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Die einflussreichen Camilli aus Avenches
So, 13 Okt 2019 09:00:00 GMT - Was wurde aus den Kelten, die nach der Eroberung durch die Römer weiterhin auf dem Gebiet der heutigen Schweiz lebten? Dank römischen Inschriften können wir den Stammbaum der keltischen Familie Camilli, die vor rund 2000 Jahren in Avenches lebte, teilweise rekonstruieren. Die Geschichte der Familie Camilli aus Avenches, dem antiken Aventicum, beginnt mit dem Tod einer Persönlichkeit, die keiner näheren Vorstellung bedarf: Gaius Iulius Caesar. Nach seiner Ermordung versuchte einer der Verschwörer, Decimus Iunius Brutus, aus Rom zu fliehen. Wie wir vom Historiker Appianos von Alexandria (95?165 n. Chr.) erfahren, führte seine Flucht durch Keltengebiet über den Jougne-Pass, der den französischen mit dem Schweizer Jura verbindet. Bei der Passüberquerung wurde Decimus Iunus Brutus von Camelus oder Camilus, dem Keltenführer, der damals die Region kontrollierte, abgefangen und im Jahr 43 v. Chr. auf Befehl von Marcus Antonius gefangen genommen und enthauptet. Von diesem Camilus kennen ...
 
Forscherin in Zürich will mit 3D-Druck die Korallenriffe retten
Do, 10 Okt 2019 10:00:00 GMT - Korallenriffe sind wie der Regenwald des Ozeans: Sie produzieren jedes zweite Sauerstoffatom. Doch sind die Riffe in einem kritischen Zustand und könnten bald verschwinden. Ulrike Pfreundt hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, eine Lösung zu finden. Die Meeresbiologin an der ETH Zürich wird emotional, wenn sie über das Korallensterben spricht. Mit Hilfe des 3D-Drucks gelang es ihr, künstliche Riffe zu bauen. Indem sie Strukturen für das Wachstum neuer Korallen schafft, kann sie so einen Teil der verloren gegangenen Korallen ersetzten. Zurzeit testet sie die Strukturen im Labor. Sie will herausfinden, wie man Korallenlarven dazu bringt, auf ihnen zu wachsen. Sie hofft, dass sie ihre gedruckte Erfindung eines Tages im Ozean einsetzen kann, um neue Korallen zu züchten und so die riesigen Ökosysteme zu unterstützen, die von ihnen abhängen. Das ist das achte Video einer Serie, die sich im Vorfeld der Wahlen im Oktober mit der Frage beschäftigt, wie sich politische Entscheidungen ...
 
Schweizer auf den Spuren der Göttin Artemis
Do, 10 Okt 2019 08:00:00 GMT - Ein archäologisches Rätsel in Griechenland wurde nach fast einem Jahrhundert gelöst ? dank der Arbeit von Schweizer Forschern. "Es war ein Riesenerfolg, dass wir das Heiligtum nach so langer Zeit gefunden haben", sagt Karl Reber. Er ist Professor für Archäologie an der Universität Lausanne und Direktor der Archäologischen Schule in Griechenland, ESAG. In dieser Funktion verbringt Reber seit Jahren einen Teil des Sommers auf Euböa, der zweitgrössten griechischen Insel, wo sich die Aktivitäten der Schule konzentrieren. Vor zwei Jahren konnte Reber mit seinem 40-köpfigen Team einen Durchbruch vermelden: Der lange in der Nähe des Dorfes Amarynthos vermutete Tempel der Göttin Artemis konnte eindeutig lokalisiert werden. Diesen Sommer wurde nun erstmals in einer Inschrift der Name "Amarynthos" gefunden ? womit nachgewiesen wurde, dass sich diese Ortsbezeichnung mit Unterbrüchen seit fast 3000 Jahren hält. Beim Heiligtum handelt es sich um den wichtigsten Sakralbau der Insel mit ...
 
Physik-Nobelpreis geht an Schweizer Forscher
Di, 8 Okt 2019 12:38:00 GMT - Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an James Peebles (Kanada/USA) sowie an Michel Mayor (Schweiz) und Didier Queloz (Schweiz) für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos. Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag bekannt gegeben. "Die diesjährigen Preisträger haben unser Verständnis der Geschichte des Universums und unseres Platzes im Weltall revolutioniert", hat die Schwedische Akademie in Stockholm verkündet. Die beiden Schweizer Forscher entdeckten 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist, 51 Pegasi. Sie revolutionierten damit die Astronomie und begründeten das Feld der Exoplanetenforschung. Mittlerweile sind über 4000 Exoplaneten entdeckt worden. Die Arbeiten von James Peebles lieferten die Grundlage für unser Verständnis der Geschichte des Universums vom Urknall bis heute, hiess es. Peebles (84) ist von der ...
 
Heimweh nach den Bergen
So, 6 Okt 2019 09:00:00 GMT - Vor 200 Jahren galt Heimweh als typisch schweizerische Krankheit. Ausgelöst wurde sie von sogenannten Kuhreihen, alten Hirtenliedern. Auch die Kinderbuchfigur Heidi war davon betroffen. 1688 beschrieb der Elsässer Arzt Johannes Hofer eine neue, heimtückische Krankheit. Die Symptome: Fieber, unregelmässiger Herzschlag, Schwäche, Magenschmerzen, Melancholie. In manchen Fällen soll die Krankheit sogar tödlich enden. Und besonders auffällig: Sie befällt ausschliesslich Schweizer, speziell Schweizer Söldner, die weit weg von daheim für fremde Mächte kämpfen.  Hofer nannte das Leiden "Nostalgia" oder "Heimwehe". Für Hofer war die Ursache psychisch. Er vermutete sie im "übermässigen Denken an die Heimat", ausgelöst durch den Aufenthalt eines Menschen in ungewohnter Umgebung. swissinfo.ch publiziert regelmässig Artikel aus dem Blog des Landesmuseums, die historischen Themen gewidmet sind. Die Artikel sind immer in deutscher und meistens auch in französischer und englischer Sprache ...
 
