25 Feb 2020 14:30:00 GMT - Die SBB sitzt auf einer digitalen Goldgrube und verdient damit Geld. Der Datenschützer sowie Software-Experten zeigen sich beunruhigt. Die SBB-App ist ein Renner: Vor dem Einsteigen in den Zug den Schalter auf dem Handy nach rechts schieben ? und das Billett läuft. Rund 500'000 Personen haben sich bereits für "EasyRide" registriert. Die Funktion ist seit letztem November Teil der SBB-App.  Ist sie eingeschaltet, teilt das Handy der SBB die Position mit. Wenn am Ankunftsort der Schalter zurückgeschoben wird, berechnet das System den günstigsten Billettpreis für die gefahrene Strecke. Bequem für den Kunden ? und äussert spannend für die SBB. Heikle Mobilitätsdaten Daten sind das Gold der Neuzeit ? und Bewegungsdaten sind besonders wertvoll. Am Bewegungsverhalten lassen sich viele Merkmale und Gewohnheiten einer Person ablesen. Zusammen mit den Daten, welche die SBB ohnehin von 3,7 Millionen SwissPass-Besitzern hat ? Name, Geschlecht, Alter, Wohnadresse, Telefonnummer ? ergibt ...
 
Schweizer Zeitzeugen der Yanomami-Kultur
Sa, 22 Feb 2020 10:00:00 GMT - Die Fondation Cartier für zeitgenössische Kunst in Paris widmet der Schweizer Fotografin Claudia Andujar eine grosse Ausstellung. In den 1960er-Jahren hatte sich ihr Weg mit dem des Genfers René Fuerst gekreuzt, der ihre Aufmerksamkeit für die Yanomami im Amazonas-Regenwald weckte. 1974: Claudia Andujar kehrt nach ihrem ersten Besuch drei Jahre zuvor in das Gebiet der Yanomami zurück. Sie hatte alles für einen langen Aufenthalt geplant, einschliesslich etwa hundert Filme, in Styroporkisten verpackt, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Das war eine gute Idee, denn in dieser Ecke des Amazonas regnet es in Strömen; ihr Tonbandgerät und die schöne Hängematte, die sie in Sao Paulo gekauft hatte, werden klatschnass. Nach Paris wird die dem Werk von Claudia Andujar über die Yanomami gewidmete Ausstellung vom 6. Juni bis zum 23. August 2020 im Fotomuseum in Winterthur gezeigt. Lesetipp: Yanomami, premiers et derniers Amazoniens, von René Fuerst, erschienen bei Editions 5 Continents. ...
 
Frauen sollen mehr Platz in der Wissenschaft erhalten
Di, 11 Feb 2020 15:00:00 GMT - Auch in der Schweiz sind wissenschaftliche Karrieren für Frauen immer noch schwieriger. Die Vereinten Nationen haben den 11. Februar zum internationalen Tag der Frauen in der Wissenschaft erklärt. "Die Welt darf sich das Potenzial, die Intelligenz, die Kreativität dieser tausenden Frauen, die Opfer von anhaltender Ungleichheit oder Vorurteilen sind, nicht entgehen lassen. (?) Die Menschheit kann dabei nur gewinnen, wie auch die Wissenschaft", schreibt Audrey Azoulay, Generaldirektorin der Unesco, zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft 2020. Laut der UNO-Organisation sind weltweit gegenwärtig weniger als 30% der Forschenden Frauen. Und weniger als ein Drittel der Universitäts-Abgängerinnen wählen Fächer aus dem so genannten Mint-Bereich (Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen, Mathematik). Und in der Schweiz? In diesen Sektoren schneidet die Schweiz nicht unbedingt besser ab als andere Länder, wie der Bericht She Figures 2018 der Europäischen ...
 