Die Wichtigkeit von Testpersonen im Zeitalter des Online-Handels
Do, 3 Okt 2019 08:30:00 GMT - Die Globalisierung und der Online-Handel haben eine wachsende Distanz zwischen Unternehmen und ihren Kunden geschaffen. Ein Zürcher Startup schliesst diese Lücke. Es hat die grösste europäische Plattform zu Vermittlung von Testpersonen geschaffen. So können Firmen die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden kennenlernen. "Im Jahr 2014, als ich für die Abschlussarbeit meines Masterstudiums im Silicon Valley war, suchte ich einige Testpersonen, um die App einer Design Firma auszuprobieren. Ich habe eine Anzeige aufgeschaltet und es kamen alle möglichen Leute, die dem publizierten Anforderungsprofil überhaupt nicht entsprachen und die nur am Geld interessiert waren. Es gab sogar eine ganze Familie mit Kindern, Onkeln und Tanten", erzählt Reto Lämmler, CEO von TestingTime. "Da habe ich mich gefragt, wie ist es möglich, dass heutzutage für jegliche Dienstleistung ein Online-Service besteht, während es keinerlei Angebot gibt, um auch nur fünf geeignete Personen zum Testen eines ...
 
Wie Kommunisten-Angst die Schweizer zu Spionen machte
Mi, 2 Okt 2019 11:00:00 GMT - In der Schweiz fand der Kalte Krieg in den Köpfen statt. Dort herrschte Angst vor dem  Kommunismus der Sowjets. Misstrauen gegenüber allen, die sich nicht scharf genug davon distanzierten. Und ein Wahn, dass der Feind unter den Nachbarn lebt, wo er sein Gift verströmt. Januar, 1957: Martha Farner sitzt im Wartezimmer ihres Zahnarztes in Schwyz, sie wird aufgerufen.  Doch als sie sich auf den Behandlungsstuhl setzen will, beginnt ihr Zahnarzt zu schreien: "Halt, halt, bevor sie absitzen, müssen Sie abschwören?" "Was abschwören?" "Dem Kommunismus müssen Sie abschwören!" Einem Exorzisten gleich forderte er die Abrenuntiatio diaboli. Die Kommunisten, meint Martha Farner in ihren Erinnerungen, seien in der Schweiz als der "leibhaftige Teufel" gesehen worden ? besonders nach 1956. Der Mob von Thalwil Im November 1956 rollten sowjetische Panzer in Ungarn ein, um dort demokratische Reformen im Keim zu ersticken. Hunderttausende flüchteten ? viele auch in die Schweiz. Die ungarischen ...
 
Amputierten Hoffnung geben durch recycelte Flaschen
Do, 26 Sep 2019 12:00:00 GMT - Dass aus gebrauchtem Kunststoff neue Flaschen hergestellt werden, ist nicht neu. Aber Prothesen? Wie zwei Schweizer Designer das Leben anderer Menschen verbessern. Das ist das fünfte Video einer Serie, die sich im Vorfeld der Wahlen im Oktober mit der Frage beschäftigt, wie sich politische Entscheidungen auf den Alltag der Schweizerinnen und Schweizer auswirken. Fabian Engel und Simon Oschwald reisten nach Kenia. Dort hörten sie von den alltäglichen Schwierigkeiten der Menschen mit Prothesen. Aufgrund der hohen Zahl von Verkehrsunfällen kommt es in dem Land häufig zu Amputationen. Die Kosten für ein künstliches Bein sind für viele Menschen unerschwinglich hoch, und die eingeschränkte Mobilität, die das Leben mit nur einem Bein mit sich bringt, erschwert die Arbeitssuche. Die beiden Designer wollten eine Prothese entwickeln, die zu einem Bruchteil der normalen Kosten erhältlich ist ? hergestellt vor Ort und mit recycelten Materialien. Der Besuch in einer riesigen Müllhalde ...
 
"Greta bewegt, wie es uns nicht gelungen ist"
Mi, 25 Sep 2019 14:30:00 GMT - Jetzt rufen auch in der Schweiz sogar Politiker dazu auf, Treibhausgase zu reduzieren, die noch vor kurzer Zeit nichts von Klimaerwärmung wissen wollten. Dazu gebracht wurden sie von der jugendlichen Klimabewegung. Aber macht die Politik nun das Erforderliche, um die Erderwärmung zu bremsen? Ein Klimaexperte vom WWF hat Zweifel. Die kleine Parlamentskammer ist nicht dafür bekannt, klimapolitische Stricke zu zerreissen. Aber beim neuen CO2-Gesetz hat sie Ziele und Massnahmen beschlossen, die deutlich über jene hinausgehen, welche die Regierung vorsah, als der Name Greta Thunberg noch nicht in aller Munde war. Was der WWF Schweiz davon hält, sagt dessen Klimaexperte Patrick Hofstetter. Höhere Abgaben auf fossiler Energie Mit der Revision des CO2-Gesetzes will die Schweiz Massnahmen zur Erreichung des Ziels umsetzen, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. Damit verankert sie Ziele des Pariser Klimaabkommens explizit im nationalen Recht. Die kleine ...
 
Der Marathon Man der Demokratie-Erneuerung in der Schweiz
Mi, 25 Sep 2019 11:26:00 GMT - Der Mann hat einen Plan: Mit der Plattform wecollect hat Daniel Graf die analoge direkte Demokratie Schweiz einen grossen Schritt Richtung Digital Age geschoben. Nach der kürzlichen, erfolgreichen Premiere des von ihm initiierten Demokratie Festivals blickt er schon in die Zukunft. Zur ihr gehört auch eine "Demokratie-Initiative". Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. #DearDemocracy sprach mit dem Antreiber der Demokratie Schweiz kurz nach der Premiere von Beta, dem ersten Demokratie Festival der Schweiz, das der 46-jährige Zürcher ins Leben rief. swissinfo.ch: Die erste Ausgabe von Beta ging vor wenigen Tagen in Basel über die Bühne. Wie lautet Ihre Bilanz? Daniel Graf: Das Festival war seit Monaten ausgebucht und platzte am Tag selbst aus allen Nähten. Mich faszinierte, dass die unterschiedlichsten Menschen kamen, ganz Junge, aber auch Ältere. Sie alle aber sind sehr engagiert und politik-interessiert. Am ...
 
"Smart Village": Wenn sich Menschen auf der Online-Piazza treffen
Di, 24 Sep 2019 12:00:00 GMT - Eine Frau in einem Dorf im Süden der Schweiz stellt fest: Die Menschen in ihrem Umfeld würden sich gerne austauschen und Dinge teilen, wissen aber nicht, wie sie das angehen sollen. Deshalb erfindet sie "Smart Village", einen virtuellen Dorfplatz. Das ist das vierte Video einer Serie, die sich mit Blick auf die Wahlen im Oktober mit der Frage beschäftigt, wie sich politische Entscheidungen auf den Alltag der Schweizerinnen und Schweizer auswirken. Monica Rush Solcà lebt im italienischsprachigen Tessin. Sie erinnert sich an die Zeit, als sich die Menschen jeden Abend draussen auf der Piazza trafen. Sie sprachen über ihren Tag, sahen, was andere brauchten und halfen einander, wenn sie konnten. Aber die Zeiten haben sich geändert: Heute leben die Menschen individueller und neigen dazu, sich online zu verbinden. Sie besitzen auch mehr Dinge als je zuvor. Eines Morgens hatte Solcà eine Idee: Eine Gruppe und eine Plattform kreieren, auf der die Dorfbewohner Dinge austauschen und ...
 
Dem Konsumverhalten der Schweizer auf der Spur
So, 22 Sep 2019 09:00:00 GMT - Warum kaufen Schweizerinnen und Schweizer so häufig auf der andern Seite der Grenze ein? Was hat sich in deren Essverhalten in der letzten Zeit verändert? Diesen und anderen Konsumfragen geht der Forscher Thomas Rudolph nach ? ein Deutscher, der die Schweiz zu seinem Lebensmittelpunkt erkoren hat. Thomas Rudolph war für sein Doktorat noch nicht lange in der Schweiz, als er 1992 für eine Studie in den St. Galler Grenzort St. Margarethen reiste. Eigentlich ging es ihm um das Erscheinungsbild von Verkaufsstellen. Dazu wollte er bei einem Detailhändler hundert Kundinnen und Kunden befragen. "Das vergesse ich nie: An diesem Tag kamen Heerscharen von Österreichern und Deutschen zum Einkauf von Schokolade, Nudeln und Kaffee. Und die haben teilweise 20, 30 Tafeln Schokolade, 15 Pack Nudeln eingekauft", erzählt er. Heute ist es genau umgekehrt, der Einkaufstourismus geht seit Jahrzehnten genau in die entgegengesetzte Richtung. Seit der Schweizer Franken an Wert zugelegt hat. Rudolph ...
 
Expedition in die eisige Polarnacht
Fr, 20 Sep 2019 14:30:00 GMT - Kein Tageslicht und während Monaten Minusgrade: Das Forschungsschiff "Polarstern" lässt sich im Eis der zentralen Arktis festfrieren. Mit dabei: der Schweizer Schneeforscher Martin Schneebeli. Er ist der Wärmeleitfähigkeit von Meereseis auf der Spur. Martin Schneebeli installiert noch einen Computertomografen an Bord. Es ist höchste Zeit. In zwei Tagen wird das Schiff vom norwegischen Tromsø aus in die zentrale Arktis ablegen: Bis dahin muss die wissenschaftliche Ausrüstung für die kommenden zwölf Monate auf der 118 Meter langen und 25 Meter breiten "Polarstern" verstaut sein. Geleitet wird die Expedition vom Bremerhavener Alfred Wegener Institut (AWI). Der Forscher Martin Schneebeli mit dem so passenden Namen ist ein ausgewiesener Schnee-Experte und arbeitet am WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos. Er wird von der "Polarstern" aus in der Arktis die Struktur von Schnee und Meereis untersuchen. Sein Fokus gilt der Wärmeleitfähigkeit von mit Schnee ...
 
Schweiz hilft China, Luftqualität in Echtzeit zu überwachen
Fr, 20 Sep 2019 12:00:00 GMT - Die Schweiz bekämpft in China Ursachen des Klimawandels: In bilateralen Klimaprojekten stellt sie ihr Wissen bezüglich Luftreinhaltung und Energieeffizienz zur Verfügung. Und erhält in Form von Grossstädten erweiterte Labors für die eigene Forschung. Xi'an ist die Hauptstadt der westchinesischen Provinz Shaanxi. International bekannt ist sie vor allem wegen ihrer Terrakotta-Armee und als Ausgangspunkt der Neuen (und Alten) Seidenstrasse. Als eine der grössten Städte Chinas kämpft auch Xi'an mit Luftverschmutzung. Die Luftqualität zu verbessern, ist ein nationales Ziel der zweitgrössten Volkswirtschaft mit ihren 1,4 Milliarden Bewohnern. Um dies zu erreichen, brauchen insbesondere Chinas Megastädte auch adäquate Messsysteme, um die Luftqualität in Echtzeit zu überwachen. Die Schweiz verfügt in der atmosphärischen Chemie über spezifische Kenntnisse und modernste Technologien, um verschiedenste Partikel in der Luft zu identifizieren, zu messen, zu klassifizieren und zu analysieren.
 
Ein Deutscher ergründet den Einkaufstourismus
Fr, 20 Sep 2019 07:18:44 GMT - Was reizt ausländische Forscherinnen und Forscher an spezifisch schweizerischen Themen? In dieser Reihe geht swissinfo.ch dieser Frage nach.
 
"Wir müssen den Mut haben, Nein zu Pestiziden zu sagen"
Do, 19 Sep 2019 15:00:00 GMT - Mals in Italien ist die erste Gemeinde in Europa, die Pestizide verboten hat. Auf Besuch in der Schweiz erklärt Bürgermeister Ulrich Veith die Gründe für das Verbot und wie sich die Realität des Südtiroler Dorfs seit dem historischen Entscheid verändert hat. Im September 2014 sprach sich Mals im Vinschgau als erste Gemeinde in Europa gegen Pestizide aus. In der von Bürgermeister Ulrich Veith einberufenen Volksabstimmung sagten 75% der Stimmbevölkerung des Dorfs mit rund 5200 Einwohnern Ja zu einem Verbot von Düngemitteln und Chemikalien auf ihrem Gebiet. Ein überraschendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Wirtschaft der Gemeinde an der Grenze zur Schweiz und Österreich stark mit der Landwirtschaft, namentlich der intensiven Apfelproduktion, verbunden ist. "Ein Revolutionär? Nein, ich bin wie viele andere Bürgermeister, die sich um die Gesundheit ihrer Bürger kümmern", sagt Ulrich Veith, den swissinfo.ch anlässlich des Schweizerischen Insektentags in Aarau, Kanton Aargau ...
 