Mit Schweizer Pass in Hitlers Todeslagern
Mo, 10 Feb 2020 10:02:00 GMT - Mindestens 391 Schweizerinnen und Schweizer waren in Konzentrationslagern der Nazis inhaftiert, viele von ihnen Auslandschweizer. Das belegt ein historisches Sachbuch, in dem drei Journalisten erstmals die Schicksale der Schweizer KZ-Häftlinge beleuchten. Es ist der 10. Februar 1944, als die junge Mutter Marcelle Giudici-Foks mit der Eisenbahn ins Konzentrationslager Auschwitz transportiert wird. Die Gestapo im besetzten Frankreich hat sie mit über tausend anderen Jüdinnen und Juden in Viehwaggons zusammengepfercht. Marcelle, eine lebensfrohe Tanzlehrerin aus Royan an der Atlantikküste, ist mit dem Auslandschweizer Jean Giudici verheiratet und dadurch Schweizerin geworden. Jeans Eltern entflohen bitterer Armut im Tessin und versuchen ihr Glück als Waffelbäcker in Frankreich. Als es für die Juden in Frankreich ab 1942 wegen einsetzender Massendeportationen gefährlich wird, erwägen Marcelle und Jean die Ausreise in die sichere Schweiz. Doch weil Marcelle hochschwanger ist, sehen ...
 
Verlorene Welt der Biodiversität in den Schweizer Alpen
Sa, 8 Feb 2020 10:00:00 GMT - Menschliche Siedlungen und Landwirtschaft haben die alpine Landschaft tiefgreifend verändert. Ein Buch mit ersten Farbfotografien von alpinen Landschaften zeichnet die Anfänge der Ökosystemforschung nach. Es regt zum Nachdenken an, über den Verlust der Biodiversität in der Schweiz ? ein Problem, das aktueller denn je ist. Um 1880 begann Carl Schröter (1855-1939), Professor für Botanik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ), Pflanzen in ihrer Umgebung zu fotografieren. Zusammen mit Eduard Rübel (1876-1960), einem seiner Schüler, wollte er die Faktoren untersuchen, welche die biologische Vielfalt beeinflussen. Neben der alpinen Flora begann der Pionier des Landschafts- und Artenschutzes auch den Einfluss menschlicher Präsenz ? vom Bau bis zur Landwirtschaft ? in fast allen Regionen der Schweiz zu dokumentieren. Dieser umfassende Ansatz wird auch heute noch verfolgt. Die Geobotanik, eine Kombination von Botanik und Geografie, konzentriert sich auf Ökosysteme ...
 
Der Game-Pionier
Fr, 7 Feb 2020 13:00:00 GMT - Er programmiert ästhetische Mobile Games und macht in Montreal erfolgreich Karriere als Game-Designer und Creative Director. Daniel Lutz ist der zehnte Schweizer Digitalpionier, den wir in unserer Serie Swiss Digital Pioneers porträtieren. Mit seinen Game-Apps Monospace und Colorbind hat er während des Studiums etwas Geld verdient. Damit kauft sich Daniel Lutz vor exakt zehn Jahren ein One-Way-Ticket, fliegt in die Game-Metropole Montreal und kehrt nie mehr ganz zurück. In Montreal heuert er als Game-Designer an. Es macht den Game-Studios Eindruck, dass er alleine Game-Apps konzipiert, designt und programmiert ? und dafür Preise wie "Best iPhone Game" abgeräumt hat. Dass er soeben einen Abschluss in Game-Design in der Tasche hat, interessiert kaum. Das wird er morgen auch den Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) nach zehn Jahren Berufserfahrung sagen: Sie sollen Dinge ausprobieren und nicht warten und hoffen, wegen ihres Diploms einen Job in der Game-Branche ...
 
Mit Schweizer Präzision die Sonne erforschen
Fr, 7 Feb 2020 09:13:00 GMT - ??????? Weshalb ist die Sonne ein Feuerball? Um unseren Stern besser zu verstehen, wird eine europäische Sonde sehr nahe an diesen herangeschickt. Mit einem Schweizer Röntgendetektor an Bord. Bis auf eine Distanz von 42 Millionen Kilometern wird sich die Sonde dem Feuerball nähern.  Das ist eine kurze Strecke, wenn von der Entfernung zur Sonne die Rede ist. Die Strecke ist nämlich vier Mal kürzer als jene zwischen Sonne und Erde, also kurz genug, um sich die Flügel zu verbrennen. Die Sonde Solar Orbiter, die am 10. Februar im Morgengrauen (Schweizer Zeit) gestartet werden soll, muss sich hinter einem soliden Hitzeschild verstecken, der Temperaturen von rund 520 Grad Celsius aushalten wird ? während das Vakuum rund herum mit -170°C so kalt wie das Weltall bleibt. Das Raumschiff der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) von der Grösse und dem Gewicht eines grossen Autos, wurde in Zusammenarbeit mit den Amerikanern der NASA entwickelt. Es kostete 1,5 Milliarden Euro. Die Sonde ...
 