Definitives Aus für den Küken-Schredder in der Schweiz
Do, 19 Sep 2019 10:50:00 GMT - Ein Herz für Tiere: In der Schweiz werden die männlichen Küken nicht mehr lebendig geschreddert. Sie müssen fortan, da für die Eierproduktion unbrauchbar, mit Gas eingeschläfert werden. Dies hat das Schweizer Parlament entschieden. Die Schweiz zählt punkto Tierschutz zu den fortschrittlichsten Ländern der Welt. Grundlage dazu ist das strenge Tierschutzgesetz von 2008. Ausnahme war das "Fenster" für den Küken-Schredder. Nach jahrelangen Protesten von Tierschützerinnen und Tierschützern wird dieses jetzt geschlossen. In anderen Ländern der Europäischen Union dagegen ist der Küken-Schredder aber weiter gängige Praxis. Auch die Regierung ist der Ansicht, dass sich die Zeiten geändert haben und diese Art von Tötung nicht mehr tolerierbar ist. Gallosuisse, der Verband der Eierproduzenten in der Schweiz, unterstützt das Verbot, da er das Schreddern von lebendigen Küken als eine veraltete Methode betrachtet. Die vier Grossbetriebe in der Schweiz, die Hühnerfarmen mit Jungtieren ...
 
Ein Banküberfall ? und "Todesstrafe!", rief Schweiz
Mo, 16 Sep 2019 09:00:00 GMT - ??????? Da blieb die Schweiz erstaunlich lange cool: Anfang des 20. Jahrhunderts trieben anarchistische Flüchtlinge im Gastland ihr Unwesen. Doch eine Tat war der Blutstropfen zu viel: Der Banküberfall von Montreux 1907, bei dem zwei Russen einen Angestellten und auf ihrer Flucht einen Passanten töteten. "Todesstrafe", riefen Bürgerinnen und Bürger. Am Morgen des 18. September 1907 kommt es in Montreux am Genfersee zu einer Verfolgungsjagd wie in den Gangsterfilmen, die neuerdings in den Lichtspielhäusern gezeigt werden. Zwei Männer hetzen durch die Avenue du Kursaal. "Haltet sie, haltet sie!", rufen Passanten. Dem Postangestellten Auguste Vuilliamoz gelingt es, einen der beiden zu Boden zu werfen. Der andere rennt, so ein Augenzeuge, "wie ein Hase" davon. Wilde Szenen Jules Favre, ein Notar, stellt sich ihm beherzt in den Weg. Der Flüchtende schiesst ihm eine Revolverkugel ins Bein und läuft weiter. Dem Coiffeur Georges Bär, der aus seinem Salon stürzt, ergeht es nicht besser.
 
Wer hat's erfunden? Ein Schweizer!
Sa, 14 Sep 2019 09:00:00 GMT - Schweizerinnen und Schweizer werden oft als etwas vorsichtig und bieder wahrgenommen. Doch zeichnen sie sich immer wieder durch pragmatischen Erfindergeist aus, der Dinge hervorbringt, die die Welt verändern. Eine Auswahl an Schweizer Erfindungen, die formschön und nützlich sind: Einige von ihnen sind unterdessen zu Design-Ikonen aufgestiegen. Der einstige Bauernstaat hat sich zu einer innovativen Gesellschaft entwickelt. Gemäss "Global Innovation Index" war die Schweiz 2012 Innovations-Weltmeister. Nirgends sonst in Europa werden pro Kopf und Einwohner so viele Patente angemeldet, wie in der Schweiz. Zum Vergleich: pro 1 Mio. Einwohner wurden 2018 in der Schweiz 955 Patente, in Deutschland 332 Patente und in den USA 132 angemeldet. Die Liste helvetischer Erfindungen ist lang, und die Geschichten dahinter sind spannend. Die Schweiz hat eine starke Pharma-Industrie, deswegen erstaunt es nicht, dass wichtige Errungenschaften aus diesem Bereich stammen. Das reicht von der ...
 
Das Ende des freien Personenverkehrs?
Fr, 13 Sep 2019 14:00:00 GMT - Die wählerstärkste Partei der Schweiz versucht ein weiteres Mal, den Zustrom von ausländischen Arbeitskräften zu bremsen: Mit ihrer "Begrenzungs-Initiative" fordert die SVP die Kündigung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit mit der EU. Für die Regierung spielt die Partei mit dem Feuer. Im Jahr 2020 wird das Schweizer Stimmvolk aufgefordert, über die Volksinitiative "Für eine massvolle Zuwanderung (Begrenzungs-Initiative)" abzustimmen. Nächste Woche debattiert das Parlament darüber. Innerhalb von 20 Jahren wird dies bereits das fünfte Mal sein, dass die umstrittene Frage des freien Personenverkehrs mit der Europäischen Union (EU) an die Schweizer Urnen kommt. Im Jahr 2000 stimmten die Schweizer Stimmberechtigten dem Abschluss der Bilateralen Abkommen I zwischen Bern und Brüssel zu. Diese führten unter anderem die Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU ein. Im Jahr 2005 einigten sich die Schweizerinnen und Schweizer darauf, dieses gegenseitige Recht auf die ...
 
Schweizer Starregisseur bringt Einstein und Glass an den Genfersee-Strand
Fr, 13 Sep 2019 09:00:00 GMT - Das Grand Théâtre in Genf startet die Spielzeit 2019/20 mit einer mutigen Neuinszenierung von "Einstein on the Beach". Die Oper von Philip Glass/Robert Wilson gilt als Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters und fordert Regisseure seit mehr als 40 Jahren heraus.   Die Compagnia Finzi Pasca aus Lugano in der italienischsprachigen Schweiz hat keine Angst vor grossen Kisten: Mit drei Zeremonien an Olympischen Spielen und Dutzenden von Bühnenspektakeln ? eben gerade die Fête des Vignerons, dem Winzerfest in Vevey sowie Opern bringt die Theatertruppe nun ein musikalisches und visuelles Vergnügen für all jene auf die Bühne, die bereit sind, sich einer vier Stunden dauernden, hypnotischen Ekstase zu stellen. Das Stück "Einstein on the Beach" hat keinen Handlungsstrang; die "Erzählung" besteht aus losen Assoziationen mit Bezug zu Nuklearphysik, Mathematik, Musik und was auch immer der Betrachter und die Betrachterin fühlen mag. Der US-Regisseur und Dramatiker Robert Wilson ...
 
"Wir schaffen heute unsere eigene Diskriminierung von morgen"
Di, 10 Sep 2019 09:00:00 GMT - Sie ist weiter verbreitet als Sexismus und Rassismus. Potenziell riskiert jede und jeder, Opfer zu werden. Paradoxerweise aber ignoriert sie die Mehrheit der Menschen: Altersdiskriminierung. Eine Forschergruppe in der Schweiz will diese Diskriminierung nun durch den Einbezug von Kindern bekämpfen. Ageism Im Allgemeinen ist "Ageism die Diskriminierung einer Altersgruppe gegenüber einer anderen Altersgruppe. Das heisst, es geht in verschiedene Richtungen: Ältere Menschen können eine diskriminierende Einstellung gegenüber jungen Menschen haben und umgekehrt. Die Forschung zeigt jedoch, dass die am stärksten von Altersdiskriminierung betroffene Gruppe die der älteren Menschen ist. Daher meinen wir in der Fachliteratur, in etwa 90% der Fälle, in denen wir über Altersdiskriminierung sprechen, derzeit Stereotypen, Vorurteile, Diskriminierung ? die positiv oder negativ sein können ? gegenüber einer Person aufgrund ihres chronologischen Alters oder ihrer Wahrnehmung als alt". (Quelle:
 
Der Digitalmagier
Fr, 6 Sep 2019 09:00:00 GMT - Als Kind wollte er einst wie David Copperfield werden. Heute ist der Zürcher Marco Tempest der bekannteste Digitalzauberer der Welt und arbeitet auch für die Nasa. Regelmässig tritt er auf den grössten Bühnen der Welt auf und verzaubert das Publikum an grossen Konferenzen mit digitalen Tricks. Tempest ist der fünfte Digitalpionier den wir in unserer Serie "Swiss Digital Pioneers" porträtieren. "Die Magie von heute ist die Technologie der Zukunft," sagt Marco Tempest lächelnd. "Es gibt eine lange Tradition von Zauberern, die gleichzeitig Erfinder waren." Insofern steht der Digitalzauberer Tempest in einer Reihe von Magiern, die schon seit jeher versuchten, der aktuellen Technologie einen Schritt voraus zu sein. Aber Marco Tempest ist nicht nur Zauberer mit technologischen Mitteln, er ist auch Designer, Filmemacher, Coach und Storyteller. Sein Business sind Geschichten, Illusionen und Inspirationen. Der Zürcher erzählt auf der Bühne faszinierende Geschichten, um zu simulieren, was ...
 
Das sind die vielversprechendsten Schweizer Start-ups 2019
Do, 5 Sep 2019 14:55:00 GMT - Drohnen zur Inspektion von Kernreaktoren, revolutionäre Systeme zur Diagnose von Tumoren, Armbänder zur Bestimmung von Fruchtbarkeitstagen: Zahlreiche Produkte von Schweizer Start-ups sind weltweit sehr erfolgreich. Die besten Innovationen wurden in Zürich am Top 100 Start-up Award 2019 ausgezeichnet. Die Schweiz gehört schon seit langer Zeit zu den innovativsten Länder der Welt. Bisher konzentrierten sich die Ressourcen für die Forschung und Entwicklung von Spitzenprodukten fast ausschliesslich auf grosse transnationale ? von Nestlé über Novartis, Roche, ABB bis Givaudan ? und mittlere Unternehmen, die es geschafft haben, Nischenmärkte zu besetzen. Seit einigen Jahren blüht die Innovation aber auch im Start-up-Bereich. Es gibt immer mehr junge Menschen, die diesen Weg gehen, um die Früchte ihrer wissenschaftlichen Forschung oder ihres technologischen Einfallsreichtums weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Derzeit werden jedes Jahr rund 300 Start-ups gegründet, also Unternehmen, ...
 
Elektronische Fussfessel "Swiss Made" erobert die Welt
Mi, 4 Sep 2019 09:00:00 GMT - Die elektronische Überwachung, die günstiger und humaner ist als eine Gefängnisstrafe, ersetzt in vielen Ländern die Kurzzeitstrafen. Das Schweizer Unternehmen Geosatis hat es in nur wenigen Jahren geschafft, sich zu einem der weltweit führenden Anbieter von elektronischen Fussfesseln zu entwickeln.   "Heute wird man sich immer stärker bewusst, dass Gefängnisstrafen bei leichten Vergehen nicht die beste Lösung sind. Im Gefängnis laufen Inhaftierte Gefahr, von anderen Gefangenen, die teilweise schwere Verbrechen begangen haben, negativ beeinflusst zu werden. Und sie leben völlig von der Welt abgeschnitten: Wenn sie in die Freiheit zurückkehren, sind sie dann oft verloren, sie haben keine Arbeit und manchmal auch keine Wohnung mehr", sagt François Vigier, Kommunikationsbeauftragter von Geosatis. "Ziel der elektronischen Überwachung ist es, nach einer Alternative zur Inhaftierung zu suchen, um die Desozialisierung von Menschen mit geringem Risiko zu vermeiden", ergänzt Vigier.
 
Ein Wurm zur Vermeidung von Tierversuchen
Do, 29 Aug 2019 09:00:00 GMT - Jedes Jahr werden mehr als 100 Millionen Tiere in wissenschaftlichen Versuchen eingesetzt. Nun haben zwei junge Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne eine Plattform aufgebaut, die es ermöglicht, umfangreiche Tests mit winzigen Würmern durchzuführen. Durch diese Methode lässt sich der Einsatz von Mäusen und anderen Wirbeltieren massiv reduzieren. Der wissenschaftliche Name dieses Wurms lautet "Caenorhabditis elegans". Doch für Tausende von Wissenschaftlern heisst er einfach "C. elegans". Ein solches Würmchen zu finden, ist ganz einfach: Denn dieser gehört zur Familie der Nematoden (Fadenwürmer) und ist praktisch in allen Böden anzutreffen. Sehen kann man ihn aber nicht wirklich: denn er ist nur einen Millimeter lang und praktisch durchsichtig. Noch schwieriger vorstellbar ist die Tatsache, dass dieser Mikroorganismus ein bedeutender Protagonist für die wissenschaftliche Forschung im letzten halben Jahrhundert war. Und doch ist es so: Gleich drei ...
 