Der Schweizer Kampfsportler, der in Taiwan zum Star wurde
Fr, 31 Jan 2020 12:18:00 GMT - Emmanuel Mbondo Binyet ist wohl der erste Schweizer Fernsehstar im fernen Taiwan. Sein dort als exotisches wahrgenommenes Aussehen, die perfekten Chinesisch-Kenntnisse und seine Ausgeglichenheit und Fröhlichkeit kommen ihm dabei zugut. Doch zur charismatischen Persönlichkeit gehört auch, dass er ein unerbittlicher und erfolgreicher Kämpfer der Mixed Martial Arts ist. In der Wildnis der Berge von Hsinchu teilte er mit uns Einblicke in sein Leben in Taiwan. Auf der Ausfallstrasse preschen wir mit dem Scooter aus der Stadt Hsinchu in Taiwan hinaus. Vorne Emmanuel Mbondo Binyet, ich hinten auf dem Sozius. Unser Ziel sind die Berge. Emmanuel Mbondo Binyet 34-jährig, in Genf geboren, Vater aus Kamerun, Mutter Schweizerin. Frühes Interesse am Sport (Leichtathletik, Fussball, MMA); Fokussierung auf Judo. Nach der Matura drei Jahre Studium in Wuhan/China, davon ein Jahr Sprachstudium. Heirat mit einer Chinesin, Vater eines heute zehnjährigen Sohnes. Seit sechs Jahren Studium der ...
 
Sanft und demütig in der wilden Natur
Fr, 31 Jan 2020 12:18:00 GMT -
 
Jacques Dubochet, ein vorbildlicher "Nobel-Bürger"
Do, 23 Jan 2020 14:00:00 GMT - Der Umgang mit Ruhm, wenn er unerwartet eintrifft, ist nicht immer leicht. Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet hat dies erlebt. Der Schweizer Wissenschaftler verliess den Ruhestand, um seinen Ruhm in den Dienst der von ihm verteidigten Sache zu stellen. Diese Geschichte erzählt der Film "Citoyen Nobel" des Schweizer Regisseurs Stéphane Goël, der an den Solothurner Filmtagen präsentiert wird. Was würden Sie tun, wenn Sie über Nacht berühmt würden und plötzlich Journalisten aus der ganzen Welt mit Ihnen sprechen möchten? Was würden Sie der Welt sagen? Wofür würden Sie sich einsetzen? Jacques Dubochet ist das passiert, und er hat sich diese Fragen gestellt. Mit 75 Jahren geniesst der Forscher und Universitätsprofessor im Herzen der Waadtländer Stadt Morges seit zehn Jahren den Ruhestand. Am 4. Oktober 2017 steht er von einer Sekunde auf die andere plötzlich im Rampenlicht: Zusammen mit dem Amerikaner Joachim Frank und dem Briten Richard Henderson erhält er den Nobelpreis für ...
 
Neuer Startup-Rekord in der Schweiz
Fr, 17 Jan 2020 10:30:00 GMT - Im letzten Jahr wurden in der Schweiz 44'482 neue Unternehmen gegründet ???????? neuer Rekord. Auch die Investitionen in Startups wuchsen stark und überstiegen erstmals zwei Milliarden Franken. Die Verlangsamung der Konjunktur im Eurogebiet, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit und der Handelsstreit zwischen den USA und China belasteten 2019 auch die Wirtschaftsleistung der Schweiz: Laut den neusten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) betrug das Wachstum des Bruttoinlandprodukts nicht mehr als 0,9 %. Diese moderate Konjunkturentwicklung entmutigte die Unternehmer aber nicht: Die Zahl der Neugründungen von Unternehmen nahm gegenüber dem Vorjahr um 3% zu. Sie erreichte damit den höchsten Stand seit der erstmaligen Veröffentlichung des Schweizerischen Handelsamtsblatts (SHAB) im Jahr 1883. Die Zahl der Neugründungen ging in den letzten zehn Jahren stetig nach oben. Begünstigt wurde dies durch die Stabilität der Schweizer Wirtschaft in dieser Zeit und ...
 
Ms. Cybersicherheit
Do, 16 Jan 2020 07:00:00 GMT - Die Wissenschaftlerin Myriam Dunn Cavelty ist global führend im Bereich Cybersecurity Politics. In Zürich, genauer: an der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH, hat sie das weltweit grösste Forschungsteam in ihrem Fachgebiet aufgebaut. Dunn Cavelty ist die neunte Schweizer Digitalpionierin, die wir in unserer Serie Swiss Digital Pioneers porträtieren. Auf einmal sind grosse Teile der Schweiz ohne Strom, die Züge der SBB fahren nicht mehr, am Flughafen Zürich steht alles still und gerüchteweise sind Cyberkriminelle in die Netzwerke unserer Atomkraftwerke und Staudämme eingedrungen. Die Schweiz und halb Europa versinken im Chaos. Mit solchen Schreckensszenarien befasst sich die renommierte Cybersecurity-Expertin Myriam Dunn Cavelty. Die Gänge im ETH-Gebäude am Haldeneggsteig sind lang und verwinkelt. Sie wirken wenig altehrwürdig und trotz hellgrünem Anstrich fast farblos. Ganz hinten im Corner Office finde ich die bekannte Wissenschaftlerin. In der Serie SWISS DIGITAL ...
 
Wie Kommunisten-Angst die Schweizer zu Spionen machte
Fr, 10 Jan 2020 10:38:00 GMT - In der Schweiz fand der Kalte Krieg in den Köpfen statt. Dort herrschte Angst vor dem  Kommunismus der Sowjets. Misstrauen gegenüber allen, die sich nicht scharf genug davon distanzierten. Und ein Wahn, dass der Feind unter den Nachbarn lebt, wo er sein Gift verströmt. Januar, 1957: Martha Farner sitzt im Wartezimmer ihres Zahnarztes in Schwyz, sie wird aufgerufen.  Doch als sie sich auf den Behandlungsstuhl setzen will, beginnt ihr Zahnarzt zu schreien: "Halt, halt, bevor sie absitzen, müssen Sie abschwören?" "Was abschwören?" "Dem Kommunismus müssen Sie abschwören!" Einem Exorzisten gleich forderte er die Abrenuntiatio diaboli. Die Kommunisten, meint Martha Farner in ihren Erinnerungen, seien in der Schweiz als der "leibhaftige Teufel" gesehen worden ? besonders nach 1956. Der Mob von Thalwil Im November 1956 rollten sowjetische Panzer in Ungarn ein, um dort demokratische Reformen im Keim zu ersticken. Hunderttausende flüchteten ? viele auch in die Schweiz. Die ungarischen ...
 
Zehn Jahre nach Erdbeben in Haiti: Spendengelder zeigen Wirkung
Mo, 6 Jan 2020 10:00:00 GMT - Am 12. Januar 2010 bebte in Haiti die Erde. Noch immer ist die tatsächliche Zahl der Todesopfer unbekannt. Schweizer Hilfswerke setzten sich unter anderem für die Wasserversorgung und den Wiederaufbau von Häusern ein. Gemäss einer Evaluation der Glückskette zeigt diese Arbeit in den meisten Fällen bis heute positive Wirkung. UNO stellt Friedensmission ein Mitte Oktober des vergangenen Jahres hat der UNO-Sicherheitsrat nach 15 Jahren die UNO-Friedensmission in Haiti eingestellt. Die UNO hatte 2004 nach dem Sturz des damaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide Friedenstruppen in das Land entsandt. 2017 wurden die Blauhelmsoldaten durch eine UNO-Polizeimission ersetzt. Diese soll nun durch eine noch kleinere politische Mission ersetzt werden. In den vergangenen Monaten kam es in Haiti immer wieder zu Protesten, die sich vor allem gegen den seit Februar 2017 amtierenden Staatschef Jovenel Moïse richten. Die Opposition zweifelt seinen Wahlsieg an und fordert seinen Rücktritt.
 