Der Trientgletscher 1891 und 2010
Mo, 26 Aug 2019 09:00:00 GMT -
 
Mit Kunstschnee die Alpengletscher retten
Mo, 26 Aug 2019 07:05:00 GMT - Die Gletscher in den Alpen schmelzen wegen der Klimaerwärmung. Während man in den Bergen auf die Wirkung von Gebeten hofft, versuchen Forschende, der Gletscherschmelze mit technologischen Lösungen entgegenzuhalten. Anfang Mai 2019, als die Schweiz bis ins Flachland hinunter von einer weissen Schneedecke bedeckt war, blickten viele Menschen ungläubig in den Himmel. Landwirte fürchteten um die Ernte, Autofahrer hatten Angst, mit ihren Sommerreifen zu fahren. Für den Glaziologen Felix Keller war das Ereignis ein Geschenk des Himmels. Der aussergewöhnlich späte Schneefall habe den alpinen Winter verlängert und die Gletscher zusätzlich vor den Sonnenstrahlen geschützt, sagt er. Warum Gletscher wichtig sind Von den Gipfeln der Alpen bis hinunter ins Flachland ? die Artikelserie von swissinfo.ch veranschaulicht die Folgen des Abschmelzens von Gletschern in einer bestimmten Höhenlage und stellt die Anpassungs- und Schutzstrategien der Schweiz vor. 3000 - 4500 Meter: alpine Gletscher ...
 
Anita Braun ? die Vollzeit-Mutter
So, 25 Aug 2019 09:00:00 GMT - Sie fühlt sich heute in Deutschland daheim. Nur eines fehlt ihr: der Vierwaldstättersee. Anita Braun wollte eine Veränderung und fand ihr neues Leben in der Region Aachen. Mit drei eigenen und drei Pflegekindern hat sie sich ganz der Kindererziehung verschrieben. Ein lauschiger Garten im Dorf Hürtgenwald in der deutschen Eifel. Wir sitzen mit Anita Braun am Gartentisch. Vom Wohnzimmer aus beobachten uns ihre drei Pflegekinder neugierig durchs Fenster. Zwei Jungs (14 und 8 Jahre alt) und ein Mädchen (12). Ihre drei eigenen Kinder, zwischen 20 und 17 Jahre alt, sind nicht anwesend. Später wagen sich die Pflegekinder hinaus und spielen im weitläufigen Garten. Braun wird als Pflegemutter vom Staat entschädigt. "Finanziell wäre das in der Schweiz nicht machbar", sagt sie und zeigt auf das grosse Haus. "Dafür wäre meine Arbeit als Kinesiologin besser anerkannt." Doch für die Auslandschweizerin ist klar: "Ich bin in Deutschland daheim." In die Schweiz geht sie sehr gern, aber nur noch ...
 
Pflegeheim hinter Gittern
Fr, 23 Aug 2019 09:00:00 GMT - Rollstühle, bewegliche Betten, Duschen und Toiletten mit Haltegriffen: Die Infrastruktur der Abteilung "60plus" im Hochsicherheitsgefängnis in Lenzburg (Kanton Aargau) zeigt, dass hier Menschen hinter Gittern alt werden. "Zu Beginn fragten wir einige ältere Gefangene, ob sie bereit seien, vom ?normalen Gefängnis? zum ?Sondergefängnis? zu wechseln. Einige antworteten, dass sie noch zu jung seien, um in das ?Altersheim? zu ziehen. Andere waren froh, bessere Haftbedingungen für ihr Alter zu haben." Marcel Ruf, Gefängnisdirektor in Lenzburg, und Erich Hotz, Verantwortlicher für die Abteilung "60plus", erklären gegenüber swissinfo.ch, wie die erste Spezialabteilung für betagte Gefangene in der Schweiz funktioniert. Die Abteilung "60plus" mit zwölf Plätzen wurde 2011 eröffnet. Sie war ursprünglich für Personen mit psychischen Problemen konzipiert. Sie sei daher nicht optimal für ältere Häftlinge geeignet, erklären Ruf und Hotz schriftlich. Humane Behandlung im Alter Auch heute ...
 
Nach 35 Betriebsjahren in bester Verfassung
So, 11 Aug 2019 09:00:00 GMT - Die erste Photovoltaik-Anlage Europas ging in den frühen 1980er-Jahren im Kanton Tessin ans Netz und überzeugt auch heute noch durch ihre erstaunlich hohe Energieeffizienz. swissinfo.ch im Gespräch mit Mauro Caccivio, Photovoltaikexperte der Fachhochschule Südschweiz. Es war 1982, als eine Gruppe von Forschern beschloss, in Canobbio, wenige Kilometer von Lugano entfernt, eine experimentelle Photovoltaikanlage zu bauen. TISO, das Akronym von "Ticino Solare", hatte eine Leistung von 10 Kilowattstunden und bestand aus 288 Zellmodulen aus monokristallinem Silizium. "Das war keine Weltneuheit, da es in den Vereinigten Staaten bereits mehrere PV-Projekte gab. Doch in Europa war es ein Novum?, erklärt Mauro Caccivio, Leiter eines Teams, das sich an der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) mit der Qualität von PV-Systemen befasst. 2017 wurde die Anlage vom Dach der Aula Magna abgebaut und ins Forschungslabor gebracht, wo sie auf ihren Zustand hin untersucht wurde. "Das war ein ...
 
Der elektrische Strom
Sa, 10 Aug 2019 09:00:00 GMT - Der kürzlich erschienene Bildband ist das Resultat des Versuchs, das Unsichtbare zu zeigen. Marc Renauds Bilder erzählen von einer Kraft, die uns heute in fast allen Lebenslagen umgibt und die wir ebenso häufig nutzen.  Täglich, stündlich, eigentlich jeden Moment, ohne dass wir uns dessen noch bewusst wären. Bis diese Kraft verschwindet - der Zug stehen bleibt, die Kassen im Supermarkt nicht mehr funktionieren und die Akkus unserer Smartphones nicht mehr laden. Dann erleben wir den Blackout, den Stromausfall. Kraft der Natur Es ist das Wasser, der Wind, die Sonne - aber nach wie vor auch fossile Brennstoffe, die diese Kraft entstehen lassen. Nicht wir Menschen haben die Elektrizität erfunden, sie war schon immer da. Aber es gelang uns erst vor einigen hundert Jahren, sie zu kontrollieren und uns so nutzbar zu machen. Auf den Bildern sieht man die Elektrizität oder deren vorausgehenden Energieträger nur selten (ein kleines Rinnsal am Ende eines Gletschers, die Blitze einer ...
 