"Mit dem Nobelpreis erklimmt man den Olymp der Wissenschaften"
Fr, 3 Jan 2020 13:00:00 GMT - Didier Quéloz, der 2019 mit seinem ehemaligen Professor Michel Mayor den Nobelpreis für Physik erhielt, gewährte uns zum neuen Jahr ein grosses Interview. Zur Sprache kommen dabei unter anderem der "Swiss touch", Wissenschaft in Bewegung und der Beginn einer sehr, sehr langen Geschichte. swissinfo.ch: Der Nobelpreis hat sie überrascht, am 8. Oktober hatten Sie nicht einmal daran gedacht, dass dies der Tag der Bekanntgabe der Preisträger war. Dennoch, angesichts der Bedeutung der Entdeckung und der Tatsache, dass Sie schon mehrmals nominiert worden waren, mussten Sie es doch auch ein bisschen erwartet haben... Didier Quéloz: Ja und Nein. Wenn man nominiert wird, weiss man, dass die Entdeckung bedeutend war. Es wäre daher falsch zu sagen, dass der Gedanke nicht irgendwo in meinem Hinterkopf steckte. Aber da es bereits relativ lange her ist, dass wir nominiert wurden ? es muss so 2008 oder 2010 begonnen haben ?, besteht eine gewisse Mattigkeit, und man sagt sich, man werde nicht ...
 
2019 in Zahlen ? von milden Strafen bis zum Samichlaus-Kurs
Mo, 30 Dez 2019 10:00:00 GMT - Wir blicken zurück auf einige nennenswerte Zahlen in swissinfo.ch-Artikeln des auslaufenden Jahres. Darunter etwa die 20 Kerzen auf unserer Geburtstagstorte oder die 500'000 Franken, die zwei Kinder in der Schweiz den Eltern kosten. Januar 10 Wer in der Schweiz einen Mord begeht, kann zu lebenslänglich verurteilt werden. Doch "lebenslang" kann auch nur zehn Jahre heissen. Warum tendieren Schweizer Richter zu relativ milden Strafen, verglichen mit anderen Ländern? Februar 95 Rund 95% aller Mütter in der Schweiz stillen ihre Kinder. Es existieren aber verschiedenste Ansichten darüber, wo ? und ob überhaupt ? gestillt werden soll. März 20 SWI swissinfo.ch konnte 20 Kerzen ausblasen! Entdecken Sie hier, wie stark sich der Journalismus über die letzten beiden Dekaden verändert hat. April 14 Ist man mit 14 Jahren zu jung, um eine Berufswahl zu treffen? In der Schweiz müssen sich Jugendliche relativ früh entscheiden, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Mai 1'250'000 ...
 
Die Geschichte von Bulgariens Schweizer Blumenminister
So, 29 Dez 2019 10:00:00 GMT - Der Waadtländer Landschaftsgärtner Lucien Chevallaz drückte vor einem Jahrhundert der südbulgarischen Stadt Plowdiw seinen Stempel auf ? und führte im jungen Nationalstaat in Südosteuropa neben neuen Pflanzen auch moderne Techniken im Gartenbau ein. Als Lucien Chevallaz 1879 nach Plowdiw im südlichen Bulgarien reiste, das damals noch unter seinem griechischen Namen Philippopolis bekannt war, war er nicht etwa von Abenteuertum oder Balkanromantik angetrieben. Anders als viele Schweizer Auswanderer seiner Zeit war es auch nicht die Armut, die ihn auf die Suche nach einem besseren Leben in die Fremde brachte. Mit seinen 39 Jahren war Chevallaz bereits ein gefragter Landschaftsgärtner, Plowdiw eine weitere Etappe in seiner vielversprechenden Karriere. Kulturhauptstadt noch bis Ende Jahr Plowdiw gilt aufgrund von Funden, die im 6. Jahrhundert vor Christus datieren, als eine der ältesten Städte Europas. Thraker, Makedonier, Römer, Byzantiner, Osmanen: Zahlreiche Völker haben ihre ...
 
Der verschollene Film des Sergei Michailowitsch Eisenstein
Mi, 25 Dez 2019 14:00:00 GMT - Vor 90 Jahren drehte der russische Filmpionier Sergei Eisenstein auf dem Schweizer Schloss von La Sarraz mit Koryphäen der Avantgarde einen Film. Doch das Filmmaterial ist bis heute verschollen. swissinfo.ch publiziert regelmässig Artikel aus dem Blog des Landesmuseums, die historischen Themen gewidmet sind. Die Artikel sind immer in deutscher und meistens auch in französischer und englischer Sprache verfasst. Der russische Filmemacher Sergei Michailowitsch Eisenstein ist für seine Spielfilme wie etwa "Panzerkreuzer Potemkin" (1925) oder "Iwan der Schreckliche" (1945) bekannt. Eisenstein erhielt 1929 die Erlaubnis der bolschewistischen Regierung, nach Westeuropa zu reisen, um die Neuheiten der Filmwelt zu erkunden. Als er mit seinem Kameramann Eduard Tissé und seinem Assistenten Grigori Alexandrow nach Zürich kam, wurde er von Hélène de Mandrot, einer angesagten Kunstmäzenin der anrüchigen Künstlerwelt, auf ihr Anwesen ? das Schloss von La Sarraz im Kanton Waadt ? eingeladen. ...
 
Nur wer das Licht löscht, wird von Sternen erleuchtet
Di, 24 Dez 2019 14:00:00 GMT - ??????? Die Schweiz hat ihren ersten Sternenpark, ein Gebiet, in dem zur nächtlichen Dunkelheit besonders Sorge getragen wird. Das ist weit mehr als ein romantisches Projekt. Der an einer sonnigen Bergflanke der Gemeinde Guggisberg im Kanton Bern gelegene Weiler Ottenleuebad ist eines ganz sicher nicht: aufregend. Früher mag er es gewesen sein. So wurde 1886 hier ein Heilbad eröffnet, also eine leicht anrüchige Wellness- und Vergnügungseinrichtung. Aber die damals weitherum blühende und lustvolle Bäderkultur ist völlig verschwunden. Heute ist es hier wieder maximal unspektakulär: ein paar wenige Bergbauernhöfe und Wochenendhäuschen, weidende Kühe, kreisende Greifvögel. Mal bellt ein Hund. Mal wandert ein Pilzsammler vorbei. Und am südlichen Horizont thronen die Gipfel der bernisch-freiburgischen Voralpen: Gantrisch, Bürglen, Ochsen, Kaiseregg. Diese voralpine Bergwelt bildet den Naturpark Gantrisch. Raus mit der Sicherung Die einzige Auffälligkeit im Ottenleuebad der ...
 
Das Fondue ? ein "Naturkunstprodukt"
So, 22 Dez 2019 10:00:00 GMT - Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Fondue in den meisten Regionen der Schweiz unbekannt. Zum "Nationalgericht" wurde die Käsespezialität erst mit einer Marketingkampagne der Schweizerischen Käseunion. Bis ins 20. Jahrhundert kannte man das Käsefondue nur in Gegenden, wo auch Kühe gehalten wurden. Denn lange brauchte man zur Zubereitung Milch, nicht Wein. Immer ein zentraler Bestandteil des Fondue war jedoch Käse, den man schmolz.  Weil auch in der Schweiz Käse erst vor hundert Jahren wirklich zu einem Volksnahrungsmittel wurde, kannten die meisten Konsumenten das Fondue vorher gar nicht. In der Deutschschweiz wirklich populär wurde es erst nach dem zweiten Weltkrieg, als, wie so vieles in der Konsumgesellschaft, auch Käse im Überfluss vorhanden war. swissinfo.ch publiziert regelmässig Artikel aus dem Blog des Landesmuseumsexterner Link, die historischen Themen gewidmet sind. Die Artikel sind immer in deutscher und meistens auch in französischer und englischer Sprache verfasst. ...
 
Wie der Klimawandel klingt
Fr, 20 Dez 2019 10:00:00 GMT - Hoch oben in den Berner Alpen fing der australische Künstler Philip Samartzis die Klänge des Klimwawandels ein. Heraus kam eine Komposition aus stöhnenden Winden, abbrechenden Steinen und klirrendem Gletschereis. Philip Samartzis lehrt Design am Royal Melbourne Institute of Technology in Australien ? und er ist ein Klangkünstler, der den Klimawandel fassbar macht. Jüngst verbrachte der Australier drei Wochen auf der Forschungsstation Jungfraujoch in den Berner Alpen, um Tonaufnahmen zu machen. Samartzis' Ziel war es, die Klanglandschaft der Alpen aufzuzeichnen, um so auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Mit zahlreichen Mikrofonen, Hydrophonen und Beschleunigungssensoren nahm Samartzis rund 150 Stunden Ton aus dem Gebiet der Forschungsstation auf. Anschliessend schuf er damit am Institute for Computer Music and Sound Technology der Zürcher Hochschule der Künste eine 45-minütige Komposition. Sie vermittelt einen guten Eindruck von den natürlichen und auch ...
 