Auf den Spuren des echten Gefangenen von Chillon
Fr, 9 Aug 2019 14:30:00 GMT - Das Schloss Chillon am Ufer des Genfersees ist das meistbesuchte Denkmal der Schweiz. Einen Grossteil seiner Berühmtheit verdankt es Lord Byrons Gedicht "Der Gefangene von Chillon". Das literarische Werk ist von einer realen Figur inspiriert, nämlich von François Bonivard, dessen Leben einem Roman würdig war. Wir befinden uns sozusagen in den Eingeweiden des Schlosses, in einem riesigen Keller, der von Gewölben und Säulen getragen wird. Auf einer Seite grenzt er an eine Felswand. Die Wand gegenüber besteht aus Steinblöcken mit wenigen kleinen Schlitzen dazwischen. Jenseits der Mauer beginnt die Unendlichkeit des Sees. Man kann sie nur erahnen. Es gibt nicht viel zu sehen. Einen Galgen ? ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert ?, um die düstere Seite des Ortes zu betonen, sowie eine beleuchtete Tafel mit einem kurzen, erklärenden Text und einem Gemälde mit zwei Personen ? nichts Aufregendes. Das Schloss hat an anderen Stellen viel mehr und auf den ersten Blick viel Interessanteres zu ...
 
Wie man einen geliebten Menschen aus einer Sekte befreit
Do, 8 Aug 2019 11:30:00 GMT - Sind Sie besorgt, dass Ihnen ein geliebter Mensch nach dem Beitritt zu einer Sekte entgleitet? Die Schweizer Hotline Infosekta beantwortet einige Fragen unserer Leserschaft zu diesem Thema. Susanne Schaaf von Infosekta ? einer Zürcher Fachstelle für Sektenfragen ? ist gut gelaunt. Ein ehemaliger Kollege hat gerade ein Verfahren gegen die Zeugen Jehovas am Bezirksgericht Zürich gewonnen. Die Religionsgemeinschaft hatte dem ehemaligen Infosekta-Mitarbeiter im Jahr 2015 diffamierende Anschuldigungen vorgeworfen. Die Richter entschieden, dass die Vorwürfe zwar schwerwiegend waren, aber durch handfeste Nachforschungen gestützt wurden. "Wir sind keine Journalisten und Journalistinnen, die eine 50:50-Ausgewogenheit für beide Seiten brauchen, sondern nehmen wie eine Konsumentenschutz-Organisation eine kritische Haltung ein. Unsere Informationen müssen korrekt sein und basieren auf Sekundärliteratur, internen Dokumenten, Besuchen in Problemgruppen und Gesprächen mit Familien und ...
 
Sie hat die digitale Jugend im Blick
Mo, 5 Aug 2019 14:30:00 GMT - Sandra Cortesi ging einst für acht Monate an die Harvard University. Heute, bald zehn Jahre später, ist sie noch immer dort. Weltweit setzt sie sich dafür ein, dass Jugendliche von digitalen Medien profitieren. Sie ist die vierte Digitalpionierin, die wir in unserer Serie "Swiss Digital Pioneers" porträtieren. Ihr Zuhause liegt in Gehdistanz zum Campus der Harvard University bei Boston. Ein Auto hat sie nicht. Aber Sandra Cortesi steigt in Flugzeuge wie andere ins Tram. Sie ist regelmässig beruflich in Südamerika, in Asien, in Europa. Ihre Arbeit als Expertin für Jugend und Internet ist global gefragt. Für das Berkman Klein Center for Internet & Society hat sie verschiedene globale Initiativen entwickelt und baut Brücken zu UNICEF. Neuerdings sitzt sie auch im Beirat des Swiss Media Forum. Als wir neulich beide am Menschenrechtsforum zu digitalen Kompetenzen referieren, versuchen wir, einen Lunch-Termin zu vereinbaren. Ich zücke meine schwarze Moleskine-Papieragenda. Sie blickt ...
 
Diese Argumente haben das E-Voting in der Schweiz gestoppt
Fr, 2 Aug 2019 07:26:00 GMT - Die Geschichte von E-Voting in der Schweiz ist die eines kühnen Traums mit Bruchlandung. Das Schicksal dieses Projektes ist nun mehr als ungewiss. Die Skeptiker haben sich durchgesetzt. Wir redeten mit ihnen. Die Debatte um E-Voting zeigt auch, wie direkte Demokratie in der Schweiz funktioniert. Hier kurz der Hintergrund im Schnelldurchlauf: Die Regierung legt ein Projekt auf den Tisch. Gegner, hier IT-Profis, äusserten prompt Skepsis und Kritik. Es entstand eine emotionale Debatte zwischen Politikern, Behördenvertreterinnen und den IT-Profis. Die Debatte führte zu einem informierten Entscheid. Das Argument, das sich durchgesetzt hat: Die Manipulationsrisiken sind zu gross, denn sie drohen, das politische Rückgrat der Schweiz zu brechen: die direkte Demokratie. Zur Demokratie gehört aber auch der Grundsatz: Kein Entscheid ist in Stein gemeisselt. Hernâni Marques und Adrian Aulbach gehören zu den Skeptikern. Marques ist Computerlinguist, Soziologe, Neuroinformatiker und ...
 