Mühleberg ade! Der Blog zum heutigen Abschied
Fr, 20 Dez 2019 07:30:00 GMT - Das Atomkraftwerk Mühleberg bei Bern schreibt ein Stück Schweizer Geschichte: Es ist das erste AKW im Land, das seinen Betrieb einstellt. Im Live-Blog können Sie das Ereignis mitverfolgen.
 
Wie die Schweiz ihr altes AKW Stück für Stück entsorgt
Do, 19 Dez 2019 14:30:00 GMT - Dass dem Atomkraftwerk Mühleberg am 20. Dezember 2019 um 12 Uhr 30 der Stecker gezogen wird, geschieht nicht aus Sicherheits-, sondern aus wirtschaftlichen Gründen. Wenige Stunden vor dem Aus gibt sich die Betreibergesellschaft BKW zuversichtlich, alles im Griff zu haben.     Obwohl mit dem Abbau des Atomkraftwerks (AKW) in der Schweiz Neuland betreten wird, ist Angst vor einem Atomunfall nirgends wahrnehmbar. Zusätzliche Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung wurden nicht erlassen. Nicht nur die Betreibergesellschaft, auch die Aufsichtsbehörde, die Medien, ja sogar die AKW-Gegner vertrauen darauf, dass nichts schiefgehen wird. Wenn von Risiken die Rede ist, sind entweder die finanziellen Kosten für Steuerzahler und Aktionäre, Engpässe bei der Stromversorgung oder das ungelöste Problem mit der Endlagerung gemeint. Wird der Strom danach knapp? In seiner 47-jährigen Betriebszeit produzierte das AKW Mühleberg ? es liegt wenige Kilometer westlich der Hauptstadt Bern ? rund 3000 ...
 
Pässe, Profiteure, Polizei: Die Geschichte eines Schweizer Kriegsgeheimnisses
Do, 19 Dez 2019 09:30:00 GMT - Hunderte von Juden und Jüdinnen aus Mittel- und Osteuropa entkamen der Vernichtung durch die Nazis dank lateinamerikanischer Pässe, die aus diplomatischen Kreisen der Schweiz stammten. Das Jüdische Museum der Schweiz in Basel widmet diesem wenig bekannten Kapitel der Schweizer Geschichte eine Ausstellung. "Pässe, Profiteure, Polizei. Ein Schweizer Kriegsgeheimnis" ist eine Ausstellung vom Jüdischen Museum der Schweiz in Basel in Zusammenarbeit mit dem Archiv für Zeitgeschichte der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Die Texte sind auf Deutsch, Französisch und Englisch. Ein Katalog wird in Kürze veröffentlicht. Nach Adolf Hitlers Machtergreifung in Deutschland suchten Hunderttausende von Juden und Jüdinnen Zuflucht im Ausland, insbesondere in den Vereinigten Staaten, Palästina und Lateinamerika. Als ab 1938 viele Länder ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge schlossen, wurde der Besitz von Pässen und Visa bestimmter Länder zu einem überlebenswichtigen Faktor. ...
 
Eine Schweizer Firma im Wettrennen um Satellitensysteme
Di, 17 Dez 2019 09:25:00 GMT - Das Startup-Unternehmen Astrocast ist dabei, ein neues Kapitel in der Weltraumgeschichte aus Schweizer Sicht zu schreiben. Das junge Unternehmen aus dem Kanton Waadt ist der erste Schweizer Anbieter, der ein eigenes Nanosatelliten-Netzwerk betreiben wird. Das Netzwerk dient dazu, eine Telekommunikation und das Internet der Dinge dort zugänglich zu machen, wo eine Abdeckung über Mobilfunk nicht gewährleistet ist. "Als wir ganz am Anfang unser Projekt in der Schweiz vorstellten, schauten uns die Leute wie Ausserirdische an", erinnert sich Fabien Jordan, Mitbegründer und Geschäftsführer von Astrocast. Warum? "Die Leute verstanden nicht, warum eine kleine Waadtländer Firma Dutzende von Miniatur-Satelliten in den Weltraum schicken wollte", so der Firmenchef. Doch im Lauf von wenigen Jahren hat das in der Nähe von Lausanne gelegene Unternehmen seine Skeptiker überzeugt. Mehr noch: Es gelang der Firma, eine erste Tranche an Finanzierungen aufzutreiben, eine Zusammenarbeit mit den besten ...
 