"Auch die Schweiz ist ein Entwicklungsland"
Do, 1 Aug 2019 12:00:00 GMT - Nora Wilhelm hat mit 26 Jahren schon einiges erreicht: Sie wurde unter anderem von der UNESCO für ihre Arbeit als "Young Leader" ausgezeichnet und von der Zeitschrift "annabelle" zu einer von 80 Schweizermacherinnen ernannt. An der diesjährigen Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit hielt sie dem Land den Spiegel vor ? und präsentierte Lösungsansätze. Ihre Rede in einer gekürzten Fassung. Ich bin in Genf aufgewachsen und war früh von den Visionen der ?Genève internationale? inspiriert. Die Schweiz ist ein Land mit einer langen humanitären Tradition. Unsere umgekehrte Flagge steht dafür, niemandem die Hilfe zu verweigern, dorthin zu gehen, wo es nötig ist. Auch ich wollte diesem Weg folgen, wollte mich engagieren ? den Blick nach Aussen gerichtet ? und fragte mich gleichzeitig: "Wer bin ich, und lebe ich in Integrität mit meinen Werten im Alltag, hier in der Schweiz?" Mit der Agenda 2030 kam ein Paradigmenwechsel in die internationale Zusammenarbeit. Zum ersten ...
 
"Die Nazis wollten uns erschiessen, weil wir Ausländer waren"
So, 28 Jul 2019 09:00:00 GMT - Als kleines Mädchen holten fanatische Nazis sie und ihren Schweizer Vater aus dem Haus und stellten sie vor ein Erschiessungs-Kommando. Nur dem Eingreifen des Ortsgruppenführers in letzter Sekunde verdankt Agnes Waser das Leben. Hier ist die Geschichte einer Schweizerin, die ihr Leben in Deutschland verbrachte. Sie lebt seit ihrer Geburt vor bald 85 Jahren in Deutschland. Aber ihr ganzes Leben lang besass Agnes Waser nur den Schweizer Pass. Darauf ist sie stolz. Waser lebt heute wie in ihrer Kindheit schon in Vettweiss in Nordrhein-Westfalen, zwischen Aachen und Köln. Sie hat eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. "Ich bin zwar in Deutschland geboren, aber mein Herz gehört der Schweiz", sagt sie. Vor sich auf dem Tisch hat Waser zahlreiche, dicht bedruckte A4-Seiten ausgebreitet ? ihre Lebensgeschichte. Die Rentnerin ist für ihre Familie und den Ort gewissermassen das Gedächtnis. Als solches ist sie aktiv im Heimat- und Geschichtsverein Vettweiss. Ihre Geschichte ...
 
An der AKW-Beerdigung reichen sich die alten Feinde die Hand
Fr, 26 Jul 2019 08:00:00 GMT - ??????? Wenige Wochen vor der ersten Stilllegung eines Atomkraftwerks in der Schweiz ist die Debatte um dessen Sicherheit bereits zum Stillstand gekommen. Nach jahrzehntelangem Kampf ziehen die Betreiberin und die AKW-Gegner nun am gleichen Strick. Jahrelang waren sie sich spinnefeind. Jetzt sind sie des Lobes voll für die andere Seite. "Der Unterschied zu früher ist frappant. Ich habe eine neue BKW [Betreibergesellschaft des Kernkraftwerks Mühleberg, n.d.R.] kennengelernt, die mit den Leuten einen Dialog führt und nicht nur Communiqués verschickt", sagt Peter Stutz. Der Geschäftsleiter des Vereins NWA (Nie wieder Atomkraftwerke) vertritt seine Organisation in der "Begleitgruppe NGO", welche die BKW 2015 ins Leben rief, um auch AKW-kritische Experten in die Rückbau-Planung einzubeziehen. "In dieser Begleitgruppe werden wir stets sehr gut informiert. Die Verantwortlichen ? ob Leiter der Abteilung Nuklear oder des Rückbaus ?, wen auch immer wieder sprechen wollten, waren jedes ...
 
"Die globale Erwärmung ist beispiellos"
Do, 25 Jul 2019 09:32:00 GMT - Klimawandel-Kritiker argumentieren, dass es auch früher schon Warmzeiten gab. Eine neue Studie von Klimaforschern der Universität Bern zeigt: Der Vergleich hinkt. Denn bei diesen handelte es sich nur um regionale Phänomene. Die aktuelle Klimaerwärmung dagegen betrifft 98% der Erde. Forscher haben den Klimaverlauf der letzten 2000 Jahre untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Das Klima schwankte auch schon früher. Aber das war kein globales Phänomen, wie bislang angenommen, sondern nur ein regionales. Klima an Bäumen ablesen Unter Forscherinnen und Forschern ist oft die Rede von der römischen und der mittelalterlichen Warmzeit oder von der kleinen Eiszeit, die von 1300 bis 1850 gedauert haben soll. Identifiziert wurden solche Perioden mithilfe von alten Berichten und durch Untersuchungen, zum Beispiel der Wachstumsringe von alten Bäumen. Je nach Klima wachsen Bäume unterschiedlich und das schlägt sich in den Baumringen nieder. Auch aus alten Korallenstöcken kann man das Klima ...
 
Schweizer NASA-Chef träumt von der Entdeckung ausserirdischen Lebens
Fr, 19 Jul 2019 09:00:00 GMT - NASA-Forschungschef Thomas Zurbuchen wacht darüber, dass hundert Missionen und Tausende von Wissenschaftlern das Jahresbudget von sieben Milliarden Dollar bestmöglich nutzen: Sie sollen Antworten auf die grössten Fragen des Universums zu finden. swissinfo.ch hat den Berner Oberländer kürzlich getroffen. "Wir geben Steuergelder aus, die ganze Welt blickt auf uns, da wollen wir erfolgreich sein." Vergangenen Monat kehrte Thomas Zurbuchen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten Mondlandung durch Apollo 11 nach Bern zurück. An jene Universität, an der er 1996 in Astrophysik promovierte, an jenes Institut, in dem fast 30 Jahre zuvor das berühmte Sonnensegel für die Apollo-Missionen entwickelt worden war. "Wir betreiben Forschung, um die Geheimnisse des Universums zu lüften, mehr über Fragen zu erfahren, die in der Regel in die Domäne der Philosophie und der Religion fallen, und nähern uns ihnen mit den Instrumenten der Wissenschaft." swissinfo.ch: Welche Botschaft haben ...
 


Rundschreiben Nr. 5/2019 (23.08.2019)
Rundschreiben Nr. 4/2019 (11.06.2019)
Chronik - 100 Jahre Schweizer Verein Freiburg
Rundschreiben Nr. 3/2019 (24.04.2019)
Einladungskarte zum Jubiläumsabend am 01. Juni 2019
Rundschreiben Nr. 2/2019 (11.02.2019)
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