Wie sich Schweizer Künstler in die Klimadebatte eimischen
Sa, 7 Dez 2019 08:00:00 GMT - Die Schweizer Gletscher ziehen sich langsam zurück, die Temperatur im Alpenland steigt schneller als im Rest der Welt. Einige Schweizer Künstlerinnen und Künstler versuchen, die globale Klimakrise auf ihre Art zu bewältigen. Die Identität der Schweiz, die viel mit dem örtlichen Klima zu tun hat, verändert sich angesichts der globalen Erwärmung. Während sich früher mehrheitlich Wissenschaftler und Journalisten damit beschäftigten, beteiligen sich nun auch Künstlerinnen und Künstler an der grossen Debatte. Die Schweizer Kunstszene trat nicht zu spät in die Klimadiskussion ein. So war der Schweizer Modefotograf Michel Comte in den 1980er-Jahren eine Schlüsselfigur in der "Klimawandel-Kunst" Bewegung. 2019 tat sich die Schweizer Kulturförderung Pro Helvetia zusammen mit dem Swiss Polar Institute, um das Pilotprojekt "PolARTS" zu lancieren, bei dem Kunst und Wissenschaft Hand in Hand arbeiten. Sind also politische Institutionen eher bereit, Stipendien für Kunstprojekte zu vergeben, ...
 
"Die ganze Arbeit an der Spitze einer Rakete"
Fr, 6 Dez 2019 06:00:00 GMT - Am 17. Dezember startet das Weltraumteleskop Cheops ins All. Die Leitung des Projektes hat der der Astronom Willy Benz von der Universität Bern. "Man ist immer ein wenig nervös, wenn man sieben Jahre Arbeit, ausgeführt von 150 Leuten, an die Spitze einer Rakete platziert", sagt Willy Benz. Cheops ist ein Satellit, in dem ein Teleskop steckt, etwa 1,50 Meter auf 1,50 Meter gross. Er wird um die Erde kreisen und Planeten unter die Lupe nehmen, die ausserhalb unseres Sonnensystems liegen ? sogenannte Exoplaneten. "Und danach, dann folgt das Warten, bis im Frühling, wenn die ersten Daten eintreffen", sagt Willy Benz. Benz ist Astrophysiker an der Universität Bern und oberster Leiter der Cheops-Mission. Die Daten, von denen Benz spricht, werden zweimal täglich über eine Antenne in Spanien direkt an das Observatorium der Universität Genf zur Analyse übertragen. Was die europäische Integration anbelangt, ist die Schweiz in Weltraumforschung viel weiter als in der Politik. Cheops, ...
 
Der Wächter im Orbit
Mi, 4 Dez 2019 12:00:00 GMT - Während wir dank neuer Teleskope immer tiefer ins Weltall blicken können, bauen Forschende der Uni Zürich gemeinsam mit der Nasa Spektroskopie-Systeme, um die Erde vom Weltraum aus zu inspizieren. Perrine Huber von Swissnex San Francisco bekam Einblick in das Projekt.  Michael Schaepman will verstehen, wie sich unser Planet im Zeitalter der globalen Klimakrise verändert und welche Folgen das haben wird. Der Professor für Fernerkundung am Geographischen Institut der Universität Zürich arbeitet zusammen mit anderen Schweizer und US-Forschern an einem neuen Spektrometer, das vom Weltraum aus die Erde überwachen soll. Zwei Tage lang begleitete ich Schaepman und eine Gruppe aus der Schweiz bei einem Besuch im Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa im kalifornischen Pasadena. Mit dem Treffen wurde ein Gemeinschaftsprojekt eingeleitet, das zum Ziel hat, die Biodiversität auf der Erde abzubilden. Swissnex San Francisco, das Schweizerische Innovations- und Kooperationszentrum im ...
 


Rundschreiben Nr. 3/2020 (29.02.2020)
Einladung Mehrtagesfahrt 2020
Anmeldung Mehrtagesfahrt 2020
Jahresprogramm 2020
Rundschreiben Nr. 1/2020 (14.12.2019)
Rundschreiben Nr. 6/2019 (28.10.2019)
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